Du wiederum, taz…

…verblüfftest, ja überblüfftest (Ha, Googleloch!) mich in deiner Printausgabe vom Donnerstag, oder wars Freitag? Dass ich sonstwo EnBW-Bildanzeigen lese, in denen die AKWs mal wieder als Energie-Wunderwaffe und Vorbild an Umweltfreundlichkeit gepriesen werden, ok. in der taz aber? Ihr seid jung und braucht das Geld, ich weiss. Aber Wenn die EnBW schon solche Steilvorlagen liefert… irgendwann nächstensmal die Anzeige dissen? Kleine Anregungen:
– Obrigheim. Betreibt die EnBW auch, wirbt nur nicht damit, sondern mit Neckarwestheim.
– zu Neckarwestheim passt das Anzeigenmotiv null. Auf dem sind reaktoren- und kühlturmähnlich zugeschnittene Bäume zu sehen. In Standardkühlturmform, wie man sie von AKWs kennt, nur gibts die im GKN nicht.
– Sondern derbe schwadenintensive Zellenkühler (Block 1). Wegen denen gibts den afaik flächenmäßig größten Kühlturm Europas (Block 2), einen Hybridkühlturm, der gebaut werden musste, damit die Schwadenmenge im genehmigbaren Rahmen blieb. Ansonsten hätte das aufs Wetter etwas drastischere Auswirkungen gehabt, als die Kiste eh schon hat.
– GKN steht bekanntermaßen auf grundwasserdurchspültem Muschelkalk. Der sich auflöst. Grade Europas größter Kühlturm soll daher, wenn ich mich richtig erinnere, stellenweise um über 80 Zentimeter abgesackt sein. Toller Standort.
Bisschen mehr bei Wikipedia. Meine „Ich arbeitete mal im Atomkraftwerk“-Geschichten erzähl ich ein andermal.

Kategorie: ich gegen die wirklichkeit. permalink.

One Response to Du wiederum, taz…

  1. nonofyourfuckingbuisness says:

    Tja, erst hat die ZEAG den Muschelkalk da raus geholt und ihn in Form von Zement in alle Welt verschickt und nun pumpt man ihn millionen kubikmeterweise wieder zurück – wenn das mal keine Ironie ist :-/

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