Lieblingsalptraum

In Ägypten gibt es Tonergeister. Sie bestehen aus Toner für Laserdrucker und haben entsprechend staubähnliches Erscheinungs- und leichtes Durchscheinungsbild. Beobachten konnte ich sie bislang nur in der schwarzen Variante, ob es auch Farbtonergeister gibt, ist mir nicht bekannt.

Sie scheinen mit Vampiren verwandt zu sein: in Häuser können sie nur hinein, wenn es ihnen explizit gestattet wird, man kann ihnen jederzeit den Eintritt auch verwehren, dann müssen sie wieder raus. Was auch empfehlenswert ist, denn Tonergeister sind giftig und man sollte sie nicht einatmen. Was sie sonst für Schaden anzurichten imstande sind, weiss ich nicht, sie können einen aber ziemlich erschrecken.

Bisher habe ich zwei Erscheinungsformen ausmachen können: eine vage, wenn auch etwas dünn geratene menschliche Gestalt und eine schlangenförmige Variante, die an sich nur hochaufgerichtet vorkommt. Daher wirkt auch sie leicht humanoid, nur ohne Arme und Beine und mit angedeutetem Schlangenkopf. Beide ungefähr menschengroß, leicht durchscheinend, sehr zweidimensional wirkend und wie mit sehr viel gaußschem Weichzeichner behandelt. An sich nur verschwommene Silhouetten, die trotzdem (ich weiß, das widerspricht sich) ein wenig gekörnt und staubig scheinen.

Wenn man in einer fremden Umgebung wie Ägypten aufwacht und zwei davon in der Tür stehen sieht, kann man sich einen ziemlichen Schrecken holen, wenn man anschliessend *wirklich* aufwacht und der Fenstervorhang ähnlich aussieht, dito. Zum Glück kann man sie, wie gesagt, einfach des Zimmers verweisen. Angelockt werden sie, ich vermute jedenfalls, durch Fluchen. Ein Laserdrucker oder Kopierer muss hingegen nicht in der Nähe sein.

Kategorie: ich gegen die wirklichkeit. permalink.

One Response to Lieblingsalptraum

  1. ackerpaul says:

    zu wahr für einen alptraum aber ein nettes fundstück:

    http://www.inkompetent.de/homelandinsanity/

    das musste ich dem onkel korrupt unbedingt zeigen, weil der doch auf seiner hp einen „current terror alert“ knopf hat.

    sweet dreams noch
    ackerpaul

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