Vor einiger Zeit (auch schon wieder drei Jahre) ging ich unter die Kleinst-Fusionsfarmer mit ein paar Paneln und einem Wechselrichter von fensterkraftwerk.de, und damals beschrieb ich ja vor allem Setup und Bürokratie, diesmal ging es um was grundsätzlicheres: wir sind bekanntermaßen umgezogen, die Panels landeten erstmal im Keller und nach dem ersten Einrichten mussten wir die Ressourcenlage mit den jeweiligen Wunschvorstellungen abgleichen: Ruppsel wollte die Panels wieder montieren, nachdem wir schöne, breite Fenstersimse haben. Die Teuerste bestand auf Blumenkästen, nachdem wir schöne, breite Fenstersimse (und keine Loggia mehr) haben. Die Lösung bestand in einem entschiedenen „sowohl als auch!“.
Ich habe eine erfreuliche Nachbarschaft, die gelegentlich Einwegpaletten für verschiedenste Vorhaben anschleppt, unter anderem kann sie der Kater beforschen. Aber auch Ruppsel kann sich ein paar Bretter abhebeln (Brecheisenaction!) und im Folgenden schrauben, schleifen und olivenölen. An sich was für die Palettenseite, aber an sich zu trivial und „nicht palettig genug“.
Mit ein paar übrigen Klötzen kann man sich weiter die Halterung für die Panels zusammenschrauben. Wers wirklich ernst meint, würde sich hier wahlweise genaue Gedanken über den Neigungswinkel machen zum einen und vielleicht gar über was Verstellbares nachdenken, welches je nach Jahreszeit 20° steiler oder flacher geht, ich persönlich sag, mechanische Steckverbindungen sind was feines und einem Grobmotoriker wie mir angemessen.
Gleich die richtige Hochbeet-Noppenfolie aus dem Baumarkt zur Innenverkleidung nehmen ist vielleicht ein wenig Overkill, aber zu meiner Verteidigung: ich war leicht traumatisiert von einer vorgefundenen, plastikfolien-innenverkleideten Holzkiste, die bis zu unserem Einzug die Fensterbepflanzungsfront hielt und beim Rückbau auf dramatische Weise zerbröselte. So sollen meine Kisten nicht enden!, sprach ich zu mir und hey, machste einmal ordentlich, haste lange Ruhe.
Der erste Prototyp stieß auf Wohlgefallen, wie sich mit Olivenöl behandeltes Holz draußen hält, hab ich jetzt noch keine großen Erfahrungswerte, aber vorerst siehts schön aus und nochmal drüber geht immer. Mein Eindruck bislang: Leinöl dunkelt sehr stark nach über die Jahre, Olivenöl fast gar nicht, we will see. Es ist ein Blumenkasten, herrjeh. Korrigiere, deren drei, einmal mit 2 50×30-Panels bestückt, einer mit dem langen 110x17er und eines ohne alles, weil eine Fensterbank unbepflanzt blieb (Kratzbaum davor, der Meister darf nicht gestört werden).
Zwei Außenansichten, einmal von unten, einmal von der Seite. Das ist alles nicht mal ein Quadratmeter und macht im Peak vielleicht 75W und ne halbe Kilowattstunde an einem guten Tag. Ich schätze, wenn mans ernst meint, kann man mit einem Stadtwohnungssetting wie meinem hier auch gut das Doppelte rausholen (cave: es ist Denkmalschutz hier! entsprechend sollte nichts überstehen etc.). Man kann natürlich auch Kabel sauber mit ner Wanddurchbohrung rausführen, hier klemmt aber eh schon das USB für den Feinstaub- und Temperatursensor, da macht ein bisschen Flachkabel den Kohl auch nicht mehr fett.
Einnmal mehr: das ist weit weg vom ernsthaft selber Solarstrom machen, aber zum sich ausprobieren, Grundkonzepte verstehen und den Kleinviehmist mit reinschippen reichts. Au0erdem sprechen einen gelegentlich Leute drauf an, es ergeben sich gar zuweilen Gespräche der Art „Ach, das geht?/so einfach?/könnt ich auch machen“, und ich glaube, das ist eine Gute Und Richtige Sache,








