Google: Lieber Lithium fürs Communitymanagement

Leichter WTF-Moment heute: Google-Adwords-Hilfeforen wurden auf Lithium umgestellt. Und Lithium ist nun schon ein wenig der Rolls-Royce unter den CRM-Systemen, nichtsdestoweniger machts ein wenig den Eindruck, als würde Daimler die Shuttlebusse zwischen den Stuttgarter Werken von einer Renault-Leasingfirma betreiben lassen. Das Ganze ist im englischsprachigen Bereich schon länger so, in .de war heute wohl der Switch.

Beispiel Analytics-Community: unter https://www.de.advertisercommunity.com/t5/Google-Analytics/ct-p/Google_Analytics zu finden (an den /t5/-Verzeichnissen erkennt man an sich immer die Lithium-Instanzen), man kann auch nen Blick auf die Source werfen und sieht dann die externen Scriptreferenzen a la https://googlede.i.lithium.com/html/assets/materialize.min.js usw.

Google Analytics Community, powered by Lithium

Google Analytics Community, powered by Lithium

Aktuell noch Gegenbeispiel Webmasterzentrale: hier noch die „alte Struktur“ a la https://productforums.google.com/forum/#!forum/webmaster-de und der Source, die an sich nur aus Inline-CSS und Javascript besteht.

Das Ganze ist wie gesagt im US-Raum schon länger live, ich bin da sogar schon ne Weile in Lithium-MyBusiness-Foren unterwegs gewesen, ohne es zu merken, wahrscheinlich, weil ich MyBusiness eh immer als Dauerbaustelle wahrnehme. Es scheint demnach eine sukzessive Umstellung zu sein, und irgendwie ist ein entsprechendes „Hey, Google switcht auf Lithium“ trotzdem nicht wirklich an mir vorbeigerauscht.

Nun ist Lithium ein sehr fettes CRM-System, und auch wenns meinen Geschmack persönlich nicht trifft: es ist schon ordentlich gemacht (und kostet nebenbei *richtig* viel Geld). Was mir in anderen Commuinity-Lösungen überdimensioniert scheint – diese ganzen ähnlich-aber-unterschiedlichen Foren/FAQ/QA/Feedback-Bereiche – ist in einer fetten Plattformumgebung wie der Googlehilfe wahrscheinlich wohl am Platz. Bewertungen, Incentives, Userrankings, you name it: was an Features, Funktionen, Gimmicks der neue heiße Scheiss im eher anstaubenden Communitybereich ist, Lithium kann es.
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32c3 Recap 2: Ebookwarez, HT-Metadata und anderes

Ferngesteuert fliegender Hai, vor seinem Tod in der Abluftanlage

Ferngesteuert fliegender Hai, vor seinem Tod in der Abluftanlage

Zu den allgemeinen Eindrücken vom Teil eins noch der Nachtrag: Keine Congressseuche (bis jetzt, aufholzklopf). Ich bin wirklich beeindruckt. Währenddessen weiss man es ja nie so genau: ein grundsätzliches Congressproblem, ist ja, dass der Körper sich nicht vernünftig ausdrückt. Man fragt sich immer, ist man grade nur reizüberflutet, dehydriert, übermüdet, unterzuckert oder überkoffeiniert oder warum sonst fühlt man sich grade irgendwie. Essen, trinken, gelegentlich schlafen, man muss sich eben immer irgendwie dran erinnern und selbiges dann auch wirklich immer mal wieder tun.

Hacking Team Email Metadata Analysis.

Einer der wirklich spannenden Talks war nebenher im Anarchist Village. Das Hacking Team wurde ja gehackt und ein paar Gigabyte Email geleakt. Das Sharelab hat eine Metadatenanalyse der Mails gemacht – nur Headerdaten, Absender, Empfänger und Timestamps – und konnte daraus quasi die komplette Organisationsstruktur des Teams ableiten sowie klar, Geschäftsbeziehungen, Reisen, Urlaube, Krisen/Events bis hin zu konkreten Businessabschlüssen.

Hacking Team, Email-Metadatenanalyse in der Anarchist Village

Hacking Team, Email-Metadatenanalyse in der Anarchist Village

Hier rechts oben: ein Deal. Der Chef (blau) mailt viel mit dem potentiellen Kunden, später kurze Einbeziehung anderer Leute (wahrscheinlich Legal oder Buchhaltung) und dann wurde wohl ein Vertrag unterzeichnet, denn plötzlich mailt jemand anderes (braun) viel mehr, wahrscheinlich der Techie, der sich um die Einrichtung kümmert. „Nur“ Metadaten, my ass. Das Paper mit der kompletten Analyse gibts hier (angucken! Sehr cool!), und das zum Visualisieren verwendete Gephi muss ich mir auch mal für andere Anwendungsfälle ansehen, das scheint mir eine recht geile Datenvisualisierungssuite zu sein, offen und kostenlos. Weiterlesen…

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32c3: 32. Chaos Communication Congress, erster Recap

Tja, und da ist der diesjährige Congress wieder rum. Ein paar unsortierte Gedanken.

Size does not always matter.

We can has Laz0rs!

We can has Laz0rs!

Die Atmosphäre und Stimmung haben mich sehr positiv überrascht. Gefühlt wurde der Congress die letzen Jahre immer freundlicher, inkludierender, vielfältiger und dabei offener. Ich muss zugeben, ich hatte Bedenken ob der nochmal deutlich höheren Gästezahl, ob das skaliert werden kann. Konnte es. Ich bin begeistert.

Zusammengenommen waren wir eine deutlich fünfstellige Zahl von Hackern/Haecksen interessanten und interessierten Menschen, die viel auszutauchen und zu erfahren hatten. Eine riesige „Neugier macht das Leben großartig!“-Party.

Schöne Dinge.

GlaDOS auf dem 32C3: Still Alive

GlaDOS auf dem 32C3: Still Alive

Glados im Chaos West. Es machte mich echt fertig, ich kann mir nicht helfen, sowas seh ich und könnt heulen vor Glück. Solang Leute sowas bauen, ist die Welt irgendwie noch irgendwo in Ordnung. Sogar den Schutzkasten haben sie drumrum, falls es zum Ausstoß tödlicher Neurotoxine kommt.

3D-Drucker, eine von zwei Fertigungsstellen.

3D-Drucker, eine von zwei Fertigungsstellen.

...aber wozu die Leuchtfunktion?

…aber wozu die Leuchtfunktion?

3D-Drucker und Leuchtdildos. Klar, es geht weiter, aber *wie* es weitergeht, ist heftig. Deutlich weitere Materialauswahl, Auflösung nochmals stark verbessert bei den Teilen, die rumstehen, und allein die schiere Zahl war gelegentlich beeindruckend. Interessant am letzten Tag der Vortrag zu physikalischen Schlössern und der Geschichte, dass man inzwischen so weit ist, dass man einfach mit dem Teleobjektiv den 50 Meter weiter auf dem Cafetisch liegenden Schlüsselbund fotografiert und vom Bild einen 3D-Druck des Schlüssels anfertigt. Komplette Toolchain vom Bildaufbereiten über 3D-Design bis Ausdruck vorhanden.

Rad1o mit DJ-gesteuertem LoungeLight

Rad1o mit DJ-gesteuertem LoungeLight

Und natürlich die Partyzone und eine deutliche Weiterentwicklung des rad1os vom Camp. Ich hatte leider bei mir die zweite LED-Auflötaktion versemmelt, einen Lötpunkt aus dem PCB gerissen und anschließend eben nur eine leuchtende VierfarbLED, aber das Teil selber rennt jetzt mit der neuen Firmware und ich muss demnächst mal das Frequenzspektrum unserer Hausgeräte hier durchmessen. Andere Leute konnten Ambientlight anmachen und sich DJ-Lichtpultgesteuert funkerleuchten lassen. Weiterlesen…

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Porn-Idee zum Mitnehmen

Ich weiss nicht, wie ich draufkam, aber ich meine, es hatte was mit dem Pornhub-Weihnachtsspot zu tun und dann den Reality/Soap/Porngeschichten auf njoyon. Dass man da irgendwelche Soaps im Pornstyle persifliert und ein Konzept wie Frauentausch mal ernsthaft durchspielt, scheint mir irgendwie konsequent. Statt Gameshows die Dildo-Challenge, hey, Gnade bringt uns nicht weiter. Man hat quasi das Privatsenderprogramm, das die Privatsender gern machen würden, aber halt nicht dürfen, und das auch ohne die nervigen Werbepausen.

Aber Werbepausen – so wirkliche Porn/Sex-Werbeformate sind mir noch nicht untergekommen. „Schenken Sie Freude zu Weihnachten! Der neue Vibro-Masseur 2000!“ schön mit Anwendungsdemonstration und wie er an Stellen kommt, wo der Holzbock XL einfach nicht mitkommt. TV-Verkaufsevents im QVC-Style mit echten Livetests und Produktbewertungen. (Es *gibt* Sextoy-Testpornos und Dildoparty-Persiflagen, aber beim schnellen durchgucken nichts mit ernsthafter Produktbewertung und „echten“ Empfehlungen). Anschließender Kinkspot: „Hat Ihre Frau schon wieder die Spreizstange zerbrochen? Greifen Sie besser gleich zur Saeder-Krupp-Spreizstange, und jetzt neu: die Saeder-Krupp Chrome Edition mit ausziehbarer Armfixierung!“

Als nächstes dann die Werbungs-Werbepersiflagen. „Die letzte Gangbangparty war ja toll, aber die Dildos waren alle nur halb drin.“ „Schatz, das waren ja auch nicht die guten Funfuckory-Dildos mit allergiegetestetem Slide-Silikon!“ „Funfucktory Slide Silikon?“ (*Küchenschranktür aufmach* *Kistenweise Funfuckory-Slide-Silikon-Dildos*) „Genau!“ Ausladendes Gartenpanorama mit glücklichen Gästen.

Also ich würds nicht gucken, aber ich guck ja auch viel anderes nicht, was viele andere mögen, also vielleicht, nun, wie gesagt, Idee zum Mitnehmen.

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In der Einsamkeit der Flughäfen atme ich auf.

Ich bin. Ein Privilegierter. Mein Ekel ist ein Privileg.

Na, woher ists? :) Aber im Ernst: ich versuch mich mal kurz, eine Flughafenabneigung (verbreitet) mit einer gewissen Betriebsblindheit und einem nicht recht greifbaren „Irgendwas ist da, und ich krieg den Finger nicht drauf“ in Worte zu fassen. Rückfahrt von Düsseldorf, ich dachte grade laut über Targetingmöglichkeiten an spezifische Flugroutennutzer nach und kam drauf, dass mich an Flughäfen was stört, was jenseits des üblichen „Argh, Flughäfen!“ liegt. – Ich glaube, es ist ein Stückweit das „völlig fremde/andere Welt“-Gefühl, das ich dort regelmäßig habe, plus das „ich müsste mich da eigentlich wie in meiner Westentasche fühlen“-Marketingmenschendenken.

Symbolbild

Symbolbild

Wir haben superspezifische Zielgruppenansprachen. Wir haben die Tourismusbranche, mit der ich doch das eine oder andere zu tun hatte, plus Markeninszenierungen und den diversen ordentlichen Sixt-Einsprengseln drin. Wie gesagt, ich müsste mich auskennen, aber fühl mich zum einen fremd und zum andern ist alles so derart zur Kenntlichkeit entstellt, ich sprach über Fluglinien-Zeitschriften und sagte sinngemäß, dass zum einen nicht wisse, wen man da anspricht und dass ich dadrin nicht einmal die Werbung ernstnehmen könnte. Dem auf den Fersen, was ist das denn für eine Denke, wenn man die „redaktionellen“ Inhalte schon selbstverständlich nicht mehr ernstnehmen kann, und das einzig einigermassen glaubwürdige ganz selbstverständlich die Werbung ist, und dem auf den Fersen, dass es an sich vollkommen egal ist, ob man das über die „Wings“ sagt oder die mal wieder großflächig ausliegende CHIP. Der tu ich damit vielleicht ein wenig unrecht, es standen auch einige vernünftige Dinge drin, aber wenn ich dann einen Special-Doppelseiter zur Chip/Freenet-Kooperation für die deutsche Cloud lese (keine Anzeige) und ein verschämtes fundorado.com/CHIP im Werbeteil, das Livecams, Video, Sexchat und alles andere anbietet, irgendwie wirkt letzteres für mich schlicht und ergreifend glaubwürdiger. Himmel, die Chip liegt da ja eh nur rum, damit die „gedruckte Auflage“ für die IWV schöner aussieht. Dann aber der Zweifel, obs an der Werbekiste liegt und nicht vielmehr an der generell auf den Kopf gestellten Wahrnehmung von Wirklich- und Künstlichkeit, dem auf die Spitze getriebenen Resultat eines Prozesses, den man irgendwie auch internalisiert hat, bezogen auf Arbeit, Leben, Beweglichkeit, Mobilität, Wahrnehmung der Welt und überhaupt. Vor dem einen an sich gruselt, das man ob seiner Konsequenz aber irgendwo bewundert.

So spann sich das Hirn vom einen zum anderen und ich fühl mich da dann immer ein wenig wie ein Protagonist bei Murakami, halb rausgefallen und halb in was festhängend, wovon man nicht recht weiss, wozu es gut sein soll, worin man aber durchaus gut ist; wartend auf das Irreale und gleichzeitig so mittendrin, mit einem latenten Gefühl von Schuld, einer großen Ratlosigkeit und einem sehr unterschwelligen Hm, ficken. Und plötzlich fragt man sich, ob man vielleicht doch irgendwo nachvollziehen kann, dass manche Menschen Jazz mögen. Es ist eigenartig.

(Bild unrelatiert)

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Der Hexer-Zyklus von Andrzej Sapkowski, Leseempfehlung

Spätestens nach „The Witcher 3: Wild Hunt“ kennen die meisten den werten Geralt von Riva, ich hatte seinerzeit nur Teil 1 durchgespielt, damals am Rande mitbekommen, dass es auch einen Fantasyzyklus hinter der Game-Geschichte gibt und nun im Zuge von Wild Hunt auch nach und nach die Hexer-Romane von Andrej Sapkowski gelesen, und was soll ich sagen: das ist richtig gut geschriebene Fantasy, die ich weiterempfehlen will, ob man nun Witcher gespielt hat, es zumindest kennt oder nichts von alledem.

Der Hexer-Zyklus, Andrzei Sapkowski.

Der Hexer-Zyklus, Andrzei Sapkowski.

Sapkowski selber wollte vom Spiel gar nichts wissen, irgendwo stieß ich sogar auf ein sinngemäßes „Trittbrettfahrer des Bucherfolgs“-Statement, wobei er meines Erachtens nach Project Red Unrecht tut, weil an sich alle Witcher-Teile story- und charaktertechnisch richtig fein waren. Sehr gut gemachte Spiele und ein sehr gut gemachter Zyklus, ich würde sagen, Spiel und Zyklus haben sich jeweils durchaus verdient. Vorab noch ein unvermeidlicher Vergleich: Der Hexer war nach dem „Lied von Eis und Feuer“ der erste Fantasy, den ich angerührt habe, und er hats gut weggesteckt. In der Form kaum vergleichbar, aber „qualitativ“, wenn man das so sagen kann, allemal die Liga. Wenngleich komplett „anders“.

Der Zyklus, die Bücher, die Reihenfolge – die Witcher-Bücher sind auf amazon und Konsorten gelegentlich verwirrend sortiert. Wir haben zwei Bände „Einzelerzählungen“ (Der letzte Wunsch, Das Schwert der Vorsehung), einen „Einzelroman“ (Zeit des Sturms) und fünf Bände Hexer-Zyklus (Das Erbe der Elfen, Die Zeit der Verachtung, Feuertaufe, Der Schwalbenturm, Die Dame vom See). Anders, als die etwas überdramatisch-fantastischen Titel fürchten lassen, ist die Übersetzung aus dem Polnischen (soweit ich das beurteilen kann) prima – da stolpert nichts, da gibts viel Wortwitz und trockenen Humor und einen Wortschatz, der mit erfrischender Breite erfreut und dabei nicht wichtigtuerisch rüberkommt. Sapkowski schreibt und erzählt klasse. Wer bisher so dachte, Oh, über die fetten Games gehypte Fantasy-Massenware für die Extrakohle mit den Büchern zum Spiel – man kann falscher kaum liegen.
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Rechner für Flüchtlinge: Lubuntu arabisch, englisch, deutsch einrichten

Überlegung: stationäre Rechner sind praktisch, wenns um Bürokratiekram geht, man eine Mail schreiben will usw.usw. Ausreichen tun an sich alle Kisten, auf denen man ein schlankes Linux ans Laufen kriegt. Konkret hab ich Zugriff auf ein paar Alt-Celerons (dürften Jahrgang 2008 rum sein), ich vermute, Kisten in der Art stehen auf einigen Dachböden rum. Specs: Celeron 2GHz, 2GB Ram, 160GB Platte. Reicht vollkommen. Sprich, Material, mit dem man die eine oder andere Flüchtlingsunterkunft ausstatten kann. Nur: wenn es nicht bloss eine deutsche oder englische Installation sein soll? Lubuntu bietet eine recht einfache Art an, das komplette System in beliebigen Sprachen (wie eben auch Arabisch) anzubieten.

Vorbereitung: Lubuntu installieren.

Das beschreib ich nicht groß. Man zieht sich den Lubuntu-Installer von der GetLubuntu-Seite – bei alten Kisten in der Regel die 32Bit-Version. Wenn man in der Verlegenheit ist, etwas ohne Boot von USB zu haben oder der Rechner unter einem GB Ram hat: den Alternate Installer nehmen: der kann auch auf CD-Rom gebrannt werden und besteht aus einem extraschlanken System, den man auch auf einem 512MB-Rechner an den Start bekommt. Ein GB Ram ist sicher besser, grade wegen der auch bei schlankem OS speicherhungrigen Browser. Die aktuelle 15.10-Version tut (Erstinstallationen hier waren 15.04).

Unter Linux, konkret hier am Arbeitsrechner Kubuntu, ist der Startmedienersteller direkt integriert – die runtergeladene Iso mit Anwendungen-> System-> Startup Disk Creator auf USB-Stick schreiben.

Lubuntu-Startmedium erstellen

Lubuntu-Startmedium erstellen

Unter Windows gibt es eine Latte an Startmedienerstellern, UNetbootin hab ich auch schon einigemale bemüht, das gibts in Versionen für Windows, Mac und Linux. Prozedere an sich immer dasselbe. Man wählt das heruntergeladene Linux-Image, dann den USB-Stick und lässt dann das USB-Bootmedium erstellen.

Lubuntu installieren: an sich ist der Installer komplett selbsterklärend, orientieren kann man sich dran, wie im Ubuntuusers-Wiki die Xubuntu-Installation beschrieben wird – im Prinzip läufts exakt so ab, nur dass eben mit Lubuntu ein besonders schlankes und ressoucenschonendes Linux installiert wird.

Nachdem man sich seinen Hauptbenutzer angelegt und das frische Lubuntu gestartet hat, gehts los. Kurze Voraberklärung, was wir tun:

  • Wir legen drei Benutzer an: für deutsche, englische und arabische Benutzung
  • Wir installieren alle notwendigen Sprachen
  • Wir legen unter den jeweiligen Benutzern die passende Sprache und Tastaturbelegung fest
  • Fertig!

Es wird weitere Möglichkeiten geben, Mehrsprachigkeit anzubieten, mein erster Gedanke war, das über ein Bashscript zu machen, das man dann einfach auf dem Desktop anklickt, das alles notwendige umstellt, aber ich glaube, die Benutzerlösung ist sauberer, einfach und bietet auch die Möglichkeit, die ganze Home-Ordnerstruktur auch zu übersetzen.
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SEOs und gesellschaftliche Verantwortung: Optimierungspotential!

tl,dr: Selbst in den Bereichen eigener Expertise sondern Vorzeige-SEOs Zeug ab, bei dem man in die Tischkante beißen will. Insbesondere die eigene Rolle beim Prägen von Netz- und damit gesellschaftlicher Realität ist den Akteuren offenbar nicht unbedingt bewusst, und das ist scheiße. Denn sie haben Reichweite und generieren soziale Wirklichkeit und Normalität.

Zwei Aufhänger für ein generelleres Problem, das ich mal drastisch in den Raum stellen will. Ich bitte drum, dass sich niemand persönlich gepisst fühlt, ich kenn selber die Grenzen des im Alltagsgeschäfts bisweilen Möglichen, aber fänds gut, wenn das mal mehr zur Sprache kommt. Weiter schreibe ich besser und unterhaltsamer, wenn ich mich aufrege. Drittens: ich halte es für wichtig, dass man sich so und genau so öffentlich äußern kann, auch und gerade, wenn es um die eigene Branche geht.

Beispiel 1: Björn Tantau zu No-Go’s in Social Media.

Ich weiss nicht, welcher Algo mir den vier Wochen alten Artikel in die TL spülte, aber es grauste mir. „Wirklich niemals“, „never ever“, die Überschrift lässt keinen Zweifel am Allgemeingültigkeitsanspruch. Es folgt Triviales (Contentklau, Lästern über den Chef), schlicht falsches (Gerüchte), irrelevantes (Einkünfte), nicht ganz verkehrtes („Nächste Woche Urlaub!“-Einbrechereinladungen) und vages Allgemeingeraune („Was du nicht öffentlich haben willst“).

Sechs Punkte in Kurzzerlegung, 7 ist mir wichtiger. Dass sich der erste Punkt (Beleidigungen, Verletzendes) elegant drum drückt, „bestimmte aktuelle Themen“ zu benennen (es gäbe ja ausreichend linkbare Beispielfälle von rassistischen Arschlöchern, deren Chefs es dankenswerterweise niemandem zumuten wollten, mit jemandem zu arbeiten, der Menschen verbrennen will), das ist halt keine Eier in der Hose, aber geschenkt. „Gerüchte“ über Personen stehen en Masse im Netz und es soll Leute geben, die kriegen Geld dafür, sie zu verbreiten. Dass Contentklau und Chefdissen recht weit oben stehen, nun, die Prioritäten kann man natürlich setzen, auch geschenkt und gesellschaftlich eh weniger relevant. Und dann der letzte Punkt, „Alles, was du von dir generell nicht auf Dauer online sehen willst“: wird vage ausgerollt, mit einem (gekauften? sinnfreien?) Link garniert und darüber der „Wenn das die Runde macht, kriegst du vielleicht keinen Job“-Zaunpfahl geschwungen.

Der letzte Punkt regt mich am meisten auf, weil da eben pauschal ein „Lass das sein!“ gerufen wird und eben mal ein Social Media-Experte gepflegt ignoriert, dass sich über Social Media permanent eine erhebliche Zahl von Menschen mit für sie riskanten Meinungen, Ansichten, Zielen unter diversen totalitären Regimes bewusst Risiken aussetzen und das so richtig und wichtig ist wie nur was. Dass es eine Unzahl von Themen, Gruppen, Netzwerken gibt, die sich selbstredend mit Themen auseinandersetzen, die man nicht in der Zeitung lesen will, sei es Sexualität, HIV, Depression, whatever, diese Topics finden nun mal nicht mehr nur in geschlossenen (und kaum zugänglichen) anonymen Foren statt (FSM sei Dank). Und dazu heißts nun kaum verklausuliert „Sprecht da drüber nicht online“ und niemanden störts. Plus besagte Partybildwarnung, zu der ich mich von nebenan zitieren will: Weiterlesen…

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Freifunk in Wuppertal: Knoten +1, Inspiration +x

Freifunk Wuppertal, der schafige Teil

Freifunk Wuppertal, der schafige Teil

Man kann draufkommen, welches wohl meiner ist.

Jedenfalls, eher auch im Rahmen der Flüchtlingsgeschichte gerade bin ich wieder auf meine ewige Baustelle „Freifunk“ gestoßen und dachte, jetzt mach mal endlich. An sich hätte das ganze letzte Woche schon fertigwerden sollen, aber die tödliche Männergrippe und eine experimentelle Firmware für den vorliegenden Router taten mir einen Strich durch die Rechnung.

Heut abend ist die Geschichte aber nun tatsächlich live, hat nen Uplink und scheint mir die Netzwerkstruktur rund um Utopiastadt doch ein wenig zu verbessern.

Es gibt Anleitungen, Infos etc. zum Thema galore, an der Stelle will ich mich gar nicht groß in Setupgeschichten verbreiten, eher so ein, zwei Details aus dem „großen Bild“.

Es ist einfach. Wer schon mal ein paar Router mit neuer Firmware versehen hat, wird mit dem eigentlichen Setup keine Probleme haben.
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Rassisten, Facebook und Blockwarte: Natürlich kann der Arbeitgeber Bescheidkriegen

Zwei Sachen treiben mich grade in der Facebook/Auf Nazis beim Arbeitgeber hinweisen/Löschen oder Strafverfolgen/Nippel vs. Nazis-Diskussion um. Zum einen: Natürlich darf man Rassisten beim Arbeitgeber melden, und das Unbehagen ob der „Blockwartartigkeit“ braucht kein Mensch dabei zu empfinden. Und natürlich ist Facebooks Nippel böse, Nazis hinnehmbar-Haltung zum Kotzen, aber das „Facebook lösch endlich“-Schreien ist mir eher unheimlich.

Das Facebook-Hetzer melden/Blockwart-Ding halte ich für ein komplettes Äpfel/Birnen-Phänomen. Man möge sich erinnern: ein Blockwart müht sich, das mitzubekommen, was eben nicht öffentlich, im Geheimen, im trauten Kämmerlein besprochen wird. Er berichtet von Sachen, die für ganz bestimmte Ohren sind und eben nicht für die Öffentlichkeit. Wenn an meiner Schlafzimmerwand gelauscht wird und anschließend verschiedene Akteure informiert werden, dass ich ein Faible für eine Melkfett-Ganzkörperbeschmierung mit anschließenden unaussprechlichen Praktiken habe und ich anschließend dadurch Repressionen erleide, dann ist das das Ergebnis von Blockwartmentalität und Denunziation.

Wenn ich mich hingegen mit einem Schild „Melkfettficks machen Laune!“ auf den Marktplatz stelle und auf Nachfrage allen Interessierten detailierte Einblicke gebe, dann brauche ich mich nicht beschweren, wenn das nicht nur interessierte Brüder und Schwestern im Geiste mitbekommen. Und genau dasselbe ist der Fall, wenn sich jemand öffentlich rassistisch und menschenverachtend äußert. Das kann der Arbeitgeber natürlich gerne mitbekommen, und natürlich kann er den Rassisten dann rausschmeissen. Es werden Leute wegen ganz anderen Sachen entlassen, und wenn der Kollege gelegentlich öffentlich bekundet, bestimmte Personengruppen gern im Gas zu sehen, dann ist das ein Problem für Unternehmen, Mitarbeiter und Kunden, und ich will nicht gezwungen sein, mit solchen Leuten zusammenzuarbeiten. Weiterlesen…

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