CCCamp2019, es war mir ein Fest

c-base, nachts. Überhaupt, Camp nachts.

c-base, nachts. Überhaupt, Camp nachts.

Ja, nachts ist das Camp immer noch mal ne Liga für sich. Ich war einmal mehr begeistert vom Input, den Leuten, der Stimmung und dem gelegentlich bewussten Realisieren, dass eine bessere Welt möglich ist, aber an der Stelle lass ichs nun auch mit den ganz großen Kalibern. Unpassend, aber mit etwas unbehaglichem Hintergedanken: an sich wärs mir lieber, wenn das „nächstes mal noch geiler“ nicht weiter über die „große“ Campausstattung gefahren wird, sondern etwas dezentraler, kleiner, über Villages usw. Was ja bereits jetzt stattfindet, aber ums zuzuspitzen: ich tausche jederzeit zwei der großen Flakscheinwerfer gegen einen Cat5-Kabel-Gartenzaun mit LED-Leuchtaugengartenzwergen. Whatever.

Einhörner, Lichter, alles.

Einhörner, Lichter, alles.

Die Infrastruktur war ansonsten eine sehr feine Sache, Mate- und Tschunknachschub jederzeit sicher und ich ließ mir leider nur erzählen von einer „Betonmischmaschine, Rum, Mate, Limetten, Zucker und Trockeneis“-Aktion, die eine interessante Diskussion lostrat, wie unser GPA-Betonmischer ggf. auf vertretbar hygienische Weise in eine Tschunkmischmaschine transformiert werden könnte. Ich musste dann aber gehen, als es spannend wurde, weil ich einen Workshop unbedingt mitnehmen musste: Hirnwellen scannen mit DIY-Einfachstelektronik. Die mit dem erstaunlichsten Label-Zustimmungsstatement kam, das ich bisher sah. Es gibt theoretische Szenarien, mittels derer man sich bei inkorrekter Anwendung den Vorderhirnlappen toastet, deswegen kann man das Hirnwellen-Messkit leider nicht im Netz ordern.

Spätverkauf, CCCamp2019.

Spätverkauf, CCCamp2019.

icibici-Warnung vor dem Workshop

icibici-Warnung vor dem Workshop

Im Endeffekt gehts aber nur um drei Elektroden, die via Frequenzmodulation und -verstärkung Hirnwellen auffangen und via Audioeingang an weitgehend beliebiges Gerät ausliefern können. Man sollte die Kabel flechten (damit alle die gleichen Störeinstreuungen kriegen) und abschirmen (damits möglichst wenige sind). Dann packt man sich die Elektroden an den Kopf, fixiert mit einer (in meinem Fall pinken) Billigbademütze (teuerstes Einzelteil des ganzen Kits) und misst bzw. experimentiert. Es gibt eine Applikation, mit der man quasi via Hingucken Knöpfe drücken kann: man hat z.B. „Ja“ und „Nein“ als unterschiedlich schnell blinkende Icons auf dem Screen. Guckt man drauf, wird die Blinkfrequenz des jeweils fokussierten Buttons im Sehzentrum teils nachgebildet und messbar – die Messung der jeweiligen Blinkfrequenz löst dann den Klick auf den passend blinkenden Button aus. Getestet, und Treffer waren reproduzierbar sehr deutlich über Zufall.

Icibici-Hirnstromscanner, Drahtflechten

Icibici-Hirnstromscanner, Drahtflechten

Hirnstromscanner auf dem CCCamp2019, fertig und einsatzbereit

Hirnstromscanner auf dem CCCamp2019, fertig und einsatzbereit

Grundgedanke: das Kit soll fürs Hirnscannen das sein, was Google Cardboard für die VR war- vergleichsweise primitiv, aber ein extrem günstiger Einstieg, der mal vermittelt, worums an sich geht. Meiner Ansicht nach erfolgreich.

Ansonsten: alles voller schöner, interessanter, skurriler oder anderweitig bemerkenswerter Details.

Schild. Unrelatiert zu den Enten letztens.

Schild. Unrelatiert zu den Enten letztens.

Ein Baum, nachts

Ein Baum, nachts

Sympathisches card10-Platinendesign

Sympathisches card10-Platinendesign

Spannende Konstruktionsweise

Spannende Konstruktionsweise

Das mit dem Daumenworkshop ärgerte mich wirklich. Das Tentakel wiederum sah ich erst nach dem dazugehörigen Vortrag, leider tat die Sensorik nicht, ich hätt mich gern mal von seinen tentakeligen Anhängseln touchieren lassen, so bliebs beim Knuddeln.

Ein anderer Baum, tagsüber

Ein anderer Baum, tagsüber

Workshop, leider verpasst

Workshop, leider verpasst

Aufblastentakel, temporär ohne Intelligenz

Aufblastentakel, temporär ohne Intelligenz

Vergleichsweise bodenständige Technik: aber die Siebdruckaktion zwischenrein war auch direkt wieder inspirierend, weil wir in Utopiastadt noch eine Latte alter Siebdruckplatten und mehr oder weniger komplette Ausstattung dafür irgendwo von irgendwoher rumliegen haben und uns beim Drucken gleich mal ausführlich erklären ließen, wie wir die am besten prüfen und wieder in Betrieb nehmen können.

Siebdruck, Shirt 2, Step 1

Siebdruck, Shirt 2, Step 1

Siebdruck, Shirt 2, Step 2

Siebdruck, Shirt 2, Step 2

Es entstand auch noch ein erstaunlich fein und präzise gearbeitetes/gedrucktes Tor-Zwiebelshirt.

Ansonsten: es war staubig. Über die detailierte Staubsituation konnte man – wie zu allen möglichen weiteren Rahmenbedingungen – aber problemlos via Twitter informiert bleiben.

Socken-Solar-Smartphoneladestation

Socken-Solar-Smartphoneladestation

Staub. C3staub informierte auf Twitter.

Staub. C3staub informierte auf Twitter.

Die Socken-Smartphoneladestation fand ich eine schöne Idee, und am „Häng ich da mein Gerät einfach rein und geh weg?“ wärs an sich nicht mal gescheitert, das schöne am Camp ist, dass sowas geht – aber an sich ists an der Steckdose besser und leichter und kann man ggf. eben auch am Kabel schnell drauf zugreifen. Klarer Fall von schöne Idee, Usecase nicht ganz gegeben, aber das ist meine bescheidene Meinung.

Experimentelles Biketrackingsystem, Trackingsystem

Experimentelles Biketrackingsystem, Trackingsystem

Experimentelles Biketrackingsystem, Bike

Experimentelles Biketrackingsystem, Bike

Die dev.bikes wurden indessen fleißig gebucht und gefahren, ein experimentelles Tracking-, Ausleih- und Abholsystem wurde in Betrieb genommen und meinem Stand nach sind die Probleme noch eher mechanischer Natur (Schlossansteuerung) und securitytechnisch jenseits der Camp-Gegebenheiten: je nach Rad ist die Sensorik/das Sendermodul teurer als das Fahrzeug selber.

Und am letzten Abend fiel mir dann auf, dass ich leider komplett die Robocup-Vorbereitungen verpasst habe. Andererseits: wo kann man schon mal einer kompletten Fussballmannschaft beim Schlafen zugucken?

Schlafende Fussballmanschaft

Schlafende Fussballmanschaft

Das „Einsatzfahrzeug“ knipste ich dann zum letzten Tag eigentlich nur, weil ich auf dem halben Ohr beim Vorbeigehen am Eventphone ein frisch erstelltes Video mitgekriegt hatte und mich amüsierte. Ich wills keinem vorenthalten, und überhaupt, Feuerwehr hat Kettensäge!

…tja, und dann wars auch wieder rum. Wobei ich eine Latte Inspirationen für Utopiastadt mitgenommen habe, damit nicht ganz alleine bin und ich fürchte, die Action geht jetzt erst los. Aber genau das ist ja eine Gute Sache(tm).

Einsatzfahrzeug

Einsatzfahrzeug


Abfahrt.

Abfahrt.

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