Gib Acht auf die Stöckchen…

…die fliegen grade tief und schmerzhaft, will sagen, sie treffen in persönliche Bereiche, von denen man deren acht preisgeben soll. Ich weiß nicht, was ich von solchem Seelenstriptease denken soll, das sei ja auch immer dann das Zeug, das einem irgendwann bei den Vorstellungsgesprächen, dem Profiling der Krankenkassen und der Risikoeinschätzung durch gewisse Innenministerien das Kreuz bricht. Ich denke, das beste ist, ich versuch ein paar schräge, aber vergleichsweise harmlose Sachen zu sammeln, die mir im Zweifelsfall als egozentrisch-exzessive Selbstdarstellung ausgelegt werden, ohne die mans in der Blogosphäre zu nichts bringt und die von mir berufsbedingt erwartet und allenfalls als großartige Leistungsbereitschaft ausgelegt werden. Wenn mir nebenbei einige Doppel-X-Chromosomträgerinnen vollkommen und hoffnungslos verfallen, ist das natürlich ein netter Nebeneffekt, den man mitnehmen kann.

Die Regeln:

Jeder Spieler, jede Spielerin beschreibt acht Dinge von sich.
Wer das Stöckchen zugeworfen kriegt, schreibt das alles in seinen Blog rein, mitsamt den Regeln.
Nun überlegt man sich, an welche acht Personen resp. Blogs man das Stöckchen weiter reicht.
Schlussendlich schreibt man bei den Betreffenden einen entsprechenden Beitrag/Kommentar in den Blog.

Zur Sache:

1. Eines der legendärsten Chatquotes des internen gulli:chans ist das, in dem ich Bertold erkläre, wie man ein Schaf fickt.

2. Ich besitze keinen Kruppstahldildo, genauer gesagt, überhaupt kein Spielzeug aus Metall und habe einen Heidenrespekt vor Leuten, die sich die möglicherweise auftretenden temperaturbedingten, nun, „Reize“ geben.

3. Ich besitze jedoch eine Single-CD von Lackiermichrosa, von anderen Menschen gelegentlich (und teilweise im Ernst!) Lacrimosa genannten Band, die ich grauenhaft finde. Ich habe diese von einer Ex-Freundin, zusammen mit ein paar weiteren abgelegten CDs, die ich nie anhöre, aber auch nie entsorgt habe. Von derselben Exfreundin besitze ich jedoch auch eine ehemals rote Unterhose, die im allgemeinen Wäschechaos während einer Beziehung dereinst bei mir landete und die sie wiederum vermutlich von einem Exfreund vererbt bekommen hat, da es sich um eine Herrenunterhose handelt. Während sich die CDs überhaupt nicht bewährten, ist diese Unterhose ein tapferes kleines Ding von geradezu erstaunlicher Lebensdauer, die nicht zu altern scheint und welche ich in der Zwischenzeit schwarz gebatikt habe.

4. Ich bin eigentlich gar nicht so böse, wie ich immer tue.

5. Mein erstes selbstgewähltes Passwort für den Zugang zum Uninetz war die Abkürzung für „Los, (Name), komm und fick mich“. Zu ungefähr derselben Zeit überredete ich eine (andere) Freundin dazu, den Satz „Hallo Richie, o du mein Meister. Ich bin deine Sklavin. Bitte benutze mich!“ auf HD aufzunehmen, damit ich das als Begrüßungssound für Windows 95 verwenden konnte.

6. Bei meiner ersten Wahl, zu der ich berechtigt war, habe ich CDU gewählt.

7. Sich gern zu riechen halte ich für eine der wichtigsten Eigenschaften von Menschen überhaupt.

8. Gerade hab ich ein paar schräge, aber vergleichsweise harmlose Sachen gesammelt, die mir im Zweifelsfall als egozentrisch-exzessive Selbstdarstellung ausgelegt werden, ohne die mans in der Blogosphäre zu nichts bringt und die von mir berufsbedingt erwartet und allenfalls als großartige Leistungsbereitschaft ausgelegt werden. Diesen letzten Punkt schrob ich mit dem Hauptgedanken, mich geheimnisvoll und mysteriös zu geben und einen unausgesprochenen Charme dunkler, aber doch interessanter Seiten zu erzeugen. Wenn ich mich dabei ernstnehmen würde, wär ich vermutlich völlig scheiße.

Die acht Pflichtkommentare bitte ich, bei Gelegenheit ableisten zu dürfen. Ich mag das auch vorerst nicht weiterwerfen, weil mir acht als ein wenig zu viel des Guten scheint.

Kategorie: das richtige leben im falschen, fundstücke, Schafcontent. permalink.

6 Responses to Gib Acht auf die Stöckchen…

  1. Stephan says:

    Punkt 6… *kinnladerunterklapp* :-O

  2. Korrupt says:

    Aeh… hab ich das nie gebeichtet? Und das mit den NPD-Texten in der Schuelerzeitung auch nicht? Ich hab das eigentlich immer gerne als persoenliches Beispiel von Lernfaehigkeit gesehen…

  3. Stephan says:

    Korrupt, manchmal machst du mir angst.

    Naja, wenn ich so dafürber nachdenke…
    ~s/manchmal/eigentlich fast immer/s;

  4. Kamuflaro says:

    Korrupt, kannst du das nochmal aufnehmen lassen unter CC und unpersonalisiert oder mit Alexander, als Namen? :D

  5. Flo says:

    Wie war das? „Ich war jung und brachte das Gold“? Andererseits in der Tat ein schönes Beispiel, daß selbst CDU- und NPD-Sympathisanten zumindest teilweise therapierbar sind. Vom Flecktarn-Look bist‘ allerdings scheinbar nicht mehr weggekommen. :p Trotzdem… boah! – das hätte ich (wiedermal) nicht von Dir gedacht. Ja ja… shocking.

    Dieses Stöckchen ist jetzt wieder so eins, da würde ich sagen, das ist prädestiniert für übelste Datensammelei und ungewollte Outcomings. Ach ja: Ich hasse das Wort „Stöckchen“ – ein persönlicher Unwort-Top3-Kandidat -, aber wenigstens passt es zu den überwiegend höchst bescheuerten Fragen und denen, die sich auch noch damit beschäftigen. Aber ich will ja nicht schon wieder schimpfen, denn das hab ich ja erst letztens getan. ;)

  6. Kerni says:

    Punkt 7 find ich auch sehr wichtig. Gibt nichts Besseres als nach ein paar Stunden mit der Freundin immer noch nach ihr zu riechen.

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