Die Haltbarkeit von CD-Backups…

…ist ein Thema, das ich grade anschaulich vor Augen habe. Überfällige Maßnahme: mal die Uraltbackups von CD auf die Backup-Platte bringen. Das meiste wird schon irgendwo liegen, und um vieles ists nicht schade, aber bevor man die Sachen schreddert, geht mans nochmal durch und schaut, was man besser doch aufhebt. So ein, zweimal im Jahr überkommts mich ja und ich schau mir alte Mail- oder Chatlogs von 96 oder die Unimitschriften von vor der Zwischenprüfung an. Tagebuchersatz, irgendwie.

Um die 50 CDs dürften es sein, die ich grade aussortiere, und entstanden sind sie zwischen ’96 und 2002. Totalausfallquote bewegt sich bei unter 5%, und so bei 20% sind einzelne Files im Eimer. Das ist alles absolut nicht aussagekräftig und ich kann auch nichts zur Haltbarkeit von Medien bzw. Rohlingmarken sagen – ein paar davon sind schwer gezeichnet von äußeren Einflüssen, hinzu kommt, dass ich nicht mehr sagen kann, welche davon am Anfang meiner Brennlaufbahn auf einem 2x-Yamaha-Brenner unter welchen widrigen Umständen entstanden sind. Zu deutsch: wenn was nicht tut, dann kann ich selten sagen, warum nicht. Wenns tut, dann unbenommen des Herstellers – ich les gerade problemlos von irgendwelchen Nonamesachen ein wie auch von Verbatim-Rohlingen, die, wie ich mich erinnere, damals 35 Mark der Zehnerpack gekostet haben.

Abgeleitete Ratschläge: Alte Datenträger sollte man in der Tat irgendwann umkopieren. Klar, Backups, Backups, Backups. Ich geh aber mal davon aus, dass ich nicht der einzige bin mit ein, zwei vergessenen Datenträgertaschen irgendwo, in denen die CDs zwar sicher aufgehoben scheinen, an denen aber trotzdem der Zahn der Zeit nagt. klar, wenn ich ner CD ansehe, dass sie irgendwann mal wohl doch Getränkeuntersatz und Aschenbecherunterlage war, dann tut sie meist nicht mehr. Unter den Totalausfällen gabs aber auch vollkommen ordentliche, seit Brennung sauber aufbewahrte (Marken)CDs.

Wenn man sowas macht, passiert es einem möglicherweise, auf alte, kaputte Soundsamples zu stoßen, die man damals mit allen möglichen Synths unter Win95b erstellt hat. Oder auf irgendwelche Updatetools gegen den Y2K-Weltuntergang (sie haben funktioniert, die Welt steht noch, und sogar Internet gibts). Oder auf Shaun-Startscreens, die man seinerzeit statt den Win95-Boot- und -Runterfahrscreens eingebaut hat. Man kann Spass haben, mein ich damit, und hinterher seine Uraltsachen auf ner etwas verlässlicheren Plattform. Und wer jetzt sagt, “Ruppsel, bist ein wenig spät dran damit?”: Jaja. Bin ich nicht mal, eigentlich. Das meiste, wie gesagt, wandert eh seit einiger Zeit von Platte zu Platte mit, mir gehts eher um die Reststoffentsorgung. Aber zugegeben: damit bin ich in der Tat spät dran.

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