Tübingen, IfE, ein Rückblick…

…auf ein gefühltes „Alles wie einst“. Ernsthaft, das war zum einen schlicht wunderschön, eine ganze Reihe lieber Menschen nach längerer Zeit wiederzusehen und zu sehen, die leben und werkeln, einfach ist nicht immer, aber sie machens und machens gern und den Eindruck, es geht ihnen gut. Das freut mich. Sie machen sogar den Eindruck, sie haben mich recht gern, und das bin ich ja nicht mehr gewohnt, daher geht mir das vielleicht sogar ein wenig mehr als eh schon zu Herzen. Aber genug an gerührten Statements und zurück zum „Alles wie einst“, denn mit sowas hatte ich gerechnet, aber das Ausmaß machte dann doch stutzig.

Ich kam an, stiefelte ans IfE, rein, Cafe Rosa, das hatte zu, ich greif nach dem Schlüssel und merk, ich hab keinen mehr, seit einigen Jahren schon. Der 113er ist auch leer, ok, hoch ins Büro. Da stehen und sitzen schon viele Leute, man freut sich, sagt Hallo, natürlich herrscht Chaos, das Cafe sollte schon offen haben und der 113er bestuhlt. „Richie, komm, wir machen jetzt den 113er“, meint Seddik, und ich bin keine zehn Minuten am IfE und hab nen Arbeitsauftrag.

Beim Bestuhlen schlägt Caro auf und bringt ein schnuffiges Denkbrett, sieht mich und beordert mich zum Aufbauen und Beamer anschließen, ich als Ex-Medien/PC-Hiwi weiß ja, wie das geht. Ich sag, ok, aber dazu brauch ich auch endlich mal Kaffee. ich krieg nen Schlüssel zum Schlüsselschrank gereicht, damit ich ins IfE-Cafe komm. Schleppi an Beamer, dann ab ins Cafe, Kaffee hinstellen, grübeln, wo die Milch ist, dann kommt ne Studentin rein und bestellt ein Apfelschorle. Ich mach ein Apfelschorle und sag, ich kanns nur passend nehmen, die Kasse ist zu. Warum ich da nicht aufschliessen könne? Nun, weil ich grade seit fünf Jahren zum ersten Mal wieder hier bin. Wechselgeldüberlegungen, während weitere Leute aufschlagen und nach Kaffee fragen. Dann trifft die eigentlich zuständige Studentin ein, wir organisieren ein wenig Wechselgeld und die Sache geht seinen Lauf.

Fünf Jahre außer Landes, und dann binnen einer halben Stunde wieder Medienhiwijobs, Konferenzaufbau, Kaffeeverkauf und einen IfE-Schlüsselbund in der Tasche, ich denk, das ist Rekord.

Irgendwann schlug dann noch Micha auf und zitierte Tocotronic. Ich glaub, ab dem Zeitpunkt weiß jeder, was ich meine.

…und es gefällt mir hier eigentlich ganz gut.
Die Klassenzimmer sind angenehm dunkel
es gibt Bier als Pausenbrot.

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One Response to Tübingen, IfE, ein Rückblick…

  1. ske says:

    habs schon am sonntag erfahren, dass ich dich da wohl verpasst habe. schade eigentlich.

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