…könnte man wohl bezeichnen, was ich die letzten drei Tage bei Muttern neben dem Gartenweg-verlegen noch getrieben habe. Wir haben da so einen riesigen Kompost, eigentlich eher improvisiert konstruiert und von einem Fassungsvermögen, dass er trotz doch recht großem Garten dann doch eher selten umgesetzt werden muss. Nu war er fällig, Ruppsel hat Urlaub und braucht was zu tun.

Raus kam wirklich feine Erde, der man beim Durchsieben aber dann doch einiges ansah. Oben war sauberes Zeux, allenfalls mal ein paar Gartenschnüre drin. Dann merkte man irgendwann, da hatten noch mehr was reingeworfen, da war gelegentlich Plastikkram drin. Das war der Mieterwechsel im Vorderhaus, der sollte jetzt auch schon drei Jahre her sein. Ungefähr zu diesem Zeitpunkt tauchten die ersten Eierschalenreste auf: da hatte Großmutter noch gelebt und gelegentlich Maultaschen gemacht. Meine Mutter wirft keine Eierschalen in den Kompost.

Noch weiter unten ein erstaunliches Nest an Tannenzapfenresten, die Tanne steht aber nun auch schon einige Zeit nicht mehr, und die Zapfen fuhren wir zum Schluss mit anderem Kram zum Häckseln, weil die so schlecht verrotten.

Es ging an sich gut von der Hand, und so machte ich einfach, bis ich auf Lehm stiess, und, na, fünf Jahre warens mindestens, dass ich ihn nicht umgesetzt hab, aber das ist an sich noch zu kurz, als dass es Sinn ergäbe. dass ich ganz unten ausgerechnet noch zwei Ringe Platzpistolenmunition aus Kinderfaschingszeiten fand. Aber ich schätze mal, so tief hat ihn seitdem einfach niemand ausgegraben.

(Kurz angemerkt: schrob ich schon vor ein paar Tagen offline.)

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Geschrieben am um Friday, April 20th, 2007 , 10:27 pm , Kategorie ich gegen die wirklichkeit. Antworten per RSS 2.0 Feed. Kommentieren, trackbacken anyone?
6 Kommentare

  1. Kamuflaro zu April 21, 2007 6:20 pm

    feiner Artikel :)

  2. tAXMAN zu April 21, 2007 8:09 pm

    Gratulation! *dieHandrübrereich*
    Ein ähnliche Erlebnis hatte ich neulich auch. Das Umsetzen, Sieben, Verteilen und Umfüllen von 2 Kompostern stand an. Schön ist, dass man nicht nur sieht was gemacht wurde, nein, der odinäte Büromensch spürt es tagelang. Von daher beneide ich dich um das Anlegen des Plattenweges. Knieende Tätigkeiten verschaffen einen ganz besonderen Muskelkater.

    PS: Eierschalen im Kompost sind kein Tabu, wenn sie denn vorher zerdrückt/verkleinert werden.

  3. mike zu April 22, 2007 1:00 am

    Komisch, ich hab demletzt mehrere Kubikmeter Kompost gesiebt und da waren keine Schalen drin, obwohl das hier keine Sau interessiert, was da wie drauffliegt.

  4. madchiq zu April 22, 2007 11:25 am

    Ist jetzt Gartenarbeit fuer die IT-Branche, was kuerzlich noch der Extremsport war?
    Wer hier alles im (Bio-)Muell rumgraebt… Spiesserpack!

  5. tAXMAN zu April 22, 2007 1:44 pm

    Yeahh, “Deutschland ein Gärtnermärchen”. :D

  6. mike zu April 22, 2007 2:51 pm

    Was soll man denn sonst machen, wenn es einen mal zufällig vor die Tür verschlägt? Dumm rumstehen, Popeln, Snowboarden?

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