Papstsein vor Ratzinger – kurz was zu Prior Art und Papst-Copyrights

Die mir innewohnende Güte und Gelassenheit lassen mich die Bemühungen des bayrischen Emporkömmlings Ratzinger eher milde belächeln. Da ist einer grade mal ein paar Jahre Papst und meint bereits, darauf ein Copyright anmelden zu können.

Nun stellt sich beispielsweise die Frage, ob man unter diesen Umständen noch dokumentieren darf, wie es jemand vom verkrachten Flakhelfer bis zum Sith-Lord bringen kann. Ich persönlich würde ja sagen, das ist ganz im Sinne des Vatikans, der ja schließlich mit diesem Schritt die „Glaubwürdigkeit und Autorität“ seiner Symbole geschützt sehen will, und klar, was ist schon autoritärer und gleichzeitig glaubwürdiger als ein Sith-Lord? „Ich finde ihren Mangel an Glauben beklagenswert“, sprach ja schon ein anderer Vertretung der Gattung mit einiger Überzeugungskraft. Trotzdem, auf Auslegungen und Interpretationen des Vatikans soll man sich vielleicht nicht alleine verlassen, böse Zungen behaupten ja gar, dass heiliger Stuhl nur Scheiße sei.

Nun bin ich glücklicherweise schon Papst gewesen, als sich Ratzinger noch mühselig mit der Bürde der menschlichen Fehlbarkeit rumschlagen musste. Kraft der Macht, die mir innewohnt, fühle ich mich genötigt, folgendes zu verkünden:

Mich störts nicht, dass sich Ratzinger als Papst bezeichnet. Ihr dürft auch weiterhin alle auch Papst sein. Die Prior Art-Lage dürfte damit geklärt sein. Entsprechend glaube ich, dass sich auch sonst niemand anderes Sorgen zu machen braucht, ich dachte da beispielsweise aus gegebenen Anlässen auch an den Pantoffelpunk. Gehet hin in Frieden.

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4 Responses to Papstsein vor Ratzinger – kurz was zu Prior Art und Papst-Copyrights

  1. Berni says:

    Endlich, die etwas verfrühte Weihnachtsgeschichte von Richie ;-)

  2. Korrupt says:

    Weihnachtsgeschichte? Ich sagte nur, dass ich ihn milde belächle. Und dass er sich auch weiterhin Papst heißen darf. Nichts von Anerkennen, Verzeihen oder, bewahre, Versöhnung.

    Aber schön, dich hier zu lesen :o)

  3. tw_24 says:

    An welchem Tag schuf ER das Copyright?

  4. Korrupt says:

    Feiertags- und abwesenheitsbedingt arg spaete Antwort: ich schwanke zwischen dem sechsten und viel später. „Nach SEINEM Bilde schuf er ihn“ heisst es in der Genesis ueber die Erschaffung des Menschen, und da scheint mir jenseits des Urheberrechts schon sowas vom Recht am eigenen Bild mitzuschwingen, oder „ueber den Wassern zu schweben“, wie man so schoen sagt. Interessant wirds dann zusammen mit was anderem: dass man sich nach der spaeter erfolgten Verkuendung der Zehn Gebote „kein Bildnis machen“ soll, interessanterweise von etwas, wovon Gott persoenlich selber bereits ein Ebenbild geschaffen hat (!), scheint mir die Folgerung nahezuliegen, dass Gott eine Art Urheberrecht, Marken- oder Gebrauchsmusterschutz auf SEINE kreativen Leitungen durchaus vorsieht.

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