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	<title>Tales from the Mac Hell</title>
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	<description>Korrupt bloggt über Netzkram</description>
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		<title>Die Legenden des Wüstenplaneten, oder: wenn mich eine Trilogie für dumm hält</title>
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		<pubDate>Tue, 21 May 2013 17:04:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Korrupt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[Buchrezension]]></category>
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		<description><![CDATA[Ich habe meine Probleme mit manchem Science Fiction, von meinem gelegentlichen Bashen des Genres hatte ich aber &#8211; bewusst oder unbewusst &#8211; Frank Herbert in der Regel ausgenommen. Der Wüstenplanet wird so ab Band 3 oder 4 etwas schwierig, aber nichtsdestotrotz halte ich den Zyklus für ein herausragendes Stück SF/Fantasy, und das ganz ohne den [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Ich habe meine Probleme mit manchem Science Fiction, von meinem <a href="http://www.korrupt.biz/1339/asimov-foundation-ein-rant-zwischenrein/">gelegentlichen</a> <a href="http://www.korrupt.biz/2275/gutenberg-und-perry-rhodan-gewagte-these/">Bashen</a> des Genres hatte ich aber &#8211; bewusst oder unbewusst &#8211; Frank Herbert in der Regel ausgenommen. Der Wüstenplanet wird so ab Band 3 oder 4 etwas schwierig, aber nichtsdestotrotz halte ich den Zyklus für ein herausragendes Stück SF/Fantasy, und das ganz ohne den üblichen Verweis, dass es zum Herausragen in diesem mülldominierten Genre nicht viel braucht. </p>
<p>Sein Erbe haben Brian Herbert und Kevin Anderson (u.a. Star Wars) angetreten, und sie hätten Vater Frank auch aufs Grab pissen können, das wäre aber wohl schlechter zu vermarkten gewesen. Unter der Trilogie gehts ja nicht mehr, und in der Trilogie wird die Vorgeschichte des Dune-Zyklus erzählt. Butlers Djihad, der Krieg der Menschen gegen die Denkmaschinen, die Entdeckung der Spice, die Entstehung der Gilde, Ursprünge von Bene Gesserit und Bene Tleilax, der Mentaten, die Vorgeschichte der Häuser Harkonnen und Atreides. Klingt gut, ist aber scheiße.</p>
<div id="attachment_4556" class="wp-caption aligncenter" style="width: 534px"><a href="http://www.korrupt.biz/wp-content/uploads/schlechte-sf.jpg"><img src="http://www.korrupt.biz/wp-content/uploads/schlechte-sf-1024x580.jpg" alt="Das sind nicht die Bücher, die ihr sucht." width="524"  class="size-large wp-image-4556" /></a><p class="wp-caption-text">Das sind nicht die Bücher, die ihr sucht.</p></div>
<p>Die Story: Die Menschheit ist nach der Bewusstwerdung des &#8220;Allgeists&#8221; Omnius, der zentralen Instanz der Computer, von der Diktatur der damaligen Herrscher in eine Diktatur der Maschinen abgerutscht und fristet seitdem ein eher klägliches Dasein entweder in Sklaverei oder unter ständiger Gefahr der Invasion. Eine Reihe von Menschen hält sich die Maschinerie noch eher so aus Neugier, weiter gibts die &#8220;Titanen&#8221;, Cyborgs mit Menschengehirnen, die den Computer-Allgeist seinerzeit gebaut und weitgehend aus der Kontrolle verloren haben. Die Rahmenhandlung besteht weitgehend im Kampfverlauf zwischen diesen drei Gruppen, die sich weitgehend unversöhnlich gegenüberstehen. Details betreffen die einzelnen Akteure sowie die Vorgeschichte der Fremen auf Arrakis.</p>
<p>Das klingt jetzt nicht sonderlich originell, könnte aber als Hintergrund der einen oder anderen spannenden Geschichte, Szenerie, whatever taugen. <span id="more-4555"></span>Dergleichen gibts leider nicht, stattdessen an scih alles, was US-Science Fiction mit Ausnahme von P.K.Dick so unglaublich dröge macht. Fantasielose Schlachtereien, flache Charaktere und im Prequel-Fall der &#8220;Legenden&#8230;&#8221; auch noch ein gerüttelt Maß an Vorhersehbarkeit. Bei Tolkien gibt es in &#8220;Blatt von Tüftler&#8221; das Bild der &#8220;Tiefe&#8221; einer Landschaft, in die man hineingehen kann, ohne dass sich der geheimnisvolle Horizont in bloße &#8220;Umgebung&#8221; verwandelt, und ich sage, diese Faszination der Tiefe hat Tolkien schaffen und halten können, im Herrn der Ringe wie auch in den tatsächlich geschriebenen Vorgeschichte. Mit diesem angelegten Maß wird so manches klein und erbärmlich, aber so ist es nun mal: die &#8220;Legenden&#8230;&#8221; schaffen keine Tiefe, keine Faszination, sind erbärmlich, aber leider Gottes keine kleine, sondern eine erschreckend seitenmächtige Papierverschwendung.</p>
<p>Nun ist man Kummer gewohnt und wäre ja zumindest mit einer netten Story und interessanten Charakteren zufrieden. In der Story nerven aber permanent handwerkliche und logische Fehler, die ich in dem Ausmaß bisher nur bei der Foundation ertragen musste. Beispiel gefällig? Die Suspensorfeldtechnik, bekannt aus den schwebenden Beleuchtungen aus Dune wird erfunden. Das Unternehmen, dessen Technologie später die Gilde hervorbringt, schafft hier eine *Antigravitationstechnologie*, verdammt nochmal, damit kann man sich einige spannende großtechnische Anwendungen denken, mit denen recht interessanter technologischer und gesellschaftlicher Fortschritt, Wechselwirkungen von Technik und Gesellschaft angestellt werden kann, und womit wird die Firma groß? Mit schwebenden Leuchtgloben. Leuchtgloben, verdammt! <em>&#8220;Hey, ich kann die Gravitation abschalten!&#8221; &#8220;Cool, bauen wir schwebende Straßenlampen!&#8221;</em> Ich muss kurz brechen gehen.</p>
<p>Ähnlich wirr die Haltung zu Computern. Weil die Denkmaschinen die Menschheit versklavt haben, werden keine (keine leistungsfähigen?) Computer mehr gebaut. Raumschiffe und recht aufwändige Waffensysteme gibts aber, die Tleilax haben eine fortgeschrittene Gen- und Medizintechnik, aber dennoch, keine Computer. Graduell unterschiedlich, bis hin zu &#8220;Wir brauchen Sklavenhaltung, weil wir unsere Technik nicht automatisieren können&#8221;, aber mit den Raumschiffen rumfliegen geht. Bitte was? Und so weiter und so weiter.</p>
<p>Was mich aber am meisten aufregt ist, wenn mich ein Buch für explizit blöd hält. Und da hört der Lesespass dann eben auf, denn einerseits werden alle diese gröbsten Patzer auch nicht ansatzweise erklärt, auf der anderen Seite wird keine Gelegenheit ausgelassen, dem tumben Leser eine Latte offenbar unglaublich zentraler Sachen wieder und wieder anschaulichst vor Augen zu führen. Zauberin XY ist vollkommen sozial verkrüppelt und kapiert das Konzept von Zuneigung und Empathie nicht mal dann, wenn man es ihr mit der Dampframme in die Fresse schlägt. Erasmus ist ein psychopathischer Sadistenroboter, der aus unerfindlichen Gründen Menschenforschung nur via Folter hinbekommt und dem bei aller Neugier praktisch nichts anderes als das einfällt (mit einer Ausnahme, die auch noch das letzte Restchen Charakterlogik vollends in die Tonne kloppt). Iblis ist ein machtgeiles, intrigantes Arschloch, das Macht will und intrigiert, und überhaupt, habt ihr es benmerkt? Nicht? Er ist machtgeil! und ein Arschloch! Also nochmal: Iblis ist ein machtgeiles Arschloch! Erwähnte ich bereits, dass Iblis ein machtgeiles Arschloch ist? Schaut, gleich macht Iblis wieder eine machtgeile Arschlochaktion, weil er ein machtgeiles Arschloch ist. Wie vorhin, erinnert ihr euch, als er sich so machtgeil arschlochhaftig verhalten hat? Er ist eben ein machtgeiles Arschloch und wird eins bleiben! Versteht ihr? DAS IST WICHTIG, vergesst es nicht, er ist ein MACHTGEILES ARSCHLOCH! Es ist zum Kotzen. Über drei Bände hinweg halten mich diese Autoren für zu blöd, auch nur fünf Seiten lang zu behalten, dass A ein Arsch, B ein Sadist und C irgendwie lieb, aber naiv und trotzdem unnahbar ist, dass Gruppe D so und so tickt und auf Planet E die Verhältnisse aus den und den Gründen so, wie sie sind, und dann kriegt man das wieder und wieder und wieder aufs Brot geschmiert. In jedem Vorwort werden Lektoren, Verlegern, Agenten und werweissnochwaswemalles gedankt, andersherum sollten sich jene tagtäglich und mit derselben repetitiven Monotonie pausenlos bei einer Gesellschaft bedanken, die das unwiederbringliche Verlieren von Lebenszeit durch unsäglich flache, unnütze und schlechte Wiederholungen in Büchern durch schlechtes Lektorat nicht mit konsequenten Erschießungen der Verantwortlichen ahndet.</p>
<p>Die &#8220;Legenden des Wüstenplaneten&#8221; sind schlechte Bücher. Lest sie nicht.  </p>
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		<title>Hm, n.a.t.u.r. Festival in Bochum&#8230;</title>
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		<pubDate>Wed, 08 May 2013 21:57:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Korrupt</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Bochum]]></category>
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		<description><![CDATA[&#8230;ich habs wohl in der Tat eher mit Beton. Spontan, weil nebenan, angeguckt und ne Weile geblieben. Pros: angenehm, interessant, nett, es gibt Club Mate und die Tour de Vinyl war gewöhnungsbedürftig, dann aber sehr fein. Bangen beim Biken, es ist erstaunlich. Außerdem: Paletten. Sie verfolgen mich. Cons: die Vernissage ist mir ein wenig zu [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>&#8230;ich habs wohl in der Tat eher mit Beton. Spontan, weil nebenan, angeguckt und ne Weile geblieben. Pros: angenehm, interessant, nett, es gibt Club Mate und die Tour de Vinyl war gewöhnungsbedürftig, dann aber sehr fein. Bangen beim Biken, es ist erstaunlich. Außerdem: Paletten. Sie verfolgen mich.</p>
<div style="float:left"><div id="attachment_4541" class="wp-caption alignright" style="width: 244px"><a href="http://www.korrupt.biz/wp-content/uploads/stillöeben-mit-mate.jpg"><img src="http://www.korrupt.biz/wp-content/uploads/stillöeben-mit-mate-224x300.jpg" alt="Stilleben mit Mate, NATUR-Festival Rotunde Bochum" width="224" height="300" class="size-medium wp-image-4541" /></a><p class="wp-caption-text">Stilleben mit Mate, NATUR-Festival Rotunde Bochum</p></div></div>
<div style="float:right"><div id="attachment_4542" class="wp-caption alignleft" style="width: 244px"><a href="http://www.korrupt.biz/wp-content/uploads/stilleben-mit-paletten.jpg"><img src="http://www.korrupt.biz/wp-content/uploads/stilleben-mit-paletten-224x300.jpg" alt="Stilleben mit Paletten, NATUR-Festival Rotunde Bochum" width="224" height="300" class="size-medium wp-image-4542" /></a><p class="wp-caption-text">Stilleben mit Paletten, NATUR-Festival Rotunde Bochum</p></div></div>
<p>Cons: die Vernissage ist mir ein wenig zu nett im Sinne von scheisse. Damit tu ich der Sache an sich unrecht, aber es gab einfach zu wenig Sachen, bei denen ich längers hingucken wollte, irgendwas wirklich berührt oder gezwickt, geschweige denn angekratzt wurde. Und überhaupt ist alles, niochmal, für *meinen Geschmack* ein wenig zu lieb, alternativ, freundlich und ganzheitlich-ökologisch. Versteht mich nicht falsch, ich hab nichts gegen Liebe, Freundlichkeit und ganzheitliche Ökologie, aber (unter anderem) in Kunst und Unterhaltung mag ichs eher etwas drastischer.<br />
<span id="more-4536"></span><br />
Die Palettenpflanzung muss ich mit den letzten Sammelsuria nebenan mal aus mehr Richtungen betrachten. Das etwas industriell wirkende Mate-Stilleben wiederum täuscht bzw. das mochte ich, im Unterschied zu anderen Sachen, halt gern fotografieren.</p>
<div style="float:left; padding=8"><div id="attachment_4537" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://www.korrupt.biz/wp-content/uploads/tour-de-vinyl-01.jpg"><img src="http://www.korrupt.biz/wp-content/uploads/tour-de-vinyl-01-300x224.jpg" alt="Tour de Vinyl, Rotunde, Bochum" width="300" height="224" class="size-medium wp-image-4537" /></a><p class="wp-caption-text">Tour de Vinyl, Rotunde, Bochum</p></div></div>
<p>Und nun: Tour de Vinyl. Es erinnerte mich vage an ein wirklich *uraltes* Kleinevent auf einer Schulprojekttags-Bandgeschichte, wo ich mit dem Bass einsprang bei einem &#8220;Wir spielen mit Muskelkraft-via-Fahrrad-via-Lichtmaschine betriebener PA&#8221;, ist aber eher LP-Hörspiel-DJ-Session. An sich einfaches Prinzip, die Platte dreht sich umso schneller/langsamer vor- oder rückwärts, je schneller der Biker vor- oder rückwärts in die Pedale tritt. </p>
<p>Daraus kann man hübsche Geräusch- und Klangcollagen machen, man kann eine Art Viertelsteampunk-Hörspiel-Videosession draus machen, wenn man dazu passende Videoanleitungen und Reportagentexte aus den 50ern abspielt, man kann, entsprechend mal Kraftwerk aufgelegt, auch eine coole Sample-Beatsession machen, und alles davon gabs zu sehen und zu hören. </p>
<div style="float:left"><div id="attachment_4540" class="wp-caption alignright" style="width: 244px"><a href="http://www.korrupt.biz/wp-content/uploads/tour-de-vinyl-02.jpg"><img src="http://www.korrupt.biz/wp-content/uploads/tour-de-vinyl-02-224x300.jpg" alt="Tour de Vinyl: Fahrradgesteuerte DJ-Klangcollage" width="224" height="300" class="size-medium wp-image-4540" /></a><p class="wp-caption-text">Tour de Vinyl: Fahrradgesteuerte DJ-Klangcollage</p></div></div>
<div style="float:right"><div id="attachment_4539" class="wp-caption alignright" style="width: 244px"><a href="http://www.korrupt.biz/wp-content/uploads/tour-de-vinyl-04.jpg"><img src="http://www.korrupt.biz/wp-content/uploads/tour-de-vinyl-04-224x300.jpg" alt="Tour de Vinyl: Bangen bein Biken" width="224" height="300" class="size-medium wp-image-4539" /></a><p class="wp-caption-text">Tour de Vinyl: Bangen bein Biken</p></div></div>
<p>Drei Mann, von denen immer der eine oder andere am Plattenwechseln war. Ich muss zugeben, Respekt, cool geDJt, dafür, dass es via Pedalbetrieb und gleichzeitigem Fader/Volumebedienen doch eine grobmotorische Sache ist, die dann erstaunlich fein rüberkam. </p>
<p>Zusammengenommen: Spannend, und wirklich vor allem rein geschmackstechnisch nicht agnz meins, ausgenommen eine ganze Reihe Mitwippmomente der Vinyltour. Das Ganze läuft noch ein paar Tage, <a href="http://2013.festival-natur.de/">einiges Programm</a> auch deutlich über Rotunde und BO hinaus.</p>
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		<title>Google Now für iOS, imo ein Google Glass-Test</title>
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		<pubDate>Mon, 29 Apr 2013 19:56:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Korrupt</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Heute kam ein Google-Update beim iPhone rein, und nachdem es doch einen runden Versionssprung machte, war ich etwas gespannt Google Now gibts nun, für iOS und auf .de, und auch wenn ich zu wenig der via App-Googler bin, meine ich doch, dass hier was dickeres passiert. Konkreter: mein erster Eindruck ist der, das Google hier [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<div style="float:right"><div id="attachment_4519" class="wp-caption alignright" style="width: 220px"><a href="http://www.korrupt.biz/wp-content/uploads/google-now-ios-1.jpg"><img src="http://www.korrupt.biz/wp-content/uploads/google-now-ios-1-200x300.jpg" alt="Google Now für iOS, Startscreen" width="200" height="300" class="size-medium wp-image-4519" /></a><p class="wp-caption-text"><em>Google Now für iOS, Startscreen</em></p></div></div>
<p>Heute kam ein Google-Update beim iPhone rein, und nachdem es doch einen runden Versionssprung machte, war ich etwas gespannt Google Now gibts nun, für iOS und auf .de, und auch wenn ich zu wenig der via App-Googler bin, meine ich doch, dass hier was dickeres passiert. Konkreter: mein erster Eindruck ist der, das Google hier halt die Features schon mal teilweise und soweit sinnvoll testet und ausrollt, die später via Glass eben die Hütte rocken. Mich haut Now jetzt nicht von den Socken, aber ich denke, wenn man sich das ganze eben via Glass denkt und nicht mehr auf dem Smartphone, dann kriegt man eine Vorstellung davon, wo die Reise hingehen soll. </p>
<p>Was hat man? Eine Spracheingabe, die noch nicht so recht vom Hocker reisst. Locationbasierte Dienste, die sich auch erst mal füllen müssen &#8211; aber ich denke, das passiert bei der passenden Nutzung und Freigabe entsprechender Googledienste wie Calendar, Maps usw. von alleine. Denkt man sich Google+ Local in Funktionierend dazu,. wirds richtig cool, dann könnte man das kriegen, was mich auf Facebook (Checkin) und den üblichen Locationdiensten einfach noch nicht so anmacht &#8211; so die Echtzeit-Checkerei, wer ist wann wo. Das eben auch basierend auf Kalenderfreigaben und/oder Circles &#8211; also einfach ein wenig feiner granuliert wie das &#8220;Richie ist jetzt im Bergwerk klettern&#8221;, das Facebook dann doch eher an alle Welt verkündet. </p>
<div style="float:left"><div id="attachment_4520" class="wp-caption alignleft" style="width: 210px"><a href="http://www.korrupt.biz/wp-content/uploads/google-now-ios-2.jpg"><img src="http://www.korrupt.biz/wp-content/uploads/google-now-ios-2-200x300.jpg" alt="Google Now, Karten" width="200" height="300" class="size-medium wp-image-4520" /></a><p class="wp-caption-text"><em>Google Now, Karten</em></p></div></div>
<div style="float:right"> <div id="attachment_4521" class="wp-caption alignright" style="width: 210px"><a href="http://www.korrupt.biz/wp-content/uploads/google-now-ios-3.jpg"><img src="http://www.korrupt.biz/wp-content/uploads/google-now-ios-3-200x300.jpg" alt="Google Now, Beispielkarte eines Places" width="200" height="300" class="size-medium wp-image-4521" /></a><p class="wp-caption-text"><em> Google Now, Beispielkarte eines Places</em></p></div></div>
<div style="clear:both"></div>
<p>Das war auch heute so der Nachdenkpunkt. Mal Glass analog vorgestellt. Ich hätte meine Kletterzusage heute nicht in der einschlägigen FB-Gruppe gemacht, sondern eben auf Google Plus. Kalendereintrag folgt. Ich brech auf, krieg direkt die Stauwarnung vor Dortmund, die Ansage, dass X noch unterwegs und Y schon angekommen ist und eine alternative Streckenführung via Maps.<br />
<span id="more-4517"></span></p>
<div style="float:right"><div id="attachment_4522" class="wp-caption alignright" style="width: 220px"><a href="http://www.korrupt.biz/wp-content/uploads/google-now-ios-4.jpg"><img src="http://www.korrupt.biz/wp-content/uploads/google-now-ios-4-200x300.jpg" alt="Eisdiele Kugelpudel, man hätte es verstehen können. Aber Platz 2." width="200" height="300" class="size-medium wp-image-4522" /></a><p class="wp-caption-text"><em>Eisdiele Kugelpudel, man hätte es verstehen können. Aber Platz 2.</em></p></div></div>
<p>Und natürlich Nähe Bochum den unvermeidlichen sponsored Tipp, dass ich doch auch mal das Neoliet ausprobieren könnte. </p>
<p>Vor Ort kann man dann via Voicebefehl die Kalender syncen und schauen, wann a) alle Zeit haben und b) das Wetter am Isenberg bis abends trocken und vertretbar temperiert ist. Direkt in den Kalender übernommen und die Google+ Community gepostet und die Biergartenempfehlung für anschließend ergibt sich aus den meisten positiven Bewertungen der Teilnehmergruppe im Umkreis X, und so weiter und so fort. Das folgende Klettern kann man POV livestreamen und den daheimgebliebenen a) zeigen, was man gemacht hat und b) anschliessend durchschauen, wo man welchen Griff besser anders genommen hätte und wie man die Route auch hätte steigen können.</p>
<div style="float:right"><div id="attachment_4518" class="wp-caption alignright" style="width: 220px"><a href="http://www.korrupt.biz/wp-content/uploads/google-now-ios-5.jpg"><img src="http://www.korrupt.biz/wp-content/uploads/google-now-ios-5-200x300.jpg" alt="Bitte machen Sie sich jetzt für eine bessere Benutzererfahrung nackt. " width="200" height="300" class="size-medium wp-image-4518" /></a><p class="wp-caption-text"><em>Bitte machen Sie sich jetzt für eine bessere Benutzererfahrung nackt.</em></p></div> </div>
<p>Und natürlich wirft man zum entsprechend praktischen Allroundnutzen die kompletten Infos bei Google ein. Aber ich fürchte, das könnte alles verdammt praktisch werden. Stehen und fallen wirds imo mit der Useability &#8211; exakt die lässt mich die ganzen Möglichkeiten, die man per se jetzt schon hat, am Smartphone einfach nur selten nutzen. </p>
<p>Mein Ersteindrucks-Fazit, wie gesagt: das da ist ein Test für Glass. Und es ist meiner Ansicht nach spannender zu überlegen, wie diese ganzen Möglichkeiten und Features in Glass umgesetzt, noch besser realisiert, erweitert usw. werden können, als das, was man jetzt hat, derb auf dem Smartphone auszureizen. Btw. auch in Sachen Suchmaschinenmarketing scheint mir hier die Überlegung spannender, was mit dem ganzen Kram auf Glass passiert, als sich den Kopf zu machen, wo und wie auf Google Now jetzt optimiert werden kann. Ganz davon ab, wie viel personalisierter und lokalisierter da alles noch mal wird. </p>
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		<title>Internet-Notruf: 110.de, Blast from the Past</title>
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		<pubDate>Sun, 21 Apr 2013 09:30:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Korrupt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[. Polizei]]></category>
		<category><![CDATA[110]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Internetausdrucker]]></category>
		<category><![CDATA[Notruf]]></category>
		<category><![CDATA[Vollidioten]]></category>

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		<description><![CDATA[Es gibt grade genug zum drüber kotzen, aber nachdem ich letztens ein wenig in den Blogtiefen rumstöberte, stieß ich auf das von diversen Akteuren aus Politik, Jugendschutz und Überwachungsfetischisten immer mal wieder gerne geforderte Thema &#8220;Internet-Notruf&#8221; und die naheliegende Lösung, einen solchen einfach mal unter 110.de einzurichten, anstatt in den diversen Debatten zum Thema Schwachsinn [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Es gibt grade genug zum drüber kotzen, aber nachdem ich letztens ein wenig in den Blogtiefen rumstöberte, stieß ich auf das von diversen Akteuren aus Politik, Jugendschutz und Überwachungsfetischisten immer mal wieder gerne geforderte Thema &#8220;Internet-Notruf&#8221; und die naheliegende Lösung, einen solchen einfach mal <a href="http://www.korrupt.biz/2162/110-hilfe-polizei/">unter 110.de einzurichten</a>, anstatt in den diversen Debatten zum Thema Schwachsinn abzusondern.</p>
<p>Damals hatte ich schon den Hals offen, weil die Seite weiterleitete und nichts, aber auch *gar nichts* notrufähnliches zeitnah zu erreichen war, was ich bei einer Domain wie 110.de im Besitz der Polizei schon grob fahrlässig fand. </p>
<p>Wenn man denkt, schlechter geht nicht, kennt man unsere Internet-Exekutive nicht.</p>
<a href="http://www.korrupt.biz/wp-content/uploads/110-de-geparkt.png"><img src="http://www.korrupt.biz/wp-content/uploads/110-de-geparkt.png" alt="110.de, kein Internet-Notruf" width="500" class="size-full wp-image-4511" /></a>
<div style="clear:both"></div>
<p>Das geht nämlich durchaus.</p>
<hr /><small>Wenn dieser Feed auf kommerziellen Seiten eingebunden wird, bite ich um eine kurze Nachricht an korrupt bei gulli punkt com. Danke.<br /> b27ba64c4ed4d92680ad5c97d21282cc)</small>]]></content:encoded>
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		<title>Lob der Telekom</title>
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		<pubDate>Sun, 21 Apr 2013 08:39:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Korrupt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[Gute Dinge(tm)]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Telekom]]></category>

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		<description><![CDATA[Meine eigenen Erfahrungen mit dem Rosa Riesen sind ja eher positiv, und nun haben sie sich um eine vermehrt, insofern bekomme ich für meinen Telekom-Techniker-Einfang-Blogeintrag ein wenig ein schlechtes Gewissen grade. Man schreibt ja immer, wenn was *nicht* geht und die positiven Ereignisse oder Überraschungen sind allzu gern selbstverständlich, aber hier mal die Geschichte, die [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Meine eigenen Erfahrungen mit dem Rosa Riesen sind ja eher positiv, und nun haben sie sich um eine vermehrt, insofern bekomme ich für meinen <a href="http://www.korrupt.biz/738/die-telekom-und-indiana-jones/">Telekom-Techniker-Einfang-Blogeintrag</a> ein wenig ein schlechtes Gewissen grade. Man schreibt ja immer, wenn was *nicht* geht und die positiven Ereignisse oder Überraschungen sind allzu gern selbstverständlich, aber hier mal die Geschichte, die hoffentlich ein wenig freut und ausreichend jenseits von &#8220;Das ist doch selbstverständlich, dass ich kriege, wofür ich auch zahle&#8221; liegt.</p>
<p>Negatives vorweg ;) Zwischen acht und vierzehn Uhr solle ein Techniker zur Schaltung kommen. Er kam etwas später, dezent, aber ausreichend, dass ich wirklich nervös wurde. Immerhin: wenn man zuhause auf den Telekomtechniker wartet und kein Netz hat, kann man sinnvolle Sachen machen, ich hatte die Fenster geputzt. Soweit, so gut. </p>
<p>1und1, die an dieser Stelle auch gut wegkommen, schickten noch eine Vorwarn-SMS, dass nun in ca. 20 Min der Mann hier wäre. Ich putzte fertig und setzte mich, entgegen meiner eigenen Empfehlungen, nach unten. Auto kam, Ruppsel stiefelte hin, sagte Hallo und wurde freundlich begrüsst. Auf die Frage, ob er erst zum DSLAM oder zum Anschluss müsse, kam ein &#8220;Oh, Sie sind vom Fach?&#8221; und ab da war eigentlich alles prima. Wir stiefelten zum ersten Verteilerschrank (komplett zugeklebt, er machte vorsichtig ein paar Risse in die Plakate, um an die Türöffner zu kommen: &#8220;Sind doch schöne Plakate, braucht man doch nicht abreissen&#8221;), dort erste Leitung gesetzt, dann zum DSLAM, dort dasselbe. Dann TAE in der Bude, Testsignal eingespeist und dann in den Keller.<br />
<span id="more-4507"></span><br />
Angesichts des Eindrucks in meiner Bude waren wir inzwischen beim Gespräch über Hacker und Cracker und dass man nicht so einfach an die Server der Deutschen Bank kommt, und stellten dann im Keller fest, dass das, was ich als einzige auffindbare Anschlussdose ausgemacht hatte, doch nur eine Verteilerdose war. Wir suchten erst im Keller weiter, dann ums Haus rum und als wir zum Hinterausgang rauskamen, kam jemand vorbei und grosses &#8220;Oh, Hallo!&#8221; &#8211; es stellte sich heraus, dass hier gerade zufällig sein Vorgänger für dieses Viertel vorbeigekommen war, inzwischen in Rente, aber er &#8220;kenne jeden Keller und jeden Anschluss hier&#8221;. Wir zu dritt wieder in den Keller, allgemeine Einigung darauf, dass die Anschlussdose in einem der Kellerabteile war, der inzwischen einer Wohnung zugeteilt und abgeschlossen sei. </p>
<p>Plan; der Vorgänger schaute noch im Keller, ob es doch was gab, ich schaute im Haus, ob wer mit Schlüssel zu einem der potentiellen Verteiler-Abteile anwesend war, der Techie schaute, ob &#8211; nachdem es schon mal eine Leitung gab &#8211; er möglicherweise die Schaltung direkt am DSLAM oder dem Verteilerschrank vornehmen konnte. </p>
<p>Zehn Minuten später &#8211; wir waren beide im Haus erfolglos geblieben &#8211; war er wieder da und vermeldete mutmaßlichen Erfolg. Drei Mann hoch zogen wir in die Bude, hatten tatsächlich eine DSL-Signalmessung  und warteten anschließend gespannt, wie sich das Modem synchronisierte. Es synchronisierte, 50 hoch, 10 runter, alles fein.</p>
<p>Man verabschiedete sich und riet mir zum Erkundungen einholen beim Vermieter, was die Anschlussdose angehe, schon allein im Störungsfall, und dass sich in diesen Fällen Zahlenschlösser als Quick/Dirty-Lösung bewährt hätten, wo man im Zweifelsfall auch mal schnell per Handy dann eine temporäre &#8220;Schlüsselübergabe&#8221; machen könne. </p>
<p>Zwei ganz feine Kerle, soweit man das nach ner dreiviertelstunde Leitung schalten einschätzen kann. So einfach mit dieser durchscheinenden &#8220;Hier in meinem Viertel rennen die Anschlüsse, scheiss drauf, ob das Direkt- oder Resellerkunden sind, hier läuft der Kram und wenn nicht, dann kriegen wir ihn ans Laufen&#8221;-Einstellung, und da hat man bei mir schnell nen Wackerstein im Brett. Danke. </p>
<p><em>Disclaimer: keinerlei Sponsoring oder was auch immer.</em> </p>
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		<title>DKMS-Info zu Knochenmarkspende, DNA-Proben und Daten-Begehrlichkeiten</title>
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		<pubDate>Mon, 04 Mar 2013 18:55:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Korrupt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[Datenschutz]]></category>
		<category><![CDATA[DKMS]]></category>
		<category><![CDATA[DNA]]></category>
		<category><![CDATA[Knochenmarkspende]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich halte die DKMS für eine großartige Sache und sehe ihnen gerne nach, dass sie auf Facebook gelegentlich doch recht präsent sind. Außerdem liebe ich sie seit einer gewissen Kampagne. Und man liest ja auch gern, wenn jemandem mit einer Knochenmarkspende ein längeres Leben ermöglicht wurde. Kurz: Die DKMS sammelt und typisiert Knochenmark-Spenderdaten. Mit einer [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Ich halte die <a href="http://www.dkms.de">DKMS</a> für eine großartige Sache und sehe ihnen gerne nach, dass sie auf Facebook gelegentlich doch recht präsent sind. Außerdem liebe ich sie seit einer <a href="http://www.korrupt.biz/731/piraten-und-knochenmarkspender/">gewissen Kampagne</a>. Und man liest ja auch gern, wenn jemandem mit einer Knochenmarkspende ein längeres Leben ermöglicht wurde. Kurz: Die DKMS sammelt und typisiert Knochenmark-Spenderdaten. Mit einer Knochenmarkspende kann beispielsweise bei Leukämie oder anderen Krankheiten dieser Art, nun, Leben gerettet werden. Weil es da um ein paar mehr Verträglichkeitsfaktoren geht als bei Blutgruppen und wie bei der Organspende eben Gewebegruppen sehr gut passen müssen, dass eine Knochenmarkspende funktioniert, braucht es eine große Menge typisierter Spender, damit die Chance besteht, dass ein geeigneter Spender für jeden Einzelfall gefunden wird.</p>
<p>Ich bin da mit ner recht niedrigen Mitgliedsnummer geführt, weil die DKMS damals in Tübingen mit ihrer Arbeit angefangen hat, ich dort studierte und mich eben irgendwann typisieren ließ. Damals ganz konventionell per Blutabnahme und mehr, als dass das eine Gute Sache(tm) ist, hatte ich mir an sich nicht gedacht dabei. Nun trudelte die Post ein, in der zwecks verbesserter Typisierung der &#8220;Alt-Typisierten&#8221; ein Wangenabstrich nachgefragt wurde &#8211; heute bzw. schon seit Jahren ohnehin bereits Typisierungsmethode der Wahl. Nun ist Ruppsel ein paranoider Knochen und kam &#8211; wenn auch verspätet &#8211; auf den Gedanken, ob da nicht Begehrlichkeiten geweckt wurden. Konkret gedacht &#8211; wenn eine StA, ein LKA, das BKA oder wer auch immer kommt und eine der häufig mit hohem sozialem Druck und expliziten Irreführungen bezüglich rechtlichen Pflichten etc. durchgeführten Massentypisierungen nach einschlägigen Straftaten in der Region durchführt. Könnten sie sich auch einen Teil des Aufwands sparen und die Gewebemerkmale aus der DKMS-Datenbank einsammeln bzw. diese mittels StA-Verfügung einfordern? Kann das passieren? Vorab und kurz: Nein. Länglicher:</p>
<p>Ich hege überhaupt kein Misstrauen gegenüber der DKMS, im Gegenteil. Meine Bedenken richten sich da ausschließlich auf das alte Muster &#8220;vorhandene Daten wecken Begehrlichkeiten&#8221; und dass unsere Ermittlungsbehörden auch nur einen feuchten Furz auf die Frage nach Recht- oder Verhältnismäßigkeiten geben, bezweifle ich schon seit längerer Zeit, ich denke, mit guten Gründen.<br />
<span id="more-4499"></span><br />
Also guckt man nach. Und unter der <a href="http://www.dkms.de/de/service-hilfe/haeufige-fragen/formale-fragen.html">FAQ</a> wirds einfach nicht so richtig sonnenklar, jemand wie ich kommt da auf dumme Ideen bei Formulierungen wie &#8220;nur soweit dies gesetzlich zulässig und notwendig ist&#8221; bei der Frage nach Datenerhebung und -verarbeitung. Kann sowas dahingebogen werden, dass es &#8220;gesetzlich notwendig&#8221; sein könnte, eben auch die Bullerei zu füttern? Lacht nicht, ich weiß genau, wenn ich mich das frage, dann sitzen draußen im Zombieland noch ein paar andere, die das auch interessieren würde oder es zumindest gern klipp und klar lesen, dass das eben nicht geht.</p>
<p>Wenn man ne Frage hat, fragt man am besten. Und ich kriegte als Antwort von der DKMS:</p>
<blockquote><p><em>&#8220;&#8230;Die DNA-Analyse, um eine Übereinstimmung mit den Gewebemerkmalen eines Patienten zu finden, beschränkt sich auf die Bestimmung der HLA-Merkmale und bezieht sich nicht auf das gesamte Genom,  d. h. es wird damit kein &#8216;genetischer Fingerabdruck&#8217;  vorgenommen! Eine kriminalistische Identifizierung ist somit nicht möglich&#8230; Die HLA-Merkmale der Spender werden in anonymisierter Form an nationale und internationale Knochenmarkspenderregister übermittelt. Dies bedeutet, dass Namen, Adressen oder ähnliche identifizierende Daten nicht übermittelt werden&#8230;&#8221;</em></p></blockquote>
<p>Mir reicht das vollkommen, Post geht demnächst raus. Ich empfehls eben mal weiter: Typisieren ist ne gute Sache und rettet Leben, und man kanns machen, auch wenn man ein misstrauischer alter Knochen ist wie ich. Und zu guter Letzt: Unter <a href="http://www.go4dkms.org">www.go4dkms.org</a> läuft grade eine internationale Unterstützungs- und Verbreitungsaktion. Auch hier: bitte gern mitverbreiten. </p>
<hr /><small>Wenn dieser Feed auf kommerziellen Seiten eingebunden wird, bite ich um eine kurze Nachricht an korrupt bei gulli punkt com. Danke.<br /> b27ba64c4ed4d92680ad5c97d21282cc)</small>]]></content:encoded>
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		<title>OMR13, Nachbetrachtungen</title>
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		<pubDate>Sun, 24 Feb 2013 12:04:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Korrupt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[Marketingkram]]></category>
		<category><![CDATA[omr13]]></category>
		<category><![CDATA[SEO]]></category>

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		<description><![CDATA[So, das Gender-Unbehagen hatte ich ja schon, nun mal zu einigen inhaltlichen Eindrücken (und ein paar teilweise auch recht sozialwissenschaftlich geprägten Gedanken dazu). Be warned, das ist teilweise reichlich unsortiert und einfach mal Gedanken ausprobiert. Big Data Daten, Daten, Daten. Entweder überhaupt große Datenmengen analysieren und gezielt nutzen/aktivieren (siehe Obama-Wahlkampf), im Vorfeld der eigenen Site [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>So, das <a href="http://www.korrupt.biz/4477/vom-gender-unbehagen-auf-der-omr13/">Gender-Unbehagen</a> hatte ich ja schon, nun mal zu einigen inhaltlichen Eindrücken (und ein paar teilweise auch recht sozialwissenschaftlich geprägten Gedanken dazu). Be warned, das ist teilweise reichlich unsortiert und einfach mal Gedanken ausprobiert.  </p>
<h3>Big Data</h3>
<p>Daten, Daten, Daten. Entweder überhaupt große Datenmengen analysieren und gezielt nutzen/aktivieren (siehe Obama-Wahlkampf), im Vorfeld der eigenen Site alles analysieren, auswerten, evaluieren, was geht (Customer Journey) oder nach dem Besuch oder Sale dasselbe (Retargeting, Real Time Bidding und natürlich CRM). Wenn man diese Daten nicht hat, dann sollte man sie so schnell wie möglich generieren &#8211; anfangs eben etwas ungezielter vorgehen, und umso mehr &#8220;targeted&#8221; auf allen Ebenen von der Werbemittelerstellung über die Channel-Analyse und -optimierung bis hin eben zum CRM machen, je mehr Daten man dann sukkzessive kriegt.</p>
<p>Die Faszination dessen kann ich hervorragend nachvollziehen &#8211; einmal ist da der bereits erwähnte Aspekt, dass es immer gut ist, wenn die Leute das finden, was sie auch tatsächlich interessiert &#8211; und die Klickraten sprechen in der Regel für sich. In der Praxis ist mein Eindruck von allem, was mit Retargeting und Profiling zu tun hat, ein wenig durchwachsener &#8211; redet man mit den Leuten, dann fallen oft die Sprüche von den &#8220;verfolgenden&#8221; Anzeigen oder der &#8220;Gruseligkeit&#8221; dessen, was da offenbar von verschiedenen Stellen offenbar gewusst wird. Es liegt in der Natur der Sache, dass die &#8220;Gründe für Misserfolge&#8221; schlicht wenig interessieren und es im Endeffekt vollkommen wurst ist, wenn bei 8% Klickrate von den 92% Nichtklickern noch ein gewisser Anteil Gruseln empfindet oder sich verfolgt fühlt. Wer weiß, vielleicht wirds irgendwann wirklich auch überwiegend als nützlich und sinnvoll gesehen. Und wenn man statt 0,2% nun auf einmal 8% der Leute mit etwas sie offenbar interessierenden erreicht, dann ist der Preis vielleicht auch gerne bezahlt.</p>
<div style="float:right"><div id="attachment_4490" class="wp-caption alignright" style="width: 320px"><a href="http://www.korrupt.biz/wp-content/uploads/afrikakicker-omr13-warmup.png"><img src="http://www.korrupt.biz/wp-content/uploads/afrikakicker-omr13-warmup-300x224.png" alt="Afrikakicker auf der Warmup: Symbolbild für die soziale Verantwortung der Branche." width="300" height="224" class="size-medium wp-image-4490" /></a><p class="wp-caption-text"><small>Afrikakicker auf der Warmup: Symbolbild für die soziale Verantwortung der Branche.</small></p></div> </div>
<p>Zwei Sachen dazu. Einmal brauchts in der Regel wirklich &#8220;Big Data&#8221; und große Zielgruppen. Das ist trivial. Das andere klang im vorigen Text schon an: mir gruselt ein wenig davor, dass mit diesen Mitteln (nicht zwingend, aber oft genug) trotz allem &#8220;Individualisieren&#8221; eben nach wie vor und zwangsläufig Stereotype angesprochen, erschaffen, reproduziert werden. Ist Single auf Facebook, kriegt die Flirtportale reingeschmissen. Ist weiblich, kriegt Mode. Ist vierzehn, kriegt Lady Gaga, und ist egal was, kriegt Schlankheitsstrategien. Auf was will ich raus? Auch hier a) vages Unbehagen einerseits, b) die Frage, ob nach der überfälligen Kritik am Menschenbildgestalten der Printwerbung und dem notwendigen Überdenken beispielsweise von transportierten Schönheitsidealen eine ähnliche Bewusstseinsschaffung auch mal im Onlinebereich notwendig ist (ich denke, ja), und b) ob es analog zur (vermutlich überbewerteten &#8220;Filterbubblethese&#8221; in Sachen Social Networks und personalized search auch eine analoge Abschätzung von Situation und Aussichten im Werbebereich nicht sinnvoll wäre. </p>
<h3>Content und Context</h3>
<div style="float:right"><div id="attachment_4489" class="wp-caption alignright" style="width: 320px"><a href="http://www.korrupt.biz/wp-content/uploads/content-omr13.png"><img src="http://www.korrupt.biz/wp-content/uploads/content-omr13-300x224.png" alt="Content. Und Kontext. Das Ding auf der OMR13" width="300" height="224" class="size-medium wp-image-4489" /></a><p class="wp-caption-text"><small>Content. Und Kontext. Das Ding auf der OMR13</small></p></div></div>
<p>Der schöne Satz von &#8220;Context is King&#8221; spielte ja schon oben mit rein. Hier wirds auch schon wieder spannender, weil die Überlegung, weitaus stärker einfach in die Bereiche zu gehen, die die Leute inhaltlich interessieren und diese allenfalls noch zu branden, der ist an sich spannend und gefällt mir einfach auch vom &#8220;Geben und Nehmen&#8221; Prinzip her gut. Da kann man dann natürlich a la Pepsi eine Wall machen, die an sich nur noch aus den Statements der User besteht und per se inhaltlich gar nichts mehr mit Pepsi zu tun hat, man kann auch die &#8220;Ansätze&#8221; dessen in der ganz platten Displaywerbung sehen, die eben den eigentlichen Kontext &#8220;sponsort&#8221; und sich ansonsten  nicht einmischt, und die Bandbreite dazwischen kann ja nach Belieben aufgefüllt werden. <span id="more-4488"></span>Das Prinzip hat man ja auch beispielsweise beim Barcamp-Sponsoring oder Himmel, wenn Adobe eben die OMR mitfinanziert. Man unterstützt Inhalte mit passendem  Kontext und holt sich Sympathien ab. Wobei das ganze &#8220;neue&#8221; Prinzip, in diesen Kontext (hihi) gestellt, schon wieder recht altbekannt wirkt, aber das machts ja nicht schlecht. Kann auch sein, dass ich da irgendeinen Kernpunkt nicht verstanden habe, aber ich glaubs nicht mal. Eher, dass die &#8220;Durchdringung&#8221; eben intensiver wird, dass statt der in den bisherigen Formen weitgehend &#8220;interaktionsfreien&#8221; Content-Sponsorings eben eine aktive Miteinbeziehung in beide Richtungen steht &#8211; dass die Sponsorenseite eben zur Userplattform wird oder der Sponsor verstärkt in den Dialog eingebunden, siehe Adobe-Sicherheitslücken als Thema beim Blackhat-Vortrag auf der OMR und so weiter. </p>
<p>Da sehe ich auch viel Zukunft, weil vieles zusammenkommt &#8211; die Dynamik der Kunden/Nutzer, der Dialog Hersteller/Konsument usw., beispielsweise Steam scheint mir hier sehr viel gut und richtig zu machen. Schade fand ich hier, dass dann doch einiges ein wenig vage blieb &#8211; wie verhindert man, dass sowas wie die Pepsi-Wall dann eben doch eine sterile und bereinigte Best-of-Testimonial-Geschichte wird? Wie bringt man das zusammen mit der allgegenwärtigen Interaktion, sei es auf Bewertungsplattformen, bei Facebook, via Google Plus und Places? Die für mich spannendste konkrete Frage beispielsweise: wie bringe ich Kunden/Nutzer als Google Plus-Autoren auf eine Anbieterseite? Bisher keine funktionierenden Konzepte, die mir aufgefallen wären. Was mich angesichts des G+-Hypes ein wenig überrascht. Aber das hängt vielleicht mit dem Folgenden zusammen&#8230;</p>
<h3>SEA vs. SEO</h3>
<p>Alles wirklich sehr SEA-lastig. Das scheint mir zum Teil der Sexyness eben erwähnter &#8220;Big Data&#8221; geschuldet zu sein, die eben verstärkt bei Analysen von gezielten Adschaltungen und den Customer Journey-Auswertungen über Affiliate und andere Kanäle anfallen. Einige Datenquellen sind in der Form bei SEO eben nicht verfügbar. Nach ein wenig drüber schlafen schient mir das aber weitgehend kein Problem zu sein. Ich nehm gerne alle Informationsquellen, die sich bieten, und was über SEA an Daten anfällt, kann seit jeher auch bestens für SEO genutzt werden. Weiter kommt mir die ganze Geschichte des Zusammenrückens von Anbietern und Kundschaft sehr entgegen, und alles, was mit öffentlichem Dialog zu tun hat, ist für SEO in der Regel prima, man muss es nur nutzen und gegebenenfalls eben anstoßen. </p>
<p>Dass dabei tatsächlich auch ein Mehrwert für den Kunden rausspringt, mag dann dabei Nebeneffekt sein, aber das halte ich &#8211; unter Verweis aufs eingangs geäußerte Unbehagen &#8211; für einen der wichtigsten Aspekte an der ganzen Kiste. Was individuell oder gesellschaftlich keinen konkreten Nutzen bringt, ist weitgehend sinnfrei und auf alle Fälle eben nicht nachhaltig. Da steckt für mich der Hauptknackpunkt drin, was den Unterschied zwischen vernünftiger Online/Crossmedia-Aufstellung angeht und irgendwelchen &#8220;Hauptsache Reichweite, Hauptsache schnelle Sales&#8221;-Ansätzen ausmacht.</p>
<hr /><small>Wenn dieser Feed auf kommerziellen Seiten eingebunden wird, bite ich um eine kurze Nachricht an korrupt bei gulli punkt com. Danke.<br /> b27ba64c4ed4d92680ad5c97d21282cc)</small>]]></content:encoded>
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		<title>Vom Gender-Unbehagen auf der OMR13</title>
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		<pubDate>Sat, 23 Feb 2013 17:04:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Korrupt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[Genderdiskussion]]></category>
		<category><![CDATA[Marketingkram]]></category>
		<category><![CDATA[Netzkram]]></category>
		<category><![CDATA[omr13]]></category>
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		<description><![CDATA[Onlniemarketingveranstaltungen sind so eine Sache. Klar geht es um ein Thema, das von vielen der &#8220;Betroffenen&#8221; ohnehin allenfalls als &#8220;notwendiges Übel&#8221; gesehen wird &#8211; auch wenn ich da inzwischen angesichts mancher Klickraten denke, nun ja, ganz so kanns auch nicht sein, so gut, wie vieles angenommen wird. Andererseits war die Online Marketing Rockstars eine qualitativ [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Onlniemarketingveranstaltungen sind so eine Sache. Klar geht es um ein Thema, das von vielen der &#8220;Betroffenen&#8221; ohnehin allenfalls als &#8220;notwendiges Übel&#8221; gesehen wird &#8211; auch wenn ich da inzwischen angesichts mancher Klickraten denke, nun ja, ganz so kanns auch nicht sein, so gut, wie vieles angenommen wird. Andererseits war die Online Marketing Rockstars eine qualitativ richtig feine Sache: einige wirklich gute Slots, hohes Niveau, einige Augenöffner, und neben den Ausfällen, die nie ausbleiben, noch einiges an interessanten Gesprächen nebenher. Mir war und ist trotzdem gelegentlich unwohl, und das auf mehreren Ebenen. Symptomatisch beispielsweise der Szenenapplaus, wo die &#8220;zugespammte&#8221; Facebooktimeline nachgefragt wurde und der FB-Mensch dann doch &#8211; was soll er auch sonst tun? &#8211; ins Rudern kam und seinen mehrfach wiederholten Spruch von den &#8220;Stories&#8221; tat, welche die Advertiser da eben erzählen müssen und dass man da noch &#8220;nachjustiere&#8221;. Aber ich mag bei was ganz was anderem anfangen, und das an sich widerwillig: das Frauenbild generell und die konkreten Frauenauftritte auf der OMR. Das ist nämlich ein Unding gewesen, das mir trotz recht hoher Fremdschamschwelle massiv gegen den Strich ging.</p>
<h3>Frauen auf den Panels</h3>
<div style="float:right"><div id="attachment_4479" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://www.korrupt.biz/wp-content/uploads/omr13.png"><img src="http://www.korrupt.biz/wp-content/uploads/omr13-300x224.png" alt="Zur Frauenpräsenz auf OMR13-Panels: Symbolbild" width="300" height="224" class="size-medium wp-image-4479" /></a><p class="wp-caption-text">Zur Frauenpräsenz auf OMR13-Panels: Symbolbild</p></div></div>
<p> Das ist an sich kurz: es gab keine. Angesichts dessen, dass die OM-Branche alles, aber keine weitgehende Männerveranstaltung war, ein Armutszeugnis. Ich äußer mich zu dem Thema ungern, weil ich an sich nicht das privilegierte Sprachrohr von Gruppen spielen möchte, denen man damit gleich mal wieder die Fähigkeit abspricht, sich selber ausreichend kompetent zum Thema zu äußern, aber wie gesagt, da ist bei mir auch irgendwo das Ende der Geduld erreicht. Wenn man Flachpfeifen wie &#8220;Mr Tutorial&#8221; nen Slot geben kann, aber es nicht auf die Reihe kriegt, für <em>permanent</em> mit &#8220;Frauenthemen&#8221; (mehr dazu unten) besetzten Themenfeld auch eine Frau auf die Bühne zu bekommen, dann hat man den Schuss nicht gehört. Das ist peinlich, das ist so derbe an der Zielgruppe vorbei, dass man sich für die Branche schämen muss, das ist einfach nur dumm. Und komm mir keiner, dass es niemanden kompetentes gegeben hätte.<br />
<span id="more-4477"></span></p>
<h3>Frauen sonstwo</h3>
<div style="float:right"><div id="attachment_4478" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://www.korrupt.biz/wp-content/uploads/adpolice-omr13.png"><img src="http://www.korrupt.biz/wp-content/uploads/adpolice-omr13-300x224.png" alt="Adpolice mit der klassischen Rollenverteilung: Männer steuern, Mädels gucken" width="300" height="224" class="size-medium wp-image-4478" /></a><p class="wp-caption-text">Adpolice mit der klassischen Rollenverteilung: Männer steuern, Mädels gucken</p></div></div>
<p> Soweit, so schlecht, was das ganze eben noch schlimmer macht, sind die Punkte, wo es dann doch nicht ohne Frauen geht. Popcorn machen, in Bullenuniform Flyer verteilen, die üblichen Messehostessenauftritte, klar, da gehts dann wieder, und das bis in die kleinen Details: Die Adpolice-Mädels stehen dumm rum und sehen schick aus und die Typen steuern den Zeppelin. Und wenn dann irgendwann der unvermeidliche Lude auf der Bühne steht, muss er natürlich seine Vorzeigeschlampen mitschleppen, von denen er zwar den Namen vergessen hat, aber die trotzdem ein wenig gut aussehen und Glücksfee spielen dürfen. Es ist zum Kotzen. Es ist nebenbei irgendwie komisch, dass die Wahrscheinlichkeit, irgendwann auf den diversen Onlinemarketingveranstaltungen mit irgendeinem schmierigen Zuhälter konfrontiert zu sein, recht nahe in Richtung Eins geht. Kann dieser Dreck bitte mal aufhören? Wenns irgendwann mal witzig war, es ists nicht mehr. Wirklich. Diese Typen sind Arschlöcher, und ich brauch ihre Fressen verdammt noch mal nicht auf einer professionellen Branchenveranstaltung zu sehen.</p>
<h3>Tja, und die Zielgruppen</h3>
<p>Wie eingangs erwähnt: wenn wir hier eine Marketingveranstaltung gehabt hätten, die sich hauptsächlich mit der Ansprache von Klischeemännern beschäftigt hätten, geschenkt. Aber es ging ja unter anderem darum, dass eben *Frauen* stärker mit den entsprechenden Werbemitteln angesprochen werden müssen, dass sie 70% Offline-, aber nur 40% Online-Umsatz machen und daran was getan werden müsse, dass jedes dritte Beispiel eines aus dem Klamotten/Beauty/whatever-Bereich war und so weiter. Da nicht Leute zu Wort kommen zu lassen, die qua Chromosomensatz angesprochen werden sollte, ist schon grob fahrlässig. </p>
<p>Ab davon: das wird wohl eher nochmal in einem Folgeposting aufgerollt, aber an der Stelle mal noch angemerkt: personalisierte Werbung in Ehren &#8211; ich denke, es ist für alle Beteiligten besser, wenn Werbemittel tatsächlich auf *Individuen* zugeschnitten werden denn auf die immer gleichen &#8220;20-39, weiblich, modebewusst&#8221; oder 25-45, männlich, sportlich, höheres Einkommen&#8221;-Klischees. Wenn mich etwas konsterniert hat, dann die Diskrepanz zwischen &#8220;Wir müssen Individuen ansprechen&#8221;, &#8220;wir müssen überall Zielgruppen optimieren, nicht nur im Display&#8221;, und dem erbarmungslos flachen Geschlechterklischee, das am Ende dann doch rauskommt: denn offenbar muss das Individuum, wenns denn zufällig weiblich ist, eben doch individuell mit dem &#8220;Schrei vor Glück&#8221;-Klischee a la &#8220;Klamotten machen Orgasmus&#8221; bzw. dem sicherlich irgendwo neurologisch/genetisch bedingten &#8220;XX-Chromosom braucht Pinterest-like Mode und Beauty&#8221;-Prinzip bedient werden. </p>
<h3>Hm, Fazit</h3>
<p>Ich mach gern SEO, ich mach gern Online-Marketing, und ich mag gelegentlich dran glauben, dass das, was ich mache, insbesondere damit zu tun hat, dass Leute auf die Sachen stoßen, die sie suchen und die sie interessieren. Es gruselt mir davor, dass ich dabei in einer Branche unterwegs bin, die sogar bei den zweifellos technisch fortgeschrittensten und &#8220;individualzentriertesten&#8221; Ausläufern/Teilbereichen dermaßen klischeebeladen und reaktionär unterwegs ist, insbesondere, wenn die Kompetenz und das Niveau ansonsten erstaunlich fortgeschritten ist.</p>
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		<title>Ein Drummer mit vier Armen und der Glaube an die Menschheit</title>
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		<pubDate>Tue, 05 Feb 2013 17:43:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Korrupt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[Mucke]]></category>
		<category><![CDATA[Netzkram]]></category>
		<category><![CDATA[schöne Dinge]]></category>

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		<description><![CDATA[Komisch, wann mir das passiert. Heute beim Tickergucken stoße ich auf diese Heisemeldung und musste dann feststellen, dass ich irgendwie mal wieder das Vertrauen in die Menschheit wiedergefunden habe. Ein paar Leute bauen eine Metalband, bestehend aus drei Robotern, die nur über pneumatisch gesteuerte Finger, Arme etc, Gitarre, Bass und Schlagzeug spielen. Das ganze heisst [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Komisch, wann mir das passiert. Heute beim Tickergucken stoße ich auf <a href="http://www.heise.de/hardware-hacks/meldung/They-ll-be-back-Deutsche-Robo-Band-tourt-in-Australien-1797676.html">diese Heisemeldung</a> und musste dann feststellen, dass ich irgendwie mal wieder das Vertrauen in die Menschheit wiedergefunden habe.</p>
<p>Ein paar Leute bauen eine <a href="http://compressorheadband.com/">Metalband, bestehend aus drei Robotern</a>, die nur über pneumatisch gesteuerte Finger, Arme etc, Gitarre, Bass und Schlagzeug spielen. Das ganze heisst Compressorhead, wird per Midi angesteuert, funktioniert ansonsten pneumatisch und tourt nun durch Australien. Sie brauchen für nen Gig zwar nen Gabelstapler, aber keine Monitoranlage. Und dann spielen sie Ramones. Himmel, Blitzkrieg Bop, gespielt von verdammten pneumatischen ROBOTERN! UND DER DRUMMER HAT VIER ARME!!!</p>
<p><iframe width="500" height="290" src="http://www.youtube.com/embed/WqE9zIp0Muk" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Und da, nein, genauer gesagt bei Ace of Spades von Motörhead, da ergriff mich ein seltsamer und seltener Frieden mit der Welt und den Menschen. und das klingt jetzt wunder wie, aber es ist wirklich genau das: das Gefühl, dass für eine Welt und eine Menschheit, die pneumatische Roboter erschafft, die Ace of Spades von Motörhead spielen, nicht alles vollkommen scheiße sein kann. Wo sowas möglich ist, da ist noch nicht alles zu spät. Eine pneumatisch betriebene Metalband aus Robotern, die Motörhead spielt, sowas hinzubekommen, das macht Hoffnung. Die Menschen, die das hier gemacht haben, sind gute Menschen, die den Planeten zu was besserem und das Dasein reicher machen. Das ist was vom schönsten und wunderbarsten, das ich in einer langen Zeit Internetz sehen durfte, es ist auf so vielen Ebenen so voll des epischen Gewinns, dass es kaum zu ertragen ist, und der Drummer hat vier Arme. DER DRUMMER HAT VIER ARME, VERDAMMT, UND ER SPIELT ACE OF SPADES! FICK JA!</p>
<p><iframe width="500" height="290" src="http://www.youtube.com/embed/3RBSkq-_St8" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
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		<title>Geigerzähler für alle: Globales Strahlenmessen nach Fukushima</title>
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		<pubDate>Fri, 28 Dec 2012 21:35:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Korrupt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Von Safecast höre ich heute zum ersten Mal, und ich finds großartig. Nach Fukushima sind sie nach Japan und haben begonnen, so schnell und so flächendeckend wie möglich die Strahlung zu messen. Hintergrund: von Tepco und der Regierung kam wenig und nichts, worauf man sich verlassen wollte. Vorhandene Infrastruktur/Messtationen waren wenige und schlecht positioniert. Ergebnis: [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<div style="float:right"><div id="attachment_4462" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://www.korrupt.biz/wp-content/uploads/safecast-29c3.jpg"><img src="http://www.korrupt.biz/wp-content/uploads/safecast-29c3-300x217.jpg" alt="Dezentral Strahlung messen: Safecast-Vortrag auf dem 29c3" width="300" height="217" class="size-medium wp-image-4462" /></a><p class="wp-caption-text">Dezentral Strahlung messen: Safecast-Vortrag auf dem 29c3</p></div></div>
<p> Von <a href="http://www.safecast.org">Safecast</a> höre ich heute zum ersten Mal, und ich finds großartig. Nach Fukushima sind sie nach Japan und haben begonnen, so schnell und so flächendeckend wie möglich die Strahlung zu messen. Hintergrund: von Tepco und der Regierung kam wenig und nichts, worauf man sich verlassen wollte. Vorhandene Infrastruktur/Messtationen waren wenige und schlecht positioniert. </p>
<p>Ergebnis: nach mehreren Iterationen der Hardware (die praktisch von Anfang an im Feld verwendet wurde) hatten sie ein günstiges, handliches Gerät, das zügig weitgehend in Eigenproduktion hgergestellt wurde. In den ersten drei Monaten hatten sie eine Million, bis heute ca. 5 Millionen Messpunkte erstellt und eine hoch aufgelöste und über die Zeit erfasste Übersicht der Strahlenbelastung in Japan erstellt. </p>
<p>Ziel jetzt: das ganze mit nem weltweiten Rollout zu versehen und damit weltweit und permanent die  Strahlenniveaus transparent messen.<span id="more-4459"></span> Entsprechende, aktuelle und gut aufgelöste Daten sollen allen öffentlich zugänglich sein.</p>
<p>Das alleine ist ja schon mal ziemlich geil, weil den entsprechenden &#8220;offiziellen&#8221; Akteuren ist spätestens, wenn mal Kacke am Dampfen ist, nicht mehr zu trauen. Aber was ich am besten und bei genialsten an der ganzen Geschichte finde: die Ansage, dass die ganzen Freiwilligen, die in Japan für die permanenten Messungen nun sorgen, sich da sehr bewusst auch emanzipiert haben: sie wollen in dieser und in anderen Bereichen schlicht nicht mehr drauf warten und drauf vertrauen, dass irgendwer &#8220;von der Obrigkeit&#8221; sich kümmert und &#8211; insbesondere &#8211; alles okay ist, was diesbezüglich gesagt und getan wird. Stattdessen vernetzt man sich vor Ort und nimmt die Sache a) in die Hand und kann b) überprüfen, was &#8220;von oben&#8221; an Info kommt. Auf einmal wird der Staat dem Bürger wieder rechenschaftspflichig, statt sich als gnädiger Informationslieferant gerieren zu können.</p>
<p>Nachtrag: <a href="http://mirror.fem-net.de/CCC/29C3/">Streamdownloads</a>, <a href="http://mirror.fem-net.de/CCC/29C3/mp4-h264-HQ/29c3-5140-en-safecast_h264.mp4">211MB, mp4</a>.</p>
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		<title>29c3, ein paar Impressionen</title>
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		<pubDate>Fri, 28 Dec 2012 15:27:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Korrupt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[29c3]]></category>
		<category><![CDATA[congress]]></category>

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		<description><![CDATA[Nach bislang eher über Vorträge, Inhalte usw. gehaltene Posts mal ein wenig zum einfach gucken. Die durchaus spannende Diskussion mit Markus/Digiges und einigen Piraten muss ich nochmal drüber schlafen, bevor ich drüber blogge :o) Wie meist, nachts sieht der Congress immer noch nen Ticken feiner aus. Das hier ist so gegen drei, als ich mich [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<div style="float:right"><div id="attachment_4443" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://www.korrupt.biz/wp-content/uploads/29c3-outside-nacht.jpg"><img src="http://www.korrupt.biz/wp-content/uploads/29c3-outside-nacht-300x224.jpg" alt="29c3 im cch, nachts von draussenv" width="300" height="224" vspace="8" class="size-medium wp-image-4443" /></a><p class="wp-caption-text">&nbsp; &nbsp; 29c3 im cch, nachts von draussen</p></div></div>
<p> Nach bislang eher über Vorträge, Inhalte usw. gehaltene Posts mal ein wenig zum einfach gucken. Die durchaus spannende Diskussion mit Markus/Digiges und einigen Piraten muss ich nochmal drüber schlafen, bevor ich drüber blogge :o)</p>
<p>Wie meist, nachts sieht der Congress immer noch nen Ticken feiner aus. Das hier ist so gegen drei, als ich mich Richtung Turnhalle aufmachte. Die werd ich btw. als &#8220;muss man auch mal gemacht haben&#8221; verbuchen.
<div style="clear:both"></div>
<div style="float:left"><div id="attachment_4438" class="wp-caption alignleft" style="width: 240px"><a href="http://www.korrupt.biz/wp-content/uploads/29c3-hackcenter.jpg"><img src="http://www.korrupt.biz/wp-content/uploads/29c3-hackcenter-224x300.jpg" alt="29c3-hackcenter" width="230" height="300" class="alignright size-medium wp-image-4438" /></a><p class="wp-caption-text">29c3 im cch, Hackcenter</p></div></div>
<div style="float:right"><div id="attachment_4442" class="wp-caption alignleft" style="width: 240px"><a href="http://www.korrupt.biz/wp-content/uploads/29c3-naehblinkenlights.jpg"><img src="http://www.korrupt.biz/wp-content/uploads/29c3-naehblinkenlights-224x300.jpg" alt="29c3-naehblinkenlights" width="224" height="300" class="alignright size-medium wp-image-4442" /></a><p class="wp-caption-text">Nähbare Blinkenlichten für die Klamotten, Hackcenter 29C3</p></div></div>
<div style="clear:both"></div>
<p> Das Hackcenter, dieses Jahr einfach deutlich weitläufiger (wobei ich praktisch immer nach Rauchen/Mateholen erst mal meinen Tisch mit dem Schleppi nicht wiederfinde) und ausreichend Platz für die ganzen Hardwarehackereien und Lötaktionen. <span id="more-4435"></span>Die Blinkenlichten fürs Einnähen fand ich spannend &#8211; Arduinos auf Stoff aufgenäht, mit leitenden, metallischem Garn. Über das wird dann auch die LED-Ausstattung angebunden, zum Vermeiden von Kurzschlüssen wird anschließend die &#8220;leitende Naht&#8221; mit Nagellack isoliert. Man kanns von Hand waschen.</p>
<p>Sehr cool der LED-Rotor. Ähnlich schon letztes Jahr gesehen, hier aberr meines Erachtens nach deutlich fortgeschrittener. Die beiden LED-Zeilen liefern an jeder Position ihres Kreiswegs das passende Pixel aus dem Framebuffer, die Kreisgeschwindigkeit wird per Lichtschranke erfasst, so dass auch beim An- und Ablaufen des Rotors das Bild weitgehend stabil bleibt.
<div style="float:left"><div id="attachment_4439" class="wp-caption alignleft" style="width: 240px"><a href="http://www.korrupt.biz/wp-content/uploads/29c3-ledrotator-laufend.jpg"><img src="http://www.korrupt.biz/wp-content/uploads/29c3-ledrotator-laufend-224x300.jpg" alt="29c3-ledrotator-laufend" width="224" height="300" class="alignright size-medium wp-image-4439" /></a><p class="wp-caption-text">LED-Rotor-Display, laufend</p></div></div>
<div style="float:right"><div id="attachment_4440" class="wp-caption alignleft" style="width: 240px"><a href="http://www.korrupt.biz/wp-content/uploads/29c3-ledrotator-stehend.jpg"><img src="http://www.korrupt.biz/wp-content/uploads/29c3-ledrotator-stehend-224x300.jpg" alt="29c3-ledrotator-stehend" width="224" height="300" class="alignright size-medium wp-image-4440" /></a><p class="wp-caption-text">LED-Rotor-Display, stehend</p></div></div>
<div style="clear:both"></div>
<p> Ein &#8220;Bizarr&#8221; lag mir auf der Zunge, als ich mir das Schaumstofftentakel hier erklären ließ. An sich gehts um &#8220;weiche Roboter&#8221; &#8211; Greifer, Beine etc., die aus Schaumstoff erzeugt und per dosiert und platziert eingesetzter Druckluft weitgehend beliebig gekrümmt und dadurch zum Greifen, Laufen etc. verwendet werden können. Dass Ganze funktioniert auch nach fabber-ähnlichen Prinzipien: die Form des Tentakels wird erst mit einer (Kunststoff-?)Struktur gefüllt, die die anschließende &#8220;Porösheit&#8221; definiert, die Luftkanäle und -kammern. Anschließend wird die Form mit Silikon ausgegossen und die Struktur darin nicht ausgehärtet, sondern eben im Gegenteil rausgeschmolzen oder anders entfernt. Als Ergebnis hat man ein &#8220;blasenkanaldurchsetztes&#8221; Tentakel, das man, je nachdem, an welchem Kanal man es aufbläst, in beliebige Richtungen krümmen kann. Form/Rohling sieht man auch auf dem Bild. Über Schweinisches haben wir gar nichts geredet, wie gesagt, mir kamen einige eher abseitigere Assoziationen, aber es scheint wirklich insbesondere um taktil empfindliche Greifwerkzeuge etc. zu gehen. Ich finds cool. Tentakel sind toll, Nur lila ists halt nicht.
<div style="float:left"><div id="attachment_4446" class="wp-caption alignleft" style="width: 240px"><a href="http://www.korrupt.biz/wp-content/uploads/29c3-schaumstofftentakel.jpg"><img src="http://www.korrupt.biz/wp-content/uploads/29c3-schaumstofftentakel-224x300.jpg" alt="29c3-schaumstofftentakel" width="224" height="300" class="alignleft size-medium wp-image-4446" /></a><p class="wp-caption-text">Schaumstofftentakel, gesteuert aufblasbar</p></div></div>
<div style="float:right"><div id="attachment_4436" class="wp-caption alignright" style="width: 240px"><a href="http://www.korrupt.biz/wp-content/uploads/29c3-balgkamera-ledwuerfel.jpg"><img src="http://www.korrupt.biz/wp-content/uploads/29c3-balgkamera-ledwuerfel-224x300.jpg" alt="29c3-balgkamera-ledwuerfel" width="224" height="300" class="alignright size-medium wp-image-4436" /></a><p class="wp-caption-text">Balgkamera und LED-Blinkenwürfels vom Metalab</p></div></div>
<div style="clear:both"></div>
<p> Das Metalab hat eine Balgkamera gebaut und wohl auch richtige Analogfilme damit belichtet. Auch hier scheint der Trend in Sachen Blinkenlichten und anderen LED/Arduino-Spielereien in Richtung &#8220;Größer=Besser&#8221; zu gehen.</p>
<p>Der einzige Nachteil des CCH scheint darin zu bestehen, dass es Treppenbereiche mit durchaus ernstzunehmenden Fallhöhen für etwaig über Geländer fallende Gegenstände gibt. OK, und dass der schon mehrfach als fehlend bemängelte &#8220;Umfallende Mateflaschen-Sound&#8221; angesichts von viel Teppichboden, nun, fehlt.
<div style="float:left"><div id="attachment_4444" class="wp-caption alignleft" style="width: 240px"><a href="http://www.korrupt.biz/wp-content/uploads/29c3-peoplewilldie.jpg"><img src="http://www.korrupt.biz/wp-content/uploads/29c3-peoplewilldie-224x300.jpg" alt="29c3-peoplewilldie" width="224" height="300" class="alignright size-medium wp-image-4444" /></a><p class="wp-caption-text">Lebensgefahr-gefahr!</p></div></div>
<div style="float:right"><div id="attachment_4445" class="wp-caption alignright" style="width: 240px"><a href="http://www.korrupt.biz/wp-content/uploads/29c3-retrocomputing.jpg"><img src="http://www.korrupt.biz/wp-content/uploads/29c3-retrocomputing-224x300.jpg" alt="29c3-retrocomputing" width="224" height="300" class="alignright size-medium wp-image-4445" /></a><p class="wp-caption-text">Retrocomputing</p></div></div>
<div style="clear:both"></div>
<p> Ansonsten gibts beim Retrocomputing auch noch einen originalen c64 mit Diskettenlaufwerk und noch ein wenig Museumskonsolen. Hier gegenüber steht auch der gestern ausgiebig angetestete Ponyfightomat.
<div style="float:right"><div id="attachment_4443" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://www.korrupt.biz/wp-content/uploads/29c3-lounge-outside.jpg"><img src="http://www.korrupt.biz/wp-content/uploads/29c3-lounge-outside-300x224.jpg" alt="29c3-lounge-outside" width="300" height="224" vspace="8" class="alignright size-medium wp-image-4441" /></a><p class="wp-caption-text">&nbsp; &nbsp; Lounge, von außen/oben</p></div></div>
<p> Die Lounge, von draußen. Hätte es angesichts der wirklich weitläufigen Räumlichkeiten an sich gar nicht gebraucht &#8211; in Berlin hatte die doich nochmal einen deutlichen Platzgewinn verschafft &#8211; aber wahrscheinlich wurde sie als beheizte Raucherzone eingerichtet. Gestern auch ein wenig Livemucke, ordentlich und durchaus gitarrig, aber so sehr ich da ansonsten dafür bin, zum Congress hats nicht so recht passen wollen. </p>
<p>So. Es ist schön und spannend, einige hübsche Sachen sind gar nicht dabei &#8211; Lego, wie immer, einen etwas größeren pacman, Bälle- und Schaumstoffbad, und beim metalab haben sie neben einer Popcornmaschine und einem Monsterslushautomaten, der Slush macht, der nicht nur blau aussieht, sondern auch und tatsächlich einfach nur blau schmeckt (aber frei ist von Azo-Farbstoffen!), auch noch eine Zuckerwattemaschine, in die  Enno irgendwann noch seinen Kopf reinsteckte. Aber ich denk, das Bildmaterial soll er selber rauskloppen.</p>
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		<title>29C3: Haha, Scada</title>
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		<pubDate>Thu, 27 Dec 2012 23:36:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Korrupt</dc:creator>
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		<category><![CDATA[29c3]]></category>
		<category><![CDATA[scada]]></category>
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		<description><![CDATA[Das hatte sich angekündigt, aber wie heftig es da wohl aussieht, hatte mich nun schon überrascht. Quintessenz des Vortrags: Industrielle Großanlagen sind quasi nicht geschützt, was gängige Exploits und Angriffsvektoren angeht, die &#8220;in the wild&#8221; auf via Internet zugänglichen Systemen gepatcht sein müssen, weil einem sonst die Kiste um die Ohren fliegt. Das ist bedingt [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Das hatte sich angekündigt, aber wie heftig es da wohl aussieht, hatte mich nun schon überrascht. Quintessenz des Vortrags: <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/SCADA">Industrielle Großanlagen</a> sind quasi nicht geschützt, was gängige Exploits und Angriffsvektoren angeht, die &#8220;in the wild&#8221; auf via Internet zugänglichen Systemen gepatcht sein müssen, weil einem sonst die Kiste um die Ohren fliegt. Das ist bedingt verständlich, wenn man bedenkt, dass solche Anlagen eben in der Regel isoliert von anderen Netzen laufen und es keine externen Angriffsvektoren geben sollte.</p>
<p>Faktisch gibts die natürlich auch von innen &#8211; in nem Kraftwerk arbeiten dann doch ein paar Leute &#8211; und offenbar auch häufig von außen. Da scheinen auch die berühmten &#8220;gewachsenen Strukturen&#8221; zu entstehen und als isoliert gedachte Systeme eben irgendwann doch um eine oder zwei Ecken ins Netz zu geraten, Knowhow verlorenzugehen, warum was wann mal wie gemacht wurden (und warum nicht anders), whatever. Ich hätte nicht gedacht, dass ich mal ernsthaft den Satz &#8220;Stellt euch vor, jemand steuert ein Kraftwerk via Internet Explorer und nutzt nebenbei sein Lieblings-Soziales-Netzwerk&#8221; hört, zusammen mit Geschichten wie herumstehenden Win95- und 3.11(!)-Kisten, die laufen, weil niemand mehr weiss, was sie tun und wenn man sie abstellt, funktioniert irgendwas eben nicht mehr.</p>
<p>wir hattens im Vorfeld auch schon von dem Dilemma: eine höchst proprietäre Geschichte steuert kritische Infrastruktur und ist beispielsweise eben nur zertifiziert für Windows2000. Ergo läuft das System auf Win2K. Fertig. Selbst bei wohlwollendster Reaktion ist das ein Szenario, wo eben nicht eben mal ein Quickfix in ner Woche gebaut und eingespielt wird. An sich wärs bereits monty-pythonesk, wenn man sich vorstellt, wie man nach nem entdeckten WinCC-Exploit sich wo meldet und sagt, &#8220;Heys, nettes Kraftwerk, wär ja schlimm, wenn da was kaputtgehen würde&#8221;, aber ich muss zugeben, das fand ich schlicht gruselig. Die ganzen Stuxnet-Geschichten hörten sich an sich immer eher nach ordentlicher Rocket Science an, aber hier wurde mehrfach und explizit gesagt, an sich gehts nur ums Finden der offenen Stellen, der Rest ist &#8220;low hanging fruit&#8221;, einfach und Securitylevel von ca. Jahr 2000. Und nicht überwiegend in Iran und Konsorten, sondern sehr verbreitet eben in Europa. Wen die Details interessieren: <a href="http://scadastrangelove.org/">http://scadastrangelove.org/</a>, und der Vortrag folgt. </p>
<hr /><small>Wenn dieser Feed auf kommerziellen Seiten eingebunden wird, bite ich um eine kurze Nachricht an korrupt bei gulli punkt com. Danke.<br /> b27ba64c4ed4d92680ad5c97d21282cc)</small>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>29c3, mal wieder Mut fürs nächste Jahr?</title>
		<link>http://www.korrupt.biz/4422/29c3-mal-wieder-mut-furs-nachste-jahr/</link>
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		<pubDate>Thu, 27 Dec 2012 21:36:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Korrupt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[29c3]]></category>
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		<category><![CDATA[hacktivismus]]></category>

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		<description><![CDATA[An sich immer mein Satz: der Congress gibt einem eine ganze Latte Optimismus, Motivation, Spass am Gerät, und das hält in der Regel eine Weile an. Man sieht viel tolles Zeug, sieht viele klasse Leute, die trotz der ganzen Kacke feinen Kram machen und sieht nicht zuletzt vieles, was man auch selber machen kann und [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.korrupt.biz/wp-content/uploads/29c3-opening.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-4424" alt="29c3-opening" src="http://www.korrupt.biz/wp-content/uploads/29c3-opening-300x297.jpg" width="300" height="297" /></a>An sich immer mein Satz: der Congress gibt einem eine ganze Latte Optimismus, Motivation, Spass am Gerät, und das hält in der Regel eine Weile an. Man sieht viel tolles Zeug, sieht viele klasse Leute, die trotz der ganzen Kacke feinen Kram machen und sieht nicht zuletzt vieles, was man auch selber machen kann und sollte. Mein erster Eindruck dieses Jahr ist ein wenig durchwachsener als sonst, ich weiss nicht wirklich, warum.</p>
<p>Vorneweg: es ist schön. Der Move ins CCH scheint mir richtig, es hat Platz, aber es konnten eben alle kommen, die wollten, und sie können ihren Kram machen, ohne dass man sich permanent auf den Füßen steht. Man kann auch in einem der kleineren Vortragssäle einen Platz kriegen und man fällt irgendwann zwischenrein nicht aus Sauerstoffmangel tot um. Und das Netz rennt, dass es eine Freude ist.</p>
<p>Mir ists nicht ganz so heiter wie letztes Jahr, obwohl da die Situation irgendwie etwas entmutigender schien und heute Jacob Applebaum eigentlich eine schwer motivierende Keynote gehalten hat. Nichts an sich neues, aber schlicht aufgezeigt, dasss man mitnichten ein &#8220;We&#8217;ve lost the War&#8221; konstatieren braucht, sondern im Gegenteil viel Gutes erreicht und an sich auch die Mittel in der Hand hat, damit weiterzumachen. Am konkretesten mein Unbehagen deutlich macht aber beispielsweise das Thema Drohnen.<span id="more-4422"></span> Die waren quadcoptertechnisch jahrelang so eines meiner &#8220;Guck ich mal wieder, was sich getan hat&#8221;-Ding mit dem &#8220;Irgendwann löt ich mir eine&#8221;, und dieses Jahr waren sie auf einemal ein zentrales Thema eben nicht in einem &#8220;Nein, das ist unsere!&#8221;-Kontext, sondern dass es inzwischen recht normal ist, dass das Militär mit welchen rumfliegt und damit Leute umbringt. Analog die Deep Packet Inspection, Trafficshaping und wie es alles heisst, was an sich elementare Gefahren sind, die den Unterschied zwischen Demokratie und Diktatur zu ein paar Zeilen config.txt machen. Weniger anschaulich, schwer zu vermitteln. Letzteres war Thema bei Markus Beckedahl und Digiges, der Vortrag an sich auch ein &#8220;Mutmachkandidat&#8221; und das Vermelden einiger eigentlich eher unerwarteter Erfolge im ausklingenden Jahr.</p>
<p><img class="alignright size-medium wp-image-4427" alt="ponyfight-29c3" src="http://www.korrupt.biz/wp-content/uploads/ponyfight-29c3-224x300.jpg" width="224" height="300" /></p>
<p>Nichtsdestotrotz, ich hab ein ungutes Bauchgefühl und mein angesprochenes &#8220;Ich weiss nicht, ob wir mit dem Kampagnenstrategieding grade nicht ebenso werden wie DIE ANDEREN&#8221; ist mit einem an sich legitimen &#8220;aber wir haben die richtigen Ziele&#8221; nicht recht erwidert, weil so oder so ists irgendwie nicht das &#8220;Emanzipatorische&#8221;, was ich mit einer netzgestützten Bewegung so verbinde.</p>
<p>Immerhin, wir haben Karateponies und Zuckerwatte. Und gleich gehts zum SCADA-Vortrag. Trotz allem Graugemale hier im Text ists großartig auf dem Congress und ne Latte Bilder reich ich nach.</p>
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		<title>Zu Weihnachten: Bitte keinen Cent den Kirchen</title>
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		<pubDate>Sun, 23 Dec 2012 11:31:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Korrupt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[Christen]]></category>
		<category><![CDATA[Rant]]></category>
		<category><![CDATA[Weihnachten]]></category>

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		<description><![CDATA[Man nimmt ja gern die Weihnachtszeit zum Anlass, den einen oder anderen mehr oder weniger guten Zweck zu unterstützen. Ich bin, bei allem Zynismus, durchaus der Ansicht, auch wenns zu Zeiten verordneter Besinnlichkeit passiert, ist das per se eigentlich immer ne gute Sache und unterstützenswertes gibt es noch und nöcher. Trotzdem eine Bitte: Keinen Cent [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Man nimmt ja gern die Weihnachtszeit zum Anlass, den einen oder anderen mehr oder weniger guten Zweck zu unterstützen. Ich bin, bei allem Zynismus, durchaus der Ansicht, auch wenns zu Zeiten verordneter Besinnlichkeit passiert, ist das per se eigentlich immer ne gute Sache und unterstützenswertes gibt es noch und nöcher. Trotzdem eine Bitte: Keinen Cent den Kirchen. Ausbeuterarschlöcher gibt es massenhaft im Arbeitgeberbereich, aber es hat eine besondere Qualität, wenn Menschen im <a href="http://www.kirchensteuer.de/node/82">Namen der christlichen Nächstenliebe ausgebeutet und diskriminiert</A> werden, wenn eine als &#8220;wohltätig&#8221; geltende Organisation Arbeitsverhältnisse durchsetzen kann, für die jeder andere Arbeitgeber zu Recht derbst aufs Maul bekommt. Da dreh ich weiter die Hand nicht rum, ob Evangelen oder Katholen und das schenkt sich in dem Bereich auch wenig. Keinen Cent für Heuchlerorganisationen, die mit armen Negerkindern auf Nächstenliebe machen und nebenher geschiedene Mütter aus Lohn und Brot kicken. </p>
<p>So sehr ich für Gleichberechtigung in Sachen &#8220;Arschlöchern aufs Maul&#8221; bin, den Katholen mag ich noch eine mitgeben. Eine Organisation, die derart massiv wie wieder in diesem Jahr sich der Aufklärung der unter ihren <a href="http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/papst-benedikt-xvi-ernennt-neuen-chefermittler-fuer-missbrauchsfaelle-a-874513.html">Brokatmäntelchen abspielenden Kinderfickereien widersetzt</a>, gehört nicht unterstützt, sondern mit allen Mitteln verfolgt, allen zuvorderst der Chef, nebenbei ein homophobes Arschloch vor dem Hern.</p>
<p>Schmeißt ihnen nen Hosenknopf in den Klingelbeutel, nen Umschlag mit nem Brief, sie sollen elementare Arbeitnehmerrechte in ihren staatsfinanzierten Betrieben einführen, wenn sie Kohle wollen, ihren Oberkinderficker im Vatikan mal zur Räson bringen, whatever. Aber bitte, keine Kohle. Danke. </p>
<p>Nachgetragen: <a href="http://www.kotzendes-einhorn.de/blog/2012-12/warum-die-kirchensteuer-eben-nicht-fur-gute-dinge-ausgegeben-wird/" target="_blank">Lesenswertes beim Kotzenden Einhorn</a>.</p>
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		<title>Twitter vs. Nazis und eine Zensur-Quatschdebatte</title>
		<link>http://www.korrupt.biz/2679/twitter-vs-nazis-und-eine-zensur-quatschdebatte/</link>
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		<pubDate>Mon, 22 Oct 2012 18:40:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Korrupt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[Nazis]]></category>
		<category><![CDATA[twitter]]></category>
		<category><![CDATA[Zensur]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Scheiße ist schon großflächig durch den Ventilator, aber ich fühle mich grade genötigt, doch nochmal deutlicher zu erklären, warum die &#8220;Zensurbach&#8221;-Diskussion in meinen Augen in erster Linie ein großer, stinkender Haufen Mist ist. Kurzzusammenfassung der Ereignisse: Auf Twitter verbreitet das Account einer verbotenen Naziorganisation braune Gülle. Twitter sperrt erstmals einen Account für die Nutzer [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Die Scheiße ist schon großflächig durch den Ventilator, aber ich fühle mich grade genötigt, doch nochmal deutlicher zu erklären, warum die &#8220;Zensurbach&#8221;-Diskussion in meinen Augen in erster Linie ein großer, stinkender Haufen Mist ist.</p>
<p>Kurzzusammenfassung der Ereignisse:</p>
<ul>
<li>Auf Twitter verbreitet das Account einer verbotenen Naziorganisation braune Gülle.</li>
<li>Twitter sperrt erstmals einen Account für die Nutzer eines bestimmten Landes (hier: Deutschland).</li>
<li><a href="https://twitter.com/herrurbach">Herr Urbach</a> erklärt, <a href="http://www.sueddeutsche.de/digital/meinungsfreiheit-im-internet-ich-moechte-dass-alle-plattformen-nazi-propaganda-loeschen-1.1501232">direkt löschen wäre besser gewesen</a>.</li>
<li>Eine Latte Vollhonks (zuzüglich des von mir sehr geschätzten Udo Vetter leider auch) erklärt Herrn Urbach zum Zensurverfechter.</li>
</ul>
<p>Kurzzusammenfassung der Beurteilung:</p>
<ul>
<li>Herr Urbach hat Recht.</li>
</ul>
<p>Nun ist das alles natürlich ein wenig komplizierter, als es einige der offenbar recht einfach gestrickten und, so vermute ich gelegentlich, eher von persönlichen Animositäten denn von ihrer Expertise getriebenen Diskutanten so darstellen. Aber grundsätzlich ist es ganz einfach. Plattformanbieter können es sich aussuchen, wem sie diese Plattform zur Verfügung stellen. Sie sichern sich dahingehend auch bemerkenswert konsequent ab, damit niemand auf die Idee kommen könnte, sich ein Nutzungsrecht einfordern zu können. Dementsprechend kann sich jeder Plattformbetreiber raussuchen, ob er Steigbügelhalter für die Naziwichser spielt oder selbiges eben bleibenlässt.<span id="more-2679"></span></p>
<p>Ich komm natürlich mit dem schönen Gullibrettvergleich. Wir hatten auch unsere Vollidioten im Politikforum, und viele haben lang und ausgiebig dort spielen können, aber irgendwann war Schluss. Einen Extrathread für die Freunde des Nationalsozialismus, den sich die Gegner eines solchen ja einfach nicht hätten angucken brauchen, haben wir nicht gehabt, selbiges wäre direkt gelöscht worden (plus Kickstiefel in den Nazihintern) und wenn mir einer der einschlägigen Trottel mit Zensur kam, hab ich ihm gesagt, das Netz sei groß und das Einrichten einer eigenen Plattform selbst für minderbemittelte Gülleköpfe keine unüberwindliche Hürde auf dem Weg zur Weltherrschaft.</p>
<p>Bei Twitter ists dasselbe, und deswegen haben ein paar Zensurschreier grade insbesondere ihre Merkbefreiung offensiv kommuniziert. Denn genau das ist der Punkt: Kein Plattformbetreiber darf gezwungen werden, sich ausgerechnet mit den Faschotrotteln gemein zu machen und ihnen seine Plattform zur Verfügung stellen zu müssen. Auch Twitter nicht. Wenn sich die rechten Deppen vernetzen wollen, können sie das gefälligst selber machen und wenn irgendwer meint, es sei Zensur, wenn man ihnen nicht dabei hilft (und genau das ist es, wenn man den Dreck vor der eigenen Haustüre duldet), dann ist er dumm im Hirn oder ein Naziunterstützer oder beides.</p>
<p>Es hat niemand ein einklagbares Anrecht drauf, auf öffentlicher Plattform XY eine ebensolche Plattform geboten zu bekommen. Ich kann mich auf den Kopf stellen und mit den Beinen wackeln, trotzdem druckt der Spiegel meine Weisheit nicht und muss ich sie hier auf diesem Blog verbreiten. Und wenn Twitter einen Funken Anstand in der Hose hätte, dann würden sie ihr<em> &#8220;Wir können Ihre Benutzerkonten zeitweilig sperren oder kündigen oder Ihnen die Bereitstellung der Dienste jederzeit aus beliebigem Grund verwehren&#8221;</em> hier &#8211; durchaus wohlbegründet &#8211; anwenden. Mit Zensur hat das ungefähr exakt gar nichts zu tun.</p>
<p>Im Übrigen: Nazipropagandisten, die offensiv den &#8220;Nationalen Sozialismus&#8221; predigen, wissen genau, was sie da konkret fordern und die, die gemeint sind, wissen das auch. Wer das nicht als &#8220;Drohung und Gewalt&#8221; betrachtet, wie Twitter sie in ihren TOS explizit untersagt, ist naiv oder ein Nazi.</p>
<p>Es ist wirklich so einfach. Das einzige, was ich als Diskussionsthema so gelten lassen würde, ist der &#8220;slippery slope&#8221;, was anderswo ungeliebte Inhalte angeht (und auf dem wir uns auch schon mit der jetzigen &#8220;Lösung&#8221; befinden). Ob eben auch das $unterdrückerregime entsprechend Löschungen veranlassen könnte. Ich halte es aber für recht einfach, den Unterschied zu vermitteln zwischen Kommunikation und dem dringenden Bedürfnis, Menschen zu Nachttischlampen zu verarbeiten. Mich erstaunt, dass der Punkt eigentlich nie explizit angesprochen wurde, obwohl, ach, wenn ich mir die Kritiker so angucke&#8230; nein, doch nicht.</p>
<p><small>Disclosure: ich bin mit Herrn Urbach nicht persönlich befreundet oder bekannt, schätze seine Arbeit sehr, fand seine Gesprächsbereitschaft mit Dr. c/p Guttenberg eher mittel und finanzierte mit Freude sein frisches Arbeitsgerät mit. </small></p>
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		</item>
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		<title>Mal kurz rassistische Arschlöcher &#8220;rassistische Arschlöcher&#8221; nennen&#8230;</title>
		<link>http://www.korrupt.biz/2674/mal-kurz-rassistische-arschlocher-rassistische-arschlocher-nennen/</link>
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		<pubDate>Tue, 09 Oct 2012 19:19:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Korrupt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[Arschlöcher]]></category>
		<category><![CDATA[Bashkowsky]]></category>
		<category><![CDATA[Rant]]></category>
		<category><![CDATA[Rassisten]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8230;aus gegebenem Anlass. Ich denke, es ist wichtig und richtig, das zu tun. Ich halte Buschkowsky für ein rassistisches Arschloch und ich halte seine Fanschar für einen Haufen rassistischer Arschlöcher, und ich bitte drum, in solchen und ähnlich gelagerten Fällen die Bereitschaft zu Dialog und Kompromiss mal steckenzulassen und die Wichser so zu heißen, wie [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>&#8230;aus <a href="http://www.tagesspiegel.de/meinung/andere-meinung/gastkommentar-bashkowsky-auf-die-fresse-ist-ueberall/7232630.html">gegebenem Anlass</a>. Ich denke, es ist wichtig und richtig, das zu tun. Ich halte Buschkowsky für ein rassistisches Arschloch und ich halte seine Fanschar für einen Haufen rassistischer Arschlöcher, und ich bitte drum, in solchen und ähnlich gelagerten Fällen die Bereitschaft zu Dialog und Kompromiss mal steckenzulassen und die Wichser so zu heißen, wie sie es verdienen. Damit sich die Gülle vom braunen Mob anschließend besser verteilt, und damit sie mit dem Beschimpfen ihrer Gegner so viel zu tun haben, dass sie nicht mehr zum Schreiben von Büchern kommen, die nichts können außer zur fortgesetzten Verdummung und Unterstützung der BILD-Angst-Hass-Titten-Wetterberichtsklientel beizutragen. Ihr seid rassistische Arschlöcher, und jetzt geht bitte sterben. Leise.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Das Betriebssystem erneuern. Piratenpartei-Buchrezension nebenan.</title>
		<link>http://www.korrupt.biz/2655/das-betriebssystem-erneuern-piratenpartei-buchrezension-nebenan/</link>
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		<pubDate>Wed, 25 Jul 2012 09:14:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Korrupt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[Buchrezension]]></category>
		<category><![CDATA[Piraten]]></category>
		<category><![CDATA[Piratenpartei]]></category>
		<category><![CDATA[Rezension]]></category>

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		<description><![CDATA[Stefan Appelius und Armin Fuhrer haben mit &#8220;Das Betriebssystem erneuern. Alles über die Piratenpartei&#8221; ein Buch über die Piraten geschrieben, das meiner Ansicht nach den aktuellen Stand der piratischen Politik so umfassend beschreibt, wie es ein Buch eben zulässt, dabei prominentere und weniger prominente Akteure sowie die Mechanismen der Basis/Schwarmintelligenz vorstellt und nicht zuletzt einfach [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<div style="float: right;"><a href="http://www.berlinstory-verlag.de/programm/titel/155-Das_Betriebssystem_erneuern.html"><img class="size-medium wp-image-2657 " title="Das Betriebssystem erneuern. Titelseite" src="http://www.korrupt.biz/wp-content/uploads/pp-betriebssystem-titelseite-191x300.png" alt="Das Betriebssystem erneuern. Titelseite" width="191" height="300" hspace="5" /></a></div>
<p>Stefan Appelius und Armin Fuhrer haben mit <em>&#8220;Das Betriebssystem erneuern. Alles über die Piratenpartei&#8221;</em> ein Buch über die Piraten geschrieben, das meiner Ansicht nach den aktuellen Stand der piratischen Politik so umfassend beschreibt, wie es ein Buch eben zulässt, dabei prominentere und weniger prominente Akteure sowie die Mechanismen der Basis/Schwarmintelligenz vorstellt und nicht zuletzt einfach viel Lust aufs Mitmachen macht.</p>
<p>Ich wiederhole an der Stelle mal nicht das Lob und die einigermaßen umfassende Inhaltskritik, die ich <a href="http://flaschenpost.piratenpartei.de/2012/07/24/das-betriebssystem-erneuern-alles-uber-die-piratenpartei-von-stefan-appelius-und-armin-fuhrer/">in der Flaschenpost geschrieben</a> habe, sondern mag a) zum nebenan lesen ratebn und an dieser Stelle  nur nochmal eine gern geäußerte Kauf- und Leseempfehlung abgeben. Eine spezielle Zielgruppe will ich auch nicht ansprechen, weil geeignet, interessant und mit Spass zu lesen dürfte das Buch für alle sein, die sich in beliebiger Weise für die Piraten interessieren oder eben interessieren sollten.</p>
<p>Auch hier die <strong>Disclosure</strong>: Ich war <a href="http://enno.verbrennung.org/2010-12-03-the-ghostwriter/">mit Enno geschäftlich</a> und bin mit ihm freundschaftlich verbunden. So freundschaftlich, dass ich ohne Bedenken auch öffentlich verkünden könnte, ein Buch <a>seines Verlags</a> scheiße zu finden, wenns denn so wäre. Weiter bin ich Piratenparteimitglied und Agitator in Piratenangelegenheiten <a href="http://www.korrupt.biz/1554/dreieinhalb-jahre-piratenparteien/">seit recht früh am Anfang</a>. Zu guter Letzt: unter anderem Klaus hatte <a href="http://flaschenpost.piratenpartei.de/2012/07/24/das-betriebssystem-erneuern-alles-uber-die-piratenpartei-von-stefan-appelius-und-armin-fuhrer/">nebenan</a> noch korrigiert und ergänzt und wollte <a href="http://u1amo01.de/blog/">auf seinem Blog</a> auch noch das eine oder andere Wort zum Thema verlieren.</p>
<p>Stefan Appelius , Armin Fuhrer<br />
<a href="http://www.berlinstory-verlag.de/programm/titel/155-Das_Betriebssystem_erneuern.html">Das Betriebssystem erneuern. Alles über die Piratenpartei.</a><br />
ISBN 978-3-86368-056-5<br />
Berlin Story Verlag, Juni 2012<br />
336 Seiten, Broschur<br />
eBook via verschiedene Anbieter.<br />
Print: 19,80<br />
eBook: 9,99</p>
<hr /><small>Wenn dieser Feed auf kommerziellen Seiten eingebunden wird, bite ich um eine kurze Nachricht an korrupt bei gulli punkt com. Danke.<br /> b27ba64c4ed4d92680ad5c97d21282cc)</small>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Lem und die Geschlechterverhältnisse, unsortierte Ergänzungen</title>
		<link>http://www.korrupt.biz/2647/lem-und-die-geschlechterverhaltnisse-unsortierte-erganzungen/</link>
		<comments>http://www.korrupt.biz/2647/lem-und-die-geschlechterverhaltnisse-unsortierte-erganzungen/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 19 Jul 2012 09:53:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Korrupt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[Feminismus]]></category>
		<category><![CDATA[Gender]]></category>
		<category><![CDATA[Lem]]></category>
		<category><![CDATA[Science Fiction]]></category>
		<category><![CDATA[Utopie]]></category>

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		<description><![CDATA[Nebenan schreibt der Gurkenkaiser über Lem und Geschlechterrollen und macht das mit einem in meinen Augen vollkommen unzureichenden Ausschnitt aus dem Lemschen Oevre. Ich hab mich nun doch ein wenig länger ins Thema getippt und klopp das mal hier rein, nachdem ich ja durchaus öfter über Lem tickere. Also. Bitte erst hier gucken und dann [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Nebenan schreibt der <a href="https://twitter.com/TheGurkenkaiser">Gurkenkaiser</a> über<a href="http://femgeeks.de/keine-zukunft-fur-die-utopie-geschlechterverhaltnisse-bei-stanislaw-lem/"> Lem und Geschlechterrollen</a> und macht das mit einem in meinen Augen vollkommen unzureichenden Ausschnitt aus dem Lemschen Oevre. Ich hab mich nun doch ein wenig länger ins Thema getippt und klopp das mal hier rein, nachdem ich ja durchaus öfter <a href="http://www.korrupt.biz/tag/lem/">über Lem tickere</a>. Also. Bitte erst <a href="http://femgeeks.de/keine-zukunft-fur-die-utopie-geschlechterverhaltnisse-bei-stanislaw-lem/">hier gucken</a> und dann weiterlesen.</p>
<p>Mir erscheint nebenan ein Aspekt chronisch unterbelichtet: dass Lem das Thema &#8220;Geschlechtlichkeit&#8221; aus &#8211; zu interpretierenden Gründen &#8211; einfach wenig interessiert bis abgestossen hat. Am fruchtbarsten scheinen mir da a) die Robotermärchen und b) und insbesondere, Lokaltermin. Ich würde soweit gehen und sagen, eine Analyse des lemschen Verhältnisses zu Geschlechtlichkeit ist ohne Lokaltermin vollkommen sinnlos, da dort am drastischsten seine &#8220;Ablehnung&#8221; der menschlichen Sexualität als solcher deutlich wird. Zweigeschlechtlichkeit und Sexualität selbst des öfteren, die &#8220;Ekligkeit&#8221; der menschlichen Sexualität im Besonderen eben in Lokaltermin, da übrigens ohne Rücksicht auf männlich/weiblich.<span id="more-2647"></span></p>
<p>Seine oftmals stereotypen Männer/Frauenbilder mag ich da gar nicht gross in Schutz nehmen, mir drängt sich da nur eben auf, dass ihn das als eher &#8220;randständiges&#8221; Phänomen der Menschheit schlicht wenig interessiert hat und er sich dabei eben nur schwer an der Oberfläche bedient hat &#8211; ums mit der Stimme des Herrn zu sagen: die Verschiedenheiten der Menschen sind angesichts der Verschiedenheiten kosmischer Intelligenzen eher unbedeutend bzw. für die Analyse uninteressant. Ins Komische gedreht werden sie allenfalls  in den Robotermärchen, wo &#8211; weils der Geschichte dient &#8211; oftmals stereotype, märchenhafte Darstellungen von Männlichkeit oft erfrischend dekonstruiert werden. Aber eben auch hier vor der Folie des eigentlichen Dualismus Mensch-Roboter, vor dem eben der sekundäre zwischen Mann und Frau zurücktritt.</p>
<p>Nochmal abgeschwiffen, weils mich jetzt doch beschäftigt: die SM-Eskapaden, die praktisch immer mit der Entwicklung &#8220;phantomatischer&#8221; Strukturen einhergehen oder die &#8220;Cyborgisierung&#8221; des Sexlebens werden bei Lem auch meist bei beiden Geschlechtern thematisiert, ohne dass mir sich eine &#8220;diskriminiernde&#8221; Sicht aufstößt. Ich habe, wie gesagt, den Eindruck, das &#8220;Geschlechterproblem&#8221; interessiert ihn eher weniger. In den &#8220;theoretischen&#8221; Werken scheint mir das ein paar mal aufzutauchen &#8211; der Vorwurf in &#8220;Phantastik und Futurologie&#8221;, dass die SF eben schlechte Standardgeschichten in ein Raumschiff verfrachtet und fertig ist der SF, wohingegen eben genau das, was &#8220;Standardgeschichten&#8221; mit ihren menschlichen, allzumenschlichen Themen eben genau das <strong>nicht</strong> sind, was die SF ausmacht. Männer und Frauen gibts dann eben, soweit sie überhaupt nötlg sind (und bei Lem deswegen ja auch oft genug gar nicht). Dann fällt mir noch eine Passage in &#8220;Lem über Lem&#8221; ein, wo er sich eben über die Sexualisierung der westlichen Gesellschaft auslässt und da eben insbesondere über diese in Form von männlich dominiertem Sexismus, der ihn eben abstößt. Er baut sich darüber eben kein alternatives Geschlechtermodell, sondern nimmt das eben als Ausgangslage, das Thema so weit wie möglich allenfalls als Defizit der menschlichen Gesellschaft &#8211; insbesondere als &#8220;Ablenkung&#8221; von den eigentlich wichtigen (philosophioschen? ontologischen?) Fragestellungen zu begreifen.</p>
<p>Zu guter Letzt: anders gehts teilweise in den<a href="http://www.korrupt.biz/796/stanislaw-lem-gast-im-weltraum/"> &#8220;sozrealistischen&#8221; Frühwerken</a> zu, wenn ich mich recht entsinne, wo sozialismusbedingt gleichberechtigt Mann und Frau in den Kosmos vorstossen. Ein Szenario, zu dem ich Lem einfach mal unterstelle, dass es ihm aufgrund der herrschenden Verhältnisse als zu verlogen vorkam, um es auch nur in die Utopie zu kippen. Ergänzend: im &#8220;Gast&#8221; scheint mir Lem die &#8220;literarische Hommage&#8221; an rilkesche Liebesgeschichte wichtiger gewesen zu sein als eben die Widersprüche sozrealistischer Geschlechterbilder. Btw., es könnte interessant sein, dieselbe Analyse bei Lem mal in Bezug auf die spirituelle Ebene zu machen und seine &#8220;Kirchenkritik&#8221; herauszuarbeiten. Der hat er sich meinem Eindruck nach etwas vehementer und vielschichtiger gewidmet als der Geschlechterfrage.</p>
<p>Zum ersten Kommentar nebenan: Le Guin ist auch die mir einzig bekannte explizite Ausnahme in Sachen SciFi/Geschlechterrollen, wo aber meines Erachtens nach die literarische Qualität gelegentlich unter der sozialtheoretischen Sendungsaufträgen leidet. Bei <a href="http://www.korrupt.biz/1339/asimov-foundation-ein-rant-zwischenrein/">Asimov sind wir besser dran</a>, da gibts wenigstens keine literarische Qualität, die unter einem nichtvorhandenen theoretischen Hinterfüttern leiden könnte&#8230; Hm. Herberts Dune?</p>
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		<title>Kurzbeschimpfung Olympia London 2012</title>
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		<pubDate>Sun, 15 Jul 2012 12:50:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Korrupt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[London2012]]></category>
		<category><![CDATA[Olympia]]></category>
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		<description><![CDATA[Weils nötig ist. Olympia 2012 ist eine zur maximalen Ekelhaftigkeit hinverlogene Perversion von Sport, Völkerverständigung und den diffusen ethischen Werten, die irgendwann mal mit Begriffen wie &#8220;olympischem Geist&#8221; in Verbindung gebracht wurden. Eine Marketingveranstaltung von ein paar Megacons, die sich mit Waffengewalt, Totalüberwachung und nur noch pervers zu nennenden Einschränkungen von Rede- und Versammlungsfreiheit beschützen [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Weils nötig ist. Olympia 2012 ist eine zur maximalen Ekelhaftigkeit hinverlogene Perversion von Sport, Völkerverständigung und den diffusen ethischen Werten, die irgendwann mal mit Begriffen wie &#8220;olympischem Geist&#8221; in Verbindung gebracht wurden. Eine Marketingveranstaltung von ein paar Megacons, die sich mit Waffengewalt, Totalüberwachung und nur noch pervers zu nennenden Einschränkungen von Rede- und Versammlungsfreiheit beschützen uind schönfärmen lässt. Ausrichter und Organisatoren sind die schmierigen, gekauften Handlanger eines Bürgerrechtsabbaus, der mit sowas wie einer &#8220;olympischen Idee&#8221; ungefähr soviel zu tun hat wie die UNO-Deklaration der Menschenrechte mit einem toten Otter. Um den Meister zu zitieren: es sind schlechte Menschen, die böses tun.</p>
<p>Irgendwo las ich, dass die Formulierung, die Links negativer Art auf die offizielle Webseite von London 2012 verbietet, inzwischen entschärft sei. Unter den <a href="http://www.london2012.com/using-this-site/">Nutzerinfos</a> lese ich tatsächlich, dass keine Erlaubnis notwendig sei, aber bei den dort auch genannten <a href="http://www.london2012.com/terms-of-use/">TOS  unter Punkt 5 </a>lese ich nach wie vor &#8220;You &#8230; agree that no such link shall portray us or any other official London 2012 organisations (or our or their activities, products or services) in a false, misleading, derogatory or otherwise objectionable manner.&#8221;</p>
<p>Ach, und Links dürfen nur via plain Text gesetzt werden. Nicht als Grafik. Haha.</p>
<p><a href="http://www.london2012.com/"><img class="size-full wp-image-2635 alignleft" title="inspire-my-ass" src="http://www.korrupt.biz/wp-content/uploads/inspire-my-ass.jpg" alt="" width="420" height="300" /></a></p>
<div style="clear: both;"></div>
<p>Und nu?</p>
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		<item>
		<title>eKG: Neues von der AOK zur Krankenkassenkarte</title>
		<link>http://www.korrupt.biz/2625/ekg-neues-von-der-aok-zur-krankenkasssenkarte/</link>
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		<pubDate>Tue, 19 Jun 2012 19:35:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Korrupt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[Datenschutz]]></category>
		<category><![CDATA[eGK]]></category>
		<category><![CDATA[Krankenversicherung]]></category>
		<category><![CDATA[Krankenversicherungskarte]]></category>

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		<description><![CDATA[Mein Projekt &#8220;Ich will auch 2013 eine Krankenkarte ohne Bild&#8221; kam mal wieder einen Schritt bzw. ein Telefonat weiter. Bei anderen les ich ja von häufigeren Telefonaten, selber hatte ich jetzt das erste Gespräch, und es war in einiger Hinsicht erhellend. Kurzfassung:  mein Versicherungsschutz bestehe in jedem Fall weiter die Frage sei, ob ich immer [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Mein Projekt &#8220;Ich will auch 2013 eine Krankenkarte ohne Bild&#8221; kam mal wieder einen Schritt bzw. ein Telefonat weiter. Bei anderen les ich ja von häufigeren Telefonaten, selber hatte ich jetzt das erste Gespräch, und es war in einiger Hinsicht erhellend. Kurzfassung:</p>
<ul>
<li> mein Versicherungsschutz bestehe in jedem Fall weiter</li>
<li>die Frage sei, ob ich immer (zumindest schnell) behandelt werde</li>
<li> eine Art Rechnungserstattung könnte eine Zukunftsoption sein</li>
<li>Missbrauch finde in &#8220;Milliardenhöhe&#8221; statt</li>
<li>was bis nächstes Jahr in Sachen eKG Sache wäre, wisse niemand</li>
<li>dem Volk sei es aber weitgehend wurst und</li>
<li>weitere Funktionen der eGK kämen &#8220;zunächst&#8221; ja erst mal nicht.</li>
</ul>
<p>Das klingt gelegentlich etwas bissig, aber ich mag dazusagen, dass es ein an sich angenehmes und sachliches Gespräch war und mein Sachbearbeiter ein okayer Kerl zu sein scheint, der da undogmatisch ranging und eher nach Schnauze als nach Maßgabe redete, so jedenfalls mein Eindruck.</p>
<p>Zu den Punkten aber im Einzelnen.</p>
<ul>
<li>  mein Versicherungsschutz bestehe in jedem Fall weiter</li>
</ul>
<p>Auch wenn ich mich standhaft und fortgesetzt weigere, ein Passbild zu stellen, werde zwar keine neue Karte ausgestellt, aber ich sei nach wie vor versichert. Die Folgeprobleme seien eher verfahrenstechnischer Natur, per se erlösche mein Versicherungsschutz nicht (und scheint die AOK auch kein Interesse daran zu haben).</p>
<ul>
<li>die Frage sei, ob ich immer (zumindest schnell) behandelt werde</li>
</ul>
<p>Das scheint mir die einzige Sache zu sein, die nervig bis scheiße werden könnte: wie es in den Praxen konkret gehandhabt werde, wenn ich ohne gültige Karte dortstünde, könne man mir natürlich nicht versichern. ich hab den vagen Verdacht, dass da einiges an Verzögerungen, Gesprächen, Erklärungen, whatever folgen könnte, was ich an sich weder der Praxis noch mir selber zumuten will.<span id="more-2625"></span></p>
<ul>
<li>eine Art Rechnungserstattung könnte eine Zukunftsoption sein</li>
</ul>
<p>Das war mir neu und es blieb im Nachhinein leider unklar, was jetzt genau Sache ist. Ich fragte, was eben konkret passiere, wenn ich behandelt werden müsse, mich aber nur ausweisen und nicht per eGK &#8220;ordentlich&#8221; KV-technisch anmelden könne. Man könne mich vormerken für ein Rechnungsverfahren, über das ich dann auch ohne gültige Karte und eben gegen Rechnung analog wie ein Privatpatient behandelt werden würde, die Rechnungen würden dann von der Kasse erstattet. Ich wurde hellhörig und merkte an, dass ich das im Sinne der Kostentransparenz eh ziemlich fein fände, worauf mir gesagt wurde, dass dann die Kasse aber eben nur den Kassentarif übernehme und die Kosten der Privatrechnungen höher sein könnten. Das verstand ich wiederum nicht &#8211; werden dann Privatkassentarife berechnet, die Kasse erstattet aber nur Kassentarif und ich zahle den Zuschlag bzw. krieg ihn eben nicht erstattet? Oder war es nur dahingehend gemeint, dass ich drauf achten müsse, dass mir tatsächlich nur Kassenleistungen geboten und entsprechend berechnet werden, wenn ich dieses Verfahren in Anspruch nehme? So sehr es mich im Nachhinein ärgert, ich kanns nicht genau sagen. Ich denke, irgendwann bin ich schlauer, denn ich wurde anschließend bereits als Interessent für ein solches Verfahren vorgemerkt.</p>
<ul>
<li>Missbrauch finde in &#8220;Milliardenhöhe&#8221; statt</li>
</ul>
<p>Das war meines Erachtens nach der einzige Komplettunsinn, den ich halt anhören musste. Es werde viel Schindluder mit verlorenen/weitergegebenen Karten getrieben, schlicht, weil sie auch nicht zentral erfasst und dadurch auch in der Praxis selber als ungültig erklärt bzw. erkannt werden können. Ich zweifle an der Höhe des Schadens, ich zweifle insbesondere daran, dass es angesichts dessen, dass an sich *jeder*, der verdammt nochmal hier lebt, eine angemessene ärztliche Versorgung kriegen soll und nicht auf der Straße krepieren braucht, wenn der Blinddarm durch ist. Das in der Drastik nur, um meinen Punkt klarzumachen: wir müssen eh alle hier versorgen, alles andere ist meines Erachtens widerlichst. Auf wessen Karte das schlussendlich passiert, ist für die entstehenden Gesamtkosten vollkommen wurst.</p>
<ul>
<li>was bis nächstes Jahr in Sachen eKG Sache wäre, wisse niemand</li>
</ul>
<p>Klar. Aber schön, dass man es bei den KVs auch weiß und laut sagt.</p>
<ul>
<li>dem Volk sei es aber weitgehend wurst</li>
</ul>
<p>Ich schließe draus, dass ich einer von sehr wenigen bin, die sich da in Sachen Bild (und weitergehender eGK-Funktionen) sträuben. Was mich wenig wundert, aber oh mann. Auch hier erstaunlich die Abgeklärtheit gegenüber: es interessiere eben praktisch niemanden, manche würden motzen, aber nach ein paar Wochen wärs dann auch durch und interessiere niemanden mehr. Dass da Missbrauchspotentiale, Unsicherheiten etc. gegeben seien und zum teil einfach überhaupt nicht überschaut werden könne, sei meinem Gesprächspartner durchaus bekannt, aber die meisten interessiere das nicht. Das wie gesagt durchaus sachlich und diagnostizierend, nicht, dass ich den Eindruck erwecke, das wurde gesagt, um mir die Sinnlosigkeit meines Anliegens zu illustrieren. So kams definitiv nicht rüber.</p>
<ul>
<li>weitere Funktionen der eGK kämen &#8220;zunächst&#8221; ja erst mal nicht.</li>
</ul>
<p>Das war insofern witzig, weil ich natürlich direkt das &#8220;zunächst&#8221; ansprach und wir dann auch etwas lachen mussten: klar, aber irgendwann kommt der Kram dann, sonst wäre der ganze Anfangsaufwand jetzt mit den funktionsfreien, aber potentiell -fähigen Karten ja kompletter Schwachsinn. Beiderseitige Zustimmung, und so veblieben wir. ich rechne vor 2013 nicht mit Weiterem. Dann wirds aber möglicherweise interessanter.</p>
<p>Vorgeschichte <a href="http://www.korrupt.biz/437/krankenversicherungskarte-mit-bild-anschreiben-an-meine-kv/">eins</a>, <a href="http://www.korrupt.biz/523/krankenkassenkarte-mit-bild-ein-wenig-antworten/">zwei</a> und <a href="http://www.korrupt.biz/2512/zur-krankenversicherungskarte-mit-bild-einige-akuelle-nachtrage/">drei</a>. <a href="http://www.graubrotblog.de/2011/11/17/warum-ich-erstmal-keine-elektronische-gesundheitskarte-bekommen-muss/">Graubrot zu Ähnlichem</a>. <a href="http://www.foebud.org/gesundheitskarte/faq-egk/">Infos vom FoeBuD</a>.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Google Plus Local Places Pre Alpha Live</title>
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		<pubDate>Thu, 14 Jun 2012 19:16:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Korrupt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[Google]]></category>
		<category><![CDATA[Places]]></category>
		<category><![CDATA[Rant]]></category>

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		<description><![CDATA[Fangen wir konstruktiv an. Google hat überraschend schnell das Rollout der Google Plus-Pages durchgehauen, welche die bisherigen Places-Seiten ersetzen. Ende Mai gings los, in Deutschland sind wir offenbar durch. Statt Places-Seiten kriegt man Google Plus-Seite zu sehen, administrierbar sind die Inhalte nach wie vor im Places-Backend. Und generell ist das eine gute Sache, die ich [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Fangen wir konstruktiv an. Google hat überraschend schnell das Rollout der Google Plus-Pages durchgehauen, welche die bisherigen Places-Seiten ersetzen. Ende Mai gings los, in Deutschland sind wir offenbar durch. Statt Places-Seiten kriegt man Google Plus-Seite zu sehen, administrierbar sind die Inhalte nach wie vor im Places-Backend.</p>
<p>Und generell ist das eine gute Sache, die ich nicht mal unter <em>&#8220;Google Plus um jeden Preis&#8221;</em> verbuchen will. Die Places-Seiten waren nichts Halbes und nichts Ganzes, schlecht pflegbar, schlecht irgendwie tagesaktuell mit Inhalt beschickbar, beides schwebte aber irgendwie über den Wassern, schien irgendwie gewünscht, aber blieb &#8211; mitsamt den Offern, die es immerhin in den USA gab/gibt &#8211; auf halbem Weg stecken. Und nun stattdessen eine Google Plus-Seite, die kann natürlich deutlich mehr. Und dass man mit einem Places-Feed von meinetwegen 400 Filialadressen eben mal 400 Google Plus-Seiten aufs Auge bekommt, nun ja, das ist immerhin mal ne Ansage dahingehend, in welcher Differenzierung Google die Seiten durchaus eingesetzt sehen mag. Soweit, so gut, und hier hörts auch schon auf.</p>
<p>Denn neben dem Design ist <em>nichts</em> von G+ auf den Places-Seiten gelandet. Faktisch haben wir da ein Template-Redesign, das statt einer schlechten, unvollständigen und permanent veralteten Places-Infoauswahl eine schlechte, unvollständige und permanent veraltete Google Plus-Infoauswahl anbietet. Und hier kommen wir zum Punkt, der mich einfach fuchsteufelswild gemacht hat.</p>
<p>Wenn ich ein paar Jahre zurückdenke, da wurden bei Google Sachen als Beta deklariert, die derart gut, fertig und ausgereift waren, dass einem im Nachhinein die Tränen kommen, man denke nur an Mail. Wenn ich jetzt anschaue, was allen Ernstes ein <em>globales Rollout</em> gekriegt hat, ohne jegliche und eigentlich im allerhöchsten Maß angemessene Deklarierung als vorläufige Test-Pre-Alpha, dann könnte ich kotzen. Unfertig, halbgar, ohne alles, was irgendwie den Mehrwert eines Switches ausgemacht hätte. Es ist schlicht und ergreifend Scheiße.</p>
<p>Und das ist dann auch der Punkt, wo ich nicht mehr verstehe, was das soll. Denn es bringt niemandem was. Man meint <em>&#8220;Ah, Google Plus, jetzt muss ich was mit Plus machen&#8221;</em>, und wäre gewillt und erfreut, da endlich mal ein paar sinnvolle Anwendungsbereiche auszutesten und was ist? <em>Genau das</em>, was eigentlich der Witz an der ganzen Umstellung ist, <strong><em>FUNKTIONIERT NICHT!</em> </strong>Man macht den Rollout eines Features, nur halt ohne das Feature. Haha, ihr denkt, es sei G+, und es sieht auch so aus, haha, aber ists nicht, hey, guter Witz.</p>
<p>Im Ernst, das versteh ich nicht mehr, das find ich einfach nur noch dämlich und es wär lustig, wenns nicht so schade um das Potential wäre, das an sich da drinsteckt. Und wenn alles andere, was scheiße ist an Places, nicht auch liegengeblieben wäre, und an Places ist wirklich vieles Scheiße. Bisher hatten man einen Backenddatensatz in Places und Frontenddaten in Maps, die halt oft nur bedingt miteinander zu tun hatten und ungefähr im Monatstakt aneinander angeglichen wurden. Jetzt hat man Backenddaten, die nichts mit den Frontentdaten zu tun haben,  in denen wiederum als eigentümerverifiziert deklarierte Daten drinstehen, die ihrerseits nicht im Eigentümerbackend auftauchen. Und all das würde ich mir gefallen lassen, wenn wenigstens irgendwas anderes tatsächlich geändert und verbessert worden wäre jenseits des Designs, aber so hat man sich den ganzen Switch einfach erst mal sparen können. Sorry, ich musste eben mal kotzen, jetzt gehts mir besser, danke fürs Zuhören.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Der entfesselte Skandal. Das Ende der Kontrolle im digitalen Zeitalter. Buchrezension.</title>
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		<pubDate>Tue, 01 May 2012 23:31:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Korrupt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[Buchrezension]]></category>
		<category><![CDATA[Datenschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Kontrolle]]></category>
		<category><![CDATA[Medienwissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Rezension]]></category>
		<category><![CDATA[Skandal]]></category>
		<category><![CDATA[Sozialwissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Spackeria]]></category>

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		<description><![CDATA[Aus dem Umfeld der Spackeriadiskussion kam die Anfrage rein, ob mich das so beititelte Buch von Bernhard Pörksen und Hanne Detel interessieren würde, es interessierte, Pörksen ist Prof an der Uni Tübingen, ich denke, seit nach meiner Zeit, denn damals gabs in der Richtuing in Tü noch nicht so richtig viel, aber nach Pörksens Buch [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Aus dem Umfeld der Spackeriadiskussion kam die Anfrage rein, ob mich das so beititelte Buch von <a href="http://www.uni-tuebingen.de/fakultaeten/philosophische-fakultaet/fachbereiche/philosophie-rhetorik-medien/institut-fuer-medienwissenschaft/institut/personen/prof-dr-b-poerksen.html">Bernhard Pörksen</a> und Hanne Detel interessieren würde, es interessierte, Pörksen ist Prof an der Uni Tübingen, ich denke, seit nach meiner Zeit, denn damals gabs in der Richtuing in Tü noch nicht so richtig viel, aber nach Pörksens Buch zu urteilen, ist man da heute auf nem anderen Stand in der <a href="http://www.uni-tuebingen.de/fakultaeten/philosophische-fakultaet/fachbereiche/philosophie-rhetorik-medien/institut-fuer-medienwissenschaft/institut.html">dortigen Medienwissenschaft</A>. Vorab: Gelesen, für gut und weiterempfehlenswert gefunden, wenn man sich für die Thematik interessiert, sollte mans lesen. Auch vorab: insbesondere auch, weils zum Fragenstellen und Weiterdenken anregt, denn (wie solls anders sein) es fehlt mir natürlich wieder einiges, was ich mit von einem Buch zu diesem Thema erwarte. Aber das nun in länger.</p>
<div style="float:right; padding:8px"><a href="http://www.korrupt.biz/wp-content/uploads/der-entfesselte-skandal-buchrezension.png"><img src="http://www.korrupt.biz/wp-content/uploads/der-entfesselte-skandal-buchrezension-300x224.png" alt="Der entfesselte Skandal. Bernhard Pörksen." title="Der entfesselte Skandal. Bernhard Pörksen." width="300" height="224" class="size-medium wp-image-2604" /></a></div>
<p>Was ist der &#8220;entfesselte Skandal&#8221; im &#8220;digitalen Zeitalter&#8221;? Pörksen spricht von Medienereignissen, die gestützt durch die Dynamik des Internet eine erhebliche Resonanz mit, nun, &#8220;Skandalcharakter&#8221; hatten und zum einen große Reichweite und zum anderen erheblichen Einfluss/schwerwiegende Folgen für entweder Einzelne oder eben ganze Staaten, Organisationen etc. hatten. Beispiele: die gecrowdsourcte Guttenberg-Überführung als Plagiator und Titelerschleicher, die immerhin gegen die BILD-Propaganda seinen zügigen Abtritt zur Folge hatte, die Demontage der US-Außenpolitik durch Wikileaks, aber auch der Bus-Onkel in Honkong, der es zu einem Millionenpublikum auf Youtube brachte oder die vorerst gescheiterte Karriere zweier BA-Mitarbeiterinnen, deren Intim-Emailwechsel versehentlich an den Abteilungsverteiler und von dort aus recht direkt in die Klatschspalten ging. Diese und einige weitere Netzgeschichten mit Großreichweite werden en Detail beschrieben und analysiert. Was ist das Gemeinsame dieser doch recht unterschiedlichen Fälle? Eine <strong>enorme Reichweite und resultierende Bekanntheit von digitalen Dokumentationen, die nicht für die Öffentlichkeit gedacht waren</strong> und in Kombination mit dieser eine erhebliche Sprengkraft bergen. Weiter, dass es <strong>neue Mechanismen der Skandalisierung gibt</strong> (vom politisch/aktivistisch aktiv betriebenen Medienscoop bis hin zum &#8220;going viral&#8221;-Selbstläufer privater Kommunikation), die dafür sorgen, dass selbst per se unbedeutende Medien und Dokumente durch das Zusammentreffen verschiedener (und teilweise völlig unklarer) Faktoren eine enorme Reichweite und damit Sprengkraft für die persönliche Biografie und/oder ganzer Institutionen bergen.<br />
<span id="more-2605"></span><br />
Grob zerfallen die vorgestellten Ereignisse in zwei Gruppen &#8211; eine Klassifizierung, die Pörksen nicht explizit vornimmt, die meiner Ansicht nach aber recht offen zutage tritt: einmal <strong>Sachverhalte, die im Interesse einiger oder vieler Akteure bewusst nicht in die Öffentlichkeit gelangen sollen</strong> (Bradley Mannings Material für Wikileaks, der Sachverhalt um Guttenbergs Doktorerschleicherei) und gegen den Willen der Akteure &#8220;aufgedeckt&#8221; werden konnten. Zum anderen <strong>Sachverhalte, von denen die Akteure nicht annahmen, dass sie überhaupt Verbreitung finden würden, auch wenn diese natürlich nicht für die Öffentlichkeit gedacht waren</strong> (die BA-Tratschmails, das Star Wars Kid, der Hongkonger Busonkel). Und was mich nun umtreibt, sind weniger die Antworten, die im Buch gegeben werden, als die Fragen, die sich vorher und nachher auftun, allen voran die nach den Unterschieden der Fälle, während Pörksen eben in erster Linie die Gemeinsamkeiten analysiert &#8211; den Kontrollverlust, den auch der öfter angeführte <a href="http://www.ctrl-verlust.net/">mspro</a> regelmäßig konstatiert, der auch in seinen unterschiedlichen Ausprägungen betrachtet wird.</p>
<p>Kennt man die Dynamiken, die eine netzgestützte Medienkommunikation, -verbreitung und -bearbeitung entwickeln kann (und diese arbeitet Pörksen in erster Linie heraus), dann werden die jeweils unterschiedlichen Faktoren dieser Kontrollverluste interessant, die im Fall von Guttenberg und Abu Ghraib einerseits und den BA-Klatschmails oder dem Honkonger Busonkel andererseits zum Tragen kommen &#8211; im einen Fall eine teils individuelle, teils kollaborative Beschaffung und mediale Aufarbeitung eines Zeitgeschehens, das an sich prädestiniert für den Informations- und Rechercheauftrag der &#8220;alten&#8221; Medien ist. Im anderen Fall haben wir das teilweise zufällig, teilweise auf konkrete und auszulösende Trigger reagierende &#8220;boulevardeske&#8221; Internetpublikum, welches eine Geschichte unkontrollierbar verbreitet und in einen öffentlichen Fokus rückt, die in Papierzeiten allenfalls lokale Episode geblieben wäre. Im ersten Fall übernimmt eine Netzöffentlichkeit eine Rolle, welche klassisch Massenmedien und investigativer Journalismus in einer Gesellschaft zukommt, um grundlegende Kontroll- und Informationsaufgaben wahrzunehmen, ohne die eine aufgeklärte Demokratie schlicht nicht auf Dauer funktionieren kann. Der <strong>Kontrollverlust wird wirksam in klandestinen, aber einflussreichen Institutionen und Netzwerken, er wirkt gewissermaßen emanzipativ, herrschaftskritisch.</strong> Im zweiten Fall ist allenfalls eine breit geteilte Lust am Skurrilen oder an der boulevardesken Empörung zu beobachten, die für die Verbreitungsdynamik mit allen Nebenfolgen für die betroffenen Personen sorgt. Diese Lust kann man mit etwas Mühe noch ins exemplarische Durchsetzenwollen gemeinsam geteilter Wert- und Moralvorstellungen hinbiegen, aber selbst das ist in der Regel eher mühsam. Als <strong>Kontrollverlust gegenüber einem primitiven und unkontrollierten Boulevard</strong> kann man kleinere bis beherrschende Aspekte der verschiedenen Fälle dieser Sorte abtun, die restlichen Faktoren sind schwer zu greifen. Persönlich denke ich, dass die (auch im Buch angesprochene) &#8220;zum Mem werden&#8221;-Prozesse, die regelmäßig im Netz ablaufen, eine Rolle spielen, damit erklärt man aber Unklarheit a mit Unklarheit b. Ich mag an der Stelle auch auf Nils Löbers <a href="http://tobias-lib.uni-tuebingen.de/frontdoor.php?source_opus=5607&#038;la=de">Arbeit zu Jugendkultur und Memen auf Imageboards, konkret Krautchan</a> hinweisen, die ich vor einiger Zeit beim Entstehen mitlesen durfte, wo einiges auftaucht, was in den hier behandelten Fällen ins &#8220;going viral&#8221; mit reinspielen wird.  </p>
<p>Zurück zum Thema, bzw. der Kritik. Pörksen zeigt sehr anschaulich, welche Dynamik &#8220;Skandale&#8221; im Netz entwickeln können, ungeachtet der (Un-)Bekanntheit der Akteure oder ihrer gesellschaftlichen Relevanz. Die Frage, die er offenlässt, ist die nach den &#8220;Nieten&#8221; &#8211; und auch hier muss man unterscheiden zwischen den Skandalen, die an sich aufgedeckt &#8220;gehören&#8221; und denen, deren regelmäßige &#8220;Aufdeckung&#8221; bzw. massenhafter Verbreitung man sich nicht ernsthaft wünschen wird. Es steht außer Frage, dass es gesellschaftlich durchaus von Nutzen wäre, wenn Hochstapler und Betrüger in führenden Positionen schnell und zuverlässig als solche entlarvt würden, Auf der anderen Seite wird sich niemand wünschen, sämtliche schlüpfrigen Emailwechsel aus deutschen Amtsstuben regelmäßig veröffentlicht zu sehen &#8211; ungeachtet dessen, dass eben doch immer mal wieder eine Sau durch den Boulevard getrieben wird.</p>
<p>An der Stelle fühle ich mich an Lem erinnert und seiner &#8220;De Impossibile Vitae&#8221;-Rezension: der statistisch hergeleiteten Unmöglichkeit der persönlichen Existenz, zu deren individueller Entstehung so viele unwahrscheinliche Zufälle zusammenwirken müssen, dass in der Summe die Wahrscheinlichkeit quasi gegen null geht. Trotzdem gibts uns alle, und das eben, weil die Nieten nicht auftauchen. Und genau das ist auch die leere Stelle in Pörksens Buch: <strong>was ist mit den Nieten?</strong> Den &#8220;aufdeckenswerten&#8221; Skandalen, die eben trotz massenhafter Verbreitung von Digitaltechnik und weltumspannender Datenkommunikation nicht veröffentlicht werden oder schlicht keine Reichweite entwickeln? Was ist mit dem massenhaft herumliegenden &#8220;Privatkompromat&#8221; auf eigens dafür eingerichteten Meine-Ex- und ähnlichen Portalen &#8211; denn auch hier sind alle Faktoren für den Kontrollverlust gegeben, ja, dieser bereits eingetreten, aber er entwickelt keine (oder nur sehr begrenzte) Virulenz. Was ist zuletzt mit den zahllosen Pannen und Misständen in Unternehmen/der Wirtschaft, wo der Shitstorm eben zuverlässig ausbleibt oder der Missstand eben eine allgemeine und akzeptierte Normalität geworden ist? Was passiert? Die Ing-Diba kriegt von Peta aufs Maul, weil in ihren Spots jemand in ein Wurstbrot gebissen hat. Glücklich die Wirtschaft, die mit solchen Shitstorms zur Ethik erzogen werden muss. </p>
<p>Das bringt mich zum letzten Punkt und einer inhaltlichen Kritik, da ich denke, dass das Buch hier auch in der Fallauswahl zu einer fehlerhaften Fokussierung führen könnte. Es liegt in der Natur der Sache, dass ein Buch zum Kontrollverlust über digitale Daten und die daraus resultierenden global gewordenen Skandale diversester Natur eben über die zum Skandal gewordenen Fälle spricht. So begründet jedoch das Buch vor den globalen Großeffekten einer zum Mem gewordenen Handlung warnt, so verwischt wird der Blick auf den jeweiligen &#8220;blinden Flecken&#8221;. In gesellschaftlicher Dimension: dass trotz neuer Medien relevante Informationen nur unter erheblichen Umständen und Gefahren und &#8211; naturgemäß &#8211; mit vermutlich hoher Dunkelziffer an nicht aufgedeckten Fällen verbreitet werden. Aus privater Sicht: dass ungeachtet der bekanntgewordenen und zu bedenkenden Worstcases sich der Großteil der Leute eben nicht global, sondern im Nahumfeld blamiert. Effizienter und dauerhafter als früher, wo die Inhalte eben nicht konserviert, kopiert, archiviert werden konnten.   </p>
<div style="float:right; padding:8px"><a href="http://www.korrupt.biz/wp-content/uploads/entfesselter-skandal-tn.png"><img src="http://www.korrupt.biz/wp-content/uploads/entfesselter-skandal-tn.png" alt="Der entfesselte Skandal. Bernhard Pörksen, Hanne Detel" title="Der entfesselte Skandal. Bernhard Pörksen, Hanne Detel" width="200" height="277" class="alignright size-full wp-image-2612" /></a></div>
<p><strong>Bernhard Pörksen, Hanne Detel</strong><br />
<em>&#8220;Der entfesselte Skandal. Das Ende der Kontrolle im digitalen Zeitalter.&#8221;</em><br />
Herbert von Halem Verlag<br />
248 Seiten, gebundene Ausgabe, 19,80 EUR<br />
ISBN 978-3-86962-058-9</p>
<hr /><small>Wenn dieser Feed auf kommerziellen Seiten eingebunden wird, bite ich um eine kurze Nachricht an korrupt bei gulli punkt com. Danke.<br /> b27ba64c4ed4d92680ad5c97d21282cc)</small>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Passbild für die Krankenversicherungskarte &#8211; Widerspruch ging heute raus</title>
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		<pubDate>Sat, 21 Apr 2012 10:11:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Korrupt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[Datenschutz]]></category>
		<category><![CDATA[eGK]]></category>
		<category><![CDATA[FoeBuD]]></category>
		<category><![CDATA[Krankenversicherung]]></category>

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		<description><![CDATA[So, mal wieder was neues in Sachen eGk mit Passbild. Nachdem ichs eher so im Umfeld mitbekommen hatte, schrieb mich nun auch die AOK wegen meiner eigenen eGk an und wünschte ein Passbild. Wie schon in den bisherigen Blogposts geschrieben, klärt der FoeBuD zur diesbezüglichen Reaktionsweise bestens auf. Ich hab nun den eGk-Flyer nicht mehr [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>So, mal wieder was neues in Sachen <a href="http://www.korrupt.biz/437/krankenversicherungskarte-mit-bild-anschreiben-an-meine-kv/">eGk mit Passbild</a>. Nachdem ichs eher so im <a href="http://www.korrupt.biz/2512/zur-krankenversicherungskarte-mit-bild-einige-akuelle-nachtrage/">Umfeld mitbekommen hatte</a>, schrieb mich nun auch die AOK wegen meiner eigenen eGk an und wünschte ein Passbild. </p>
<p>Wie schon in den bisherigen Blogposts geschrieben, klärt der <a href="http://www.foebud.org/gesundheitskarte">FoeBuD zur diesbezüglichen Reaktionsweise</a> bestens auf. Ich hab nun den <a href="http://www.foebud.org/gesundheitskarte/egk_foebud_geringeaufloesung.pdf/view">eGk-Flyer</a> nicht mehr im Haus gehabt und mir war ohnehin nach &#8220;nicht vorgefertigtem&#8221; Antwortschreiben, da kriegt man ja gelegetlich auch interessante, nicht vorgefertigte Antworten, und schrieb nun unten folgendes zurück. <span id="more-2600"></span>Zur Nachahmung und Textbaustein-Verwendung gerne empfohlen. Weiter auch bitte gern dem FoeBuD Bescheid geben &#8211; auf dem <a href="http://www.foebud.org/gesundheitskarte/egk_foebud_geringeaufloesung.pdf/view">eGk-Flyer</a> gibts dazu ein Benachrichtigungsformular, bei dessen Nutzung man auch direkt was spenden kann, wenn man denn mag.</p>
<blockquote><p>
<em>($Ort)</em>, den <em>($Datum)</em></p>
<p>Widerspruch zu Ihrem Wunsch nach einem Passfoto für die neue eGk </p>
<p>Sehr geehrte Damen und Herren,</p>
<p>Ihrem Wunsch nach einem Passfoto für meine nächste Krankenversicherungskarte widerspreche ich hiermit.</p>
<p>Ihre Aussage, es werde damit für mehr Sicherheit gesorgt, ist falsch. Sie ignorieren willentlich oder aus Unwissenheit die begründeten Bedenken von Datenschützern und IT-Experten, welche im Gegenteil Sicherheitsrisiken diagnostizierten sowie die Zugewinne als Augenwischerei entlarvten. Sollte ich mich mit Lichtbild identifizieren müssen, kann ich das problemlos auch mit meinem Personalausweis tun.</p>
<p>Im Übrigen verwenden Sie meine KV-Beiträge für eine teure technologische Totgeburt. Angesichts der zunehmenden Kosten für eine angemessene Gesundheitsversorgung und der zunehmenden Zweiklassenmedizin ist dieses Projekt allenfalls zynisch zu nennen. Ich bin persönlich und menschlich enttäuscht davon, dass sich eine Organisation, die sich für die Gesundheit ihrer Versicherten einsetzen soll, nicht deutlich gegen dieses technisch und organisatorisch unsinnige Projekt stellt, mich nicht über die Risiken und Kosten aufklärt und stattdessen längst widerlegte Argumente wiederkäut.</p>
<p>Zu Ihrer weiteren Information: gegen weitere Maßnahmen Ihrerseits, mich zur Abgabe eines Passbilds und der Nutzung der eGk zu zwingen, werde ich Klage einreichen. Weiterhin ist meine KV-Karte noch bis <em>($Gültigkeitsdatum)</em> gültig. Ich erwarte von Ihnen, bis dahin eine neue Karte ohne Passbild zur Verfügung gestellt zu bekommen.</p>
<p>Mit freundlichen Grüßen,
</p></blockquote>
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		</item>
		<item>
		<title>Warum ich am 13. Mai Piraten wähle (und anderen dasselbe empfehle)</title>
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		<pubDate>Fri, 16 Mar 2012 19:37:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Korrupt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[Landtagswahl]]></category>
		<category><![CDATA[NRW12]]></category>
		<category><![CDATA[Piraten]]></category>
		<category><![CDATA[Piratenpartei]]></category>

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		<description><![CDATA[Auf das Risiko hin, hier eh überproportional viele Piraten und -wähler zu erreichen: ich mag was für die Nichtpiratenwähler und Unentschlossenen schreiben. Einfach so, was ich als guten Grund ansehe, die zu wählen, selbst wenn die politische Heimat woanders ist/war oder man nicht so recht weiss, warum man eine Stimme Richtung Opposition werfen soll. 1. [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<div style="float:right; padding: 8px 4px 8px 4px;"><img src="http://www.korrupt.biz/img/yuno-piraten-nrw2012.jpg" alt="Y U NO VOTE PIRATES? NRW12" width="240" /></div>
<p>Auf das Risiko hin, hier eh überproportional viele Piraten und -wähler zu erreichen: ich mag <strong>was für die Nichtpiratenwähler und Unentschlossenen schreiben.</strong> Einfach so, was ich als guten Grund ansehe, die zu wählen, selbst wenn die politische Heimat woanders ist/war oder man nicht so recht weiss, warum man eine Stimme Richtung Opposition werfen soll.</p>
<p><strong>1. Transparenz!</strong></p>
<p>Ich mach ein Ausrufezeichen ran, denn das ist (neben LQFB) meiner Ansicht nach das entscheidende Kriterium, warum eine Piratenfraktion in der Opposition wichtiger ist als alle Regierungskoalitionsmöglichkeiten. Egal, was an die Macht kommt: den Klüngel kennt man, die Intransparenz auch, die fehlende Freiheit im Kopf, um einfach per Default in &#8220;Öffentlichkeit schaffen!&#8221;-Maßstäben zu denken. Egal, wer regiert, es wird (auch) Scheiße passieren, es wird (auch) rumgeklungelt und es wird (sicherlich) unglaublich viel Müll geredet. Mit Piraten in der Opposition haben wir alle ein Ohr am Boden. Allein, dass Piraten im Landtag sitzen und twittern, wird vieles verändern. Und komm mir keiner mit &#8220;die Grünen können das auch&#8221;. Die sind genauso arriviert und schönfärbend wie alle anderen auch. Den Piraten alleine traue ich zu, einfach zu verbreiten, was passiert und zuzuhören, was &#8220;die da draußen&#8221; dazu sagen.</p>
<p>Man siehts btw. in Berlin. Auf einmal kriegt man mit, was passiert, was diskutiert und gegebenenfalls entschieden wird und was die Gründe dafür waren. Auf einmal wird auch auf für mich noch nie so sichtbare Art und Weise klarer, wer was warum will und macht. Das liegt an dem anderen Kommunikationsverhalten der Piraten, dessen bin ich mir ziemlich sicher. Und genau das will ich in allen anderen Landtagen (und im Bundestag) auch. *)</p>
<p><strong>2. Beteiligung</strong><span id="more-2590"></span></p>
<p>Ich mag den Begriff in dem Kontext nicht mal, &#8220;Beteiligung&#8221; ist ungefähr so neunziger wie &#8220;bürgerschaftliches Engagement&#8221; und klingt für mich nach &#8220;wir tun so, als lassen wir ein paar Leute mitspielen&#8221; oder &#8220;Ihr dürft auch ein wenig was machen, solangs keinen Schaden anrichtet und alles nach unserem Kopf geht&#8221;. Die Piraten arbeiten intensiv dran, diesen verstaubten Beteiligungsbegriff auf vollkommen neue Füße zu stellen, parlamentarische und demokratische Prozesse einfach mal komplett neu zu denken. Sie werden diese Ideen einbringen. Sie werden Modelle entwickeln und umsetzen, mit denen das Prinzip &#8220;Die regieren uns&#8221; grundsätzlich in Frage gestellt werden kann. Sie werden andere Parteien dazu zwingen Farbe zu bekennen, sich nicht nur als Vertreter dieses Volkes zu gerieren, als die sie eigentlich gewählt wurden, sondern auch selbst diese Vertretung anzutreten, auszuüben und auszuweiten.</p>
<div style="float:right; padding: 8px 8px 8px 8px;"><img src="http://www.korrupt.biz/img/piraten-wlan.jpg" alt="Piraten wählen-WLAN SSID" width="240" /></div>
<p>Ich denke, gerade auch, wenn man ein bisschen langfristiger denkt, kann aus einem recht breiten politischen Spektrum beruhigt Piraten gewählt werden, schlicht weil man davon ausgehen kann, dass das zu einer deutlich besseren Wahrnehmungs- und Beteiligungssituation führt als mit welchen &#8220;Volksvertretern&#8221; und welchen Regierungskoalitionen anderer Couleur auch immer.</p>
<p><strong>3. Lernwillen</strong></p>
<p>Was mir bei den Piraten am meisten Spass macht, ist die Haltung zu (noch) fehlenden Kompetenzen. Dieses &#8220;können wir noch nicht alle alles, aber finden wir die Köpfe und Informationen&#8221;. Was bei anderen Parteien meist gelassen wird &#8211; man könnte ja meinen, jemand dort ist nicht allwissend &#8211; hat Prinzip: im Zweifelsfall fragt man in die Runde und denkt drüber nach. So kann man Prozesse und Politik hacken, so kann man über irgendwelche &#8220;war schon immer so&#8221;-Strukturen hinausdenken, so kann man insbesondere Sachen transparent mit allen diskutieren, die es angeht, ohne dass es in die übliche &#8220;Wir machen das schon, bleiben Sie ruhig und gehen Sie konsumieren&#8221; &#8211; Scheiße reinrutscht. Dieser Lernwillen und diese Offenheit für hilfreiche Informationen macht die Diskussion und die Transparenz erst möglich. Ich erhoff mir da nichts weniger als eine durchaus drastische Entwicklung in der politischen Kultur. Man wird mehr von seinen Landtagsabgeordneten erwarten können.</p>
<p><strong>Nochmal kurz zusammengefasst:</strong> Ich bin mir sicher, dass eine Piratenfraktion in der Opposition in NRW mehr positiv bewegt und verändert, als es welche Wunschkoalition auch immer könnte. Weiter bin ich mir sicher, dass wir diese Veränderungen brauchen und dass die anderen Parteien dazu weder willens noch in der Lage sind, die umzusetzen, ohne dass da eine intelligente Piratengruppe sitzt und das mal live und in Farbe tut.</p>
<p><small>*) Anmerkung: Ein wenig enttäuscht *fühle* ich mich diesbezüglich von der EU-Ebene. Im Europäischen Parlament sitzen zwei Piraten, Amelia Andersdotter und Christian Engström. Ich hatte mir eigentlich mehr Einsichten ins Funktionieren des EP davon erhofft. Es ist sehr gut möglich, dass ich das einfach nicht so *mitbekomme*, und, was besonders schön ist: ich kanns einfach anleiern, wenn ich will. Wir sind Mitmachpartei, und alles, was Transparenz schafft und Information zugänglich macht, ist erstmal gut und wird unterstützt. Wer sich auf die Fahne schreibt, nun vorrangig im Infotransport EP/Schwedische Piraten -&gt; Deutschland tätig zu werden, wird das tun können. Und hat mit Sicherheit viele an der Seite, die die Infos weiterverbreiten und -verwerten.</small></p>
<hr /><small>Wenn dieser Feed auf kommerziellen Seiten eingebunden wird, bite ich um eine kurze Nachricht an korrupt bei gulli punkt com. Danke.<br /> b27ba64c4ed4d92680ad5c97d21282cc)</small>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Anstelle des Innenministers Friedrich auf SpOn&#8230;</title>
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		<pubDate>Wed, 29 Feb 2012 23:01:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Korrupt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[Arschlöcher]]></category>
		<category><![CDATA[Friedrich]]></category>
		<category><![CDATA[Innenminister]]></category>
		<category><![CDATA[Privatsphäre]]></category>
		<category><![CDATA[Rant]]></category>
		<category><![CDATA[Vollidioten]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8230;würde ich mich schämen. Sorry, dass der es jetzt abkriegt &#8211; Friedrich in Sachen Kompetenz zu bashen ist ein wenig wie $irgendwas_hilfloses treten, zu zweit und mit Stahlkappen, aber irgendwas muss jetzt raus, Himmel, was für ein Scheißtag. Es ist vollkommen erlaubt, ja wünschenswert, wenn man Fragen stellt, das ist sogar eine notwendige Bedingung, um [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>&#8230;würde ich mich schämen. Sorry, dass der es jetzt abkriegt &#8211;  Friedrich in Sachen Kompetenz zu bashen ist ein wenig wie $<em>irgendwas_hilfloses</em> treten, zu zweit und mit Stahlkappen, aber irgendwas muss jetzt raus, Himmel, was für ein Scheißtag. Es ist vollkommen erlaubt, ja wünschenswert, wenn man <a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/0,1518,817830,00.html">Fragen stellt</a>, das ist sogar eine notwendige Bedingung, um Antworten zu kriegen. Allein, der Mann schafft es sogar, eine vermutlich imagefördernd-offenheitsbetondende Dialogsucherei wie ein Trottelouting erster Klasse wirken zu lassen. </p>
<p>Ich überspringe einfach mal die ersten paar Absätze und subsummiere ein &#8220;Jemand demonstriert öffentlich, dass er sich drei Gedanken gemacht hat, bevor er die Klappe aufmacht&#8221;. Mit den üblichen Facebook-Partybildern und Gedöns. Lass ich meinetwegen unter &#8220;Leute abholen&#8221; laufen, geschenkt.</p>
<p>Dann wird stattgefundenes Intensivgedankenmachen demonstriert mit dem &#8220;Ideenwettbewerb &#8216;Vergessen im Internet&#8217;&#8230;&#8221; und der <em>&#8220;Aufklärung im Vordergrund. Die Ergebnisse des Wettbewerbs werden Anfang Mai 2012 vorgestellt. Eines sei schon vorweggenommen: Gesetzesvorschläge hat es nicht gegeben.&#8221;<br />
</em><br />
Und damit man auch ganz sicher ist: <em>&#8220;Wir sollten generell mit rechtlichen Lösungen vorsichtig sein, die zu Widersprüchen mit bewährten Prinzipien der Meinungs- und Kommunikationsfreiheit führen oder sich letztlich auch technisch gar nicht umsetzen lassen.&#8221; </em></p>
<p>Bis hierher vages &#8220;ich hab was verstanden&#8221;-Wischiwaschi, und wenn man denkt, ok, jetzt mal Buttter bei die Fische, dann kommt vages &#8220;wir wollen eigentlich nicht, obwohl aber vielleicht&#8221;. Was soll die Scheiße mit &#8220;keine Gesetzesvorschläge&#8221;, wenn drei Absätze später die <em>&#8220;Architektur eines solchen effektiven Persönlichkeitsschutzrechtes&#8221;</em> kommt? Was will der Mann denn auf &#8220;europäischer Ebene&#8221; erarbeiten, wenn keine Gesetze, was bitte macht die europäische Ebene denn sonst, freiwillige Handlungsrichtlinien für die Wirtschaft? Was soll denn ein dringend reformbedürftiges &#8220;Datenschutzrecht&#8221; anderes sein als eine rechtliche Lösung?</p>
<p>Und wie zur Hölle will der Mann erreichen, dass <em>&#8220;gravierende Eingriffe in ihre Persönlichkeitsrechte im Internet unterbunden werden können&#8221;</em>, das auch noch <em>&#8220;ohne monatelange Verfahren&#8221;</em>, was meint er damit überhaupt? Den erwähnten Liebesbrief in der GMX-Mailbox, das erwähnte Partybild auf Facebook? Und wenn nicht, was dann, und warum sagt ers nicht?</p>
<p>Himmel nochmal. Ein verlogener Expräsident kriegt die Millionen in den Arsch geblasen statt dem Stiefeltritt, den er verdient hätte, sein designierter Nachfolger hält das Netz für eine Menschenrechtsgefährdung, die EU-Kommission tut schon gar nicht mehr so als sei sie was anderes als Erfüllungsgehilfe der Copyrightmafia und der Innenminister meint, mit der transparenten Offenlegung seiner Inkompetenz seien der Anforderungen genüge getan, die man braucht, um auf EU-Ebene das Netz zu regulieren.</p>
<p>Ich kann mir nicht helfen, das macht mich grade alles so müde, man hat nicht mal mehr Freude an nem Rant über die ganze Scheisse. Grade hab ich das Gefühl, dass da die politischen Führungsgremien vor dem &#8220;Ihr würdet euch noch wünschen, wir wäeren politikverdrossen&#8221; so erschrocken ist, dass sie grade alles nur noch mit dem Ziel machen, schnellstmöglich maximale Politikverdrossenheit zu erreichen. </p>
<hr /><small>Wenn dieser Feed auf kommerziellen Seiten eingebunden wird, bite ich um eine kurze Nachricht an korrupt bei gulli punkt com. Danke.<br /> b27ba64c4ed4d92680ad5c97d21282cc)</small>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Anonymes Bloggen 2012</title>
		<link>http://www.korrupt.biz/2572/anonymes-bloggen-2012/</link>
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		<pubDate>Sun, 26 Feb 2012 14:53:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Korrupt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[anonymes Bloggen]]></category>
		<category><![CDATA[Anonymität]]></category>
		<category><![CDATA[Netzkram]]></category>
		<category><![CDATA[Privatsphäre]]></category>
		<category><![CDATA[Tor]]></category>

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		<description><![CDATA[So, das Thema hatte ich schon länger nicht mehr. Eher zufällig hat mich heute das Bedürfnis angefallen, einen anonymen Blog zu führen. Was also tun? Einen einrichten. Es ist inzwischen erfreulich einfach und flott, ich hab ungefähr zehn Minuten gebraucht. Vorbemerkungen und Ansprüche Niedrig, sowohl in Sachen definitive Anonymität wie auch in der der gewählten [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>So, das Thema hatte ich schon länger nicht mehr. Eher zufällig hat mich heute das Bedürfnis angefallen, einen anonymen Blog zu führen. Was also tun? Einen einrichten. Es ist inzwischen erfreulich einfach und flott, ich hab ungefähr zehn Minuten gebraucht.</p>
<p><strong>Vorbemerkungen und Ansprüche</strong></p>
<p>Niedrig, sowohl in Sachen definitive Anonymität wie auch in der der gewählten Plattformen. Das Anonymitätslevel sollte ausreichen, um eine Rückverfolgbarkeit für Privatpersonen definitiv auszuschließen. Wenn sich die Strafverfolgung einschalten würde, dürfte schlimmstenfalls die Löschung verwendeter Dienste drohen. Ein auch nur ansatzweise verhältnismäßiges Angriffsszenario, welches die Identifizierung beweissicher erlaubt, kann ich mir keines vorstellen. Disclaimer: ich halte mich in Sachen Anonymisierung durchaus für recht kompetent, bin aber kein Techie und kann in der Einschätzung von Gefährdungen und der Sicherheit verschiedener Techniken und Einstellungen falsch liegen! Korrektur, Ergänzungen willkommen, ich lern immer gern dazu.</p>
<p>Mein Ziel ist simpel das anonyme Bloggen. Sprich, keine Bewegung größerer Datenmengen.</p>
<p><strong>Handwerkszeug</strong></p>
<ul>
<li><a href="https://www.torproject.org/projects/torbrowser.html.en">Tor Browser Bundle/Vidalia</a></li>
<li>Mailbox bei <a href="http://www.hotmail.com">Hotmail/live.com</a></li>
<li>Blog auf <a href="http://www.wordpress.com">wordpress.com</a></li>
<li><a href="http://www.truecrypt.org/">Truecrypt-Partition</a> (Optional)</li>
</ul>
<p>Das wars schon. </p>
<p>Das Tor Browser Bundle <a href="https://www.torproject.org/projects/torbrowser.html.en">gibts hier</a>. Runterladen, installieren. In meinem konkreten Fall hab ich das ganze Paket (drin ist der eigentliche Tor-Client und ein portabler Firefox Aurora) naheliegenderweise auf der <a href="http://www.truecrypt.org/">Truecrypt-Partition</A> installiert, was die ganze Geschichte auch auf der lokalen Kiste sicher verstaut.  <span id="more-2572"></span></p>
<p><strong>Einrichten und Aufsetzen</strong></p>
<p>Starten, einstellen muss man an sich nichts, aber natürlich kann man dem Tor-Netzwerk was Gutes tun, wenn man nicht nur &#8220;als Client&#8221; (default) die Bandbreite nutzt, sondern zumindest auch als Relay selber ein wenig Bandbreite zur Verfügung stellt. Einen Exit Relay in Deutschland zu betreiben, ist rechtlich nicht wirklich eine eindeutig unerlaubte Sache, es gab aber schon juristische Verwicklungen von Exitnode-Betreibern, die man möglicherweise vermeiden will, wenn man nicht weiss, worauf man sich einlässt. Ich will nicht explizit davon abraten, denn es braucht natürlich auch die Exitnodes, nur, wie gesagt, man sollte dann wissen, was man tut &#8211; kurz gesagt: man taucht mit der aktuell verwendeten eigenen IP in den Logfiles gegebenenfalls überwachter, illegaler Seiten auf und gerät als möglicher Nutzer ins Visier von Ermittlern.</p>
<p><img src="http://www.korrupt.biz/img/torbundle.jpg" alt="Torbundle Einstellungen Relay Node" /></p>
<p>Mit dem Bundle startet auch der mitgelieferte Firefox. Der ist in Sachen Privacy bereits so eingestellt, dass er zahlreiche möglicherweise zur Identifiziering/Personalisierung dienende Techniken abstellt. Trotzdem empfiehlt sich der Blick in die Einstellungen &#8211; möglicherweise kommt man je nach Nutzungsweise auch mit noch restriktiveren Einstellungen aus. Hier gehe ich Kompromisse ein, lasse JS zu und Cookies der aufgerufenen Seiten. History, Cache und Autoupdates sind aus, Plugins und Addons kommen keine dazu. Lesezeichen setze ich aber welche, an sich kann man auch Caching anmachen, wenn man auf einer verschlüsselten Partition installiert hat.</p>
<p>Als erstes braucht man eine <strong>Mailadresse</strong>. Klar kann man sich hier mit den diversen Anbietern im nichtwestlichen Ausland nochmal ein wenig entspannter fühlen, aber sobald es nicht mehr EU ist, bin ich an sich erst mal entspannter. Ich mag MS an sich nicht, aber Hotmail/live.com scheint mir ausreichend unwillig, konstruktiv mit deutschen Strafverfolgern zusammenzuarbeiten. Einzige Verzögerung hier war, dass Hotmail eine Telefonnummer will und ungefähr abgleicht, ob die plausibel ist. Beliebiges Land und beliebige Zahlen &#8211; muss man halt ein wenig ausprobieren. Weiter &#8211; und etwas wichtiger &#8211; kann man für noch etwas mehr Sicherheit sorgen, wenn man standardmäßig das Verwenden von HTTPS beim Aufrufen des Webmailers aktiviert.</p>
<p>Dann der <strong>Bloganbieter</strong>. Kann man auch wieder halten wie der auf dem Dach, wie gesagt, mir geht es nur darum, dass es eben keine Rückverfolgung zu mir gibt &#8211;  dass der Inhalt wegen offensichtlicher Illegalität gelöscht wird, ist keines der Probleme, die an der Stelle gelöst oder bedacht werden müssen. Sollte man das im Sinn haben, wird natürlich alles etwas komplizierter. Zusammengefasst: man richtet sich via Torbrowser sein kostenloses (subdomain).wordpress.com &#8211; Blog ein, lässt es sich über die via Tor anonym eingerichtete und abgerufene Mailadresse freischalten und kann dann loslegen.</p>
<p>Fürs <strong>Bloggen via Webinterface</strong> kann man via Tor problemlos und mit vernünftiger Geschwindigkeit surfen. Einmal müssen die zu publizierenden Inhalte eben durch die TOR-Schleife, theoretisch kann man das auch per Bloggen via Mail machen, aber dann muss man eben via Tor ins Webmailinterface, das &#8220;Nadelöhr&#8221; bleibt dasselbe, nur an ner anderen Stelle.</p>
<p><strong>Nun nichts schleifenlassen!</strong></p>
<p>Wie gesagt &#8211; das wars schon. Die eigentliche, technische Anonymisierung per Tor und der darüber stattfindenden Veröffentlichungen ist dabei vermutlich ohnehin eine der einfachsten Übungen (die hier gesetzten Ansprüche vorausgesetzt). Schwieriger und ich denke, auch auf Dauer eben ein &#8220;Fehlerfaktor&#8221; ist die Vernetzung, Kommunikation, überhaupt das Schaffen von Reichweite. Ich vermute, die meisten ungewollten Aufhebungen der Anonymität kommen dadurch zustande, dass man unter rückverfolgbarer Identität auf welche Art auch immer die anonyme Identität zumindest in die enge eigene Nachbarschaft rückt. Sprich, die &#8220;Vernetzung&#8221; sollte immer nur ebenfalls über die genannten, anonym genutzten Plattformen stattfinden, mit allem &#8220;Anschieben&#8221; über die eigene öffentliche, bereits vernetzte Person sollte man höchst vorsichtig sein. </p>
<p>Überhaupt, Achtung. Beim Torbundle wird davor gewarnt, den Tor-Firefox parallel zu einem &#8220;normalen&#8221; Firefox laufen zu lassen, um Verwechslungen auszuschließen. Ich machs trotzdem im Augenblick, aber klar, das ist eine Fehlerquelle. Weiter: so trivial und dämlich es klingt &#8211; ein &#8220;Greetz Korrupt&#8221; ist schneller mal wo druntergetippt als man manchmal denkt, ähnliche Patzer wirds viele geben und sie werden alle schon mal passiert sein und in Zukunft auch wieder passieren. Ob man nun irgendwo versehentlich mailt, man habe nebenan (auf der anonymen Plattform) schon mal was zu dem Thema geschrieben oder es <del datetime="2012-02-26T15:01:14+00:00">eben eine Vertrauensperson, die um die Sache weiss, </del> jemand, der einem in einem unachtsamen Moment über die Schulter auf den Monitor gesehen hat, mal versehentlich wo schreibt, oder ob man nun über eine Sache schreibt, die man nur als Person X aus dieser Perspektive kennen kann, über mehrere, die in ihrer Gesamtheit diesen Rückschluss zulassen usw. &#8211; wie gesagt, kann alles passieren und das schwierigste wird sein, dauerhaft wachsam und vorsichtig zu sein und zu bleiben.</p>
<p><strong>Nachgetragen vom Kugelfisch, siehe unten</strong></p>
<p>WordPress.com unterstützt HTTPS-Login und anschließende, komplette Backend-Aktivität über HTTPS. Der Portable Firefox des Tor-Bundles ist auch per Default mit aktivierten NoScript (deaktiviert Skripte allgemein, unter anderem gut gegen Flashcookies und Konsorten) und HTTPSeverywhere unterwegs (fordert immer die HTTPS-Verbindung an, wenn möglich).<br />
Ansonsten Ack, was <a href="http://www.korrupt.biz/2572/anonymes-bloggen-2012/#comment-54063">weiter unten</a> noch zur Firefox-Updaterei und der allgemeinen Wachsamkeit steht.</p>
<p>Ergänzungen, Bedenken, Anmerkungen, Fragen, anyone?</p>
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		<title>#oipd12, Spackeria, Googles Fickschaftrend und etwas Postprivacy-Abschlusskritik</title>
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		<pubDate>Sat, 28 Jan 2012 17:43:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Korrupt</dc:creator>
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		<category><![CDATA[fickschaf]]></category>
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		<description><![CDATA[andreasdotorg hats vorweggenommen und fragt, was Selbstouting mit post privacy zu tun hat, aber darum gehe es ja auch nicht. Nun ja, man fragt sich, worum dann, wenn man nicht zu den bereits angeführten Kampfthesen zurückgehen will, dass hier halt Leute übers Ficken reden wollen. Aus dem und anderen Gründen wollte ich mich explizit nicht [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>andreasdotorg hats vorweggenommen und fragt, was <a href="https://twitter.com/#!/andreasdotorg/status/163235264884514816">Selbstouting mit post privacy zu tun hat</a>, aber darum gehe es ja auch nicht. Nun ja, man fragt sich, worum dann, wenn man nicht zu den bereits angeführten Kampfthesen zurückgehen will, dass hier halt Leute übers Ficken reden wollen. Aus dem und anderen Gründen wollte ich mich explizit nicht an den <a href="http://blog.spackeria.org/2012/01/27/open-in-public-day/">oipd12 anhängen</a>, aber es hatte sich gestern ergeben, dass mich ein thematisch passendes Thema ansprang, konkret ging es um Fickschafe und einen längst vergessenen <a href="http://www.korrupt.biz/217/hihi/">Screenshot aus dem Jahr 2008</a>. Dass Netz war jung und unschuldig, und Google fand zum Stichwort &#8220;Fickschaf zum Aufblasen&#8221; deprimierende null Treffer. Inzwischen <del>sind wir alle so postprivacy, offen und selbstbewusst zu unseren heimlichen Gelüsten stehend geworden, dass sich diese Situation nachhaltig ge</del> gibts 23 (!) Treffer, mit dem Blogpost wohl noch einen mehr, und nun ja, ist die Welt eine bessere?<br />
<img src="http://www.korrupt.biz/img/fickschafe-2012.jpg" alt="Fickschaf SERP bei Google, 2012" width="500" /><br />
Ich denke ja, aber wirklich eher nur so graduellst-minimalst. </p>
<p>Ich mag das aber zum Anlass nehmen, um meiner Abarbeiterei an der Spackeria nochmal eine Umdrehung zu verpassen. Nach wie vor ist mir unklar, was es soll und welches Problem damit erschlagen wird, dem gegenüber steht das vage Bauchgefühl, dass einerseits an der Kritik an Datenschutz als Herrschaftswissen einiges dran ist, andererseits ein Umgang mit einer durchsichtigeren Gesellschaft, mit präsenterem und weiter definiertem &#8220;Normalraum&#8221; der Spielarten der privaten Befindlichkeiten, Interessen und sonstigen Sachverhalten umgegangen werden muss und wird. Das ist ja auch kein neuer Prozess, sondern eben eine recht konstante Entwicklung, die meiner Ansicht nach maßgeblich durchs Netz ge- und befördert wird.</p>
<p>Beispielhaft lässt sich das am &#8211; witzigerweise <a href="http://mspr0.de/?p=2786">mspr0</a> vorgehaltenen &#8211; Personalchef-Argument festmachen. Erst hiess es <em>&#8220;Um Himmels Willen, denkt dran, dass ein Personalchef euch googlen könnte, stellt nichts mit Realnamen ins Netz&#8221;</em>. Dann kam die Erkenntnis, dass es inzwischen recht seltsam bis dequalifizierend wirken könnte, wenn man im Netz keinerlei Präsenz, Interesse, whatever durchblicken lässt, auf einmal musste man also gefunden werden, aber eben nur in gefälligen, positivem Licht. Augenblicklich kommt mir die Situation so vor, als ob sich diese (naive) Vorstellung auch wieder dekonstruiert, denn schließlich nimmt man es niemandem ab, dass er im Netz ausschließlich seriösen, staatstragenden und im Allgemein positiv besetzten Interessen nachgeht. Ernsthaft, will man wirklich einen lebenslauf- und wahrnehmungskosmetiktreibenden, verklemmten Heuchler einstellen? Im gern geäußerten <em>&#8220;Wer keine peinlichen Partybilder im Netz hat, ist ein langweiliges Arschloch ohne Freunde&#8221;</em> stecht ja durchaus ein Kernchen Wahrheit. Und ich sags gerne nochmal &#8211; zumindest in den Branchen, in denen ich so unterwegs bin, ist es natürlich ein massives Einstellungshindernis, wenn man *nichts* über einen Bewerber im Netz googeln kann.</p>
<p>Einmal mehr meine grundsätzliche Kritik: Mit dem gerne pauschal eingeforderten Komplettouten der privaten Persönlichkeit hat das aber alles wenig zu tun, diese ist nach wie vor unnötig, in jeglicher emanzipatorischen Hinsicht überflüssig und angesichts der bestehenden Herrschaftsverhältnisse schädlich. Nicht nur für den Einzelnen, sondern auch grundsätzlich. Das ist meiner Ansicht nach problem- und lückenlos argumentativ herleitbar, ich muss zugeben, die Lust zu dieser Arbeit grade nicht aufzubringen, weil sich schließlich nach einer ganzen Latte Vorlagen noch kein Spacke die Mühe gemacht hat, einen positiven Entwurf ihrer Grundsatzkritik, -anliegen und -utopien wenigstens mal anzufangen. Dass das ein durchaus <a href="http://www.korrupt.biz/2537/die-spack0-und-28c3-spackengesprache-der-spackeriade-erster-teil/">spackenkritischer</a> Korrupt <a href="http://www.korrupt.biz/2556/spackeria-postprivacy-utopie-teil-2/">selber machen</a> musste, um sich mal einigermassen damit auseinanderzusetzen, beginne ich mit der Zeit ein wenig übelzunehmen.</p>
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		<title>Spackeria-Postprivacy-Utopie, Teil 2</title>
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		<pubDate>Tue, 10 Jan 2012 21:25:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Korrupt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[Datenschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Post-Privacy]]></category>
		<category><![CDATA[Privatsphäre]]></category>
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		<description><![CDATA[Ich starte doch nen neuen Post, sonst wird das alles etwas langatmig. Zur Vorgeschichte: ich halte die Spackeria für weitgehend frei von konkreten Argumenten und insbesondere Zielen/Problemen, deren Lösung in Postprivacy besteht. Die Formulierung einer positiven Utopie könnte da hilfreich sein, um festzumachen, wozu das ganze Konzept überhaupt taugen soll, und begonnen habe ich damit [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Ich starte doch nen neuen Post, sonst wird das alles etwas langatmig. Zur Vorgeschichte: ich halte die <a href="http://www.korrupt.biz/2537/die-spack0-und-28c3-spackengesprache-der-spackeriade-erster-teil/">Spackeria für weitgehend frei von konkreten Argumenten</a> und insbesondere Zielen/Problemen, deren Lösung in Postprivacy besteht. Die Formulierung einer positiven Utopie könnte da hilfreich sein, um festzumachen, wozu das ganze Konzept überhaupt taugen soll, und begonnen habe ich damit in den &#8220;<a href="http://www.korrupt.biz/2545/voruberlegungen-zu-einer-positiven-spackeria-utopie-in-progress/">Vorüberlegungen zu einer positiven Spackeria-Utopie</a>&#8220;.</p>
<p>Teil zwei, mit den folgenden beiden Punken der Utopie folgt nun.</p>
<p><strong>2. Möglichkeiten der Vernetzung</strong></p>
<blockquote><p>– Ich will sichtbare und gesellschaftlich präsente Gruppen meiner &#8220;Minderheiteninteressen&#8221;<br />
– Ich will eine uneingeschränkte horizontale Solidarisierungsmöglichkeit</p></blockquote>
<p>Diese Punkte hat <a href="http://www.korrupt.biz/2460/post-privacy-buchrezension-plomlompom-sezt-ein-paar-diskussionsstandards/">Plomlompom in seinem Post-Privacy-Buch</a> klar dargestellt und die sind wie dort bemerkt die stärkste Argumentation, die Postprivacy/Spackeria für sich verbuchen kann. Hier verbuchen wir auch bereits die ersten wirksamen Entwicklungen in diese Richtung: Bewegungen, Interessensgruppen bekommen ein Gesicht, Ungleichheitsstrukturen werden ein Stück weit aufgeweicht. Ums zu illustrieren: der <em>privilegierte Jetset hat permanente Möglichkeiten, sich zu vernetzen, sich &#8220;in echt&#8221; und virtuell zu koordinieren, zu kooperieren und zu kollaborieren</em>. Isolierten, weniger privilegierten Individuen steht via Netz diese Möglichkeit in einem weit stärkeren Maß offen als in vordigitalen Zeiten, und insbesondere kristallisieren sich aus den Online-Netzwerken eben auch die Real Life-Kooperationen heraus, in denen die Individuen eben auch ein Gesicht bekommen (und damit notwendigerweise zumindest in der Gruppe Privatheit aufgeben). Dieser Prozess ist definitiv wichtig und dient einer eigenen Interessensvertretung wie auch der eigenen psychischen Hygiene, gerade, wenn man ansonsten vereinzelt wäre. Wenn die entsprechenden Bewegungen politisch werden, werden sie auch offener, und gesellschaftliche Diskurse bekommen dadurch eine Richtung, dass sie eben von Menschen <em>auch</em> offen vertreten werden. Es ist nicht nur das Stammtischrumoren, auf dem festgestellt wird, dass Wulff ein Arschloch ist und es ist nicht nur das vage Unbehagen, dass offenbar eine ganze Latte Leute in höchst unterprivilegierten Verhältnissen leben müssen.<br />
<span id="more-2556"></span><br />
Er wird umstritten sein, aber mein Lieblings-&#8221;Vorzeigegesicht&#8221; in dieser Sache ist Martin Bersing vom Erwerbslosenforum. Ich denke, wenn eben diese Aufgabe der Privatsphäre seinerseits nicht stattgefunden hätte, dann wäre Hartz IV nach wie vor nicht so relativ regelmäßig beispielsweise bei SpOn präsent, wie es immerhin ist (auch wenns immer noch eine Jammerveranstaltung ist).</p>
<p>Die entstehende horizontale Solidarisierungsmöglichkeit ist dann zumindest stärker gegeben, wenn sie auf einem ansatzweise ähnlichem &#8220;realen&#8221; Niveau stattfindet, wie sie es eben in der Jetset-Klasse die Regel ist. Die Mittel stehen uns zur Verfügung, entsprechend können wir sie nutzen. Pseudonym sind die Möglichkeiten beschränkter bzw. müssen irgendwo stehenbleiben. Ich bin grade unsicher, wo ich hier Anonymous/Bernd einpacken kann, ich denke, dass Aktivitäten offline eben mit Guy Fawkes-Masken betrieben werden, wird eher eine Randerscheinung bleiben, so schön ich das Phänomen per se finde und so gewillt ich bin, an seine Wirksamkeit in den jeweiligen Anwendungsbereichen durchaus zu glauben. </p>
<p><em>Wir wollen also eine Gesellschaft denken, in der jedem die Möglichkeit offensteht, sich mit &#8220;realen&#8221;, nicht pseudonymen Menschen ähnlicher Interessenslage zu solidarisieren, zu kooperieren und zu kollaborieren. Die entstehenden Gruppen haben reale Wirkmacht und werden als bedeutsame, relevante Teile der Gesellschaft wahrgenommen bzw. können entsprechend weitaus schlechter ignoriert werden. Gesellschaftliche Interessensvertretung wird pluralistischer und, ideal gedacht, gerechter.</em></p>
<p><strong>3. We’ve lost the War</strong></p>
<p>Das ist neben der Homosexualitätsdebatte der einzige weitere einigermassen ausformulierte Standpunkt, den ich ausmachen konnte. Dass die Privatsphärenkiste an sich eben durch ist und man sich frühzeitig einstellen müsse auf die Zeit danach, erinnert mich nur ein wenig fatal an vergangene Zeiten, in denen der Zusamnmenbruch des Kapitalismus angesichts der inhärenten Widersprüche eine reine Frage der Zeit und die Vorbereitung auf die folgenden revolutionären Umbrüche zwangsläufig notwendig waren. Das erinnert mich wiederum massiv an den <a href="http://www.phuturama.de/?p=1785">Phuturama-Beirag zum Thema</a>, in dem ebenfalls der Geist der 70er beschworen wird, nur eben ohne die konkreten Argumente, die bei der Spackeria hier wie oft woanders eben fehlen.</p>
<p>Ich wollte positiv formulieren und in der Tat ist dieser Diskussionsbeitrag notwendig. Um auf meinen Stichpunkt zu rekurrieren:</p>
<blockquote><p>– Ich will eine Strategie, die mir ein gutes Leben trotz fortgesetzter Aufhebung der Nichtöffentlichkeit privater Informationen (durch Zugriff, Veröffentlichung, Leaks usw.) ermöglicht</p></blockquote>
<p>An dieser Stelle scheitere ich jedoch. Unbenommen: wir werden lernen müssen, in welchem Rahmen wir auch über privateste Dinge in potentiell öffentlichen/out- und hackbaren Kontexten kommunizieren. Eine fortgesetzte Skandalisierung &#8220;verbreiteter&#8221; Abweichungen wird sich vermutlich abschwächen, aber trotzdem werden wir verorten müssen, welche privaten Details eben öffentlich werden, welche nicht und welche möglicherweise mit welchen Folgen ihre Kreise ziehen. Was wird &#8220;normalisiert&#8221;, was wird gesellschaftlich einfach uninteressant (vieles ist prinzipiell heute schon recherchierbar, nur macht sich niemand die Mühe), vieles ist für sich genommen harmlos und wird in der Aggregierung spannend oder gar problematisch. Am einfachsten werden hier in der Tat die Bereiche zu handlen sein, die eben &#8220;unproblematisch&#8221; in dem Sinne werden, dass auch schon heute angesichts eines &#8220;Ich mag Ponies&#8221;-Posts auf Twitter die Welt im Allgemeinen mit einem &#8220;So what?&#8221; reagiert, wenn sies denn überhaupt tut. Auf welchen Themenfeldern (und bei wem) das in Zukunft ähnlich sein wird, ist eine spannende Fragen, ich drücke mich aber um eine Antwort, weil die Sozialwissenschaften vieles können, aber bei Prognosen in der Regel versagen. </p>
<p>Das Problem hierbei ist aber auch, dass es nicht nur eine Frage der gesellschaftlichen Akzeptanz und Offenheit ist, sondern dass wir <strong>in diesen Bereichen nach wie vor mitten in Strukturen repressiven Herrschafswissens stecken</strong> und, das mag mir zu prophezeien erlaubt sein, nicht allzu schnell da rauskommen. Fasel <a href="https://twitter.com/fasel">himself</a> hat das halt auch eindrucksvoll auf <a href="http://www.br.de/fernsehen/br-alpha/sendungen/alpha-campus/doku/das-netz-weiss-alles100.html">einen Schlag dekonstruiert</a>:</p>
<blockquote><p><em>&#8220;In diesem ursprünglichen Sinne, wie Datenschutz konzipiert ist, als Abwehrrecht des Bürgers gegen den Staat, dass wir dem Staat Regeln auferlegen, was er über uns speichert, was er über uns auswertet, da macht Datenschutz viel Sinn, weil er das Gewaltmonopol hat und von der Machtstruktur her kann der Staat uns unterdrücken.&#8221;</em></p></blockquote>
<p>In dem Sinn ist natürlich auch alles Outen gegenüber anderen Playern nach wie vor massivst herrschaftsstützend, da bis auf weiteres der Staat gegenüber den Datensammlern weisungsbefugt bleibt bzw. letztere mit ersterem allzu gern kollaborieren, wenns denn sein muss. Man darf sich da nicht auf den Kampf gegen die VDS verlassen, das Netzwerkedurchleuchten wird auch ohne Deep Packet Inspection kommen, und alles, was heutzutage als Protestbewegung den Namen verdient und im halblegalen Bereich operiert, operiert wohlweislich zumindest in Teilen klandestin.</p>
<p>Hier ist einer der &#8220;utopischsten&#8221; Punke der Spackeria erreicht, was das betrifft. Man bräuchte eine etwas andere Gesellschaft mit etwas anderen Herrschaftsstrukturen, in denen dann eine Offenlegung der spezifischen Interessen, Netzwerke, Verbindungen, Informationen dann auch in der Tat allgemein höchst sinnvoll ist, so wie es auch heute schon durchaus sinnvoll ist, beispielsweise Amazon mitzuteilen, was mich interessiert (denn die Empfehlungen werden in der Tat <a href="http://www.sueddeutsche.de/digital/zur-kritik-an-algorithmen-warum-wurde-mir-ausgerechnet-das-empfohlen-1.1253390">immer besser</a>) oder bei Facebook öffentlich der Gruppe der Liebhaber japanischer Furzpornos beizutreten (denn so treffe ich schließlich Gleichgesinnte, möglicherweise gar japanischer Herkunft). Aktuell gibt es aber durchaus noch gerade genug <em>notwendige</em> gesellschaftliche Strömungen, Interessens- und Aktivistengruppen, zu denen man sich wohlweislich nicht öffentlich bekennt, aus Gründen der inneren Sicherheit und der hochvernünftigen Grundannahme, dass der Schutz des Individuums vor staatlichem Zugriff damit beginnt, dem Staat keine Zugriffsmöglichkeit auf persönliche, nicht für ihn gedachte Daten zu geben, auf welchen Umwegen auch immer.</p>
<p><em>Wir wollen also eine Gesellschaft denken, in der es nicht notwendig ist, sich mit Methoden gegen Repressionen zu wehren, die wiederum den staatlichen Zugriff auf wo auch immer veröffentlichte/gespeicherte Daten notwendig macht, ermöglicht oder legitimiert.</em></p>
<p>(Und im übrigen: wir haben mitnichten den Krieg verloren. Im Gegenteil. Noch nie hatten wir so mächtige Mittel, uns vor dem Zugriff des Staates auf unsere Kommunikation zu schützen, noch nie war der Gebrauch von Technik in einem solchen Maß gesellschaftlich normalisiert.)</p>
<p><strong>Vorläufiges Fazit: </strong>An sich sollte ich an dieser Stelle aussteigen, denn ab hier wirds wirklich eine gesamtgesellschaftliche Utopie, die naturgemäß an den Rändern vollkommen ausfranst: ist das in einem weltgesellschaftlichen Gebilde aus einzelnen Nationalstaaten mit partikularen Interessensvertretungen überhaupt denkbar oder realisierbar? Reden wir hier nicht notwendigerweise von einer vollkommen neuen Weltgesellschaft? Ist eine solche erstrebenswert? (Ich wehre mich immer gegen irgendwelche Weltstaatsromantisierungen, schlicht, weil es in einem weltweiten &#8220;Menschheitsstaat&#8221; keine Fluchtmöglichkeiten mehr gibt.) Kann man diese Utopie zumindest in Teilen/ein Stück weit &#8220;angehen&#8221;? Möglicherweise macht das die Spackeria ja grade, was auch die (jedenfalls von mir so wahrgenommene) Fixierung aufs Sexuelle einigermassen erklärt: es ist einfacher, eine sexuell aufgeschlossenere (alternativ: desinteressiertere) Gesellschaft zu denken, in der das öffentliche Wissen um Beziehungs- und Sexualitätsformen ebenso selbstverständlich bzw. langweilig ist wie heute das Wissen um hetero- oder homosexuelle Orientierungen in den jeweiligen Beziehungen. Damit wird die Geschichte aber eben hochtrivial und taugt wirklich nicht mehr als Gegenposition zu dann doch gelegentlich in etwas ernsthafteren Kontexten enstandenen Vorstellungen von Datenschutz bzw. dem Schutz der Privatsphäre. </p>
<p>Zugegebenermassen bin ich grade auch ein wenig enttäuscht, ich hatte grade seitens der Spackeria-Vertreter ein wenig mehr Motivaion zur argumentativen Hinterfütterung ihrer Ansätze erwartet. Jenseits vom gelegentlichen Scheissefinden, wenn mal wieder Weichert was gegen FB sagte oder einem allgemeinen &#8220;Wir haben nen Gegenstandpunkt, die anderen sind irgendwie doof oder zumindest ein wenig beschränkt&#8221; mit der zuverlässig fehlenden eigenen Positionierung kommt aber nicht wirklich bei mir an. Es ist ein wenig komisch, den Leuten die Positionen auszuformulieren, die man an sich vom eigenen Standpunkt her lieber zerlegen würde. Oder ums kurzzufassen: Um diskursfähig zu sein, muss sich die Spackeria im Diskurs positionieren und nicht nur gelegentlich &#8220;Fuck Datenschutz&#8221; schreien. Der &#8220;Oh, anderere Ansatz, mal gucken&#8221;-Neuheitseffekt hat sich meiner Ansicht nach erschöpft und substantielles kam bislang nichts mehr nach. </p>
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		<title>Killerspielgedankenlacher zwischenrein</title>
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		<pubDate>Fri, 06 Jan 2012 18:42:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Korrupt</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Borchert]]></category>
		<category><![CDATA[Killerspiele]]></category>
		<category><![CDATA[Kram]]></category>

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		<description><![CDATA[Haha, grade am Fenster gestanden und Kippe angemacht. Ein paar Häuser weiter: an einem Fenster macht sich jemand anders ne Kippe an. Roter Lichtpunkt in der Nacht, spontaner Gedanke: jetzt ne Sniperrifle, anlegen, warten aufs Aufglimmen, Headshot. Nächster Gedanke: Hoppla, Richie, was für Killerspielgedanken denkst denn grade, bist nun doch sozialethisch vollkommen desorieniert? Dem auf [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Haha, grade am Fenster gestanden und Kippe angemacht. Ein paar Häuser weiter: an einem Fenster macht sich jemand anders ne Kippe an. Roter Lichtpunkt in der Nacht, spontaner Gedanke: jetzt ne Sniperrifle, anlegen, warten aufs Aufglimmen, Headshot.</p>
<p>Nächster Gedanke: Hoppla, Richie, was für Killerspielgedanken denkst denn grade, bist nun doch sozialethisch vollkommen desorieniert? Dem auf den Fersen: aber Moment mal, ich kenn gar keinen Shooter, wo die Gegner gelegentlich am Fenster oder im Feld ne Kippe rauchen. Wie kommst auf den Kram?</p>
<p>Nach kurzem Nachdenken machts Klick: Wolfgang Borchert, &#8220;An diesem Diensag&#8221;, exakt diese Geschichte: Soldat wird ermahnt wegen Kippen/Kopfschüssen, aber befördert. Macht sich anschließend stolz ne Kippe an, Schuss. Schulleküre, wahrscheinlich Klasse elf oder so. Himmel, was hat der Borchert aus mir gemacht. &#8220;Sag Nein!&#8221;, &#8220;Sag Nein!&#8221;, immer dieses negative und ablehnende Denken, und jezt auch noch das. Tja.</p>
<p>Sorry, war zu lang für nen Tweet. Ich spiel mal noch ne Runde Portal und morgen mach ich mit der Spackeriaden-Utopie weiter, versprochen. Sorry für den Lag, ich war etwas erkältet und entsprechend einfach abends regelmäßig deulich kaputter als sonst.</p>
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		<title>Bonzenpräsident Wulff</title>
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		<pubDate>Wed, 04 Jan 2012 20:49:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Korrupt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[Arschloch]]></category>
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		<description><![CDATA[Nicht noch einer, ich weiss. Aber den einen Punkt mag ich herausstellen: &#8220;Letztlich gibt es natürlich auch Persönlichkeitsrechte, es gibt auch Menschenrechte selbst für Bundespräsidenten und auch deren Freunde, deren Angehörige, und ich möchte nicht Präsident in einem Land sein, wo sich jemand von Freunden kein Geld mehr leihen kann.&#8221; Hallo, Arschloch. Genau das geht [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Nicht noch einer, ich weiss. Aber den einen Punkt mag ich herausstellen: </p>
<blockquote><p><em>&#8220;Letztlich gibt es natürlich auch Persönlichkeitsrechte, es gibt auch Menschenrechte selbst für Bundespräsidenten und auch deren Freunde, deren Angehörige, und ich möchte nicht Präsident in einem Land sein, wo sich jemand von Freunden kein Geld mehr leihen kann.&#8221;<br />
</em></p></blockquote>
<p>Hallo, Arschloch. Genau das geht für Millionen von Menschen in deinem Drecksland nicht. Spätestens jenseits der Verwandtschaft hat sich das mit dem Darlehen unter Freunden, wenn man eben auf Hartz IV ist. Und ich weiss nicht, worüber ich mehr kotzen soll, über die verlogene Chupze, mit der Wulff hier seine Bonzenmoral hängen lässt oder über seine Ahnungslosigkeit angesichts der alltäglichen millionenfachen Nichtgewährung dessen, was er eben mal als Menschenrecht für sich einfordert. Erbärmlich.</p>
<p>Und bitte, liebe Presse: haut ihm das um die Ohren, bis er winselt.</p>
<p><small>(Oh, <a href="http://www.welt.de/debatte/henryk-m-broder/article13798864/Auch-Wulff-gehoert-zu-Deutschland-nur-zu-welchem.html">danke, Henryk</a>. Für deinen Text und nicht, dass ich zu einem Springerblatt linken muss.)</small></p>
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		<title>Vorüberlegungen zu einer positiven Spackeria-Utopie (in Progress)</title>
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		<pubDate>Sun, 01 Jan 2012 18:15:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Korrupt</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
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		<category><![CDATA[Privatsphäre. Post-Privacy]]></category>
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		<category><![CDATA[Spackeria]]></category>
		<category><![CDATA[Utopie]]></category>

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		<description><![CDATA[Die konkrete Ausformulierung einer positiven Post-Privacy-Utopie fällt mir aus dem Stand etwas schwer. Ich zäume im Folgenden das Pferd vermutlich von der falschen Seite auf: normal formuliert man eine Utopie und dann die Schritte dorthin, ich bekomme das Thema aber nur handhabbar, wenn ich andersrum vorgehe: ich nehme die Ausgangspunke einer Privacy-Kritik oder -erosion und [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Die konkrete Ausformulierung einer positiven Post-Privacy-Utopie fällt mir aus dem Stand etwas schwer. Ich zäume im Folgenden das Pferd vermutlich von der falschen Seite auf: normal formuliert man eine Utopie und dann die Schritte dorthin, ich bekomme das Thema aber nur handhabbar, wenn ich andersrum vorgehe: ich nehme die Ausgangspunke einer Privacy-Kritik oder -erosion und formuliere <em>positive</em> Aufhebungen der sich ergebenden Probleme. An diesen Aufhebungen hängt regelmäßig ein Rattenschwanz an Folgeproblemen, die ich größenteils bewusst ausser Acht lasse: ich will zu einer <em>positiven</em> Utopie gelangen und die Kritik kann dann immer noch kommen. <strong>Obligatorischer Disclaimer hier:</strong> ich teile die Sicht nicht, dass diese Utopie alternaivlos sei oder auch nur erstrebenswert. Ich formuliere trotzdem alles aus der Ichperspektive, weil das beim Identifizieren mit und damit dem Stark-Interpretieren einer Theorie hilft.</p>
<p><em><strong>Grundfrage:</strong> Was wollen wir, wo stoßen wir dabei auf Privacy-bezogene Probleme, wie können wir die aufheben und wo kommen wir dann am Ende an?</em></p>
<p><strong>Gliederung: </strong>das ganze Feld unterteile ich in (etwas willkürlich gewählte) sechs Punke, wobei ich bisher nur den ersten einigermaßen ausformuliert habe. strukturiert ist das in Richung &#8220;wird gegen Ende voraussetzungsvoller/weireichender&#8221; und sammelt inhaltlich die mir bekannten Hauptaspekte der Datenschutzkritik der Spackeria ein.</p>
<p><strong>1. Möglichkeiten der öffentlichen, diskriminierungsfreien Kommunikation</strong></p>
<blockquote><p> &#8211; Ich will frei über Thema XY quatschen können<br />
 &#8211; auch in Bezug auf mich<br />
 &#8211; auch in Bezug auf andere Personen</p></blockquote>
<p>Eine der &#8220;akuten&#8221; Forderungen bzw. Bestrebungen nicht nur einer Post-Privacy-Gesellschaft, sondern zu weiten Teilen Grundlage einer pluralistischen, offenen und gleichberechtigten Gesellschaft. Das Netz erweitert den Kommunikationsraum exrem, zu den unterschiedlichsten und immer spezielleren Lebens- und Interessenslagen finden sich Individuen und tauschen sich aus. Der Austausch führt zu wachsender Kompetenz auf den jeweils behandelten Themenfeldern, ob es nun um materielle, politische, persönliche etc. Themen geht, ergo ist der Austausch von Wert und sollte möglichst wenigen Beschränkungen unterliegen. Positive Effekte fallen individuell (höhere Lebenskompetenz) und gesellschaftlich (erweiterte Vielfalt, besserer Informationsfluss, Wachstum des gesellschaftlich verfügbaren Wissens) an.</p>
<p>Grenzen erfährt dieser Kommunikationsraum durch wahlweise Anonymiät/Pseudonymität oder alternativ Diskriminierung, selbige in unerschiedlichsten Kontexten. Ich mach einfach mal ein paar Problemfelder auf:</p>
<blockquote><p> &#8211; ich will trotz Harz IV ein schönes Weihnachten feiern<br />
 &#8211; ich steh auf Müllfahrerstinksocken und hab grade weder Müllfahrer noch Stinksocken<br />
 &#8211; ich bin gegen den Naziaufmarsch in XY<br />
 &#8211; ich züchte Zwergleguane<br />
 &#8211; ich bin drogenabhängig<br />
 &#8211; ich will c++ lernen</p></blockquote>
<p>&#8230;und nun noch ein paar Zielgruppen: Finanzamt, Arbeitgeber, Schwiegereltern, Familie, Krankenkasse, Wähler, Vereinskollegen, Versicherung, Werbewirtschaft.</p>
<p>Das Zuordnen und Folgendurchspielen sei dem Leser zur Übung überlassen, an der Selle mag ich nur noch anmerken, dass bei allen genannten Gebieten und dem problemzentrierten Austausch darüber der Blick aufs &#8220;große Ganze&#8221;, d.h. der ganzen Person und ihrer Lebenssituation und damit einhergehend der Aufhebung der Pseudonymität einen besseren und hilfreicheren, ich sag sogar stärker emanzipatorischen Austausch bewirkt als dessen Fehlen.</p>
<p>Das Regenbogenpony dache das weiter dahingehend, dass man ja auch die <a href="http://rainbowda.sh/postprivacy/">Situation anderer heranziehen will</a> &#8211; im eigenen Fall ist das heute ja schon möglich und Praxis, nur eben nicht diskriminierungsfrei, und entsprechend stehen der selbstgeschaffenen Öffentlichkeit nur eben a) Feigheit und, gewichtiger, b) ensprechende mögliche Konsequenzen gegenüber.</p>
<p>Will man auch über andere in einem nichtanonymem Kontext beliebige Themen öffentlich ansprechen, greift das im Unterschied zur Selbstdarsellung massiv in die Freiheit eines anderen ein. Das gern genommmene Beispiel Zwangsouting/Homosexualität stellt die These auf, dass dieser Eingriff in bestimmten Fällen legitimiert sein kann, das beinhaltet aber nach wie vor das Eingeständnis, dass gegen die Interessen eines Dritten gehandelt/kommuniziert wurde. Um diese Beschränkungen aufzuheben, muss kein &#8220;greater good&#8221; her, sondern eine Normalisierung aller so thematisierbaren Bereiche. Wenn ich behaupte, Obama sei ein Hetero, wird das von niemandem problematisisert, obgleich ich da Aussagen über eine recht private und in ihren Folgen durchaus intime Sache mache. So sollte es sich an sich mit allen Orientierungen/Lebensweisen/Problemen etc. verhalten, um einen freien und damit weit fruchtbareren Austausch als bisher zu ermöglichen. </p>
<p><em>Wir wollen also eine Gesellschaft denken, in der diese und andere Themenbereiche nicht-anonym und diskriminierungsfrei öffentlich thematisiert werden können und auch zuverlässig derart diskriminierungsfrei thematisiert werden.</em></p>
<p>Ähnlich erörtern will ich die nächsen 5 Punkte, weiter komm ich heute aber nicht und angesichts der anstehenden Arbeitswoche werfe ich den aktuellen Stand der Dinge bzw. der Gliederung mal hier rein. Einerseits, weil mehr Leute besser denken als einer und andererseits, weil ich zur <a href="http://www.korrupt.biz/2537/die-spack0-und-28c3-spackengesprache-der-spackeriade-erster-teil/">recht drasischen Kritik gestern</a> an sich gern zügig was konstruktives beisteuern will. Feel free to comment.</p>
<p><strong>2. Möglichkeiten der Vernetzung </strong></p>
<blockquote><p>  &#8211; Ich will sichtbare und gesellschaftlich präsente Gruppen meiner &#8220;Minderheiteninteressen&#8221;<br />
 &#8211; Ich will eine uneingeschränkte horizontale Solidarisierungsmöglichkeit</p></blockquote>
<p><strong>3. We&#8217;ve lost the War</strong></p>
<blockquote><p> &#8211; Ich will eine Srategie, die mir ein gutes Leben trotz fortgesetzter Aufhebung der Nichtöffentlichkeit privater Informationen (durch Zugriff, Veröffentlichung, Leaks usw.) ermöglicht</p></blockquote>
<p><strong>4. Datenungleichgewichte beseitigen</strong></p>
<blockquote><p>  &#8211; Ich will an der Information, die z.B. Google hat, partizipieren<br />
 &#8211; Ich will angesichts der zunehmenden Verwertung privater Daten diese Verwertungsmöglichkeit nicht nur den Big Playern einräumen, sondern gleichberechtigten Zugriff schaffen</p></blockquote>
<p><strong>5. Generelle Infragestellung des Konzepts der Privatsphäre</strong></p>
<blockquote><p>  &#8211; Ich will, dass das Verhältnis von Öffentlichem und Privatem zumindest neu austariert wird.<br />
 &#8211; Folgt aus dem Bisherigen zwangsläufig. Allgemeines und individuelles Wohlergehen sollen dabei gefördert werden. Das bedeutet, dass es nach wie vor Bereiche geben kann, die diesem Zugriff (allgemein akzeptiert) zumindest in Teilen entzogen sind.<br />
 &#8211; Hier wäre das Denken &#8220;neuer&#8221; Schutzbereiche notwendig, die beispielsweise die auf der Spack0 <a href="http://lanyrd.com/2011/spack0/smrrx/">angesprochene Frage</a> nach <a href="http://lanyrd.com/2011/spack0/smrry/">Opferschutz</a> oder den Umgang mit nur teilweise mündig handelnden Personen betreffen (Kinder etc.)</p></blockquote>
<p><strong>6. Generelle Neubewertung des der Gesellschaft zugrundeliegenden Menschenbilds/Ideals</strong></p>
<blockquote><p> &#8211; &#8220;Normalisierung&#8221; alles Menschlichen (tatsächlich alles? Zumindest im Rahmen von Safe, Sane, Consensual)<br />
 &#8211; Dadurch die Entschärfung psychischen Drucks, Neurosen, Pathologien<br />
 &#8211; Abschaffung einer Reihe von Egoismen (die Wissen ausnutzen und verwerten. Hier hängt interessanterweise das ganze Konzept geistigen Eigentums dran).</p></blockquote>
<p>Wie oben angemerkt: Work in Progress, im Ausformulieren hab ich bisher schon einiges umgeworfen, das ist gerade eine Baustelle und entsprechend kann auf der auch rumgetobt werden.</p>
<hr /><small>Wenn dieser Feed auf kommerziellen Seiten eingebunden wird, bite ich um eine kurze Nachricht an korrupt bei gulli punkt com. Danke.<br /> b27ba64c4ed4d92680ad5c97d21282cc)</small>]]></content:encoded>
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		<title>Die #Spack0 und #28c3-Spackengespräche: Der Spackeriade erster Teil</title>
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		<pubDate>Sat, 31 Dec 2011 15:30:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Korrupt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[28c3]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Datenschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Ficken]]></category>
		<category><![CDATA[Netzkram]]></category>
		<category><![CDATA[spack0]]></category>
		<category><![CDATA[Spackeria]]></category>

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		<description><![CDATA[Kurz vorweg die Übersicht: 1. Disclaimer 2. Eindrücke und Gedanken zu Spack0 und Spackengesprächen 3. Bisheriger Stand der Spackeria-Debatte 4. Kritik 1: inhaltliche und theoretische Leere 5. Kritik 2: Leute, die übers Ficken reden wollen 6. Ausblick (Utopieformulierung in einem extra Beirag) 1. Disclaimer Warnung/Peitsche: Das folgende wird teilweise böse und ad personam, dreisterweise bring [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Kurz vorweg die Übersicht:</p>
<p>1. Disclaimer<br />
2. Eindrücke und Gedanken zu Spack0 und Spackengesprächen<br />
3. Bisheriger Stand der Spackeria-Debatte<br />
4. Kritik 1: inhaltliche und theoretische Leere<br />
5. Kritik 2: Leute, die übers Ficken reden wollen<br />
6. Ausblick (Utopieformulierung in einem extra Beirag)</p>
<p><strong>1. Disclaimer</strong></p>
<p><em>Warnung/Peitsche:</em> Das folgende wird teilweise böse und ad personam, dreisterweise bring ich das trotz zügigem Verlassen der <a href="http://www.korrupt.biz/2531/kurzeindruck-von-der-spack0/">Spack0 nach zwei Vorträgen</a> wegen derbster Unergiebigkeit. Ich bin der Ansicht, das muss man abkönnen, wer anders denkt, anderswo weiterlesen oder hinterher nicht heulen.<br />
<em>Obligatorisches Zuckerbrot:</em> über kompletten Schwachsinn schreibe ich keine zwei längliche Blogartikel (Warnung: ja, die werden länger), also auch nicht heulen, denn wenn ich etwas soviel Lebenszeit opfere, nehm ichs immerhin ernst.<br />
<em>Thematische Vorwarnung:</em> Ich bin der Ansicht, einige Punkte der Spackeria sind höchst diskussionswürdig, weiter, dass dort aber einige Vollspacken im Wortsinn rumrennen und man in der Folge vorsichtig sein muss, wem man da seine Zeit opfert und mit wem man sich gemein macht. Naturgemäß widme ich mich meiner Ansicht nach diskussionswichtigem Input positiv und den anderen Punken gegenüber amüsiert bis verärgert. Auch hier: wer was anderes vorzieht, tschüss.<br />
<em>Datalove:</em> Wer denkt, hier sind ein paar kopierwürdige Sachen für Spackenplattformen: feel free to copy, Do What The Fuck You Want To, Quellenangabe optional. Mir liegt dran, dass die Spackendiskussion auf höherem Niveau geführt wird und entsprechend hab ich ein Interessse an der Verbreitung <em>meiner</em> Gedanken zum Thema.</p>
<p><strong>2. Eindrücke und Gedanken zu Spack0 und Spackengesprächen auf dem 28c3</strong></p>
<p>Erstes Bällebadmeeting mit @fasel, @sofakissen, @mspro und anderen war fein, wobei wir eben insbesondere halt so gequatscht haben, ein wenig Stand der persönlichen Sicht der Dinge und ein bisschen Hintergründe des Keynote-Fails mit Langhans bequatscht. Inhaltlich dachte ich, redet man am Folgetag zur <a href="http://blog.spackeria.org/2011/12/15/sessionplan-zur-0-spackeriade/">eigentlichen Spack0</a> etwas detailierter, deswegen ließen wirs auch an der Oberfläche.</p>
<p>Allein, das kam anders. Ich zitiere mich, erste Notiz zum <a href="http://lanyrd.com/2011/spack0/smrrq/">Vortrag von @tante</a>: <em>&#8220;&#8230;wir haben genug vereinfachende Scheisse gelesen und vor allem haben wir genug Pseudogegensätze aufgemacht. Ich sehe nach wie vor nicht, wo die Widersprüche sind bzw. wo die &#8220;Post-Privacy-Chancen&#8221; nicht in einer ansonsten datenschüzenden Infrastruktur umgesetzt werden können.&#8221; </em><br />
<span id="more-2537"></span><br />
@tante machte das bei <a href="http://www.korrupt.biz/2460/post-privacy-buchrezension-plomlompom-sezt-ein-paar-diskussionsstandards/">Plomlompom schon angesprochene Problem</a> der ungleich verteilten &#8220;Datennmacht&#8221; auf: Informationen sind ungleich verteilt, das schafft ein Machtungleichgewicht, das aufgehoben werden muss. Ein Haupthemmnis dabei ist der Datenschutz (das allgemein formulierte Spacken-These), @tante sprach vor allem auch die zentralisiert gesammelten Daten der &#8220;big player&#8221; an und brachte utopische Ansätze aufs Trapez, wie beispielsweise die Analyse der Daten Googles durch alle möglich sein könnte, wenn es entsprechende APIs mit weitreichendem Zugriff gäbe. Generell gehe es um eine &#8220;fairere Verteilung der Daten&#8221;.</p>
<p>Wie eingangs bemerkt: das ist allgemeines Bla, das aber immerhin das Feld aufmacht, auf dem man sich bewegt. Meine Frage bzw. Statement dazu ist, dass das eben besagtes, allgemeines Bla ist und ich mich nach wie vor frage:</p>
<blockquote><p><strong><em>Welches sind die konkreten Probleme, die mit der Lösung &#8220;Post-privacy&#8221; erschlagen werden sollen?</em></strong></p></blockquote>
<p>Der Folgevortrag war die größte Scheiße, die ich mir je auf einem Kongress antun musste, und ich hab viel Scheiße gesehen. Anschließend musste ich weg, weil ich schlicht sauer war. Nach dem, was ich auf Twitter zu den Folgegeschichten las, wäre ich später möglicherweise weniger verärgert gewesen, aber inhaltlich auch nicht unbedingt weitergekommen. Stattdessen hatte ich aber ein längliches Gespräch auf dem 28c3 mit einem weiteren Spacken, das ich auf die eine oder andere Weise recht erhellend fand.</p>
<p>Hier wurde (wie auch schon bei Plomlompom, wie auch schon bei @tante) das Fass der Diskriminierung und Erpressbarkeit aufgemacht sowie das des befreienden Aspektes von Öffentlichkeit bei ansonsten als problematisch konnotierten Situationen, Interessen, Orientierungen etc. Musterbeispiel Homosexualität, die lange eben Tabuthema war und deren &#8220;Normalisierung&#8221; eben durch die Offenlegung des als &#8220;privat&#8221; gesehenen Problems zu Akzeptanz und der von mir <a href="http://www.korrupt.biz/763/das-internet-macht-nicht-dumm-sondern-normal/">ebenfalls gerne betrachteten Herstellung von Normalität</a> beitrugen. Musterbeispiel ist das in der Tat, weil sie eben als privat wahrgenommen (bzw. diskriminiert) wird und mit den Mechanismen/Themen wie Outing, Zwangsouting, Konfrontation die Öffentlichkeit mit Themen und Inhalten konfrontiert, die letztere an sich nicht wissen oder verdrängen will. Nur ist das ein Prozess, der seine stärksten Umwälzungen in einer Vor-Internetzeit bewirkte und daher meiner Ansicht nach nur höchst bedingt als Beispiel taugt. Im Gespräch gings dann um ADS, Kinky/SM und Polyamory, und da gibts meiner Ansicht nach wenig bis keine Übertragbarkeit, dazu später mehr. Es folgen bis Tag 4 einige weitere Gespräche mit spackerie-nahen und weniger nahen Leuten, deren Inhalte in den Restpost mit einfließen.</p>
<p><strong>3. Bisheriger Stand der Spackeria-Debatte</strong></p>
<p>Der steht nach wie vor bei Plomlompom. Besser und detailierter hatte ich keine Position ausmachen können, die grundsätzlichen Fragen nach der konkreten Utopie des PP-Ansatzes, die schlicht falsche und unsinnige Gleichsetzungen von Privatsphärekonzepten und ihrer Aufhebung mit der Aufhebung beliebiger Datenschutzbestrebungen, die Ansätze zur Herstellung von &#8220;Informationsfairness&#8221;, die eben vollkommener Blödsinn bleiben, solange man außer Acht lässt, dass die einen diese Informationen verarbeiten und verwerten können und wollen und die anderen nicht, sogar die Positionierung zu einfachsten aktuellen Diskussionsbeispielen wie <em>&#8220;Was ist mit dem Facebook-Likebuton auf Webseiten und wie wirkt sich welche Methode auf die diagnostizierten Informations-Ungleichgewichte aus, was wäre eine &#8220;spackentypische&#8221; Umsetzung?&#8221;</em> &#8211; Fehlanzeige. Nach wie vor sind die Hauptsätze, die einigermaßen sicher zu sein scheinen: </p>
<blockquote><p>- Privatsphäre ist ein (bürgerliches) Konstrukt der Moderne und nicht per se gesellschaftsinhärent/normal/nicht begründungsbedürftig<br />
- Privatsphäre und Datenschutz können als Herrschaftsinstrumente genutzt werden, insbesondere, wenn sie<br />
- zur Entsolidarisierung und horizontalen Vereinzelung von Gruppen bzw. deren Mitgliedern führen und/oder<br />
- Ungleichgewichte im Zugriff auf Informationen schaffen, die zum Vorteil einzelner Akteure/als Herrschaftswissen genutzt werden können.</p></blockquote>
<p>Das ist alles schön und diskussionswürdig. Das intellektuelle Rüstzeug und das notwendige Theoriewissen konnte ich bislang nirgendwo in der Spackeria ausmachen, teils eben bei Plomlompom, der aber wie gesagt auch bei der Analyse teilweise trivialster Zusammenhänge bzw. Nichtzusammenhänge scheitert (oder selbige absichtsvoll ignoriert). An der Stelle ein Rat bzw. etwas drastisch formuliertes Fazit:</p>
<blockquote><p><strong><em>Bitte macht euch ein wenig kompetent, bevor die Diskussion weitergeht, oder übergebt selbige an Leute, die über die notwendigen intellektuellen Ressourcen verfügen, um sie zu führen. Das meine ich ernst! Ich halte es für gemeingefährlich, eine wichtige Debatte wie die um Datenschutz beeinflussen zu wollen, ohne elementare Dinge begriffen zu haben.</strong></em></p></blockquote>
<p><strong>4. Kritik 1: inhaltliche und theoretische Leere</strong></p>
<p>Die klang nun ja schon bereits an. Die Spackeria ist nicht in der Lage, </p>
<blockquote><p>- einen einigermaßen stringenten Ansatz zu formulieren, der zumindest die Probleme konkretisiert, die mit ihren vorgeschlagenen Lösungen angegangen werden könnten<br />
- eine Theorie zu formulieren, die Machtungleichgewichte angesichts datenschützender Strukturen beschreibt und in der Lage ist, entstehende Ungleichgewichte durch fehlende öffentliche Verfügbarkeit und entstehende Ungleichgewichte durch eben die Herstellung dieser Öffentlichkeit von Informationen zu unterscheiden<br />
- an einfachsten aktuellen Diskussionen eine stringente Position zu entwickeln, die tatsächlich neue Sichtweisen und eine Theoriefindung notwendig macht bzw. ermöglicht<br />
- eine konkrete Utopie vorzustellen, an der man zumindest beispielhaft sieht, wie eine Post-Privacystruktur bestehende Machtungleichgewichte durch Datenverfügbarkeit und Datenschutz aufgehoben hat.</p></blockquote>
<p>Einen der Punkte will ich nochmal spezifizieren: es bringt auch niemand fertig, Ansätze zu formulieren, die nicht mit der allgegenwärtig möglichen wahlweise anonymen/pseudonymen oder auch öffentlichen Vernezungsmöglichkeiten abgebildet werden können. Das geht bis dahin, dass mir von sozialen Plattformen erzählt wird, auf denen Menschen inzwischen ihre Kinks eintragen <em>(UNGLAUBLICH!!!eins)</em> und sich mit ähnlich orientierten anderen Nutzern ausauschen können <em>(DAS GIBTS ECHT SCHON???ßß)</em>. Ich musste während des Gesprächs wirklich viel nachdenken (es gibt Zeugen) und neige bei Gesprächen zu mir neuen Themen dazu, die Statements anderer stark und positiv zu interpretieren (weil man so am ehesten was neues lernt), nach eingehender Überlegung komm ich trotzdem zum Schluss, dass ich aller Wahrscheinlichkeit nach mit einem Schwachkopf geredet habe. Dazu geich ein wenig mehr.</p>
<p><strong>5. Kritik 2: Leute, die übers Ficken reden wollen</strong></p>
<p>Wer geich hierhergescrollt hat, weil hier übers Ficken geredet wird: was vorher kam, ist wichtig fürs Verständnis. Außerdem bist du ein Idiot.</p>
<p>Vorneweg: das Thema Sex ist in dem Kontext vollkommen naheliegend und diskussionsfähig aus mehreren Gründen.</p>
<blockquote><p>- das &#8220;Musterbeispiel&#8221; Homosexualität ist entsprechend besetzt<br />
- Sexualität als Kernbereich des &#8220;Privaten&#8221; ist naheliegende Muster-Thematik (neben beispielsweise Krankheiten,  Lebensstilen etc.)<br />
- Sexualität ist extrem durch gesellschaftliche Normierung und damit Machtstrukturen besetzt,<br />
- ihre öffenliche Darstellung/Thematisierung und die gelebte Wirklichkeit hat teilweise extrem wenig miteinander zu tun und sie ist in<br />
- zahlreichen Varianen skandalisierbar und damit wiederum ein Macht- und Disziplinierungsinstrument.</p></blockquote>
<p>Wie gesagt, daher vollkommen legitimes Thema. Die Spackeria scheint nun insbesondere in Berlin recht polyamorisch und/oder kinky dominiert zu sein, auch das wunderbar (nur schon etwas seltsam, dass das so wenig direkt nach außen thematisiert wird von einer &#8220;Post-Privacy&#8221;-Gruppierung).</p>
<p>Dann dieses eine Gespräch (ich weiss wirklich nicht, wer das war und muss es auch nicht wissen), wo es eben an diesen Beispielen um die Aspekte der Hersellung von Normalität, der Anerkennung individueller Lebensstile und der Aufhebung von Erpressbarkeit ging. Krankheiten und Sexualität waren die Beispiele, ein offener Umgang und eben auch die herstellung von Öffentlichkeit gefordert, die eben zu dieser Normalität führen, die ihrerseits ermöglichen, dass Schwule heutzutage etwas bessere Verhältnisse vorfinden als in den 60ern (richtig) und Depression vom Tabuthema zur &#8220;Volkskrankheit&#8221; wurde (nun ja&#8230;) sowie das Ganze eben an der zunehmenden &#8220;Entprivatisierung&#8221; entsprechender Themen führte und selbige auch in anderen Bereichen notwendig ist (starke These und in der Pauschalität schlicht Blödsinn).</p>
<p>Was sich halt herausstellte, ist eben, dass selbst in einem so dankbaren Bereich wie der Sexualität die vorgebrachten Thesen und Ansätze schlicht <em>größtenteils unreflektierte Scheiße sind</em>. Beispiele? <strong>Normalisierung von Kinky-Lebensstilen: </strong>alles im Netz auch pseudonym möglich. <strong>Öffentlichkeit von Kinky-Lebensstilen:</strong> Blödsinnige Übertragung des Homosexualitätsdiskurses, weil der Partner in gesellschaftlichen Öffentlichkeitskontexten eben auf unterschiedliche Weise interessiert (zu sozialen Anlässen, steuerlich, rechtlich usw) und das, was man sexuell so unernimmt, nicht. <strong>Trotzdem-Übertragung am beliebigen Fetischbeispiel:</strong> Es ist Schwachsinn, sich über die Diskriminierung an einem Bankschalter-Arbeitsplatz zu verbreiten, weil man kein Latex oder als Kerl keine Damenwäsche tragen darf, man muss verdammt nochmal seine Ohrringe rausnehmen. Weiter siehe oben: es gibt einen Unterschied im Auslebenkönnen einer Partnerschaft und dem der zugehörigen Sexualiät. Erstere braucht Gleichberechtigung in der Öffentlichkeit, zweitere nicht. Im Gegenteil sehe ich es als höchst schützenswerten, von mir als durchaus persönliche Freiheit wahrgenommenen Aspekt der Öffenlichkeit, in selbiger nicht gegen meinen Wunsch mit ausgelebter Sexualität konfrontiert zu sein.</p>
<p>Spätestens hier sollte man das Thema Sex aus Spackensicht beerdigen und sich den tatsächlich vorhandenen Problemen widmen, alleine, ich hab das Gefühl, daran ist das Spackeninteresse so hoch nicht wirklich. Wer mir von der Existenz von Fetischplattformen erzählen will und mir auf ein &#8220;Ich glaube, ich kenn da ein paar seit einiger zeit schon&#8221; sich über ihre Features verbreiten will, will halt über Fetischplattformen reden. Wie gesagt, das ist vollkommen in Ordnung, aber er soll dann bitte keine allgemeinen Theorien auf das Datenschutzverhalten und die Datenschutzpolitik einer Gesellschaft und ihrer Miglieder ableiten.</p>
<p>Soweit, sogut? Ich hab eben mit einem Spacken im Wortsinn geredet, der zu dezentem Verbalexhibitionismus neigt und sich mit ein wenig Theoriegetue den Anschein geben will, es geht ihm neben dem Ficken auch das Wahre, Schöne und Gute? Bedingt, denn jetzt fang ich mal <strong>mit dem Schlüsseziehen an</strong> und dann kriegt beispielsweise die missglückte Langhans-Einladung eine komplett andere Perspektive. Oder sowas wie das auf Twitter gerne geangespielte Fickileaks &#8211; ein Konzept eines Netzwerks, in dem Fickverdachte gecrowdsourced werden können. Wenn man hört, was es damit auf sich hat, ists witzig, wenn man den Polyaspekt sieht, kriegts ne weitere Dimension, wenn man dann aber den Raum der Darstellung des vermeintlichen internen Nerdjokes und der Fick- und Fetischthematik vergleicht mit dem Aufwand, der für eine einigermassen solide Positionsfindung sowohl netzöffentlich als nun auch in der Diskussion betrieben bzw. eben nicht betrieben wird, dann beginnts, gruselig zu werden.<br />
<strong><br />
Mein persönlicher Eindruck ist dann</strong>, dass sich da Leute treffen, die halt übers Ficken reden wollen und den Sprung von der Theorie zur Praxis auch gern mitnehmen, wenns sich dann ergibt. Nochmal: das ist eine wunderbare Sache, dafür darf man auch Kongresse abhalten, ich würde aber darum bitten, dass anschließend kein Anspruch auf das Ernstgenommenwerdenwollen abgeleitet wird. Ich geb wenig über die öffentlich geäüßerte Begeisterung über einen Vortrag oder eine These, wenn ich nicht weiss, obs da um den Inhalt oder den latenten Fickwunsch mit Vortragenden geht. </p>
<p>Auch hier nochmal: <em>ich will nicht unterstellen, dass das so zutrifft</em>. Ich will nur klarstellen, dass sich mir <em>dieser Eindruck vermittelt</em> und ich möglicherweise nicht der einzige bin, dem es so geht. Ich will auch klarstellen, dass ich aktuell ziemliche Bedenken habe, eine ernsthafte Diskussion der Spackeria-Thesen mit ausgewiesenen Spackos zu führen, weil (abgesehen von den angesprochenen, gelegentlich beobachtbaren intellektuellen Defiziten und der sich dadurch ergebenden Fruchtlosigkeit der Unterhaltung) mir die grundlegenden Motive der Leute unklar sind und ich kein Interesse daran habe, mich mit Leuten über die Effekte auf Machtstrukturen durch die Offenlegung des Facebook Social Graphs zu unterhalten, denen es nicht um die gesamtgesellschaftlichen Auswirkungen, sondern sich dadurch für sie persönlich ergebende Fickchancen geht.</p>
<p><strong>6. Ausblick (Utopieformulierung in einem extra Beirag)</strong></p>
<p>Gelernt hab ich durchaus sehr viel bei den verschiedenen Gelegenheiten. Nicht immer das, was möglicherweise vom Gegenüber vermittelt werden sollte, aber ich finds fein. Und wie eingangs bemerkt: das Thema als solches beschäftigt mich durchaus, ich will mich im Folgenden an einem Ansatz einer konkreten Utopie versuchen. Ich weiss grade nur nicht so recht, mit wem ich mich drüber kloppen will.</p>
<hr /><small>Wenn dieser Feed auf kommerziellen Seiten eingebunden wird, bite ich um eine kurze Nachricht an korrupt bei gulli punkt com. Danke.<br /> b27ba64c4ed4d92680ad5c97d21282cc)</small>]]></content:encoded>
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		<title>Kurzeindruck von der Spack0</title>
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		<pubDate>Thu, 29 Dec 2011 16:50:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Korrupt</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ich wollt noch bleiben, aber der zweite Vortrag, den ich heute dort sah, war derartig scheisse, dass ich mir ein transparenzschaffendes &#8220;Es ist meine Lebenszeit, verdammt&#8221; aufs Panel nur schwer verkneifen konnte. Im Ernst, sowas geht gar nicht, ich hab nichts gegen inkompetente Leute ohne Ahnung, aber man muss sie keine Vorträge halten lassen. Generell [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Ich wollt noch bleiben, aber der zweite Vortrag, den ich heute dort sah, war derartig scheisse, dass ich mir ein transparenzschaffendes &#8220;Es ist meine Lebenszeit, verdammt&#8221; aufs Panel nur schwer verkneifen konnte. Im Ernst, sowas geht gar nicht, ich hab nichts gegen inkompetente Leute ohne Ahnung, aber man muss sie keine Vorträge halten lassen.</p>
<p>Generell hab ich nach wie vor mein Problem wie bereits auf Twitter geäußert: Mein Eindruck ist, dass die Spackeria eine Lösung namens Post-Privacy hat und nun versucht, Probleme zu finden, die sich damit erschlagen lassen. Das ist meiner Ansicht nach die falsche Herangehensweise, und es ist schade drum. Wie in der <a href="http://www.korrupt.biz/2460/post-privacy-buchrezension-plomlompom-sezt-ein-paar-diskussionsstandards/">Rezi zu Plomlompoms Buch</a> angemerkt (das imo nach wie vor der geeignete Diskussionsstartpunkt sein könnte, da einigermassen strukturiert und mit den spannenden Grundgedanken versehen): Die Postprivacy-Debatte hat einige notwendige neue Perspektiven und bislang vernachlässigte Aspekte der Datenschutzdiskussion aufs Trapez gebracht und die sind wichtig. Datenschutz als Herrschaftsmittel, horizontale Vereinzelung, Herstellung von Machtgleichheit durch Datenverteilung und -zugang, das ist meiner Ansicht nach bislang unterbelichtet. Zu manchen Aspekten dieser und anderer Punkte wird Postprivacy-Denken hilfreich sein.<span id="more-2531"></span></p>
<p>Ansonsten ist &#8211; naturgemäß &#8211; noch vieles vage. Man soll die Postprivacy-Diskussion auch utopisch führen, heißt es, und das ist an sich ein Ansatz, den ich mag, weil er in der Tat den Horizont freimacht. Die historische Herleitung des Konzepts Privatsphäre und der deutschen Spielart des Datenschutzes hat Plomlompom dazu bereits beigesteuert, die Utopie ist aber meines Wissens nach nicht formuliert und solangs da keine positive Formulierung gibt, sehe ich nicht, warum man a) damit anfangen sollte, schon mal prophylaktisch Daten in PP-Kontexten zu befreien und b) sich über Detailfragen zu verbreiten, ob man nun Daten und APIs von Google haben will oder nicht besser in Bildung investiert.</p>
<p>Wie gesagt: ich finds nicht ehrenrührig, einen unausgegorenen Denkansatz in die Welt zu werfen, interessant ist er definitiv und ich geh davon aus, dass wir in näherer Zukunft schon feststellen werden, dass uns das weitergebracht hat. Aber wo die Hebel und Weiterdenkansätze vorhin platziert wurden, seh ich keinen großen Erkenntnisgewinn.</p>
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		<title>Painstation: Ausbaufähiges Konzept</title>
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		<pubDate>Wed, 28 Dec 2011 12:05:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Korrupt</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ich muss es doch noch verbloggen: der Schmerz in der linken Hand ließ über Nacht nach und die Assoziation zu diesem einen James Bond, wo, ich meine, Klaus Maria Brandauer gegen Bond ein Welteroberungsspiel spielt, das dem Gegner auch Stromstöße verpasst, geht mir seit gestern nach. Kurz nochmal die Painstation aka Painmachine: Mit der einen [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<div align="float:left"><img src="http://www.korrupt.biz/img/painstation-gameplay.jpg" alt="Painstation Pong" width="260" /></div>
<p>Ich muss es doch noch verbloggen: der Schmerz in der linken Hand ließ über Nacht nach und die Assoziation zu diesem einen James Bond, wo, ich meine, Klaus Maria Brandauer gegen Bond ein Welteroberungsspiel spielt, das dem Gegner auch Stromstöße verpasst, geht mir seit gestern nach.</p>
<p>Kurz nochmal die Painstation aka Painmachine: Mit der einen Hand spielt man (ein leicht modifiziertes) Pong, mit der anderen wird man für Fehler bestraft. Hinter den Pong-Paddles tauchen mit der Zeit immer mehr/häufiger Felder auf, die vom eventuell durchgelassenen Ball nicht getroffen werden dürfen. Passierts, gibts Haue. Also entweder die installierte Gummipeitsche, Hitze von unten oder eben Elektroschocks. Letztere sind an sich am gemeinsten, aus zwei Gründen: man will instinktiv die Hand wegziehen (und wer die Kontakte länger als eine Sekunde loslässt, hat verloren), und vor allem: wenn man nervös wird, schwitzt man, und wenn man schwitzt, leitet man den Strom besser, und wenn man denn Strom besser leitet, tuts mehr weh. Eine systemimmanente Fiesigkeit ganz nach meinem Geschmack, auch wenn andere Leute andere Sachen schöner finden, ich muss eben noch ein Zitat aus einem im Painmachine-Kontext gehörten Dialogs aus dem Kontext reissen: &#8220;Mir gefällt, wie du bei der Peitsche schreist&#8221;, hihi. <span id="more-2526"></span></p>
<div align="center"><img src="http://www.korrupt.biz/img/painstation-enno.jpg" alt="Painstation Ergebnis" width="500" /></div>
<p><small><a href="http://www.enno-lenze.de">Enno</a> nach seinem zweiten Match gestern. Ich wars nicht!</small></p>
<div align="float:right"><img src="http://www.korrupt.biz/img/painstation-info.jpg" alt="Painstation Infotext" width="260" /></div>
<p>Es gibt noch eine Latte hybscher Specials &#8211; Speedup, Multiball, kleinere Schläger usw., aber die Hauptsache ist halt natürlich, dass es wehtut, wenn man nen Ball verliert. Ich denke nicht, dass im klassischen &#8220;Einzelspieler&#8221; die ganze Forcefeedback-Sache groß der Burner ist, was über realistischeres und *spieldienliches* Feedback hinausgeht, dafür ist einfach der Ablenkungseffekt zu groß, aber fürs Gegeneinanderzocken, die klassischen Kneipen- oder Jahrmarktsautomaten, ich weiss nicht, warum nicht? Abgesehen davon eben, dass man unterschreiben muss, dass man auf mögliche Verletzungen und andere gesundheitliche Schäden hingewiesen wurde usw.? Und dass man sich halt wirklich wehtun kann? Seit 2001 gibts das, und irgendwie seh ichs nirgends. Ich finds schade, was, nebenbei mal angemerkt, die einzig schade Geschichte ist, die mir grade auf diesem großartigen 28c3 über den Weg läuft.</p>
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		<title>Zu Daniela Scherlers Antwort und wie Glauben zum Wissen wird</title>
		<link>http://www.korrupt.biz/2517/zu-daniela-scherlers-antwort-und-wie-glauben-zum-wissen-wird/</link>
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		<pubDate>Mon, 19 Dec 2011 19:13:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Korrupt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
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		<category><![CDATA[Piraten]]></category>
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		<description><![CDATA[Bisher glaubte ich nur, dass die Personalie Daniela Scherler vollkommen untragbar für die Berliner Piratenfraktion ist, inzwischen bin ich geneigt zu sagen, dass sich das nach ihrer vielsagenden Antwort per offenem Brief zum Wissen hin geändert hat. Ich machs an ein paar Statements fest und mag mich dann noch ein paar Gedanken zur Fraktion selbst [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Bisher glaubte ich nur, dass die Personalie Daniela Scherler vollkommen untragbar für die Berliner Piratenfraktion ist, inzwischen bin ich geneigt zu sagen, dass sich das nach ihrer vielsagenden Antwort per <a href="http://www.piratenfraktion-berlin.de/2011/12/19/offener-brief-der-fraktionsgeschaftsfuhrerin/">offenem Brief</a> zum Wissen hin geändert hat. Ich machs an ein paar Statements fest und mag mich dann noch ein paar Gedanken zur Fraktion selbst und den von mir vermuteten Hintergründen zu verbreiten. keine Angst, das wird sogar vergleichsweise versöhnlich, ungeachtet dessen, dass ich eine schnellstmögliche Trennung von Fraktion und Scherler sehr begrüßen bzw. das Beieinanderbleiben für fatal halten würde. </p>
<p>Tief blicken lässt bereits der Anfang:</p>
<blockquote><p><em>&#8220;Ich habe mich bislang nie mit der Therapiemethode und den Weltanschauungen von Ryke Geerd Hamer auseinandergesetzt und nur am Rande die öffentliche Berichterstattung über ihn verfolgt. Ich war nie und bin auch heute keine Anhängerin der Neuen Germanischen Medizin. In Büchern von Rüdiger Dahlke, die ich gelesen habe, habe ich bislang keine positive Positionierung zu Herrn Hamer gefunden.&#8221;</em></p></blockquote>
<p>Einmal: Dahlke selbst nach seinen in &#8220;Krankheit als Weg&#8221; getanen Grundaussagen in Sachen Krankheitsentstehung nicht als problematisch zu empfinden bzw. nur die persönlich angeblich nicht bekannte Hamerverehrung als problematisch zu empfinden zeigt, dass die Frau fest verwurzelt ist in ihrer Traumwelt von Schuld und Verantwortung als Krankheitsursachen. Dazu passt auch das wenig verklausulierte Ersetzen von &#8220;Schuld&#8221; nmit &#8220;Eigenverantwortung&#8221; und selbst da, wo das esoterische &#8220;selbst schuld&#8221; gar nicht mehr geht, in &#8220;spirituelle Verantwortung&#8221;. Das in Richtung AIDS-Infizierte oder Krebskranke zu kicken, ist das Letzte, es als &#8220;lockere Schreibe&#8221; abzutun, eine verlogene Unverschämtheit. Zuletzt ist es auch nicht nicht so, dass man sie nicht auch und gerade <a href="http://www.korrupt.biz/2504/warum-scherler-als-fraktionsgv-durchaus-eine-piratenpersonalie-ist/">explizit nach Dahlke gefragt</a> hätte, ich zitier mich:</p>
<blockquote><p><em> &#8211; Wie stehst du zu den Inhalten von &#8220;Krankheit als Weg&#8221; von Dahlke,<br />
insbesondere zu seinen Thesen der &#8220;Krankheitsentstehung&#8221;? &#8230;<br />
 &#8211; Wie weit sind die Jugendlichen in deinen Seminaren mit den &#8220;Lehren&#8221;<br />
der genannnten Personen ausgesetzt bzw. den Kernpunkten derselben?</em></p></blockquote>
<p>Nach ihrem Schweigen zu diesen Punkten hab ich auch keine weiteren Fragen mehr. Wer zu blöde ist zu begreifen, dass Dahlke hochproblematisch ist, soll bitte entsprechend intellektuell anspruchslosen Tätigkeiten nachgehen, und wenn sies begriffen und nicht beantwortet hat, dann aus gutem Grund. In beiden Fällen untragbar.</p>
<p>Weiter: Mit einem solchen Nichtwissen um die Einlassungen eines als Vordenker und empfehlenswerte Lektüre präsentierten Scharlatan disqualifiziert man sich schlicht und ergreifend als inkompetent, egal, worum es geht.<br />
<span id="more-2517"></span><br />
Mit der Passage </p>
<blockquote><p><em>&#8220;Für die klassische Medizin würde ich mir wünschen, dass sie ihr Menschen- und Krankheitsbild auch in Zukunft erweitert, so wie es einige Krankenhäuser und Ärzte bereits tun. Ich lehne die klassische Medizin nicht kategorisch ab. Ich bin dafür, dass die Esoterik und Exoterik (Forschung und Wissenschaft) sich ergänzen und voneinander lernen. Die Quantenphysiker scheinen diesbezüglich Grenzen überschreiten zu können.&#8221;</em></p></blockquote>
<p>demontiert sich die Frau komplett. Wenn einem Eso nichts mehr einfällt, kommt er mit Quanten (und belegt damit eindrücklich, dass er ausser seinem Esoquatsch auch nicht einmal gar nichts anderes zu kapieren imstande ist und nebenbei auch nicht davor zurückschreckt, die wissenschaftliche Arbeit in den eigenen Mist zu zerren und somit nicht nur den eigenen Schwachsinn zu verbreiten, sondern eben auch ordentliche Forschung mit diesem zu vermengen und so weiter zur Verdummung beizutragen.</p>
<p>Zu guter Letzt wurden die Statements, sie würde mit der politischen Arbeit nichts zu tun haben, auch bereits <a href="http://www.piratenfraktion-berlin.de/2011/12/19/offener-brief-der-fraktionsgeschaftsfuhrerin/#comment-2444">als Lüge entlarvt</a>. Abgesehen davon, dass ihre &#8220;unpolitische&#8221; Arbeit dazu führt, dass Texte wie der eben zitierte Schwachsinn auf einer Piratenpartei-Webseite stehen.</p>
<p>Ich will mich nicht weiterverbreiten, ich halte die Frau schlicht und ergreifend intellektuell wie auch moralisch für untragbar. Inhaltlich hat Marc Scheloske noch Lesenswertes zusammengetragen, ich mag an der Stelle einfach <a href="http://www.scheloske.net/index.php/2011/12/offene-briefe-geisterwelten-und-das-stockholm-syndrom-der-berliner-piraten/">seinen Ausführungen zur Scherler</a> komplett zustimmen und überleiten zu einem anderen Punkt, der mir seit einiger Zeit im Kopf rumspinnt. </p>
<p>Anders als er glaube ich nicht direkt an ein &#8220;Stockholm-Syndrom&#8221;, sondern eher, dass man sich auf eine Bewerberin eingelassen hat, von deren esoterischer Weltsicht man (hoffentlich) nichs hält, die man aber angesichts knapper Zeit und vorhandener praktischer Erfahrung im AGH-Prozedere (sie war ja schon bei der FDP in ähnlicher Position unterwegs) als beste Wahl empfand. Ob man deswegen über die Verblödungsbemühungen der Frau hinweggesehen hat oder im Zeitdruck wirklich was übersah, ich weiss es nicht. Ich hab, wie gesagt, eher den Eindruck, da sind ein paar Leute ganz froh an jemandem, der die ganze Institution, die Abläufe, Notwendigkeiten, Leute, Möglichkeiten etc. schon kennt, weils man eben selber nicht tut. </p>
<p>Das entschuldigt leider gar nichts, aber machts irgendwie verständlicher. Nichtsdestotrotz ists ein Unding. Schaut nach wem kompetenten und werdet diesen Unfall da los.</p>
<p>Oh, Nachtrag: soviel zu ihrer <a href="http://ichbineinpirat.wordpress.com/2011/12/19/die-berliner-esoterik-posse-die-sogenannten-rechtsradikalen/">Ablehnung rechtsradikalen Gedankenguts</a>.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Zur Krankenversicherungskarte mit Bild einige akuelle Nachträge</title>
		<link>http://www.korrupt.biz/2512/zur-krankenversicherungskarte-mit-bild-einige-akuelle-nachtrage/</link>
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		<pubDate>Sat, 17 Dec 2011 12:14:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Korrupt</dc:creator>
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		<category><![CDATA[AOK]]></category>
		<category><![CDATA[e-Card]]></category>
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		<description><![CDATA[Es ist schon länger her, dass ich mit meiner Krankenversicherung (AOK) wegen der neuen Krankenversicherungskarte einen Briefwechsel führte: sie wollten ein Passbild für die neue &#8220;Gesundheitskarte&#8221;, ich sagte, sie brauchen keins und kriegen auch keins, sie antworteten ok, dann halt nicht und ich hab seitdem meine Karte ohne Bild, die bis 2013 gültig ist. Ich [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist schon länger her, dass ich mit meiner <a href="http://www.korrupt.biz/437/krankenversicherungskarte-mit-bild-anschreiben-an-meine-kv/">Krankenversicherung (AOK) wegen der neuen Krankenversicherungskarte</a> einen Briefwechsel führte: sie wollten ein Passbild für die neue &#8220;Gesundheitskarte&#8221;, <a href="http://www.korrupt.biz/523/krankenkassenkarte-mit-bild-ein-wenig-antworten/">ich sagte, sie brauchen keins und kriegen auch keins</a>, sie antworteten ok, dann halt nicht und ich hab seitdem meine Karte ohne Bild, die bis 2013 gültig ist. Ich bin einigermassen zuversichtlich, dass sie auch anschließend kein Bild von mir brauchen.</p>
<p>Seitdem schauen sich Leute hier immer mal wieder via Google den alten Eintrag an und ich selber verfolg natürlich auch mit einigem Interesse die unterschiedlichen KV-Kontakaufnahmen in Sachen eGK/e-card in meinem Umfeld. </p>
<p>In einem der Fälle (KV: Techniker Krankenkasse TK) gab es nun mehrere Telefonate. Inhalte kurz zusammengefasst:</p>
<p> &#8211; man müsse unbedingt das Passbild einsenden, da man sonst keine neue Karte erhalte<br />
 &#8211; die KVs seien gesetzlich dazu verpflichtet<br />
 &#8211; Aufschub sei für das kommende Jahr möglich, anschließend laufe man aber Gefahr, dass man von <em>keinem Arzt mehr behandelt werde</em><br />
 &#8211; man müsse via KV-Karte identifizierbar sein, denn<br />
 &#8211; es gehe um die Verhinderung von Kartenmissbrauch mit erheblichen Summen </p>
<p>Sorgen machen müsse man sich aber nicht, denn die Speicherung von Krankheitsdaten sei</p>
<p> &#8211; <em>noch</em> nicht vorgesehen (Hervorhebung von mir) und der Fall, dass eben der HNO eben noch gucken kann, was der Frauenarzt so in die Akte schrieb, damit hypothetisch.</p>
<p>Das ist natürlich großflächig ungenau, unwahr oder, ums beim Namen zu nennen, schlicht gelogen. Bemerkenswert finde ich das ganze, weil wir hier nicht von einem Anruf und nem Anschreiben reden, sondern von drei entgegengenommenen Anrufen im Verlauf weniger Wochen, zwei Anrufen in Abwesenheit und zwei Anschreiben.<span id="more-2512"></span></p>
<p>Das deckt sich nun mit den Infos, die der <a href="http://www.foebud.org/gesundheitskarte/faq-egk/">FoeBuD seit einiger Zeit zum Thema bereithält</a>: die KVs üben mehr Druck aus, 2013 wird als angeblich finale Deadline genannt, Angst wird erzeugt durch (unzutreffende) Behauptungen, man werde nicht mehr behandelt und insbesondere wird die Möglichkeit verschwiegen, nach wie vor eine normale Krankenversichertenkarte ohne Passbild zu erhalten. ´Hierzu rät der FoeBuD:</p>
<blockquote><p><em>&#8220;Fordern Sie von Ihrer Versicherung eine Karte ohne Foto. Die Versicherung ist dazu verpflichtet, Ihnen einen Versicherungsnachweis auszustellen. Auch dafür ist eine gewisse Hartnäckigkeit erforderlich.&#8221;</em></p></blockquote>
<p>&#8230;was ich hier bestätigen kann: es braucht wirklich eine gewisse Hartnäckigkeit. Allein schon deswegen gehört den entsprechend störrischen KVs die Scheisse um die Ohren geschlagen, denn es ist eine Unverschämtheit, den Versicherungsnehmern gesetzlich vorgeschriebene Leistungen vorzuenthalten, ihre Existenz zu leugnen oder sogar auf Nachfrage zu verschweigen.</p>
<p>Widerspruch gegen die eGK einlegen kann man bequem mit dem <a href="http://www.foebud.org/gesundheitskarte/egk_foebud_geringeaufloesung.pdf/view">Flyer-Vordruck vom FoeBuD</a>. Ich rate dazu, selbigen einzulegen. Das &#8220;Basis-Rollout&#8221; wird aller Voraussicht nach einmal mehr zeigen, dass IT-Großprojekte dieser Art schlicht nicht funktionieren, aber dennoch gilt es, hier nicht eine neue Idiotie einfach durchgehen zu lassen.</p>
<p>Wer Lust hat, am Telefon Sachbearbeiter zu nerven: Mit dem Hinweis, dass man sich via Ausweis problemlos identifizieren kann, wenn der Doc Missbrauch befürchtet, schafft man schnell Erklärungsnöte, mit der Frage, was die Infrastruktur kostet und wie hoch der finanzielle Schaden dieser behaupteten Missbrauchsfälle im Vergleich seien, kriegt man gegebenenfalls interessante Einsichten in Sachbearbeiterweltbilder mit verschobener Wahrnehmung von Verhältnismäßigkeit. Geäüßerte Summen/Größenordnungen sind wahrscheinlich nicht irgendwie juristisch verwertbar, ich denke aber, die ein wenig zu sammeln, macht deutlich, mit welchen Mitteln und Methoden da ein gläserner Patient und ein allenfalls für die Chipkartenindustrie interessantes Großprojekt mit den üblichen Unsicherheiten durchgehauen werden muss.</p>
<p>Zu guter Letzt: das Ganze betrifft nicht nur die Patienten. Auch und gerade die Ärzte haben für die Geschichte wenig bis nichts übrig, wenn sie die Sache näher angeschaut haben. Auch hier <a href="http://www.foebud.org/gesundheitskarte/foebud-sucht-hilfe-wer-informiert-aerzte-ueber-das-egk-patienteninfopaket">gibts Infomaerial</a>, das man dem eigenen Doc gerne mitbringen kann.</p>
<p>Der Vollständigkeit halber: mich hat die AOK seit dem verlinkten Briefwechsel (2007) nicht mehr zum Thema kontaktiert.</p>
<p>Noch ein Update bzw. Weiterlesehinweis: Das Graubrot <a href="http://www.graubrotblog.de/2011/11/17/warum-ich-erstmal-keine-elektronische-gesundheitskarte-bekommen-muss/">schrob von ähnlichen Erfahrungen</a>.</p>
<hr /><small>Wenn dieser Feed auf kommerziellen Seiten eingebunden wird, bite ich um eine kurze Nachricht an korrupt bei gulli punkt com. Danke.<br /> b27ba64c4ed4d92680ad5c97d21282cc)</small>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Warum Daniela Scherler als FraktionsGF durchaus eine Piratenpersonalie ist</title>
		<link>http://www.korrupt.biz/2504/warum-scherler-als-fraktionsgv-durchaus-eine-piratenpersonalie-ist/</link>
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		<pubDate>Tue, 13 Dec 2011 20:25:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Korrupt</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Piraten]]></category>
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		<description><![CDATA[Sie hat mit der politischen Arbeit nichts zu tun, sondern ist eben Angestellte und macht einen Bürokratiejob: ich lass es sehr gerne bei solchen Betrachtungen und mag keine Gesinnungsprüfungen. Die Scherler ist als bekennende Dahlke-Jüngerin und Esoterikerin aber durchaus ein Kapitel für sich. Auf der Berlin-ML ging die Debatte leider hauptsächlich nur um die Kohle, [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Sie hat mit der politischen Arbeit nichts zu tun, sondern ist eben Angestellte und macht einen Bürokratiejob: ich lass es sehr gerne bei solchen Betrachtungen und mag keine Gesinnungsprüfungen. Die Scherler ist als bekennende Dahlke-Jüngerin und Esoterikerin aber durchaus ein Kapitel für sich. Auf der Berlin-ML ging die Debatte leider hauptsächlich nur um die Kohle, und das ist in der Tat eine Geschichte, über die man sich nicht kloppen braucht. Den meisten Diskutanten ist meines Erachtens aber nicht klar gewesen, wofür Scherler eintritt und was weiter ihr bevorzugter Lehrer <a href="http://www.esowatch.com/ge/index.php?title=R%C3%BCdiger_Dahlke">Rüdiger Dahlke repräsentiert</a> und legitimiert.</p>
<p>Wir reden hier nämlich nicht von ein wenig Bachblüten und seinen Namen tanzen, sondern von handfesten Verbrechern und Mördern. An der <a href="http://www.esowatch.com/ge/index.php?title=Germanische_Neue_Medizin">rassistischen Volksverblödung Ryke Hamers</a> sind <a href="http://www.esowatch.com/ge/index.php?title=Opfer_der_Germanischen_Neuen_Medizin">über hundert Menschen gestorben</a>, er wird in mehreren Ländern gesucht. Dahlke mag harmloser wirken, sein Hauptwerk &#8220;Krankheit als Weg&#8221; ist eine Ansammlung übelster Esoterik, der letzten Endes den Kranken die Schuld an seiner Krankheit gibt und entsprechende &#8220;Lösungen&#8221; vorschlägt, die naturgemäß nichts mit einer Therapie gemein haben. Hamers Lehren schweben bei Dahlke regelmäßig über den Wassern, er ehrt Hamers mörderische Lehren auch gerne mit Vorworten, während jener seit Jahren mit Haftbefehl gesucht wird. Dahlke nimmt billigend in Kauf, dass Leute seine Ratschläge befolgen und gegebenenfalls elend krepieren. Scherler macht sich den ganzen Müll astrologisch verquert zu Eigen und erzählt beispielsweise, dass AIDS die Integration von &#8220;Pluto und Neptun&#8221; erfordere und im Übrigen mit einer <a href="http://books.google.de/books?id=shkC1BuLdb0C&#038;pg=PA186&#038;hl=de&#038;source=gbs_toc_r&#038;cad=4#v=onepage&#038;q&#038;f=false">mangelhaften Hingabe an das Leben</a> zu tun habe. Nebenbei argumentiert sie wie die klassische Virenleugnerin und quatscht über AIDS in ihrem Buch, in dem wiederum die Begriffe &#8220;Viren&#8221;, &#8220;Ansteckung&#8221; oder &#8220;Infektion&#8221; nicht einmal vorkommen. Sie wendet sich damit an Jugendliche!<br />
<span id="more-2504"></span><br />
Weiter gesellt sich ihr Lieblingslehrer Dahlke gern zu den der Hamerlehre inhärenten antisemitischen Verschwörungstheoretikern, die einmal mehr den Juden als die Völker krankmachende und -haltende Rasse identifiziert hat, zu Impfgegnern und den erwähnten Virenleugnern, bei denen spätestens der Sprung zu einem Begriff fällig ist, den ich sonst vermeide: zu Kinderschändern, die ihren Kindern notwendige medizinische Behandlungen und Prävention vorenthalten und die daran nicht nur in Ausnahmefällen sterben, weiter durch ihre Verdummungspropaganda beispielsweise Aidsinfektionen fördern. Prominentester Fall ist das Hamer-Opfer <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Germanische_Neue_Medizin">Olivia Pilhar</a>.</p>
<p>Nun ist der Scherler die Geschichte offenbar selber peinlich, denn die &#8220;Links&#8221; unter anderem zum lobenswerten Dahlke, die sie auf <a href="http://webcache.googleusercontent.com/search?q=cache:zEIpJB5IYSoJ:www.scherler-seminare.de/links.html+http://www.scherler-seminare.de/links.html&#038;cd=1&#038;hl=de&#038;ct=clnk&#038;gl=de&#038;client=firefox-a">ihrer HP bereithielt</a>, sind inzwischen verschwunden. Aus ihren Buchpublikationen kriegt sie den Dahlke aber nicht raus, der ist prominente <a href="http://www.amazon.de/hast-Macht-%C3%BCber-Dich-Selbstbestimmt/dp/3839141575/ref=sr_1_1?ie=UTF8&#038;s=books&#038;qid=1285083721&#038;sr=8-1#reader_3839141575">Literaturangabe</a> (Seite ist nicht bei Google verfügbar, stattdessen im hier gelinkten Amazon Preview, S. 241 schauen.) </p>
<p>Nun meine Thesen:<br />
 &#8211; Jemand, der diese Ansichten vertritt und im Ernst vertritt, mag noch irgendwelche Kompetenzen haben, disqualifiziert sich aber intellektuell völlig von jedem Posten, der auch nur ein Mindestmaß an Verantwortung gegenüber anderen mit sich bringt. Konkreter: Das Vertreten übelsten Schwachsinns ist ein KO-Kriterium in jedem Einstellungsgespräch.<br />
 &#8211; Jemand, der derart nahe steht zu antisemitischen Verschwörungstheorien übelster Art und zu gesuchten Mördern per Irrlehre, dessen Dunstkreis sollten Piraten wo immer möglich meiden. *Auch* beim Einstellen. Schon gleich, wenn der Kram auch noch Jugendlichen eingeimpft wird.</p>
<p>Zum Schluss angemerkt: ich habe die Frau vor ein paar Tagen angemailt, zugegeben durchaus direkt. Der Vollständigkeit halber hier der Text:</p>
<blockquote><p><em>Hallo, Daniela,</p>
<p>nachdem es auf der Berliner Piraten-Mailingliste eine längere Diskussion<br />
zu deiner Einsellung als Fraktionsgeschäftsführerin gab: anlässlich<br />
derer hatte ich mich auf deiner Webseite umgesehen und muss feststellen,<br />
dass dort neben, ich sag mal &#8220;harmloseren&#8221; Vertretern auch Dahlke als<br />
einer deiner Quellen angegeben wird, der zum einen in &#8220;Krankheit als<br />
Weg&#8221; einige Statements zu Krankheitsursachen vertritt, die mit dem Stand<br />
der seriösen Forschung nichts gemein hat und sich weiter mit dem<br />
mehrfachen Mörder, Scharlatan und Antisemiten Ryke Geerd Hamer gemein<br />
macht, am Rande auch noch mit der bekannten Lichtnahrungs-Betrügerin<br />
Jasmuheen.</p>
<p>Ich habe keinerlei Probleme damit, wenn erwachsene Menschen ihr Geld<br />
wofür auch immer ausgeben, der Spass hört dann auf, wenn angesichts<br />
lebensbedrohlicher Erkrankungen die Leute nach jedem Strohhalm greifen<br />
und dann an Mörder wie Hamer kommen oder an &#8220;Selbst schuld&#8221;-Scharlatane<br />
wie Dahlke, wenn geistig einfach gestricke Leute elend krepieren, weil<br />
sie auf Jasmuheen reingefallen sind oder eben, wenn es um Kinder und<br />
Jugendliche geht.</p>
<p>Mich würde die Antwort auf folgende Fragen interessieren:</p>
<p> &#8211; Wie stehst du zur Neuen Germanischen Medizin von Ryke Geerd Hamer?<br />
 &#8211; Wie stehst du zu den Inhalten von &#8220;Krankheit als Weg&#8221; von Dahlke,<br />
insbesondere zu seinen Thesen der &#8220;Krankheitsentstehung&#8221;?<br />
 &#8211; Wie stehst du zu den von Dahlke erklärten Sympathien gegenüber<br />
Jasmuheen und Hamer?<br />
 &#8211; Wie weit sind die Jugendlichen in deinen Seminaren mit den &#8220;Lehren&#8221;<br />
der genannnten Personen ausgesetzt bzw. den Kernpunkten derselben?</p>
<p>Beste Grüße und Danke im Voraus,<br />
Richard Joos</em></p></blockquote>
<p>Antwort bislang ausstehend. </p>
<p>Nachtrag 2: Esospinner werden aus den Kommentaren getreten. You&#8217;ve been warned.</p>
<p>Nachtrag 3: nach kurzem Nachdenken glaube ich, dass ichs dazuschreiben sollte: ich halte das, was die 15piraten aktuell in Berlin drehen, für verdammt okay, bin eher geneigt zu glauben, dass so eine Personalie eben passiert und man mit vertretbarem Aufwand nichts gegen solche Pannen machen kann. Mir gehts mitnichten um Fraktions- oder Piratengebashe (ich bin ja selber einer), sondern ums schlichte Anprangern der allgegenwärtigen und nach wie vor vollkommen unterschätzten esoterischen Verblödung, bei der manche Leute wirklich öfter &#8211; extrem ungeliebte Begrifflichkeit Nr. 2 im Blogpost- auch verdammt nochmal gelegentlich an die Kinder denken sollten.</p>
<hr /><small>Wenn dieser Feed auf kommerziellen Seiten eingebunden wird, bite ich um eine kurze Nachricht an korrupt bei gulli punkt com. Danke.<br /> b27ba64c4ed4d92680ad5c97d21282cc)</small>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>EU, Guttenberg, fatale und notwendige Signale (plus Aktionsvorschlag)</title>
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		<pubDate>Mon, 12 Dec 2011 20:01:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Korrupt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[EU]]></category>
		<category><![CDATA[Guttenberg]]></category>
		<category><![CDATA[Netzkram]]></category>
		<category><![CDATA[Rant]]></category>

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		<description><![CDATA[tl;dr: a) die EU ist nach wie vor unterschätzt als politische Gestaltungsmacht, von Bürgern wie Politikern, b) einen betrügenden Vollidioten wie Guttenberg dahinschicken, ist ein fatales Signal für die EU wie für die künftigen Zuständigkeitsbereiche Guttenbergs, c) alle in irgend einer Form an freiheitlichen Netzen mitarbeitenden Akteure und Gruppen müssen entsprechend vor einem in Sachen [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>tl;dr:</strong> <strong>a)</strong> die EU ist nach wie vor <a href="#eu">unterschätzt als politische Gestaltungsmacht</a>, von Bürgern wie Politikern, <strong>b)</strong> einen betrügenden Vollidioten wie Guttenberg dahinschicken, ist ein <a href="#spaten">fatales Signal für die EU</a> wie für die künftigen Zuständigkeitsbereiche Guttenbergs, <strong>c)</strong> alle in irgend einer Form an freiheitlichen Netzen mitarbeitenden Akteure und Gruppen müssen entsprechend vor einem <a href="#aktion">in Sachen Internet-Freiheit aktiven Lügenbaron gewarnt</a> sein. </p>
<p>Vorweg: es scheint nach wie vor erstmal nicht klar, <a href="http://www.freitag.de/politik/1149-vorhang-auf-fuer-guttenberg">in wessen Auftrag und auf wessen Kosten</a> der Lügenbaron die EU-Kommission ausgerechnet zu seinem Lieblingsfeindbild Freiheit im Netz beraten soll. Schon jetzt ist aber klar, dass einmal mehr der Eindruck entsteht, wenn irgendjemand politisch untragbar, moralisch verkommen und intellektuell unbrauchbar ist,, schiebt man ihn in die Europapolitik ab, wahlweise als Warteschleife oder Altenteil.</p>
<div id="eu"></div>
<p>Das ist fatal, denn die <strong>EU gestaltet inzwischen mehr Politik, als den meisten Bürgern klar ist</strong>. Sie ist mitnichten eine Spielwiese für geistig-moralische Tiefflieger noch für ähnlichen politischen Sondermüll. EU-Entscheidungen regeln weitaus mehr als Bananenkrümmungen, EU-Richtlinien sind gerne genommenes Mittel zum Durchsetzen vorgeblich ungewollter Gesetzgebungen, EU-Sachzwänge schöner Schuss von hinten durch die Brust ins Auge, wenn man seine Klientelpolitik anders nicht durchgeboxt bekommt. Beispiele? Die EU-Richtlinie zur Vorratsdatenspeicherung ist wohl die bekannteste, ironischerweise <a href="http://www.welt.de/politik/deutschland/article13698909/Deutschland-drohen-ueber-70-Millionen-Euro-Strafe.html">lügt Springer wieder einen vom Pferd</A>, was <a href="http://www.vorratsdatenspeicherung.de/content/view/513/1/lang,de/">kommende Strafzahlungen angeht</a>, weitere Beispiele beliebig fortzusetzen, die <strong>Wikipedia beziffert den Anteil der <em>innenpolitischen</em> Gesetzgebungen nach EU-Vorgabe in Deutschland <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/EU#Zust.C3.A4ndigkeit_der_Union">auf zwei Drittel</a></strong>.</p>
<p>Im Unterschied zur gern gepflegten öffentlichen Wahrnehmung der EU als wirrer Bürokratiehaufen, der Aktenberge aus der Gurkenkrümmungsmessung zwischen Brüssel und Strassburg hin- und herfaxt, ist die EU ein <em>höchst effizienter Apparat</em>, der mit der Personalausstattung, die in .de beispielsweise allenfalls ein kleineres Bundesland verwaltet, eben diese Gesetzesvorgaben für 27 Länder und eine Latte mehr Kram macht, denn klar hängt an vielem noch der Rattenschwanz aus Agrarpolitik etc. dran. Eben deswegen ist die EU auch das heiße Lobbyistenpflaster schlechthin, denn den anstehenden Arbeiten steht eine vergleichsweise extrem dünne Personaldecke gegenüber.</p>
<div id="spaten"></div>
<p>Statt da hocheffiziente Fachleute hinzusetzen, die zumindest in der Lage sind, das Fachwissen eines Lobbyisten einzuschätzen, bevor sie seiner Beraterfirma den Auftrag zu einem Verordnungsentwurfsentwicklung geben, kommt nun <strong>ein Vollspaten wie Guttenberg </strong>dahin, bringt neben der komplett fehlenden Fach- und sonsigen Kompetenz noch die moralischen Qualitäten einer RTL2-Videotextseite und die kommunikativen Fähigkeiten eines toten Otters mit und <strong>soll damit die Freiheit im Internet stärken. Das ist fatal.</strong> Das bringt die ohnehin schwer angemackte Glaubwürdigkeit des freiheitlich-aufgeklärt-demokratischen Europas auf, hihi, Ramschniveau. Das nicht nur im Ausland, bei den Gegnern jener totalitären Regimes, die man eigentlich fördern will, sondern eben wie gesagt auch hier in Europa, wo die EU-Ebene der Politik eben mal wieder als  politbibiografisches Äquivalent von Asse dient: es ist nicht mal etwas wie Guttenberg zu toxisch und verstrahlt, als dass mans nicht dort abkippen und irgendwann wieder ausbuddeln kann.</p>
<div id="aktion"></div>
<p>Das bringt mich zu meinem letzten Anliegen: es bräuchte eine Infoschleuder, mit der man die einschlägigen Organisationen, die sich im Unterschied zum Lügenbaron tatsächlich für die Freiheit im Internet einsetzen, mit einem Link schnell auf den Stand bringen kann, wenn denn doch mal irgendjemand auf den Hochstapler reinfiel und ihm als Legitimationsmäntelchen dient. Mein erster Gedanke war das GuttenPlag-Wiki, da scheint was neben dem &#8220;normalen&#8221; <a href="http://de.guttenplag.wikia.com/wiki/Pressespiegel">Pressespiegel</a> in der Art aber nicht vorhanden zu sein. Klar wissen das schon alle üblichen Verdächtigen, aber mir fehlt beispielweise eine Seite in Englisch und möglicherweise auch in den &#8220;Zielsprachen&#8221; entsprechender Aktivistengruppen &#8211; arabisch etc. so <strong>mit dem Lügenbaron-Pressespiegel zum Thema, mit den Hintergründen zu Pornosteffi und Konsorten, mit Quellenlinks und Kurz-Inhaltsangabe in n Sprachen plus Google Translate-Links</strong>. An sich würds ins <a href="http://werebuild.eu/wiki/Main_Page">werebuild.eu-Wiki</a> von </a href="http://telecomix.org">telecomix</a> passen. Da was sammeln, schöne Kurz-Url, die man überall copypasten (haha) kann, wo irgendwas inhaltliches von Guttenberg zur Netzfreiheit kommt&#8230; Mir gefällt der Gedanke.</p>
<p>Wenns das schon wo gibt &#8211; ich würd mich über Hinweis freuen und auch gern ein wenig miteditieren und -pflegen. Und wenn nicht: wir brauchen sowas :)</p>
<hr /><small>Wenn dieser Feed auf kommerziellen Seiten eingebunden wird, bite ich um eine kurze Nachricht an korrupt bei gulli punkt com. Danke.<br /> b27ba64c4ed4d92680ad5c97d21282cc)</small>]]></content:encoded>
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		<title>Das neue Lexikon des Unwissens, Passig et.al, Buchrezi</title>
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		<pubDate>Sat, 10 Dec 2011 19:05:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Korrupt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[Buch]]></category>
		<category><![CDATA[Buchrezension]]></category>
		<category><![CDATA[Kathrin Passig]]></category>
		<category><![CDATA[Rezension]]></category>
		<category><![CDATA[Unwissen]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Auch hier mal wieder Disclaimer vorweg: Kathrin Passig kann irgendwie schreiben, was und zu welchem Themenbereich sie will, ich finds toll. &#8220;Das neue Lexikon des Unwissens&#8221; entstand gemeinsam mit Aleks Scholz und Kai Schreiber, ist das zweite Buch seiner Art (das erste heißt, wenig überraschend, &#8220;Das Lexikon des Unwissens&#8221; und ich habs nicht gelesen), und [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<div style="float:right"><img src="http://www.korrupt.biz/img/lexikon-des-unwissens.jpg" alt="Lexikon des Unwissens, Kathrin Passig et.al" width="225" /></div>
<p>Auch hier mal wieder Disclaimer vorweg: Kathrin Passig kann irgendwie schreiben, was und zu welchem Themenbereich sie will, ich finds toll. <em>&#8220;Das neue Lexikon des Unwissens&#8221;</em> entstand gemeinsam mit Aleks Scholz und Kai Schreiber, ist das zweite Buch seiner Art (das erste heißt, wenig überraschend, <em>&#8220;Das Lexikon des Unwissens&#8221;</em> und ich habs nicht gelesen), und ich mags. Warum, mag ich gerne erläutern.</p>
<p>Der Esel fängt bei sich selber an: ich bin ein großer Freund des Wissens und seh mit großem Respekt die Leute, die &#8211; oft genug recht brotlos &#8211; erhebliche intellektuelle und andere Energie drauf verwenden, einigermaßen gesichertes Wissen herzustellen. Das lässt sich die Welt einerseits ungern abringen, andererseits ist die Menschheit oft genug mit dem Quark glücklich, den irgendwelche Esoteriker absondern, insofern, es gehört was dazu. zu guter Letzt: ein wenig als ein Teil dieser Spezies betrachte ich mich auch und bei so manchen Frage- und Problemstellungen im <em>&#8220;Neuen Lexikon des Unwissens&#8221;</em> ertappte ich mich beim &#8220;Oh ja, das kenn ich&#8221;-Nicken. </p>
<p><em>&#8220;Das neue Lexikon des Unwissens&#8221;</em> ist nichts weniger als eine Hommage an all diese Leute, die sich an den angeführten und anderen Problemen die Hirngewinde heißlaufen lassen. Das, obwohl, bzw. gerade, weil es sich um ungelöste und teilweise wohl unlösbare Fragen handelt. Die Grenzen des aktuellen Wissens auszudefinieren, ist eine verdienstvolle Sache, und vor allem vermittelt Passig dabei anschaulich, an <strong>welche verschiedenen Arten von Grenzen, Hürden, Hindernissen man so stößt, wenn man wirklich was erfahren will</strong> und keinen Esobestseller oder Deppenratgeber schreiben will. Dabei werden große Fässer aller Disziplinen aufgemacht (sozialwissenschaftlich: Krieg, &#8220;Qualia&#8221; (was ich besser bei der Frage nach dem Bewusstsein an sich einsortiert hätte); naturwissenschaftlich: Naturkonstanten, Links/Rechts; philosophisch: Wissenschaft, Zeit) und auch weniger auf der Hand liegende Baustellen besichtigt: Tiefseelaute, Walkrebs, Löcher (letzteres eine sehr feine Hommage an Tucholsky).<span id="more-2489"></span></p>
<p><strong>Richtig klasse</strong> wird das Lexikon dann, wenns um die Hemmnisse konkreten Erkenntnisgewinns geht (Empirie, Messmethoden, Statistik). Insbesondere bei der Betrachtung statistisch hinterfütterter Fragestellungen, Hinterfragungen von Kausalität oder der allgegenwärtigen Stochastik ist das Lexikon zum einen verdammt unterhaltsam und trotzdem (bzw. deswegen) anschaulich und für einige Lern- bzw. Verstehenseffekte gut. Ich komm immer auf die Esoscheiße zurück, aber gerade im Gegensatz zu selbiger zeigt das &#8220;Lexikon&#8221; eben, wie Wissenschaft funktioniert, wie sie Wissen vom Nichtwissen trennt, welche Qualitätsmaßstäbe eben angelegt werden müssen, um wenigstens eine ernstzunehmende Hypothese aufgestellt zu bekommen und warum die behandelten Fragestellungen so (noch) nicht letztendlich beantwortet wurden. Und nicht zuletzt vermittelt es die Faszination, wenn man dem Sumpf des Nichtwissens dann tatsächlich mal ein Stückchen festeren Boden abgerungen hat &#8211; trotz der Ausrichtung entlang an Themen, wo dieser Prozess aktuell eher noch vom Scheitern geprägt ist.</p>
<p>Wo <strong>musste ich stirnrunzeln</strong>? Manchmal geraten mir die lockeren Einwürfe etwas zu launig, aber da mag der Geschmack unterschiedlich sein. Ich brauch nicht regelmäßig aufheiternde Einschübe, auch wenn deren Wortwitz in der Regel prima ist &#8211; manchmal lenkts mich ab, das eine oder andere mal schien mir eine Pointe mit Verständnisunschärfe erkauft, aber wie gesagt: Korinthen. Ansonsten stört mich an den meisten einzelnen Kapiteln, dass sie zu kurz sind &#8211; ich hätt noch ein paar Seiten weitere Erläuterungen, Denkansätze und Berichte des Scheiterns vertragen. Ist das ein Grund zum Stirnrunzeln? An sich nicht, das Buch macht Lust aufs Weiterrecherchieren und gibt ein wenig Handwerkszeug dazu mit, um Kluges von der Esoterik zu trennen. Irgendwann zwischenrein fehlten mir ein wenig die Grafiken (beim Text über Chiralität fiels mir auf, dass man hier hätte veranschaulichen können), aber auch hier denk ich, ist a) verschmerzbar und macht b) Lust zum Weiterrecherchieren.</p>
<p><strong>Zum Schluss</strong> folgt noch eine kurze Nachbereitung der im ersten <em>&#8220;Lexikon des Unwissens&#8221;</em> aufgemachten Fässern und des Fortschritts seitdem, und dann ist nach kurzem Quellennachweis der Lesespaß nach 300 Seiten rum. </p>
<p>Wie im <a href="http://www.korrupt.biz/2486/ach-das-positive/">Ankündigungspost</a> geschrieben: Im Regal steht das Lexikon des Unwissens recht schön neben Carl Sagans <em>&#8220;Der Drache in meiner Garage&#8221;</em>, das meine ich als ausdrückliches Kompliment, denn beide Bücher vermögen aufs Wunderbarste, die Faszination und die Stärken des wissenschaftlichen Erkennnisprozesses zu vermitteln. Sagan entlang ihrer Erfolge, Passig entlang der (vorerst gescheiterten) Versuche. Lesen kanns jeder, der sich ein wenig für Wissenschaft im Allgemeineren interessiert und dabei nicht ein Lieblingsfeld beackern will. Selber find ich nicht die &#8220;Einzelthemen&#8221; am erkenntnisfördernsten, sondern insbesondere die &#8220;zugrundeliegenden&#8221; Methodiken und Konzepte &#8211; Theoriefindung, Prüfbarkeit/Falsifizierung, Empirie, Statistik, Kausalität. Wer dazu einen schön lesbaren und lockeren Einstieg haben will: you got it.</p>
<p>Buch <a href="http://kathrinpassig.kulturindustrie.com/buecher.html">gibts hier</a>, Errata (vermutlich demnäxxt) <a href="http://lexikondesunwissens.de">dort</a>.
<div class="optimum7-microdata product" itemscope itemtype="http://schema.org/Product"><span class="name" itemprop="name"><b>Das neue Lexikon des Unwissens</b></span><br /><img class="data-img" itemprop="image" src="http://www.korrupt.biz/img/lexikon-des-unwissens.jpg" alt="http://www.korrupt.biz/img/lexikon-des-unwissens.jpg"/><br /><b>Customer reviews:</b></p>
<div class="reviews" itemprop="reviews" itemscope itemtype="http://schema.org/Review">
<p>					<span itemprop="name">Korrupt</span> &#8211; by <span itemprop="author">10.12.2011</span>, <meta itemprop="datePublished" content="Sehr positive Rezension des "Neuen Lexikon des Unwissens". ">Sehr positive Rezension des &#8220;Neuen Lexikon des Unwissens&#8221;.
<div itemprop="reviewRating" itemscope itemtype="http://schema.org/Rating">
<p>					  <meta itemprop="worstRating" content = "1"><span itemprop="ratingValue">5</span>/<span itemprop="bestRating">5</span>stars</p></div>
</p></div>
</div>
<hr /><small>Wenn dieser Feed auf kommerziellen Seiten eingebunden wird, bite ich um eine kurze Nachricht an korrupt bei gulli punkt com. Danke.<br /> b27ba64c4ed4d92680ad5c97d21282cc)</small>]]></content:encoded>
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		<title>Ach, das Positive.</title>
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		<pubDate>Sat, 26 Nov 2011 22:20:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Korrupt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[Buch]]></category>
		<category><![CDATA[Castor]]></category>
		<category><![CDATA[Gute Dinge(tm)]]></category>
		<category><![CDATA[Netzkram]]></category>
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		<description><![CDATA[Ich sollts nicht vergessen. Grade sitzen bzw. laufen vor dem Castor eine ganze Latte Leute rum, deren Tun ich kaum genug loben kann, und nein, ich meine nicht die Drecksbullen, die sie zu solchen Anlässen gern zum Dreschen herkarren. Weiter ist trotz aller verlogener Politscheisse einiges erfreuliche gesagt und getan worden, dass Alvar Freude den [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Ich sollts nicht vergessen. Grade sitzen bzw. laufen vor dem Castor eine ganze Latte Leute rum, deren Tun ich kaum genug loben kann, und nein, ich meine nicht die Drecksbullen, die sie zu solchen Anlässen gern zum Dreschen herkarren. Weiter ist trotz aller verlogener Politscheisse einiges erfreuliche gesagt und getan worden, dass Alvar Freude den <a href="http://twitter.com/#!/alvar_f/status/140148631817826304">OB Schuster als den Lügner und Trottel bezeichnet</a>, der er ist, beispielsweise. Es gibt noch einige solcher Guten Dinge(tm), ich mag aber eine persönlichere Freude grade noch erwähnen, die heute mit der Post kam.</p>
<p><img src="http://www.korrupt.biz/img/lexikon-des-unwissens.jpg" alt="Lexikon des Unwissens, Kathrin Passig et.al" /></p>
<p>Rezi folgt, nur vorweg: ich hab den ersten Band nicht gelesen, aber was ich bisher von Kathrin Passig gelesen und gehört hab, war bislang durchgehend lesens- und hörenswert, und überhaupt ist sie eine von den Menschen, die mir in allen möglichen Netzecken in den Kontext laufen und dann immer bemerkens- und bedenkenswerte Dinge sagen und/oder tun. Das, und dass es in so vielen unterschiedlichen Ecken passiert, das find ich toll.<span id="more-2486"></span></p>
<p>Das <a href="http://kathrinpassig.kulturindustrie.com/buecher.html">neue Lexikon des Unwissens</a> war bisher eine etwas unbekannte Größe für mich &#8211; ich muss zugeben, beim Titel assoziierte ich eher sowas wie Haefs &#8220;Handbuch des nutzlosen Wissens&#8221;, und konnte mir nicht vorstellen, dass sich Kathrin zu sowas herablässt. Eine Sorge, die beim ersten Rein- und Drüberblättern auch direkt restlos verschwunden war &#8211; nun assoziiere ich eher was in Richtung von Sagans &#8220;Der Drache in meiner Garage&#8221;, eine Hommage ans Erkennen und Wissenwollen, die neugierig macht und mich im Folgenden daran hindern wird, den letzten Eco (Der Friedhof in Prag, liest sich auch höchst angenehm und geht um die jüdische Weltverschwörung) fertigzulesen, ich muss einen Wissensexkurs machen. Allergrößten Dank dafür.</p>
<hr /><small>Wenn dieser Feed auf kommerziellen Seiten eingebunden wird, bite ich um eine kurze Nachricht an korrupt bei gulli punkt com. Danke.<br /> b27ba64c4ed4d92680ad5c97d21282cc)</small>]]></content:encoded>
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