BSI zu Tor, Datenschutz, Drosselkom: Nichts zu sagen

Spät, aber immerhin, und es liegt mit an mir. Also. Ich schickte dereinst einige Anfragen zu TOR und Friedrichs Datenschutzforderung angesichts Prism etc. ab BSI und BMI, das Innenministerium antwortete so inkompetent, wie man es von einer Behörde erwarten kann, das von einer wandelnden Merkbefreiung geleitet wird, und als das BSI erstmals antwortete, war ich etwas erstaunt. Ich zitiere mal Antwort und meine direkte Gegenantwort:

$grußfrequenzen BSI
nach meinem Kenntnisstand müssten Sie bereits eine Rückmeldung durch das Bundesministerium des Innern erhalten haben. Wir haben Ihre Anfrage, die uns über mehrere Kanäle erreicht hat, dort zentral bearbeitet.

Wäre das so?
$/grußfrequenzen

Im Prinzip ja, aber.

$grußfrequenzen ich
Ich habe in der Tat eine Antwort vom BMI erhalten, aber auf den Gedanken, diese sei mit dem BSI abgestimmt, bin ich beim besten Willen nicht gekommen. Das BSI habe ich bisher als eine durchaus kompetente Anlaufstelle zu verschiedenen securitybezogenen Themen kennengelernt, während die Antwort vom BMI auf mich schlicht vollkommen inkompetent wirkt.

$kommentare wie hier, nur freundlicher

Wie gesagt – ich bin schlicht nicht auf die Idee gekommen, dass diese Antwort so vom BSI mitgetragen wird, denn aus dieser Richtung habe ich bislang schlicht deutlich kompetentere Stellungnahmen gelesen. Ich würde mich freuen, wenn die oben zitierten Aussagen präzisiert und mit zumindest ansatzweise konkretem Inhalt gefüllt werden könnten.
$/grußfrequenzen ich

Und nun also sowas wie eine Antwort, aus der ich allenfalls aber ein „Lassen Sie mal, Thema interessiert uns nicht wirklich grade“ rauslese. Alternativ ein „Wir sagen da nichts zu, sonst heisst nachher noch, wir hätten was dazu gesagt“:

$grußfrequenzen BMI
Nach gründlicher Prüfung Ihrer Ausführungen in Ihrer E-Mail vom 3. September 2013 sind wir zu dem Ergebnis gekommen, dass das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hinsichtlich der möglichen Anwendung der §§ 7 ff. TMG aus rechtliche Gründen leider keine weiteren Ergänzungen liefern kann. Eine individuelle Rechtsberatung darf von unserer Seite aus nicht durchgeführt werden.

Bei De-Mail stehen Nachweisbarkeit, Vertraulichkeit und Vertrauenswürdigkeit der Kommunikation im Vordergrund. Die Verwendung einer zusätzlichen Ende-zu-Ende-Verschlüsselung des Nachrichteninhalts ist beim De-Mail-Versand nicht vorgeschrieben, wird aber durch die Verwendung eines zentralen Verzeichnisdienstes unterstützt, in dem öffentliche Schlüssel authentisch hinterlegt werden können.
$/grußfrequenzen BMI

Nun dann. Ich kanns dem BSI nicht mal so recht übelnehmen, es ist an sich anderer Leute Job, da ein wenig Klarheit und insbesondere Kompetenz zu schaffen und zu transportieren. Was grade passiert, ist ja trotz des aktuellen Schockiertgetue um Merkelhandy so unglaublich blöde und ermüdend, es fällt mir aktuell schlicht schwer, mich damit zu beschäftigen.

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