Yay, Versatel! Glückwunsch zu 180 günstig verdienten Euro!

Und unbenommen – klar ist das rechtlich wohl alles vollkommen in Ordnung. In Euren Online-AGB ist zwar die Rede von drei Monaten Kündigungsfrist, aber da hab ich als langjähriger Kunde mit wohl um die sechs Jahre langem Vertrag und zwei Umzügen wohl noch andere Konditionen. Mir da auch auf Nachfrage nicht eine Kündigung zum im Backend genannten aktuellen Vertragslaufzeitende Ende April einzuräumen, auch geschenkt. Nicht die drei Monate einzuräumen und sagen, nehmen Sie den Mai halt mit, das ist schon irgendwie scheiße. Mir anzubieten, immerhin auf April 2012 dann eure Leitung los zu sein, das ist insbesondere dann dämlich, wenn ich euch bereits beim ersten, durchaus freundlichen und für bislang prima Leistungen dankbaren Kündigungsschreiben ansagte, dass ich in Zukunft aller Wahrscheinlichkeit nach bei einem eurer Reseller sitzen werde.

Denn mal im Ernst: glaubt ihr wirklich, der andere Vertrag wird auch nur einen Tag länger laufen als unbedingt notwendig, nachdem ihr mir derart überhaupt nicht entgegenkommt? Oder um mich mal aus dem letzten Mailwechsel zu zitieren:

„Wie gesagt – es liegt in Ihrem Ermessen, ob sie hier auf Teufel komm raus versuchen, noch neun Monate DSL-Anschlussgebühren rauszuholen und damit jemanden zu verärgern, dessen erste Tat es nach Umzug sein wird, baldmöglichst auch beim gemeinsamen Anschluss der Freundin zu einem anderen Anbieter zu wechseln, oder mit einem simplen „dann machen wirs wie in unseren AGB und kündigen das bis Ende Mai“ sowas wie Kundenfreundlichkeit erkennen zu lassen. Ich bin mir recht sicher, die hundertachzig Euro, die sie aus den neun Monaten mehr noch rausholen, werden schlecht angelegtes Geld für Versatel sein.“

Nu ja. Das Leben ist hart und gerecht, jeder kriegt, was er verdient und ich weíß, alle anderen sind auch scheisse. Aber geschenkt, ich denk, die nächsten sechs Jahre werd ich mich über nen anderen Anbieter aufregen.

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7 Responses to Yay, Versatel! Glückwunsch zu 180 günstig verdienten Euro!

  1. JackBSmoke says:

    Einfach auf die Erfüllung des Vertrags bestehen. Also darauf, dass am neuen Wohnort ein Anschluss verlegt wird.

  2. Korrupt says:

    Das wird nicht das Problem sein. Nur werden wir eben zwei Versatel-Anschlüsse umziehen müssen und brauchen nur einen.

  3. JackBSmoke says:

    Och, wenn man einen Anschluss zum Surfen und für die Arbeit hat, und einen als Mirror für ’ne Linuxdistri, oder so… Wieviel Traffic kann man wohl so rein rechnerisch über einen Anschluss erzeugen?

  4. stephie says:

    in schlusssaetzen warst du schon immer gut, muss ich dir lassen.

  5. Korrupt says:

    Ah, ich seh, worauf du raus willst :) Aber als Mirror ist das upstreamtechnisch eher weniger praktikabel und auch nicht wirklich so die Trafficschleuder. Aber ich glaub, ich koennte die eine oder andere serverseitige geschichte vielleicht tatsaechlich downstreamtechnisch nach Hause legen.

    Aber wie gesagt – ich hab auf so kram eigentlich gar keine Lust, ich versteh einfach nicht, wie man so bloede sein kann uns sichs wegen ein paar Euren mehr dermassen mit nem bis heute gluecklichen Kunden versauen. Das wissen die doch auch, dass sowas langfristig mehr kostet als man dran noch schnell reingekriegt hat…

  6. Mr.Harmlos says:

    Ich hab mich mit Versatel wegen Leitungsproblemen 3 jahre gestritten und dann vor Gericht einen Vergleich geschlossen.

    Max Dammage.

    Wer Kündigen will sollte unter Vorbehalt die Zahlungen einstellen das geht am schnellsten.

    Dann kündigen die einen und man zahlt die RestForderung …

    Ist eine sehr Kunden unfreundliche Firma nach meinen Erfahrungen.

    mfg

  7. Toady says:

    Wenn du es drauf anlegen willst – du hast doch sicher ne Telefon-Flatrate dabei, oder?

    So als Denkanstoß – für Telefongespräche in andere Netze (also das von Big-T, Arcor usw.) fallen für deinen Anbieter sogenannte InterConnection-Gebühren an, diese Terminierungsentgelte sind reguliert und liegen (IIRC und ausm Kopf) bei knapp nem halben Cent/Minute. Vielleicht hast du ja Bekannte, und die brauchen ne Art Babyfone übers Festnetz…
    Aber ich würd erstmal die (für dich gültigen) AGB studieren.

    Auf Vertragserfüllung kannst du übrigens eh nicht pochen – Versatel muss den Vertrag eh nur am „alten Ort“ erfüllen, könnte sich also theoretisch komplett verwehren die Leistung am neuen Wohnort zu erbringen, und das wurde jüngst erst höchstrichterlich bestätigt:

    http://www.caspers-mock.de/publikationen/bgh_umzug_keine_kuendigung_dsl_vertrag.htm

    Einfach nicht zahlen ist auch recht dum[tm] – denn Versatel hat (wie viele ISPs) ne Schufa-Klausel im Vertrag – die melden dich sofort, außerdem betreiben die TelCos auch eine weitere Datenbank, deren name mir gerade entfallen ist, über die sie Daten zu „problematischen“ Kunden sammeln und teilen. Das gibt nur Ärger und unnötigen Streß, und es geht ja um eher überschaubare Beträge – da würde ich es keinesfalls drauf ankommen lassen.

    Da täte ich es lieber so wie oben angedeutet, falls du ne Festnetzflat mitgebucht haben solltest – man könnte Versatel ja vorab mal fragen, ob sie dich nicht doch lieber gehen lassen wollen, denn es ist ein eher schlechter Deal für sie, wenn sie knapp 30,- Euro Brutto monatlich bekommen, und du Kosten von locker 150,- Euro Netto monatlich generierst ;)

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