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	<title>Tales from the Mac Hell &#187; Uncategorized</title>
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		<title>#oipd12, Spackeria, Googles Fickschaftrend und etwas Postprivacy-Abschlusskritik</title>
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		<pubDate>Sat, 28 Jan 2012 17:43:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Korrupt</dc:creator>
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		<description><![CDATA[andreasdotorg hats vorweggenommen und fragt, was Selbstouting mit post privacy zu tun hat, aber darum gehe es ja auch nicht. Nun ja, man fragt sich, worum dann, wenn man nicht zu den bereits angeführten Kampfthesen zurückgehen will, dass hier halt Leute übers Ficken reden wollen. Aus dem und anderen Gründen wollte ich mich explizit nicht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>andreasdotorg hats vorweggenommen und fragt, was <a href="https://twitter.com/#!/andreasdotorg/status/163235264884514816">Selbstouting mit post privacy zu tun hat</a>, aber darum gehe es ja auch nicht. Nun ja, man fragt sich, worum dann, wenn man nicht zu den bereits angeführten Kampfthesen zurückgehen will, dass hier halt Leute übers Ficken reden wollen. Aus dem und anderen Gründen wollte ich mich explizit nicht an den <a href="http://blog.spackeria.org/2012/01/27/open-in-public-day/">oipd12 anhängen</a>, aber es hatte sich gestern ergeben, dass mich ein thematisch passendes Thema ansprang, konkret ging es um Fickschafe und einen längst vergessenen <a href="http://www.korrupt.biz/217/hihi/">Screenshot aus dem Jahr 2008</a>. Dass Netz war jung und unschuldig, und Google fand zum Stichwort &#8220;Fickschaf zum Aufblasen&#8221; deprimierende null Treffer. Inzwischen <del>sind wir alle so postprivacy, offen und selbstbewusst zu unseren heimlichen Gelüsten stehend geworden, dass sich diese Situation nachhaltig ge</del> gibts 23 (!) Treffer, mit dem Blogpost wohl noch einen mehr, und nun ja, ist die Welt eine bessere?<br />
<img src="http://www.korrupt.biz/img/fickschafe-2012.jpg" alt="Fickschaf SERP bei Google, 2012" width="500" /><br />
Ich denke ja, aber wirklich eher nur so graduellst-minimalst. </p>
<p>Ich mag das aber zum Anlass nehmen, um meiner Abarbeiterei an der Spackeria nochmal eine Umdrehung zu verpassen. Nach wie vor ist mir unklar, was es soll und welches Problem damit erschlagen wird, dem gegenüber steht das vage Bauchgefühl, dass einerseits an der Kritik an Datenschutz als Herrschaftswissen einiges dran ist, andererseits ein Umgang mit einer durchsichtigeren Gesellschaft, mit präsenterem und weiter definiertem &#8220;Normalraum&#8221; der Spielarten der privaten Befindlichkeiten, Interessen und sonstigen Sachverhalten umgegangen werden muss und wird. Das ist ja auch kein neuer Prozess, sondern eben eine recht konstante Entwicklung, die meiner Ansicht nach maßgeblich durchs Netz ge- und befördert wird.</p>
<p>Beispielhaft lässt sich das am &#8211; witzigerweise <a href="http://mspr0.de/?p=2786">mspr0</a> vorgehaltenen &#8211; Personalchef-Argument festmachen. Erst hiess es <em>&#8220;Um Himmels Willen, denkt dran, dass ein Personalchef euch googlen könnte, stellt nichts mit Realnamen ins Netz&#8221;</em>. Dann kam die Erkenntnis, dass es inzwischen recht seltsam bis dequalifizierend wirken könnte, wenn man im Netz keinerlei Präsenz, Interesse, whatever durchblicken lässt, auf einmal musste man also gefunden werden, aber eben nur in gefälligen, positivem Licht. Augenblicklich kommt mir die Situation so vor, als ob sich diese (naive) Vorstellung auch wieder dekonstruiert, denn schließlich nimmt man es niemandem ab, dass er im Netz ausschließlich seriösen, staatstragenden und im Allgemein positiv besetzten Interessen nachgeht. Ernsthaft, will man wirklich einen lebenslauf- und wahrnehmungskosmetiktreibenden, verklemmten Heuchler einstellen? Im gern geäußerten <em>&#8220;Wer keine peinlichen Partybilder im Netz hat, ist ein langweiliges Arschloch ohne Freunde&#8221;</em> stecht ja durchaus ein Kernchen Wahrheit. Und ich sags gerne nochmal &#8211; zumindest in den Branchen, in denen ich so unterwegs bin, ist es natürlich ein massives Einstellungshindernis, wenn man *nichts* über einen Bewerber im Netz googeln kann.</p>
<p>Einmal mehr meine grundsätzliche Kritik: Mit dem gerne pauschal eingeforderten Komplettouten der privaten Persönlichkeit hat das aber alles wenig zu tun, diese ist nach wie vor unnötig, in jeglicher emanzipatorischen Hinsicht überflüssig und angesichts der bestehenden Herrschaftsverhältnisse schädlich. Nicht nur für den Einzelnen, sondern auch grundsätzlich. Das ist meiner Ansicht nach problem- und lückenlos argumentativ herleitbar, ich muss zugeben, die Lust zu dieser Arbeit grade nicht aufzubringen, weil sich schließlich nach einer ganzen Latte Vorlagen noch kein Spacke die Mühe gemacht hat, einen positiven Entwurf ihrer Grundsatzkritik, -anliegen und -utopien wenigstens mal anzufangen. Dass das ein durchaus <a href="http://www.korrupt.biz/2537/die-spack0-und-28c3-spackengesprache-der-spackeriade-erster-teil/">spackenkritischer</a> Korrupt <a href="http://www.korrupt.biz/2556/spackeria-postprivacy-utopie-teil-2/">selber machen</a> musste, um sich mal einigermassen damit auseinanderzusetzen, beginne ich mit der Zeit ein wenig übelzunehmen.</p>
<hr /><small>Wenn dieser Feed auf kommerziellen Seiten eingebunden wird, bite ich um eine kurze Nachricht an korrupt bei gulli punkt com. Danke.<br /> b27ba64c4ed4d92680ad5c97d21282cc)</small>]]></content:encoded>
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		<title>Spackeria-Postprivacy-Utopie, Teil 2</title>
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		<pubDate>Tue, 10 Jan 2012 21:25:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Korrupt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
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		<category><![CDATA[Post-Privacy]]></category>
		<category><![CDATA[Privatsphäre]]></category>
		<category><![CDATA[spack0]]></category>
		<category><![CDATA[Spackeria]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich starte doch nen neuen Post, sonst wird das alles etwas langatmig. Zur Vorgeschichte: ich halte die Spackeria für weitgehend frei von konkreten Argumenten und insbesondere Zielen/Problemen, deren Lösung in Postprivacy besteht. Die Formulierung einer positiven Utopie könnte da hilfreich sein, um festzumachen, wozu das ganze Konzept überhaupt taugen soll, und begonnen habe ich damit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich starte doch nen neuen Post, sonst wird das alles etwas langatmig. Zur Vorgeschichte: ich halte die <a href="http://www.korrupt.biz/2537/die-spack0-und-28c3-spackengesprache-der-spackeriade-erster-teil/">Spackeria für weitgehend frei von konkreten Argumenten</a> und insbesondere Zielen/Problemen, deren Lösung in Postprivacy besteht. Die Formulierung einer positiven Utopie könnte da hilfreich sein, um festzumachen, wozu das ganze Konzept überhaupt taugen soll, und begonnen habe ich damit in den &#8220;<a href="http://www.korrupt.biz/2545/voruberlegungen-zu-einer-positiven-spackeria-utopie-in-progress/">Vorüberlegungen zu einer positiven Spackeria-Utopie</a>&#8220;.</p>
<p>Teil zwei, mit den folgenden beiden Punken der Utopie folgt nun.</p>
<p><strong>2. Möglichkeiten der Vernetzung</strong></p>
<blockquote><p>– Ich will sichtbare und gesellschaftlich präsente Gruppen meiner &#8220;Minderheiteninteressen&#8221;<br />
– Ich will eine uneingeschränkte horizontale Solidarisierungsmöglichkeit</p></blockquote>
<p>Diese Punkte hat <a href="http://www.korrupt.biz/2460/post-privacy-buchrezension-plomlompom-sezt-ein-paar-diskussionsstandards/">Plomlompom in seinem Post-Privacy-Buch</a> klar dargestellt und die sind wie dort bemerkt die stärkste Argumentation, die Postprivacy/Spackeria für sich verbuchen kann. Hier verbuchen wir auch bereits die ersten wirksamen Entwicklungen in diese Richtung: Bewegungen, Interessensgruppen bekommen ein Gesicht, Ungleichheitsstrukturen werden ein Stück weit aufgeweicht. Ums zu illustrieren: der <em>privilegierte Jetset hat permanente Möglichkeiten, sich zu vernetzen, sich &#8220;in echt&#8221; und virtuell zu koordinieren, zu kooperieren und zu kollaborieren</em>. Isolierten, weniger privilegierten Individuen steht via Netz diese Möglichkeit in einem weit stärkeren Maß offen als in vordigitalen Zeiten, und insbesondere kristallisieren sich aus den Online-Netzwerken eben auch die Real Life-Kooperationen heraus, in denen die Individuen eben auch ein Gesicht bekommen (und damit notwendigerweise zumindest in der Gruppe Privatheit aufgeben). Dieser Prozess ist definitiv wichtig und dient einer eigenen Interessensvertretung wie auch der eigenen psychischen Hygiene, gerade, wenn man ansonsten vereinzelt wäre. Wenn die entsprechenden Bewegungen politisch werden, werden sie auch offener, und gesellschaftliche Diskurse bekommen dadurch eine Richtung, dass sie eben von Menschen <em>auch</em> offen vertreten werden. Es ist nicht nur das Stammtischrumoren, auf dem festgestellt wird, dass Wulff ein Arschloch ist und es ist nicht nur das vage Unbehagen, dass offenbar eine ganze Latte Leute in höchst unterprivilegierten Verhältnissen leben müssen.<br />
<span id="more-2556"></span><br />
Er wird umstritten sein, aber mein Lieblings-&#8221;Vorzeigegesicht&#8221; in dieser Sache ist Martin Bersing vom Erwerbslosenforum. Ich denke, wenn eben diese Aufgabe der Privatsphäre seinerseits nicht stattgefunden hätte, dann wäre Hartz IV nach wie vor nicht so relativ regelmäßig beispielsweise bei SpOn präsent, wie es immerhin ist (auch wenns immer noch eine Jammerveranstaltung ist).</p>
<p>Die entstehende horizontale Solidarisierungsmöglichkeit ist dann zumindest stärker gegeben, wenn sie auf einem ansatzweise ähnlichem &#8220;realen&#8221; Niveau stattfindet, wie sie es eben in der Jetset-Klasse die Regel ist. Die Mittel stehen uns zur Verfügung, entsprechend können wir sie nutzen. Pseudonym sind die Möglichkeiten beschränkter bzw. müssen irgendwo stehenbleiben. Ich bin grade unsicher, wo ich hier Anonymous/Bernd einpacken kann, ich denke, dass Aktivitäten offline eben mit Guy Fawkes-Masken betrieben werden, wird eher eine Randerscheinung bleiben, so schön ich das Phänomen per se finde und so gewillt ich bin, an seine Wirksamkeit in den jeweiligen Anwendungsbereichen durchaus zu glauben. </p>
<p><em>Wir wollen also eine Gesellschaft denken, in der jedem die Möglichkeit offensteht, sich mit &#8220;realen&#8221;, nicht pseudonymen Menschen ähnlicher Interessenslage zu solidarisieren, zu kooperieren und zu kollaborieren. Die entstehenden Gruppen haben reale Wirkmacht und werden als bedeutsame, relevante Teile der Gesellschaft wahrgenommen bzw. können entsprechend weitaus schlechter ignoriert werden. Gesellschaftliche Interessensvertretung wird pluralistischer und, ideal gedacht, gerechter.</em></p>
<p><strong>3. We’ve lost the War</strong></p>
<p>Das ist neben der Homosexualitätsdebatte der einzige weitere einigermassen ausformulierte Standpunkt, den ich ausmachen konnte. Dass die Privatsphärenkiste an sich eben durch ist und man sich frühzeitig einstellen müsse auf die Zeit danach, erinnert mich nur ein wenig fatal an vergangene Zeiten, in denen der Zusamnmenbruch des Kapitalismus angesichts der inhärenten Widersprüche eine reine Frage der Zeit und die Vorbereitung auf die folgenden revolutionären Umbrüche zwangsläufig notwendig waren. Das erinnert mich wiederum massiv an den <a href="http://www.phuturama.de/?p=1785">Phuturama-Beirag zum Thema</a>, in dem ebenfalls der Geist der 70er beschworen wird, nur eben ohne die konkreten Argumente, die bei der Spackeria hier wie oft woanders eben fehlen.</p>
<p>Ich wollte positiv formulieren und in der Tat ist dieser Diskussionsbeitrag notwendig. Um auf meinen Stichpunkt zu rekurrieren:</p>
<blockquote><p>– Ich will eine Strategie, die mir ein gutes Leben trotz fortgesetzter Aufhebung der Nichtöffentlichkeit privater Informationen (durch Zugriff, Veröffentlichung, Leaks usw.) ermöglicht</p></blockquote>
<p>An dieser Stelle scheitere ich jedoch. Unbenommen: wir werden lernen müssen, in welchem Rahmen wir auch über privateste Dinge in potentiell öffentlichen/out- und hackbaren Kontexten kommunizieren. Eine fortgesetzte Skandalisierung &#8220;verbreiteter&#8221; Abweichungen wird sich vermutlich abschwächen, aber trotzdem werden wir verorten müssen, welche privaten Details eben öffentlich werden, welche nicht und welche möglicherweise mit welchen Folgen ihre Kreise ziehen. Was wird &#8220;normalisiert&#8221;, was wird gesellschaftlich einfach uninteressant (vieles ist prinzipiell heute schon recherchierbar, nur macht sich niemand die Mühe), vieles ist für sich genommen harmlos und wird in der Aggregierung spannend oder gar problematisch. Am einfachsten werden hier in der Tat die Bereiche zu handlen sein, die eben &#8220;unproblematisch&#8221; in dem Sinne werden, dass auch schon heute angesichts eines &#8220;Ich mag Ponies&#8221;-Posts auf Twitter die Welt im Allgemeinen mit einem &#8220;So what?&#8221; reagiert, wenn sies denn überhaupt tut. Auf welchen Themenfeldern (und bei wem) das in Zukunft ähnlich sein wird, ist eine spannende Fragen, ich drücke mich aber um eine Antwort, weil die Sozialwissenschaften vieles können, aber bei Prognosen in der Regel versagen. </p>
<p>Das Problem hierbei ist aber auch, dass es nicht nur eine Frage der gesellschaftlichen Akzeptanz und Offenheit ist, sondern dass wir <strong>in diesen Bereichen nach wie vor mitten in Strukturen repressiven Herrschafswissens stecken</strong> und, das mag mir zu prophezeien erlaubt sein, nicht allzu schnell da rauskommen. Fasel himself hat das halt auch eindrucksvoll auf <a href="http://www.br.de/fernsehen/br-alpha/sendungen/alpha-campus/doku/das-netz-weiss-alles100.html">einen Schlag dekonstruiert</a>:</p>
<blockquote><p><em>&#8220;In diesem ursprünglichen Sinne, wie Datenschutz konzipiert ist, als Abwehrrecht des Bürgers gegen den Staat, dass wir dem Staat Regeln auferlegen, was er über uns speichert, was er über uns auswertet, da macht Datenschutz viel Sinn, weil er das Gewaltmonopol hat und von der Machtstruktur her kann der Staat uns unterdrücken.&#8221;</em></p></blockquote>
<p>In dem Sinn ist natürlich auch alles Outen gegenüber anderen Playern nach wie vor massivst herrschaftsstützend, da bis auf weiteres der Staat gegenüber den Datensammlern weisungsbefugt bleibt bzw. letztere mit ersterem allzu gern kollaborieren, wenns denn sein muss. Man darf sich da nicht auf den Kampf gegen die VDS verlassen, das Netzwerkedurchleuchten wird auch ohne Deep Packet Inspection kommen, und alles, was heutzutage als Protestbewegung den Namen verdient und im halblegalen Bereich operiert, operiert wohlweislich zumindest in Teilen klandestin.</p>
<p>Hier ist einer der &#8220;utopischsten&#8221; Punke der Spackeria erreicht, was das betrifft. Man bräuchte eine etwas andere Gesellschaft mit etwas anderen Herrschaftsstrukturen, in denen dann eine Offenlegung der spezifischen Interessen, Netzwerke, Verbindungen, Informationen dann auch in der Tat allgemein höchst sinnvoll ist, so wie es auch heute schon durchaus sinnvoll ist, beispielsweise Amazon mitzuteilen, was mich interessiert (denn die Empfehlungen werden in der Tat <a href="http://www.sueddeutsche.de/digital/zur-kritik-an-algorithmen-warum-wurde-mir-ausgerechnet-das-empfohlen-1.1253390">immer besser</a>) oder bei Facebook öffentlich der Gruppe der Liebhaber japanischer Furzpornos beizutreten (denn so treffe ich schließlich Gleichgesinnte, möglicherweise gar japanischer Herkunft). Aktuell gibt es aber durchaus noch gerade genug <em>notwendige</em> gesellschaftliche Strömungen, Interessens- und Aktivistengruppen, zu denen man sich wohlweislich nicht öffentlich bekennt, aus Gründen der inneren Sicherheit und der hochvernünftigen Grundannahme, dass der Schutz des Individuums vor staatlichem Zugriff damit beginnt, dem Staat keine Zugriffsmöglichkeit auf persönliche, nicht für ihn gedachte Daten zu geben, auf welchen Umwegen auch immer.</p>
<p><em>Wir wollen also eine Gesellschaft denken, in der es nicht notwendig ist, sich mit Methoden gegen Repressionen zu wehren, die wiederum den staatlichen Zugriff auf wo auch immer veröffentlichte/gespeicherte Daten notwendig macht, ermöglicht oder legitimiert.</em></p>
<p>(Und im übrigen: wir haben mitnichten den Krieg verloren. Im Gegenteil. Noch nie hatten wir so mächtige Mittel, uns vor dem Zugriff des Staates auf unsere Kommunikation zu schützen, noch nie war der Gebrauch von Technik in einem solchen Maß gesellschaftlich normalisiert.)</p>
<p><strong>Vorläufiges Fazit: </strong>An sich sollte ich an dieser Stelle aussteigen, denn ab hier wirds wirklich eine gesamtgesellschaftliche Utopie, die naturgemäß an den Rändern vollkommen ausfranst: ist das in einem weltgesellschaftlichen Gebilde aus einzelnen Nationalstaaten mit partikularen Interessensvertretungen überhaupt denkbar oder realisierbar? Reden wir hier nicht notwendigerweise von einer vollkommen neuen Weltgesellschaft? Ist eine solche erstrebenswert? (Ich wehre mich immer gegen irgendwelche Weltstaatsromantisierungen, schlicht, weil es in einem weltweiten &#8220;Menschheitsstaat&#8221; keine Fluchtmöglichkeiten mehr gibt.) Kann man diese Utopie zumindest in Teilen/ein Stück weit &#8220;angehen&#8221;? Möglicherweise macht das die Spackeria ja grade, was auch die (jedenfalls von mir so wahrgenommene) Fixierung aufs Sexuelle einigermassen erklärt: es ist einfacher, eine sexuell aufgeschlossenere (alternativ: desinteressiertere) Gesellschaft zu denken, in der das öffentliche Wissen um Beziehungs- und Sexualitätsformen ebenso selbstverständlich bzw. langweilig ist wie heute das Wissen um hetero- oder homosexuelle Orientierungen in den jeweiligen Beziehungen. Damit wird die Geschichte aber eben hochtrivial und taugt wirklich nicht mehr als Gegenposition zu dann doch gelegentlich in etwas ernsthafteren Kontexten enstandenen Vorstellungen von Datenschutz bzw. dem Schutz der Privatsphäre. </p>
<p>Zugegebenermassen bin ich grade auch ein wenig enttäuscht, ich hatte grade seitens der Spackeria-Vertreter ein wenig mehr Motivaion zur argumentativen Hinterfütterung ihrer Ansätze erwartet. Jenseits vom gelegentlichen Scheissefinden, wenn mal wieder Weichert was gegen FB sagte oder einem allgemeinen &#8220;Wir haben nen Gegenstandpunkt, die anderen sind irgendwie doof oder zumindest ein wenig beschränkt&#8221; mit der zuverlässig fehlenden eigenen Positionierung kommt aber nicht wirklich bei mir an. Es ist ein wenig komisch, den Leuten die Positionen auszuformulieren, die man an sich vom eigenen Standpunkt her lieber zerlegen würde. Oder ums kurzzufassen: Um diskursfähig zu sein, muss sich die Spackeria im Diskurs positionieren und nicht nur gelegentlich &#8220;Fuck Datenschutz&#8221; schreien. Der &#8220;Oh, anderere Ansatz, mal gucken&#8221;-Neuheitseffekt hat sich meiner Ansicht nach erschöpft und substantielles kam bislang nichts mehr nach. </p>
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		<title>Killerspielgedankenlacher zwischenrein</title>
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		<pubDate>Fri, 06 Jan 2012 18:42:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Korrupt</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Borchert]]></category>
		<category><![CDATA[Killerspiele]]></category>
		<category><![CDATA[Kram]]></category>

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		<description><![CDATA[Haha, grade am Fenster gestanden und Kippe angemacht. Ein paar Häuser weiter: an einem Fenster macht sich jemand anders ne Kippe an. Roter Lichtpunkt in der Nacht, spontaner Gedanke: jetzt ne Sniperrifle, anlegen, warten aufs Aufglimmen, Headshot. Nächster Gedanke: Hoppla, Richie, was für Killerspielgedanken denkst denn grade, bist nun doch sozialethisch vollkommen desorieniert? Dem auf [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Haha, grade am Fenster gestanden und Kippe angemacht. Ein paar Häuser weiter: an einem Fenster macht sich jemand anders ne Kippe an. Roter Lichtpunkt in der Nacht, spontaner Gedanke: jetzt ne Sniperrifle, anlegen, warten aufs Aufglimmen, Headshot.</p>
<p>Nächster Gedanke: Hoppla, Richie, was für Killerspielgedanken denkst denn grade, bist nun doch sozialethisch vollkommen desorieniert? Dem auf den Fersen: aber Moment mal, ich kenn gar keinen Shooter, wo die Gegner gelegentlich am Fenster oder im Feld ne Kippe rauchen. Wie kommst auf den Kram?</p>
<p>Nach kurzem Nachdenken machts Klick: Wolfgang Borchert, &#8220;An diesem Diensag&#8221;, exakt diese Geschichte: Soldat wird ermahnt wegen Kippen/Kopfschüssen, aber befördert. Macht sich anschließend stolz ne Kippe an, Schuss. Schulleküre, wahrscheinlich Klasse elf oder so. Himmel, was hat der Borchert aus mir gemacht. &#8220;Sag Nein!&#8221;, &#8220;Sag Nein!&#8221;, immer dieses negative und ablehnende Denken, und jezt auch noch das. Tja.</p>
<p>Sorry, war zu lang für nen Tweet. Ich spiel mal noch ne Runde Portal und morgen mach ich mit der Spackeriaden-Utopie weiter, versprochen. Sorry für den Lag, ich war etwas erkältet und entsprechend einfach abends regelmäßig deulich kaputter als sonst.</p>
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		<title>Bonzenpräsident Wulff</title>
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		<pubDate>Wed, 04 Jan 2012 20:49:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Korrupt</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Arschloch]]></category>
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		<description><![CDATA[Nicht noch einer, ich weiss. Aber den einen Punkt mag ich herausstellen: &#8220;Letztlich gibt es natürlich auch Persönlichkeitsrechte, es gibt auch Menschenrechte selbst für Bundespräsidenten und auch deren Freunde, deren Angehörige, und ich möchte nicht Präsident in einem Land sein, wo sich jemand von Freunden kein Geld mehr leihen kann.&#8221; Hallo, Arschloch. Genau das geht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nicht noch einer, ich weiss. Aber den einen Punkt mag ich herausstellen: </p>
<blockquote><p><em>&#8220;Letztlich gibt es natürlich auch Persönlichkeitsrechte, es gibt auch Menschenrechte selbst für Bundespräsidenten und auch deren Freunde, deren Angehörige, und ich möchte nicht Präsident in einem Land sein, wo sich jemand von Freunden kein Geld mehr leihen kann.&#8221;<br />
</em></p></blockquote>
<p>Hallo, Arschloch. Genau das geht für Millionen von Menschen in deinem Drecksland nicht. Spätestens jenseits der Verwandtschaft hat sich das mit dem Darlehen unter Freunden, wenn man eben auf Hartz IV ist. Und ich weiss nicht, worüber ich mehr kotzen soll, über die verlogene Chupze, mit der Wulff hier seine Bonzenmoral hängen lässt oder über seine Ahnungslosigkeit angesichts der alltäglichen millionenfachen Nichtgewährung dessen, was er eben mal als Menschenrecht für sich einfordert. Erbärmlich.</p>
<p>Und bitte, liebe Presse: haut ihm das um die Ohren, bis er winselt.</p>
<p><small>(Oh, <a href="http://www.welt.de/debatte/henryk-m-broder/article13798864/Auch-Wulff-gehoert-zu-Deutschland-nur-zu-welchem.html">danke, Henryk</a>. Für deinen Text und nicht, dass ich zu einem Springerblatt linken muss.)</small></p>
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		<title>Vorüberlegungen zu einer positiven Spackeria-Utopie (in Progress)</title>
		<link>http://www.korrupt.biz/2545/voruberlegungen-zu-einer-positiven-spackeria-utopie-in-progress/</link>
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		<pubDate>Sun, 01 Jan 2012 18:15:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Korrupt</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Privatsphäre. Post-Privacy]]></category>
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		<category><![CDATA[Spackeria]]></category>
		<category><![CDATA[Utopie]]></category>

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		<description><![CDATA[Die konkrete Ausformulierung einer positiven Post-Privacy-Utopie fällt mir aus dem Stand etwas schwer. Ich zäume im Folgenden das Pferd vermutlich von der falschen Seite auf: normal formuliert man eine Utopie und dann die Schritte dorthin, ich bekomme das Thema aber nur handhabbar, wenn ich andersrum vorgehe: ich nehme die Ausgangspunke einer Privacy-Kritik oder -erosion und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die konkrete Ausformulierung einer positiven Post-Privacy-Utopie fällt mir aus dem Stand etwas schwer. Ich zäume im Folgenden das Pferd vermutlich von der falschen Seite auf: normal formuliert man eine Utopie und dann die Schritte dorthin, ich bekomme das Thema aber nur handhabbar, wenn ich andersrum vorgehe: ich nehme die Ausgangspunke einer Privacy-Kritik oder -erosion und formuliere <em>positive</em> Aufhebungen der sich ergebenden Probleme. An diesen Aufhebungen hängt regelmäßig ein Rattenschwanz an Folgeproblemen, die ich größenteils bewusst ausser Acht lasse: ich will zu einer <em>positiven</em> Utopie gelangen und die Kritik kann dann immer noch kommen. <strong>Obligatorischer Disclaimer hier:</strong> ich teile die Sicht nicht, dass diese Utopie alternaivlos sei oder auch nur erstrebenswert. Ich formuliere trotzdem alles aus der Ichperspektive, weil das beim Identifizieren mit und damit dem Stark-Interpretieren einer Theorie hilft.</p>
<p><em><strong>Grundfrage:</strong> Was wollen wir, wo stoßen wir dabei auf Privacy-bezogene Probleme, wie können wir die aufheben und wo kommen wir dann am Ende an?</em></p>
<p><strong>Gliederung: </strong>das ganze Feld unterteile ich in (etwas willkürlich gewählte) sechs Punke, wobei ich bisher nur den ersten einigermaßen ausformuliert habe. strukturiert ist das in Richung &#8220;wird gegen Ende voraussetzungsvoller/weireichender&#8221; und sammelt inhaltlich die mir bekannten Hauptaspekte der Datenschutzkritik der Spackeria ein.</p>
<p><strong>1. Möglichkeiten der öffentlichen, diskriminierungsfreien Kommunikation</strong></p>
<blockquote><p> &#8211; Ich will frei über Thema XY quatschen können<br />
 &#8211; auch in Bezug auf mich<br />
 &#8211; auch in Bezug auf andere Personen</p></blockquote>
<p>Eine der &#8220;akuten&#8221; Forderungen bzw. Bestrebungen nicht nur einer Post-Privacy-Gesellschaft, sondern zu weiten Teilen Grundlage einer pluralistischen, offenen und gleichberechtigten Gesellschaft. Das Netz erweitert den Kommunikationsraum exrem, zu den unterschiedlichsten und immer spezielleren Lebens- und Interessenslagen finden sich Individuen und tauschen sich aus. Der Austausch führt zu wachsender Kompetenz auf den jeweils behandelten Themenfeldern, ob es nun um materielle, politische, persönliche etc. Themen geht, ergo ist der Austausch von Wert und sollte möglichst wenigen Beschränkungen unterliegen. Positive Effekte fallen individuell (höhere Lebenskompetenz) und gesellschaftlich (erweiterte Vielfalt, besserer Informationsfluss, Wachstum des gesellschaftlich verfügbaren Wissens) an.</p>
<p>Grenzen erfährt dieser Kommunikationsraum durch wahlweise Anonymiät/Pseudonymität oder alternativ Diskriminierung, selbige in unerschiedlichsten Kontexten. Ich mach einfach mal ein paar Problemfelder auf:</p>
<blockquote><p> &#8211; ich will trotz Harz IV ein schönes Weihnachten feiern<br />
 &#8211; ich steh auf Müllfahrerstinksocken und hab grade weder Müllfahrer noch Stinksocken<br />
 &#8211; ich bin gegen den Naziaufmarsch in XY<br />
 &#8211; ich züchte Zwergleguane<br />
 &#8211; ich bin drogenabhängig<br />
 &#8211; ich will c++ lernen</p></blockquote>
<p>&#8230;und nun noch ein paar Zielgruppen: Finanzamt, Arbeitgeber, Schwiegereltern, Familie, Krankenkasse, Wähler, Vereinskollegen, Versicherung, Werbewirtschaft.</p>
<p>Das Zuordnen und Folgendurchspielen sei dem Leser zur Übung überlassen, an der Selle mag ich nur noch anmerken, dass bei allen genannten Gebieten und dem problemzentrierten Austausch darüber der Blick aufs &#8220;große Ganze&#8221;, d.h. der ganzen Person und ihrer Lebenssituation und damit einhergehend der Aufhebung der Pseudonymität einen besseren und hilfreicheren, ich sag sogar stärker emanzipatorischen Austausch bewirkt als dessen Fehlen.</p>
<p>Das Regenbogenpony dache das weiter dahingehend, dass man ja auch die <a href="http://rainbowda.sh/postprivacy/">Situation anderer heranziehen will</a> &#8211; im eigenen Fall ist das heute ja schon möglich und Praxis, nur eben nicht diskriminierungsfrei, und entsprechend stehen der selbstgeschaffenen Öffentlichkeit nur eben a) Feigheit und, gewichtiger, b) ensprechende mögliche Konsequenzen gegenüber.</p>
<p>Will man auch über andere in einem nichtanonymem Kontext beliebige Themen öffentlich ansprechen, greift das im Unterschied zur Selbstdarsellung massiv in die Freiheit eines anderen ein. Das gern genommmene Beispiel Zwangsouting/Homosexualität stellt die These auf, dass dieser Eingriff in bestimmten Fällen legitimiert sein kann, das beinhaltet aber nach wie vor das Eingeständnis, dass gegen die Interessen eines Dritten gehandelt/kommuniziert wurde. Um diese Beschränkungen aufzuheben, muss kein &#8220;greater good&#8221; her, sondern eine Normalisierung aller so thematisierbaren Bereiche. Wenn ich behaupte, Obama sei ein Hetero, wird das von niemandem problematisisert, obgleich ich da Aussagen über eine recht private und in ihren Folgen durchaus intime Sache mache. So sollte es sich an sich mit allen Orientierungen/Lebensweisen/Problemen etc. verhalten, um einen freien und damit weit fruchtbareren Austausch als bisher zu ermöglichen. </p>
<p><em>Wir wollen also eine Gesellschaft denken, in der diese und andere Themenbereiche nicht-anonym und diskriminierungsfrei öffentlich thematisiert werden können und auch zuverlässig derart diskriminierungsfrei thematisiert werden.</em></p>
<p>Ähnlich erörtern will ich die nächsen 5 Punkte, weiter komm ich heute aber nicht und angesichts der anstehenden Arbeitswoche werfe ich den aktuellen Stand der Dinge bzw. der Gliederung mal hier rein. Einerseits, weil mehr Leute besser denken als einer und andererseits, weil ich zur <a href="http://www.korrupt.biz/2537/die-spack0-und-28c3-spackengesprache-der-spackeriade-erster-teil/">recht drasischen Kritik gestern</a> an sich gern zügig was konstruktives beisteuern will. Feel free to comment.</p>
<p><strong>2. Möglichkeiten der Vernetzung </strong></p>
<blockquote><p>  &#8211; Ich will sichtbare und gesellschaftlich präsente Gruppen meiner &#8220;Minderheiteninteressen&#8221;<br />
 &#8211; Ich will eine uneingeschränkte horizontale Solidarisierungsmöglichkeit</p></blockquote>
<p><strong>3. We&#8217;ve lost the War</strong></p>
<blockquote><p> &#8211; Ich will eine Srategie, die mir ein gutes Leben trotz fortgesetzter Aufhebung der Nichtöffentlichkeit privater Informationen (durch Zugriff, Veröffentlichung, Leaks usw.) ermöglicht</p></blockquote>
<p><strong>4. Datenungleichgewichte beseitigen</strong></p>
<blockquote><p>  &#8211; Ich will an der Information, die z.B. Google hat, partizipieren<br />
 &#8211; Ich will angesichts der zunehmenden Verwertung privater Daten diese Verwertungsmöglichkeit nicht nur den Big Playern einräumen, sondern gleichberechtigten Zugriff schaffen</p></blockquote>
<p><strong>5. Generelle Infragestellung des Konzepts der Privatsphäre</strong></p>
<blockquote><p>  &#8211; Ich will, dass das Verhältnis von Öffentlichem und Privatem zumindest neu austariert wird.<br />
 &#8211; Folgt aus dem Bisherigen zwangsläufig. Allgemeines und individuelles Wohlergehen sollen dabei gefördert werden. Das bedeutet, dass es nach wie vor Bereiche geben kann, die diesem Zugriff (allgemein akzeptiert) zumindest in Teilen entzogen sind.<br />
 &#8211; Hier wäre das Denken &#8220;neuer&#8221; Schutzbereiche notwendig, die beispielsweise die auf der Spack0 <a href="http://lanyrd.com/2011/spack0/smrrx/">angesprochene Frage</a> nach <a href="http://lanyrd.com/2011/spack0/smrry/">Opferschutz</a> oder den Umgang mit nur teilweise mündig handelnden Personen betreffen (Kinder etc.)</p></blockquote>
<p><strong>6. Generelle Neubewertung des der Gesellschaft zugrundeliegenden Menschenbilds/Ideals</strong></p>
<blockquote><p> &#8211; &#8220;Normalisierung&#8221; alles Menschlichen (tatsächlich alles? Zumindest im Rahmen von Safe, Sane, Consensual)<br />
 &#8211; Dadurch die Entschärfung psychischen Drucks, Neurosen, Pathologien<br />
 &#8211; Abschaffung einer Reihe von Egoismen (die Wissen ausnutzen und verwerten. Hier hängt interessanterweise das ganze Konzept geistigen Eigentums dran).</p></blockquote>
<p>Wie oben angemerkt: Work in Progress, im Ausformulieren hab ich bisher schon einiges umgeworfen, das ist gerade eine Baustelle und entsprechend kann auf der auch rumgetobt werden.</p>
<hr /><small>Wenn dieser Feed auf kommerziellen Seiten eingebunden wird, bite ich um eine kurze Nachricht an korrupt bei gulli punkt com. Danke.<br /> b27ba64c4ed4d92680ad5c97d21282cc)</small>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Die #Spack0 und #28c3-Spackengespräche: Der Spackeriade erster Teil</title>
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		<pubDate>Sat, 31 Dec 2011 15:30:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Korrupt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[28c3]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Datenschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Ficken]]></category>
		<category><![CDATA[Netzkram]]></category>
		<category><![CDATA[spack0]]></category>
		<category><![CDATA[Spackeria]]></category>

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		<description><![CDATA[Kurz vorweg die Übersicht: 1. Disclaimer 2. Eindrücke und Gedanken zu Spack0 und Spackengesprächen 3. Bisheriger Stand der Spackeria-Debatte 4. Kritik 1: inhaltliche und theoretische Leere 5. Kritik 2: Leute, die übers Ficken reden wollen 6. Ausblick (Utopieformulierung in einem extra Beirag) 1. Disclaimer Warnung/Peitsche: Das folgende wird teilweise böse und ad personam, dreisterweise bring [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Kurz vorweg die Übersicht:</p>
<p>1. Disclaimer<br />
2. Eindrücke und Gedanken zu Spack0 und Spackengesprächen<br />
3. Bisheriger Stand der Spackeria-Debatte<br />
4. Kritik 1: inhaltliche und theoretische Leere<br />
5. Kritik 2: Leute, die übers Ficken reden wollen<br />
6. Ausblick (Utopieformulierung in einem extra Beirag)</p>
<p><strong>1. Disclaimer</strong></p>
<p><em>Warnung/Peitsche:</em> Das folgende wird teilweise böse und ad personam, dreisterweise bring ich das trotz zügigem Verlassen der <a href="http://www.korrupt.biz/2531/kurzeindruck-von-der-spack0/">Spack0 nach zwei Vorträgen</a> wegen derbster Unergiebigkeit. Ich bin der Ansicht, das muss man abkönnen, wer anders denkt, anderswo weiterlesen oder hinterher nicht heulen.<br />
<em>Obligatorisches Zuckerbrot:</em> über kompletten Schwachsinn schreibe ich keine zwei längliche Blogartikel (Warnung: ja, die werden länger), also auch nicht heulen, denn wenn ich etwas soviel Lebenszeit opfere, nehm ichs immerhin ernst.<br />
<em>Thematische Vorwarnung:</em> Ich bin der Ansicht, einige Punkte der Spackeria sind höchst diskussionswürdig, weiter, dass dort aber einige Vollspacken im Wortsinn rumrennen und man in der Folge vorsichtig sein muss, wem man da seine Zeit opfert und mit wem man sich gemein macht. Naturgemäß widme ich mich meiner Ansicht nach diskussionswichtigem Input positiv und den anderen Punken gegenüber amüsiert bis verärgert. Auch hier: wer was anderes vorzieht, tschüss.<br />
<em>Datalove:</em> Wer denkt, hier sind ein paar kopierwürdige Sachen für Spackenplattformen: feel free to copy, Do What The Fuck You Want To, Quellenangabe optional. Mir liegt dran, dass die Spackendiskussion auf höherem Niveau geführt wird und entsprechend hab ich ein Interessse an der Verbreitung <em>meiner</em> Gedanken zum Thema.</p>
<p><strong>2. Eindrücke und Gedanken zu Spack0 und Spackengesprächen auf dem 28c3</strong></p>
<p>Erstes Bällebadmeeting mit @fasel, @sofakissen, @mspro und anderen war fein, wobei wir eben insbesondere halt so gequatscht haben, ein wenig Stand der persönlichen Sicht der Dinge und ein bisschen Hintergründe des Keynote-Fails mit Langhans bequatscht. Inhaltlich dachte ich, redet man am Folgetag zur <a href="http://blog.spackeria.org/2011/12/15/sessionplan-zur-0-spackeriade/">eigentlichen Spack0</a> etwas detailierter, deswegen ließen wirs auch an der Oberfläche.</p>
<p>Allein, das kam anders. Ich zitiere mich, erste Notiz zum <a href="http://lanyrd.com/2011/spack0/smrrq/">Vortrag von @tante</a>: <em>&#8220;&#8230;wir haben genug vereinfachende Scheisse gelesen und vor allem haben wir genug Pseudogegensätze aufgemacht. Ich sehe nach wie vor nicht, wo die Widersprüche sind bzw. wo die &#8220;Post-Privacy-Chancen&#8221; nicht in einer ansonsten datenschüzenden Infrastruktur umgesetzt werden können.&#8221; </em><br />
<span id="more-2537"></span><br />
@tante machte das bei <a href="http://www.korrupt.biz/2460/post-privacy-buchrezension-plomlompom-sezt-ein-paar-diskussionsstandards/">Plomlompom schon angesprochene Problem</a> der ungleich verteilten &#8220;Datennmacht&#8221; auf: Informationen sind ungleich verteilt, das schafft ein Machtungleichgewicht, das aufgehoben werden muss. Ein Haupthemmnis dabei ist der Datenschutz (das allgemein formulierte Spacken-These), @tante sprach vor allem auch die zentralisiert gesammelten Daten der &#8220;big player&#8221; an und brachte utopische Ansätze aufs Trapez, wie beispielsweise die Analyse der Daten Googles durch alle möglich sein könnte, wenn es entsprechende APIs mit weitreichendem Zugriff gäbe. Generell gehe es um eine &#8220;fairere Verteilung der Daten&#8221;.</p>
<p>Wie eingangs bemerkt: das ist allgemeines Bla, das aber immerhin das Feld aufmacht, auf dem man sich bewegt. Meine Frage bzw. Statement dazu ist, dass das eben besagtes, allgemeines Bla ist und ich mich nach wie vor frage:</p>
<blockquote><p><strong><em>Welches sind die konkreten Probleme, die mit der Lösung &#8220;Post-privacy&#8221; erschlagen werden sollen?</em></strong></p></blockquote>
<p>Der Folgevortrag war die größte Scheiße, die ich mir je auf einem Kongress antun musste, und ich hab viel Scheiße gesehen. Anschließend musste ich weg, weil ich schlicht sauer war. Nach dem, was ich auf Twitter zu den Folgegeschichten las, wäre ich später möglicherweise weniger verärgert gewesen, aber inhaltlich auch nicht unbedingt weitergekommen. Stattdessen hatte ich aber ein längliches Gespräch auf dem 28c3 mit einem weiteren Spacken, das ich auf die eine oder andere Weise recht erhellend fand.</p>
<p>Hier wurde (wie auch schon bei Plomlompom, wie auch schon bei @tante) das Fass der Diskriminierung und Erpressbarkeit aufgemacht sowie das des befreienden Aspektes von Öffentlichkeit bei ansonsten als problematisch konnotierten Situationen, Interessen, Orientierungen etc. Musterbeispiel Homosexualität, die lange eben Tabuthema war und deren &#8220;Normalisierung&#8221; eben durch die Offenlegung des als &#8220;privat&#8221; gesehenen Problems zu Akzeptanz und der von mir <a href="http://www.korrupt.biz/763/das-internet-macht-nicht-dumm-sondern-normal/">ebenfalls gerne betrachteten Herstellung von Normalität</a> beitrugen. Musterbeispiel ist das in der Tat, weil sie eben als privat wahrgenommen (bzw. diskriminiert) wird und mit den Mechanismen/Themen wie Outing, Zwangsouting, Konfrontation die Öffentlichkeit mit Themen und Inhalten konfrontiert, die letztere an sich nicht wissen oder verdrängen will. Nur ist das ein Prozess, der seine stärksten Umwälzungen in einer Vor-Internetzeit bewirkte und daher meiner Ansicht nach nur höchst bedingt als Beispiel taugt. Im Gespräch gings dann um ADS, Kinky/SM und Polyamory, und da gibts meiner Ansicht nach wenig bis keine Übertragbarkeit, dazu später mehr. Es folgen bis Tag 4 einige weitere Gespräche mit spackerie-nahen und weniger nahen Leuten, deren Inhalte in den Restpost mit einfließen.</p>
<p><strong>3. Bisheriger Stand der Spackeria-Debatte</strong></p>
<p>Der steht nach wie vor bei Plomlompom. Besser und detailierter hatte ich keine Position ausmachen können, die grundsätzlichen Fragen nach der konkreten Utopie des PP-Ansatzes, die schlicht falsche und unsinnige Gleichsetzungen von Privatsphärekonzepten und ihrer Aufhebung mit der Aufhebung beliebiger Datenschutzbestrebungen, die Ansätze zur Herstellung von &#8220;Informationsfairness&#8221;, die eben vollkommener Blödsinn bleiben, solange man außer Acht lässt, dass die einen diese Informationen verarbeiten und verwerten können und wollen und die anderen nicht, sogar die Positionierung zu einfachsten aktuellen Diskussionsbeispielen wie <em>&#8220;Was ist mit dem Facebook-Likebuton auf Webseiten und wie wirkt sich welche Methode auf die diagnostizierten Informations-Ungleichgewichte aus, was wäre eine &#8220;spackentypische&#8221; Umsetzung?&#8221;</em> &#8211; Fehlanzeige. Nach wie vor sind die Hauptsätze, die einigermaßen sicher zu sein scheinen: </p>
<blockquote><p>- Privatsphäre ist ein (bürgerliches) Konstrukt der Moderne und nicht per se gesellschaftsinhärent/normal/nicht begründungsbedürftig<br />
- Privatsphäre und Datenschutz können als Herrschaftsinstrumente genutzt werden, insbesondere, wenn sie<br />
- zur Entsolidarisierung und horizontalen Vereinzelung von Gruppen bzw. deren Mitgliedern führen und/oder<br />
- Ungleichgewichte im Zugriff auf Informationen schaffen, die zum Vorteil einzelner Akteure/als Herrschaftswissen genutzt werden können.</p></blockquote>
<p>Das ist alles schön und diskussionswürdig. Das intellektuelle Rüstzeug und das notwendige Theoriewissen konnte ich bislang nirgendwo in der Spackeria ausmachen, teils eben bei Plomlompom, der aber wie gesagt auch bei der Analyse teilweise trivialster Zusammenhänge bzw. Nichtzusammenhänge scheitert (oder selbige absichtsvoll ignoriert). An der Stelle ein Rat bzw. etwas drastisch formuliertes Fazit:</p>
<blockquote><p><strong><em>Bitte macht euch ein wenig kompetent, bevor die Diskussion weitergeht, oder übergebt selbige an Leute, die über die notwendigen intellektuellen Ressourcen verfügen, um sie zu führen. Das meine ich ernst! Ich halte es für gemeingefährlich, eine wichtige Debatte wie die um Datenschutz beeinflussen zu wollen, ohne elementare Dinge begriffen zu haben.</strong></em></p></blockquote>
<p><strong>4. Kritik 1: inhaltliche und theoretische Leere</strong></p>
<p>Die klang nun ja schon bereits an. Die Spackeria ist nicht in der Lage, </p>
<blockquote><p>- einen einigermaßen stringenten Ansatz zu formulieren, der zumindest die Probleme konkretisiert, die mit ihren vorgeschlagenen Lösungen angegangen werden könnten<br />
- eine Theorie zu formulieren, die Machtungleichgewichte angesichts datenschützender Strukturen beschreibt und in der Lage ist, entstehende Ungleichgewichte durch fehlende öffentliche Verfügbarkeit und entstehende Ungleichgewichte durch eben die Herstellung dieser Öffentlichkeit von Informationen zu unterscheiden<br />
- an einfachsten aktuellen Diskussionen eine stringente Position zu entwickeln, die tatsächlich neue Sichtweisen und eine Theoriefindung notwendig macht bzw. ermöglicht<br />
- eine konkrete Utopie vorzustellen, an der man zumindest beispielhaft sieht, wie eine Post-Privacystruktur bestehende Machtungleichgewichte durch Datenverfügbarkeit und Datenschutz aufgehoben hat.</p></blockquote>
<p>Einen der Punkte will ich nochmal spezifizieren: es bringt auch niemand fertig, Ansätze zu formulieren, die nicht mit der allgegenwärtig möglichen wahlweise anonymen/pseudonymen oder auch öffentlichen Vernezungsmöglichkeiten abgebildet werden können. Das geht bis dahin, dass mir von sozialen Plattformen erzählt wird, auf denen Menschen inzwischen ihre Kinks eintragen <em>(UNGLAUBLICH!!!eins)</em> und sich mit ähnlich orientierten anderen Nutzern ausauschen können <em>(DAS GIBTS ECHT SCHON???ßß)</em>. Ich musste während des Gesprächs wirklich viel nachdenken (es gibt Zeugen) und neige bei Gesprächen zu mir neuen Themen dazu, die Statements anderer stark und positiv zu interpretieren (weil man so am ehesten was neues lernt), nach eingehender Überlegung komm ich trotzdem zum Schluss, dass ich aller Wahrscheinlichkeit nach mit einem Schwachkopf geredet habe. Dazu geich ein wenig mehr.</p>
<p><strong>5. Kritik 2: Leute, die übers Ficken reden wollen</strong></p>
<p>Wer geich hierhergescrollt hat, weil hier übers Ficken geredet wird: was vorher kam, ist wichtig fürs Verständnis. Außerdem bist du ein Idiot.</p>
<p>Vorneweg: das Thema Sex ist in dem Kontext vollkommen naheliegend und diskussionsfähig aus mehreren Gründen.</p>
<blockquote><p>- das &#8220;Musterbeispiel&#8221; Homosexualität ist entsprechend besetzt<br />
- Sexualität als Kernbereich des &#8220;Privaten&#8221; ist naheliegende Muster-Thematik (neben beispielsweise Krankheiten,  Lebensstilen etc.)<br />
- Sexualität ist extrem durch gesellschaftliche Normierung und damit Machtstrukturen besetzt,<br />
- ihre öffenliche Darstellung/Thematisierung und die gelebte Wirklichkeit hat teilweise extrem wenig miteinander zu tun und sie ist in<br />
- zahlreichen Varianen skandalisierbar und damit wiederum ein Macht- und Disziplinierungsinstrument.</p></blockquote>
<p>Wie gesagt, daher vollkommen legitimes Thema. Die Spackeria scheint nun insbesondere in Berlin recht polyamorisch und/oder kinky dominiert zu sein, auch das wunderbar (nur schon etwas seltsam, dass das so wenig direkt nach außen thematisiert wird von einer &#8220;Post-Privacy&#8221;-Gruppierung).</p>
<p>Dann dieses eine Gespräch (ich weiss wirklich nicht, wer das war und muss es auch nicht wissen), wo es eben an diesen Beispielen um die Aspekte der Hersellung von Normalität, der Anerkennung individueller Lebensstile und der Aufhebung von Erpressbarkeit ging. Krankheiten und Sexualität waren die Beispiele, ein offener Umgang und eben auch die herstellung von Öffentlichkeit gefordert, die eben zu dieser Normalität führen, die ihrerseits ermöglichen, dass Schwule heutzutage etwas bessere Verhältnisse vorfinden als in den 60ern (richtig) und Depression vom Tabuthema zur &#8220;Volkskrankheit&#8221; wurde (nun ja&#8230;) sowie das Ganze eben an der zunehmenden &#8220;Entprivatisierung&#8221; entsprechender Themen führte und selbige auch in anderen Bereichen notwendig ist (starke These und in der Pauschalität schlicht Blödsinn).</p>
<p>Was sich halt herausstellte, ist eben, dass selbst in einem so dankbaren Bereich wie der Sexualität die vorgebrachten Thesen und Ansätze schlicht <em>größtenteils unreflektierte Scheiße sind</em>. Beispiele? <strong>Normalisierung von Kinky-Lebensstilen: </strong>alles im Netz auch pseudonym möglich. <strong>Öffentlichkeit von Kinky-Lebensstilen:</strong> Blödsinnige Übertragung des Homosexualitätsdiskurses, weil der Partner in gesellschaftlichen Öffentlichkeitskontexten eben auf unterschiedliche Weise interessiert (zu sozialen Anlässen, steuerlich, rechtlich usw) und das, was man sexuell so unernimmt, nicht. <strong>Trotzdem-Übertragung am beliebigen Fetischbeispiel:</strong> Es ist Schwachsinn, sich über die Diskriminierung an einem Bankschalter-Arbeitsplatz zu verbreiten, weil man kein Latex oder als Kerl keine Damenwäsche tragen darf, man muss verdammt nochmal seine Ohrringe rausnehmen. Weiter siehe oben: es gibt einen Unterschied im Auslebenkönnen einer Partnerschaft und dem der zugehörigen Sexualiät. Erstere braucht Gleichberechtigung in der Öffentlichkeit, zweitere nicht. Im Gegenteil sehe ich es als höchst schützenswerten, von mir als durchaus persönliche Freiheit wahrgenommenen Aspekt der Öffenlichkeit, in selbiger nicht gegen meinen Wunsch mit ausgelebter Sexualität konfrontiert zu sein.</p>
<p>Spätestens hier sollte man das Thema Sex aus Spackensicht beerdigen und sich den tatsächlich vorhandenen Problemen widmen, alleine, ich hab das Gefühl, daran ist das Spackeninteresse so hoch nicht wirklich. Wer mir von der Existenz von Fetischplattformen erzählen will und mir auf ein &#8220;Ich glaube, ich kenn da ein paar seit einiger zeit schon&#8221; sich über ihre Features verbreiten will, will halt über Fetischplattformen reden. Wie gesagt, das ist vollkommen in Ordnung, aber er soll dann bitte keine allgemeinen Theorien auf das Datenschutzverhalten und die Datenschutzpolitik einer Gesellschaft und ihrer Miglieder ableiten.</p>
<p>Soweit, sogut? Ich hab eben mit einem Spacken im Wortsinn geredet, der zu dezentem Verbalexhibitionismus neigt und sich mit ein wenig Theoriegetue den Anschein geben will, es geht ihm neben dem Ficken auch das Wahre, Schöne und Gute? Bedingt, denn jetzt fang ich mal <strong>mit dem Schlüsseziehen an</strong> und dann kriegt beispielsweise die missglückte Langhans-Einladung eine komplett andere Perspektive. Oder sowas wie das auf Twitter gerne geangespielte Fickileaks &#8211; ein Konzept eines Netzwerks, in dem Fickverdachte gecrowdsourced werden können. Wenn man hört, was es damit auf sich hat, ists witzig, wenn man den Polyaspekt sieht, kriegts ne weitere Dimension, wenn man dann aber den Raum der Darstellung des vermeintlichen internen Nerdjokes und der Fick- und Fetischthematik vergleicht mit dem Aufwand, der für eine einigermassen solide Positionsfindung sowohl netzöffentlich als nun auch in der Diskussion betrieben bzw. eben nicht betrieben wird, dann beginnts, gruselig zu werden.<br />
<strong><br />
Mein persönlicher Eindruck ist dann</strong>, dass sich da Leute treffen, die halt übers Ficken reden wollen und den Sprung von der Theorie zur Praxis auch gern mitnehmen, wenns sich dann ergibt. Nochmal: das ist eine wunderbare Sache, dafür darf man auch Kongresse abhalten, ich würde aber darum bitten, dass anschließend kein Anspruch auf das Ernstgenommenwerdenwollen abgeleitet wird. Ich geb wenig über die öffentlich geäüßerte Begeisterung über einen Vortrag oder eine These, wenn ich nicht weiss, obs da um den Inhalt oder den latenten Fickwunsch mit Vortragenden geht. </p>
<p>Auch hier nochmal: <em>ich will nicht unterstellen, dass das so zutrifft</em>. Ich will nur klarstellen, dass sich mir <em>dieser Eindruck vermittelt</em> und ich möglicherweise nicht der einzige bin, dem es so geht. Ich will auch klarstellen, dass ich aktuell ziemliche Bedenken habe, eine ernsthafte Diskussion der Spackeria-Thesen mit ausgewiesenen Spackos zu führen, weil (abgesehen von den angesprochenen, gelegentlich beobachtbaren intellektuellen Defiziten und der sich dadurch ergebenden Fruchtlosigkeit der Unterhaltung) mir die grundlegenden Motive der Leute unklar sind und ich kein Interesse daran habe, mich mit Leuten über die Effekte auf Machtstrukturen durch die Offenlegung des Facebook Social Graphs zu unterhalten, denen es nicht um die gesamtgesellschaftlichen Auswirkungen, sondern sich dadurch für sie persönlich ergebende Fickchancen geht.</p>
<p><strong>6. Ausblick (Utopieformulierung in einem extra Beirag)</strong></p>
<p>Gelernt hab ich durchaus sehr viel bei den verschiedenen Gelegenheiten. Nicht immer das, was möglicherweise vom Gegenüber vermittelt werden sollte, aber ich finds fein. Und wie eingangs bemerkt: das Thema als solches beschäftigt mich durchaus, ich will mich im Folgenden an einem Ansatz einer konkreten Utopie versuchen. Ich weiss grade nur nicht so recht, mit wem ich mich drüber kloppen will.</p>
<hr /><small>Wenn dieser Feed auf kommerziellen Seiten eingebunden wird, bite ich um eine kurze Nachricht an korrupt bei gulli punkt com. Danke.<br /> b27ba64c4ed4d92680ad5c97d21282cc)</small>]]></content:encoded>
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		<title>Kurzeindruck von der Spack0</title>
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		<pubDate>Thu, 29 Dec 2011 16:50:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Korrupt</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ich wollt noch bleiben, aber der zweite Vortrag, den ich heute dort sah, war derartig scheisse, dass ich mir ein transparenzschaffendes &#8220;Es ist meine Lebenszeit, verdammt&#8221; aufs Panel nur schwer verkneifen konnte. Im Ernst, sowas geht gar nicht, ich hab nichts gegen inkompetente Leute ohne Ahnung, aber man muss sie keine Vorträge halten lassen. Generell [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich wollt noch bleiben, aber der zweite Vortrag, den ich heute dort sah, war derartig scheisse, dass ich mir ein transparenzschaffendes &#8220;Es ist meine Lebenszeit, verdammt&#8221; aufs Panel nur schwer verkneifen konnte. Im Ernst, sowas geht gar nicht, ich hab nichts gegen inkompetente Leute ohne Ahnung, aber man muss sie keine Vorträge halten lassen.</p>
<p>Generell hab ich nach wie vor mein Problem wie bereits auf Twitter geäußert: Mein Eindruck ist, dass die Spackeria eine Lösung namens Post-Privacy hat und nun versucht, Probleme zu finden, die sich damit erschlagen lassen. Das ist meiner Ansicht nach die falsche Herangehensweise, und es ist schade drum. Wie in der <a href="http://www.korrupt.biz/2460/post-privacy-buchrezension-plomlompom-sezt-ein-paar-diskussionsstandards/">Rezi zu Plomlompoms Buch</a> angemerkt (das imo nach wie vor der geeignete Diskussionsstartpunkt sein könnte, da einigermassen strukturiert und mit den spannenden Grundgedanken versehen): Die Postprivacy-Debatte hat einige notwendige neue Perspektiven und bislang vernachlässigte Aspekte der Datenschutzdiskussion aufs Trapez gebracht und die sind wichtig. Datenschutz als Herrschaftsmittel, horizontale Vereinzelung, Herstellung von Machtgleichheit durch Datenverteilung und -zugang, das ist meiner Ansicht nach bislang unterbelichtet. Zu manchen Aspekten dieser und anderer Punkte wird Postprivacy-Denken hilfreich sein.<span id="more-2531"></span></p>
<p>Ansonsten ist &#8211; naturgemäß &#8211; noch vieles vage. Man soll die Postprivacy-Diskussion auch utopisch führen, heißt es, und das ist an sich ein Ansatz, den ich mag, weil er in der Tat den Horizont freimacht. Die historische Herleitung des Konzepts Privatsphäre und der deutschen Spielart des Datenschutzes hat Plomlompom dazu bereits beigesteuert, die Utopie ist aber meines Wissens nach nicht formuliert und solangs da keine positive Formulierung gibt, sehe ich nicht, warum man a) damit anfangen sollte, schon mal prophylaktisch Daten in PP-Kontexten zu befreien und b) sich über Detailfragen zu verbreiten, ob man nun Daten und APIs von Google haben will oder nicht besser in Bildung investiert.</p>
<p>Wie gesagt: ich finds nicht ehrenrührig, einen unausgegorenen Denkansatz in die Welt zu werfen, interessant ist er definitiv und ich geh davon aus, dass wir in näherer Zukunft schon feststellen werden, dass uns das weitergebracht hat. Aber wo die Hebel und Weiterdenkansätze vorhin platziert wurden, seh ich keinen großen Erkenntnisgewinn.</p>
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		<title>Painstation: Ausbaufähiges Konzept</title>
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		<pubDate>Wed, 28 Dec 2011 12:05:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Korrupt</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ich muss es doch noch verbloggen: der Schmerz in der linken Hand ließ über Nacht nach und die Assoziation zu diesem einen James Bond, wo, ich meine, Klaus Maria Brandauer gegen Bond ein Welteroberungsspiel spielt, das dem Gegner auch Stromstöße verpasst, geht mir seit gestern nach. Kurz nochmal die Painstation aka Painmachine: Mit der einen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div align="float:left"><img src="http://www.korrupt.biz/img/painstation-gameplay.jpg" alt="Painstation Pong" width="260" /></div>
<p>Ich muss es doch noch verbloggen: der Schmerz in der linken Hand ließ über Nacht nach und die Assoziation zu diesem einen James Bond, wo, ich meine, Klaus Maria Brandauer gegen Bond ein Welteroberungsspiel spielt, das dem Gegner auch Stromstöße verpasst, geht mir seit gestern nach.</p>
<p>Kurz nochmal die Painstation aka Painmachine: Mit der einen Hand spielt man (ein leicht modifiziertes) Pong, mit der anderen wird man für Fehler bestraft. Hinter den Pong-Paddles tauchen mit der Zeit immer mehr/häufiger Felder auf, die vom eventuell durchgelassenen Ball nicht getroffen werden dürfen. Passierts, gibts Haue. Also entweder die installierte Gummipeitsche, Hitze von unten oder eben Elektroschocks. Letztere sind an sich am gemeinsten, aus zwei Gründen: man will instinktiv die Hand wegziehen (und wer die Kontakte länger als eine Sekunde loslässt, hat verloren), und vor allem: wenn man nervös wird, schwitzt man, und wenn man schwitzt, leitet man den Strom besser, und wenn man denn Strom besser leitet, tuts mehr weh. Eine systemimmanente Fiesigkeit ganz nach meinem Geschmack, auch wenn andere Leute andere Sachen schöner finden, ich muss eben noch ein Zitat aus einem im Painmachine-Kontext gehörten Dialogs aus dem Kontext reissen: &#8220;Mir gefällt, wie du bei der Peitsche schreist&#8221;, hihi. <span id="more-2526"></span></p>
<div align="center"><img src="http://www.korrupt.biz/img/painstation-enno.jpg" alt="Painstation Ergebnis" width="500" /></div>
<p><small><a href="http://www.enno-lenze.de">Enno</a> nach seinem zweiten Match gestern. Ich wars nicht!</small></p>
<div align="float:right"><img src="http://www.korrupt.biz/img/painstation-info.jpg" alt="Painstation Infotext" width="260" /></div>
<p>Es gibt noch eine Latte hybscher Specials &#8211; Speedup, Multiball, kleinere Schläger usw., aber die Hauptsache ist halt natürlich, dass es wehtut, wenn man nen Ball verliert. Ich denke nicht, dass im klassischen &#8220;Einzelspieler&#8221; die ganze Forcefeedback-Sache groß der Burner ist, was über realistischeres und *spieldienliches* Feedback hinausgeht, dafür ist einfach der Ablenkungseffekt zu groß, aber fürs Gegeneinanderzocken, die klassischen Kneipen- oder Jahrmarktsautomaten, ich weiss nicht, warum nicht? Abgesehen davon eben, dass man unterschreiben muss, dass man auf mögliche Verletzungen und andere gesundheitliche Schäden hingewiesen wurde usw.? Und dass man sich halt wirklich wehtun kann? Seit 2001 gibts das, und irgendwie seh ichs nirgends. Ich finds schade, was, nebenbei mal angemerkt, die einzig schade Geschichte ist, die mir grade auf diesem großartigen 28c3 über den Weg läuft.</p>
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		<title>Zu Daniela Scherlers Antwort und wie Glauben zum Wissen wird</title>
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		<pubDate>Mon, 19 Dec 2011 19:13:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Korrupt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
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		<category><![CDATA[Piraten]]></category>
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		<description><![CDATA[Bisher glaubte ich nur, dass die Personalie Daniela Scherler vollkommen untragbar für die Berliner Piratenfraktion ist, inzwischen bin ich geneigt zu sagen, dass sich das nach ihrer vielsagenden Antwort per offenem Brief zum Wissen hin geändert hat. Ich machs an ein paar Statements fest und mag mich dann noch ein paar Gedanken zur Fraktion selbst [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bisher glaubte ich nur, dass die Personalie Daniela Scherler vollkommen untragbar für die Berliner Piratenfraktion ist, inzwischen bin ich geneigt zu sagen, dass sich das nach ihrer vielsagenden Antwort per <a href="http://www.piratenfraktion-berlin.de/2011/12/19/offener-brief-der-fraktionsgeschaftsfuhrerin/">offenem Brief</a> zum Wissen hin geändert hat. Ich machs an ein paar Statements fest und mag mich dann noch ein paar Gedanken zur Fraktion selbst und den von mir vermuteten Hintergründen zu verbreiten. keine Angst, das wird sogar vergleichsweise versöhnlich, ungeachtet dessen, dass ich eine schnellstmögliche Trennung von Fraktion und Scherler sehr begrüßen bzw. das Beieinanderbleiben für fatal halten würde. </p>
<p>Tief blicken lässt bereits der Anfang:</p>
<blockquote><p><em>&#8220;Ich habe mich bislang nie mit der Therapiemethode und den Weltanschauungen von Ryke Geerd Hamer auseinandergesetzt und nur am Rande die öffentliche Berichterstattung über ihn verfolgt. Ich war nie und bin auch heute keine Anhängerin der Neuen Germanischen Medizin. In Büchern von Rüdiger Dahlke, die ich gelesen habe, habe ich bislang keine positive Positionierung zu Herrn Hamer gefunden.&#8221;</em></p></blockquote>
<p>Einmal: Dahlke selbst nach seinen in &#8220;Krankheit als Weg&#8221; getanen Grundaussagen in Sachen Krankheitsentstehung nicht als problematisch zu empfinden bzw. nur die persönlich angeblich nicht bekannte Hamerverehrung als problematisch zu empfinden zeigt, dass die Frau fest verwurzelt ist in ihrer Traumwelt von Schuld und Verantwortung als Krankheitsursachen. Dazu passt auch das wenig verklausulierte Ersetzen von &#8220;Schuld&#8221; nmit &#8220;Eigenverantwortung&#8221; und selbst da, wo das esoterische &#8220;selbst schuld&#8221; gar nicht mehr geht, in &#8220;spirituelle Verantwortung&#8221;. Das in Richtung AIDS-Infizierte oder Krebskranke zu kicken, ist das Letzte, es als &#8220;lockere Schreibe&#8221; abzutun, eine verlogene Unverschämtheit. Zuletzt ist es auch nicht nicht so, dass man sie nicht auch und gerade <a href="http://www.korrupt.biz/2504/warum-scherler-als-fraktionsgv-durchaus-eine-piratenpersonalie-ist/">explizit nach Dahlke gefragt</a> hätte, ich zitier mich:</p>
<blockquote><p><em> &#8211; Wie stehst du zu den Inhalten von &#8220;Krankheit als Weg&#8221; von Dahlke,<br />
insbesondere zu seinen Thesen der &#8220;Krankheitsentstehung&#8221;? &#8230;<br />
 &#8211; Wie weit sind die Jugendlichen in deinen Seminaren mit den &#8220;Lehren&#8221;<br />
der genannnten Personen ausgesetzt bzw. den Kernpunkten derselben?</em></p></blockquote>
<p>Nach ihrem Schweigen zu diesen Punkten hab ich auch keine weiteren Fragen mehr. Wer zu blöde ist zu begreifen, dass Dahlke hochproblematisch ist, soll bitte entsprechend intellektuell anspruchslosen Tätigkeiten nachgehen, und wenn sies begriffen und nicht beantwortet hat, dann aus gutem Grund. In beiden Fällen untragbar.</p>
<p>Weiter: Mit einem solchen Nichtwissen um die Einlassungen eines als Vordenker und empfehlenswerte Lektüre präsentierten Scharlatan disqualifiziert man sich schlicht und ergreifend als inkompetent, egal, worum es geht.<br />
<span id="more-2517"></span><br />
Mit der Passage </p>
<blockquote><p><em>&#8220;Für die klassische Medizin würde ich mir wünschen, dass sie ihr Menschen- und Krankheitsbild auch in Zukunft erweitert, so wie es einige Krankenhäuser und Ärzte bereits tun. Ich lehne die klassische Medizin nicht kategorisch ab. Ich bin dafür, dass die Esoterik und Exoterik (Forschung und Wissenschaft) sich ergänzen und voneinander lernen. Die Quantenphysiker scheinen diesbezüglich Grenzen überschreiten zu können.&#8221;</em></p></blockquote>
<p>demontiert sich die Frau komplett. Wenn einem Eso nichts mehr einfällt, kommt er mit Quanten (und belegt damit eindrücklich, dass er ausser seinem Esoquatsch auch nicht einmal gar nichts anderes zu kapieren imstande ist und nebenbei auch nicht davor zurückschreckt, die wissenschaftliche Arbeit in den eigenen Mist zu zerren und somit nicht nur den eigenen Schwachsinn zu verbreiten, sondern eben auch ordentliche Forschung mit diesem zu vermengen und so weiter zur Verdummung beizutragen.</p>
<p>Zu guter Letzt wurden die Statements, sie würde mit der politischen Arbeit nichts zu tun haben, auch bereits <a href="http://www.piratenfraktion-berlin.de/2011/12/19/offener-brief-der-fraktionsgeschaftsfuhrerin/#comment-2444">als Lüge entlarvt</a>. Abgesehen davon, dass ihre &#8220;unpolitische&#8221; Arbeit dazu führt, dass Texte wie der eben zitierte Schwachsinn auf einer Piratenpartei-Webseite stehen.</p>
<p>Ich will mich nicht weiterverbreiten, ich halte die Frau schlicht und ergreifend intellektuell wie auch moralisch für untragbar. Inhaltlich hat Marc Scheloske noch Lesenswertes zusammengetragen, ich mag an der Stelle einfach <a href="http://www.scheloske.net/index.php/2011/12/offene-briefe-geisterwelten-und-das-stockholm-syndrom-der-berliner-piraten/">seinen Ausführungen zur Scherler</a> komplett zustimmen und überleiten zu einem anderen Punkt, der mir seit einiger Zeit im Kopf rumspinnt. </p>
<p>Anders als er glaube ich nicht direkt an ein &#8220;Stockholm-Syndrom&#8221;, sondern eher, dass man sich auf eine Bewerberin eingelassen hat, von deren esoterischer Weltsicht man (hoffentlich) nichs hält, die man aber angesichts knapper Zeit und vorhandener praktischer Erfahrung im AGH-Prozedere (sie war ja schon bei der FDP in ähnlicher Position unterwegs) als beste Wahl empfand. Ob man deswegen über die Verblödungsbemühungen der Frau hinweggesehen hat oder im Zeitdruck wirklich was übersah, ich weiss es nicht. Ich hab, wie gesagt, eher den Eindruck, da sind ein paar Leute ganz froh an jemandem, der die ganze Institution, die Abläufe, Notwendigkeiten, Leute, Möglichkeiten etc. schon kennt, weils man eben selber nicht tut. </p>
<p>Das entschuldigt leider gar nichts, aber machts irgendwie verständlicher. Nichtsdestotrotz ists ein Unding. Schaut nach wem kompetenten und werdet diesen Unfall da los.</p>
<p>Oh, Nachtrag: soviel zu ihrer <a href="http://ichbineinpirat.wordpress.com/2011/12/19/die-berliner-esoterik-posse-die-sogenannten-rechtsradikalen/">Ablehnung rechtsradikalen Gedankenguts</a>.</p>
<hr /><small>Wenn dieser Feed auf kommerziellen Seiten eingebunden wird, bite ich um eine kurze Nachricht an korrupt bei gulli punkt com. Danke.<br /> b27ba64c4ed4d92680ad5c97d21282cc)</small>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Zur Krankenversicherungskarte mit Bild einige akuelle Nachträge</title>
		<link>http://www.korrupt.biz/2512/zur-krankenversicherungskarte-mit-bild-einige-akuelle-nachtrage/</link>
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		<pubDate>Sat, 17 Dec 2011 12:14:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Korrupt</dc:creator>
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		<category><![CDATA[AOK]]></category>
		<category><![CDATA[e-Card]]></category>
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		<description><![CDATA[Es ist schon länger her, dass ich mit meiner Krankenversicherung (AOK) wegen der neuen Krankenversicherungskarte einen Briefwechsel führte: sie wollten ein Passbild für die neue &#8220;Gesundheitskarte&#8221;, ich sagte, sie brauchen keins und kriegen auch keins, sie antworteten ok, dann halt nicht und ich hab seitdem meine Karte ohne Bild, die bis 2013 gültig ist. Ich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist schon länger her, dass ich mit meiner <a href="http://www.korrupt.biz/437/krankenversicherungskarte-mit-bild-anschreiben-an-meine-kv/">Krankenversicherung (AOK) wegen der neuen Krankenversicherungskarte</a> einen Briefwechsel führte: sie wollten ein Passbild für die neue &#8220;Gesundheitskarte&#8221;, <a href="http://www.korrupt.biz/523/krankenkassenkarte-mit-bild-ein-wenig-antworten/">ich sagte, sie brauchen keins und kriegen auch keins</a>, sie antworteten ok, dann halt nicht und ich hab seitdem meine Karte ohne Bild, die bis 2013 gültig ist. Ich bin einigermassen zuversichtlich, dass sie auch anschließend kein Bild von mir brauchen.</p>
<p>Seitdem schauen sich Leute hier immer mal wieder via Google den alten Eintrag an und ich selber verfolg natürlich auch mit einigem Interesse die unterschiedlichen KV-Kontakaufnahmen in Sachen eGK/e-card in meinem Umfeld. </p>
<p>In einem der Fälle (KV: Techniker Krankenkasse TK) gab es nun mehrere Telefonate. Inhalte kurz zusammengefasst:</p>
<p> &#8211; man müsse unbedingt das Passbild einsenden, da man sonst keine neue Karte erhalte<br />
 &#8211; die KVs seien gesetzlich dazu verpflichtet<br />
 &#8211; Aufschub sei für das kommende Jahr möglich, anschließend laufe man aber Gefahr, dass man von <em>keinem Arzt mehr behandelt werde</em><br />
 &#8211; man müsse via KV-Karte identifizierbar sein, denn<br />
 &#8211; es gehe um die Verhinderung von Kartenmissbrauch mit erheblichen Summen </p>
<p>Sorgen machen müsse man sich aber nicht, denn die Speicherung von Krankheitsdaten sei</p>
<p> &#8211; <em>noch</em> nicht vorgesehen (Hervorhebung von mir) und der Fall, dass eben der HNO eben noch gucken kann, was der Frauenarzt so in die Akte schrieb, damit hypothetisch.</p>
<p>Das ist natürlich großflächig ungenau, unwahr oder, ums beim Namen zu nennen, schlicht gelogen. Bemerkenswert finde ich das ganze, weil wir hier nicht von einem Anruf und nem Anschreiben reden, sondern von drei entgegengenommenen Anrufen im Verlauf weniger Wochen, zwei Anrufen in Abwesenheit und zwei Anschreiben.<span id="more-2512"></span></p>
<p>Das deckt sich nun mit den Infos, die der <a href="http://www.foebud.org/gesundheitskarte/faq-egk/">FoeBuD seit einiger Zeit zum Thema bereithält</a>: die KVs üben mehr Druck aus, 2013 wird als angeblich finale Deadline genannt, Angst wird erzeugt durch (unzutreffende) Behauptungen, man werde nicht mehr behandelt und insbesondere wird die Möglichkeit verschwiegen, nach wie vor eine normale Krankenversichertenkarte ohne Passbild zu erhalten. ´Hierzu rät der FoeBuD:</p>
<blockquote><p><em>&#8220;Fordern Sie von Ihrer Versicherung eine Karte ohne Foto. Die Versicherung ist dazu verpflichtet, Ihnen einen Versicherungsnachweis auszustellen. Auch dafür ist eine gewisse Hartnäckigkeit erforderlich.&#8221;</em></p></blockquote>
<p>&#8230;was ich hier bestätigen kann: es braucht wirklich eine gewisse Hartnäckigkeit. Allein schon deswegen gehört den entsprechend störrischen KVs die Scheisse um die Ohren geschlagen, denn es ist eine Unverschämtheit, den Versicherungsnehmern gesetzlich vorgeschriebene Leistungen vorzuenthalten, ihre Existenz zu leugnen oder sogar auf Nachfrage zu verschweigen.</p>
<p>Widerspruch gegen die eGK einlegen kann man bequem mit dem <a href="http://www.foebud.org/gesundheitskarte/egk_foebud_geringeaufloesung.pdf/view">Flyer-Vordruck vom FoeBuD</a>. Ich rate dazu, selbigen einzulegen. Das &#8220;Basis-Rollout&#8221; wird aller Voraussicht nach einmal mehr zeigen, dass IT-Großprojekte dieser Art schlicht nicht funktionieren, aber dennoch gilt es, hier nicht eine neue Idiotie einfach durchgehen zu lassen.</p>
<p>Wer Lust hat, am Telefon Sachbearbeiter zu nerven: Mit dem Hinweis, dass man sich via Ausweis problemlos identifizieren kann, wenn der Doc Missbrauch befürchtet, schafft man schnell Erklärungsnöte, mit der Frage, was die Infrastruktur kostet und wie hoch der finanzielle Schaden dieser behaupteten Missbrauchsfälle im Vergleich seien, kriegt man gegebenenfalls interessante Einsichten in Sachbearbeiterweltbilder mit verschobener Wahrnehmung von Verhältnismäßigkeit. Geäüßerte Summen/Größenordnungen sind wahrscheinlich nicht irgendwie juristisch verwertbar, ich denke aber, die ein wenig zu sammeln, macht deutlich, mit welchen Mitteln und Methoden da ein gläserner Patient und ein allenfalls für die Chipkartenindustrie interessantes Großprojekt mit den üblichen Unsicherheiten durchgehauen werden muss.</p>
<p>Zu guter Letzt: das Ganze betrifft nicht nur die Patienten. Auch und gerade die Ärzte haben für die Geschichte wenig bis nichts übrig, wenn sie die Sache näher angeschaut haben. Auch hier <a href="http://www.foebud.org/gesundheitskarte/foebud-sucht-hilfe-wer-informiert-aerzte-ueber-das-egk-patienteninfopaket">gibts Infomaerial</a>, das man dem eigenen Doc gerne mitbringen kann.</p>
<p>Der Vollständigkeit halber: mich hat die AOK seit dem verlinkten Briefwechsel (2007) nicht mehr zum Thema kontaktiert.</p>
<p>Noch ein Update bzw. Weiterlesehinweis: Das Graubrot <a href="http://www.graubrotblog.de/2011/11/17/warum-ich-erstmal-keine-elektronische-gesundheitskarte-bekommen-muss/">schrob von ähnlichen Erfahrungen</a>.</p>
<hr /><small>Wenn dieser Feed auf kommerziellen Seiten eingebunden wird, bite ich um eine kurze Nachricht an korrupt bei gulli punkt com. Danke.<br /> b27ba64c4ed4d92680ad5c97d21282cc)</small>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Warum Daniela Scherler als FraktionsGF durchaus eine Piratenpersonalie ist</title>
		<link>http://www.korrupt.biz/2504/warum-scherler-als-fraktionsgv-durchaus-eine-piratenpersonalie-ist/</link>
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		<pubDate>Tue, 13 Dec 2011 20:25:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Korrupt</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Piraten]]></category>
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		<description><![CDATA[Sie hat mit der politischen Arbeit nichts zu tun, sondern ist eben Angestellte und macht einen Bürokratiejob: ich lass es sehr gerne bei solchen Betrachtungen und mag keine Gesinnungsprüfungen. Die Scherler ist als bekennende Dahlke-Jüngerin und Esoterikerin aber durchaus ein Kapitel für sich. Auf der Berlin-ML ging die Debatte leider hauptsächlich nur um die Kohle, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Sie hat mit der politischen Arbeit nichts zu tun, sondern ist eben Angestellte und macht einen Bürokratiejob: ich lass es sehr gerne bei solchen Betrachtungen und mag keine Gesinnungsprüfungen. Die Scherler ist als bekennende Dahlke-Jüngerin und Esoterikerin aber durchaus ein Kapitel für sich. Auf der Berlin-ML ging die Debatte leider hauptsächlich nur um die Kohle, und das ist in der Tat eine Geschichte, über die man sich nicht kloppen braucht. Den meisten Diskutanten ist meines Erachtens aber nicht klar gewesen, wofür Scherler eintritt und was weiter ihr bevorzugter Lehrer <a href="http://www.esowatch.com/ge/index.php?title=R%C3%BCdiger_Dahlke">Rüdiger Dahlke repräsentiert</a> und legitimiert.</p>
<p>Wir reden hier nämlich nicht von ein wenig Bachblüten und seinen Namen tanzen, sondern von handfesten Verbrechern und Mördern. An der <a href="http://www.esowatch.com/ge/index.php?title=Germanische_Neue_Medizin">rassistischen Volksverblödung Ryke Hamers</a> sind <a href="http://www.esowatch.com/ge/index.php?title=Opfer_der_Germanischen_Neuen_Medizin">über hundert Menschen gestorben</a>, er wird in mehreren Ländern gesucht. Dahlke mag harmloser wirken, sein Hauptwerk &#8220;Krankheit als Weg&#8221; ist eine Ansammlung übelster Esoterik, der letzten Endes den Kranken die Schuld an seiner Krankheit gibt und entsprechende &#8220;Lösungen&#8221; vorschlägt, die naturgemäß nichts mit einer Therapie gemein haben. Hamers Lehren schweben bei Dahlke regelmäßig über den Wassern, er ehrt Hamers mörderische Lehren auch gerne mit Vorworten, während jener seit Jahren mit Haftbefehl gesucht wird. Dahlke nimmt billigend in Kauf, dass Leute seine Ratschläge befolgen und gegebenenfalls elend krepieren. Scherler macht sich den ganzen Müll astrologisch verquert zu Eigen und erzählt beispielsweise, dass AIDS die Integration von &#8220;Pluto und Neptun&#8221; erfordere und im Übrigen mit einer <a href="http://books.google.de/books?id=shkC1BuLdb0C&#038;pg=PA186&#038;hl=de&#038;source=gbs_toc_r&#038;cad=4#v=onepage&#038;q&#038;f=false">mangelhaften Hingabe an das Leben</a> zu tun habe. Nebenbei argumentiert sie wie die klassische Virenleugnerin und quatscht über AIDS in ihrem Buch, in dem wiederum die Begriffe &#8220;Viren&#8221;, &#8220;Ansteckung&#8221; oder &#8220;Infektion&#8221; nicht einmal vorkommen. Sie wendet sich damit an Jugendliche!<br />
<span id="more-2504"></span><br />
Weiter gesellt sich ihr Lieblingslehrer Dahlke gern zu den der Hamerlehre inhärenten antisemitischen Verschwörungstheoretikern, die einmal mehr den Juden als die Völker krankmachende und -haltende Rasse identifiziert hat, zu Impfgegnern und den erwähnten Virenleugnern, bei denen spätestens der Sprung zu einem Begriff fällig ist, den ich sonst vermeide: zu Kinderschändern, die ihren Kindern notwendige medizinische Behandlungen und Prävention vorenthalten und die daran nicht nur in Ausnahmefällen sterben, weiter durch ihre Verdummungspropaganda beispielsweise Aidsinfektionen fördern. Prominentester Fall ist das Hamer-Opfer <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Germanische_Neue_Medizin">Olivia Pilhar</a>.</p>
<p>Nun ist der Scherler die Geschichte offenbar selber peinlich, denn die &#8220;Links&#8221; unter anderem zum lobenswerten Dahlke, die sie auf <a href="http://webcache.googleusercontent.com/search?q=cache:zEIpJB5IYSoJ:www.scherler-seminare.de/links.html+http://www.scherler-seminare.de/links.html&#038;cd=1&#038;hl=de&#038;ct=clnk&#038;gl=de&#038;client=firefox-a">ihrer HP bereithielt</a>, sind inzwischen verschwunden. Aus ihren Buchpublikationen kriegt sie den Dahlke aber nicht raus, der ist prominente <a href="http://www.amazon.de/hast-Macht-%C3%BCber-Dich-Selbstbestimmt/dp/3839141575/ref=sr_1_1?ie=UTF8&#038;s=books&#038;qid=1285083721&#038;sr=8-1#reader_3839141575">Literaturangabe</a> (Seite ist nicht bei Google verfügbar, stattdessen im hier gelinkten Amazon Preview, S. 241 schauen.) </p>
<p>Nun meine Thesen:<br />
 &#8211; Jemand, der diese Ansichten vertritt und im Ernst vertritt, mag noch irgendwelche Kompetenzen haben, disqualifiziert sich aber intellektuell völlig von jedem Posten, der auch nur ein Mindestmaß an Verantwortung gegenüber anderen mit sich bringt. Konkreter: Das Vertreten übelsten Schwachsinns ist ein KO-Kriterium in jedem Einstellungsgespräch.<br />
 &#8211; Jemand, der derart nahe steht zu antisemitischen Verschwörungstheorien übelster Art und zu gesuchten Mördern per Irrlehre, dessen Dunstkreis sollten Piraten wo immer möglich meiden. *Auch* beim Einstellen. Schon gleich, wenn der Kram auch noch Jugendlichen eingeimpft wird.</p>
<p>Zum Schluss angemerkt: ich habe die Frau vor ein paar Tagen angemailt, zugegeben durchaus direkt. Der Vollständigkeit halber hier der Text:</p>
<blockquote><p><em>Hallo, Daniela,</p>
<p>nachdem es auf der Berliner Piraten-Mailingliste eine längere Diskussion<br />
zu deiner Einsellung als Fraktionsgeschäftsführerin gab: anlässlich<br />
derer hatte ich mich auf deiner Webseite umgesehen und muss feststellen,<br />
dass dort neben, ich sag mal &#8220;harmloseren&#8221; Vertretern auch Dahlke als<br />
einer deiner Quellen angegeben wird, der zum einen in &#8220;Krankheit als<br />
Weg&#8221; einige Statements zu Krankheitsursachen vertritt, die mit dem Stand<br />
der seriösen Forschung nichts gemein hat und sich weiter mit dem<br />
mehrfachen Mörder, Scharlatan und Antisemiten Ryke Geerd Hamer gemein<br />
macht, am Rande auch noch mit der bekannten Lichtnahrungs-Betrügerin<br />
Jasmuheen.</p>
<p>Ich habe keinerlei Probleme damit, wenn erwachsene Menschen ihr Geld<br />
wofür auch immer ausgeben, der Spass hört dann auf, wenn angesichts<br />
lebensbedrohlicher Erkrankungen die Leute nach jedem Strohhalm greifen<br />
und dann an Mörder wie Hamer kommen oder an &#8220;Selbst schuld&#8221;-Scharlatane<br />
wie Dahlke, wenn geistig einfach gestricke Leute elend krepieren, weil<br />
sie auf Jasmuheen reingefallen sind oder eben, wenn es um Kinder und<br />
Jugendliche geht.</p>
<p>Mich würde die Antwort auf folgende Fragen interessieren:</p>
<p> &#8211; Wie stehst du zur Neuen Germanischen Medizin von Ryke Geerd Hamer?<br />
 &#8211; Wie stehst du zu den Inhalten von &#8220;Krankheit als Weg&#8221; von Dahlke,<br />
insbesondere zu seinen Thesen der &#8220;Krankheitsentstehung&#8221;?<br />
 &#8211; Wie stehst du zu den von Dahlke erklärten Sympathien gegenüber<br />
Jasmuheen und Hamer?<br />
 &#8211; Wie weit sind die Jugendlichen in deinen Seminaren mit den &#8220;Lehren&#8221;<br />
der genannnten Personen ausgesetzt bzw. den Kernpunkten derselben?</p>
<p>Beste Grüße und Danke im Voraus,<br />
Richard Joos</em></p></blockquote>
<p>Antwort bislang ausstehend. </p>
<p>Nachtrag 2: Esospinner werden aus den Kommentaren getreten. You&#8217;ve been warned.</p>
<p>Nachtrag 3: nach kurzem Nachdenken glaube ich, dass ichs dazuschreiben sollte: ich halte das, was die 15piraten aktuell in Berlin drehen, für verdammt okay, bin eher geneigt zu glauben, dass so eine Personalie eben passiert und man mit vertretbarem Aufwand nichts gegen solche Pannen machen kann. Mir gehts mitnichten um Fraktions- oder Piratengebashe (ich bin ja selber einer), sondern ums schlichte Anprangern der allgegenwärtigen und nach wie vor vollkommen unterschätzten esoterischen Verblödung, bei der manche Leute wirklich öfter &#8211; extrem ungeliebte Begrifflichkeit Nr. 2 im Blogpost- auch verdammt nochmal gelegentlich an die Kinder denken sollten.</p>
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		<item>
		<title>EU, Guttenberg, fatale und notwendige Signale (plus Aktionsvorschlag)</title>
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		<pubDate>Mon, 12 Dec 2011 20:01:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Korrupt</dc:creator>
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		<category><![CDATA[EU]]></category>
		<category><![CDATA[Guttenberg]]></category>
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		<description><![CDATA[tl;dr: a) die EU ist nach wie vor unterschätzt als politische Gestaltungsmacht, von Bürgern wie Politikern, b) einen betrügenden Vollidioten wie Guttenberg dahinschicken, ist ein fatales Signal für die EU wie für die künftigen Zuständigkeitsbereiche Guttenbergs, c) alle in irgend einer Form an freiheitlichen Netzen mitarbeitenden Akteure und Gruppen müssen entsprechend vor einem in Sachen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>tl;dr:</strong> <strong>a)</strong> die EU ist nach wie vor <a href="#eu">unterschätzt als politische Gestaltungsmacht</a>, von Bürgern wie Politikern, <strong>b)</strong> einen betrügenden Vollidioten wie Guttenberg dahinschicken, ist ein <a href="#spaten">fatales Signal für die EU</a> wie für die künftigen Zuständigkeitsbereiche Guttenbergs, <strong>c)</strong> alle in irgend einer Form an freiheitlichen Netzen mitarbeitenden Akteure und Gruppen müssen entsprechend vor einem <a href="#aktion">in Sachen Internet-Freiheit aktiven Lügenbaron gewarnt</a> sein. </p>
<p>Vorweg: es scheint nach wie vor erstmal nicht klar, <a href="http://www.freitag.de/politik/1149-vorhang-auf-fuer-guttenberg">in wessen Auftrag und auf wessen Kosten</a> der Lügenbaron die EU-Kommission ausgerechnet zu seinem Lieblingsfeindbild Freiheit im Netz beraten soll. Schon jetzt ist aber klar, dass einmal mehr der Eindruck entsteht, wenn irgendjemand politisch untragbar, moralisch verkommen und intellektuell unbrauchbar ist,, schiebt man ihn in die Europapolitik ab, wahlweise als Warteschleife oder Altenteil.</p>
<div id="eu"></div>
<p>Das ist fatal, denn die <strong>EU gestaltet inzwischen mehr Politik, als den meisten Bürgern klar ist</strong>. Sie ist mitnichten eine Spielwiese für geistig-moralische Tiefflieger noch für ähnlichen politischen Sondermüll. EU-Entscheidungen regeln weitaus mehr als Bananenkrümmungen, EU-Richtlinien sind gerne genommenes Mittel zum Durchsetzen vorgeblich ungewollter Gesetzgebungen, EU-Sachzwänge schöner Schuss von hinten durch die Brust ins Auge, wenn man seine Klientelpolitik anders nicht durchgeboxt bekommt. Beispiele? Die EU-Richtlinie zur Vorratsdatenspeicherung ist wohl die bekannteste, ironischerweise <a href="http://www.welt.de/politik/deutschland/article13698909/Deutschland-drohen-ueber-70-Millionen-Euro-Strafe.html">lügt Springer wieder einen vom Pferd</A>, was <a href="http://www.vorratsdatenspeicherung.de/content/view/513/1/lang,de/">kommende Strafzahlungen angeht</a>, weitere Beispiele beliebig fortzusetzen, die <strong>Wikipedia beziffert den Anteil der <em>innenpolitischen</em> Gesetzgebungen nach EU-Vorgabe in Deutschland <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/EU#Zust.C3.A4ndigkeit_der_Union">auf zwei Drittel</a></strong>.</p>
<p>Im Unterschied zur gern gepflegten öffentlichen Wahrnehmung der EU als wirrer Bürokratiehaufen, der Aktenberge aus der Gurkenkrümmungsmessung zwischen Brüssel und Strassburg hin- und herfaxt, ist die EU ein <em>höchst effizienter Apparat</em>, der mit der Personalausstattung, die in .de beispielsweise allenfalls ein kleineres Bundesland verwaltet, eben diese Gesetzesvorgaben für 27 Länder und eine Latte mehr Kram macht, denn klar hängt an vielem noch der Rattenschwanz aus Agrarpolitik etc. dran. Eben deswegen ist die EU auch das heiße Lobbyistenpflaster schlechthin, denn den anstehenden Arbeiten steht eine vergleichsweise extrem dünne Personaldecke gegenüber.</p>
<div id="spaten"></div>
<p>Statt da hocheffiziente Fachleute hinzusetzen, die zumindest in der Lage sind, das Fachwissen eines Lobbyisten einzuschätzen, bevor sie seiner Beraterfirma den Auftrag zu einem Verordnungsentwurfsentwicklung geben, kommt nun <strong>ein Vollspaten wie Guttenberg </strong>dahin, bringt neben der komplett fehlenden Fach- und sonsigen Kompetenz noch die moralischen Qualitäten einer RTL2-Videotextseite und die kommunikativen Fähigkeiten eines toten Otters mit und <strong>soll damit die Freiheit im Internet stärken. Das ist fatal.</strong> Das bringt die ohnehin schwer angemackte Glaubwürdigkeit des freiheitlich-aufgeklärt-demokratischen Europas auf, hihi, Ramschniveau. Das nicht nur im Ausland, bei den Gegnern jener totalitären Regimes, die man eigentlich fördern will, sondern eben wie gesagt auch hier in Europa, wo die EU-Ebene der Politik eben mal wieder als  politbibiografisches Äquivalent von Asse dient: es ist nicht mal etwas wie Guttenberg zu toxisch und verstrahlt, als dass mans nicht dort abkippen und irgendwann wieder ausbuddeln kann.</p>
<div id="aktion"></div>
<p>Das bringt mich zu meinem letzten Anliegen: es bräuchte eine Infoschleuder, mit der man die einschlägigen Organisationen, die sich im Unterschied zum Lügenbaron tatsächlich für die Freiheit im Internet einsetzen, mit einem Link schnell auf den Stand bringen kann, wenn denn doch mal irgendjemand auf den Hochstapler reinfiel und ihm als Legitimationsmäntelchen dient. Mein erster Gedanke war das GuttenPlag-Wiki, da scheint was neben dem &#8220;normalen&#8221; <a href="http://de.guttenplag.wikia.com/wiki/Pressespiegel">Pressespiegel</a> in der Art aber nicht vorhanden zu sein. Klar wissen das schon alle üblichen Verdächtigen, aber mir fehlt beispielweise eine Seite in Englisch und möglicherweise auch in den &#8220;Zielsprachen&#8221; entsprechender Aktivistengruppen &#8211; arabisch etc. so <strong>mit dem Lügenbaron-Pressespiegel zum Thema, mit den Hintergründen zu Pornosteffi und Konsorten, mit Quellenlinks und Kurz-Inhaltsangabe in n Sprachen plus Google Translate-Links</strong>. An sich würds ins <a href="http://werebuild.eu/wiki/Main_Page">werebuild.eu-Wiki</a> von </a href="http://telecomix.org">telecomix</a> passen. Da was sammeln, schöne Kurz-Url, die man überall copypasten (haha) kann, wo irgendwas inhaltliches von Guttenberg zur Netzfreiheit kommt&#8230; Mir gefällt der Gedanke.</p>
<p>Wenns das schon wo gibt &#8211; ich würd mich über Hinweis freuen und auch gern ein wenig miteditieren und -pflegen. Und wenn nicht: wir brauchen sowas :)</p>
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		<item>
		<title>Das neue Lexikon des Unwissens, Passig et.al, Buchrezi</title>
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		<pubDate>Sat, 10 Dec 2011 19:05:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Korrupt</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Buch]]></category>
		<category><![CDATA[Buchrezension]]></category>
		<category><![CDATA[Kathrin Passig]]></category>
		<category><![CDATA[Rezension]]></category>
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		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Auch hier mal wieder Disclaimer vorweg: Kathrin Passig kann irgendwie schreiben, was und zu welchem Themenbereich sie will, ich finds toll. &#8220;Das neue Lexikon des Unwissens&#8221; entstand gemeinsam mit Aleks Scholz und Kai Schreiber, ist das zweite Buch seiner Art (das erste heißt, wenig überraschend, &#8220;Das Lexikon des Unwissens&#8221; und ich habs nicht gelesen), und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div style="float:right"><img src="http://www.korrupt.biz/img/lexikon-des-unwissens.jpg" alt="Lexikon des Unwissens, Kathrin Passig et.al" width="225" /></div>
<p>Auch hier mal wieder Disclaimer vorweg: Kathrin Passig kann irgendwie schreiben, was und zu welchem Themenbereich sie will, ich finds toll. <em>&#8220;Das neue Lexikon des Unwissens&#8221;</em> entstand gemeinsam mit Aleks Scholz und Kai Schreiber, ist das zweite Buch seiner Art (das erste heißt, wenig überraschend, <em>&#8220;Das Lexikon des Unwissens&#8221;</em> und ich habs nicht gelesen), und ich mags. Warum, mag ich gerne erläutern.</p>
<p>Der Esel fängt bei sich selber an: ich bin ein großer Freund des Wissens und seh mit großem Respekt die Leute, die &#8211; oft genug recht brotlos &#8211; erhebliche intellektuelle und andere Energie drauf verwenden, einigermaßen gesichertes Wissen herzustellen. Das lässt sich die Welt einerseits ungern abringen, andererseits ist die Menschheit oft genug mit dem Quark glücklich, den irgendwelche Esoteriker absondern, insofern, es gehört was dazu. zu guter Letzt: ein wenig als ein Teil dieser Spezies betrachte ich mich auch und bei so manchen Frage- und Problemstellungen im <em>&#8220;Neuen Lexikon des Unwissens&#8221;</em> ertappte ich mich beim &#8220;Oh ja, das kenn ich&#8221;-Nicken. </p>
<p><em>&#8220;Das neue Lexikon des Unwissens&#8221;</em> ist nichts weniger als eine Hommage an all diese Leute, die sich an den angeführten und anderen Problemen die Hirngewinde heißlaufen lassen. Das, obwohl, bzw. gerade, weil es sich um ungelöste und teilweise wohl unlösbare Fragen handelt. Die Grenzen des aktuellen Wissens auszudefinieren, ist eine verdienstvolle Sache, und vor allem vermittelt Passig dabei anschaulich, an <strong>welche verschiedenen Arten von Grenzen, Hürden, Hindernissen man so stößt, wenn man wirklich was erfahren will</strong> und keinen Esobestseller oder Deppenratgeber schreiben will. Dabei werden große Fässer aller Disziplinen aufgemacht (sozialwissenschaftlich: Krieg, &#8220;Qualia&#8221; (was ich besser bei der Frage nach dem Bewusstsein an sich einsortiert hätte); naturwissenschaftlich: Naturkonstanten, Links/Rechts; philosophisch: Wissenschaft, Zeit) und auch weniger auf der Hand liegende Baustellen besichtigt: Tiefseelaute, Walkrebs, Löcher (letzteres eine sehr feine Hommage an Tucholsky).<span id="more-2489"></span></p>
<p><strong>Richtig klasse</strong> wird das Lexikon dann, wenns um die Hemmnisse konkreten Erkenntnisgewinns geht (Empirie, Messmethoden, Statistik). Insbesondere bei der Betrachtung statistisch hinterfütterter Fragestellungen, Hinterfragungen von Kausalität oder der allgegenwärtigen Stochastik ist das Lexikon zum einen verdammt unterhaltsam und trotzdem (bzw. deswegen) anschaulich und für einige Lern- bzw. Verstehenseffekte gut. Ich komm immer auf die Esoscheiße zurück, aber gerade im Gegensatz zu selbiger zeigt das &#8220;Lexikon&#8221; eben, wie Wissenschaft funktioniert, wie sie Wissen vom Nichtwissen trennt, welche Qualitätsmaßstäbe eben angelegt werden müssen, um wenigstens eine ernstzunehmende Hypothese aufgestellt zu bekommen und warum die behandelten Fragestellungen so (noch) nicht letztendlich beantwortet wurden. Und nicht zuletzt vermittelt es die Faszination, wenn man dem Sumpf des Nichtwissens dann tatsächlich mal ein Stückchen festeren Boden abgerungen hat &#8211; trotz der Ausrichtung entlang an Themen, wo dieser Prozess aktuell eher noch vom Scheitern geprägt ist.</p>
<p>Wo <strong>musste ich stirnrunzeln</strong>? Manchmal geraten mir die lockeren Einwürfe etwas zu launig, aber da mag der Geschmack unterschiedlich sein. Ich brauch nicht regelmäßig aufheiternde Einschübe, auch wenn deren Wortwitz in der Regel prima ist &#8211; manchmal lenkts mich ab, das eine oder andere mal schien mir eine Pointe mit Verständnisunschärfe erkauft, aber wie gesagt: Korinthen. Ansonsten stört mich an den meisten einzelnen Kapiteln, dass sie zu kurz sind &#8211; ich hätt noch ein paar Seiten weitere Erläuterungen, Denkansätze und Berichte des Scheiterns vertragen. Ist das ein Grund zum Stirnrunzeln? An sich nicht, das Buch macht Lust aufs Weiterrecherchieren und gibt ein wenig Handwerkszeug dazu mit, um Kluges von der Esoterik zu trennen. Irgendwann zwischenrein fehlten mir ein wenig die Grafiken (beim Text über Chiralität fiels mir auf, dass man hier hätte veranschaulichen können), aber auch hier denk ich, ist a) verschmerzbar und macht b) Lust zum Weiterrecherchieren.</p>
<p><strong>Zum Schluss</strong> folgt noch eine kurze Nachbereitung der im ersten <em>&#8220;Lexikon des Unwissens&#8221;</em> aufgemachten Fässern und des Fortschritts seitdem, und dann ist nach kurzem Quellennachweis der Lesespaß nach 300 Seiten rum. </p>
<p>Wie im <a href="http://www.korrupt.biz/2486/ach-das-positive/">Ankündigungspost</a> geschrieben: Im Regal steht das Lexikon des Unwissens recht schön neben Carl Sagans <em>&#8220;Der Drache in meiner Garage&#8221;</em>, das meine ich als ausdrückliches Kompliment, denn beide Bücher vermögen aufs Wunderbarste, die Faszination und die Stärken des wissenschaftlichen Erkennnisprozesses zu vermitteln. Sagan entlang ihrer Erfolge, Passig entlang der (vorerst gescheiterten) Versuche. Lesen kanns jeder, der sich ein wenig für Wissenschaft im Allgemeineren interessiert und dabei nicht ein Lieblingsfeld beackern will. Selber find ich nicht die &#8220;Einzelthemen&#8221; am erkenntnisfördernsten, sondern insbesondere die &#8220;zugrundeliegenden&#8221; Methodiken und Konzepte &#8211; Theoriefindung, Prüfbarkeit/Falsifizierung, Empirie, Statistik, Kausalität. Wer dazu einen schön lesbaren und lockeren Einstieg haben will: you got it.</p>
<p>Buch <a href="http://kathrinpassig.kulturindustrie.com/buecher.html">gibts hier</a>, Errata (vermutlich demnäxxt) <a href="http://lexikondesunwissens.de">dort</a>. </p>
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		<item>
		<title>Ach, das Positive.</title>
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		<pubDate>Sat, 26 Nov 2011 22:20:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Korrupt</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ich sollts nicht vergessen. Grade sitzen bzw. laufen vor dem Castor eine ganze Latte Leute rum, deren Tun ich kaum genug loben kann, und nein, ich meine nicht die Drecksbullen, die sie zu solchen Anlässen gern zum Dreschen herkarren. Weiter ist trotz aller verlogener Politscheisse einiges erfreuliche gesagt und getan worden, dass Alvar Freude den [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich sollts nicht vergessen. Grade sitzen bzw. laufen vor dem Castor eine ganze Latte Leute rum, deren Tun ich kaum genug loben kann, und nein, ich meine nicht die Drecksbullen, die sie zu solchen Anlässen gern zum Dreschen herkarren. Weiter ist trotz aller verlogener Politscheisse einiges erfreuliche gesagt und getan worden, dass Alvar Freude den <a href="http://twitter.com/#!/alvar_f/status/140148631817826304">OB Schuster als den Lügner und Trottel bezeichnet</a>, der er ist, beispielsweise. Es gibt noch einige solcher Guten Dinge(tm), ich mag aber eine persönlichere Freude grade noch erwähnen, die heute mit der Post kam.</p>
<p><img src="http://www.korrupt.biz/img/lexikon-des-unwissens.jpg" alt="Lexikon des Unwissens, Kathrin Passig et.al" /></p>
<p>Rezi folgt, nur vorweg: ich hab den ersten Band nicht gelesen, aber was ich bisher von Kathrin Passig gelesen und gehört hab, war bislang durchgehend lesens- und hörenswert, und überhaupt ist sie eine von den Menschen, die mir in allen möglichen Netzecken in den Kontext laufen und dann immer bemerkens- und bedenkenswerte Dinge sagen und/oder tun. Das, und dass es in so vielen unterschiedlichen Ecken passiert, das find ich toll.<span id="more-2486"></span></p>
<p>Das <a href="http://kathrinpassig.kulturindustrie.com/buecher.html">neue Lexikon des Unwissens</a> war bisher eine etwas unbekannte Größe für mich &#8211; ich muss zugeben, beim Titel assoziierte ich eher sowas wie Haefs &#8220;Handbuch des nutzlosen Wissens&#8221;, und konnte mir nicht vorstellen, dass sich Kathrin zu sowas herablässt. Eine Sorge, die beim ersten Rein- und Drüberblättern auch direkt restlos verschwunden war &#8211; nun assoziiere ich eher was in Richtung von Sagans &#8220;Der Drache in meiner Garage&#8221;, eine Hommage ans Erkennen und Wissenwollen, die neugierig macht und mich im Folgenden daran hindern wird, den letzten Eco (Der Friedhof in Prag, liest sich auch höchst angenehm und geht um die jüdische Weltverschwörung) fertigzulesen, ich muss einen Wissensexkurs machen. Allergrößten Dank dafür.</p>
<hr /><small>Wenn dieser Feed auf kommerziellen Seiten eingebunden wird, bite ich um eine kurze Nachricht an korrupt bei gulli punkt com. Danke.<br /> b27ba64c4ed4d92680ad5c97d21282cc)</small>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Google Places, Bulk- vs. Einzelupload und der aktuelle Lag/Freeze</title>
		<link>http://www.korrupt.biz/2482/google-places-bulk-vs-einzelupload-und-der-aktuelle-lagfreeze/</link>
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		<pubDate>Sat, 26 Nov 2011 21:13:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Korrupt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[Bulk-Upload]]></category>
		<category><![CDATA[Feeds]]></category>
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		<description><![CDATA[Vorneweg, an sich wärs mir ja nach Gift und Galle spucken über viel aktuelle Scheisse, aber ich weiss nichts konstruktives dazu zu sagen. Daher mal wieder ein Zweiteiler zu meinen aktuellen Arbeitsthemen Google Maps/Google Places sowie Google Products und dem momentanen Status in Sachen Feed-Uploads. Das ist nach wie vor keine reine Freude, und warum [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vorneweg, an sich wärs mir ja nach Gift und Galle spucken über viel aktuelle Scheisse, aber ich weiss nichts konstruktives dazu zu sagen. Daher mal wieder ein Zweiteiler zu meinen aktuellen Arbeitsthemen Google Maps/Google Places sowie Google Products und dem momentanen Status in Sachen Feed-Uploads. Das ist nach wie vor keine reine Freude, und warum das so ist, nun am Beispiel Google Places. Für Neueinsteiger:  <a href="http://www.korrupt.biz/2321/google-places-bulk-uploads-ein-paar-erfahrungen-und-tipps/">Google Places Bulk Uploads</a> zum einen, und warum aktuell hier auf <a href="http://www.korrupt.biz/2402/google-products-places-und-pains-in-the-ass/">Googles Seite (fast) nichts vorangeht, hier</a>.</p>
<p>Stand der Dinge? Von Google ließ ich mir vor einiger Zeit sagen, dass bei Places-Bulk-Uploads aktuell nicht nur die vier bis acht Wochen Bearbeitungsfrist zwischen einem Places-Bulkupload und dessen Auftauchen auf Google Maps vergehen, sondern die Freigabe der hochgeladenen Daten für Maps praktisch komplett steht, weil eben viel gebaut wird an der ganzen Kiste. Mein Stand an den Places-Feeds, die ich betreue: das ist fast richtig. Komplette Neu-Feed-Uploads kann ich gerade aus naheliegenden Gründen nicht einfach mal testen, einzelne Edits an per Feed hochgeladenen Places kommen nur fragmenrarisch auf dem schlussendlich auf Maps angezeigten Place an. Konkret: editiere ich in ienem Feed-Place beispielsweise Kategorien, Beschreibung, Öffnungszeiten und füge noch zwei nutzerdedfinierte Felder hinzu, dann wird nach ungefähr einem Tag die editierte Kategorie auf dem Maps/Places-Frontend sichtbar. Die anderen Edits nicht. </p>
<p>Genauer: mir scheint, es kommen auf die Places-Ergebnisseite Änderungen an a) Kategorie, <del>b) Mailadresse</del>, c) Webseite durch, andere Edits im Backend nicht. Das Backend speichert die, der Place geht sogar für ein paar Stunden in die &#8220;Wird verifiziert&#8221;-Schleife, ist anschließend wieder aktiv, nur eben ohne einen Großteil der Änderungen auf Google Maps/der Places-Seite auszugeben. Im Backend sind die gespeichert und ok, aber nirgendwo sonst sichtbar. Um die Verwirrung komplett zu machen: der Edit kann einem in der &#8220;Edit&#8221;-History im Places-Frontend angezeigt werden, dort steht dann, dass vor X Stunden (wenn man im Backend was geändert hat) &#8220;anonymous&#8221; den Places-Eintrag bearbeitet hätte.<span id="more-2482"></span> Das, obwohl man als verifizierter Eigentümer eingeloggt ist und als verifizierter Eigentümer den Edit selber vorgenommen hat. Dort stehen sogar einzelne (nicht alle) vorgenommenen Änderungen, die jedoch auf der Places-Seie nicht angezeigt werden.<br />
<img src="http://www.korrupt.biz/img/placesedit.jpg" alt="Google Places Edit History im Maps-Frontend" width="500" /><br />
Wie gesagt: es sieht alles schwer nach Baustelle aus und die Ergebnisse aktueller Aktionen scheinen mir googleseitig höchst wirr.</p>
<p>Einzel- und Feed-Uploads. Ab 10 Places/Adressen, die man pflegt, soll bzw. muss man den Feedupload nehmen, so Google, und an sich ist das vollkommen sinnvoll &#8211; anders lassen die sich schlecht verwalten und vor allem verifizieren. Nur: Feed-Places und 2Einzel&#8221;-Places scheinen bei Google (noch?) vollkommen unterschiedlich verarbeitet zu werden. Während die Feed-Places grade schlicht und ergreifend geparkt scheinen bei Google, können einzeln angelegte Places in normalen bis für Places-Verhältnisse erfreulich schnellen fristen bearbeitet werden. Edits an Einzel-Places kommen in einem Tag im Maps/Places-Frontend an. Das ist meine Erfahrung und die <a href="http://neunzehn80.de/">von Christian</A>, mit dem ich mich in den letzten Tagen zu dem Thema austauschen konnte. Was wirklich etwas frustriert: die &#8220;Einzelplaces&#8221; werden auch binnen Tagesfrist aktualisiert, wenn man mit der Zeit derer weit über 10 gesammelt hat. </p>
<p>Das bringt mich zum eigentlichen Punkt des Posts: Einzel- oder Bulk-Uploads? Im Augenblick kann ich von Bulks abraten, aus dem einfachen Grund, weil die Daten nicht aktualisiert werden können, weder als Bulk noch als Einzel-Edit im Backend. Beziehungsweise: was davon am Frontend ankommt, ist minimalst. Im Gegensatz dazu können als einzelne Places angelegte Datensätze augenblicklich zügig bearbeitet werden. Hier gibts andere, kleinere Bugs: so lassen sich dort beispielsweise nicht gesplittete und ungesplittete Öffnungszeiten nebeneinander eintragen (Mo-Fr 9-13 und 14-20 Uhr, Sa 10-14 Uhr, beispielsweise), was in einem Bulkupload technisch geht, praktisch gerade aber eben nicht aktualisiert wird. Feed-Upload ist an sich immer besser, schon allein, wegen der einfacheren Verifikation, mehr Datenoptionen und einfacherer Pflege, aktuelle ists aber eben ein Schmerz im Arsch, weils nicht geht.</p>
<p>Wer vor Weihnachten unbedingt noch ein paar Places live kriegen will, sollte demnach auf Einzeluploads (mit jeweils einzelner Verifikation) setzen, denn mit dem Bulk wird man wohl schlicht bis dahin nicht live gehen. Da die Frage, wegen der man sich möglicherweise irgendwann in den Hintern beisst: kann man irgendwann von Einzelupload auf Feedupload switchen? An sich sollte das gehen, es ist dann aber anzuraten, dass man paralllel zum Datenpflegen im Google-Backend auch schon seinen Feed baut, denn ob man zu Einzeluplads einen Feed reinladen und dann einen Gesamtfeed aller Places wieder rausladen kann, ist ungewiss bzw. im Augenblick sieht es nicht so aus: ein Download aller Einzelplaces als Feed wird von Google nicht offiziell angeboten, mit der entsprechenden Abfrage-URL kann man ein CSV runterladen, nur steht in dem nichts drin. </p>
<p>Von daher vielleicht besser den Feed parallel bauen und denn zum Switch nehmen, um alle existierenden Places nochmal per Feed zu überschreiben/ersetzen. Wie gesagt: aktuell gehts nicht und im Augenblick ist man mit einer &#8220;Einzelplaces-Sammlung&#8221; besser dran als mit einem Feed, denn im einen Fall gehen Aktualisierungen live, im anderen nicht. Es bleibt zu hoffen, dass nach Abschluss der Arbeiten auf Googles Seite alles schöner, besser und aus Holz wird. Und dass das bald der Fall ist.</p>
<p>Details und Fragen: Ich teste die nächsten Tage mal, wie es sich bei Bilderuploads zu &#8220;Feed-Places&#8221; verhält, und dabei, ob was aus dem Backend raus ankommt und ob was vom Frontend, wenn man als &#8220;Normaluser&#8221; Bilder zu einem Place added. Ergebnisse folgen. Weiter würde mich natürlich alles interessieren, was an Workarounds/Lösungen hierzu kursiert, falls existent.</p>
<hr /><small>Wenn dieser Feed auf kommerziellen Seiten eingebunden wird, bite ich um eine kurze Nachricht an korrupt bei gulli punkt com. Danke.<br /> b27ba64c4ed4d92680ad5c97d21282cc)</small>]]></content:encoded>
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		<title>Google zu Lem</title>
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		<pubDate>Tue, 22 Nov 2011 20:46:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Korrupt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[Google]]></category>
		<category><![CDATA[Lem]]></category>

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		<description><![CDATA[Mir fällt zu Lem nichts ein, was angemessen wäre, ich glaube, wenns einen gibt, der mein Denken und meine Weltsicht unter allen anderen Schreibenden am meisten und vor allem zum besseren geprägt hat, dann ist er das. Google.ru macht ein kleines Adventure als Doodle zum &#8220;60. Jubiläum seines ersten Buches&#8221;, gemeint sind &#8220;Die Astronauten&#8221;, die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mir fällt zu Lem nichts ein, was angemessen wäre, ich glaube, wenns einen gibt, der mein Denken und meine Weltsicht unter allen anderen Schreibenden am meisten und vor allem zum besseren geprägt hat, dann ist er das.<br />
<img src="http://www.korrupt.biz/img/lem-doodle-2.png" alt="Lem Doodle google ru" /><br />
Google.ru macht ein <a href="http://www.google.ru/webhp?hl=de">kleines Adventure als Doodle</a> zum &#8220;60. Jubiläum seines ersten Buches&#8221;, gemeint sind &#8220;Die Astronauten&#8221;, die &#8217;51 erschienen und an denen er im Nachhinein auch wenig gute Haare gelassen hat, aber ich find sie durchaus lesbar. Und Google hin, Google her, es sind solche Sachen, dafür könnt ich die Verantwortlichen knuddeln und mit Flauscheelefanten bewerfen. Danke.</p>
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		<title>Offener Brief an Gerwald C. Brunner</title>
		<link>http://www.korrupt.biz/2472/offener-brief-an-gerwald-c-brunner/</link>
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		<pubDate>Sun, 06 Nov 2011 11:56:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Korrupt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[Piratenpartei]]></category>
		<category><![CDATA[Vollitiot]]></category>

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		<description><![CDATA[Edit: Telegehirn weist mich auf das Statement hin, der Text sei nicht von realDeuterium aka Gerwald. In dem Fall nehm ich alles zurück, lass gern zu Dokumentationszwecken stehen, worüber ich mich echauffierte und mag der Jetzt-Redaktion zurufen, dass ich als Freund auch versteckter Ironie oder Satire am nebenstehenden Text keinerlei Anhaltspunkte dafür gefunden hab, dass [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Edit: Telegehirn weist mich auf <a href="https://twitter.com/#!/RealDeuterium/status/132493460358971392">das Statement hin</a>, der Text sei nicht von realDeuterium aka Gerwald. In dem Fall nehm ich alles zurück, lass gern zu Dokumentationszwecken stehen, worüber ich mich echauffierte und mag der Jetzt-Redaktion zurufen, dass ich als Freund auch versteckter Ironie oder Satire am nebenstehenden Text keinerlei Anhaltspunkte dafür gefunden hab, dass das nun nicht authentisch sein soll.</strong></p>
<p><del>Hallo, Gerwald,</del></p>
<p><del>Glückwunsch zum gekonnten Meistern der Kommunikationsform &#8220;Offener Brief&#8221;, und wenn du jetzt noch die herablassende Arroganz in den Griff kriegst, wenn du von neuen Medien sprichst, klappts vielleicht auch mit dem Kommunizieren als solchem. Aber ich wollte mich weniger zu den verschiedenen Formen moderner und anderer Kommunikationsmittel äußern, sondern mich dem von mir in der Regel und gelegentlich unter erheblichem Zähneknirschen vermiedenen öffentlichen Anpissen eines werten Mitpiratens widmen.</del></p>
<p><del>Bis zu deinem <a href="http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/532549">offenen Brief</a> bist du mit einer durchaus sympathischen Latzhose und einer dringend der Dekonstruktion bedürfenden Kopfbedeckung rumgerannt. Ich bin ein großer Freund der <a href="http://www.korrupt.biz/506/rechte-symbole-und-ob-sies-wert-sind/">Dekonstruktion und Aneignung von Symbolen</a> und lasse verminderten Schweissgeruch als Argument für die Verwendung eines Palituchs sofort und mit Freuden gelten.</del><br />
<span id="more-2472"></span><br />
<del>Wenn du nun aus deinem Stück schweißmindernden Stoffs doch meinst, ein politisches Symbol machen zu müssen, dazu gekonnt jahrelange Angriffe, Raketenbeschuss, Anschläge und Entführungen durch diverse palästinensische Terrororganisationen ausblendest, ein Bild von den friedliebenden humanitären Hamas- und Fatah-Unterstützern zeichnest und dazu einen Ulbricht pullst, als ob du nicht genau wüsstest, dass Israel im Unterschied zur DDR tatsächlich und täglich mit Waffengewalt angegriffen wird, dann ist das für sich schon so dämlich und Panne, dass mir kaum eine Steigerungsform einfällt. Selbst da legst du aber gekonnt nach und fügst der eigenen Ignoranz noch eine Belehrung deiner Adressatin über ihre Essgewohnheiten und ihrer Ähnlichkeit mit diversen Terrorgruppen hinzu, die mir einmal mehr neue Dimensionen des Fremdschämens aufzwingt.</del></p>
<p><del>In diesem Sinne einen schönen Sonntag, du Vollidiot.</del></p>
<p><del>Dein Richie, aka Korrupt</del></p>
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		<title>Nachdem Mario Barth die solid MV verklagen will&#8230;</title>
		<link>http://www.korrupt.biz/2468/nachdem-mario-barth-die-solid-mv-verklagen-will/</link>
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		<pubDate>Sat, 05 Nov 2011 17:08:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Korrupt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[Barth]]></category>
		<category><![CDATA[Mem]]></category>
		<category><![CDATA[Rant]]></category>
		<category><![CDATA[Streusand]]></category>
		<category><![CDATA[Vollidiot]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8230;weil es ja nicht anginge, dass er für politische Organisationen herhalten müsse, einfach mal ganz unpolitisch hier angemerkt: Im Übrigen bin ich der Ansicht, dass die Besuchszahlen/Einschaltquoten von Barth-Veranstaltungen ein zuverlässiger Gradmesser der Verdummung der Gesellschaft sind und dass damit ihr einziger Nutzen vollständig beschrieben ist. Bild: cityshake, cc-by-nc-sa 2.0. Wenn dieser Feed auf kommerziellen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8230;weil es ja <a href="http://www.svz.de/nachrichten/home/top-thema/article/111/linksjugend-will-nicht-vor-mario-barth-einknicken.html">nicht anginge</a>, dass er für <a href="http://www.solid-mv.de/?p=420">politische Organisationen</a> herhalten müsse, einfach mal ganz unpolitisch hier angemerkt:<br />
<img src="http://www.korrupt.biz/img/barth-und-was-kurzes-drunter.jpg" alt="Barth mit was kurzem drunter" /><br />
Im Übrigen bin ich der Ansicht, dass die Besuchszahlen/Einschaltquoten von Barth-Veranstaltungen ein zuverlässiger Gradmesser der Verdummung der Gesellschaft sind und dass damit ihr einziger Nutzen vollständig beschrieben ist.</p>
<p><small><a href="http://www.flickr.com/photos/cityshake/5557455995/sizes/l/in/photostream/">Bild</a>: <a href="http://www.flickr.com/photos/cityshake/">cityshake</a>, <a href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/2.0/">cc-by-nc-sa 2.0</a>.</small></p>
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		</item>
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		<title>Post-Privacy-Buchrezension: Plomlompom sezt ein paar Diskussionsstandards</title>
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		<pubDate>Thu, 03 Nov 2011 11:53:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Korrupt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[Adventure]]></category>
		<category><![CDATA[Buchrezension]]></category>
		<category><![CDATA[Netzkram]]></category>
		<category><![CDATA[Plomlompom]]></category>
		<category><![CDATA[Post-Privacy]]></category>
		<category><![CDATA[Privacy]]></category>
		<category><![CDATA[Privatsphäre]]></category>
		<category><![CDATA[Spackeria]]></category>

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		<description><![CDATA[Gestern kam Plomlompoms aka Christian Hellers Buch &#8220;Post-Privacy. Prima leben ohne Privatsphäre&#8221; hier an und sorgte für ein länger nicht mehr so drastisch empfundenes Gefühl meinerseits, bisher gehegte Ansichten neu überdenken zu müssen. Ich denke, das ist ungefähr das beste, was ich zu einem Sachbuch sagen kann &#8211; ich halte mich für geistig durchaus flexibel [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gestern kam Plomlompoms aka Christian Hellers Buch <a href="http://www.plomlompom.de/PostPrivacyBuch/">&#8220;Post-Privacy. Prima leben ohne Privatsphäre&#8221;</a> hier an und sorgte für ein länger nicht mehr so drastisch empfundenes Gefühl meinerseits, bisher gehegte Ansichten neu überdenken zu müssen. Ich denke, das ist ungefähr das beste, was ich zu einem Sachbuch sagen kann &#8211; ich halte mich für geistig durchaus flexibel und bin recht gut darin, Positionen &#8220;stark zu lesen&#8221;, damit man sich auf die Inhalte einlässt, aber grundsätzlich Ansichten neu überdenken muss ich trotzdem höchst selten, noch seltener auf Feldern, auf denen ich mich an sich durchaus heimisch und kompetent fühle. Der Titel ist meiner Ansicht nach weiterhin eine Grundlage jeder weiteren Diskussion zum Thema. Wie gesagt, größeres Lob weiss ich keines und das mag ich hiermit gerne äußern. </p>
<p><img src="http://www.korrupt.biz/img/postprivacy.jpg" alt="Post Privacy, Christian Heller" width="500" /></p>
<p>Trotzdem oder deswegen gleich die Haken: ich halte den Titel für falsch gewählt, ich vermisse eine Differenzierung zwischen gezielter und ungewollter Aufgabe von Privatheit und ebenso die Differenzierung bei der Analyse der Nutznießer einer wie auch immer gearteten konkreten Entwicklung, die (richtig beobachtet) unvermeidlich zu einer Erosion verschiedener Vorstellungen und praktischen Realisierungen von Privatheit führt. Mit den Vorausschickungen zum Buch. Update gibts auch eines ganz unten.<br />
<span id="more-2460"></span><br />
&#8220;Post-Privacy&#8221; fängt nicht allzu stark an &#8211; konkret ist die historische Herleitung des Privaten als neuzeitlich und bürgerlich geprägtes (Herrschafts-) Konstrukt anschaulich und richtig, nur lese ich da immer schon den Vorgriff heraus, dass das alles alte Zöpfe sind, die wohl mal abgeschnitten werden können. Hier wird (wie auch gerne im Folgenden) ohne Not vermengt, was pseudonym und was personenbezogen, was statistisch und was individuell analysiert transparent macht und wird. Dann packt Plomlompom aber den Foucault (explizit) und den Weber aus und legt dar, wie durch Privatheit entstehende Intransparenz eben Herrschaftsmittel zur Entsolidarisierung, Vereinzelung und Etablierung von internalisierten Machtstrukturen ist, und da trifft er den aktuell in der Diskussion extrem vernachlässigten Kern des Problems direkt.</p>
<p>Der stärkste Teil des Buches: es wird klar, dass Datenschutz kein Wert an sich ist, sondern im Gegenteil zu einem nicht unerheblichen (und von mir bislang drastisch unterschätzten Anteil) Herrschaftsmittel zur Schaffung von Intransparenz, Herrschaftswissen und gezielter Vereinzelung ist. Dies auch konkret und historisch erfolgreich. Es scheint mir nach Lektüre klar, dass Datenschutz in vielen, aktuell noch als selbstverständlich geltenden Bereichen eine nur vordergründig emanzipatorische Technik ist, die aber notwendigerweise im Zuge einer umfassenderen Emanzipation erodieren muss.</p>
<p>Das ist wie eingangs bemerkt die Basis, auf der sich meiner Ansicht nach alle Folgediskussion einfinden muss. Der Datenschutz als Selbstzweck ist abzulehnen, seine herrschaftsstützende Funktion weit stärker ins Blickfeld zu ziehen als bisher geschehen.</p>
<p>Wie eine konkrete Umsetzung dieser Analyse in der Praxis aussehen kann, bleibt trotz eines umfassenden Kapitels der Post-Privacy-Strategien offen. Ich sehe (vielleicht im Unterschied zu Plomlompom) ein enormes Ungleichgewicht der Transparenz und insbesondere keine Verbindung zwischen dem emanzipatorischen Potenial allgemein steigender Transparenz und der Möglichkeiten, mich persönlich und nicht pseudonym immer stärker sichtbar zu machen, auch und gerade in &#8220;privaten&#8221; Bereichen. Konkret gesagt: die <a href="http://www.korrupt.biz/763/das-internet-macht-nicht-dumm-sondern-normal/">Herstellung von Normalität</a>, die <a href="http://www.plomlompom.de/PostPrivacyBuch/plomwiki.php?title=DasUgolScheGesetz">Plomlompom</a> wie auch ich mit am anschaulichsten mit Ugols Law beschrieben sehen, kann auch pseudonym erfolgen, die entstehende Solidarisierung und individuelle Entfaltung durchaus ebenfalls bzw. eben im privaten; nach wie vor ist der Hebel, den andere (mächtigere) Positionen über diese Information ansetzen können, länger als der, den ich mir damit schaffe. Noch konkreter: nach wie vor gibt es zahlreiche private Informationen, die ich durchaus mit (auch zahlreichen) anderen teilen will, nicht aber mit Krankenkasse, Einwohnermeldeamt, Arbeitgeber usw., und ein größeres emanzipatorisches Potential ihrer personenbezogenen Offenlegung ist für mich nur schwer zu erkennen. Auch an diesem Thema arbeitet sich Plomlompom durchaus einleuchtend am Beispiel Schwulenbewegung/Outing ab und ich kann es bestens nachvollziehen, dass er gerade ausgehend von den dort gemachten Erfahrungen für eine aggressivere Offenheit auch in anderen Bereichen ist. Ich bin mir in der Sache aktuell schlicht nicht sicher bzw. kann wie gesagt keine Verbindung herstellen zu den an anderen Stellen genannten Punkten, wo eben immer mehr Transparenz durchgesetzt wird &#8211; sei es durchs Profiling über Suchanfragen, Tracking via Checkins usw. -, auch die Differenzierung eines &#8220;Outens&#8221; privater Dinge mit anschließendem emanzipatorischen, solidarisierenden und normalisierenden Effekten mit dem in der Regel rein kommerziell geleiteten Userprofiling (und der entstehenden weiteren Akkumulation von Herrschaftswissen) scheint mir so noch nicht auflösbar. Platt und anschaulich: wenn ich mir bei Amazon den grossen Hämorrhoiden-Ratgeber bestelle, meint Amazon, etwas über mich zu wissen und nutzt dieses Wissen auf durchaus systemstabilisierende Weise (und schaltet Doc-Morris-Anzeigen, beispielsweise). Ist es meine Pflicht als emanzipatorisch denkender Mensch, diese Information daher transparent zu machen, die ich ansonsten Amazon exklusiv gebe? </p>
<p>Offen bleiben generell die Fragen nach personenbezogener und pseudonymer Transparenz, nach den emanzipatorischen Potentialen konkreter Datenverarbeitungsprozesse (wenn Google seine Nutzerschaft profilen kann und ich ebenso, verdient trotzdem Google damit Geld und ich nicht) und den konkreten Folgen einer persönlichen Hinwendung zur Post-Privacy, die eben in der konstatierten Übergangszeit mitnichten immer ein reiner Erweiterungsprozess persönlicher Handlungs- und Entfaltungsoptionen ist. </p>
<p>Der Knackpunkt zeigt sich am deutlichsten auf Seite 139, wo es nach der ausführlichen Erörterung der Unvermeidlichkeit und der Vorzüge der Erosion von Privatheit auf einmal heißt:</p>
<blockquote><p><em>&#8220;Sich auf diese Weise der Kritik und der Anregung der Welt bis vielleicht noch ins Intimste zu öffnen heißt nicht unbedingt, die eigene Selbstbestimmung aufzugeben. Welchen Vorschlägen ich folge, welche Warnungen oder Kritiken ich ernst nehme, ist letztlich immer noch mir selbst überlassen.&#8221;</em></p></blockquote>
<p>Das ist an dieser Stelle ein etwas unerwarteter argumentativer Rückzug, weiter habe ich eben daran meine Zweifel und eben deswegen bin ich nicht sicher, ob das Setzen auf Transparenz generell ein Wert an sich ist. Hier vermisse ich am stärksten eine notwendige Differenzierung dahingehend, dass persönliche Transparenzstrategien aktuell insbesondere die Position derer stärken, die umfasssenderen Datenzugriff haben, größere Möglichkeiten zum Zusammenführen von Daten, Profilen, Informationen besitzen, diese Informationen machtvoller (und kommerziell erfolgreich) verwerten können usw. Ebenso fehlt der Aspekt erneuter individueller Vereinzelung (beispielsweise in den Facebook-Blasen homogener Gruppen, in der Google-Blase optimierter, zur Weltsicht passender Suchergebnisse, als individuelles Ziel von wie auch immer gearteten Disziplinierungsmaßnahmen) bei gleichzeitiger Verwertung durch zielgerichtete Beeinflussungs- und Kontrollregimes. Hier stößt die im Buch gesetzte Diskussionsgrundlage etwas schmerzlich an ihre Grenzen. Als Gegenposition zum Datenschutz als (höchst fragwürdigen) Wert an sich ist sie jedoch erstaunlich weit begründbar und bietet zahlreiche praktische Anwendungen sowie viele bereits verzeichnete Erfolge. Insofern: großen Dank für ein Buch, bei dem man erst nach Lektüre merkt, dass es ein höchst notwendiger Beitrag zur Debatte war.</p>
<p>174 Seiten, TB, 12,95. Bestellen <a href="http://www.plomlompom.de/PostPrivacyBuch/plomwiki.php?title=Bestellen">via plomlompom</a>.  </p>
<p><strong>Nachtrag: Warum alle immer aneinander vorbeireden</strong></p>
<p>Ich denke, das Hauptproblem liegt darin, dass sowohl im Buch als auch bei manchen Diskussionen mit der Spackeria nicht ganz klar wird, was man da jetzt alles in den Datenschutz- und Datensparsamkeitstopf wirft. Wenn mir der Staat einen Fingerabdruck im Pass aufoktroyiert, dann ist das eine Zurichtung an seine Kontrollinteressen, die nichts weniger als meine persönliche Freiheit oder Emanzipation zum Ziel hat. Wenn mir andererseits Facebook ermöglicht, Gleichgesinnte zu finden und, ums marxistisch zu wenden, von beispielsweise einer Klasse an sich zu einer Klasse für sich zu werden, Google Streetview mir die soziale Situation an anderen Orten veranschaulicht, auch wenn das manche Akteure nicht wollen etc., dann geht es um diesen freiheitlichen Aspekt der Datenverfügbarkeit, dem durchaus reaktionär wirkende Datenschutzinteressen entgegenstehen könnten.</p>
<p>Es geht hier meines Erachtens nach aber wirklich um zwei Paar Stiefel. Die Daten, die Facebook übers Tracken der (nebenbei auch hier eingebundenen) Likebuttons auch von nicht angemeldeten Usern bekommt, nützen einer wie auch immer gearteten emanzipatorischen Gruppe überhaupt nichts, die Information, welche Personengruppen beispielsweise hier überdurchschnittlich unterwegs sind, mit denen ich mich solidarisch fühlen kann etc. erhält Facebook, nicht ich. An dieser Grundsätzlichkeit in Sachen Informationszugriff ändern auch große Mengen geleakter Accountdaten gar nichts. Diese Asymmetrie wird bestehenbleiben und sich, insbesondere angesichts der wachsenden staatlichen Zugriffsbegehrlichkeiten, eher verschärfen, da kann noch so viel geleakt werden.</p>
<p>Insofern halte ich es durchaus für den realitätsnäheren Ansatz, von emanzipatorischen und von reaktionären Datenschutz/Datenbefreiungsstrukturen zu reden, die gehen *manchmal* ineinander über, aber beim so grob Drüberdenken sehe ich da durchaus gute Differenzierungsmöglichkeiten. Dass es reaktionäre Datenschutzbestrebungen gibt, jenseits reiner staatlicher Intransparenzen, das scheint mir der eigentliche Punkt zu sein, den das Buch klar macht und an dem man sich in Zukunft vermehrt abarbeiten muss.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Neuer Perso hacken: hat mir wer nen Lesegerät-Tipp?</title>
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		<pubDate>Thu, 03 Nov 2011 10:34:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Korrupt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[ePass]]></category>
		<category><![CDATA[ePerso]]></category>
		<category><![CDATA[nerdkram]]></category>

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		<description><![CDATA[Das iss eigentlich schon &#8211; ich freu mich grade über meinen tollen, schönen, neuen e-Perso und dachte, bevor er zufällig in der Mikrowelle landet, sollte ich mir mal angucken, was man so alles machen und durchstöbern kann. Konkret liegt hier noch kein Lesegerät rum, und ich bin grade dabei, mich ein wenig schlau zu machen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das iss eigentlich schon &#8211; ich freu mich grade über meinen tollen, schönen, neuen e-Perso und dachte, bevor er zufällig in der Mikrowelle landet, sollte ich mir mal angucken, was man so alles machen und durchstöbern kann. </p>
<p>Konkret liegt hier noch kein Lesegerät rum, und ich bin grade dabei, mich ein wenig schlau zu machen &#8211; Naheliegend natürlich die <a href="https://www.ausweisapp.bund.de/pweb/index.do">offizielle Seite des Bunds</A>, das inoffizielle <a href="http://www.ausweis-app.com/">Ausweis-App-Portal</a> scheint mir ne SEO-Schleuder zu sein, aber sammelt auf den ersten Blick ordenliche Infos.</p>
<p>Sebastian Schaper scheint ein wenig <a href="http://sebastianschaper.net/">Spass am Gerät</a> zu haben, insbesondere <a href="http://sebastianschaper.net/index.php/archives/13">hier</a>, er verweist auch auf das <a href="https://www.bsi.bund.de/ContentBSI/Publikationen/TechnischeRichtlinien/tr03112/index_htm.html">API-Framework des Bundes</a> zu den diversen e-Cards. Draufgestossen bin ich über <a href="http://www.youtube.com/watch?v=Hmu-Yfp5DZ4">dieses Video hier</a>, wo es aber um eine etwas alte Version der AusweisApp geht. Aktuell gibts nebenan die 1.5. </p>
<p>USB-Sniffer: hier anner XP-Kiste würde ich nen Blick auf <a href="http://www.pcausa.com/Utilities/UsbSnoop/">UsbSnoop</a> werfen, <a href="http://www.usblyzer.com/download.htm">USBlyzer</a> gibts nen Monat gratis, und dass ich in dem Kontext grade über einen meiner <a href="http://www.macnotes.de/2010/11/27/openvizsla-jailbreaker-sammeln-geld-fur-usb-protokoll-analyzer/">eigenen Artikel bei Macnotes</a> stoße, freut mich grade, wobei ich nicht davon ausgehe, dass <a href="http://b.openvizsla.org/">OpenViszla</a> groß was zum ePa-Hacken beirägt.</p>
<p>Zu guter Letzt: grosse Kenntnisse der Sache und der Technik hab ich nicht, aber wie gesagt, mal ein wenig rumstöbern sollte ein wenig Spass machen.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Selbstverständlich ist Gewalt eine Lösung</title>
		<link>http://www.korrupt.biz/2452/selbstverstandlich-ist-gewalt-eine-losung/</link>
		<comments>http://www.korrupt.biz/2452/selbstverstandlich-ist-gewalt-eine-losung/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 15 Oct 2011 19:02:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Korrupt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[Arschlöcher]]></category>
		<category><![CDATA[gewalt]]></category>
		<category><![CDATA[Politkram]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Phrase, sie sei keine, ist im übrigen dümmstmöglich, schließlich ist die Gewalt als Mittel so wichtig und bedeutsam, dass der Staat sich ein Monopol auf selbige einräumt (und durchaus beherzt nutzt, wenn sie &#8220;eine Lösung&#8221; zu sein scheint). Nun hat sich SpoOn entblödet, den Satz &#8220;Gewalt ist keine Lösung&#8221; in eine Kolumne Jakob Augsteins [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Phrase, sie sei keine, ist im übrigen dümmstmöglich, schließlich ist die Gewalt als Mittel so wichtig und bedeutsam, dass der Staat sich ein Monopol auf selbige einräumt (und durchaus beherzt nutzt, wenn sie &#8220;eine Lösung&#8221; zu sein scheint). Nun hat sich SpoOn entblödet, den Satz &#8220;Gewalt ist keine Lösung&#8221; in eine Kolumne Jakob Augsteins <a href="http://www.freitag.de/politik/1141-die-kommende-debatte#comments">ungefragt reinzuredigieren</a>, und das ist, denke ich, Anlass genug, mal wieder eine Lanze für die Gewalt zu brechen, die ist nicht nur des öfteren eine Lösung, sondern praktisch permanent.</p>
<p>Denn Gewalt ist <em>immer</em> die letzte Konsequenz, wenn die Disziplinierung durch die bestehende Herrschaftsstruktur nicht anders durchgesetzt werden kann. Wenn die besehende Herrschaftsstruktur vorsieht, dass Menschen ab bestimmen Armutsschwellen eine bestimmte Wohnungsgröße nicht mehr zuseht, dann wird eine Räumung in letzter Konsequenz auch mit Gewalt durchgesetzt. Wenn sich die herrschende Klasse ihr Stelldichein gibt und nicht vom Pöbel beim Tagen belästigt werden will, wird mit Gewalt geräumt.<span id="more-2452"></span> Wenn sich Menschen gegen die staatlich legitimierte Abkipperei von Atommüll vor ihrer Haustür wehren, dann wird der Antransport des Mülls mit Gewalt durchgesetzt und abgesichert. Und wer mit zuviel Dope im Kofferraum erwischt wird, wird das Zeug anschließend los sein, und wer hier einseitig die bestehende Rechtsordnung aufkündigt, wird gelegentlich auch mit körperlichen Einsatz von seinem Spaßkraut getrennt.   </p>
<p>Alle wissen, dass die bestehende Ordnung im Zweifelsfall mit Gewalt gegen sie durchgesetzt werden wird, wenn sie sie aufkündigen wollen. Alle, nur nicht das berühmte 1% der Nutznießer dieser Ordnung. Dass ein überführter Betrüger wie Guttenberg ohne Vorstrafe davonkommt, ist eins der anschaulichen Beispiele, mit dem ganzen Whitecollar-Verbrechern und Aufkündigern jeglicher gesellschaftlichen Solidarität in Banken und Wirtschaft will ich gar nicht groß anfangen. Allen diesen Akteuren ist bis heute vollkommen klar, dass ihr Handeln eben <em>nicht</em> in letzter Konsequenz ähnlich drastisch sanktioniert wird, wie das bei allen anderen eben der Fall ist. Und das ist eine Ungleichheit, die aufgehoben werden muss.</p>
<p>Zusammenfassend: Spalterei über die Gewaltfrage darf nicht funktionieren. Gewalt ist ein alltäglich eingesetztes und insbesondere ein permanent zur Disziplinierung der Bürger <em>verfügbares</em> Mittel. Ebenso, wie zur Durchsetzung der herrschenden Verhältnisse jederzeit Gewalt als letzte (oder auch zügiger wahrgenommene) Option zur Verfügung steht, muss den so Beherrschten die Gewalt als letzte Option zur Verfügung stehen. Ich gehe soweit zu sagen, dass es wünschenswert wäre, dass wirklich <em>gleichermaßen</em> Herrschende und Beherrschte dieselbe <em>Gewissheit</em> verspüren, dass ihnen in letzter Konsequenz Gewalt angetan <em>wird</em>, wenn von ihnen die grundlegenden Regeln des Zusammenlebens aufgekündigt werden.</p>
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		</item>
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		<title>Marx, Piraten und das emanzipatorische Potential von Technik</title>
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		<pubDate>Fri, 14 Oct 2011 20:29:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Korrupt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[Marx]]></category>
		<category><![CDATA[Piraten]]></category>
		<category><![CDATA[Soziologiekram]]></category>
		<category><![CDATA[Techniksoziologie]]></category>

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		<description><![CDATA[Um mit Schlussätzen vom letzten piratenbezogenen Blogpost zu beginnen: Der Marx und die Piraten ist ein Fass, das ich ohne Jonnys konkrete Anmerkung gar nicht aufgemacht hätte. Vorwarnung, ich hab den Verdacht, dass man das alles schon irgendwie weiss. (Nachtrag: nun, vielleicht doch nicht, mir scheint nun einiges gegen Ende dieses Textes nachträglich neu und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Um mit Schlussätzen vom letzten <a href="http://www.korrupt.biz/2435/die-piraten-und-die-rechten-und-piraten-uberhaupt/">piratenbezogenen Blogpost</a> zu beginnen: Der Marx und die Piraten ist ein Fass, das ich ohne Jonnys konkrete Anmerkung gar nicht aufgemacht hätte. Vorwarnung, ich hab den Verdacht, dass man das alles schon irgendwie weiss. (Nachtrag: nun, vielleicht doch nicht, mir scheint nun einiges gegen Ende dieses Textes nachträglich neu und spannend, nachdems dann mal ausformuliert dastand). Sorry, das hier wird jetzt wirklich a) lang und b) vermutlich irgendwo auch etwas glorifizierend, aber das ist halt Diskurslogik: man <em>muss Thesen und Theorien stark interpretieren und auslegen</em>, damit man sich an ihnen abarbeiten kann.</p>
<p>Ich schätze Marx eigentlich insbesondere als kompetenten Analysten der kapitalistischen Ökonomie, der er gestern wie heute unbestritten ist. Ich begreife mich selber politisch durchaus als weit links draußen, aber muss gestehen, so das &#8220;piratische Gedankengut&#8221; mal konkret auf Marx abgeklopft zu haben, das hatte ich bisher nie ernsthaft angefangen. Anfangs, weil es schlicht ein wenig arg vulgärmarxistisch gewesen wäre, zu frühen Piratenparteizeiten mit noch sehr konkretem Piratebay-Hintergrund groß über Aneignung von Produktionsmitteln oder Aufhebung der Mehrwertakkumulation zu reden. Heute&#8230; ich denke, man könnte es probieren, würde aber notgedrungen der Komplexität nicht mehr gerecht. Besser vielleicht: ich würde mit meinem Marx-Vorwissen und analytischen Fähigkeiten mit dem Versuch einer marxistisch orientierten Analyse der Wirklichkeit selbiger in ihrer Komplexität nicht gerecht werden können.</p>
<p>Prinzipiell halte ich das aber durchaus für machbar, wahrscheinlich steckt sogar Erkenntnisgewinn drin, vermutlich wäre das Trollrauschen dazu recht hoch, weil da eben einige Reizthemen in Reizkontexte eingeordnet werden. Aber natürlich ist in den Zeiten einer &#8220;Informationsgesellschaft&#8221; &#8211; oder besser: einer Gesellschaft, in der der Wert von Information im Vergleich zum Wert materieller, physischer Ressourcen permanent steigt &#8211; die Vergemeinschaftung oder auch nur die simple Verfügbarkeit von Information (sei es durch entsprechende Lizenzen, Gemeinfreiheit oder die schlichte Erreichbarkeit im Netz) eine Form der Aneigung der Produktionsmittel. So weit, so trivial. Denn parallel dazu sehen wir die Errichtung neuer Eigentums- und Verwertungsregimes, die eben diese Aneignung verhindern. Spannenderweise stellt sich eine gewisse Piratenpartei insbesondere gegen diese neuen Regimes.</p>
<p>Das <em>allein</em> macht keinen Piraten zu einem Marxisten oder zum Vorreiter einer neuen sozialistischen Avantgarde. Faktisch werden hier indessen genuin marxistische Ziele aufgenommen bzw. als Misstand definiert, was auch die marxistische Analyse eben als Missstand begreift. Die Piraten stellen sich dabei insbesondere auf der Ebene immaterieller Güter gegen eine künstliche Verknappung und damit eine Unterwerfung unter die kapitalistische Verwertungslogik, das Prinzip wird aber auch weiter gedacht in Bezug auf weitere Gesellschaftsbereiche, in denen Immaterielles mehr oder weniger künstlich verknappt und zur handelbaren Ware wird &#8211; besonders krass beispielsweise der Zugang zu Bildung und bildungsinduzierten Aufstiegschancen. Ein Konzept wie das BGE ist (noch) umstritten, aber die Abschaffung einer als (imo zurecht) als künstlich empfundenen Knappheit selbst bei den grundlegenden Lebensbedürfnissen ist klares Grundprinzip. Schaut man sich die &#8220;utopischer&#8221; orientierten Ecken an (ich denke hier insbesondere an <a href="http://oekonux.de/">Oekonux</a>, die nun nicht &#8220;Piraten&#8221; sind, wo ich aber sehr große Schnittmengen erkennen mag), beschäftigt man sich auch hier mit Möglichkeiten und Folgen einer Abschaffung der Knappheit auch und gerade von <em>materiellen Gütern</em>. Spätestens hier weht eine steife Brise historischer Materialismus über den Wassern, denn die Grundannahme solcher Überlegungen ist, dass die Gesellschaft insbesondere durch die Verfügbarkeit und Knappheit materieller Güter (vulgo: Verteilung) bestimmt und strukturiert wird.<span id="more-2447"></span></p>
<p>An der Stelle ein Einschub: der Marx ist in meinen Augen damit durchaus notwendig, aber nicht unbedingt hinreichend, um eine einigermassen stringente Analyse der Rolle und der Ziele von Piraten in der Gesellschaft zu leisten. Wer mich kennt, wird wenig überrascht sein, wenn ich zumindest noch Weber, Bourdieu und Foucault hinterherwerfen würde. Ich sehe auf der einen Seite die (gelegentlich fast schon naiv beschworenen) emanzipatorischen Potentiale oder gar &#8220;inhärent zugeschriebenen&#8221; Eigenschaften des Internet (JP Barlow, anyone?), auf der anderen Seite ist die schöne neue Netzwelt alles andere als ein Idealkommuniamus, dafür braucht man nicht viel rumsurfen. An die Stelle bzw. neben das klassisch marxistische Kapital und Produktionsmittel treten kulturelles und soziales Kapital, Distinktionsmechanismen, Kontrolle von Teilhabe und Ausgrenzung usw., wie gesagt, denkt nach Belieben am Weber, Foucault etc. weiter, mir geht es auch überhaupt nicht um ein piratisches Aufheben aller Ungleichheiten und/oder Machtstrukturen, sondern insbesondere der zentralen nach der marxschen Analyse. In der spielt nun auch die Technik eine Rolle als Naturaneignung und -beherrschung, und über diese und eine neue Rolle von Technik in diesem Kontext muss ich mich jetzt leider noch etwas detaillierter auslassen. </p>
<p>Sebastian schreibt ja eine <a href="http://demokratiepiraten.blogspot.com/">Magisterarbeit zum Thema</a>, im <a href="http://demokratiepiraten.blogspot.com/2011/06/wie-das-internet-gesellschaftliche.html">Einleitungskapitel</a> werden schon einige der Grundannahmen geworfen, über denen ein dezenter Marxdunst schwebt: <em>Technisch induzierte</em> Abschaffung ökonomisch verwertbarer Knappheiten, Kollektivierung bzw. allgemeine Verfügbarkeit von technischen und gesellschaftlichen &#8220;Produktionsmitteln&#8221;, die bislang einer ökonomisierten Knappheit unterworfen waren, Aufhebung von Kontroll- und Verknappungsregimes verschiedener Art. Man muss diese Befreiungen analysieren, will man den Einfluss und die Wirkmacht des Internet in der heutigen Gesellschaft zum einen verstehen und zum anderen auch (emanzipatorisch) nutzen.</p>
<p>Das Problem ist, dass dem Netz dieser emanzipatorische Charakter alles andere als &#8220;inhärent innewohnt&#8221;. Es ist immer wieder erstaunlich, wie überzeugt &#8220;dem Netz&#8221; und einer ihm zugeschriebenen inhärenten Logik nicht nur Eigenschaften, sondern auch ganz konkrete Errungenschaften zugeschrieben werden. Ich machte den Fehler auf der Ebene drüber: Durchaus entlang an der marxistischen Kritik machte ich mich in einer inzwischen etwas angestaubten Magisterarbeit zum Thema statt der Lobpreisung &#8220;netzinhärenter&#8221; Logiken des <a href="http://www.zuviel.org/magister/node27.html">idealistischen Verklärens von Wissenschafts- und Technikeliten schuldig</a>: so existiere zwar laut der drastischeren marxistischen Kritik</p>
<blockquote><p>&#8220;&#8230;kein Unterschied der Interessenslage der &#8216;freien Forschung&#8217; einerseits und der Herrschaftseliten andererseits &#8230; Die Eigengesetzmäßigkeit des technischen Fortschritts, der sich stur an Kriterien der Machbarkeit halte, lege eine weitgehende Gleichförmigkeit der jeweiligen Handlungslogiken nahe. So sei zu beobachten,</p>
<blockquote><p><em>&#8216;&#8230; dass die Interessen der wissenschaftlich-technischen Eliten weitgehend mit denen der kapitalistischen Wirtschaft übereinstimmen, dass es eine strukturelle Verwandtschaft zwischen der naturwissenschaftlichen Technik und der Logik des Kapitals gibt und dass sich, zur vollen Realisierung ihrer jeweils eigenen Entwicklungslogik Kapital und naturwissenschaftliche Technik wechselseitig voraussetzen.&#8217;</em></p></blockquote>
</blockquote>
<p>&#8230;und was schreibt der frühe Korrupt 2001 drunter?</p>
<blockquote><p>Diese Argumentation kann jedoch als unzutreffend verworfen werden.&#8221;</p></blockquote>
<p>Heute muss ich ein wenig verlegen lächeln, wenn ich das lese. Tatsächlich denke ich, dass hier eine allgemein gültige Entropie dahingehend am Wirken ist, dass eben kreatives Neuschaffen schwieriger ist als das Adaptieren bestehender Strukturen, destruktive Wirkungen leichter (und &#8220;automatischer&#8221;) entstehen als konstruktive. Das simple &#8220;Anwenden&#8221; von Technik macht trotz der inhärenten Logik von Technik als Universalwerkzeug zur Vereinfachung von Aufgaben, Verbesserung von Abläufen oder klassisch &#8220;Beherrschung der Natur&#8221; gedacht, aus den Resultaten allenfalls optimierte Versionen bestehender Verhältnisse, die eben von Machtungleichgewicht, Ausbeutung, fehlender Folgenabschätzung etc. geprägt sind.</p>
<p>Technik und ihre Akteure sind dabei allenfalls wertfrei (im Fall von <a href="http://www.korrupt.biz/2442/digitask-loschaufforderungen-staatstrojaner-und-totalitare-strukturen/">Digitask</a> kann das auch getrost verworfen werden, ich bin mir recht sicher, dass die Akteure wussten, dass sie schlicht und ergreifend schlechte Dinge taten). Technik optimiert auch die Zahlungsabläufe im internationalen Bankenverkehr, und das tut sie natürlich ungeachtet der Resultate, sollten die nicht &#8220;technische&#8221; Fehler im Sinn von konkreten Bugs sein. Die reine Neutralität gegenüber gesellschaftlichen Folgen führt zu diesem inhärenten &#8220;Handlangertum&#8221;, welches nicht hinreichende, aber notwendige Vorbedingung für entsprechend hochoptimierte Missstände ist. Unbenommen spielt Technik diese Rolle auch bei als &#8220;positiv&#8221; wahrgenommenen Entwicklungen: auch die AKW-Alternativen sind &#8220;Technik&#8221;, auch die Rechner, mit denen eine Finanztransaktionssteuer berechnet werden müsste, sind Technik, nichtsdestotrotz gibt es keinen &#8220;natürlichen Drang&#8221; der Technik zu diesen &#8220;gesellschaftsdienlicheren&#8221; Alternativen und wird die Entwicklung der &#8220;Alternativtechnik&#8221; immer durch die Beharrungskraft existierender Gesellschafts- und Machtstrukturen in einer zunächst unterlegenen Rolle sein.</p>
<p>Das nun als eine etwas verschwurbelte Annäherung zu diesem &#8220;emanzipatorischen&#8221; Aspekt, den ich den Piraten zurechne. Eine solche &#8220;emanzipatorische&#8221; Wahrnehmung und Nutzbarmachung von Technik ist mit Sicherheit kein Piratenmonopol, nichtsdestotrotz setzen sie es aktuell als einzige mit einer ernstzunehmenden Motivation um: <strong>Technik wird explizit als Mittel zur Demokratisierung und zur Aufhebung von Herrschaftsstrukturen gedacht und genutzt</strong>. Das passiert &#8220;von den Möglichkeiten her gedacht&#8221;, nicht als nachgeordneter Problemlöser. Ich versuche mich an <strong>einem Beispiel</strong>. Als sowas wie <strong>freie Wahlen</strong> in Mode kamen, musste ja auch die Infrastruktur geschaffen werden, um diese durchzuführen. Man hatte das Ziel, diese Wahlen abzuhalten, und nur die schrittweise Verbreitung selbiger hat vermutlich dafür gesorgt, dass niemand von Anfang an mit einem <em>&#8220;haha, wie soll das denn funktionieren, wie soll Bauer x im Kuhdorf y verlässlich seine Stimme abgeben und warum überhaupt, die können ja nicht mal lesen dort&#8221;</em> überzeugend dargelegt hätte, dass das Prinzip freier, allgemeiner Wahlen Schwachsinn ist und man entsprechend gar nicht erst damit anfangen braucht.</p>
<p>Am Ende dieses doch stattgefundenen Prozesses stehen heute neben, hihi, <a href="http://www.korrupt.biz/777/diebold-die-mit-den-wahlmaschinen/">Diebold-Wahlmaschinen</a> auch große, komplexe Infrastrukturen, die von der bloßen dezentralen Stimmzetteleinsammlung und -auszählung hin zu so schönen Errungenschaften wie Unterrichtseinheiten im Sekundarstufenlehrplan und Wahlforschungsinstituten geführt haben. Man hätte es sich nicht träumen lassen, was mal draus wird, als die ersten Hinze und Kunze ihre Stimmzettel in einen großen Topf geschmissen haben. </p>
<p>Das genuin Neue (und inhärent marxistisch Orientierte) an der piratischen Herangehensweise scheint mir hier zu sein, dass die Technik eben nicht mehr (immer) vom Schwanz her aufgezäumt wird: man versucht, aus der &#8220;neutralen&#8221; und damit inhärenten bestehende Strukturen stützenden Rolle der Technikgenese auszubrechen. Es geht auch über den Ansatz hinaus, spezifische gesellschaftliche Projekte durch den Einsatz von Technik zu ermöglichen, welche dadurch quasi als dem Ziel nachgeordneter Problemlöser agiert. Stattdessen denkt man eine wünschenswerte Gesellschaftsstruktur und entwickelt die dafür notwendigen Techniken.</p>
<p>Ich tu mich schwer mit dem &#8220;Greifbarmachen&#8221; dieser Unterscheidung. Ich denke, das <strong>anschaulichste Beispiel ist die Gegenüberstellung der bereits erwähnten Diebold-Wahlmaschine mit LQFB</strong>. Die Diebold-Wahlmaschine ist ein Ergebnis &#8220;alten&#8221;, herrschaftsstützenden und tendeziell destruktivem Technikeinsatzes: ein gesellschaftliches Projekt (das Abhalten von Wahlen) soll irgendwie effizienter gestaltet werden, weswegen alte Technik durch &#8220;modernere&#8221; Technik ersetzt wird, an der Systemlogik wird aber nichts geändert. Stattdessen nimmt man eine ganze Latte an Unwägbarkeiten, Unsicherheiten und nicht zuletzt entdemokratisierender Nebenfolgen der neuen Technik in Kauf (spannenderweise aus insbesondere ökonomisch begründeten Interessen heraus).</p>
<p>LQFB ist hingegen eine Lösung nicht für ein &#8220;eindimensionales&#8221; Problem a la <em>&#8220;Wie machen wir Wahlen billiger und damit besser zu kapitalistischen Verwertungsstrukturen kompatibel?&#8221;</em>, sondern für die umfassendere Problemstellung <em>&#8220;Wie können wir angesichts der technischen Möglichkeiten nicht nur das Konzept von Wahlen, sondern das übergeordnete Konzept von Mitbestimmung und Teilhabe neu und umfassender denken?&#8221;</em></p>
<p>Ähnliches ist auch auf soziologisch/politologisch weniger durchtränkten Feldern zu sehen: die Überlegung, wie ganze Gesellschaftsbereiche wie beispielsweise die Kunst und die Medien neu gedacht und strukturiert werden können, unter Gesichtspunkten einer Abschaffung von Knappheit und maximierter Teilhabe steht im nun lange Jahre schwelenden Sreit den Versuchen gegenüber, bestehende Strukturen irgendwie in neue Technik zu packen. </p>
<p>Kurz zum Schluss: den &#8220;Marx drüberkippen&#8221; ist relativ einfach, geht es um eine Bewegung, die sich wie gesagt insbesondere gegen künstliche Verknappungen von (Immaterial-)Gütern wendet. Ihr emanzipatorisches Potential zu unterstellen ebenso, wenn die Instrumente der &#8220;Verknappungsbewahrung&#8221; eben zwangsläufig restriktiver Natur sind und den Verwertungsinteressen  spezifischer Gruppen dient. Als Alleinstellungsmerkmal empfinde ich aber durchaus die Wahrnehmung von Technik als, und jetzt steinigt mich für marxistische Kernbegrifflichkeit, <em>revolutionäres Mittel</em>, das eben im Wortsinn Gesellschaftsstrukturen revolutionieren kann: vom Papier-Stimmzettel zu Diebold ist es ein evolutionärer Prozess der technisch-ökonomischen Optimierung eines Wahlvorgangs, vom Stimmabgabeprinzip zu LQFB ein Bruch, der aber letztendlich (technikgestützte) drastisch erweiterte Partizipation schaffen kann.</p>
<p>Den Willen zu diesen Brüchen, das Engagement zur Entwicklung entsprechender Strukturen, Instrumenten und Techniken, den Wunsch nach der allgemeinen Teilhabe an dafür notwendigen Wissensressourcen, den sehe ich bei den Piraten und woanders kaum bis gar nicht. Und das macht sie, Kernbegrifflichkeit zwei nun, zu einer <em>Avantgarde</em>, der ich &#8211; bei aller Bescheidenheit &#8211; aus dargestellten Gründen und Zielen durchaus gerne und mit einem kleinen bisschen Stolz angehöre.</p>
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		<title>Digitask, Löschaufforderungen, Staatstrojaner und totalitäre Strukturen</title>
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		<pubDate>Thu, 13 Oct 2011 17:46:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Korrupt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[Digitask]]></category>
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		<category><![CDATA[Staatstrojaner]]></category>
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		<description><![CDATA[Laut Netzpolitik wird die Hedonistische Internationale abgemahnt? zur Löschung aufgefordert? in Bezug auf einen Artikel, in dem Wichtiges und Wissenswertes zu lesen steht, nämlich folgendes: Die DigiTask GmbH steht dabei stellvertretend für unzählige Überwachungsunternehmen weltweit, die das große Geschäft damit machen, dass Regierungen und autoritäre Regime ihre Bürgerinnen und Bürger – oftmals auch gegen die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Laut <a href="http://netzpolitik.org/2011/digitask-mahnt-hedonistische-internationale-ab/">Netzpolitik</a> wird die <a href="http://hedonist-international.org/?q=de/node/1135">Hedonistische Internationale</a> abgemahnt? zur Löschung aufgefordert? in Bezug auf einen Artikel, in dem Wichtiges und Wissenswertes zu lesen steht, nämlich folgendes:</p>
<blockquote><p>
<em>Die DigiTask GmbH steht dabei stellvertretend für unzählige Überwachungsunternehmen weltweit, die das große Geschäft damit machen, dass Regierungen und autoritäre Regime ihre Bürgerinnen und Bürger – oftmals auch gegen die bestehende Rechtsordnung – nicht nur überwachen und ausspionieren, sondern Inhalte, Medien und Kommunikation zensieren können. Das Unternehmen steht stellvertretend für eine Branche, die weltweit gegen Grund- und Freiheitsrechte agiert, und keine Scheu davor hat, mit Diktaturen wie Syrien, Saudi-Arabien, Bahrein, Iran oder China zu kooperieren. Wegen dieser Kooperationen werden Menschen politisch verfolgt, gefangen genommen, gefoltert und getötet. Wer hierfür Infrastrukturen schafft, macht sich mitschuldig an diesen staatlichen Verbrechen.</em></p></blockquote>
<p>Digitask fordert die Löschung (auch hier wieder laut Hedonistischer Internationale) mit der Begründung:</p>
<blockquote><p><em>Nach dem Verständnis des Durchschnittslesers muss daraus entnommen werden, dass auch meine Mandantin mit diesem oder einem von diesen Staaten kooperiert. Dies ist eindeutig nicht der Fall.</p>
<p>Der Kundenkreis meiner Mandantin beschränkt sich auf Behörden in Deutschland und den Nachbarländern Niederlande, Schweiz und Österreich. Mit keinem der in diesem Beitrag genannten Staaten hat es je eine Geschäftsbeziehung gegeben.</em> </p></blockquote>
<p>Vorweg das obligatorische IANAL, aber das ist in meinen Augen vollkommen lächerlich. Ich halte das Statement nicht nur für eine zutreffende, sondern <strong>notwendige Meinungsäußerung</strong> vor allem im Kontext der Frage, ob die angeblich demokratischen Staaten, die die Digitask-Technik einsetzen, nicht gerade dadurch eben auch totalitäre Züge annehmen. Den einzigen Streit, den man da lostreten kann, wäre der, ob jetzt Digitask oder die inkompetente Politik der &#8220;eigentliche&#8221; Antreiber dieser Geschichte ist, und dieser Streit scheint mir ein wenig Züge der Diskussion um den &#8220;Guns don&#8217;t kill people&#8230;&#8221; Spruch zu tragen. Dennoch bzw. <strong>gerade deswegen müssen genau diese Fragen und Meinungen öffentlich diskutiert werden</strong>, denn natürlich stellt sich auch bei angeblich &#8220;demokratietreu&#8221; agierenden Unternehmen die Frage, ab wann sie auch bei Beauftragung durch die Regierung zu den Steigbügelhaltern entdemokratisierender, totalitärer Prozesse und Entwicklungen werden.</p>
<p>Ungeachtet dessen wie die Diskussion ausgeht: es entbehrt nicht der Ironie, dass <strong>ein Unternehmen unter Berufung auf sein Bekenntnis zum freiheitlichen Staat gerade eine der zentralen, grundsätzlichen Freiheiten dieses Staats unterdrücken will.</strong>> Jungs, wenns euch ernst ist mit dem Demokratieverständnis, dann müsst ihr das abkönnen, indessen, die Selbstdemontage steht euch auch nicht schlecht.</p>
<hr /><small>Wenn dieser Feed auf kommerziellen Seiten eingebunden wird, bite ich um eine kurze Nachricht an korrupt bei gulli punkt com. Danke.<br /> b27ba64c4ed4d92680ad5c97d21282cc)</small>]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Die Piraten und die Rechten, und Piraten überhaupt</title>
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		<pubDate>Tue, 11 Oct 2011 19:24:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Korrupt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[Nazis]]></category>
		<category><![CDATA[Piraten]]></category>
		<category><![CDATA[Piratenpartei]]></category>
		<category><![CDATA[SpOn]]></category>

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		<description><![CDATA[Zum einen hatte mich Jonny bei einem Twittergespräch explizit aufs Thema angesprochen, andererseits besann sich auch SpOn mal wieder auf seine staatstragende Kernkompetenz und bashte die drei Fälle von Rechten, die man bei den Piraten aktuell zusammenbrachte. Ich hab gerade diesbezüglich keine Probleme mit den Piraten (und meinem Piratsein, ach ja, Disclosure: ich bin Mitglied) [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zum einen hatte mich <a href="http://twitter.com/#!/_Jonny666_">Jonny</a> bei einem Twittergespräch <a href="http://www.tweetdeck.com/twitter/_Jonny666_/~Ol79B">explizit aufs Thema angesprochen</a>, andererseits besann sich auch SpOn mal wieder auf seine staatstragende Kernkompetenz und <a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,791037,00.html">bashte</a> die drei Fälle von Rechten, die man bei den Piraten aktuell zusammenbrachte. Ich hab gerade diesbezüglich keine Probleme mit den Piraten (und meinem Piratsein, ach ja, Disclosure: ich bin Mitglied) und mags auch gern erläutern, warum (und anschließend abschweifen).</p>
<p>Tja, SpOn. Die<em> &#8220;Newcomer&#8221;</em> als <em>&#8220;braune Altlasten&#8221;</em>, an sich sollte man ja hier schon &#8220;netter Trollversuch, geht spielen&#8221; sagen, aber nun. Ums kurz zu umreissen: ich hab mit Thiesen ein Problem und hätt ihn gern draussen, was sonst gerade passiert, stört mich kaum. Ein paar Details.</p>
<p><strong>Ich unterstelle gerne Lernfähigkeit.</strong></p>
<p>Das hat persönliche Gründe. ich weiss grade nicht, ob ich es an dieser Stelle schon öfter verbreitet habe, aber mein erstes Kreuz bei einer Wahl hatte ich als 18jähriger bei der CDU gemacht. Mir ist das einerseits durchaus irgendwie peinlich, auf der anderen Seite macht mir das Hoffnung dahingehend, dass mit 18 noch nicht alles verloren ist, auch wenn jemand größeren Scheiß baut. Man bleibt auch nach Erwerb der Volljährigkeit lern- und entwicklungsfähig, und wer lernt und sich entwickelt, hört selbstredend mit dem CDU-Wählen auf.<br />
<span id="more-2435"></span><br />
Das ist jetzt bewusst auch nett und zum Kichern erzählt, aber ernsthaft: das Unterstellen von Lernfähigkeit halte ich für eine durchaus wichtige und leider zu selten gepflegte Geisteshaltung. Ich gebe gerne zu, dass insbesondere in der Politik auch wenig Anlass besteht, eine solche, doch auch irgendwie optimistische Grundhaltung zu pflegen, aber trotzdem, ohne die gehts nicht und ohne die kann man sich an sich direkt jegliche Auseinandersetzung und Diskussion sparen. </p>
<p>Was mich dabei aber wirklich aufregt, ist der Aspekt, dass man an sich über jeden Aussteiger gottfroh sein müsste, wenns aber dem Bashziel dient, dann prangert man an. Was eigentlich? Dass wer was dazugelernt hat? Dass man nicht vor dem unbesiegbaren, hirnfressenden Rechtsvirus die Fahnen gestreckt hat? Sorry, aber wie dämlich ist das?</p>
<p><strong>Ich halte rechtsextreme Orientierungen im Piratenumfeld für auf Dauer nicht haltbar.</strong></p>
<p>Auch hier etwas Optimismus galore, der einfach nicht recht zu mir passen will. Es tut mir leid! Aber dennoch: es hat so ein wenig was wie die LSU. Dass Lesben und Schwule ausgerechnet in der Union ihre Interessen vertreten wollen, nötigt mir neben einem klein wenig Anerkennung insbesondere viel Mitleid ab. </p>
<p>Dass niemand eine umfassende Gesinnungsprüfung ablegen muss, um bei den Piraten einzusteigen, halte ich an sich für eine Gute Sache(tm). Dass man dann wiederum naturgemäß Leute zweifelhafter Einstellung in den eigenen reihen findet, dito. ich verfolge die rechten Postillen aktuell nicht wirklich, aber ich wüsste nicht, dass da ernsthaft von den Möglichkeiten einer Unterwanderung schwadroniert wird. Es passt einfach zu sehr vielem nicht &#8211; sei es der gern gepflegte Pluralismus, die Hackerethik, das Orientieren (bzw. der Versuch der hauptsächlichen Orientierung) an Sachargumenten und Realitäten, die das Durchsetzen rechter Orientierungen schlicht massiv erschweren. Ums platt zu sagen: rechte Orientierungen und Weltsichten sind dämlich und halten keiner empirischen Überprüfung stand. Das allein ist an sich schon eine höchst wirksame Hemmschwelle. Man mag kritisieren, dass das eine etwas technokratische Sicht sei und insbesondere die moralischen Verpflichtungen zu entsprechenden Haltungen da nicht vorkommen, allein, mir ist ein Handeln aus Einsicht und Analyse sehr lieb.</p>
<p>Kurz ein Aspekt, zu dem ich mangels eigener Beteiligung nicht wirklich groß eingehen kann: aber was sich in der programmatischen Ecke im letzten Jahr getan hat, ist erstaunlich, selbiges gilt für die nach wie vor höchst spannende LQFB-Thematik. Insbesondere zeigen sich für mich keine Zeichen einer programmatischen Unterwanderung von rechts.</p>
<p>Abgesehen davon aber: ich bin absolut kein Freund eines frohen &#8220;Ist doch alles gut, was wollt ihr denn?&#8221; Was ich grade tippere, schreib ich nicht aus dem Bedürfnis raus, irgendwas schönzureden, abzuwiegeln oder zu dämpfen, sondern mit dem durchaus angenehmen Gefühl im Bauch, dass da draussen im Zombieland eine ganze Latte Piraten sitzen, die innerparteiliche rechte Umtriebe recht zügig und öffentlich benennen. Es mag unter dem Gesichtspunkt einer &#8220;Professionalisierung&#8221; ein etwas unbequemes Lob sein, dass Piraten wohl die einzige Partei sind, die dermassen offensiv interne Misstände öffentlich diskutieren und anprangern, allein, das ist eine allenfalls vermeintliche Unprofessionalität, mit der mir pudelwohl ist und die mir eher bei anderen Parteien und Organisationen fehlt. Um aufs Anfangsbeispiel zurückzukommen: die CDU ist nach wie vor kein schwuler Verein. Traurig, ist aber so. Es würde auch niemand auf die Idee kommen, ihr das vorzuwerfen.*)</p>
<p><strong>Egal was man macht, es ist scheisse.</strong></p>
<p>Ich kanns mir nicht verkneifen, aber wer was zum bashen will, wird was finden. Aktuell ist definitiv viel zu tun, das fängt mit der Professionalisierung in Berlin an und hört mit dem Aufgreifen der aktuellen Staatstrojanergeschichte auf, wenn nun die wahrnehmbarste Tätigkeit der Piraten das Finden und Rauswerfen von tatsächlichen oder potentiellen Rechten wäre, dann wäre vollkommen zurecht kein Kübel Gülle zu gross, um ihn über uns auszukippen.</p>
<p><strong>Kurz zum Schluss.</strong></p>
<p>Eingangs hab ich meine CDU-Verirrung aus tumben Jugendzeiten gebeichtet. Ich meine das sehr ernst und es ist eines meiner prägendsten biografischen Elemente, was meine politische Entwicklung angeht &#8211; für mich selber ists wichtig zu wissen, dass ich in der Lage war, eine Überzeugung nach längerer Auseinandersetzung mit anderen und besseren Positionen aufzugeben, allgemein gilt dasselbe: sowas passiert, und dem Himmel bzw. den engagierten Diskutanten sei Dank, die einen da nicht direkt nach der ersten aktiven Landtagswahl abschreiben.</p>
<p>Unsicherheiten meinerseits bei der ganzen Geschichte: es fällt es mir extrem schwer, in solchen Dingen zu priorisieren (einmal, weils irgendwie unsinnig ist, zum anderen, weil in Wirklichkeit eh Dinge immer parallel passieren). Ich weiss nicht, obs &#8220;ok&#8221; ist, dass ich beispielsweise aktuell auf die Causa Theisen einfach scheisse, schlicht, weil ich nicht den Eindruck habe, dass sie die Partei in irgend einer Weise aktuell prägt (und selbstredend wünsche ich mir, dass irgendjemand grade auch dafür die zeit findet, vollends klar Schiff zu machen). Ich weiss nicht, ob SpOn mit dem eingangs gedissten Artikel nicht einfach gut getrollt hat und ich drauf reinfiel (ich denk, eher ja) oder obs nicht ein wichtiges Element der Selbstjustierung ist, dass man sowas immer wieder auf dem Brot hat, wenn man es nicht eh regelmäßig selber draufschmiert. Nur: mein Eindruck ist der, dass rechte Programmatik tatsächlich keinen Stand hat. Dass man trotzdem wachsam bleiben muss &#8211; das erscheint mir fast schon trivial, insbesondere, weil ich das gern und regelmäßig selber einfordere.<br />
<strong><br />
Der Marx und die Piraten.</strong></p>
<p>Ein Fass, das ich ohne Jonnys konkrete Anmerkung gar nicht aufgemacht hätte. Und das ich angesichts des fortgeschrittenen Blogposts vielleicht besser in einem Folgepost aufmache. Vorwarnung, ich hab schon einiges getippert dazu und hab den Verdacht, dass man das alles schon weiss. Kommt noch, und danke fürs Lesen.</p>
<p><small>*Das geht in eine Richtung, die ich mir eigentlich verkneifen wollte: <em>&#8220;Guckt mal, die anderen&#8230;&#8221;</em>. Ich mag das LSU-Beispiel zum einen, es rückt vielleicht Perspektiven zurecht. Zum anderen ist der Sachverhalt in Sachen Piraten und Rechte ohnehin ein komplett anderer: letztere werden intern wie extern angeprangert. Die LS in der U nicht. Ich mag ein UDIAGS dazuwerfen.</small></p>
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		<title>Staatstrojaner, einige Argumentationsanregungen</title>
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		<pubDate>Mon, 10 Oct 2011 17:48:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Korrupt</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Bundestrojaner]]></category>
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		<description><![CDATA[Viel bzw. alles vom Folgenden wurde schon gesagt, ich denke aber, es ist wichtig, sich aus dem Staatstrojaner folgenden Argumente und Positionen auszutauschen und vor allem liegen den einen die einen Texte und Argumentationen und bei anderen machts woanders klick, daher einfach mal im Zorn geschriebene Argumente und Gedanken zu der ganzen Geschichte bis jetzt. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Viel bzw. alles vom Folgenden wurde schon gesagt, ich denke aber, es ist wichtig, sich aus dem Staatstrojaner folgenden Argumente und Positionen auszutauschen und vor allem liegen den einen die einen Texte und Argumentationen und bei anderen machts woanders klick, daher einfach mal im Zorn geschriebene Argumente und Gedanken zu der ganzen Geschichte bis jetzt. Weiterverwerten, -verbreiten, -verarbeiten wo und wie auch immer gerne.</p>
<p>Zum einen: das Grundgesetz ist die wichtigste Verteidigungslinie, die uns als Bürger vor einem totalitären Staat schützt. Die Nonchalance, mit der hier Verfassungsbruch begangen und über mehrere Institutionen und Ebenen durchgezogen wurde, ist eine mittlere Katastrophe und zeigt, dass <strong>quer durch Regierungsämter, -institutionen und Bürokratie ein andernorts gern beschworenes Bekenntnis zur freiheitlich-demokratischen Grundordnung nicht mehr als vorhanden gelten darf</strong>. Es spricht Bände, dass die erste geoutete Quelle eben ein *Opfer* ist und nicht etwa ein Subalterner aus Amt, Bürokratie oder Exekutive, der sich vage an Sinn und Inhalt seines Amtseids erinnerte. Ich weiss, ich schramme grade hart am Godwin vorbei, aber: Kadavergehorsam und Anweisungsbefolgen at its best. Davor muss man sich fürchten.<br />
<span id="more-2424"></span><br />
Zum weiteren: Alles, aber auch alles, was an Maßnahmen und Ermächtigungen zum Thema &#8220;Terrorbekämpfung&#8221; und &#8220;Kinderpornografie&#8221; zusammen mit einem <strong>&#8220;Benutzen wir wirklich nur dann und dafür, ganz großes Indianerehrenwort!&#8221; gesagt wird, ist gelogen, dumm oder beides</strong>. Diese beiden Argumentations/Totschlagargumente zur Durchsetzung restriktiver Maßnahmen sind nun tot. Das hat nicht nur gute Seiten, aber es ist so.</p>
<p>Zum Dritten: Das Misstrauen der Bürger gegen den Staat ist angebrachter denn je. Das ist an sich eine Binsenwahrheit, aber man darf das ruhig in die Tiefe betrachten: die <strong>grundlegenden Rechte und Regeln, die unser Gemeinwesen nicht nur regeln, sondern *legitimieren*, können an höchsten Stellen nach Belieben ignoriert werden</strong>, wer diese Ignoranz öffentlich fordert oder befürwortet, wird mitnichten aus Amt und Würden gejagt. Wenn eines gerade sichtbar wird, dann ist es die verlogene Doppelmoral derer, denen es ansonsten nicht rechtsstaatlich genug zugehen kann. Aus eben diesen Gründen muss nicht nur ein Schäuble oder ein Lügner Friedrich weg, sondern eben auch ein Uhl.</p>
<p>Zum Vierten ist ans Dritte angelehnt, und dazu ein <a href="http://twitter.com/#!/saschalobo/status/123390456821321728">Statement von Sascha Lobo</a>, das ich gerne ernstnehmen will: wenn <strong>das LKA Bayern jetzt nicht vom Verfassungsschutz beobachtet wird</strong>, dann nicht deswegen, weils bürokratischer Irrsinn wäre, sondern einfach, weil nach wie vor nicht eingesehen wird, wo die Feinde der Grund- und Bürgerrechte sitzen.</p>
<p>Das ist jetzt alles ein wenig aggressiv und großes Fass, damit aber auch durchaus dem Anlass angemessen. Ich mag aber auch kurz die &#8220;ganz normalen&#8221; Aspekte streifen.</p>
<p>Da ist einmal <strong>der Anlass. Nicht etwa Terrorismus, Schwerstkriminalität, Kinderporno, <del datetime="2011-10-10T17:30:48+00:00">Waffenhandel</del> haha, Menschenhandel, whatever. </strong>Um die <a href="http://www.zeit.de/digital/datenschutz/2011-10/ccc-staatstrojaner-bayern/komplettansicht">ZEIT zu zitieren</a>:<em> &#8220;Gegen den Beschuldigten wurde ermittelt, weil er bei einem IT-Unternehmen arbeitete, das Handelsplattformen für Firmen programmierte, die in Deutschland ordentlich zugelassene Psychopharmaka ins Ausland vertreiben.&#8221;</em></p>
<p>Das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen. Wir halten fest: technische Dienstleistung für Unternehmen, die in Deutschland legale Produkte vertreiben. Ich denke, wenn dieser Bespitzelungsanlass ausreichend ist, dann kann man bei ca. 80% der arbeitenden Wohnbevölkerung einen Staatstrojaner installieren. </p>
<p>Am Rande eingefügt: wenn das ein Verhalten ist, das einen solchen Eingriff rechtfertigt, was sollte man dann zur präventiven Überwachung von Leuten wie Uhl einsetzen? Von Leuten wie Ackermann, von den diversen Steuerhinterziehern, Whitecollar-Ausbeuterarschlöchern, Hartz-IV-Scharfmachern? Und a propos Scharfmacher: lasst euch um Himmels willen nicht von einem wie auch immer gearteten <em>&#8220;So war das nicht gedacht&#8221;, &#8220;Wir klären das brutalstmöglich auf&#8221;</em>, whatever-Gefasel einlullen. Es ist wie bei den Solinger Brandstiftern: <strong>wenn eine reaktionäre Politik lang genug über fehlende Befugniusse und Möglichkeiten heult und winselt und immer lautstärker und dreister fordert, Menschenrechte und -würde mit Füßen treten zu dürfen, dann weiss sie genau, dass irgendwann einer zu treten beginnt</strong>. Wer dann von den Scharfmachern nicht klatschend danebensteht, ist bloß ein besonders widerlicher Heuchler.</p>
<p>Dann ist da die Methode. Der <strong>Zoll hats am Flughafen aufgespielt</strong>. Mir wurde bisher einmal der Rechner am Flughafen abgenommen, es heisst dann ja, für Sprengstoffuntersuchungen. Ich weiss grade nicht so recht, was ich tun werden, wenn ich das nächste Mal einer der statistisch-zufällig ausgesuchten Prüfungsopfer bin, aber ich werde hier berichten. Aber mal andersrum: es stellt sich heraus, dass eine der vorgegaukelten &#8220;Schutzmaßnahmen&#8221; staatlicher Stellen vielmehr der Verschleierung von Aktionen wie der jetzigen dienen: dem verfassungswidrigen Ausspähen von Bürgern, dem Einbruch auf ihre Rechner und das anschließende Kompletthosenrunterlassen in Digitalien, alle 30 Sekunden Screenshot, haha, meine Observierer dürften ihren Spass haben. Aber nochmal: hier wird gerade das ohnehin wacklige Vertrauen in Sinn und Zweck staatlicher Kontroll- und &#8220;Schutz&#8221;-Maßnahmen nachhaltig zerstört. Nicht vergessen:<strong> ihr übergebt euren Schleppi am Flughafen keiner vertrauenswürdigen Sicherheitsbehörde, sondern den willfährigen Bespitzelungshandlangern einer verfassungsfeindlichen Exekutive</strong>. Und natürlich fragt man sich auch, machen die das auch, wenn Pfizer höflich fragt, weil sie mal wissen wollen, wo das importierte Viagra herkommt, wenn eine Familienministerin irgendwann mal Krautchan oder die GVU iLoad entdeckt?</p>
<p>Und dann noch die schreiende Inkompetenz. Die Software gibt dem Begriff &#8220;unsicher&#8221; vollkommen neue Sinntiefe, weiter hat offenbar kaum jemand Ahnung, von wem und auf wessen Geheiß die Kiste nun gebaut, eingesetzt und (erfolglos) remotegelöscht wurde, sind alle Länder in hellem Aufruhr, weil niemand so recht weiss, ob man nicht vielleicht auch&#8230; OK, wer nicht in der lage ist, solche Technik kompetent zu bauen, einzusetzen und den Einsatz zu überwachen, der solls lassen. Es wäre ungefähr so, als wenn irgendwer irgendwo ein paar Kilo Plutonium findet, das aus irgendeiner deutschen kerntechnischen Anlage käme und keiner wüsste, &#8230; argh, ok, vergesst das Beispiel wieder.</p>
<p>Was ergibt das zusammen? Dass wir von Idioten regiert werden, die auf dem geistig-moralischen Niveau eines Viagraspam-Trojanerverteilers liegen? Ich weiss nicht, wo ichs heute las, aber ich hatte schwer genickt: es war selten so gruselig, einfach recht behalten zu haben. </p>
<p><strong>Nachtrag:</strong> zu den Lügen, die von den Verantwortlichen abgesondert werden, <a href="https://janschejbal.wordpress.com/2011/10/11/oft-ubersehene-lugen-zum-bundestrojaner/">sammelt Jan nebenan</a>.</p>
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		<title>Klorollen-Kabelregal: Kurze Nerdempfehlung zwischenrein</title>
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		<pubDate>Sun, 09 Oct 2011 16:55:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Korrupt</dc:creator>
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		<category><![CDATA[kabel]]></category>
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		<description><![CDATA[Ich weiss, alt wie der Wald, ich meine, ich habs schon vor Jahren bei Boingboing gesehen und ich bin recht sicher, dass irgendwer aus meinem näheren Blogumfeld letztens auch das &#8220;Kabel in Klorollen ist fein und praktisch&#8221; mit Bild im Blog hatte, aber ich kann mich einerseits nicht genau erinnern, und weiter sind gute Nerdideen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich weiss, alt wie der Wald, ich meine, ich habs schon vor Jahren bei Boingboing gesehen und ich bin recht sicher, dass irgendwer aus meinem näheren Blogumfeld letztens auch das <em>&#8220;Kabel in Klorollen ist fein und praktisch&#8221;</em> mit Bild im Blog hatte, aber ich kann mich einerseits nicht genau erinnern, und weiter sind gute Nerdideen immer ein Bild und eine Empfehlung wert. An sich ganz einfach: Kabel in leere Klorollen packen, Klorollen beschriften, stapeln. </p>
<p><img src="http://www.korrupt.biz/img/klorollen-kabelregal.jpg" alt="Klorollen-Kabelregal" title="Klorollen-Kabelregal" /></p>
<p>Das Ergebnis: Ein Ende des Kabelsalats, ein Ende des Suchens nach der richtigen Kabelkiste (&#8220;Hatte ich die Scart/Cinch-Adapterkabel jetzt in der Video/Antennenkiste oder beim Rechnerkram?&#8221;) und ein sofortiges Erkennen der gesuchten Dreimeter-Variante, bevor man drei mal Einmeterkabel-RJ11 aus dem Telefoniekabelwirrwarr gezerrt und entwirrt hat. Optisch: auch das muss man mögen, aber das fällt derbe viel leichter als bei Kabelkisten. Schnell durchgeguckt, schnell wieder salatfrei aufgeräumt, ich bin glücklich. </p>
<p><small>&#8230;und beim Tippen des letzten Satzes fiels mir wieder ein, Caschy wars. Weil ich dachte grade noch, das hat ja auch am Rande was mit dem WAF zu tun und damit, dass <em>richtige Männer Kabel haben und Kabel brauchen</em>. Und dann fiel mir ein, genau das war doch das, was mich <a href="http://stadt-bremerhaven.de/warum-leere-toilettenpapierrollen-nuetzlich-sind" title="Richtiger Mann mit guten Kabeln">so zustimmend nicken machte bei Caschy</a>, der da &#8211; bei allem Ablehnen von genderspezifischen Stereotypen meinerseits ansonsten &#8211; doch gute, schöne Worte gefunden hat: <em>&#8220;Seit Ewigkeiten habe ich eine kleine Box, die auch Kabel beheimatet, von denen ich der Meinung bin, dass ich sie unbedingt brauche. <strong>Jeder Mann hat so etwas.</strong>&#8220;</em> Hervorhebung von mir, und ich interpretiere den Satz durchaus so, dass nicht <em>jeder Mann</em> im Sinne von <em>allen Männern</em> sowas hat, sondern dass man ohne sowas schlicht <em>kein richtiger Mann sein kann</em>. Was immer das Mannsein auch bedeuten mag, das Kabelbesitzen ist eine notwendige, wenn auch nicht hinreichende Bedingung dafür.</small></p>
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		<title>Das Labyrinth der Träumenden Bücher, Walter Moers: Rezi, mal wieder</title>
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		<pubDate>Sun, 09 Oct 2011 15:31:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Korrupt</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Buchrezension]]></category>
		<category><![CDATA[Gute Dinge(tm)]]></category>
		<category><![CDATA[Moers]]></category>
		<category><![CDATA[Rezension]]></category>
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		<description><![CDATA[Vorweg: ich bin höchst voreingenommen, was Moers und insbesondere seine Zamonien-Roname (bzw. Übersetzungen) angeht. Sprich, ich bin geneigt, seine Geschichten großartigst zu finden und gestehe gern, beim ersten In-der-Hand-halten von &#8220;Das Labyrinth der Träumenden Bücher&#8221; (Danke, st.!) zum ersten Mal seit dem zweiten Band Herrn der Ringe wieder dieses unglaublich starke Vorfreudegefühl verspürt zu haben, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vorweg: ich bin höchst voreingenommen, was <a href="http://www.korrupt.biz/277/walter-moers-eine-kleine-hommage/">Moers und insbesondere seine Zamonien-Roname</a> (bzw. Übersetzungen) angeht. Sprich, ich bin geneigt, seine Geschichten großartigst zu finden und gestehe gern, beim ersten In-der-Hand-halten von &#8220;Das Labyrinth der Träumenden Bücher&#8221; (Danke, <a href="http://angeber.in/">st.</a>!) zum ersten Mal seit dem zweiten Band Herrn der Ringe wieder dieses unglaublich starke Vorfreudegefühl verspürt zu haben, das Moers selbst im Buch auch erwähnt: man mag platzen vor Glück drüber, dass man dieses Buch noch nicht gelesen hat und nun zum ersten Mal lesen kann.</p>
<p>An sich wollte ich gestern schon einen ersten Eindruck nach den ersten hundert Seiten tippern, aber ich zog es dann vor, weiterzulesen und die Kiste auszulassen. Vor dem nun folgenden Lob (und einigen Anmerkungen) kurz die Warnung: gespoilert wird nicht wirklich, aber es gibt natürlich die eine oder andere inhaltliche Auslassung und ein paar Sätze zur Struktur des Buches. Wer nicht mal sowas vorher wissen will: selber kaufen gehen, lesen, dann wiederkommen.</p>
<p>Also. Das &#8220;Labyrinth der träumenden Bücher&#8221; spielt zweihundert Jahre nach der &#8220;Stadt der träumenden Bücher&#8221; und behandelt Hildegunst von Mythenmetz&#8217; Rückkehr in die Stadt, die er vormals nach seinem Weg durch die Katakomben brennend zurückließ. Er kommt in ein vollkommen neu aufgebautes Buchhaim, das &#8211; man mag sagen &#8220;wie gewohnt&#8221; wunderbarst beschrieben ist, aber Moers&#8217; Beschreibungen sind einfach immer noch mal ne Klasse für sich. Bunt, liebevoll und mit allen fünf Sinnen beschrieben, bitte noch ein paar Superlative randenken.<span id="more-2413"></span></p>
<p>Das Buch selber ist, ich mags gleich vorweg sagen, &#8220;ereignisärmer&#8221; als jetzt die Stadt der träumenden Bücher oder selbstredend Rumo, und ich muss gestehen: das war das einzige, was mich zwischenrein etwas betrübte. Wie die &#8220;Stadt der träumenden Bücher&#8221; eine Hommage ans Buch und ans lesen war, ist das &#8220;Labyrinth&#8221; eins ans Theater und speziell ans Marionettentheater, und Moers nimmt sich viel Zeit und Platz, um selbiges zu beschreiben. Das tut er auf so großartige Weise, dass es schlicht Freude macht zu lesen, aber er schafft es auch, über fünfzig Seiten die Geschichte des Vorgängerbandes nochmal (in Form einer Theateraufführung) zu erzählen. Da bin ich ein wenig unschlüssig, ob das ein wenig zu viel Selbstverliebtheit ist; oder ein Winken mit dem ganzen Zaun an die Musicalbranche, nach dem Blaubär nun auch die &#8220;Träumenden Bücher&#8221; auf die Bühne zu bekommen (und wie es dann bitteschön zu geschehen habe) oder eben kaum weiter kürzbare Geschichte, die eben in die Gesamtdramaturgie gehört.</p>
<p>Kürzungen. Die Puppentheaternotizen von Mythenmetz (dessen gelegentliche Langatmigkeit vom Übersetzer Moers&#8217; schon öfter und auch hier beklagt wurde) seien drastisch gekürzt worden, bei diesen wiederum lachte ich gelegentlich dermaßen beim Lesen, ich hätte auch nochmal soviele Aufzeichnungen vertragen. Es wird ne Geschmackssache sein. Letztendlich ertappt man sich ohnehin immer beim ängstlichen Gucken auf den rapide dünner werdenden Block Seiten, die man noch lesen darf. Wenn ich schon bei Mythenmetz selbst bin: der ist in Hochform, was seinen Erzählstil angeht, für meinen Geschmack genau richtig, was das Erzählen, die unvermeidlich eingestreuten persönlichen Befindlichkeiten (wir reden ja von einem hypochondrischen Saurier auf der Höhe seiner literarischen Karriere) und die Leseransprache angeht.</p>
<p>Zu lesen gibts aber noch mehr, denn zum einen ist der Schluss Cliffhanger galore und zum anderen macht das &#8220;Labyrinbth der träumenden Bücher&#8221; dermaßen wieder Fässer auf von Orten und Begebenheiten und Phänomenen, die gestreift werden und bei denen man sofort denkt, da muss noch was passieren!, dass es kaum auszuhalten ist.</p>
<p>Die kleinen Details: es gibt wieder viele Anagramme zu entschlüsseln, neben den Autoren kommen diesmal auch Komponisten zur Ehre, mit einem zamonischen Äquivalent ausgestattet zu werden. Anspielungen und Zitate gibt es darüber hinaus natürlich in massiger Zahl, vom &#8220;Tauben vergiften im Park&#8221; bis zur Kurztheaterkritik von &#8220;Warten auf Godot&#8221;, allein deshalb ist es einmal wieder eine Lust zu lesen. Neben dem Litaeraturbetrieb wurde im &#8220;Labyrinth&#8230;&#8221; das Theater umfassend behandelt &#8211; auch hier meine ich rauszulesen, dass Moers (wie auch sein Mythenmetz) einige Zeit bei der Quellenforschung zugebracht und sich seine Gedanken zu Boal oder Johnstone gemacht hat, wahrscheinlich wird es ähnliche Vordenker und Gestalter auch fürs Figurentheater gegeben haben, nur kenn ich die eben nicht. Und wie manchmal gibts auch die kleine Remineszenz an &#8220;Schöner leben mit dem kleinen Arschloch&#8221;, wo dann die Wirkungen mancher Kräuter, Kekse, Rauchwaren und Tees einmal mehr so liebevoll und dennoch beiläufig eingeflochten werden, dass der Exkiffer in mir ein wenig selig-nostalgisch grinst.</p>
<p>Was soll ich sonst noch sagen: ich hab lang nicht mehr mit so viel Spass ein Buch gelesen, auch wenn ich gelegentlich über besagte &#8220;Ereignisarmut&#8221; ein wenig betrübt war, aber ich denke, das wird sich mit dem Folgebuch legen, denn die Bühne ist aufs beste bereitet. </p>
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		<title>Anmerkung zu Kaudergate</title>
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		<pubDate>Thu, 29 Sep 2011 19:05:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Korrupt</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Dass der Mann ein freidrehender Vollidiot ist, muss man ja nicht extra betonen bzw. erörtern. Was mich aktuell aber eher stört, ist einmal mehr die &#8220;Qualitätsjournaille&#8221;. Dass wer wie Kauder was von Datenautobahnen faseln darf, geschenkt. Dass die Süddeutsche dem Dummfug zwei Drittel Artikel einräumt und im letzten Absatz folgenden peinlichen Versuch der &#8220;Einordnung des [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Dass der Mann ein freidrehender Vollidiot ist, muss man ja nicht extra betonen bzw. erörtern. Was mich aktuell aber eher stört, ist einmal mehr die &#8220;Qualitätsjournaille&#8221;. Dass wer wie Kauder was von Datenautobahnen <a href="http://www.sueddeutsche.de/digital/cdu-politiker-vs-urheberrecht-netzgemeinde-spottet-ueber-kauders-foto-klau-1.1153195">faseln darf</a>, geschenkt. Dass die Süddeutsche dem Dummfug zwei Drittel Artikel einräumt und im letzten Absatz folgenden peinlichen Versuch der &#8220;Einordnung des Vorfalls ins große Bild&#8221; versucht:</p>
<blockquote><p><em>Internet-Bürgerrechtler halten Sanktionen dieser Art für zu hart und bemängeln, dass die IP-Adresse und der Benutzer eines Computers nicht immer fehlerfrei festzustellen seien.</em></p></blockquote>
<p>&#8230;das ist einfach nur schwachsinnig. Es geht <em>nicht</em> um die nichteindeutige Feststellbarkeit, es geht drum, dass der <em>ganze Vorschlag schwachsinnig ist</em>. Wie man in Zeiten der verkabelten Wohnung, der WLans, der UMTS-Sticks und der Smartphones einen Netzzugang &#8220;sperren&#8221; will, wem man ihn sperrt, was für Kollateralschäden entstehen und ob auch nur ansatzweise eine Relation zwischen Anlass und Sanktion besteht, *das* ist der Punkt, an dem Kauder (und die Süddeutsche) ihre vollkommene Unbelecktheit in Sachen Netz einmal mehr beeindruckend belegen.</p>
<p>Wer ein Buch klaut, kriegt die Lesebrille weggenommen &#8211; das war schon als CDU-trotteltaugliche Analogie im Gespräch, man kann den Faden weiterspinnen und bei Kauders Führerscheinbeispiel bleiben, bei dem dann allen Angehörigen eines Rotsünders drei Monate Führerschein, Bus-Monatskarte und die Berechtigung, ein Taxi zu nutzen, entzogen werden müsste. Vielleicht kapierens jetzt ein paar Daimlerlobbyisten und könnens ihrem Parteigenossen verklickern, allein, mir fehlt der Glaube.</p>
<p><small>Mir ist btw. vollkommen klar, dass es albern ist, sich über solchen Schwachsinn aufzuregen, wo grade irgendwie alles zusammen an die Wand gefahren wird. Hier ist verbales Dissen immerhin noch dem Vorwurf und dem Problem angemessen, woanders fällt mir einfach nichts gesellschaftlich akzeptiertes mehr ein, das den Dingen als solche gerecht wird.</small></p>
<hr /><small>Wenn dieser Feed auf kommerziellen Seiten eingebunden wird, bite ich um eine kurze Nachricht an korrupt bei gulli punkt com. Danke.<br /> b27ba64c4ed4d92680ad5c97d21282cc)</small>]]></content:encoded>
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		<title>Mucke für Nørds</title>
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		<pubDate>Thu, 29 Sep 2011 18:20:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Korrupt</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ich dachte ja schon bei der Gitarrenadaption von Monty on the Run, dass hier irgendwie Ubernørdmucke gemacht wird, aber nun stieß mich fasel auf etwas so voll epischen Gewinns, dass es kaum auszuhalten ist. Mucke aus sehr kurzem C-Code. Das erinnert mich, ich wollt mir QT ziehen. Wenn dieser Feed auf kommerziellen Seiten eingebunden wird, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich dachte ja schon bei der <a href="http://www.korrupt.biz/1921/mucke-fur-n%c3%b8rds-und-metaller/">Gitarrenadaption von Monty on the Run</a>, dass hier irgendwie Ubernørdmucke gemacht wird, aber nun stieß mich <a href="http://fasel.soup.io/">fasel</a> auf etwas so voll epischen Gewinns, dass es kaum auszuhalten ist. Mucke aus sehr kurzem C-Code.</p>
<p><object width="500" height="310"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/GtQdIYUtAHg&#038;hl=en_US&#038;feature=player_embedded&#038;version=3"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowScriptAccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/GtQdIYUtAHg&#038;hl=en_US&#038;feature=player_embedded&#038;version=3" type="application/x-shockwave-flash" allowfullscreen="true" allowScriptAccess="always" width="500" height="310"></embed></object></p>
<p>Das erinnert mich, ich wollt mir QT ziehen.</p>
<hr /><small>Wenn dieser Feed auf kommerziellen Seiten eingebunden wird, bite ich um eine kurze Nachricht an korrupt bei gulli punkt com. Danke.<br /> b27ba64c4ed4d92680ad5c97d21282cc)</small>]]></content:encoded>
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		<title>Google Products, Places und Pains in the Ass</title>
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		<pubDate>Tue, 27 Sep 2011 17:37:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Korrupt</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Haha, Aliteration. Wenn ichs schon angefangen hab, kann ich auch weitermachen mit dem gelegentlichen SEO-Content, nachdem ich schon zu Google Places-Bulkuploads speziell und der durchaus öfter gegebenen Notwendigkeit der &#8220;Erschließbarmachung von Daten&#8221; für Google im Allgemeinen hatte. Aber zu den Pains in the Ass. Products. Am 22. wurden strengere Richtlinien zur Datenqualität in DE und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Haha, Aliteration. Wenn ichs schon angefangen hab, kann ich auch weitermachen mit dem gelegentlichen SEO-Content, nachdem ich schon zu <a href="http://www.korrupt.biz/2321/google-places-bulk-uploads-ein-paar-erfahrungen-und-tipps/">Google Places-Bulkuploads speziell</a> und der durchaus öfter gegebenen Notwendigkeit der <a href="http://www.korrupt.biz/2393/dmexco-ruckblick-und-ein-paar-gedanken-zu-marketing-und-dem-internetz-als-solchem/">&#8220;Erschließbarmachung von Daten&#8221; für Google im Allgemeinen</a> hatte.</p>
<p>Aber zu den Pains in the Ass. Products. Am 22. wurden strengere Richtlinien zur Datenqualität in DE und FR scharf geschaltet und ich hatte ein paar Datenfeeds, die dann doch (wie eigentlich immer) auf den letzten Drücker erst fitgemacht werden konnten. Klar, man weiss das alles Wochen vorher, aber wenns mehrere Beteiligte gibt, verschiebt immer wer die nicht ganz akuten Sachen, und da will ich mich ja auch nicht ausnehmen.<span id="more-2402"></span> Jedenfalls, am 22. war das Ding irgendwann gegessen (und wer mich gelegentlich etwas angespannt auf der dmexco am Googlestand am Rechner sitzen sah: das war deswegen), im gleichen Aufwasch hatten wir auch gleich Feed für ein weiteres Land gebaut, wo dennächst Google Shopping starten soll, und waren anschließend sehr entspannt, weil in *dem* Fall waren wir weit vor Deadline (nein, noch nicht bekannt) fertig.</p>
<p>Nun kriegten wir da &#8211; trotz weniger strikter Spezifikationen &#8211; eine Ablehnung. Und auf Nachfrage die Info, dass Feeds entweder eine *prominent hervorgehobene* Produktvariante oder eben die *teuerste* Produktvariante oder eben *alle Produktvarianten* an Google übermitteln soll. Aktueller Stand der Dinge: es wird die meistverkaufte, mittlere Produktgröße samt Preis an Google übermittelt, auf der Shopseite sinds dann eben eine, zwei oder drei Varianten, je nachdem, wieviels eben gibt.</p>
<p>Aktueller Stand der <a href="http://www.google.com/support/merchants/bin/answer.py?hl=de&#038;answer=188494">Googlehilfe</a>:</p>
<blockquote><p><em>&#8220;Wenn mehrere Produkte auf derselben Seite angeboten werden, muss der Nutzer das richtige Produkt sofort finden können. Wir empfehlen, nur ein Produkt pro Seite anzubieten.<br />
Für Varianten desselben Produkts empfehlen wir, URLs einzureichen, in denen die Variante bereits ausgewählt ist, auf die der Nutzer in Google Shopping geklickt hat.&#8221;</em></p></blockquote>
<p>&#8230;und die <a href="http://www.google.com/support/merchants/bin/answer.py?answer=188484">Richtlinien</a>:</p>
<blockquote><p><em>&#8220;Der Preis auf der Zielseite muss dem Preis entsprechen, der in Google Shopping angezeigt wird. Falls die Zielseite mehrere Preise aufführt, muss der in Google Shopping angezeigte Preis dem sichtbarsten Preis auf der Zielseite entsprechen.&#8221;</em>
</p></blockquote>
<p>Warum ich dadrüber tippere: ich lehn mich mal ganz weit aus dem Fenster und prognostiziere, dass sich das in absehbarer Zeit auch in anderen Zielländern dahingehend ändern wird, dass eben tatsächlich ein &#8220;prominentester&#8221; Preis auf Zielseiten vorhanden sein muss, oder der Feed das hochpreisigste Produkt einer Zielseite übermitteln muss oder eben für jede unterschiedlich bepreiste Produktvariante ein separater Datensatz via Produktvariante geliefert werden muss. Wer mit Systemen unterwegs ist, die das problemlos rausfeeden, Glückwunsch, wer für sowas zu schrauben beginnen muss: mal schon ein wenig ins Auge fassen, dass da was kommt.</p>
<p>Wann, wie, warum? Die Datenqualität soll verbessert werden, das ist aktuell ein permanent laufender Prozess, der auch bei Google für einigen Stress und Hektik sorge, und zu guter Letzt: wann und wie verpflichtend das kommt, kann man natürlich (noch) nicht konkret sagen. Die Preis/Variantengeschichte kriegte ich per Mail von Google und anschließend noch von zwei Leuten aus dem Google-Shoppingteam telefonisch bestätigt, von daher, ich richt mich mal drauf ein.</p>
<p>Tja, und Places? Das war nicht nur der Aliteration willen, da wollte ich schon seit einiger Zeit mal andere Leute an einigen neuen Erfahrungen teilhaben lassen. Stattdessen muss ich mich jetzt aber aufregen, weil (mal wieder teils widersprüchlichen und teils hoch interpretierten) Infos zufolge schon seit Juli der Zyklus vom Places-Daten-ändern bis zum Ankommen der Änderung auf der Places-Page 8-10 Wochen vergehen sollen. Wer das Problem auch hat &#8211; ich freu mich immer über ein &#8220;Du bist nicht allein&#8221; jenseits der Helpcenter-Beschwerden. Konkret hab ich hier einen etwa 4-6 Wochen alten Places-Feed, wo alle gewünschten Infos im *Backend* wunderbarst drinstehen und keinerlei Anstalten machen, irgendwann mal auch zum Frontend rauszukommen. Es ist eine verkehrte Welt, und ich prangere das an.</p>
<hr /><small>Wenn dieser Feed auf kommerziellen Seiten eingebunden wird, bite ich um eine kurze Nachricht an korrupt bei gulli punkt com. Danke.<br /> b27ba64c4ed4d92680ad5c97d21282cc)</small>]]></content:encoded>
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		<title>Von Menschen und Kaffee</title>
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		<pubDate>Sun, 25 Sep 2011 09:08:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Korrupt</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Gute Dinge(tm)]]></category>
		<category><![CDATA[Kaffee]]></category>
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		<description><![CDATA[Menschen sind oftmals eher umstritten. Kaffee hingegen ist ein Segen, ein Beweis für die Nichtgleichgültigkeit des Universums gegenüber des Lebens, ein Lichtblick der Freundlichkeit in einem ansonsten an Menschen desinteressierten Kosmos. Während beide Sätze an sich wahr und richtig scheinen, sind sie dennoch mindestens verkürzt. Eine kleine Lobpreisung der Menschen und ihrer Geschichte. Der Kaffee [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Menschen sind oftmals eher umstritten. Kaffee hingegen ist ein Segen, ein Beweis für die Nichtgleichgültigkeit des Universums gegenüber des Lebens, ein Lichtblick der Freundlichkeit in einem ansonsten an Menschen desinteressierten Kosmos. Während beide Sätze an sich wahr und richtig scheinen, sind sie dennoch mindestens verkürzt. Eine kleine Lobpreisung der Menschen und ihrer Geschichte.</p>
<p>Der Kaffee spielt ja in der historischen Liga einiger Jahrhunderte, dass man draufkam, dass damit was anzufangen ist. Ich finde es ja generell bewundernswert, wie die Menschheit auf die ganzen Nahrungs- und Genussmittel gekommen ist, die man heute so verkonsumiert, und diese eher weniger naheliegende Zubereitung des Kaffees (Bohnen trocknen, rösten, mahlen, aufbrühen) deutet mir darauf hin, dass da einige andere Verfahren zur Geniessbarmachung bzw. andere Versuche der Brühgetränkezubereitung ausprobiert werden mussten, bis man den Kaffee und seine segensreiche Kraft entdeckte. Mein Dank gilt allen, die damals Bauchschmerzen ob der nicht überlieferten Kaffeealternativen hatten.<span id="more-2400"></span></p>
<p>Es soll sich eher in der Liga 10.000 wie weniger Jahre bewegen, dass die Leute draufkamen, dass ein gewisses Säugetier der Gattion Bovinae eine Milch absondert, die für den Menschen durchaus trinkbar ist. Dass man die auch in den Kaffee kippen kann, wird man naturgemäß erst einige tausend Jahre später bemerkt haben, aber auch da musste man erst mal draufkommen. Und zu guter Lezt: ich bin kein Freund des Zuckers im Kaffee, aber auch hier haben sich Leute erhebliche Mühe gemacht, denselben vom raren Luxusgut zum Grundnahrungsmittel werden zu lassen, dessen Rohstoffe eben nicht mehr aus Übersee eingeschippert werden müssen, sondern beim Rübenbauern auf dem Acker wachsen. </p>
<p>Was da alles zusammenkommen musste, damit man sich morgens eine Tasse Kaffee nebens Bett stellen kann, ist einem selten bewusst. Und zugegeben: der Kaffee am Morgen ist ja auch per se schon ein derart wundersames, glücklich und milde stimmendes Ding, dass es der näheren Erörterung eigentlich nicht unbedingt bedarf, aber wie sagte schon Brecht? Zerpflücke eine Rose, und jedes Blatt ist schön. Ich denke, dasselbe kann man über das Entdecken und Zustandekommen der verschiedenen Kaffeeingredienzien über den Lauf der Menschheitsgeschiche hinweg ebenfalls sagen. Jedem einzelnen Pflücker der metapohorischen Rosenblätter mag ich meinen Dank sagen und anmerken, dass sie dazu beitrugen, dass ich den Glauben in die Menschheit als solche einfach nicht so recht verlieren mag. Ich denke, es macht einen für den Tag durchaus zuversichtlicher, wenn man weiss, dass die Menschheit über einige Jahrtausende hinweg immerhin diesen Kaffee hier zustandegebracht hat. Dann werden wir der Rest, der heutzutage ansteht, irgendwie auch gebacken bekommen.</p>
<hr /><small>Wenn dieser Feed auf kommerziellen Seiten eingebunden wird, bite ich um eine kurze Nachricht an korrupt bei gulli punkt com. Danke.<br /> b27ba64c4ed4d92680ad5c97d21282cc)</small>]]></content:encoded>
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		<title>dmexco-Rückblick und ein paar Gedanken zu Marketing und dem Internetz als solchem</title>
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		<pubDate>Fri, 23 Sep 2011 18:04:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Korrupt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[Kommerz]]></category>
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		<category><![CDATA[Netzpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Rant]]></category>
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		<description><![CDATA[An sich dachte ich, ich muss mal ne Gegenrede zum etwas schwächlichen Rant auf Netzpolitik schreiben und beim allgemeinhirnen, was ich dieses Jahr so von der dmexco mitgenommen hab, bin ich ein wenig vom Hundertsten aufs tausendste gekommen. Insofern: einige konkrete Gedanken zur Marketing-Messe und dem dort notwendigerweise stattfindenden Messe-Marketing, deren Rolle im Netz und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>An sich dachte ich, ich muss mal ne Gegenrede zum etwas <a href="http://netzpolitik.org/2011/die-dmexco-uberleben-survival-in-der-einode-des-digital-marketing/">schwächlichen Rant auf Netzpolitik</a> schreiben und beim allgemeinhirnen, was ich dieses Jahr so von der dmexco mitgenommen hab, bin ich ein wenig vom Hundertsten aufs tausendste gekommen. Insofern: einige konkrete Gedanken zur Marketing-Messe und dem dort notwendigerweise stattfindenden Messe-Marketing, deren Rolle im Netz und dann aber auch, gelegentlich etwas drüberschwebend, ein wenig zum <em>&#8220;Wohin gehts netztechnisch so allgemein?&#8221;</em> Im Gegensatz zur dmexco mag ich ankündigen, dass es für marketingtreibende und un- bis desinteressierte gleichermassen (un)interessant werden wird.</p>
<p><strong>Globale Eindrücke.</strong> Ich mag mit der Kritik anfangen: das <em>Niveau der Vorträge und der &#8220;Messekommunikation&#8221; an sich war erstaunlich niedrig</em>. Das Busswordgesumme täuscht da nicht drüber weg, im Gegenteil, und bösartige Randbemerkung am Rand ist bösartig: das scheint mir das einzige zu sein, was Linus nebenan einigermaßen zutreffend erkannt hat. Allein, daraus die interessante Information zu destillieren hats nicht mehr gereicht. Die besteht darin, dass die Aussteller offenbar davon ausgingen, dass a) <em>eine Menge besucherseitige Inkompetenz auf die Messe kommt</em> und b), dass sie damit <em>nicht wirklich falsch lagen</em>. Das wiederum heißt, dass eine Menge potentieller Player noch gar nicht im Netz aktiv sind. Das seh ich gar nicht wirklich negativ, auch ohne die zynische Randbemerkung, dass das vermarktungstechnisch eine Idealkonstellation ist. Im Netz hats genug Platz und je mehr Player, desto mehr Information und desto mehr Transparenz.<br />
<strong><br />
Spezifischer: Mobile.</strong> Wenn man das Buzzwordgrundrauschen rausfiltert, hat sich definitiv <em>Mobile als Das Ding Schlechthin</em> rauskristallisiert, allein, weil Google derbe drauf abgeht. Auch das ist eine Gute Sache(tm). Die Netzabdeckung wird besser werden müssen, die Datentarife günstiger, die Endgeräte noch leistungsfähiger usw., alles Aussichten, die ich durchaus positiv besetzt sehe.</p>
<p>An der Stelle komm ich zum <strong>Bashen des Artikels nebenan</strong> und mancher kommentierender Vollidioten. Ich sags grade wieder ein wenig drastischer, weil ich das Gefühl nicht loswerde, dass da ein paar Leute die Lästerzunge lang hängenlassen, die sich andernorts über verpixelte Streetview-Fronten aufgeregt haben und zu blöde sind zu kapieren, dass die Google-Kamerawägen deswegen an der Tanke Sprit bezahlen können, weil <em>ne Latte Werbetreibende größere Mengen an Geld in die Adsense-Pumpe füllen</em>. <span id="more-2393"></span>Wer sein privates, unkommerzielles Internetz will, kanns haben, er braucht sich bei der täglichen Lektüre nur auf die üblichen Verdächtigen a la F!XMBR beschränken, dann braucht er auch keine Angst haben, dass sein beschränkter Horizont aus den Fugen gerät. Dass Schöne Dinge wie mobiles Internetz, die zugehörige Infrastruktur etc. gebaut werden, dass Google ne Latte coole Scheiße hochzieht, mit denen sie nicht wirklich direkt Geld zu drucken anfangen können, das und noch ne Latte mehr kommt halt dadurch zustande, dass einige Leute Geld aufs Netz schmeißen. Wenn das manche etwas unkoordiniert tun und wegen des Buzzwordbingoplayern allerlei Couleur, nun ja, ich bin ein Freund zielgerichteten und effizienten Mitteleinsatzes, aber ich kann damit leben. <em>&#8220;Mehr Geld fürs Internet&#8221;</em> sagen die der kapitalistischen Verwertungslogikhuldigung unverdächtigen <a href="http://monochrom.at" title="Guter Link(tm)">monochrom</a>, und sie haben (wie praktisch immer) recht, auch und gerade in dieser pauschalen Form.</p>
<p><strong>Nächster Punkt</strong>, der den einschlägigen Vollidioten ebenso nicht ganz klar zu sein scheint &#8211; ich zitier mich einfach mal selber:</p>
<blockquote><p>
<em>Den Dampfplauderern hier mag ich mal raten, in Googles Webmastertools und die Webmasterrichtlinien diverser Dienste zu gehen, die sicher auch von euch allen mit begeisterung genutzt werden. Und wenn ihr denkt, Google hat irgendwo seine schwarzen Kisten mit der Aufschrift “Hier passiert ein Wunder” und deswegen funktioniert das alles, dann der vage Hinweis: das muss nicht unbedingt mit der Realität zu tun haben.<br />
Ich kanns nur für mich sagen, aber ich mach SEO mit einigen Kunden und ihren Seiten, da geht es schlicht und ergreifend drum, deren Seiten, Angebote, Niederlassungen etc. einfach nur für Google ordentlich *erschliessbar* zu machen, und wer denkt, dass das Google doch von alleine kann, der denkt rührend naiv. </em></p></blockquote>
<p>Man kann sich nun auch ganz kurzfassen und feststellen, dass die ganze Kohle, auf der das Internet läuft, schlussendlich aus der Werbung kommt. Weiter kann man noch ein wenig dazuverallgemeinern und feststellen, dass das bei praktisch allen heutigen Medienformaten ganz bis mehr oder weniger genauso ist, Tendenz zu ganz, siehe TV und die einschlägigen Printformate. Beim Internet haben wir den enormen Vorteil, dass man tatsächlich zielgruppengenauer unterwegs sein kann. Wer sich über Werbung im Netz aufregen will &#8211; geschenkt, einfach machen. Wie Gießkannenwerbung aussehen würde, mit der größere Medieninfrastrukturen finanziert werden müssen, kann man sich aber an einem beliebigen Nachmittag im Privatfernsehen ansehen. Und dann ist mir das Oxfam-Banner auf netzpolitik oder die 1&#038;1-Werbung auf TP doch ein wenig lieber wie die Zwangsbierwerbung, ohne die man einen einigermaßen okayen Film heute nicht mehr kriegt oder das <em>&#8220;Argh, ich bin nicht Zielgruppe&#8221;</em> bei allem, was auch die Kiddies sehen könnten. Wie gesagt: wen das auf dem Level wie im Netz geschehend stört: lasst so finanzierte Dienste einfach mal ne Woche aus und schaut, wie weit man kommt. Schritt zwei: lasst auch das weg, was das remixt, weiterverarbeitet, kommentiert, disst etc., das ist aber für Fortgeschrittene.</p>
<p>Könnt ich noch zu ein paar Sachen (Leute, Angebote, Seminare, whatever) fortsetzen, aber geschenkt. <strong>Die Kurve zum Schluss</strong>: allein, was mobil an Innovationen und Möglichkeiten kommen wird, da könnt ich mich einige Abende spannend unterhalten und mein Nerdherz freut sich auf den größten Teil der Sachen, die damit einhergehen. Nochmal: <em>die kommen, weil Google derb Kohle reinsteckt, die von anderen in Google gesteckt wird</em>. Ich freu mich auch, dass noch mehr Leute, Gruppen, Unternehmen, Akteure ins Netz kommen, weil das Netz sehr gut drin ist, Transparenzen, Feedbackkanäle und Kommunikation zu ermöglichen, wo es vorher keine gab. All das erreichbar und verfügbar auf *eigenen* Wunsch und nicht zwangsberieselt. Diese Trends sind nichts neues, aber ihr Vorhandensein bzw. ihr Zuwachs an Stärke sind zwei der zentralen Sachen, die auf der dmexco sehr anschaulich zu sehen waren und die einem so durchaus helfen, sich auf Kommendes einzustellen, egal aus welcher Perspektive &#8211; ich glaube, für die BWLer wirds dabei sogar vergleichsweise langweilig. </p>
<p><small>Mal wieder <strong>Disclaimer</strong>: ich zahl meine Miete und einiges mehr mit Kohle, die ich mit &#8220;was mit Internet&#8221; verdiene, das verdiente ich in der Vergangenheit auch schon auf moralisch durchaus hinterfragbarere Art und Weise und ging dabei nicht auf Marketingmessen.</small></p>
<hr /><small>Wenn dieser Feed auf kommerziellen Seiten eingebunden wird, bite ich um eine kurze Nachricht an korrupt bei gulli punkt com. Danke.<br /> b27ba64c4ed4d92680ad5c97d21282cc)</small>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Kurz eine Leseempfehlung</title>
		<link>http://www.korrupt.biz/2390/kurz-eine-leseempfehlung/</link>
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		<pubDate>Sat, 17 Sep 2011 18:48:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Korrupt</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Netzkram]]></category>
		<category><![CDATA[Politkram]]></category>
		<category><![CDATA[Sozialwissenschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Security Informatics-Blog beschäftigt sich aus linguistischer Sicht mit Sicherheits- und Netzdiskursen und wirft dabei neben höchst spannenden eigenen Analysen auch Einblicke ins (mutmaßliche) Vorgehen der Überwachungsmaschinerie. So, ungefähr exakt so stelle ich mir aufklärende, kompetente Wissenschaft im Internet vor. Wenn man will, auch Geisteswissenschaft im Internet, denn höchst offensichtlich muss die mitnichten langweilig sein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das <a href="http://www.security-informatics.de/blog/">Security Informatics</a>-Blog beschäftigt sich aus linguistischer Sicht mit Sicherheits- und Netzdiskursen und wirft dabei neben höchst spannenden eigenen Analysen auch Einblicke ins (mutmaßliche) Vorgehen der Überwachungsmaschinerie. So, ungefähr exakt so stelle ich mir aufklärende, kompetente Wissenschaft im Internet vor. Wenn man will, auch Geisteswissenschaft im Internet, denn höchst offensichtlich muss die mitnichten langweilig sein und ich gestehe gern und mit Freuden, dass da mein (ja auch durchaus provokant gemeintes) <a href="http://www.korrupt.biz/2364/internet-aus-geisteswissenschaftlicher-sicht-leider-langweilig/">Statement von nebenan</a> anschaulichst widerlegt wird. Danke dafür!<br />
(<a href="http://blog.fefe.de/?ts=b08a6079">via</a>)</p>
<hr /><small>Wenn dieser Feed auf kommerziellen Seiten eingebunden wird, bite ich um eine kurze Nachricht an korrupt bei gulli punkt com. Danke.<br /> b27ba64c4ed4d92680ad5c97d21282cc)</small>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Lieder mit Kettensägenbezug</title>
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		<pubDate>Wed, 07 Sep 2011 18:14:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Korrupt</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Es gibt insbesondere im englischen Sprachraum wohl einiges, fürs Deutsche fällt mir aber in erster Linie Fleischlegos &#8220;Das menschliche Kettensägenmassaker&#8221; ein und das hier bereits zitierte &#8220;Depressionen aus der Hölle&#8221; von den Sternen, in dem interessanterweise der Begriff &#8220;Kettensäge&#8221; gar nicht vorkommt. Aber wenn ich diese süße Kleine da seh, dann denk ich immer an [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es gibt insbesondere im englischen Sprachraum wohl einiges, fürs Deutsche fällt mir aber in erster Linie Fleischlegos &#8220;Das menschliche Kettensägenmassaker&#8221; ein und das hier <a href="http://www.korrupt.biz/1992/satze-von-denen-ich-mir-wunschte-ich-war-auf-sie-gekommen-xviii/">bereits zitierte &#8220;Depressionen aus der Hölle&#8221;</a> von den Sternen, in dem interessanterweise der Begriff &#8220;Kettensäge&#8221; gar nicht vorkommt. Aber wenn ich diese süße Kleine da seh, dann denk ich immer an ein wenig <a href="http://www.korrupt.biz/1214/kettensagen-ftw/">Kettensägenaction</a> und ein anschließendes Entspannungsbad im Blut meiner Feinde.<br />
<img src="http://www.korrupt.biz/img/lieblingskettensaege.jpg" alt="Kettensäge. Meine." /><br />
A Propos &#8220;süße Kleine&#8221; &#8211; ich war letztens gezwungen, das Reeperbahnlied zu hören und hatte anschließend schrecklich Ohrwurm. <span id="more-2386"></span>Der war beim Sägenauspacken letztens dann zum ersten Mal irgendwie angenehm. <em>&#8220;Sei die meine, sag nicht nein.&#8221;</em> Nein hatte sie dann auch nicht gesagt, aber &#8211; jetzt der tragische Aspekt an der ganzen Sache: ich hab sie nicht gebraucht. <a href="http://www.korrupt.biz/2135/lob-der-felcoschere/">Felco</a> und Astschere hatten beim montäglichen Arbeitseinsatz vollkommen ausgereicht. Es ist eine verkehrte Welt, und ich prangere es an. </p>
<p><small>Jetzt war ich doch neugierig und hab nen Suchlauf gemacht: es gibt Lieder mit Chainsaw im Titel unter anderem von den Ramones, von Alkaline Trio und von Drone, alles Bands, die ich eigentlich kenne und/oder mag. Es erstaunt, ja beschämt mich grade geradezu, dass hier die Suche trotzdem ergebnislos zu Ende ging. &#8220;<a href="http://www.youtube.com/watch?v=sKPW_w1_2Ys">Mr Chainsaw</a>&#8221; von Alkaline Trio ist mir im Augenblick ein wenig arg Emo (<a href="http://www.korrupt.biz/img/emo-korrupt.jpg">hihi</a>), aber die Zeile <em>&#8220;Mr Chainsaw came and took my legs a long long time ago&#8221;</em> ist allerliebst. Die Ramones, <a href="http://www.youtube.com/watch?v=cYI1-Dy0wmI">heyho</a>. Ich weiß nicht, gefällt mir grade auch nicht. Das menschliche Kettensägenmassaker von Fleischlego find ich grade nicht, also: Töten und Essen. Damit die Kollegen endlich mal wissen, was ich meine, wenn ich im Skype mal wieder drauf hinweise, dass irgendwer seinen Menschen nicht aufgegessen hat.</small></p>
<p><object style="height: 300px; width: 480px"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/n7b7Z2BfWko?version=3"><param name="allowFullScreen" value="true"><param name="allowScriptAccess" value="always"><embed src="http://www.youtube.com/v/n7b7Z2BfWko?version=3" type="application/x-shockwave-flash" allowfullscreen="true" allowScriptAccess="always" width="480" height="300"></object></p>
<hr /><small>Wenn dieser Feed auf kommerziellen Seiten eingebunden wird, bite ich um eine kurze Nachricht an korrupt bei gulli punkt com. Danke.<br /> b27ba64c4ed4d92680ad5c97d21282cc)</small>]]></content:encoded>
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		<title>Gegen digitale Zivilisierung: Mal eine Lobo-Gegenrede</title>
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		<pubDate>Wed, 31 Aug 2011 18:34:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Korrupt</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Arschlöcher]]></category>
		<category><![CDATA[Lobo]]></category>
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		<description><![CDATA[Nebenan auf SpOn hat Sascha Lobo mal wieder einen dieser Texte gekloppt, die ich ihm durchaus anrechne: sein Einwurf zur besseren Eignung und damit notwendigen Förderung guter Manieren und Normen statt der Diskussion über Netzverbote und Sperr-Infrastrukturen macht eine nervige Debatte a) weniger nervig und bewegt sie b) wenigstens ein Stück in eine bessere Richtung. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nebenan auf SpOn hat Sascha Lobo mal wieder <a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,783458,00.html">einen dieser Texte gekloppt</a>, die ich ihm durchaus anrechne: sein Einwurf zur besseren Eignung und damit notwendigen Förderung guter Manieren und Normen statt der Diskussion über Netzverbote und Sperr-Infrastrukturen macht eine nervige Debatte a) weniger nervig und bewegt sie b) wenigstens ein Stück in eine bessere Richtung. Seinem Fazit &#8211; <em>&#8220;Eine Diskussion zur digitalen Zivilisierung tut Not. Statt um Verbot vs. Nichtverbot sollte es um Gebote und freiwillige Einsicht gehen.&#8221;</em> &#8211; mag ich mich nicht anschließen, aber es macht definitiv mehr Spass, sich daran anzuarbeiten als am Schwachsinn der Liga Uhl-Absonderung oder dem Gefasel eines Innenministers Friedrich.</p>
<p>&#8220;Schwachsinn, Absonderung, Gefasel&#8221; &#8211; kanns sein, dass ich Uhl und Friedrich nicht nur nicht mag, sondern bei ihrer Erwähnung auch die guten Manieren vergesse? Jepp. Ich halte das für wichtig und richtig. Nebenbei habe ich gleich der Loboschen These eine Spitze abgenommen: mitnichten sind im Netz gute Manieren immer notwendig oder für alle wünschenswert. Es gibt gar viele gute Gründe, selbige gelegentlich außen vor zu lassen. Das schöne dabei: es kann jeder halten wie der auf dem Dach. Ich wills erörtern.<br />
<span id="more-2380"></span><br />
<strong>Die Parallele zum Reallife ist Unsinn</strong></p>
<p>Lobo bringt die stramme These, dass das ganze offline ja funktioniert, und macht damit einige Fässer auf: dass man die Blumen in den öffentlichen Anlagen nicht pflückt und keiner auf die Straße rotzt, sind aber insbesondere schöne Beispiele. Nichtsdestotrotz parken die einen den Radweg zu, schmeißen die anderen die Flaschen in den Park und verkaufen die dritten die Bildzeitung. Vieles vollkommen legal und manches sogar gesellschaftlich akzeptiert. Dass dann noch der eine Depp dem anderen irgendwann das Bierglas in die Fresse rammt, ist schon wieder meist halböffentlich, aber das gilt fürs Netz auch: nicht überall guckt alle Welt zu und da wird dann eben auch über die Stränge geschlagen. Am Ende fehlen nur keine Zähne. Lobo wird sagen, das sei der Anteil der Idioten, den es immer gibt und den eine Gesellschaft verkraftet, aber mit Verlaub: dann braucht man die ganze Diskussion gar nicht führen, denn dann ist eh alles in Ordnung. Bzw. schlimmer, denn im Netz kann ich viele Sachen nicht sagen und machen, die im RL in der Regel folgenlos bleiben.</p>
<p><strong>Manierlichkeit wird vielerorts durchgesetzt. Wer Wert drauf legt, soll dorthin gehen bzw., dort bleiben</strong></p>
<p>Öffentlich/halböffentlich hab ich das Fass bereits aufgemacht. In den meisten &#8220;öffentlichen&#8221; Plattformen wird eh munter moderiert und die lobosche Manierlichkeit mehr oder weniger restriktiv durchgesetzt. Und so kloppen sich die einen in den Blogkommentaren und die anderen im SpOn-Forum und die dritten im IRC, jeweils, bis halt einer heult oder der allmächtige Op den Banhammer schwingt. Für alle gilt: wems zu heiß wird, soll nicht in die Küche gehen. &#8220;Küche&#8221; meint für die zarter Besaiteten eben Zeit Online und für die härteren halt Heiseforen, und wers gerne in Richtung finnische Sauna mit Birkenzweigauspeitschen hat, gibt sich ein wenig /b/. Wenn man genug hat: raus an die frische Luft. Hilft. Meist kriegt man das sogar mit nem Mausklick hin, im Unterschied zu mancher ach so manierlichen Reallife-Auseinandersetzung. Dass man da nicht eben mal den Monitor ausmacht und anschließend seine Ruhe hat vor den Mitmenschen, sollte manch einer schon erlebt bzw. mehr oder weniger schmerzlich verspürt haben.<br />
<strong><br />
Filtern statt ärgern</strong></p>
<p>Ich werde den Teufel tun und meine Umgangsformen an einen wie auch immer gearteten gemeinsamen Nenner anpassen, nur weil manche Leute zu blöde sind, den &#8220;Unfollow&#8221;-Button auf Twitter oder den Zurück-Knopf ihres Browsers zu betätigen. Kein Mensch wird ins Netz, geschweige denn auf eine bestimmte Plattform geprügelt.</p>
<p><strong>Schutzmöglichkeiten sind nur bedingt wirksam, aber eh eine höchst subjektive Kiste</strong></p>
<p>Funktionieren kann das alles von vornerein nicht, einem Spammer oder Troll kann man viel von Manieren erzählen, und was einem 14jährigen manierlich scheint, muss dem 40jährigen längst nicht gefallen. Auch jenseits der &#8220;allgemein geteilten&#8221; Ansichten zu <em>&#8220;guten Umgangsformen&#8221;</em> (allein die Existenz dieses Begriffs macht mich nebenbei wünschen, selbige zu ignorieren) gibt es beispielsweise so manche Äußerung, die <em>mich verärgert</em>, schlicht, wenn sie <em>meine Intelligenz beleidigt</em>. Absonderungen von Homöopathieanhängern gehören regelmäßig dazu, manches von der täglichen Verarschung, die hochoffiziell von führenden Persönlichkeiten geäußert und allgemein toleriert durch Massenmedien weiterverbreitet wird, Farmville- und Tageshoroskop-Posts, die aus unerfindlichen Gründen in meine Timeline wandern &#8211; aber allen gemein ist, dass ich sie mit mehr oder weniger großem Aufwand ignorieren kann. Wie ich eben auch im RL vieles ignoriere oder dankenswerterweise gar nicht mitbekomme. Auf was ich rauswill: wenn wir nun loslegen und einen Netzknigge dahingehend verbrechen wollen, der es auch nur einem Teil der Leute recht macht, dann kommt trotzdem was raus, was einen Großteil der Äußerungen nicht abdeckt, die man als intelligenter Mensch als Hohn empfindet. Es darf sich jeder als &#8220;intelligenter Mensch&#8221; angesprochen fühlen, von der Intelligenz heißt es ja, dass jeder meint, genug davon zu haben. Auf was ich raus will: es bringt nichts, allgemein nichts und subjektiv für niemanden. Das bringt mich wiederum zu <strong>meinem Fazit</strong>:</p>
<p>Das ganze <em>mag gut gemeint sein, ist aber Scheiße</em>, da das allgemeine Scheitern vorprogrammiert ist. Weswegen man es tunlichst unterlassen sollte, ähnliches auch nur unverbindlich zu versuchen. Jedes Scheitern solcher Versuche wird nämlich bei der nächstbietenden Gelegenheit von den üblichen Idioten herangezogen für ein <em>&#8220;Seht ihr, deswegen brauchen wir $restriktive_massnahme_x, weil im Guten hats ja nicht geklappt.&#8221;</em> Schon allein, um solche zwangsläufig geäußerten Zumutungen an meine Denkfähigkeit zu vermeiden, mag ich das Manieren-Experiment ganz schnell wieder begraben. Alleine, ich fürchte, dafür ist es zu spät. <strong>Und Lobo ist schuld, fick dich, du Pillermann-Arsch, elender. </strong></p>
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		<title>Perry Rhodan ist kein Ersatzhitler</title>
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		<pubDate>Wed, 31 Aug 2011 17:20:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Korrupt</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Hitler]]></category>
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		<description><![CDATA[Vielmehr ist er Ersatzmonarch der immer noch monarchistischen Deutschen, unsterblich, gütig und von eigenen Gnaden eingesetzt. Diese Wunschverklärung und -transzendierung durch politisch und geschmacklich minderbemittelte Mitbürger ins (schlechte) SF-Millieu ist nach wie vor ein allzu fruchtbarer Schoß, aus dem kriecht auch noch allerlei Nachwuchs. Ich hatte für eine Zeit die Hoffnung, dass das mit meiner [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vielmehr ist er E<a href="http://www.korrupt.biz/2275/gutenberg-und-perry-rhodan-gewagte-these/">rsatzmonarch der immer noch monarchistischen Deutschen, unsterblich, gütig und von eigenen Gnaden eingesetzt</a>. Diese Wunschverklärung und -transzendierung durch politisch und geschmacklich minderbemittelte Mitbürger ins (schlechte) SF-Millieu ist nach wie vor ein allzu fruchtbarer Schoß, aus dem kriecht auch noch allerlei Nachwuchs. Ich hatte für eine Zeit die Hoffnung, dass das mit meiner Generation so ausstirbt*, aber dem ist wohl nicht so.</p>
<p>Nett finde ich trotzdem das themenangemessene <a href="http://www.zeit.de/kultur/film/2011-08/film-doku-perry-rhodan">Herumhitlern der Zeit</a>, das nach den vorhersehbaren Protesten der Rhodanisten zumindest beim Titel <a href="http://www.bildblog.de/33033/perry-rhodan-nato-berlin-neukoelln/">leider geändert wurde</a>. Die dezente und zur Kenntlichkeit entstellende Übertreibung sehe ich gern als Stilmittel, die reaktionäre Rhodan-Bagage heult pflichtschuldigst rum. Das ist sie ihrem Überführer schuldig und man muss es wohl ensprechend tolerieren.</p>
<p><small>*Einer meiner traumatisierendsten politischen Sozialisationsmomente war das unvermeidliche Zuwortmelden eines Rhodanfans in eine durchaus angeregte Debatte zur weltpolitischen Lage mit dem Statement, das solle <em>&#8220;doch alles wie bei Rhodan laufen, wenn die Ausserirdischen kommen, dann raufen sich die Länder hier schon zusammen&#8221;.</em></small> </p>
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		<title>Internet: Aus geisteswissenschaftlicher Sicht leider langweilig</title>
		<link>http://www.korrupt.biz/2364/internet-aus-geisteswissenschaftlicher-sicht-leider-langweilig/</link>
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		<pubDate>Fri, 19 Aug 2011 20:56:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Korrupt</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Vorweg: das Netz ist ein hochspannendes Ding, ich muss nur anlässlich mspr0s letztem Blödsinn streitbarem Post ein paar Sachen geraderücken. Das ist automatisch etwas überspitzt, wer das nicht mag: man kann mich auch das Netz sozialwissenschaftlich hinterfüttert lobpreisen lesen. Für alle anderen: ein paar Gründe, warum man aus geisteswissenschaftlicher Perspektive auf den ersten Blick weniger [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vorweg: das Netz ist ein hochspannendes Ding, ich muss nur anlässlich mspr0s letztem <del>Blödsinn</del> <a href="http://mspr0.de/?p=2378">streitbarem Post</a> ein paar Sachen geraderücken. Das ist automatisch etwas überspitzt, wer das nicht mag: man kann mich auch <a href="http://www.korrupt.biz/697/eine-lanze-fur-den-cyberspace-ein-diss-an-das-reallife/">das Netz sozialwissenschaftlich hinterfüttert lobpreisen</a> lesen. Für alle anderen: ein paar Gründe, warum man aus geisteswissenschaftlicher Perspektive auf den ersten Blick weniger im und zum Netz sieht, als man vielleicht erwartet oder erhofft, und ein paar streitbare Thesen, um die Netzpropheten, Postneozweiteegal-Verkünder und Konsorten mal wieder auf den Boden zu holen. Das Netz ist aus den meisten sozial- und geisteswissenschaftlichen Perspektiven eine Rahmenbedingung und damit nicht im Fokus, ich meine, zurecht. Weiter sind die sozialrevolutionären Aspekte oftmals höchst eingeschränkt bzw. halten einer empirischen Überprüfung (noch) nicht stand. Zuletzt ist die Grundannahme, Geisteswissenschaften finden im Netz kaum statt, schlicht Blödsinn. Sie sind nicht unbedingt in Google indexiert, und dass ich &#8220;alten Hasen&#8221; erklären muss, dass WWW != Netz, das ist schon ein wenig hart. Aber von vorn und ausführlich.</p>
<p><strong>1. Das Netz ist als großtechnisches System in den meisten Perspektiven (triviale) Rahmenbedingung</strong></p>
<p>Wenn mich jemand fragt, was eine der unterschätztesten technologischen Umwälzungen der Neuzeit ist, dann würde ich sagen, der individuelle Personennahverkehr und der ÖPNV. <span id="more-2364"></span>Schon allein, weil der Verkehr als großtechnisches System extrem weit in sehr vielen gesellschaftlichen Bereichen eingebunden und verzahnt ist, zum nächsten, weil er typische Phänomene der Moderne wie Urbanisierung erst ermöglicht hat und dadurch immense indirekte Folgen auf die Lebensgestaltung und die lebensumfelder hat, begonnen von ökonomischen und kulturellen Zentren bis hin zu den Schlafdörfern und Vorstädten. Man kanns selber ein wenig weiterspinnen, es hängt verdammt viel dran. Dennoch beschäftigen sich denkbar wenige sozialwissenschaftliche, kulturwissenschaftliche etc. Studien spezifisch mit den segens- und fluchreichen Auswirkungen des ÖPNV, schlicht, weil dieser zu einer selbstverständlich vorausgesetzten Rahmenbedingung praktisch aller gesellschaftlichen Strukturen und Phänomene wurde. Das entwertet ihn mitnichten, man kann sich den Spass machen und zu unterschiedlichsten Themenbereichen durchdeklinieren, welchen Einfluss bzw. welche Schlüsselrolle in ihrem Zustandekommen das Phänomen Individualverkehr hat, aber man kanns in den meisten Fällen einfach auch weglassen, weils keinen zusätzlichen Erkenntnisgewinn bringt. Mit dem Netz verhält es sich ebenso. mspr0 lässt anklingen, dass die rasant angestiegene gesellschaftliche Relevanz des Internet keine Entsprechung bei der Thematisierung in der Geisteswissenschaft finde. Meine starke These:<br />
<em>Eben weil das Netz immer weitere Gesellschaftsbereiche immer stärker durchzieht, muss es immer weniger als expliziter Untersuchungsgegenstand thematisiert werden.</em><br />
Das ist in meinen Augen vollkommen in Ordnung und simple Anwendung Ockhams.</p>
<p><strong>2. Das Netz revolutioniert seltenst, es beschleunigt</strong></p>
<p>Nebenan klang Ulrich Beck als Prototyp des sozialwissenschaftlichen Dampfplauderers bereits an, er ist nicht der einzige, der sich regelmäßig darin versucht, einen qualitativen Entwicklungssprung der Moderne zu konstatieren und sich damit als Begriffspräger einen Vordenkernamen zu machen. Traurigerweise ist das Netz in den seltensten Fällen eine qualitative Sprungfeder, in der Regel sind &#8220;Netzphänomene&#8221; Beschleunigungsprozesse. </p>
<p>Das fällt einem nicht auf, wenn man sich grade an den frisch dahinkonstruierten demokratisierenden Potentiale des Internet am Beispiel des arabischen Aufbruchs besoffen geredet hat, auch wenn dort wie woanders gelegentlich die Verwunderung darob zu beobachten ist, dass sich was tut, obwohl niemand sein Twitter-Avatar ändern musste. Fakt ist, dass die meisten Strukturen, die das Netz eben *beschleunigt*, in der einen oder anderen Form auch vorher zur Verfügung standen, nur eben weniger verbreitet und weniger schnell. Aber eine Medienöffentlichkeit gabs auch schon vor TCP/IP und, man glaubt es kaum, Gegenöffentlichkeiten wurden auch schon mit Flugblättern, Untergrundzeitungen, Radiosendern und wasweissichnoch geschaffen. Zweifellos wird vieles effizienter, leichter, besser erreich- und nutzbar, die tatsächlichen &#8220;Quantensprünge&#8221; sind indessen schwer zu finden, da stellt sich eben oft genug heraus, dass der Diskurs mit der lokalen Ortsgruppe der politischen Richtung der Wahl meist nicht mehr und nicht weniger fruchtbar ist als der, den man jetzt eben landes-, sprach- oder weltweit führen kann, da die Intelligenz dann doch irgendwie normalverteilt ist. Nebenan wurde (ausgerechnet!) die Small World Theory als &#8220;nun praktisch prüfbares&#8221; Theorem angeführt, ja meine, Güte, als ob es irgend eine Rolle spielt, ob ich Charles Manson über den Cousin des Saufkumpans des Schwagers des Botschafters kenne, der den Taxifahrer des Zellenwärters mal von weitem gesehen hat, oder ob das irgendwelche Netzbekanntschaften von Netzbekanntschaften von wasauchimmer sind, die mir ab der dritten Ecke ähnlich scheißegal sind.</p>
<p><strong>3. Das offene Netz ist für den (geistes)wissenschaftlichen Diskurs ungeeignet</strong></p>
<p>Man siehts an den Kommentaren nebenan, insbesondere beim (von mir ansonsten durchaus geschätzten) mspr0 selbst, der sich nicht entblödet, Ansätze einer sozialwissenschaftlichen Begriffskläruing in den Kommentaren gleich als &#8220;Putzigkeit&#8221; abzubügeln. Ich werd den Teufel tun und ernsthafte sozialwissenschaftliche Diskussion auf einem öffentlichen Netz- oder Webformat zu betreiben, schlicht, <em>weil da zu viele Idioten unterwegs sind</em>. Man betreibt Wissenschaft auch in der Regel in einem entsprechenden (zugangsbeschränkten!) institutionellen Diskurs und nicht in der Fußgängerzone mit irgendwelchen dahergelaufenen Deppen, die meinen, ihren Senf dazugeben zu können. Wem das zu elitär ist &#8211; sorry, nicht mein Problem, lernt damit zu leben. Das Netz als emanzipatorische Medientechnik bedeutet nicht automatisch, dass ich jeden Kommentartroll als vollwertigen oder gar nur ansatzweise nützlichen Diskursteilnehmer ernstnehmen muss. Im Gegenteil kann ich hier wie woanders auf dieselben in der Regel bestens verzichten, ja *muss* ich sogar, will ich einigermassen produktiv bleiben. </p>
<p>Deswegen hat sich der wissenschaftliche Diskurs eben auch in meist geschlossenen oder wenig öffentlich sichtbaren Kreisen gebildet. Ich sag nur Mailinglisten, ich hab einige gelesen, auf einigen diskutiert und einige auch wieder abbestellt, und kann damals wie heute sagen, dass es ein meist funktionierender Diskurskanal ist. Ich wage gar die Prognose, dass das so bleiben wird, denn als Wissenschaftler hat man ein Interesse an den Inhalten seiner Arbeit und nicht an der Plattformmode. Metadiskussion gibts schon genug, da muss man nicht von der ML aufs Blog auf Myspace auf Facebook auf Google+ auf whatthefuckever umziehen. Wers tut, ist bekloppt und sollte sich das mit der Wissenschaft nochmal überlegen.</p>
<p>Man kanns weitertreiben mit der Ranterei, aber ich denk, da ist jetzt mal genug zusammengetragen. Der Vollständigkeit halber noch Link zum Kurzkommentar <a href="http://mspr0.de/?p=2378#comment-7651">nebenan</a> und vielleicht kommt auch beim <a href="http://www.ichschwoersdir.de/2011/08/18/ach-mspro/">ichschwoersdirblog</a> noch was rum, aber ansonsten mag ich zum Schluss einfach sagen: man schämt sich zwar auch ein bisschen fremd für den Mit-Sozialwissenschaftler nebenan, aber auf der anderen Seite hat er <a href="http://www.korrupt.biz/2262/ein-selbstgerechter-grus-an-mspro-vom-27c3/">ein Händchen dafür</a>, mich zum Absondern von Gedanken anzuregen, ich hoffe, von klugen. Danke dafür ;o)</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Homöopathie ist ein Gradmesser der Gesellschaftsverblödung</title>
		<link>http://www.korrupt.biz/2356/homoopathie-ist-ein-gradmesser-der-gesellschaftsverblodung/</link>
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		<pubDate>Wed, 17 Aug 2011 17:31:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Korrupt</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Arschlöcher]]></category>
		<category><![CDATA[Homöopathie]]></category>
		<category><![CDATA[Rant]]></category>
		<category><![CDATA[Volksverdummung]]></category>

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		<description><![CDATA[Boiron verklagt einen Blogger, weil er sagt, was zu Homöopathie gesagt werden muss. Ich sags auch gern nochmal in meinen Worten: es handelt sich um einen wirkungslosen Pfusch, der zu exakt zwei Sachen nutze ist: &#8211; er füllt die Taschen derjenigen (beispielsweise die von Boiron), die sich nicht zu schade sind, mit pseudowissenschaftlich angemalter Volksverdummung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://blog.esowatch.com/?p=3832">Boiron verklagt einen Blogger</a>, weil <a href="http://www.blogzero.it/2011/07/13/omeopatia-mito-e-leggenda-1">er sagt</a>, was zu <a href="http://www.blogzero.it/2011/07/27/omeopatia-mito-e-leggenda-2">Homöopathie gesagt werden muss</a>. Ich sags auch <a href="http://www.korrupt.biz/2133/ein-paar-aggressive-anmerkungen-zur-homoopathie-diskussion/">gern nochmal</a> in meinen Worten: es handelt sich um einen wirkungslosen Pfusch, der zu exakt zwei Sachen nutze ist:</p>
<p> &#8211; er füllt die Taschen derjenigen (beispielsweise die von Boiron), die sich nicht zu schade sind, mit pseudowissenschaftlich angemalter Volksverdummung Geld zu machen und<br />
 &#8211; er misst den Grad der gesellschaftlichen Verblödung auf mehreren Ebenen.<br />
Ersteres ist trivial, kann aber nicht oft genug gesagt werden. Zweiteres kann man etwas differenzierter ansehen.</p>
<p>Dass die Gesellschaft als solche anfällig ist für esoterische oder sonstige Verdummung, ist ebenfalls zunächst trivial. Nichtsdestotrotz gibt es gewisse Fortschritte des allgemein in der Regel voraussetzbaren Wissens. In Sachen Homöopathie ist das Erkenntnisniveau der breiten Masse indessen oft genug noch erbärmlich gering, aber man kanns den Leuten nicht mal so recht vorwerfen. Denn, und damit komm ich zu den weiteren Ebenen: die Dummheitsmessfähigkeit der Homöopathie hört nicht damit auf, dass &#8220;die Leute&#8221; eben solange offenbar im Schnitt noch zu verblödet sind, solang ein Homöopath nicht neben dem Jahrmarktszelt der Kirmeswahrsagerin sitzt, wo er hingehört. <span id="more-2356"></span>Dass die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen diesen wünschenswerten Lern- und Entwicklungsprozess nicht gerade fördern und so unmittelbar die allgemeine Verblödung fördern, kann man auch an weiteren Gesellschaftsbereichen direkt festmachen.</p>
<p> &#8211; <strong>Politik</strong>. Solang Quacksalberei und Verdummung per Protegierung von oben gefördert und legitimiert wird, braucht sich niemand wundern, wenn a) die Leute dumm bleiben und b) das ganze Geschwätz vom &#8220;Wissensstandort&#8221; nicht ernstgenommen werden kann. Ich mach hier insbesondere den Grünen einen Vorwurf, die sich gern als aufgeklärte Mittelschichtsparteio gerieren, aber in diesen Bereichen in Sachen reaktionärer, antiaufklärerischer Verbohrtheit jedem CSU-Stammtisch problemlos das Wasser reichen können. Konkret zum Fall ist es natürlich auch ein Armutszeugnis für ein Rechtssystem, welches die Möglichkeit bietet, notwendige wissenschaftliche Aufklärung verklagbar zu machen.</p>
<p> &#8211; <strong>Gesundheitssystem</strong>. Eine Krankenkasse, die auch nur einen müden Cent für die esoterische Verdummung ihrer Kundschaft erstattet, ist kein Instrument des Gesundheitssystems, sondern eben ein weiterer Akteur der Verdummung. Weiter gehört, ich erwähnte es bereits, <a href="http://www.korrupt.biz/2133/ein-paar-aggressive-anmerkungen-zur-homoopathie-diskussion/">jedem homöopathiepraktizierendem Arzt sofort die Approbation entzogen</a>, da man nicht klarer unter Beweis stellen kann, dass man von seiner wissenschaftlichen Ausbildung absolut nichts begriffen hat.</p>
<p> &#8211; <strong>Medien</strong>. Immer gern ignoriert, aber so gern dort zu anderen Themen und Personalien die Besserwisserkeule ausgepackt wird, das scheint so eines der Gebiete zu sein, wo man gern mit gebremstem Schaum unterwegs ist, wo man gern der Klientel nach dem Mund redet, wo man es gern auch unterlässt, die ansonsten gern gepflegte Stimmungsmache fürs subjektiv &#8220;richtige&#8221; einfließen zu lassen. Schaut man den Schwachsinn näher an, der Grundlage der Homöopathie ist und betrachtet anschließend die öffentliche und insbesondere (gesundheits)politische Wahrnehmung, verwundert es einen, dass nicht mindestens wöchentlich geleitartikelt wird. Verpfuschtes Gesundheitssystem, Sabotage des Wissensstandort, übelste Klientelpolitik und Volksverblödung, ich meine, wieviel Reizthemen auf einmal sollens denn bitte sein, damit da was beim Namen genannt wird?</p>
<p> Ansonsten gehört natürlich auch Boiron kräftig einer eingeschenkt, wenn sie es nicht publik haben wollen, womit sie den Leuten die Kohle aus der Tasche ziehen. Und man sollte sich die boiron.fr mal näher anschauen und drüber aufklären, grade auch im &#8220;Stammland&#8221; &#8211; soweit ich das der .com entnehme, ist die Muttergesellschaft französisch und wird ca. 50% des Umsatzes in FR gemacht. Von daher&#8230; mein Schulfranzösisch ist etwas eingerostet, aber wenn da eine Übersetzung der Geschichte hinwandert, tut wohl auch die Streisand am meisten weh.</p>
<hr /><small>Wenn dieser Feed auf kommerziellen Seiten eingebunden wird, bite ich um eine kurze Nachricht an korrupt bei gulli punkt com. Danke.<br /> b27ba64c4ed4d92680ad5c97d21282cc)</small>]]></content:encoded>
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		<title>junge Welt, Mauerdank und die unerträgliche Selbstgerechtigkeit des Übriggebliebenen</title>
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		<pubDate>Tue, 16 Aug 2011 17:46:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Korrupt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[Arschlöcher]]></category>
		<category><![CDATA[DDR]]></category>
		<category><![CDATA[Mauer]]></category>
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		<category><![CDATA[Rant]]></category>

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		<description><![CDATA[Die jW dankt für 28 Jahre Mauer, das kotzende Einhorn hihi, kotzt, und an sich will ichs ihm auch gerne zugestehen, weil es sonst ganz okayen Krempel vertritt. Ich wollt erst nix zu sagen, mich störte auch was und ich kriegte den Finger nicht drauf, obs eher so das generelle Genervtsein von allem war oder [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die jW dankt für 28 Jahre Mauer, das kotzende Einhorn hihi, <a href="http://www.kotzendes-einhorn.de/blog/2011-08/sick-sad-world-das-cover-der-jungen-welt/">kotzt</a>, und an sich will ichs ihm auch gerne zugestehen, weil es sonst ganz okayen Krempel vertritt. Ich wollt erst nix zu sagen, mich störte auch was und ich kriegte den Finger nicht drauf, obs eher so das generelle Genervtsein von allem war oder ob mich da doch ein paar Sachen im Spezifischen ankotzen. Aber mich kotzt tatsächlich was im Spezifischen an.</p>
<p>Ganz konkret nenn ich das die Selbstgerechtigkeit des Übriggebliebenen, die manchmal einfach unerträglich penetrant daherkommt. Ich krieg den Finger nicht drauf, wann sich die einschlägigen Arschlöcher das Selbstgerechtsein eher verkneifen und sich demütig geben und wann sie fett austeilen wie im konkreten Fall. Einen Hitlerfaktor gibts im zugrundeliegenden Algorithmus sicher und wahrscheinlich noch so ein paar andere wie Israel. Konkret aber: Beispielsweise zu so <em>Jahrestagen der Befreiung</em> üben sich die üblichen Verdächtigen tendenziell eher in Demut und danken den Amis (und tendenziell nur denen) für ihren Demokratie- und Kulturimport, denn schließlich ist bekanntermaßen nach Auschwitz jeder McDo kultureller Fortschritt. Man steht nicht hin und zeigt mit dem Finger auf andere. Manche, die es in der Sache oder mit dem Heucheln richtig ernst meinen, warnen gar drohend vor dem noch fruchtbaren Schoß, aus dem &#8220;das&#8221; kroch.</p>
<p>Ganz anders <em>in Sachen Mauer/DDR</em>. Da kann man sich gar nicht hoch genug in den Himmel loben für sein (übriggebliebenes) humanes, faires, menschliches und soziales System, dessen Auswüchse ja niemanden umbringen, niemanden in die würdelose Existenz werfen, niemanden schon qua Geburt auf irgendeine Scheißexistenz festnageln und anderen Arschlöchern Parteibuch, Kohle und Senatorklassemenschmentalität in die Wiege legen. Nein, zu solchen Anlässen ist demütiges Kehren vor eigenen Türen absolut nicht angesagt, oder gar zu überlegen, was heute vielleicht ähnlich oder gar schlimmer scheisse ist als in 28 Jahren DDR.</p>
<p>Stattdessen schön selbstgerecht die Nase hochgehalten und die immense kulturelle, humane und materielle Überlegenheit des eigenen übriggebliebenen Systems gepriesen bzw. an sich selbst gelobt. Bis zum nächsten achten Mai, da dankt man wieder in Demut dem transatlantischen Brudervolk dafür. Um mal wieder den Meister Bernhard zu zitieren: Es ist zum Kotzen.</p>
<p>Solange dermassen ignorant den eigenen Fehlern und &#8211; gerade angesichts dieser selbstproklamierten humanen, sozialen und materiellen Überlegenheit &#8211; den unerträglichen Ungerechtigkeiten der aktuellen Verhältnisse und ihrer durchaus xfach fatalen Folgen gegenüber die Selbstgerechtigkeit gepflegt wird, solange kann sich die junge Welt meinetwegen täglich für 28 Jahre Club Cola bedanken. Meinen moralischen Segen hat sie.</p>
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		<title>Y ME HAZ INTERNET?</title>
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		<pubDate>Tue, 09 Aug 2011 19:04:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Korrupt</dc:creator>
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		<description><![CDATA[&#8230;and for great justice. Außerdem hab ichs verdient und muss der Tage mal noch erläutern, was alles noch schlimmer ist als Versatel. Wenn dieser Feed auf kommerziellen Seiten eingebunden wird, bite ich um eine kurze Nachricht an korrupt bei gulli punkt com. Danke. b27ba64c4ed4d92680ad5c97d21282cc)]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.korrupt.biz/img/for_teh_lulz.jpg" alt="FOR TEH LULZ!!!1" width="500" /></p>
<p>&#8230;and for great justice. Außerdem hab ichs verdient und muss der Tage mal noch erläutern, was alles noch schlimmer ist als Versatel.</p>
<hr /><small>Wenn dieser Feed auf kommerziellen Seiten eingebunden wird, bite ich um eine kurze Nachricht an korrupt bei gulli punkt com. Danke.<br /> b27ba64c4ed4d92680ad5c97d21282cc)</small>]]></content:encoded>
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