Mirrorn erfolgreich, lesen bedingt. Mehr mit Wikileaks machen wie?

So, statt AW nebenan, was meiner Ansicht nach ein „Sollte mal besser machen“ angeht: Ich habs schon ein paar mal gelesen, das folgende wuchs entsprechend nicht auf meinem Mist, aber scheint mir in der Diskussion ein wenig unterbelichtet. Alle mirrorn Wikileaks (wir auch! Yay!), aber ich vermisse grade ein wenig die Crowdsourcingansätze zum schnellen und effizienten Sichten großer Mengen an Dokumenten. WL hat uns ja mit der Taggerei bereits einen guten Satz Arbeit abgenommen und die paar „privilegierten“ Medienoutlets, die vorab beliefert wurden, haben ja auch einiges gesichtet und zusammengefasst, allein, ich mag mich nicht auf den Spiegel verlassen, wenns um die Analyse und Sichtung des geleakten Materials geht, jetzt nicht und bei den kommenden angekündigten Releases auch nicht. Gibts sowas? Ein Crowdsourcing-Ansatz zur Sichtung großer Datenmengen?

Aktuell sinds irgendwas um die 78 MB, die an Files in einem WL-Mirror liegen. Tausend von 250.000 anstehenden Files, sprich, das wird irgendwas in der Größenordnung 20GB, meine Güte, da muss ne Strategie her oder zumindest mal ein grobes Hirnstürmen. Es sollte absolut kein Problem sein, da Leser „crowdzusourcen“, nur wie distribuieren? Ich bin sicher, dass allein durchs laden, rumklicken, drei, vier, fünf Kabel querlesen und mal ein, zwei Tags checken der einschägigen paar zehntausend Verdächtigen da eine recht umfassende Sichtung quasi automatisch passiert, nur gibts halt nicht wirklich die Übersicht, nicht wirklich das „OK, wir wissen jetzt, dass wir keinen Burner übersehen haben“. Wenn da schon Pläne, Wikis, Etherpads, Listen, Distributionsmethoden, Sammelstellen, „hab ich gelesen“-Meldestellen irgendwo existieren – kann man die a) hier kommentieren und b) über die einschlägigen Mikroformate ein wenig hypen? Ich fänds klasse, Danke!

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4 Responses to Mirrorn erfolgreich, lesen bedingt. Mehr mit Wikileaks machen wie?

  1. Annika says:

    Interessante Frage. Ich hab das bisher auch im Wesentlichen per „hmm, sieht interessant und thematisch passend aus, les ich mal genauer“ geregelt.

  2. Daniel says:

    Korrupt,

    das was du sehen willst, gibt’s bereits: http://statelogs.owni.fr/

  3. Korrupt says:

    Daniel, danke – genau sowas meinte ich und dachte auch, das muss es doch geben? – Wobei mich da jetzt bei owni die Möglichkeiten/die Übersichtlichkeit nicht umhaut, aber wie gesagt: dafür brauchen wir in Zukunft Lösungen, und ich will jetzt nicht undankbar scheinen: bessere. ich schau mir das mal in Ruhe noch mal an, aber es sieht nicht wirklich so aus, als ob das skaliert, wenn man 250k Texte reinwirft…

  4. Daniel says:

    Korrupt,

    afair hatte OWNI kurz vor Veröffentlichung der Diplomaten-Dossiers geschrieben, dass sie erstmal das Interface nutzen, das ich im letzten Kommentar verlinkt habe. Sobald alle Dossiers veröffentlicht wurden, migrieren die das wohl auf deren Plattform, die sie schon für die Warlogs (Afghanistan & Irak) verwenden: http://warlogs.owni.fr/

    An sich gibt es da aber noch eine Menge zutun. Dafür dass wir hier von Software reden, die noch kein Jahr alt ist, sind wir da aber auf dem richtigen Weg, finde ich.

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