Der Programirer

Es fiel mir letztens beim Sortieren von irgendwas entgegen: „Der Programirer“ ein Ausdruck, den mir irgendwer vor -zig Jahren mal während meiner Zeit als PC-Hiwi im Computerpool an der Uni Tü an den Arbeitsplatz gelegt hatte, wenn ich mich richtig erinnere. Es erinnerte mich an eine der Uralt-„Humorkritik“-Ausgaben der Titanic, wo mal ein Buch über Bürohumor besprochen wurde, die immergleichen, hundertmal kopierten Zettel mit Bürojokes, „Arbeitswoche“-Snoopy-Verballhornungen, „Vor zwei Wochen wusste ich noch nicht, wie man Indschenör schreibt, und jetzt bin ich einer“-Sprüchen und was es an zeitlosen Gags der Schreibtischarbeit noch so gibt. Tenor der Buchkritik war, dass die Büro-Witzkopien gemeinhin meist wenig originell waren, aber einige kleinere Schätzchen durchaus kursierten. Jahre später kommt es mir wie eine Vorwegnahme heutiger Memkultur vor.

Bei der die Techies und Sysadmins meiner Ansicht nach immer gut dabei waren und schon früh die Latte höher legten – ich erinnere mich insbesondere noch an die „Choose to sysadmin“-Trainspotting-Persiflage, mit den „matching combat boots, die verschaffte mir einen der ersten „Oh, die meinen mich“-Effekte, als die irgendwann dort über den Aufsichtsrechnern hing.

„Der Programirer“ ist eine, nun, vielleicht nicht so direkt zum „Fick, ja!“-schreien animierende Illustration, aber irgendwie freute ich mich sehr, als sie mir in die Hände fiel, die Google-Bildersuche spuckte zur Überschrift nichts bildliches aus und so bin ich guten Mutes, einen ansonsten vielleicht verschollungsbedrohten (? was ist denn das „läuft Gefahr, verschollen zu werden“? Überhaupt, Präsens verschollen?) Vorläufer der Bayeux-Memes für die Nachwelt zu erhalten.

Der Programirer

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