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	<title>Comments on: Eine Lanze für den Cyberspace, ein Diss an das Reallife&#8230;</title>
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	<pubDate>Fri, 09 Jan 2009 22:31:04 +0000</pubDate>
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		<title>By: bjoern</title>
		<link>http://www.korrupt.biz/697/eine-lanze-fur-den-cyberspace-ein-diss-an-das-reallife/comment-page-1/#comment-4107</link>
		<dc:creator>bjoern</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 31 Jul 2008 12:43:56 +0000</pubDate>
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		<description>Wenn wir Soziologen beginnen würden in den Pfründen anderer Sozialwissenschaften zu wildern, würden einige Menschen arbeitslos :-D

Bezeichnent ist, dass der Studiengangsbeauftragte für die politikwissenschaftlichen Studiengänge hier in Puddingtown, sich immer wieder darüber lustig machte, dass Absolventen und Studenten anderer (Teil)Sozialwissenschaften, dem Funktionssystem das ihre Disziplin beackert eine Führungsrolle zusprechen. Da kann der Soziologe nur lachen. Es dürfte recht unbestritten unter Soziologen sein, dass wir in einer funktional differenzierten Gesellschaft leben und funktionale Differenzierung bedingt eben Gleichberechtigung der Funktionssysteme.Nicht verwunderlich, dass er 'seiner' Politikwissenschaft im Geiste dann immer den Zusatz 'soziologische' gab. Da fragt man sich doch, was der Punkt ist? Dass der frischgebackene Politikwissenschaftler bessere Chancen bei der Bewerbung hat, weil - ob des Wortes Politik - er vorgeben kann, sich im selben Dünkel zu bewegen wie sein Arbeitgeber in spee? Tsts.

Aber merkst du, was ich mache? Ich produziere Rauschen... :-)

Also zurück zum Thema!

Anschlussfähigkeit besteht in freien Interaktionen ja sowieso in alle erdenklichen Richtungen, im Netz also nicht mehr als anderswo. Aber durch die Technik wird hier natürlich der Austritt aus/die Überschneidung von Interaktionen erleichtert. Was dein Beispiel der Überschneidung von Interaktionen angeht, d'accord, durch die relative Zeitlichkeit im Netz, ein Vorteil der Netzinteraktion. Sinn spielt hier natürlich auch eine Rolle, da er ja - sagen wir - potentielle Anschlussfähigkeit ist.

Was die erweiterte Anschlussfähigkeit wegen des reduzierten Mitteilungsaspekts angeht, irrst du etwas. Nicht die Anschlussfähigkeit generell ist erweitert, sondern die Bezeichnung des Informationsaspekts ist wahrscheinlicher.

Dies entspricht ja auch alltäglichen Erfahrungen. Face-to-face-Diskussionen laufen auch bei nicht-pubertären Beteiligten schneller aus dem Ruder (ich verzichte auf die Betrachtung flame-wars Vierzehnjähriger im Netz). Aber dies führt ja eben wieder zum großen Vorteil der Verschriftlichung im Netz, also der entsteheung von Semantiken, oder meinenthalben Protosemantiken.

Deinen Hinweis auf strukturelle Kopplung bleibt mir unklar. Ich denke, es geht dir um die Kopplung zwischen Interaktions- und Bewußtseinssystem und damit die Möglichkeit von Menschen Kommunikation überhaupt reizen zu können? Oder meinst du damit die oben von dir angesprochene größere 'Inklusion' im Netz die mehr Anschlussfähigkeit produziert?

Letzteres ist vielleicht eine Vorteil im Netz. Ich verlasse jetzt mal den systemtheoretischen Kontext ein wenig. Wenn wir über Communities wie MySpace oder StudiVZ etc. interagieren, haben wir die Möglichkeit über die Selbstdarstellung anderer Mitglieder Interaktionen zu beginnen. Es ist, als würde man im RL mit nem T-Shirt voller Buttons rumrennen, die einen Großteil unserer Interessen widerspiegeln...

Nun denn, so weit erst mal. Ich muss mich noch ein wenig auf meine Inklusion im Wirtschaftssystem konzentrieren^^

Cheers!

PS: Was Berger/Luckmann angeht, die wären für mich eher ein Argument gegen Netz-Interaktion. Der Ganze Prozess der Objektivierung von Wirklichkeiten wird durch den Wegfall der körperlichen Externalisierungen erschwert. Ich denke da an das von den Autoren verwendete Crusoe-Beispiel.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn wir Soziologen beginnen würden in den Pfründen anderer Sozialwissenschaften zu wildern, würden einige Menschen arbeitslos :-D</p>
<p>Bezeichnent ist, dass der Studiengangsbeauftragte für die politikwissenschaftlichen Studiengänge hier in Puddingtown, sich immer wieder darüber lustig machte, dass Absolventen und Studenten anderer (Teil)Sozialwissenschaften, dem Funktionssystem das ihre Disziplin beackert eine Führungsrolle zusprechen. Da kann der Soziologe nur lachen. Es dürfte recht unbestritten unter Soziologen sein, dass wir in einer funktional differenzierten Gesellschaft leben und funktionale Differenzierung bedingt eben Gleichberechtigung der Funktionssysteme.Nicht verwunderlich, dass er &#8217;seiner&#8217; Politikwissenschaft im Geiste dann immer den Zusatz &#8217;soziologische&#8217; gab. Da fragt man sich doch, was der Punkt ist? Dass der frischgebackene Politikwissenschaftler bessere Chancen bei der Bewerbung hat, weil - ob des Wortes Politik - er vorgeben kann, sich im selben Dünkel zu bewegen wie sein Arbeitgeber in spee? Tsts.</p>
<p>Aber merkst du, was ich mache? Ich produziere Rauschen&#8230; :-)</p>
<p>Also zurück zum Thema!</p>
<p>Anschlussfähigkeit besteht in freien Interaktionen ja sowieso in alle erdenklichen Richtungen, im Netz also nicht mehr als anderswo. Aber durch die Technik wird hier natürlich der Austritt aus/die Überschneidung von Interaktionen erleichtert. Was dein Beispiel der Überschneidung von Interaktionen angeht, d&#8217;accord, durch die relative Zeitlichkeit im Netz, ein Vorteil der Netzinteraktion. Sinn spielt hier natürlich auch eine Rolle, da er ja - sagen wir - potentielle Anschlussfähigkeit ist.</p>
<p>Was die erweiterte Anschlussfähigkeit wegen des reduzierten Mitteilungsaspekts angeht, irrst du etwas. Nicht die Anschlussfähigkeit generell ist erweitert, sondern die Bezeichnung des Informationsaspekts ist wahrscheinlicher.</p>
<p>Dies entspricht ja auch alltäglichen Erfahrungen. Face-to-face-Diskussionen laufen auch bei nicht-pubertären Beteiligten schneller aus dem Ruder (ich verzichte auf die Betrachtung flame-wars Vierzehnjähriger im Netz). Aber dies führt ja eben wieder zum großen Vorteil der Verschriftlichung im Netz, also der entsteheung von Semantiken, oder meinenthalben Protosemantiken.</p>
<p>Deinen Hinweis auf strukturelle Kopplung bleibt mir unklar. Ich denke, es geht dir um die Kopplung zwischen Interaktions- und Bewußtseinssystem und damit die Möglichkeit von Menschen Kommunikation überhaupt reizen zu können? Oder meinst du damit die oben von dir angesprochene größere &#8216;Inklusion&#8217; im Netz die mehr Anschlussfähigkeit produziert?</p>
<p>Letzteres ist vielleicht eine Vorteil im Netz. Ich verlasse jetzt mal den systemtheoretischen Kontext ein wenig. Wenn wir über Communities wie MySpace oder StudiVZ etc. interagieren, haben wir die Möglichkeit über die Selbstdarstellung anderer Mitglieder Interaktionen zu beginnen. Es ist, als würde man im RL mit nem T-Shirt voller Buttons rumrennen, die einen Großteil unserer Interessen widerspiegeln&#8230;</p>
<p>Nun denn, so weit erst mal. Ich muss mich noch ein wenig auf meine Inklusion im Wirtschaftssystem konzentrieren^^</p>
<p>Cheers!</p>
<p>PS: Was Berger/Luckmann angeht, die wären für mich eher ein Argument gegen Netz-Interaktion. Der Ganze Prozess der Objektivierung von Wirklichkeiten wird durch den Wegfall der körperlichen Externalisierungen erschwert. Ich denke da an das von den Autoren verwendete Crusoe-Beispiel.</p>
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		<title>By: Korrupt</title>
		<link>http://www.korrupt.biz/697/eine-lanze-fur-den-cyberspace-ein-diss-an-das-reallife/comment-page-1/#comment-4108</link>
		<dc:creator>Korrupt</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 30 Jul 2008 20:55:13 +0000</pubDate>
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		<description>Ha, genau sowas hatte ich mir erhofft!

Um von hinten anzufangen: Ja, an sich schon. Die Soziologen koennen das schon auch alleine, ihre Wahrnehmung in den einschlaegigen Debatten ist grade aber ein wenig gering. Woran das liegt, lass ich mal dahingestellt.

Mein Luhmann ist in den letzten Jahren auch ein wenig zum Luhmann fuer Grobmotoriker verkommen, ich denke, man merkts. Ein paar Sachen liessen mich aber aufhorchen. Vorweg ein generelles Ack zur Begriffsklaerung.

Zwei Elemente von Luhmanns Systemtheorie scheinen mir da fuer eine naehere Betrachtung geeignet zu sein. Das eine ist der von dir bereits angesprochene Sinn, das andere die strukturelle Koppelung. Ich werd das vermutlich ungenuegend trennscharf denken. Genauer: ich hab das Gefuehl, ich denk da vor allem an Anschlussfaehigkeit.

Die Anschlussfaehigkeiten virtueller Interaktion sehe ich - ironischerweise wegen der von dir angesprochenen Reduktion des Aspekts der Mitteilung  - als generell weiter gefasst. Durch Verschriftlichung ist die Zeitlichkeit ein Stueck weit aufgehoben, insbesondere aber der, ich nenns mal "Rauschpegel" ist per se reduziert, ebenso der Einfluss der Systemumwelt.

Eine im System nicht mehr anschlussfaehige Kommunikation wird ja als Rauschen, als Stoerung wahrgenommen. Das Netz beguenstigt da in meinen Augen den "Rauschpegel", in dem aus der Stoerung wieder eine anschlussfaehige Kommunikation wird. Um auf meine Anfangsthese zurueckzukommen: die von dir angesprochenen Irritationen sind leichter aufzuloesen. Dein Argument Unternehmenschat vs. Party leuchtet mir ein, ein solcher Interaktionswechsel ist im RL jedoch - umweltbedingt - schwerer. Ich kann nicht aus der Besprechung raus und zur Party nebenan. Wohl aber habe ich die Moeglichkeit, neben der virtuellen Unternehmenskonferenz ein anderes Gespraech zu fuehren, das gar mit Personen, die sowohl im Unternehmenskontext wie auch als Privatperson aktuell anwesend sind. (und ja, mir ist klar, dass auch das zu Irritationen fuehren kann, nur sind diese wiederum voraussetzungsvoll. Wenn ich waehrend der Dienstbesprechung nach dem Wohlbefinden der Kinder frage, liegt es an mir, diese Kommunikation aus dem "offiziellen" Kontext auszublenden, die Irritation zu vermeiden, durch Fluestern oder wasweissich. Im virtuellen Fall ist der *Nachweis*, dass diese parallele Kommunikation stattgefunden hat, selbst voraussetzungsvoll, die Irritation nicht quasi "default", sondern die Ausnahme, die weiterer Handlung bedarf.) Ist generell (insbesondere der potentiell stoerende) Einfluss der Umwelt fuer netzbasierte Kommunikationen geringer?

Aehnliches gilt in der Parallelitaet mehrerer Systemcodierungen und -kommunikationen in anderen angesprochenen Kontexten, das jedenfalls meine These. Falls es als Abbuegelversuch rueberkommt, so ists nicht gemeint: ich glaube nicht einmal, dass daran eine wie auch immer geartete Zuschreibung der Begrifflichkeiten Sinn, Mitteilung oder Semantik etwas aendert. Aber ich merk grade auch, dass es ein wenig spaet fuer mich ist :)

Berger und Luckmann: meine These, dass man die gesellschaftliche Konstruktion... alle paar Jahre lesen kann und immer was dabei dazulernt, ist in meinem konkreten Fall noch nicht widerlegt. Faellig waers mal wieder. Aktuell wuerde mir in dem Kontext aber vor allem der Gedanke einfallen, wie Wirklichkeiten konstruiert werden, von spezieller hin zu allgemeiner Handlungspraxis, die dann eben mystisch/theoretisch/sonstwie hinterfuettert wird. ich denke, Prozesse dieser Art lassen sich im Netz, insbesondere in Communities, quasi im Kleinformat und in Zeitraffer beobachten. Weiter, dass da wohl einige Hebel in der Wissenssoziologie sind, mit denen man das soziale Phaenomen Internet knacken kann, aber wie das spezielle, anfangs aufgeworfenen Problem da bearbeitbar wird, seh ich spontan und ohne erneute Lektuere nicht.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ha, genau sowas hatte ich mir erhofft!</p>
<p>Um von hinten anzufangen: Ja, an sich schon. Die Soziologen koennen das schon auch alleine, ihre Wahrnehmung in den einschlaegigen Debatten ist grade aber ein wenig gering. Woran das liegt, lass ich mal dahingestellt.</p>
<p>Mein Luhmann ist in den letzten Jahren auch ein wenig zum Luhmann fuer Grobmotoriker verkommen, ich denke, man merkts. Ein paar Sachen liessen mich aber aufhorchen. Vorweg ein generelles Ack zur Begriffsklaerung.</p>
<p>Zwei Elemente von Luhmanns Systemtheorie scheinen mir da fuer eine naehere Betrachtung geeignet zu sein. Das eine ist der von dir bereits angesprochene Sinn, das andere die strukturelle Koppelung. Ich werd das vermutlich ungenuegend trennscharf denken. Genauer: ich hab das Gefuehl, ich denk da vor allem an Anschlussfaehigkeit.</p>
<p>Die Anschlussfaehigkeiten virtueller Interaktion sehe ich - ironischerweise wegen der von dir angesprochenen Reduktion des Aspekts der Mitteilung  - als generell weiter gefasst. Durch Verschriftlichung ist die Zeitlichkeit ein Stueck weit aufgehoben, insbesondere aber der, ich nenns mal &#8220;Rauschpegel&#8221; ist per se reduziert, ebenso der Einfluss der Systemumwelt.</p>
<p>Eine im System nicht mehr anschlussfaehige Kommunikation wird ja als Rauschen, als Stoerung wahrgenommen. Das Netz beguenstigt da in meinen Augen den &#8220;Rauschpegel&#8221;, in dem aus der Stoerung wieder eine anschlussfaehige Kommunikation wird. Um auf meine Anfangsthese zurueckzukommen: die von dir angesprochenen Irritationen sind leichter aufzuloesen. Dein Argument Unternehmenschat vs. Party leuchtet mir ein, ein solcher Interaktionswechsel ist im RL jedoch - umweltbedingt - schwerer. Ich kann nicht aus der Besprechung raus und zur Party nebenan. Wohl aber habe ich die Moeglichkeit, neben der virtuellen Unternehmenskonferenz ein anderes Gespraech zu fuehren, das gar mit Personen, die sowohl im Unternehmenskontext wie auch als Privatperson aktuell anwesend sind. (und ja, mir ist klar, dass auch das zu Irritationen fuehren kann, nur sind diese wiederum voraussetzungsvoll. Wenn ich waehrend der Dienstbesprechung nach dem Wohlbefinden der Kinder frage, liegt es an mir, diese Kommunikation aus dem &#8220;offiziellen&#8221; Kontext auszublenden, die Irritation zu vermeiden, durch Fluestern oder wasweissich. Im virtuellen Fall ist der *Nachweis*, dass diese parallele Kommunikation stattgefunden hat, selbst voraussetzungsvoll, die Irritation nicht quasi &#8220;default&#8221;, sondern die Ausnahme, die weiterer Handlung bedarf.) Ist generell (insbesondere der potentiell stoerende) Einfluss der Umwelt fuer netzbasierte Kommunikationen geringer?</p>
<p>Aehnliches gilt in der Parallelitaet mehrerer Systemcodierungen und -kommunikationen in anderen angesprochenen Kontexten, das jedenfalls meine These. Falls es als Abbuegelversuch rueberkommt, so ists nicht gemeint: ich glaube nicht einmal, dass daran eine wie auch immer geartete Zuschreibung der Begrifflichkeiten Sinn, Mitteilung oder Semantik etwas aendert. Aber ich merk grade auch, dass es ein wenig spaet fuer mich ist :)</p>
<p>Berger und Luckmann: meine These, dass man die gesellschaftliche Konstruktion&#8230; alle paar Jahre lesen kann und immer was dabei dazulernt, ist in meinem konkreten Fall noch nicht widerlegt. Faellig waers mal wieder. Aktuell wuerde mir in dem Kontext aber vor allem der Gedanke einfallen, wie Wirklichkeiten konstruiert werden, von spezieller hin zu allgemeiner Handlungspraxis, die dann eben mystisch/theoretisch/sonstwie hinterfuettert wird. ich denke, Prozesse dieser Art lassen sich im Netz, insbesondere in Communities, quasi im Kleinformat und in Zeitraffer beobachten. Weiter, dass da wohl einige Hebel in der Wissenssoziologie sind, mit denen man das soziale Phaenomen Internet knacken kann, aber wie das spezielle, anfangs aufgeworfenen Problem da bearbeitbar wird, seh ich spontan und ohne erneute Lektuere nicht.</p>
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		<title>By: bjoern</title>
		<link>http://www.korrupt.biz/697/eine-lanze-fur-den-cyberspace-ein-diss-an-das-reallife/comment-page-1/#comment-4109</link>
		<dc:creator>bjoern</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 30 Jul 2008 01:33:39 +0000</pubDate>
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		<description>Deine Kritik an der angeblichen Armut der Interaktion im Netz kann ich nachvollziehen. Den Begriff Interaktion verwende ich deshalb, weil es hier nicht um Kommunikation gehen kann, zumindest im systemtheoretischen Kontext. Nur die Kommunikation kann kommunizieren, nicht Menschen. Interaktion ist allerdings auch wiederum fehlerhaft, da Interaktionssysteme auf der reziprok wahrgenommenen Anwesenheit der Beteiligten beruhen. Dies aber nur am Rande, es ist hier nicht weiter wichtig.

Allerdings hinkt der Vergleich zwischen dem Gespräch beim Bäcker mit den Diskussionen in einem Chat oder einem Forum. Die kurze Interaktion beim Brötchenkauf ist eine Operation eines Unternehmens (Systemtyp Organisation) im Wirtschaftssystem, mit dem Umschwenken auf SciFi, verlässt diese das Wirtschaftssystem und wird eine freie - also von den Funktionssystemen losgelöste - Interaktion. Im Chat oder Forum ist die Interaktion von vornherein von den Funktionsystemen losgelöst. Die Irritationen, die von dem SciFi-Gespräch ausgelöst würden, würden auch in einer Netzinteraktion ausgelöst werden, wenn sie im Chat/Forum eines Unternehmens stattfänden. Umgekehrt würde in einer temporär auf ein Thema festgelegten Internet plötzliches Abweichen irritieren, jedoch bieten Chats und Foren den Teilnehmern die Möglichkeit unproblematisch aus der bestehenden Interaktion auszutreten und gleich eine neue zu starten. Nichts anderes ist jedoch auch auf einer Party möglich.

Oben sagte ich, Interaktion seien nur unter der Bedingungen gegenseitig wahrgenommener Anwesenheit möglich. Diese Bedingung trifft auf weder auf Foren und Chats zu. Der reinen Lehre nach sind über das Netz abgesehen von Videochats keine Interaktionen möglich. Luhmann konnte diesen Punkt nicht beachten, denn sein (zu) früher Tod lies ihn am Netz nicht mehr teilhaben. Um es auf den Punkt zu bringen: Chats (als seltsamen Zwitter aus Interaktion und geschriebener Semantik) sind - zumindest meinem Kenntnisstand nach - systemtherotisch unbeackertes Feld. Für Foren gilt teilweise Gleiches.

Zu weiteren Ausführung kommt jetzt meinen Luhmannkeule:

Soziales Systeme (Interaktionen, Organisationen und Funktionssystemen) sind sinnkonstituierende und anhand von Sinn operierende System. Sinn ist die Differenz von Aktuellem und Potentiellem, jedes von Kommunikation behandelte Datum verfällt und wird durch ein potentielles Datum ersetzt. Sinn ist also der Verweisungshorizont von Kommunikation. Neben sozialen Systemen operieren auch Bewußtseinssystem mit Sinn.

Semantiken sind kondensierter Sinn. Es sind Handlungsanweisungen, wie im Sinn zu verweisen ist (Bücher, peer-review, wissenschaftliche Theorien und Methoden etc.)

Die Letztelemente oder Operationen eines sozialen Systems sind Kommunikationen. Wie oben erwähnt, können Menschen nicht kommunizieren, sie können Kommunikationen nur reizen. Kommunikation ist ein Selektionsvorgang aus der Differenz von Information und Mitteilung und dem Verstehen. Information ist dass, wovon die Kommunikation handelt, sie ist im Alltagsverständnis die Kommunikation schlechthin. Mitteilung ist die Art, in der die Information mitgeteilt wird (geflüstert, geschrien, in wütendem Ton etc.) . Verstehen ist die Bezeichnung einer Seite der Differenz von Information und Mitteilung.

Jetzt zu meinem Vorschlag der Unterscheidung von Netz- und RL-Interaktion.

In einer face-to-face-Interaktion, die /nicht/ schriftlich fixiert wird, erzwingt Sinn durch die Zeitlichkeit des Operiens, die beteiligten Bewußtseinssysteme zur äußersten Aufmerksamkeit. Jedes Datum verschwindet schon im Moment seiner Aktualisierung und wird durch Potentielles ersetzt. Ein Zurückgreifen ist schwer möglich.

In einer solchen Interaktion ist die Bezeichnung des Mitteilungsaspekes einer Kommunikation nicht ungewöhnlich. Ein zu scharf vorgetragenes Argument führt dann nicht dazu, dass die Information Gegenstand wird, sondern die Art der Mitteilung. Es wird fortan darüber diskutiert, /wie/ diskutiert wird.

Um es in alltäglichen Worten auszudrücken: Im direkten Gespräch habe ich durch die Beobachtung der Art der Mitteilung die Möglichkeit mir Gedanken über Hintergedanken meines Gegenübers zu machen.

Dies ist in Chats oder Foren erschwert. Der Mitteilungsaspekt ergibt sich nur durch den Kontext und er ist interpretativen Leistungen unterworfen. Die im Allgemeinen benutzten Hilfsmittel beim Chatten (^^ :-) etc) sind unabhängig von den (unwillkürlichen) Reaktionen des Gesprächspartners (Mimik, Gestik etc.).

Diesem eindeutigen Nachteil stehen jedoch auch Vorteile gegenüber. Foren haben aufgrund ihrer Verschriftlichung die Möglichkeit zu Semantik kondensiert zu werden. Durch die Abfolge und Mittelbarkeit ihrer Beitrage sind sie dazu gegeignet Semantiken hervorzubringen. Ihre Entbindung von der Zeitlichkeit des Operierens der Kommunikation führt zur Möglichkeit (oder sogar Erzwingung) der genaueren und tieferen Betrachtung des Inforamtionsaspektes (zumal die Bezeichnung des Mitteilungsaspektes erschwert ist).

Chats wiederum haben hier eine Zwischenstellung. Sie sind umittelbarer und ihre Verschriftlichung ist meist nur temporär. Dies kann jedoch auch zu einer tieferen Betrachtung führen und im Gegensatzt zur face-to-face-Interaktion sind Rückgriffe auf Gesagtes möglich, wodurch die Interaktion verbindlicher werden kann.

Okay, ist alles quick'n'dirty und wahrscheinlich auch ein wenig wirr. Ist ja auch schon spät^^. aber ich denke, es passt ganz gut in den Kontext. Weitere Überlegungen in die Richtung könnte man mit Parsons /pattern variables/ anstellen, zumal Luhmann ja Parson-Schüler war. Auch vielleicht Berger/Luckmanns 'Die gesellschaftliche Konstruktion von Wirklichkeit' könnte noch etwas bringen.

PS: Wer braucht Kommunikationstheoretiker, wenn es doch Soziologen gibt^^</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Deine Kritik an der angeblichen Armut der Interaktion im Netz kann ich nachvollziehen. Den Begriff Interaktion verwende ich deshalb, weil es hier nicht um Kommunikation gehen kann, zumindest im systemtheoretischen Kontext. Nur die Kommunikation kann kommunizieren, nicht Menschen. Interaktion ist allerdings auch wiederum fehlerhaft, da Interaktionssysteme auf der reziprok wahrgenommenen Anwesenheit der Beteiligten beruhen. Dies aber nur am Rande, es ist hier nicht weiter wichtig.</p>
<p>Allerdings hinkt der Vergleich zwischen dem Gespräch beim Bäcker mit den Diskussionen in einem Chat oder einem Forum. Die kurze Interaktion beim Brötchenkauf ist eine Operation eines Unternehmens (Systemtyp Organisation) im Wirtschaftssystem, mit dem Umschwenken auf SciFi, verlässt diese das Wirtschaftssystem und wird eine freie - also von den Funktionssystemen losgelöste - Interaktion. Im Chat oder Forum ist die Interaktion von vornherein von den Funktionsystemen losgelöst. Die Irritationen, die von dem SciFi-Gespräch ausgelöst würden, würden auch in einer Netzinteraktion ausgelöst werden, wenn sie im Chat/Forum eines Unternehmens stattfänden. Umgekehrt würde in einer temporär auf ein Thema festgelegten Internet plötzliches Abweichen irritieren, jedoch bieten Chats und Foren den Teilnehmern die Möglichkeit unproblematisch aus der bestehenden Interaktion auszutreten und gleich eine neue zu starten. Nichts anderes ist jedoch auch auf einer Party möglich.</p>
<p>Oben sagte ich, Interaktion seien nur unter der Bedingungen gegenseitig wahrgenommener Anwesenheit möglich. Diese Bedingung trifft auf weder auf Foren und Chats zu. Der reinen Lehre nach sind über das Netz abgesehen von Videochats keine Interaktionen möglich. Luhmann konnte diesen Punkt nicht beachten, denn sein (zu) früher Tod lies ihn am Netz nicht mehr teilhaben. Um es auf den Punkt zu bringen: Chats (als seltsamen Zwitter aus Interaktion und geschriebener Semantik) sind - zumindest meinem Kenntnisstand nach - systemtherotisch unbeackertes Feld. Für Foren gilt teilweise Gleiches.</p>
<p>Zu weiteren Ausführung kommt jetzt meinen Luhmannkeule:</p>
<p>Soziales Systeme (Interaktionen, Organisationen und Funktionssystemen) sind sinnkonstituierende und anhand von Sinn operierende System. Sinn ist die Differenz von Aktuellem und Potentiellem, jedes von Kommunikation behandelte Datum verfällt und wird durch ein potentielles Datum ersetzt. Sinn ist also der Verweisungshorizont von Kommunikation. Neben sozialen Systemen operieren auch Bewußtseinssystem mit Sinn.</p>
<p>Semantiken sind kondensierter Sinn. Es sind Handlungsanweisungen, wie im Sinn zu verweisen ist (Bücher, peer-review, wissenschaftliche Theorien und Methoden etc.)</p>
<p>Die Letztelemente oder Operationen eines sozialen Systems sind Kommunikationen. Wie oben erwähnt, können Menschen nicht kommunizieren, sie können Kommunikationen nur reizen. Kommunikation ist ein Selektionsvorgang aus der Differenz von Information und Mitteilung und dem Verstehen. Information ist dass, wovon die Kommunikation handelt, sie ist im Alltagsverständnis die Kommunikation schlechthin. Mitteilung ist die Art, in der die Information mitgeteilt wird (geflüstert, geschrien, in wütendem Ton etc.) . Verstehen ist die Bezeichnung einer Seite der Differenz von Information und Mitteilung.</p>
<p>Jetzt zu meinem Vorschlag der Unterscheidung von Netz- und RL-Interaktion.</p>
<p>In einer face-to-face-Interaktion, die /nicht/ schriftlich fixiert wird, erzwingt Sinn durch die Zeitlichkeit des Operiens, die beteiligten Bewußtseinssysteme zur äußersten Aufmerksamkeit. Jedes Datum verschwindet schon im Moment seiner Aktualisierung und wird durch Potentielles ersetzt. Ein Zurückgreifen ist schwer möglich.</p>
<p>In einer solchen Interaktion ist die Bezeichnung des Mitteilungsaspekes einer Kommunikation nicht ungewöhnlich. Ein zu scharf vorgetragenes Argument führt dann nicht dazu, dass die Information Gegenstand wird, sondern die Art der Mitteilung. Es wird fortan darüber diskutiert, /wie/ diskutiert wird.</p>
<p>Um es in alltäglichen Worten auszudrücken: Im direkten Gespräch habe ich durch die Beobachtung der Art der Mitteilung die Möglichkeit mir Gedanken über Hintergedanken meines Gegenübers zu machen.</p>
<p>Dies ist in Chats oder Foren erschwert. Der Mitteilungsaspekt ergibt sich nur durch den Kontext und er ist interpretativen Leistungen unterworfen. Die im Allgemeinen benutzten Hilfsmittel beim Chatten (^^ :-) etc) sind unabhängig von den (unwillkürlichen) Reaktionen des Gesprächspartners (Mimik, Gestik etc.).</p>
<p>Diesem eindeutigen Nachteil stehen jedoch auch Vorteile gegenüber. Foren haben aufgrund ihrer Verschriftlichung die Möglichkeit zu Semantik kondensiert zu werden. Durch die Abfolge und Mittelbarkeit ihrer Beitrage sind sie dazu gegeignet Semantiken hervorzubringen. Ihre Entbindung von der Zeitlichkeit des Operierens der Kommunikation führt zur Möglichkeit (oder sogar Erzwingung) der genaueren und tieferen Betrachtung des Inforamtionsaspektes (zumal die Bezeichnung des Mitteilungsaspektes erschwert ist).</p>
<p>Chats wiederum haben hier eine Zwischenstellung. Sie sind umittelbarer und ihre Verschriftlichung ist meist nur temporär. Dies kann jedoch auch zu einer tieferen Betrachtung führen und im Gegensatzt zur face-to-face-Interaktion sind Rückgriffe auf Gesagtes möglich, wodurch die Interaktion verbindlicher werden kann.</p>
<p>Okay, ist alles quick&#8217;n'dirty und wahrscheinlich auch ein wenig wirr. Ist ja auch schon spät^^. aber ich denke, es passt ganz gut in den Kontext. Weitere Überlegungen in die Richtung könnte man mit Parsons /pattern variables/ anstellen, zumal Luhmann ja Parson-Schüler war. Auch vielleicht Berger/Luckmanns &#8216;Die gesellschaftliche Konstruktion von Wirklichkeit&#8217; könnte noch etwas bringen.</p>
<p>PS: Wer braucht Kommunikationstheoretiker, wenn es doch Soziologen gibt^^</p>
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	</item>
	<item>
		<title>By: Das Internet macht nicht dumm, sondern normal &#124; Tales from the Mac Hell</title>
		<link>http://www.korrupt.biz/697/eine-lanze-fur-den-cyberspace-ein-diss-an-das-reallife/comment-page-1/#comment-4110</link>
		<dc:creator>Das Internet macht nicht dumm, sondern normal &#124; Tales from the Mac Hell</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 27 Jul 2008 10:26:51 +0000</pubDate>
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		<description>[...] versuch mich mal wieder ein wenig in ner essayistischen Betrachtung des Internet und einiger gern gemachter Vorwürfe. Schreiben wollt ich das schon länger, und nach der faz-Geschichte seh ich, es ist notwendig. [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] versuch mich mal wieder ein wenig in ner essayistischen Betrachtung des Internet und einiger gern gemachter Vorwürfe. Schreiben wollt ich das schon länger, und nach der faz-Geschichte seh ich, es ist notwendig. [...]</p>
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	<item>
		<title>By: Princo</title>
		<link>http://www.korrupt.biz/697/eine-lanze-fur-den-cyberspace-ein-diss-an-das-reallife/comment-page-1/#comment-4106</link>
		<dc:creator>Princo</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 11 Apr 2008 16:59:56 +0000</pubDate>
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		<description>Das haben sie in der Polylux-Redaktion auch gesagt.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Das haben sie in der Polylux-Redaktion auch gesagt.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>By: Korrupt</title>
		<link>http://www.korrupt.biz/697/eine-lanze-fur-den-cyberspace-ein-diss-an-das-reallife/comment-page-1/#comment-4105</link>
		<dc:creator>Korrupt</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 11 Apr 2008 16:44:42 +0000</pubDate>
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		<description>Das versteh ich jetzt nicht.</description>
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	</item>
	<item>
		<title>By: madchiq</title>
		<link>http://www.korrupt.biz/697/eine-lanze-fur-den-cyberspace-ein-diss-an-das-reallife/comment-page-1/#comment-4104</link>
		<dc:creator>madchiq</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 11 Apr 2008 14:50:32 +0000</pubDate>
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		<description>Queer is here. :o</description>
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	<item>
		<title>By: Princo</title>
		<link>http://www.korrupt.biz/697/eine-lanze-fur-den-cyberspace-ein-diss-an-das-reallife/comment-page-1/#comment-4103</link>
		<dc:creator>Princo</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 11 Apr 2008 14:00:18 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.korrupt.biz/?p=697#comment-4103</guid>
		<description>$ man aikido</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>$ man aikido</p>
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		<title>By: Korrupt</title>
		<link>http://www.korrupt.biz/697/eine-lanze-fur-den-cyberspace-ein-diss-an-das-reallife/comment-page-1/#comment-4102</link>
		<dc:creator>Korrupt</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 11 Apr 2008 12:58:01 +0000</pubDate>
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		<description>Ich hab mal aufgeraeumt. RL/VL kam mir selber auch ein wenig angestaubt vor, zugegeben, aber diese Unterscheidung machen *wir* vielleicht nicht mehr, aber ich glaube, noch recht viele bis die meisten Leute draussen im Zombieland.

Ganz am Rande: bei Princo las ich gestern noch, dass grade eine Reihe von Bloggercollegen ausgerechnet &lt;a href="http://princo.wordpress.com/2008/04/01/callboy-torsten-in-trouble-mit-nagai-universal-bau-gmbh/" rel="nofollow"&gt;Callboy Torsten in einer Arbeitsrechtgeschichte beistehen&lt;/a&gt;. Mich hat das vollkommen von den Socken gehauen - eine Sache, die fuer viele viele Monate hinweg eine Sau war, die eben durch Kleinbloggersdorf getrieben wurde, Gerichtsverhandlungen, Strafanzeigen, Krieg gefuehrt wurde, und jetzt hilft man sich. Das VL kann noch so anonym und voller Gedisse und Foermchenschmeissen sein, irgendwie werden die Leute alle irgendwann eingebunden, in allen moeglichen Beziehungen. Haettest das vor nem Jahr jemandem erzaehlt... :)</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich hab mal aufgeraeumt. RL/VL kam mir selber auch ein wenig angestaubt vor, zugegeben, aber diese Unterscheidung machen *wir* vielleicht nicht mehr, aber ich glaube, noch recht viele bis die meisten Leute draussen im Zombieland.</p>
<p>Ganz am Rande: bei Princo las ich gestern noch, dass grade eine Reihe von Bloggercollegen ausgerechnet <a href="http://princo.wordpress.com/2008/04/01/callboy-torsten-in-trouble-mit-nagai-universal-bau-gmbh/">Callboy Torsten in einer Arbeitsrechtgeschichte beistehen</a>. Mich hat das vollkommen von den Socken gehauen - eine Sache, die fuer viele viele Monate hinweg eine Sau war, die eben durch Kleinbloggersdorf getrieben wurde, Gerichtsverhandlungen, Strafanzeigen, Krieg gefuehrt wurde, und jetzt hilft man sich. Das VL kann noch so anonym und voller Gedisse und Foermchenschmeissen sein, irgendwie werden die Leute alle irgendwann eingebunden, in allen moeglichen Beziehungen. Haettest das vor nem Jahr jemandem erzaehlt&#8230; :)</p>
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		<title>By: mike</title>
		<link>http://www.korrupt.biz/697/eine-lanze-fur-den-cyberspace-ein-diss-an-das-reallife/comment-page-1/#comment-4101</link>
		<dc:creator>mike</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 10 Apr 2008 22:50:05 +0000</pubDate>
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		<description>-der +die</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>-der +die</p>
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