Zur Wahl zwischen Pest und Cholera…

…gibts dank Linkspartei ja empfehlenswerte Alternativen, aber ein kleines Detail störte mich heute doch ein wenig, als ich meine Stimme den Linksdemagogen in den Rachen warf. [zynismus]Ich habe ja nichts zu verbergen[/zynismus], aber dass man die Umschläge für die Stimmzettel zumindest hier in meinem Wahllokal wegrationalisiert hat, irritierte mich dann doch etwas. Ich weiss, das interessiert kein Schwein, was diese attraktive Glatze da gekreuzelt hat, und die Wahlhelfer starren eh fasziniert diesen gutaussehenden Typen und nicht den Zettel an, mit dem er grade wieder seine nächsten vier Jahre demokratische Mitbestimmung ableistet, aber trotzdem. Irgendwo in irgendwelchen Gesetzen steht was von freier und geheimer Wahl, und dann den Wisch so zu falten, dass die in der Regel gewählten Parteien außen liegen und Umschläge wegrationalisieren… jaja, ich weiss, man kann das Ding zusammenknicken. Es geht mir eher ums Prinzip, um das Drumrum dieses ganzen demokratischen Brimboriums, und Brimborium ist wichtig für ein ordentliches Staatsbürgerfeeling. Stimmzettel gehören in Umschläge.

Kategorie: ich gegen die wirklichkeit. permalink.

11 Responses to Zur Wahl zwischen Pest und Cholera…

  1. Ja says:

    „Zur Wahl zwischen Pest und Cholera… …gibt’s dank Linkspartei ja (…) Alternativen.“ Und was für eine Alternative wäre das? Ein Retrovirus? Müßte die Aufzählung dann lauten: Pest, Cholera, HIV? Da wähle ich doch lieber Gelbfieber, das ist heilbarer :-P

  2. Ja says:

    Ach, nur so nebenbei (weils mir gerade auffällt und ich keine Editfunktion gefunden habe): Ich hab schon seit mittleren Ewigkeiten keinen Umschlag für meinen Wahlzettel mehr gesehen. Und aus Umweltschutzgründen finde ich das toll, auch wenn es bestimmt Arbeitsplätze gekostet hat >-) Die Anordnung der Parteien auf dem Wahlzettel soll btw. zufällig erfolgen, so daß immer andere Parteien „sichtbar“ gefaltet sind (wenn du die Sichtbarkeit vor der Stimmabgabe meinst). Wenn du den Zettel nach deiner Stimmabgabe nicht sichtbar falten kannst, kann ich dir einen Kurs im Kindergarten deiner Wahl empfehlen…

  3. Ralf says:

    Wer weiß, ob’s diesmal wirklich für 4 Jahre ist…

  4. Greg says:

    Verstehe das Problem auch nicht. Man kann den Zettel ja falten wie man will. Da kann man doch nichts sehen. Einen Umschlag hatte ich auch noch nicht. Ist auch (imho) übertriebener Mehraufwand für die Wahlhelfer das da wieder auszupacken.

  5. Administrator says:

    Kann sein, dass das wirklich eine baden-wuerttembergische besonderheit war, oder wie auch immer. Ich kann mich an keine einzige Wahl ohne Umschlaege erinnern, und ging immer davon aus, das sei ueberall in .de so – wenn dann im Fernsegen publikumswirksam die Wahlurnen geleert werden, warens doch auch immer diese komischen gruenen oder rosa Umschlaege…

    Und herrgott, ich bin in der Lage, einen Stimmzettel zusammenzufalten und hatte das auch *geschrieben*; Kitabedarf besteht keiner. Nach vierzehn Jahren waehlen mit Umschlag darf man doch beim ploetzlichen Fehlen derselben verwundert sein.

  6. leuk says:

    Also Korrupt, ganz ehrlich. Das du keine Nachhilfe aus einer Kita brauchst, ist ja wohl eine massive Untertreibung :-) Ansonsten muss ich Ja natürlich zustimmen, Gelbfieber ist auch meine Wahl.

  7. dlfa says:

    Hey, mach doch nächstens Briefwahl. Da gibts sogar ZWEI Umschläge. Und knicken darfst du auch.

    Gruß,
    dlfa

  8. Greg says:

    http://www.spiegel.de/video/0,4916,8817,00.html
    Da sieht man, wie Schröder seine Stimme abgibt. Der hat auch keinen Umschlag wenn ich das richtig sehe. ;)

    Und jetzt reg dich nichtmehr über unsere Posts auf, sondern freu dich, dass deine Linken allen anderen Parteien den Spaß gehörig verdorben haben :D

  9. Mr.Dry says:

    „wenn dann im Fernsegen publikumswirksam die Wahlurnen geleert werden, warens doch auch immer diese komischen gruenen oder rosa Umschlaege“

    Bei den landtagswahlen…wenn ich nicht irre.

    Bei uns war die wahlbeteiligung so hoch das ich mitansehen mußte
    wie mein,feinsäuberlich zusammengefalteter wahlwisch, mit einem kochlöffel in die urne gestopft wurde weil das dinggens schlicht nicht mehr
    reinpasste.Ich dachte nur “ hey ihr teutonischen holzfäller ist das eure erste wahl.Ist dieses dorf in den paar jahren so angewachsen das schlicht der wahleimer zu klein wurde…?
    Briefwahl…..das isses.

  10. saucer says:

    greg schrieb:
    –snip–
    Und jetzt reg dich nichtmehr über unsere Posts auf, sondern freu dich, dass deine Linken allen anderen Parteien den Spaß gehörig verdorben haben :D
    –snapp–

    Nicht allein Parteien, greg, nicht allen!
    *gruss von einem gelbfieber-bazillus*.

  11. Black Spy says:

    Bei einer Wahl wurden mal versehentlich die Umschläge gummiert – die Wahlhelfer mußten die Stimmzettel also nicht nur auspacken, sondern auch viele verklebte Umschläge öffnen. Ohne Umschläge ist die Wahl billiger, das Auszählen geht schneller und es müssen weniger Bäume sterben.
    In Bayern steht übrigens immer die CSU ganz oben auf dem Zettel und die Schnur, mit der der Stift an der Wahlkabine festgemacht ist, ist so kurz, daß man weiter unten nichts ankreuzen kann. Auch bayrische Wahlergebnisse lassen sich ganz einfach physikalisch erklären.

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