Zorn! So einen Zorn hab ich!

Deswegen. Lesen! Es ist mir derbst wichtig, dass das verdammt nochmal die Runde macht.

Wenn ich mir überlege, was an Geld für Sonderkommissionen, Filtertechniken, Online-Ermittler, wasweissichnoch da ist, aber wenns drum geht, dass einem Kind von vornerein nichts passiert, interessierts kein Schwein… Herrgott, allein, dass sich Kein Täter werden von der VW-Stiftung fördern lassen musste und es kein staatliches Programm gab, Himmel, ich muss aufhören, sonst ist mir der Tag heute auch schon wieder versaut.

Und wenn ich schon dabei bin: Mit Missi schrob ich dereinst das hier zum Thema, ähnliche Problematik, ein wenig ausführlicher.

Kategorie: das richtige leben im falschen, ich gegen die wirklichkeit, mac hell 1: job. permalink.

7 Responses to Zorn! So einen Zorn hab ich!

  1. Pingback:was tAXMAN meint...

  2. madchiq says:

    Bin ich zynisch, wenns dafuer nicht mal mehr ein Achselzucken gibt?
    Dein Engagement in Ehren und es ist sicherlich auch an der richtigen Stelle, aber so einen Text koenntest Du unserem Sozialstaat sei dank quasi aller fuenf Minuten aufsetzen. Ich koennte Dir da noch mehrere Haende voll Projekte aus dem Stehgreif aufzaehlen.
    Und im Gegenteil, ich finde, solche Projekte sollten viel haeufiger von der Wirtschaft finanziert werden. Einer Wirtschaft, welche in meinen Augen nicht nur Gewinnmaximierung sondern eben auch soziale Verantwortung als Leitlinie hat. Was jetzt nicht heisst, dass sich Bund und Politik nicht mit reinhaengen sollen und muessen.

    Dafuer aber ein dermassen prestigetraechtiges Thema zu waehlen, geht ja um die armen Kleinen von treudoofen/ueberaengstlichen – und so ploetzlich verdammt sozial engagierten – Vaetern und Muettern, verschafft mir schon ein mittleres Augen-verdrehen, zumal sich mir nicht erschliesst, warum sich ausgerechnet das (in erster Linie auf Sexual*medizin* aufbauende) Projekt ueber Deine Aufmerksamkeit freut – ausser, dass sie sich wohl eine gute PR-Firma leisten (!) koennen. (Nicht falsch verstehen, ich faende es toll, wenn sich das Projekt dadurch ein halbes Jahr oder laenger finanzieren kann.)

    Nicht zuletzt: Praevention bleibt praeventiv. Und damit wird – gerade im diagnostischen, medizinischen Kontext – eine weitere Diskussion angerissen, in der eben auch Schaeuble durchaus kraeftig mitmischt.

  3. Du hast Recht.
    „Ich kann gar nicht so viel fressen, wie ich kotzen könnte“. Mal wieder.

    Salat

  4. tAXMAN says:

    treudoofen/ueberaengstlichen – und so ploetzlich verdammt sozial engagierten – Vaeter

    *fingerheb* Ich bekenne mich schuldig.

    Und ja Recht hast du, was das Engagement der Wirtschaft angeht. Da steckt das Geld und mir doch egal wenn sie es nur aus Prestigegründen machen. Lieber sowas, als sinnlos Kohle für einen Aufkleber auf Anzug eines Rennfahrers zu verpulvern. Aber das scheint eben bessere PR zu machen.

  5. Korrupt says:

    Matschig, zynisch kann ich auch selber hervorragend sein, das ist nicht so das Problem. Schau, wenn du mir sagst, wo es ueberall haengt und wo was getan werden muesste, geschenkt. Allein schon im bildungsbereich, Himmel, klar kann man da loslegen. Da ist der Fall aber ein wenig anders gelagert. Schlechte bildung wird natuerlich als Problem gesehen, aber es steht niemand hin und schreit, wir muessen nun wegen der unzurechnungsfaehigen Ungebildeten millionenschwere Deppenverfolgungsprogramme auflegen.

    Drastischeres Beispiel: Gesetzt den Fall, man wuerde die komplette Aidspraevention streichen und stattdessen erkannte Positive internieren, *nachdem* bekannt wuerde, dass sie bereits jemanden angesteckt haben. Dazu wuerden noch Sondereinheiten des BKA gegruendet, die nichts anderes tun, als entsprechende Szenen nach Berichten von Ansteckungen zu durchforsten. Weil das teuer ist, streicht man alle Mittel der Aidshilfe und stellt alle Kondomkampagnen ein. Alle Welt wuerde sagen, bekloppt.

    Im genannten Fall stoerts kein Schwein. Dass an vielen Stellen Geld fehlt, ist mir klar. Aber diese Diskrepanz zwischen dem, was was bringt, schlimme Schicksale verhindert und was reine reaktion und teilweise Schwachsinn ist, und was davon Kohle kriegt, spielt hier in einer anderen Liga als meinetwegen im Bereich der Ernaehrungsberatung und der Krebspraevention bei den Krankenkassen oder der bereitstellung von Kindertagesplaetzen. Dort wird wenigstens zuwenig richtiges gemacht, aber wenigstens wird aus an sich vorhandenen Miteln kein Bundeswehr-Strassenueberwachungsprogramm gegen Kleinkinder oder eine Sondereinheit zur Verfolgung anonymer, gesellschaftsschädigender Fettleibiger finanziert.

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