Schnaps…

…gibts nich. Aber den 333. Blogpost.

In dem will ich drauf hinweisen, dass ein paar Esoteriker mal wieder ihre Blödheit zur Kenntlichkeit entstellen, wenn sie den Fehler machen, Ralf Behrmanns Kidmed zu linken, um ihr Gefasel zu belegen. Impfgegner, Aidsleugner, Homöopathen, Esoteriker, „Neue germanische Medizin“-Mörder kriegen bei ihm das weg, was sie verdienen. Und das ist wowereit.

Behrmann kenn ich länger als Kidmed, dass er die Seite aufgezogen hat, ist so gut, wie nur was. Über sein Vokabular läßt sich streiten, seine Motive und seine Message sinds hingegen uneingeschränkt wert, verbreitet zu werden.

Zugegeben, konkret schreib ich das grade, weil mir Behrmann bei Mr. Wong verkam, unbewusst mag ich da vielleicht grade jemanden empfehlen, der mit nicht immer massentauglichen Mitteln sagt, was gut und richtig ist.

OK, die Spammeldung zum Feierabend, passend zu Behrmanns unterstützenswerten Kampf gegen die esoterische Verblödung:

SANTENNA, der Empfangsverstärker für Ihr Handy..
Verbessert die Empfangsleistung um bis zu 3 Teilstriche..

Beste physikalische Einheit ever.

Kategorie: das richtige leben im falschen, fundstücke. permalink.

14 Responses to Schnaps…

  1. Stephan says:

    Gefällt mir. Schönes Forum. Sympathischer Schreibstil. Und nebenbei die Wahrheit.

    Hättest du rühig mal früher posten können ;-)

    Gruß,
    Stephan

  2. Korrupt says:

    Sorry dafuer. Ich hatte auch lange Zeit Richie und Korrupt auseinandergehalten, und Behrmann und der Kampf gegen die esoterische Verblödung war immer eher ein aknetherapie.de – Thema. Bei gulli deutete ich da allenfalls gelegentlich an.

    Aber da ist ja eh viel zu tun eigentlich…

  3. Pingback:» Mit esoterischem Hokuspokus… « Trash Log Blog Archive

  4. Pingback:H.Blog: Homöopathie & Forschung » Blog Archiv » GWUP: Zwischen Wissenschaft und Demagogie

  5. Korrupt says:

    Nein, diese GWUP, schlimm ists mit denen. Distanzieren die sich nicht oeffentlich von Richard Joos aus Bochum… Oh Zeiten, oh Sitten, oh moralisch verkommenes Internet.

  6. mike says:

    Hey? Und was is mit mir? Will auch distanziert werden :(

    Nee ernsthaft, denkst Du über eine EV wegen falscher Tatsachenbehauptungen nach? *g*

  7. Korrupt says:

    Ich vermag keine falschen Tatsachenbehauptungen in Bezug auf mich zu erkennen. Von daher (und auch wenn), nein, eher nicht. :o)

    MikeR, fuers Distanziertwerden musst du dich schon ein wenig mehr mit den Homoeos anlegen. Ich mach das ja schon seit Jahren, da kann man schon mal nen Diss erwarten.

  8. mike says:

    Du beklatschst also das „Treiben“ von Behrmann mit der Überschrift “Erklärungen nationalsozialistischer Führer.”.
    Oder ist die Überschrift von Deinem Weblog eine solche? Ist mir noch nicht aufgefallen , aber wenn Du meinst :D

  9. Korrupt says:

    Nun ja, das ist ne Hintergrundgrafik. Aber ich denke, das zu erkennen, ist wirklich nicht allen Leuten zuzumuten.

  10. Claus says:

    Hallo zusammen,

    dass dieses Blog mit der Hintergrundgrafik „Erklärungen nationalsozialistischer Führer“ eben jene Führer nicht verherrlicht, das ist schon klar.

    Meiner Meinung nach gibt es jedoch wertvolle Auskunft über die Denke, Sprache und „Geschmacks-Skala“ von Behrmann-Fan Richard Joos. Frei nach dem Motto: Wenn der Zweck die Mittel heiligt, dann drücken wir bei Behrmann gerne einmal beide Augen zu … hat er doch trotz unglücklicher Sprache 100 PRO Recht und können die dämlichen Eso-Trottel durchaus ‚mal einen Tritt vors Schienbein vertragen. Nicht wahr?

    Weiterhin viel Spaß bei der Einteilung der Welt in gut/böse, schwarz/weiß, Gutmenschen/Scharlatane, seriöse Medizin/esoterischen Blödsinn, Wissende/Unwissende.

    Claus

  11. Korrupt says:

    Hoi, Claus,

    nett, dass du dich meldest. Du hast natuerlich recht, ich bin in vieler Beziehung recht schmerzfrei. Nur, ich kanns mir erlauben, weil man meiner „Denke und Sprache“ anmerkt, dass ich sehr wohl ueber Schwarzweissschemata hinauszudenken in der Lage bin.

    Behrmann ist natuerlich schwarzweiss. Er wirds selber kaum anstreiten. Und das ist richtig und wichtig, denn wenn meinetwegen in der taz mal wieder ueber unbelegten Nutzen einer „Komplementärmedizin“ gesalbadert werden kann, dann ist es auch notwendig, dass Leute fragen, ja, vielleicht sogar behaupten, dass viel Zeug unbewiesener Bloedsinn ist, fuer den dennoch alle zahlen muessen. Ganz zu schweigen davon, dass germanische Neumediziner Leute umbringen und Impfgegner Kinder quaelen. Dem muss nicht jeder zustimmen. Rumjammern, wenns mal jemand tut, holla, schwer duennes Fell, und dass ich dann gleich mal in die Schwarzweissdenkerkategorie schubladisiert werde… nun, weiterhin viel Spass bei der Einteilung der Welt in Schwarzweissdenker und andere. Ich hoffe, bei der Diagnostik bist du nicht so fix wie beim Bloggen, wo offenbar ne Blogueberschrift reicht, um zum Urteil ueber den Gegenueber zu kommen.

  12. Claus says:

    Hallo Richard,

    ob du dir es erlauben kannst, weil du perfekt differenzierst, das weiß ich nicht. In Sachen „Differenzierungsfähigkeit“ bin ich bei jedem Menschen – mich eingeschlossen – grundsätzlich sehr skeptisch. Für mich reicht jedoch die bewusste Intention … und die sehe ich bei dir sehr wohl. Deine Reaktion hier ist konstruktiv und wohltuend frei von emotionalen Reflexen.

    Ich weiß überigens den Wert einer konstruktiven Provokation (z.B. der Link zu deinem Blog) sehr wohl zu schätzen. Was Herrn Behrmann sowie die Arbeit der GWUP angeht…

    birnehelene.blogspot.com/2007/02/gwup-zwischen-wissenschaft-und.html

    … so sehe ich hier jedoch – zumindest in Hinblick auf das Thema Alternativ- und Komplementärmedizin – kein konstruktives Element. GWUP und Berhmann machen im Grunde genommen 1:1 das, was auch Quacksalber, Kurpfuscher und vermeintliche Wunderheiler machen, nur mit umgekehrten Vorzeichen. Es handelt sich zu großen Teilen um Komplementär-Esoterik, welche einige wahre Informationen aufgreift, sie dann jedoch in einen von Ideologie und Emotionen sowie fachlicher Unwissenheit geprägten Kontext einbettet. Und zwar verbunden mit – hier klammere ich dich aus – Diskussionsunfähigkeit und Beratungsresistenz.

    Die unprofessionelle und laienhafte Art und Weise, wie z. B. Prof. Martin Lambeck im Magazin ZEITWISSEN einen „Harten Test für sanfte Heiler“ ankündigte, um bereits beim ersten Experiment wegen fehlender Forschungs-Ressourcen zu scheitern, ist für mich reine Komplementär-Esoterik und Etiketten-Schwindel (auch wenn ich seine negative Einschätzung des Bioresonanzverfahrens 1:1 teile):

    http://www.psychophysik.com/html/ak03-gwup051.html

    Es reicht eben nicht, sich skeptisch zu nennen und Wissenschaftlichkeit für sich in Anspruch zu nehmen. Fachliche und methodische Kompetenz, Ressourcen und die Fähigkeit, zu sich selbst auf Distanz gehen zu können, wird ebenso benötigt.

    Viele Grüße… Claus

  13. Korrupt says:

    Hoi, Claus,

    Ironiefreies danke fuers Kompliment.

    Ich sehe, dir ist auch bekannt, dass da ein grosser Haufen an skurrilem Zeug gepredigt wird. Grade Bioresonanz ist ein wunderbares beispiel. X-fach als Nonsense widerlegt, und noch immer fallen Leute drauf rein. Mit vielem anderen Kram ists genau dasselbe.

    Ich halte den von dir verlinkten Text uinter Birnehelene fuer unsinnig. Deine These ist, dass Wirksamkeit nicht von einem Wirksamkeitsnachweis belegt werden braucht. In meinen Augen ist das die Forderung nach Beliebigkeit. Ich gebe dich verkuerzt wieder, das ist mir bewusst, aber wenn man eine These auf diesen Inhalt eindampfen kann, dann ist der Aufsteller in der Beweispflicht und mitnichten in der Situation, mit Demagogiekeulen um sich zu werfen.

    Eine Kontroverse um Homoeopathie gibt es nur und ausschliesslich aus dem Grund, weil einige Leute nicht in der Lage sind, ihre Dogmen einer rationalen Analyse zu unterziehen. Diese „Kontroverse“ als Hintergrund fuer einen „Pauschalisierungs“-Vorwurf anzufuehren, ist in meinen Augen laecherlich. Die H. ist jeden Wirksamkeitsnachweis bis heute schuldig geblieben, sie steht im Widerspruch zu gesichertem physikalischem Wissen und hat ein Weltmodell, das sich mit dem Begriff „magisch“ noch am besten beschreiben laesst, das hat aber mit Wissen und verallgemeinerbaren, zutreffenden informationen nichts mehr zu tun.

    Ich fuehre diese Debatte gelegentlich, ich bin jetzt bald seit zehn Jahren unter anderem zu diesen Themen im Netz unterwegs, und ich merk, ich mach es allenfalls noch zur Zerstreuung. Homoeopathie ist eine Ideologie und eine „Schulmedizin“ im schlechtesten denkbaren Sinn, da sie auf Dogmen und nicht zu hinterfragenden Grundannahmen aufbaut, die falsch und geradezu grotesk sind und sich jeder kritik systematisch zu entziehen versucht.

    Wenn man das Spielchen ein paar Jahre getrieben hat, weiss man, wie der Hase laeuft. Und ich muss zugeben, ich kann dann behrmanns Haltung mehr und mehr nachvollziehen. Sie ist allenfalls strategisch unklug, aber inhaltlich richtig. Und spaetestens, wenn dann so Geschichten wie die Masernepidemie in Coburg passieren und es allenfalls Glueck war, dass kein Kind tot oder irreparabel geschaedigt ist, dann vergeht mir auch die Lust, denselben Kram wieder und weider zu waelzen.

    Und glaub mir, ich hab viel Kram von vielen Homoeopathen und „Komplememntaermedizinern“ gelesen. Von denen fordere *ich* Wissenschaftlichkeit, fachliche und methodische Kompetenz. Alle drei auf einem Haufen habe ich dort nie zu sehen bekommen. Nicht persoenlich und nicht boese gemeint, aber dich inbegriffen.

    greetz
    Richie

  14. Claus Fritzsche says:

    Hallo Richard,

    du stellst hier eine Reihe von Thesen, welche du (stark vereinfacht) mit dem Argument belegst, dich lange mit der Thematik beschäftigt zu haben … und vor diesem Hintergrund fachkompetent zu sein. Das klingt sehr überzeugend… :-)

    Mein Dissens beginnt auf der Ebene deiner „Axiome“ und endet bei deiner Nutzung des Begriffes „Wirksamkeit“.

    Was den Einfluss von Axiomen auf mögliche richtige, falsche oder nicht falsifizierbare Aussagen angeht, so lässt sich dieses komplexe Thema hier nicht in Kürze ausdiskutieren. Prof. Dr. med. Axel W. Bauer gilt diesbezüglich als Experte und ich habe an folgender Stelle einmal versucht, seine Ausführungen über die Bedeutung von Axiomen aus meiner Perspektive zu erläutern:

    Axiome, Forschungsmethodik und Placeboeffekte in der Psychotherapie
    psychophysik.com/h-blog/?p=33

    Der Begriff „Wirksamkeit“ wird von dir … ebenso wie in großen Teilen der etablierten Medizinforschung … aus meiner Sicht sinnentstellend und falsch genutzt. Und zwar deshalb, weil er mit „Heilung“, „gute Medizin“, „wirksame Medizin“ gleichgesetzt wird. Das ist schlicht und ergreifend falsch und nicht haltbar.

    Lasse ich einmal pharmazeutische Präparate wie z. B. Insulin beiseite, bei denen die Wirkung tatsächlich ausschließlich durch den physischen Wirkstoff ausgelöst wird, so hat ein sehr großer Teil der pharmazeutischen Präparate mit Wirkstoffnachweis ausschließlich die Wirkung, Krankheitssymptome temporär zu unterdrücken. Die Kopfschmerztablette wirkt nur so lange, wie der Wirkstoff wirkt.

    Eine „Heilung“ – diese ist von „Wirkung“ abzugrenzen – erfolgt erst dann, wenn die Starthilfe des Präparates (d. h. die durch den Wirkstoff ausgelöste temporäre Unterdrückung der Symptome) von Selbstheilungsprozessen des Körpers übernommen wird … fließend in sie übergeht. Greifen die Selbstheilungsprozesse nicht, so lässt die Wirkung nach einer bestimmten Zeit wieder nach und die Kopfschmerzen kommen zurück. Allergiker wissen sehr genau, wann die Wirkung von Cortison nachlässt und eine Heilung somit nicht stattgefunden hat.

    Man kann somit festhalten, dass pharmazeutische Präparate mit Wirkstoffnachweis in sehr sehr vielen Fällen nichts weiter als ein Instrument zur temporären Symptomunterdrückung sind und die eigentliche Heilung nicht vom Präparat sondern von den Selbstheilungsprozessen des Körpers ausgelöst wird. Wer „Wirkstoffnachweis“ mit „Heilung“ oder „guter Medizin“ gleichsetzt, macht somit einen gravierenden Fehler.

    Und genau diese Selbstheilungsprozesse werden – sowohl in der Schulmedizin als auch in weiten Teilen der Alternativmedizin – zu einem großen Teil durch den Faktor „Erwartungshaltung“ bestimmt. Der Glaube an den Wert eines pharmazeutischen Präparates, der Glaube an den Wert eines Naturheilmittels und der Glaube an den Wert eines Placebos verfügen – von der Starthilfe „temporäre Symptomunterdrückung“ einmal abgesehen – über eine ähnliche sehr große Bedeutung. Nicht der Wirkstoff heilt, sondern die Selbstheilungskräfte des Körpers.

    In der Praxis wird diese Erwartungshaltung nicht nur durch einen einzelnen Faktor … sondern stattdessen durch einen großen Komplex unspezifischer Einflussfaktoren geprägt. Mehr dazu unter:
    Klient, Therapeut und das unbekannte Dritte:
    Placeboeffekte in der Psychotherapie und was wirklich wirkt
    psychophysik.com/html/re-0923-psychoplacebo.html

    Und genau dieser größere Komplex unspezifischer – die Erwartungshaltung und Selbstheilungsmechanismen beeinflussender – Faktoren wird im Rahmen von standardisierten Doppelblindstudien (RCT) NICHT ermittelt. RCTs sind methodisch nicht in der Lage, größere Komplexe unspezifischer Wirkfaktoren (umganssprachlich: Placeboeffekt) auf der Ebene eines einzelnen Probanden methodisch korrekt abzubilden. RCTs suggerieren, der Placeboeffekt würde korrekt gemessen. Genau dies ist jedoch nicht der Fall. Unter 1.000 Probanden eines RCT gibt es 1.000 verschiedene, individuelle und hoch komplexe Varianten von Placeboeffekten, welche durch viele verschieden Variablen geformt werden und einer ständigen Veränderung unterliegen. RCTs können diese Einflussgrößen jedoch methodisch nicht abbilden und haben somit den Charakter einer methodischen Mogelpackung. RCTs können die WIRKUNG EINES PRÄPARATS zuverlässig messen, nicht jedoch die HEILUNG DES MENSCHEN mit Hilfe dieses Präparats. Es lohnt sich, über diesen Unterschied einmal in Ruhe nachzudenken…

    Als Fazit kann festgehalten werden:
    Der Placeboeffekt ist sowohl in der Schulmedizin als auch in der Komplementärmedizin eine ganz zentrale Einflussgröße, welche die Arbeit der Selbstheilungskräfte (körpereigene Steuerungs- und Regulationsmechanismen) bestimmt. Aus Forschungssicht ist diese zentrale Einflussgröße jedoch nach wie vor eine „weiße Landkarte“.

    Oder noch deutlicher: In Hinblick auf die Aktivierung der Selbstheilungskräfte (hier findet die eigentliche Heilung statt, nicht auf der Ebene des Wirkstoffs) sind sowohl Schulmedizin als auch Komplementärmedizin (von den erwähnten Ausnahmen wie z. B. Insulin abgesehen) Formen von PLACEBO-MEDIZIN.

    Wer also Homöopathie als Placebo-Medizin bezeichnet, ohne – so vermute ich – über diese wichtigen Details des Kleingedruckten und die Forschungs-Problematik informiert zu sein (geschweige denn, die einschlägigen Studien und Diskussionen unter Forschern im Detail zu kennen), der sitzt im Glashaus und wirft mit Steinen.

    Es erfordert ein hohes Maß an Detaikenntnis, Fachkompetenz und Offenheit für andere Denkansätze, um ein so komplexes Thema diskutieren zu können.

    Viele Grüße… Claus

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Ich akzeptiere