Ich wünschte, die Fußball-WM wäre ein Robbenbaby…

…denn dann könnte ich ihr den verdammten Schädel einschlagen. So begann ich einen kurzen, aber ich meine, prägnanten Text auf dem nun wieder eingestellten Fliks-Blog, an den ich mich nun wieder erinnere, nachdem mich sara mit Holz bewirft.

Die Fussball-WM war gräßlich. Die Beflaggung, die Leute, das grade-gibts-kein-anderes-Thema, irgendwann waren auf der SPON-Startseite 16! Artikel zur WM und vier andere. Einzig positiv, dass man zwei Wochen später erkennen konnte, welcher Kryptofaschist tatsächlich Kryptofaschist war und die Fahnen hängen ließ und wer Mitläufer genug war, dass er sie abnahm. Zum Kotzen sind beide Ausprägungen.

Wers noch nicht weiss: unser Büro ist mitten in der Bochumer Partymeile. Was mich nicht wirklich stört, im gegenteil, aber was zu so WM-Geschichten schlicht scheißnervig ist. Man kommt abends raus und sieht beim Nahrungseinkauf im HL die Dummtussen mit Deutschlandfarben im Gesicht, die Sektmixgetränke shoppen und die im Lauf des Abends wohl noch das Restbier ihrer Nazistecher zwischen die Beine geleckt kriegen, während sie ihre Plörre in die Wiese kotzen. sorry, ich hab manchmal ne etwas bildliche Fantasie, aber das assoziier ich halt damit, wenn ich derartiges Gesocks sehe.

Kamps hatte Fussball-Laugenbrötchen, in Fussballmanier gemustert, bzw, versucht, wie fussballgemustert auszusehen. Das war schon scheiße, Wochen nach der WM gabs die immer noch, und ich muss heute noch meine Überlegungen verdrängen, wie es Wochen nach der WM noch zu diesen Brötchen kommen konnte.

Was alles toppte, war dieser Lude im 3eck, der permanent abwechselnd seine Umwelt mit Hells Bells oder der Deutschlandhymne beschallte. Irgendwann intervenierte die Polizei, da durfte er nur noch an Tagen beschallen, an denen Deutschland spielte, und irgendwann dann auch noch nur für eine begrenzte Zahl von Beschallungsvorgängen, aber es gab eine Zeit *vor* diesen Einschränkungen, und ich sage euch, sie war gräßlich.

Und dann fandens alle klasse. Die ganze Scheiße mit personalisierten WM-Tickets, dem Markenwahn, der Stadien- und Dingenskirchenzonenüberwachung, alles drauf geschissen, nur weil zur Abwechslung in .de mal ein paar weniger Ausländer brannten, obwohls genug Gelegenheiten gegeben hätte, herrgottnochmal. Aber das schlimmste ist immer noch, dass mir Hells Bells vermiest wurde, das ist ein feiner Song, und keine Drecks-WM der Welt ists wert, dass ich nicht mehr Hells Bells hören kann, ohne an diese ganze verdammte Scheißzeit zu denken.

Ich schmeiss das nicht weiter, das macht mir alles schlechte Laune.

Kategorie: ich gegen die wirklichkeit. permalink.

4 Responses to Ich wünschte, die Fußball-WM wäre ein Robbenbaby…

  1. Auch für diesen Text gehörst Du selberredend schwerst geknuddelt, und dafür

    die Sektmixgetränke shoppen und die im Lauf des Abends wohl noch das Restbier ihrer Nazistecher zwischen die Beine geleckt kriegen, während sie ihre Plörre in die Wiese kotzen.

    gehörst Du sogar dobbelt geknuddelt. Du.

  2. Greg says:

    Sehe ich genau so wie pantoffelfunk!

  3. Pingback:The rocking Lude from Hell… | Tales from the Mac Hell

  4. Pingback:Die schwäbische Laugenbrezel | Tales from the Mac Hell

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