Freifunk in Wuppertal: Knoten +1, Inspiration +x

Freifunk Wuppertal, der schafige Teil

Freifunk Wuppertal, der schafige Teil

Man kann draufkommen, welches wohl meiner ist.

Jedenfalls, eher auch im Rahmen der Flüchtlingsgeschichte gerade bin ich wieder auf meine ewige Baustelle „Freifunk“ gestoßen und dachte, jetzt mach mal endlich. An sich hätte das ganze letzte Woche schon fertigwerden sollen, aber die tödliche Männergrippe und eine experimentelle Firmware für den vorliegenden Router taten mir einen Strich durch die Rechnung.

Heut abend ist die Geschichte aber nun tatsächlich live, hat nen Uplink und scheint mir die Netzwerkstruktur rund um Utopiastadt doch ein wenig zu verbessern.

Es gibt Anleitungen, Infos etc. zum Thema galore, an der Stelle will ich mich gar nicht groß in Setupgeschichten verbreiten, eher so ein, zwei Details aus dem „großen Bild“.

Es ist einfach. Wer schon mal ein paar Router mit neuer Firmware versehen hat, wird mit dem eigentlichen Setup keine Probleme haben.

Es ist nicht wirklich standardisiert. Wupper hat seine eigene Firmware, eine Anleitung zur Installation und Ersteinrichtung und entsprechend den eigenen Pool unterstützter Geräte. Alles andere ist höchstens goldenes Handwerk, von dem ich in der Tat nicht mal weiss, ob man beispielsweise auf OpenWRT basierend da einklinken kann. Ich würde abraten. Unter anderem, weil

Hardware billig ist. Selber hab ich jetzt einen *etwas* besseren TP-Link-Accesspoint genommen, weil ich die Ecke hier ein wenig kenne und schon das Ziel hatte, hier ein wenig zu vernetzen, und mit dem Mini-AP hat man nicht immer die Sendeleistung/Reichweiten, die man will. An sich kann man einen FF-Knoten aber mit 20Euro-Plasteroutern aufmachen. Konkret mit nem TP-Link TL-WR841N, wo der Amazon-Kurs grade bei 18,70 liegt.

Einziger Wermutstropfen: man muss einigermassen drauf achten, in welcher Freifunk-Gruppe man letztendlich ist. Die unterschiedlichen Ortsgruppen haben teils unterschiedliche Firmwares, ich denke, das wichtigste ist, rauszufinden, wo man genau hingehört, dann dort zu checken, was die unterstützten Hardwaremodelle angeht und dann eben loslegen.

Schnittpunkt 1 mit anderen Bereichen: Störerhaftung und freier Netzzugang in Deutschland. Mein Stand ist, dass Freifunk Rheinland, zu dem Wupper gehört, Providerstatus hat. Alles, was über meinen Router ins Netz geht, kommt via VPN-Tunnel dort an und wird ins Netz geroutet. Mein Stand ist weiterhin, dass dort – durchaus gesetzeskonform, im Unterschied zu anderen Providern – keine VDS stattfindet. Andere Freifunk-Domänen sollen teils einfach ins Ausland routen, aber nagelt mich bitte nicht drauf fest. Jedenfalls, das Störerhaftungsproblem kann im Augenblick als gelöst gelten.

Schnittpunkt 2 mit anderen Bereichen: es ist recht einfach zu erkennen, dass man mit fünf 841ern locker eine größere Flüchtlingsunterkunft abdecken kann und ansonsten nur einen freundlichen Nachbarn braucht, der nen AP mit Uplink stellt. Wasserfeste Außen-APs gibts auch schon für kleines Geld, und wenn man eine halbe 60.000er-Leitung für den AP freigibt, ist für das notwendigste gesorgt. Konkret: Mir scheint, man braucht Hardware für EUR 150-200, Knowhow, eine kooperative Gebäude- und Kommunalverwaltung und einen Nachbarn mit Uplink, dann kann man schon richtig hilfreichen Kram machen.

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