Warum eigentlich nur Paintball?

Weil dass ich durch diese sittenwidrige, geradezu menschenverachtende Unsäglichkeit zu dem schlechten Menschen wurde, der ich heute halt bin, steht wohl außer Frage. Die Verbotsforderung ist demnach mehr als überfällig.

Was wir uns heute bei einer Kippe fragten: Warum nur dieses eine Symptom unserer geradezu von Gewaltpropaganda überquellenden Gesellschaft bekämpfen? Was ist denn, nennen wir mal nur das eine naheliegende Beispiel, mit Baumärkten? Was man mit Zaunlatten alles so machen kann, wissen wir seit den Schah-Demonstrationen anno ’67, und ich meine, das kam sogar schon im Vorabendprogramm. Baumärkte ab 18, und die Schaufenster verhängen, das wäre das mindeste. Himmel, in Baumärkten solls sogar Kettensägen geben, und was allein deren Anblick mit dem Hirn mancher Menschen anstellt, dafür muss ich nicht mal Doom spielen.

Oder die Renovierung der Kortumstraße, die grade ihrem Ende entgegengeht. Dort werden große Pflastersteine verbaut und kleine Pflastersteine verbaut, und was soll einem das anderes sagen, als dass man die großen nicht ausbuddeln und werfen kann, die kleinen aber schon? Die Kortumstraße nach der Renovierung ist quasi steingewordene Terroranleitung, eine in Stadtplanung gegossene Anleitung zur Gewalt. Verbieten! Ich kanns nicht begreifen, wie sowas sogar mit öffentlichen Mitteln bezahlt werden kann, und Von der Laien tut… nichts.

Ich meine, seien wir doch mal realistisch. Überall wird davon geredet, dass möglicherweise soziale Unruhen drohen, wenn im Zuge der Wirtschaftskrise die Leute auf dume Gedanken kommen. Und in so einer Situation doktort man an Nischenphänomenen wie Paintball rum und läßt Baumärkte offen und Fußgängerzonen unasphaltiert?

Ich versteh das alles nicht. Aber ich muss zugeben, ich versteh schon seit einiger Zeit einiges nicht mehr.

Kategorie: ich gegen die wirklichkeit, mac hell 1: job. permalink.

5 Responses to Warum eigentlich nur Paintball?

  1. tw_24 says:

    Die Welt sehnt nach schönen Waffen sich, und das sind solche, die „wir haben“ und entsprechend verehren

    „[I]ch erlebe eben auch, dass man auf manches, was wir haben, ganz scharf ist in der Welt. Ich hatte den Eindruck, dass sich beispielsweise unsere schönen Fregatten bei Unifil allergrößter Beliebtheit erfreuen. Der Leopard ist auch überall gerne gesehen. Wir müssen uns also nicht verstecken. Nun habe ich mit meinen mangelnden militärischen Kenntnissen noch gar nicht von unseren schönen Tornados gesprochen, die sich offensichtlich auch großer Anerkennung erfreuen.“

    Muß man nach einer solchen Rede, in der Waffen „schön“ sind, „ganz scharf“ machen und zudem „überall gerne gesehen“ werden, nicht eigentlich fürchen, daß demnächst ein Amoklauf – vielleicht gar unter Einsatz eben dieser schönen Dinge – im Bundeskanzler(innen)amt beginnt?

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  3. bene says:

    Beim Internationalen Trickfilmfestival Stuttgart durfte der eigentliche Haupttrailer, bei dem die putzigen kleinen Männchen, die noch auf dem Kopfbanner der Seite (http://www.itfs.de/) zu sehen sind, auf dem Schlossplatz Paintball spielen und sich aus den Farbklecksen schließlich das Logo ergibt, nicht gezeigt werden.
    Eine politische Entscheidung sei das gewesen, wurde gesagt, wer das aber entschieden hat oder wer das gefordert hat wollten sie aber nicht bekannt geben …

  4. Korrupt says:

    Das ist eine der wirklich kranken Nebenwirkungen. Ich meine, wieviele verdammte Filmtrailer gibt es, wo mit richtigen Schussloechern irgendwelche Schriften/Muster/Sonstwas gebildet werden? Das ist dieses verdammte Klima der Angst, der Schere im Kopf, die „bloss nicht anecken“-Scheisse, die ich den Machern gar nicht mal vorwerfen will, weil ich weiss ja selber, wie schwer es ist, gegebenenfalls Förderung/Unterstuetzung/egal zu kriegen, wenn man mal unkonform auffiel. und darum gehts, diese Zurichtung aufs bloss nicht unkonform auffallen, und drauf geschissen, wie verlogen und schizophren das ganze wird. Obwohl, streicht schizophren wieder, ich will Irre eigentlich nicht mit einem Politikervergleich verunglimpfen.

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