Weisst, Mario II

das mein ich. Es ist, sagen wir mal, schwierig, sich in deiner Rolle einigermassen ueberzeugend als moralische Instanz zu gerieren. Immer ein Fragezeichen hinterher, dann ist alles in Ordnung, dann hat man ja nicht mal ne Meinung geaeussert. Wenn das dein Traum von der Meinungsbildung im Netz ist, dann freu ich mich auf die kommenden Zeiten. So werden natürlich auch die Medien die von dir gern angeprangerten Misstaende ins allgemeine Bewusstsein befoerdern, wie du es nebenan beim Muckracker versuchst zu fordern. Einmal soll endlich mal Klartext gesprochen werden, wie du es gern haettest, selber hast du nicht den Arsch in der Hose, denselben zu schreiben, nein, da drueckt man sich um die klare Aussage und fluechtet sich in die netten rhetorischen Fragen und Umschreibungen. Von den einen Klartext fordern und selber vage Rhetorik absondern, das rockt nicht die Huette, wie sie sollte.

Du musst in der Tat noch schreiben lernen, und dass dus versuchst, ist ja schoen und gut. Solang du am ueben bist, solltest du dir bewusst sein, dass dir der Ruf anhaftet, gelegentlich zu klagen und abzumahnen, bzw. das fuer dich erledigen zu lassen. Und deine Schreibuebungen ein wenig viel Resonanz und viel Schere im Kopf bei Leuten zur Folge haben koennten, die nicht wie du schon in jungen Jahren ein wenig mehr Geld in der Tasche hatten, als es ihnen guttat.

Und, btw., was man macht und was man tut und was man von anderen fordert, das sollte in Ansaetzen miteinander kompatibel sein. Ich sitz da selber im Schlachthaus und werf mit Schweinen, das ist mir durchaus klar. Aber du bringsts da grade unter verschiedenen Domains derart inkonsequent, das ist einfach nur Scheisse. Wenn du sowas wie das „hinterfragen“ fragwuerdigen Vorgehens einerseits von den Medien einforderst, dich selber um alles klare rumdrueckst und drittens bei Bloggern den Klartext kritisierst, den man dem Himmel sei dank gelegentlich und unter Einschraenkungen aeussern kann, dann passt gar nichts mehr zusammen.

Wie nebenan gesagt, ich halt dich nicht fuer das personifizierte Boese im Netz. Aber du probierst oeffentlich und mit allen moeglichen Folgen aus, was man im Netz machen kann, nun eben in der Blogosphaere. Ich denk, du bists nicht anders gewohnt, das konntest du offenbar schon recht frueh und in allen moeglichen Beziehungen. Kohle macht viel moeglich, auch herrliche Realitaetsverluste. Was du machst, ist aber eben nicht bloss „was ausprobieren“, das hat gelegentlich sehr reale Folgen bei sehr realen Leuten, die fuer die recht einschneidend sein koennen. Wegen einem derselben hatten wir recht viel telefoniert.

Ich bin der Ansicht, das ist dir nicht wirklich klar, und das solltest du lernen. Wenn das Blogpost hier dir ein wenig den Unterschied zwischen oeffentlichem Onprangering und privatem „Hey, muss das sein?“-Mails nahebringt… nun ja, ich klopf mal auf Holz.

Kategorie: ich gegen die wirklichkeit, mac hell 2: net. permalink.

3 Responses to Weisst, Mario II

  1. egal says:

    …das mein ich. Es ist, sagen wir mal, schwierig, sich in deiner Rolle einigermassen ueberzeugend als moralische Instanz zu gerieren.

    Jemand der sich Fragen bei Blogeinträgen stellt und diese veröffentlicht spielt sich als moralische Instanz auf?
    Aha.. Das war mir neu.
    Aber man lernt ja nie aus…

    Immer ein Fragezeichen hinterher, dann ist alles in Ordnung, dann hat man ja nicht mal ne Meinung geaeussert.

    Nun, wenn man Fragen stellt beruhen die immer auf einer Meinung sonnst würde man sich die Fragen ja nicht stellen.
    Durch die Fragen ist unsere Meinung auch erkennbar ohne das man sie extra äußern muss.

    Wenn das dein Traum von der Meinungsbildung im Netz ist, dann freu ich mich auf die kommenden Zeiten.

    Träumen tun wir von Menschen die ein wenig mehr denken und genau dies wird durch Fragen durchaus besser erreicht als mit Kritik oder Anprangerung.

    So werden natürlich auch die Medien die von dir gern angeprangerten Misstaende ins allgemeine Bewusstsein befoerdern, wie du es nebenan beim Muckracker versuchst zu fordern.

    Medien werden sich nie ändern aber vielleicht werden sich User kritischer mit ihnen auseinandersetzen wen sie begreifen dass man Meldungen von Medien durchaus auch hinterfragen kann.
    Genau das zeigen wir.
    Denn wer hinterfragt heute noch irgendwas?

    Einmal soll endlich mal Klartext gesprochen werden, wie du es gern haettest,
    selber hast du nicht den Arsch in der Hose, denselben zu schreiben, nein,

    Um dann damit genau nichts zu erreichen?
    Kritik ist immer generell Böse und wird ignoriert das weist du.

    da drueckt man sich um die klare Aussage und fluechtet sich in die netten rhetorischen Fragen und Umschreibungen. Von den einen Klartext fordern und selber vage Rhetorik absondern, das rockt nicht die Huette, wie sie sollte.

    Doch das rockt die Hütte mehr als alles andere.
    Fragen können zum Nachdenken Anregen Kritik hingegen wird generell geblockt da wird immer und grundsätzlich auf stur geschaltet egal wie gerechtfertigt die Kritik sein mag.

    Also was bringt es klare Aussagen zu machen wen damit absolut gar nichts erreicht wird?
    Richtig, es bringt nichts!
    Wenn man was erreichen will muss man es so tun das es auch angenommen wird und das ist bei Fragen 1000-mal eher der Fall als bei Kritik.

    Du musst in der Tat noch schreiben lernen, und dass dus versuchst, ist ja schoen und gut. Solang du am ueben bist, solltest du dir bewusst sein, dass dir der Ruf anhaftet, gelegentlich zu klagen und abzumahnen, bzw. das fuer dich erledigen zu lassen.

    Ach es kommt darauf an wer was sagt?
    Auch das ist falsch und sollte geändert werden.

    Und deine Schreibuebungen ein wenig viel Resonanz und viel Schere im Kopf bei Leuten zur Folge haben koennten, die nicht wie du schon in jungen Jahren ein wenig mehr Geld in der Tasche hatten, als es ihnen guttat.

    Wen Blogger sich beim schreiben ein wenig mehr an Fakten halten und weniger Gerüchte verbreiten dann hat das nichts mit Zensur oder Schere im Kopf zu tun sondern stellt mit Sicherheit eine Bereicherung für alle da

    Und, btw., was man macht und was man tut und was man von anderen fordert, das sollte in Ansaetzen miteinander kompatibel sein.

    Man tut was man denkt und nur weil du da Gegensätze siehst bedeutet das noch lange nicht das die auch wirklich da sind.
    Du kennst vom Autor nur einen kleinen Teil und das ist zuwenig um zu wissen was mit was für den Autor Kompatibel ist.
    Das andere es möglicherweise genauso falsch sehen wie du ist ebenfalls ein Problem das es zu lösen gilt.

    Ich sitz da selber im Schlachthaus und werf mit Schweinen, das ist mir durchaus klar. Aber du bringsts da grade unter verschiedenen Domains derart inkonsequent, das ist einfach nur Scheisse.

    Nun das ist Ansichtssache.
    Das nicht jeder den gleichen Sinn in einer Aktion sieht wie der Autor ist verständlich.
    Aber dazu gibt es ja die Möglichkeit zu Fragen wie etwas gemeint ist. Das hilft dann auch besser zu verstehen.
    Wenn du mal Zeit hast kannst du ja von dieser Möglichkeit gebrauch machen.
    Außer du willst es gar nicht wissen und urteilst lieber aufgrund der wenigen dinge die du weist.
    Das ist ja gerade im Internet eine sehr beliebte Methode.
    Aber eigentlich dachte ich das du lieber hinterfragst was dir komisch erscheint….
    Nun ja auch ich Irre mich ab und zu..

    Wenn du sowas wie das “hinterfragen” fragwuerdigen Vorgehens einerseits von den Medien einforderst, dich selber um alles klare rumdrueckst und drittens bei Bloggern den Klartext kritisierst, den man dem Himmel sei dank gelegentlich und unter Einschraenkungen aeussern kann, dann passt gar nichts mehr zusammen.

    Oben wurde erklärt warum es eben doch passt zumal die Medien werden wir nicht ändern können aber die Leser der Medien vielleicht.
    Die könnten lernen das man Dinge hinterfragen kann und das währe ein Riesen erfolg wenn es nur einer lernt.

    Wie nebenan gesagt, ich halt dich nicht fuer das personifizierte Boese im Netz. Aber du probierst oeffentlich und mit allen moeglichen Folgen aus, was man im Netz machen kann, nun eben in der Blogosphaere.
    Ich denk, du bists nicht anders gewohnt, das konntest du offenbar schon recht frueh und in allen moeglichen Beziehungen.

    Was ist daran falsch zu versuchen zu sagen was man denkt?
    ist das nicht die Meinungsfreiheit für die du selbst immer so kämfst?

    Kohle macht viel moeglich, auch herrliche Realitaetsverluste. Was du machst, ist aber eben nicht bloss “was ausprobieren”, das hat gelegentlich sehr reale Folgen bei sehr realen Leuten, die fuer die recht einschneidend sein koennen. Wegen einem derselben hatten wir recht viel telefoniert.

    Nun wen die Folgen sind das manche etwas kritischer mit der Presse umgehen und etwas mehr denken dann ist das durchaus beabsichtigt.’
    Der Weg der dahin führt ist natürlich ein langer der auch von Misserfolgen und unerwünschten realen Folgen geprägt sein kann.
    Das diese jedoch abgestellt werden sobald sie erkannt werden (durch Gespräche mit dir zum Beispiel) weis wohl keiner besser als du…

    Ich bin der Ansicht, das ist dir nicht wirklich klar, und das solltest du lernen.

    Natürlich muss jeder noch viel lernen auch wir.
    Das haben wir nie bestritten.
    Doch wer nicht einen Fuß vor dem anderen setzt wird nie voran kommen oder..

    Wenn das Blogpost hier dir ein wenig den Unterschied zwischen oeffentlichem Onprangering und privatem “Hey, muss das sein?”-Mails nahebringt… nun ja, ich klopf mal auf Holz.

    Gelernt haben wir volgendes.
    “Hey, muss das sein?”-Mails stoßen grundsätzlich auf taube Ohren weil jeder sie als Kritik ansieht und Kritik gegenüber der eigenen Meinung ist nicht erwünscht.
    Auserden wird dan auch nicht das Ziel erreicht Usern zu zeigen das es möglich ist Geschriebenes zu Hinterfragen weil eben doch nicht alles stimmen mus was jemand schreibt.

    Öffentliches Anprangern ist genau so wirkungslos da jeder dann seine Meinungsfreiheit in Gefahr sieht oder meint es handelt sich um einen Rachefeldzug.
    Deswegen stellen wir Fragen.
    Das ist die einzig mögliche Methode das zu erreichen was wir erreichen wollen.

  2. madchiq says:

    Wieso hab ich den Eindruck, dass die beste Werbung fuer dieses platonische Weblog derzeit ein gewisser Korrupt ist?
    ;)

  3. Pingback:Tales from the Mac Hell » Blog Archive » Kurze Distanzierung…

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