Landkultur, Kulturwandel und Betrachtungen zum Weinbau in Schwaben

Ganz anderes Thema, es geht mir aber gelegentlich im Kopf rum und mein aktueller Ausflug in die alte Heimat ließen ein paar Gedanken etwas konkreter werden. Es geht im weitesten Sinn um Veränderungen in der Kultur, die Einflüsse, die zu diesen Veränderungen führen und um die Fragen, was vom Wandel als Verlust an Wissen und Kulturtechniken und was anders verstanden werden kann. Ich hab keine konkreten Antworten, aber ein paar sehr konkrete Beispiele.

Neckarschleife bei Kirchheim, Weinberge in Steillagen

Neckarschleife bei Kirchheim, Weinberge in Steillagen

Es war meist zum Thema Ausländerfeindlichkeit und “Überfremdung”, wenn ich meine Landeikeule rauskramte. Wenn sich wer beschwerte, dass das ja die “Kultur zerstöre”, dass das edle Deutschtum mit wahlweise Döner, Hiphop, McDonalds oder Minaretten angegriffen werde, dann erzählte ich, dass ich grade zwar eher einer technik- und medienlastigen Berufung nachgehe, aber eben aus einer Familie stamme, in der man vollkommen selbstverständlich mit der Nebenerwerbslandwirtschaft aufwuchs. Ich könnte bis heute einen Weinberg vom Winterschnitt bis zur Lese pflegen, ich habe noch Jahre nach dem Tod meines Vaters die Edelobstanlage gemacht, die damals für ihre fünf, sechs Tonnen Tafeläpfel und ungefähr nochmal so viel Mostobst gut war, da kann ich neben Ernte nur den Sommerschnitt, aber das bei fünfhundert Bäumen, das war auch regelmäßig ein Act. Ich kanns noch, aber ich weiss nicht, wie lang noch, weil sich das ausschleift. Denn ich bin irgendwann nach Bochum gegangen und da wars dann Sense mit den zwei Wochen, die man im Sommer, und den drei Wochen, die man im Herbst braucht, und der Weinberg ging schon zu Studizeiten nicht mehr, weil da kann (bzw. muss) man das ganze Jahr über was tun.

Kalksteinfelsen - Naturdenkmal Trauf, Neckarschleife Kirchheim

Kalksteinfelsen – Naturdenkmal Trauf, Neckarschleife Kirchheim

Das sind Kulturtechniken, die werde ich persönlich für mich vermutlich fürderhin unangewendet mit ins Grab nehmen. Untergehen werden sie nicht, da machen andere ja noch den Job, aber inzwischen praktisch ausschließlich hauptberuflich, mit schwerem Gerät und den günstigen Erntehelfern aus der EU-Osterweiterung, weil anders gehts nicht mehr. Aber eine der Sachen, die ich von Kind auf gelernt hab und die ich im wahrsten Sinne des Wortes als Kulturtechnik bezeichnen will, kann ich für meinen Teil nicht mehr anwenden. Zum einen, weil es sich nicht mehr lohnt und zum anderen, weil es eben auch nicht mehr geht, weil man dafür viel zu viel damit beschäftigt ist, flexibel zu sein (unnötig der Hinweis, dass mein Bruder zwischenrein auch in mehr oder minder großer Entfernung vom Geburtsort in Lohn und Brot stand und er klar eben auch dahinging, Stückchen hin, Weinberg her, weil anders gehts nicht.

Dass diese Kulturtechnik in unserer Familie keine Anwendung mehr findet und im Wortsinn Kultur und kulturelles Praxiswissen verlorengeht, da kann keine Dönerbude und kein Thailokal was für, das haben weder der Hiphop noch Ronald McDonald verbrochen, das ist schlichtes Resultat einer massiven Flexibilisierung des Arbeitslebens, das zur Normalität wurde und solche Nebenerwerbsmodelle nicht mehr zulässt. Abgesehen davon, dass man irgendwann tatsächlich nur noch dafür arbeitet, damit man abends müde ist, denn die Preise fürs Tafelobst fallen und die für Pflege und Bewirtschaftung steigen, und da muss man knapp kalkulieren, wenn man auch noch ein paar Euro sehen will für einige Wochen Knochenarbeit. Es geht nicht mehr, die Zeiten sind rum. Kultur geht verloren, als ganz normale Kapitalismus-Nebenwirkung und ohne jegliches Zutun durch angeblich “überfremdende” Bevölkerungsgruppen.

Weinbergstaffel neben ungepflegtem Weinberg, Kirchheim

Weinbergstaffel neben ungepflegtem Weinberg, Kirchheim

Wir spazierten heute den Neckar runter, und mehr oder weniger bei mir ums Eck sieht der tatsächlich so aus, man muss nichts bearbeiten und nichts mit den Superkameras HDR-technisch aufmotzen, es reicht, ein iPhone aus der Tasche zu ziehen und draufloszuknipsen, dann sieht das so hübsch aus. Hübsch im ästhetischen Sinn, denn einen der Weinberge, die man hier sieht, will ich nicht geschenkt haben, und das sage ich mit Vorwissen dahingehend, dass ich schon in einigen davon gearbeitet habe. Es ist anstrengend, es ist gefährlich, und wer mal mit einer größeren Menge Trauben auf dem Rücken eine dieser Staffeln rauf oder runter ist und das nicht zwei, dreimal, sondern etwas öfter, der weiß, was ich meine. Und zu guter Letzt: die wunderhübschen Trockenmauern, die neben der Bewirtschaftung und einem optimalen Mikroklima auch gut als Biotop nicht nur für hier fotografiertes Kleinvieh sind, haben eine dumme Angewohnheit: sie kommen gelegentlich runter. Das sieht dann wie auch hier abgebildet aus. Weiterlesen

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LED-Dominoralley von der OHM2013

Kurz reingebloggt, weils so schön ist: auf der OHM2013 gabs die Dominoes, Dominoux, wie auch immer, ich hab den Beipackzettel nicht mehr, eine Art Dominoralley mit handgelöteten Ameisen. Da sind nun ein paar fertiggestellt worden und konnten sowohl in Reihe als auch im Kringel blinken.

Ameisenarmee, schräg von oben

Ameisenarmee, schräg von oben

Prinzip ist vergleichsweise einfach: man lötet eine vergleichsweise einfache Schaltung, die im Großen und Ganzen aus einer Batterie, einer LED vorn, einem lichtempfindlichen Sensor hinten und einem einfachen IC besteht, der das ganze steuert. Steuern dahingehend, dass alles, was die Ameise kann darin besteht, vorn zu blinken, wenn sie hinten angeblinkt wird. Weiterlesen

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Beängstigend: Die Kunst des klaren Denkens, von Rolf Dobelli

Dobelli zu Irrtümern. Lieder nicht zu denen seiner Klappentextschreiber.

Dobelli zu Irrtümern. Lieder nicht zu denen seiner Klappentextschreiber.

Ich les an sich keine Ratgeberliteratur, auch (bzw. schon gar) nicht solche “für Manager” oder ähnliche Flughafenlektüre. Rolf Dobellis “Die Kunst des klaren Denkens. 52 Denkfehler, die Sie besser anderen überlassen.” will ich an der Stelle auch nicht ernsthaft rezensieren oder gar empfehlen, dafür ist das Büchlein einfach zu flach. Wer auf leicht fortgeschrittene Küchenpsychologie und ein paar elementare Basics in Statistik und Stochastik steht, ja nun. Bei Muttern lags rum, und ich dachte, schau dir den Kram mal an, kannste mitreden. Die 52 beschriebenen Denkfehler erschienen wohl in der FAZ und der Schweizer Sonntagszeitung, und für ein bisschen Wirtschaftsfeuilleton werden sie es auch getan haben.

Beschrieben werden psychologische, statistische, stochastische und soziale Prozesse, die regelmäßig zu Fehleinschätzungen führen. Lineare Trends setzen sich nicht fort, exponentielle schon gar nicht, korrellierende Phänomene sind nicht notwendigerweise kausal, Aufmerksamkeit richtet sich auf Gewinner und herausragende Phänomene und nicht auf die überwiegende Masse des Mittelmaßes und der Verlierer, in Gruppen wird Verantwortung und Arbeit diffundiert, und gibt man einer Horde Schimpansen Schreibmaschinen und ausreichend Zeit, dann schreibt einer davon Hamlet. Und so weiter, das ganze gespickt mit einer Latte Warren Buffet-Zitaten (“Wir beschäftigen 60.000 Ökonomen, deren Job es ist, Zinsschwankungen und Rezessionen zu prognostizieren, und wenn es einer von ihnen zweimal nacheinander korrekt hinbekäme, wäre er Millionär. Soweit ich weiss, sind alle noch Angestellte, und ich glaube, das sollte uns etwas sagen.”) und fertig ist das kompakte Managerbüchlein, das wahrscheinlich eben die eine oder andere Warterei in der Airportlounge mit einem gewissen Selbstbildungsgefühl versüßen soll. Weiterlesen

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BMI zu TOR, Datenschutz und Drosselkom: Antwort vom Innenministerium

Ich hätte erst aufs BSI getippt, da sich das BMI ja zunächst zierte, auf meine Anfrage zu TOR und Friedrichs Datenschutzforderung angesichts Prism etc. letztens eine Antwort zu geben. Ich wurde heute zuerst vom Empfang einer Mail vom Innenministerium überrascht und anschließend von seinem Inhalt. Das mag ich gerne mit der werten Leserschaft teilen.

Ich zitiere die komplette Mail, plus ggf. Kommentare meinerseits. Auf manches geh ich nicht allzu intensiv ein, da ich mich noch einlesen müsste, aber gern auch Hinweise, Statements in die Kommentare.

$betreff/AZ, $grussfloskel,

Das von Ihnen erwähnte TOR-Netzwerk dient der Anonymisierung von Verbindungsdaten.

Bis hierher richtig und sinnig.

In dem von Ihnen zitierten Interview bezog sich Herr Minister Dr. Friedrich vornehmlich auf Verschlüsselungsmöglichkeiten wie z.B. bei der Nutzung von De-Mail. Der Vorteil bei De-Mail-Nutzung besteht darin, dass die Kommunikation über De-Mail von einem Zugriff bei der Überwachung zentraler Knotenpunkte des Internets in der Weise geschützt ist, dass De-Mail die Nachrichten auf ihrem Weg durch das Internet über einen verschlüsselten Transportkanal (wie z.B. auch beim Online-Banking) übermittelt.

Hier breche ich bereits zusammen. DE-Mail ist eine Bauchlandung sondergleichen, da sie keine End-to-End-Verschlüsselung bietet und eben diesen “verschlüsselten Transportkanal” nicht nutzt. Die Nachricht ist auf dem Weg von meinem Rechner zum DE-Mail-Server meinetwegen SSL-verschlüsselt, auf dem Server wird sie aber *entschlüsselt* (und ist damit dem potentiellen Zugriff von Diensten etc. ausgeliefert), explizit zugegeben wird ohnehin, dass der Inhalt dort geprüft wird (Viren-, Malware- und Spam-Schutz). Angesichts der Kooperation deutscher und ausländischer Dienste überlasse ich die entstehenden Sicherheits- und Vertrauensprobleme dem Leser zur Übung.

DE-Mail in diesem Kontext anzuführen, ist aber auch jenseits dessen, dass DE-Mail per se ein Fuckup by Design ist, vollkommener Schwachsinn. DE-Mail soll Zustellungssicherheit bieten, sprich, es muss rechtssicher nachgewiesen werden, dass eine Sendung den Empfänger erreicht hat. Damit werden exakt die Metadaten nicht nur erhoben, über deren Erfassung sich man bei Prism und Konsorten aufregt, nein, dass sie erhoben und dauerhaft gespeichert werden, ist genau das *Feature* dass den Mehrwert von DE-Mail ausmachen soll. In diesem Kontext DE-Mail als Datenschutzinstrument heranzuziehen ist zwar vollkommen schwachsinnig, entspricht damit aber exakt der intellektuellen Kapazität, die ich dem Herrn IM Friedrich so zutraue.

Zur Haftung von Internet-Service-Providern, die Sie im Zusammenhang mit der Nutzung von Anonymisierungs-Tools erwähnen, möchte ich Ihnen die derzeitige Rechtslage und die Aktivitäten der Bundesregierung erläutern:

Das Telemediengesetz (TMG), mit dem die Richtlinie 2000/31/EG vom 8. Juni 2000 (sog. E-Commerce-RL) und damit auch die Regelungen des Abschnitts 4 zur Verantwortlichkeit der Vermittler in Deutschland umgesetzt wurde, sieht vor, dass gemäß § 7 Abs. 2 TMG Diensteanbieter im Sinne der §§8 bis 10 nicht verpflichtet sind, die von ihnen übermittelten oder gespeicherten Informationen zu überwachen oder nach Umständen zu forschen, die auf eine rechtswidrige Tätigkeit hinweisen.

§ 8 TMG regelt die Verantwortlichkeit von Internet Service Provider bei der Durchleitung von Informationen, § 9 TMG diejenige bei der Zwischenspeicherung zur beschleunigten Übermittlung von Informationen und § 10 TMG bei der Speicherung fremder Informationen für einen Nutzer. In Erwägungsgrund 43 der E-Commerce-RL wird ausgeführt, dass ein Diensteanbieter die Ausnahmeregelungen in Anspruch nehmen kann, wenn er die von ihm übermittelte Information nicht verändert. Unter diese Anforderung fallen nicht Eingriffe technischer Art im Verlauf der Übermittlung, da sie die Integrität der übermittelten Informationen nicht verändern.

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Stefan Recht zu Kinderporno und TOR: Gulli:news goes FBI-Postille

Schlimmer geht immer, ich hätte es nach meiner ersten Skepsis zur gulli-Übernahme wissen müssen. Dass es so schlimm kommt, nun ja.

Gamigo hat offenbar nun auch einen Mann für die News, und dieser heißt Stefan Recht. Schaut man sich sein Xing-Profil so an, scheint Stefan Recht, aka vyndariel, ordentliche Kenntnisse im Bereich MMORG zu haben und über selbige auch zu schreiben, und ich wünsche ihm bei dieser Betätigung allen Erfolg der Welt, denn dann braucht er keine unsäglichen Texte in Bereichen zu verfassen, in denen sich seine Kompetenz meines Erachtens nach in überschaubaren Grenzen bewegt.

“Da hat das FBI mal etwas richtig gemacht: Teile vom Tor-Netzwerk offline!” lautet die Überschrift so schlimm wie falsch, und wer sich für eine kompetentere Sicht auf die Dinge interessiert, dem will ich die Betrachtung von Torsten ans Herz legen. Hier geht es mir um was anderes: dass jemand offenbar unbelastet von tiefergehendem Wissen um die eigentliche Problematik versucht, einen auf gute Nachrichten ausgerechnet von einem der Internetüberwachungsakteure schlechthin zu machen. Dabei einen Sieg gegen “…eines der schlimmsten Verbrechen” feiert und übersieht, dass es durchaus schlimmeres gibt, als Bildmaterial von Kindesmissbrauch zu verbreiten. Beispielsweise: Kinder zu missbrauchen. Weiterlesen

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Tracking Cookies, Do Not Track, ABP und die EFF

Nicht damit gerechnet, aber doch was mit direktem Jobbezug, was ein paar der Leute interessieren könnte, die angesichts des FF22-Rollouts *ohne* default-off-3rd Party Cookies aufgeatmet hatten. Dazwischenrein einige Bildimpressionen vom dritten Tag OHM2013, meist unrelatiert.

OHM2013, EFF zu Cookie Tracking

OHM2013, EFF zu Cookie Tracking

Peter Eckersley von der Electronic Frontier Foundation stellte das Problem aus der Sicht der EFF dar und die Maßnahmen, die sie aktuell vorantreiben. Einen wirklichen Stand der Dinge bzw. ein “da müssen wir hin” bzw. “So und so gehts weiter” gabs nicht (erwartbar), die Sichtweise der EFF war indessen spannend und ein, zwei Punkte gaben mir zumindest Stoff zum Nachdenken bzw. die Situation neu einzuordnen.

Einerseits: Tracking ist aktuell praktisch unvermeidbar, und auch der EFF ist klar, dass Fingerprinting das kommende große Ding ist. Ansonsten eben Cookies, Supercookies, LSO und so weiter. Man sollte den Leuten die Möglichkeit geben, sich dagegen zu entscheiden, dass ihr Leseverhalten gespeichert wird, denn darum geht es: während man früher in einen Buchladen oder an den Zeitungskiosk ging und bar seine Lektüre zahlte/kaufte, wird heute unser komplettes digitales Leseverhalten getrackt und zur Basis für zielgerichtete Werbung genommen.

OHM2013, Eevil Drone is Tracking You

OHM2013, Eevil Drone is Tracking You

OHM2013, The Drone has Landed

OHM2013, The Drone has Landed

Das eine Mittel mit durchschlagendem Erfolg gibt es nicht. Daher muss man ein paar Ansätze kombinieren, um wenigstens Verbesserungen zu erzielen.

1. Rechtliche Situation. Man muss die Trackinggeschichte dahingehend optional machen, dass Leute sich dagegen entscheiden können und – und das ist das Wichtigste – bei Nichtbeachtung gegebenenfalls rechtlich gegen den Verstoß vorgehen können.
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TOR a la BOINC/SETI: Es geht voran auf der OHM2013

An sich nur ein kurzer Zwischenstand, was die Idee angeht, TOR-Server ein wenig populärer zu machen und BOINC/SETI-artigen Teamwettbewerb reinzubringen: einige Gespräche und Mailwechsel mit einigen Leuten.

MOAR TOR! Military Grade Anonymization! (Symbolbild, ohm2013)

MOAR TOR! Military Grade Anonymization! (Symbolbild, ohm2013)

ohm2013, Tesla Coil. Mögen die Funken überspringen!

ohm2013, Tesla Coil. Mögen die Funken überspringen!

Es sieht alles gut aus, Bedarf ist da, Idee ist sinnvoll (und stand in ähnlicher Weise schon eine Weile im Raum, aber wurde eben nie angegangen) und die Geschichte wird konkreter. Ich sags auch gleich mal direkt zum Anfang – wer sich dafür interessiert und ein wenig coden, machen, whatever kann – bitte gerne Mail (korrupt at korrupt.biz), ich schau, dass man der Tage einen Workspace kriegt zum sich zusammentexten, ein Pad oder was auch imnmer. Weiterlesen

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OHM2013, Tag 2, Kurzeindrücke

Ein paar Kurzeindrücke, die ich mal auch irgendwo weitererzählen will. Vorweg: Es ist warm. Aber angenehm warm. Und überhaupt alles unvermindert großartig.

OHM2013, Tag 2: Es ist warm.

OHM2013, Tag 2: Es ist warm.

ohm2013, Tag 2: Headcrab und Brecheisen auf Rainbow Island

ohm2013, Tag 2: Headcrab und Brecheisen auf Rainbow Island

Das Rainbow Island wird langsam. Hier sind immer noch einzelne Bereiche in Bau, man trifft auf alte 64er, eine Menge kleiner kugeliger TV-Monitore, die bereits erwähnten Flipper, und nachdem ich auf dem CCC-Congress ein wenig neidisch war, weil dort eine Portalgun rumlag, kann ich das hier sehr entspannt betrachten, weil ein Brecheisen hab ich schließlich auch zu Hause an der Wand hängen :)

ohm2013, Paintballgun. Sinn unklar.

ohm2013, Paintballgun. Sinn unklar.

ohm2013, Paintballgun. Aber spannend.

ohm2013, Paintballgun. Aber spannend.

Diese Paintball-Wumme steht, gut abgesichert, auch auf der Regenbogeninsel. Ein Ziel ist aufgestellt, die Schussbahn abgesichert und gesteuert wird das Ganze offenbar über einen Arduino. Wie und warum? Ich weiss es nicht, aber es sieht irgendwie spannend aus (oder vollkommen bekloppt, aber ich fürchte, das kommt aufs Gleiche raus).

ohm2013, Makerbot, beim Druck einer Yoda-Büste

ohm2013, Makerbot, beim Druck einer Yoda-Büste

ohm2013, Makerbot und Geiger-Bausatz

ohm2013, Makerbot und Geiger-Bausatz

In der Hardwarehackingarea standen unter anderem auch die 3D-Printer – Hier ein Makerbot, der eine Büste von Yoda druckt. Der unvermeidliche Geigerzähler zum Selberbauen steht hier auch mal wieder… es wird so eine endlose Geschichte, ich denk immer, nee, ist mir zu teuer und aktuell kein Nutzen/kein spannendes Projekt und es wäre ja eh was vernetztes cooler. We will cee. Richtig gerockt hat aber selbiger Makerbot bzw. auch das ganze drumrum. Weiterlesen

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OHM2013, Krieg, Rassismus, Whistleblowing – Tag 1

ohm2013, klassisches Kunstwerk mit tiefen Symbolgehalt

ohm2013, klassisches Kunstwerk mit tiefen Symbolgehalt

Man verzeihe die folgende Ansammlung von Text und weitgehend unrelatierten Bildern. Es liegt in der Natur der Sache, dass man tolle, schöne und wundersame Dinge sieht, während die Diskussions- und Workshopinhalte gelegentlich tendenziell düster ausfallen. Eines meiner Learnings von gestern hatte ich ja schon verbloggt, ich mag an dieser Stelle noch einen anderen Aspekt herausstellen, der mir bei einer der Opening Keynotes in einer mir bisher nicht bewussten Drastik klar wurde:

Eine der Grundlagen für weltweite Regimes von Überwachung und (militärischer) Kontrolle und Kriegsführung besteht im Aufrechterhalten von an sich primitiven rassistischen Stereotypen, ohne diese wäre das nicht mit der aktuellen Leichtigkeit möglich.

Wie gesagt, unbenommen, dass Rassisten Arschlöcher sind und Alltagsrassismus verbreiteter, als man an sich denkt, auch wenn man denkt, er sei verbreiteter, als man denkt. Mehr gleich.

ohm2013, Good Guy Mitch und die Hardwarehacking Area

ohm2013, Good Guy Mitch und die Hardwarehacking Area

ohm2013: Die Lounge

ohm2013: Die Lounge

Die Session war die von Ray McGovern, der nach einer langen und hoch hinaus führenden Kariere bei der CIA den Bettel hinwarf und sich zum Aktivisten wandelte. Ein engagierter Kerl, der einfach auch Mut macht dahingehend, dass es an sich für niemanden zu spät ist, Schlüsse und Konsequenzen zu ziehen.

ohm2013, Vortrag Ray McGovern, Ex-CIA

ohm2013, Vortrag Ray McGovern, Ex-CIA

Seine Statements, die bei mir hängenblieben und auf Erfahrungen bis zurück zur Öffentlichkeitsarbeit während des Vietnamkriegs zurückgehen: Weiterlesen

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OHM2013: Warum Krypto die Lösung sein kann und muss

Big Tux will keep watching you

Big Tux will keep watching you

…ein eher etwas runterziehendes erstes Learnng, das ich vom ersten Tag mitnehme. Ausgerechnet in der Keynote von Julian Assange heute abend. Die haute mich inhaltlich jetzt nicht so um – ok, was soll er auch an bahnbrechenden neuen Erkenntnissen verkünden, wenn er in einer Botschaft eingesperrt ist? – aber ein klares Statement mit einem Beispiel, das mich persönlich hier überzeugt.

Der politische Kampf gegen die Totalüberwachung ist sinnlos, eine Rücknahme der bestehenden Kontroll- und Überwachungsregimes von vernachlässigbarer Restwahrscheinlichkeit. Die Lösung wird in Krypto bestehen und muss in Krypto bestehen.

Ich sehe das nicht mal als ein “Sich entscheiden” in der mir ohnehin suspekten Diskussion von “Mehr Krypto für alle” vs. “Von Staaten und Diensten den Verzicht auf die Totalüberwachung einfordern”, denn beides ist notwendig und wichtig. Man solle sich nur nie auf letzteres verlassen, auch wenn man meint, erfolgreich gewesen zu sein. Weiter ist es dringend notwendig, die Herrschenden eben daran zu erinnern, dass sie gegen Grundrechte und gegen ihre Bürger vorgehen und totalitäre Strukturen schaffen. Und vielleicht, hoffentlich kann man sie irgendwann dafür zur Rechenschaft ziehen. Aber:

Ohm2013, ein Schaf (Bild unrelatiert)

Ohm2013, ein Schaf (Bild unrelatiert)

Man denke nur an die atomare Abrüstung. Seit Jahrzehnten wird selbige gefordert, und die Arsenale starren genauso overkillträchtig aus den Silos und von den Bombern und den strategischen U-Booten wie eh und jeh. Der konkrete militärische Nutzen (oder gar der konkrete, haha, “Sicherheitsgewinn”) ist bestenfalls unklar, tendenziell nicht vorhanden bis negativ. Kosten: Immens. Gefahr, Präsenz etc.: unmittelbar erkennbar. Das sind sehr physische, strahlende und unter hohem Aufwand zu wartende und bereitzuhaltende Instrumente. Weiterlesen

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