2015: Das Jahr von Linux auf dem Desktop

Nächstes Jahr sei das Jahr von Desktop-Linux, heißt es jedes Jahr, aber ich persönlich hab beschlossen, 2015 wirds. Ists, um genau zu sein. Am Wochenende hab ich mein XP in den Ruhestand versetzt und bin seitdem auf einem Kubuntu unterwegs an der großen Kiste zu Hause. Die Migration war letztendlich ein Witz und das Setup… nun ja, da bin ich wirklich schlimmeres gewohnt. Die Motivation war nun so ziemlich das Gegenteil von allem, was in der Regel das Linux/Windows/Switch/Migrierthema bestimmt, und vielleicht ist das auch so eines dieser nicht repräsentativen, aber durchaus symbolträchtigen kleinen Geschehnisse, die eine gewisse Entwicklung erkennen lassen.

Ich liebe Lucasarts-Adventures, und ich war vor längerer Zeit einmal schwer frustriert, als das residual-Grim Fandango, mit dem ich jenen Klassiker wieder zum Laufen kriegte, irgendwann im vierten Jahr der Unterwelt reproduzierbar abschmierte und nicht zum durchspielen zu animierwen war. Ergo war die Reaktion auf das Steam-Erscheinen des Grim Fandango-Remasters ein unmittelbares „SHUT UP AND TAKE MY MONEY“,. gefolgt von der Ernüchterung, dass das Spiel auf WinXP nicht läuft.

Nun bin ich in einem Alter, in dem das Leben zu kurz wird für Windows Warez. Auf der anderen Seite erfüllt mich allein der Gedanke, Geld für Windows auszugeben, mit Widerwillen, um nicht zu sagen, mit brechreizerregender Übelkeit. Das führte zum, nun, untypischen Szenario, dass ich mich ewig um den an sich überfälligen Switch zum Desktoplinux drückte und ihn erst dann ging, als es, hihi, ZUM ZOCKEN unumgänglich wurde.

Denn kurze Recherche ergab: Linux/OpenGL sollte es tun für a)Grim Fandango Remastered, b)Portal und c)Civ V. Nen Dualboot kann man stehenlassen, wenns denn je sein muss, und ansonsten, NTFS lesen/schreiben ist inzwischen ja kein Problem mehr.

Zocken auf dem Linux Desktop

Zocken auf dem Linux Desktop

Die andere Rahmenbedingungen? Ich hab an sich kaum mehr Sachen, die ein Win unbedingt brauchen. Im Gegenteil geht inzwischen die gelegentliche Encodingscheiße selbst bei manchen ordentlichen Win-Editoren und Linux-Kisten derbe auf den Zeiger. Win7, nun ja, was ich sehe, ist ok, aber nichts, was man haben will, und 8 ist ein ganz großer dampfender Fladen verdauter Vegetation.

Eine übrige 1,5TB-Platte verbaut, Kubuntu-Bootstick, und die erste Installation verbretzelt, weils doof ist, parallel die Distro-Updates *und* die Nvidia-3D-Treiber zu installieren. Zweiter Anlauf: rennt. Der Rest? Ich hatte mit einigen Hierhin/dorthin-Booten-Odysseen gerechnet, aber letzten Endes wars das Rüberkopieren eines FF- und Thunderbird-Profils und schwupps fühlte ich mich zu Hause. We’ve came a long way, und im Übrigen bin ich vom Installieren mancher Notebook-Editions und hingefrickelter Thin-Client-Lösungen auf dem Futro einfach etwas Kummer gewohnt, auf einer ordentlichen Kiste ist das einfach kein Act mehr.

Wahrscheinlich wirds noch gerade genug Leute geben, die eben auf die eine oder andere WinOnly-Lösung angewiesen sind, und ich fürchte, nachdem der zweite Teil von Telltales‘ Game of Thrones nun raus ist, werd ioch auch in näherer Zukunft nochmal die andere Bootpartition beehren, aber das wars an sich schon. UNd ich muss sagen: es fühlt sich gut an. Nicht so gut wie eine Kettensäge, aber es geht in die Richtung.

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4 Responses to 2015: Das Jahr von Linux auf dem Desktop

  1. Mme de Faune says:

    Willkommen in la familia!
    Ich habe auch vor… äh… Äonen (oder so) den Umstieg von XP auf Ubuntu gewagt und war dann super positiv überrascht, wie leicht das doch ging.

    Viel Spaß damit!

  2. ackerpaul says:

    Ubuntu stinkt und KDE is made 4 Sissies. Oder so ähnlich.

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