Postgender, Piraten, XKCD und und das Internet

So, ich hab ja mutig die These „Das Internet wirds richten“ in den ersten Blogpost zum Genderdiskurs geworfen. Das mag ich an der Stelle ein wenig vertiefen. Um kurz Positionen, Argumente und Theoriehinterfütterung zu umreißen: wird alles wieder bequem essayistisch bleiben, weil die Fachliteratur hab ich nicht mehr zitabel präsent. Ich schätze, ich werd mich insbesondere bei der Gildemeister bedienen, bei der ich seinerzeit eine schöne Genderseminarszeit hatte, Ruppsel und dann noch vierzehn Mädels, sag einer, in der Soziologie würden keine Geschlechterstereotypen reproduziert. Und dann halt noch viel Gendercrossing im Cyberspace Internet. Das folgende ist nebenbei alles recht unsortiert und über weite Strecken probiere ich grade auch einfach Argumente aus.

Grundsätzlich argumentiere ich von der Annahme aus, dass biologistische Erkläringen in der Genderdebatte getrost zu ignorieren sind, da diese vollständig kulturell über- und umformt werden können. Polemisch gesagt: Ein Barbie-Gen gibts nicht, geschlechtsspezifische Rollenzuschreibungen sind allesamt kontingent, Sozialverhalten und Körperlichkeit Gegenstand der kulturellen Überformung. Das machts einmal einfacher, auf der anderen Seite halte ich das für richtig; es gibt Leute, die sehen das anders.

Im Netz ist die ganze Biologismenverwerferei noch etwas einfacher, weil nicht zuletzt die Körperlichkeit noch mal ein Stück weiter ausgesetzt ist. Es spielt in der typischen Netzkommunikation keine unmittelbare Rolle, ob ich Haare auf der Brust oder rotlackierte Zehennägel habe. Ich mag im Folgenden auch eher drüber reden, wie das Internet hier Instrument der Postgenderisierung wird. Inwieweit da Piraten vorn mit dabei sind, wird man sich beim meisten direkt dazudenken können, für die bessere theoretische Hinterfütterung dieser These hat das aggregat7 bereits hier gesorgt, komplex und gut, ich machs mir einfacher.

Das Internet befördert den Postgenderdiskurs

Weil der FoeBuD schon zum Lesen auffordert: Als Ausgangspunkt nehme ich mal den Text von Rena Tangens zum Thema Androzentrismus und Netze.

Ich denke, Rena Tangens freut sich auch drüber, dass dieser Text mittlererweile anstaubt, weil ihn die Realität in vieler Hinsicht ein- und überholt hat. Im Text überwiegt der Aspekt des Internet als Raum hegemonialer Männlichkeit, der sich in den Strukturen bereits abbildet und dann hinaufreicht zu sehr spezifischen, persönlichen Verhaltensweisen, die einerseits vom technischen Substrat geprägt sind (welches noch nicht so flexibel einsetzbar war wie heute) und zum anderen von der herrschenden Diskurspraxis, die eben als „männlich“ konnotiert wird (eine Zuschreibung, die ich angesichts der Geschlechterverteiluing zu der Zeit auch nicht wirklich für überraschend oder gewagt halte). Wie gesagt: diese Zuschreibungen halte ich *heute* für problematisch. Ich pflichte ihr bei, dass die beschriebene Situation besagte männliche Hegemonie befördert (hat).

Das Netz heute ist indessen ein anderes, was beim technischen Substrat beginnt und bei den Nutzern aufhört. Von der höchst exklusiven Sphäre einer „Technikelite“ ist das Netz heute zum Synonym für die Abbildung der enormen Vielfalt menschlicher Lebensweisen und Interessen geworden. Ich glaube, diesbezüglich kann man durchaus von einem Wechsel vom einen Extrem ins andere reden, ungeachtet diverser „digital divides“, die es selbstredend gibt.

In dem Kontext halte ich es auch für riskant, mit einer Kritik durch die Zuschreibung beispielsweise „typisch männlicher“ und „fehlender weiblicher“ Attribute an Medien, Kommunikationsformen, technische und soziale Strukturen zu arbeiten: je nach Zielgruppe trägt man damit heute möglicherweise mehr zur Zementierung von an sich dekonstruierten Geschlechterklischees bei als zu ihrer Überwindung. Disclaimer: mir ist klar, dass das als Totschlagargument eingesetzt werden kann.

Dass das Netz von der Sphäre einer höchst spezifischen und von Männern dominierten „Spezialnormalität“ zum Universalinstrument für individuellste Herstellungen der Normalität beliebiger Individuen geworden ist, habe ich nebenan schon mal ausführlicher beschrieben, hier also nur extrem verkürzt: statt für eine hochspezialisierte Elite ist das Netz für jede (und noch so randständige) Kleingruppe zum Medium geworden, in dem man sich der eigenen Normaliät durch das Finden ähnlicher Individuen und der Verneinung der Frage „Bin ich der einzige, der…?“ seiner eigenen Normalität rückversichern kann.

Das ist ein zweischneidiges Schwert, denn selbstredend gilt das sowohl für das einzige Mitglied des Frauenhassklubs Todtnauberg wie auch für den nebenan bemühten Freund der brasilianischen Schwanzlurche. Beide werden, auch bei fehlender physisch anwesenden Gesinnungsgenossen im Netz Rückversicherung durch Gleichgesinnte finden. Diese Universalmöglichkeit zur Rückversicherung der eigenen Normalität im Netz kommt aber mit nem Preissschild, und das lautet auf „Alle anderen können das auch.“ – Es ist praktisch unumgänglich, im Netz damit konfrontiert zu werden, dass es eben diese Vielfalt neben den eigenen Nischen gibt und man kriegt nicht das eine ohne das andere. Das nochmal ist auch der Faktor, der das Netz, das Tangens beschrieb, vom Netz heute unterscheidet. Das Netz bildet eben Gesellschaft ab, und besonderen Wert legt es dabei auf die Darstellung der „Nischenbewohner“, eben weil die im ganz besonderen Maß auf die „Netznormalität“ angewiesen sind.

Statt eine Anpassung an den „Männerraum Internet“ zu fordern, schafft das Netz heute insbesondere Wahlmöglichkeiten bzw. legt diese offen. Ich halte es in Netzszenarien für weitaus schwieriger, spezifische „Genderperformanz“ durchzusetzen, und insbesondere durchgängig durchzusetzen als offline. Das Netz ist nach wie vor nicht „neutrale Technik“, aber um die These nochmal zuzuspitzen: meiner Ansicht nach begünstigt es einseitig die Dekonstruktion von Stereotypen, auch die der geschlechtsspezifischen Zuschreibung und Prägung.

Bedeutungsverlust von Genderkonzepten online

Ziemlich Neunziger scheint mir das Argument, dass Gender im Internet eben teilweise aufgehoben ist – eine ganze Reihe typischer Felder für „Genderperformance“ sind durch überwiegend textbasierte Kommunikation ausgesetzt, das eingangs erwähnte „Gendercrossing im Cyberspace“ tut ein weiteres. Ihr Gewicht haben diese Argumente nicht verloren, aber ich mag sie
hier trotzdem nur als Basis für weiteres und der Vollständigkeit halber erwähnen. Spannender scheint mir aber das in meinen Augen sehr dekonstruierte „Re-Gendering“. Damit meine ich nicht nur Genitalienkauf in Second Life.

Ein recht totales Beispiel dürfte Rule 17 sein: There are no girls on the Internet. Klar, die Inszenierung einer männlich total beherrschten Sphäre. Nur ist das Unsinn in Zeiten, in denen der Frauenanteil im Netz weitgehend der in der Normalbevölkerung gleicht. Wer den Satz behauptet, *weiss* dass er faktisch faslch ist. Rule 17 ist ein Beispiel für die Beliebigkeit von Betrachtungen, die im Netz eine Berechtigung erhalten (und damit alle anderen/deren Vielfalt gleichzeitig mitbestätigen).

Witzigerweise wird exakt in einer der am stärksten von der permanenten Reproduktion von Geschlechterstereotypen geprägten Netzkulturen diese gleichzeitig und umfassened ironisch gebrochen. Das beginnt bei der Regel 17 selber – wozu der ganze Machismo, wenn doch keine Schlampe guckt? – und endet bei der ebenso permanenten Beschwörung und (Selbst-)Zuweisung eines spezifisch männlichen Versagertums.

Pornos und Paradoxien

„Das ist ein kleiner Klick für einen Menschen, aber ein großer KLick für die Distributoren japanischer Pornografie.“

(Leonard Kleinrock bei der Inbetriebnahme des ersten IMP an der UCLA, 2.9.1969)

Um hier nochmal was vorauszuschicken: viel von dem, was ich hier schreibe, mag für ein netzaffines Publikum gelten, auch da natürlich beileibe nicht durchgehend. Offline schon gar nicht. Es geht mir auch nicht darum zu beweiusen, dass das Netz per se auf wundersame Weise Genderdiskurse abschafft oder auflöst, ich sage nur, dasas es diese Auflösungsprozesse tendenziell eher begünstigt als behindert. Unter dem Kontext will ich explizit folgendes gelesen wissen, weil ich denke, dass nach wie vor Pr0n ein durchaus erfolgreiches Mittel der Reproduktion von Geschlechterstereotypen sein kann (auch wenn ich denke, GZSZ kann das besser).

In einem allein dem Dienst an der Wissenschaft geschuldeten Selbstversuch habe ich vor einiger Zeit auch Pornoseiten aufgesucht. Wo, wenn nicht dort finden sich Geschlechterstereotype und weitgehend unverstellte Aussicht auf Phantasien männlicher Verfügungsgewalt über die Frau als solche. Natürlich war ich von den dort gezeigten Szenen angewidert und ok, werden wir ernst. Sogar (und vielleicht grade) das Pornothema macht die Dekonstruktion im Netz durchaus ebenfalls sichtbar. Auch hier gilt die Unübersehbarkeit der unterschiedlichsten Interessen, spannender finde ich indessen auch hier wieder die Gegenüberstellung der Porno-„Traumwelt“ und den Realitäten, in denen sie gewöhnlich konsumiert werden. Weiter hat die Pr0nflut im Web schlicht auch zu einer gewissen Unaufgeregtheit geführt, die weitere Dekonstruktion ermöglicht. Wenn Boingboing ihre Goatse-Specials bringen, dann ist das auch besagte, gern angeführte Normalisierung.

Insbesondere aber die beliebige Verfügbarkeit von Pornografie, ihre selbstverständliche Verwendung in der Netzkultur dekonstruiert sie als „rollenprägende“ Instanz. Hinzu kommt das nun offen ausgelebte Paradox zwischen der Pr0nwelt und der Realität. Den Gedanken kann man noch weiter ausführen, grade was das Herausheben des Themas aus dem Verborgenen angeht, wodurch Widersprüche, Irrealismen, Unsinn eben sichtbar und Teil eines offenen Diskurses werden (hier wollte ich eigentlich was zu den blasenden Femdoms von Pornhub schreiben, aber ich denke, das ist zu speziell und weiter auch nicht unbedingt ein Beleg meiner These. Aber die Zwischenüberschrift wär schön gewesen.), aber dann wirds noch länger.

Mal etwas komplexer: XKCD

XKCD: Männliche Wunscherfüllungsfantasie
(unschwer zu erkennen der nur notdürftig durch Romantik verborgene Allmachtsanspruch hegemonialer Männlichkeit, der Frauen zum passiven Gegenstand männlich-geekiger Wunscherfüllungsfantasien reduziert, darstellt und im Netz verbreitet)
Geekdom als männliche Wunscherfüllungsfantasie? – Der XKCD fiel mir ein, als ich über die „verdeckteren“ Reproduktionen von Genderklischees nachdachte. Es fällt mir persönlich schwer, hier die Bildunterschrift tatsächlich rauszulesen. Irgendwann draußen in der Komplexität hört die Reproduktion des Klischees in immer subtilerer und versteckter Form auf und fängt die Individualität an. Was ich damit sagen will: Selbst wenn ab einem gewissen Level der Individualität Geschlecht und bestimmte Arten des Handelns thematisiert werden, wird die Zuschreibung von impliziter Normativität sinnlos, da eben insbesondere Individualität, personen- und eben nicht geschlechtsspezifisches Handeln und Einzigartigkeit thematisiert werden.

Der Punkt scheint mir wichtig, da man ansonsten gern dazu neigt, in jedes Handeln, aus dem Geschlechtszugehörigkeit herauszulesen ist, eben diese Normativität zu unterstellen. Transportiert XKCD hier statt der Genderrollen eben zumindest die Norm heterosexueller Paarbeziehungen? Ich denke nein, in den meisten „Netisen“-Lebensbereichen geht der Trend zu einer immer höheren Kontingenz, wenn „pauschale“ Beschreibungen erfolgen, oder werden Rollen und Verhaltensweisen eben als individuell verstanden und kommuniziert.

Lose Enden: die typische Partnerbörse kann ich grade nicht wirklich einordnen. Aus dem Bauch raus denke ich, dass auch die von den genannten Mechanismen geprägt sind: Kontingenz/Vielfalt und dem „Zwang“ zur Darstellung und Abbildung derselben. „Gebrochen“ werden sie unter anderem in den klassischen Spamangeboten – es ist erstaunlich, was laut mydirtyhobby für Hammerschlampen direkt in meiner Nachbarschaft wohnen, exotischste Sexualinteressen verkünden und offenbar im RL niemanden
abkriegen. Es fällt mir schwer, in dieser Beleidigung der Intelligenz der Zielgruppe ausgerechnet ausschließlich gegen Frauen gerichteten Sexismus zu erkennen. Bzw., der ist auch da, aber eben recht gleichberechtigt neben dem gegen die Männer. Zusammengefasst scheint mir die Werbung alle Menschen gleichermaßen zu diskriminieren, das ist gerecht und das Geld bleibt im Umlauf.

Und ums nicht zu vergessen: Maskulisten sind Vollidioten.

This entry was posted in Uncategorized and tagged , , . Bookmark the permalink.

9 Responses to Postgender, Piraten, XKCD und und das Internet

  1. Artesia says:

    Das Faszinierende an Soziologie und Sexuologie ist, dass sie alles begründen können und obwohl sie alle 20 Jahre fast das glatte Gegenteil behaupten, klingt es immer schön plausibel, weswegen die Widersprüche meistens auch nicht auffallen, zumal jede nächste Generation glaubt und behauptet, die Irrtümer der vorigen Generation überwunden zu haben. Auch das klingt natürlich immer sehr plausibel, obwohl eine Bestätigung durch Negation sich selbst eigentlich recht komisch ist.

    Ich bin da recht skeptisch, dass man einen Menschen erklären kann, ohne die Somatologie zu berücksichtigen. Und ich denke jetzt nicht an die Reproduktionsorgane, um es mal vorweg klarzustellen. Natürlich spielt das Geschlecht heutzutage dank Maschinen und diversen politischen Umwälzungen nicht so große Rolle wie früher aber es gibt Unterschiede. Die werden auch weiterhin bestehen bleiben, zumindest solange der Homo sapiens das aktuelle Model bleibt. Ein Barbie-Gen gibt es zwar wahrscheinlich nicht, aber es gibt signifikante Unterschiede in neurologischer Struktur und die Hormone sind bei beiden Geschlechtern auch nicht identisch. Das alles hat irgendwelche Funktion und irgendwelche Folgen und zwar nicht nur für die Muskeln und Knochen, sondern auch für den Geist. Ich bin fest davon überzeugt, dass wir keine geschlechtsneutrale Seelen sind, die zufällig in dem einen oder anderen geschlechtsspezifischen Körper wohnen. Ehrlich gesagt glaube ich überhaupt nicht an eine Seele. Für mich sind Körper und Geist eine materielle Einheit und da die mechanischen Teile und die Chemikalien bei den Geschlechtern nicht identisch sind, kann auch der Geist nicht identisch funktionieren. Das geht meiner Meinung nach weit über individuelle Unterschiede zwischen einzelnen Menschen hinaus. Gewisse Dinge kann man einfach nicht umerziehen, umformen oder ausblenden.

    Wo wir gerade bei dem Umerziehen sind, … Ich habe schon manchmal den Eindruck, dass sich bei diesen Geschlechter-Debatten manche zwanghaft versuchen, selbst umzuerziehen. Ist ja gerade so Mode-Trend die Unterschiede zu leugnen oder wenigsten zu bagatellisieren, da will man nicht abseits bleiben, gell. Man muss sich heutzutage ja schon fast rechtfertigen, wenn man als Frau dem „kämpfenden“ Feministinnen nicht genug klatscht oder wenn man als Mann nicht die Emma liest. Irgendwie nimmt das alles schon etwas komische Züge an und irgendwie wächst es zu einer neuen Doktrin. Oder ist es eher ein neues Dogma?

    Im Bezug auf Piratinen (mein Duden-Korrektor hat das Wort gerade als falsch rot markiert) fällt mir nur eines ein: Ich fand diese Frauen-Splitterungsgruppen bei Parteien immer leicht amüsant. Ob es sich bei CDU um die FU oder bei SPD um die ASF handelte, irgendwie erschließt sich mir die Existenznotwendigkeit dieser Gruppen nicht. Warum gibt es die Frauen-Union, Junge Union, Schüler-Union, Senioren-Union aber keine Männer-Union? Geht es wirklich um Emanzipation oder geht es hier um Rituale? Sind wir schon wirklich in Post-Gender-Epoche oder stecken wir noch tief in Sexismus? Na egal, ich freue mich jedenfalls auf den Tag, an dem die Piratenpartei die Senioren-Piraten (SEP) und die Junge Piraten (JUP) gründet. Es leben die Mainstream-Rituale … ;-)

  2. Pingback:just madchiq! » Blog Archive » Das Internet kann nix

  3. madchiq says:

    Artesia:
    Wenn die Mechanik und das Oelgemisch eines VW Passats anders ist, als bei einem Ford Escort, bedeutet das genau was?
    Wer war eigentlich dieser Mensch, der jemals „kaempfenden“ Emanzen applaudiert?
    Und werden Piratinnen laut Duden nicht mit Doppel-N geschrieben?

  4. Korrupt says:

    Junge Piraten gibts schon. Wie gesagt, ich rede nicht von unausweichlichen, gesellschaftlichen Umwälzungen, sondern von *begünstigenden Effekten* im Internet.

    Ich rede ebensowenig von der Eliminierung von Unterschieden. Das will ja auch niemand. Es geht nur drum, dass sie nicht mehr pauschal zugeschrieben und zum Instrument von Rollenerwartungen werden. Und eben da denke ich eben auch an eine relativierende Wirkung des Internet, eben weil es jeder Individualität noch eine Plattform gibt.

    Ich denke, deinen grossen Satz
    „Gewisse Dinge kann man einfach nicht umerziehen, umformen oder ausblenden.“
    kann man recht bequem im Einzelfall falsifizieren, weil jeder Fall, wenn das eben doch passiert, inzwischen im Netz sichtbar ist. *Alles* ist uimerzieh- umform- und ausblendbar. Man muss selbstredend nicht, aber man kann. Ich sehe das als einen Fortschritt.

  5. Artesia says:

    Inzwischen bereue ich, dass ich den Kommentar im halbgegartem Zustand auf den Tisch servierte. Ich sollte wohl um 4:38 AM nicht mehr posten und lieber den Gedanken Zeit lassen, bis sie zu Ende gedacht sind. Das Thema hätte wohl paar Tagen gebraucht, tja …

    Nur mal kurz zu den Einzelfällen. Irgendwo im Netz gibt es immer ein Gegenbeispiel. Die Frage ist, wie häufig und wie real das alles ist. Wenn ich jetzt einen Blog starten würde und dort durchgehend irgendwelche irre ausgedachte Neigungen behaupten würde, bin ich der Beweis dafür, dass es diese Neigungen tatsächlich gibt? Selbst wenn paar Besucher des Blogs behaupten würden, sie haben diese Neigungen auch, ist es ein Beweis? Ist das real?

    Ist ein extremes Beispiel, ich weiß. Ich wollte damit nur sagen, das Netz kann alles bestätigen oder auch gar nichts. Es kommt eigentlich nur darauf an, was man sucht und was man schon vorher glauben will.

    Aber ich entferne mich von eigentlichem Thema, also lasse ich es lieber …

  6. Pingback:soupdidoup

  7. Akareyon says:

    „…die typische Partnerbörse kann ich grade nicht wirklich einordnen.“

    – POV-abhängig. Habe mich in das Postulat verliebt, es könne sich um nichts geringeres halten als den wahrgewordenen Feuchttraum des Vorzeigeeugenikers Sir Francis Galtons: Partnervorschläge werden gemacht auf Basis unbekannter Algorithmen nach Durchlaufen der aus diversen obligatorischen Eingangs“persönlichkeits“tests gewonnenen Datensets. Was bleibt, ist der Anruch eines rassischen Zuchtauswahlverfahrens, ergo, faschistisch-patristischer Machtphantasien.

  8. Pingback:Mit piratigen Grüßen » Blog Archive » Piratinnen – persönliche An- & Einsichten

  9. Pingback:Fachtagung Jugend und Pornografie in Tübingen: Pädagogen raten zur Gelassenheit - Tales from the Mac Hell

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.