Ich bitte um aggressivere Dekonstruktion

Den Faschos die Symbole entreißen, ist eine feine Sache. Ich renn gern mit Springern und Glatze in der Gegend rum, aus meiner Liebe zu Laibach brauch ich auch keinen Hehl zu machen, und auch wenn ich gelegentlich über Jan lästere, wenn er mal wieder in einem naziästhetisch angehauchten Shirt zur Arbeit erscheint, dann freuts mich im Grunde meines Herzens doch, dass da mal wieder ein wenig Symbolik den rechten Idioten weggenommen wurde.

Wenn ich aber künstliche Iros in Schwarzrotgold ertragen muß, wenn ich nach getaner Arbeit aus der Bürotür komme, dann hab ich das vage Gefühl, da geht was in die falsche Richtung. Nicht, dass das niemand tun sollte, um Himmels willen, soll jeder seine Outfits pflegen, aber das gelegentlich und öffentlich scheisse zu finden, damit mach ich jetzt einfach mal den Anfang. Oder schließ mich der Kritik an, falls es eine solche da draußen im Netz gibt.

Kategorie: ich gegen die wirklichkeit. permalink.

13 Responses to Ich bitte um aggressivere Dekonstruktion

  1. Korrupt says:

    Dann sei wenigstens gegen die Leichenschaendung!

  2. Falk says:

    Ich finds großartiges Kasperletheater – und über Hintergründe des Iro brauchen wir halt da auch nicht sprechen, das weiss seit dem Tod von Sid Vicious eh keiner mehr. Haben wir alles dem Malcom zu verdanken…

  3. missi says:

    und über Hintergründe des Iro brauchen wir halt da auch nicht sprechen, das weiss seit dem Tod von Sid Vicious eh keiner mehr.

    Gut, das es da wer archivierte. Das mit dem dekonstruieren ist fein, ich hab denen eine feine Domain weggenommen.

    Meinst nicht, das der Iro son Fertigteil aus dem Schmück-Dich-Zur-WM- Laden war? Ich hab die Dinger da schon öfter gesehen.

  4. Korrupt says:

    ich sag doch, „kuenstliche Iros“.

  5. Falk says:

    Wie ich schon sagte, die Punks wirds nicht stören, weil die alle tot sind.

    Allerdings fehlt mir ne griffige Bezeichnung für die heutigen Leute, welche mit Anarchodenken und kaputtem Outfit auftreten. Aber Punk ist das imho keiner mehr :)

  6. Falk says:

    Darunter würd ich das ja am liebsten zusammenfassen – aber wir haben ja schon mit dem „DIE Alternative im Netz“ eher die Erfahrung gemacht, das der Begriff eher ungünstig besetzt ist.

    Underground? Da denk ich an U-Bahn…

    Ich glaub da muss was neues her ;)

  7. Korrupt says:

    Postpunks :)

    …nein, ich fuerchte, seit Ulrich Beck ist Post-, Neo- und aehnliches gestorben. Bei Postanarchisten muss ich leider auch nur an subversive Brieftraeger denken. Vielleicht sollten wir wir einfach bei den „Bekloppten“ bleiben. Ich fuehl mich da jedenfalls angesprochen.

  8. missi says:

    Da kommst du auch „etwas“ zu spät, mein Lieber. So um die 20/30 Jahre.

  9. Falk says:

    Och dem Richie bringen wir den Punk auch noch bei. Da bin ich mal wieder Optimist *g*

  10. missi says:

    Den Richie will ich als Punk garnicht sehen. Der soll mal so bleiben, wie er ist.

  11. Falk says:

    Der ist doch mehr Punk als mancher Punk Punk ist. (Kommas bitte nach eigenem Ermessen setzen)

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