Kurz was zu Death Metal…

…dem hing ich lange Zeit an und tus irgendwie immer noch. Grade hör ich die Altars of Madness von Morbid Angel seit ewigen Zeiten wieder. Die Platte hatte damals das Genre revolutioniert, die spielt in einer Liga mit Slayers Reign in Blood, Lost paradise von paradise Lost und dem Obituary-Debut.

Ich muss zugeben, ich hab seit Mitte der 90er das Genre nicht mehr intensiv weiterverfolgt. Es langweilte mich. Es passierte nichts mehr. Ich mag meinen Bruder von Herzen gern, aber er ist irgendwie konservativer wie ich und dementsprechend fand und find ichs passend, dass er immer noch den Metalfilm fährt, was ich von ihm diesbezüglich mitkriegte, machte mich aber nie wirklich neugierig. Crossover war interessant, die Richtung, die Korn oder Rage Against The Machine einschlugen. Progscheisse interessierte mich nur sehr selten, aber klar, Tool. Solche Sachen, da hatte sich der Metal weiterentwickelt.

Im Death Metal nicht. Der ist öde. Ich weiss nicht mal mehr den Namen dieser einen Combo mit Keyboard, die ich damals noch wirklich spannend fand. Wie gesagt, Paradise Lost hat sich sehr fein weiterentwickelt, aber eben vom DM weg. Entombed waren seinerzeit noch klasse, Death und eben Morbid Angel. Grade bin ich unentschlossen, obs an der genialen Platte liegt oder am Nostalgieanfall, dass ich die Altars of Madness gross finde.

„Pete mit den vier Füßen“ nannten wir damals Pete Sandoval, weil der Doublebass spielte wie sonst mindestens zwei Drummer. Ich hatte ihn in der Röhre live gesehen und er hatte wirklich bloss zwei Beine. Mein erstes Stagediving. Ich verdrück jetzt ne nostalgische Träne, und ganz vielleicht hör ich dann noch ein wenig Bathory.

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3 Responses to Kurz was zu Death Metal…

  1. rutenhirsel says:

    Du meinst bestimmt „Nocturnus“? Bei denen kann ich mich erinnern, dass allein die Verwendung des Keyboards riesige Diskussionen auslöste.

    Ich finde es gut, dass sich DM nicht weiterentwickelt, man will ja gerade diese Musik hören, und nicht das, was irgendwer dafür hält. Das Paradebeispiel Metallica hats vorgemacht, wirklich gut sind nur die ersten vier Platten.

  2. Korrupt says:

    Ha, genau, Nocturnus wars. Aber das mein ich, dieses „darf ne DM-Band sowas?“-Zeug. So kann man doch nicht denken in nem bereich, in dem es schlicht um Kreativitaet geht.

    „Nicht weiterentwickeln“ – Himmel, ich sag ja nicht, dass alle Welt jetzt so nen Weg wie eben beispielsweise Paradise Lost gehen soll. Deren neueren Sachen mir hervorragend gefallen, btw. – waehrend seinerzeit der Richtungswechsel bei Bathory nach der Blood Fire Death einfach shize war.

    Aber es darf sich doch das eine oder andere mal *tun* – grade sowas wie Obituary, die das Tempo einfach mal nen Gang runtergeschaltet hatten, oder Sepultura mit ihrem Ethnokram… aber ich muss ja auch zugeben, ich verfolgs aktuell wirklich nicht mehr.

  3. rutenhirsel says:

    Jetzt auch noch das göttliche „Hammerheart“-Album in den Schmutz ziehen!

    Ich war Anfang der 90er erst 15 Jahre alt, daher ist meine Erinnerung etwas getrübt. Aber ich kann mich erinnern, dass das Schubladendenken damals extrem war. Heutzutage würde sowas ja keine Diskussion mehr auslösen.

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