…kann man. Macht Spass, wirklich. Ich bin sehr grinsend aus dem Kino gekommen, mal wieder der Hinweis, Abspannsitzenbleiber haben mehr vom Leben, im Fall “Borat” einen kurzen, aber irgendwie auch schön abrundenden Nachtrag, der als Vorankündigung niemals so gut funktioniert hätte.

Ansonsten überrascht mich sowohl der Wirbel wie auch die Toprankings in den Besucherzahlen. Klar, Cohen bringt da ein paar schöne Statements zum Blühen, hat ein Talent, alles mögliche an minderheitenfeindlichen Klischees zu produzieren und eben auch produzieren zu lassen. Ich kenn sonst nichts von ihm, und kanns entsprechend nicht vergleichen. Im Nachhinein denk ich, hm, irgendwie hätt der Film auch die doppelte Dosis entlarvender Gespräche vertragen, vielleicht will man bloss mehr davon sehen, und vielleicht ists halt so, dass Cohen halt auch sich selbst gegenüber keine Gnade hat und sich auch angemessen durch den Dreck ziehen will, wenn ers schon bei ner Latte anderer macht.

Einfach gut dosiert? Unübertriebener Aufwand, um dennoch möglichst viel politische Korrektheit zu demontieren? So kommts mir nach dem drüber schlafen vor.

Aber Spass hat mir die Geschichte gemacht. Auch wenn ich nach der Lektüre denke, naja, so ungefähr hab ich mir das eine oder andere vorgestellt. Aber es trifft ja die richtigen. Sollen sie sich mit ihrer Klage noch mehr als reaktionäres Pack outen, wies der Film tat. Klassisches WinWin.

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Geschrieben am um Saturday, November 11th, 2006 , 11:25 pm , Kategorie ich gegen die wirklichkeit. Antworten per RSS 2.0 Feed. Kommentieren, trackbacken anyone?
5 Kommentare

  1. Carsten Dobschat zu November 12, 2006 12:54 am

    Mal eine Frage nicht zum Inhalt: welche der möglichen Fassungen hast Du denn gesehen? Original mit oder ohne Untertitel oder die synchronisierte?

  2. leakd zu November 12, 2006 2:41 am

    Zu dem Link: ich glaube, so schaden sie ihrem Ruf mehr als in dem Film aufzutreten…

  3. mike zu November 12, 2006 6:14 am

    Zu dem Link: fiiiiieeep! Wobei man da natürlich nicht wissen kann, ob das nicht zur Marketingstrategie gehört.
    Zum Film: ich hab ihn noch nicht gesehen aber habe das dringend vor. Wenn ich das Gejammer höre/ lese, was allerorten beim pseudo-gutmenschen-volk ausbricht, dann muss der gut sein, Andererseits ist es natürlich schade, dass bei geistig Armen der Film an anderer Stelle im “Hirn” einschlägt – oh, ich und meine Oxymorone – drauf geschissen.

  4. Korrupt zu November 12, 2006 12:27 pm

    Ich hab die Original mit Untertiteln gesehen. Die synchronisierte kenn ich bloss vom Trailer. Ich bin sicher kein OmU-Fetischist, aber in dem Fall wuerd ich auf jeden Fall zum Original raten. geht auch gut zu verstehen, sprechen ja alle langsam mit dem Auslaender :)
    Ob die Klage Teil des Marketings ist? Wie gesagt, ich wuerde eher vermuten, dass weitaus mehr Zeug gedreht wurde und sie fuer viel eben tatsaechlich keine Freigaben bekommen haben, auch wenn dabei offenbar recht kreativ vorgegangen wurde.

  5. Dobschat » links for 2006-11-11 zu August 22, 2009 7:36 pm

    [...] Tales from the Mac Hell – Blog Archive – Borat gucken (tags: icommented) [...]

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