koks.digital 2026, Recap der heißesten Onlinemarketingkonferenz im Pott

koks digital 2026. Es war heiß und wir saßen im Schatten.

koks digital 2026. Es war heiß und wir saßen im Schatten.

Ich bin bekennender koks.digital-Fan, insofern kürze ich das allgemeine Lob ab: seit jeher die mir liebste Onlinemarketing-Veranstaltung, weils einfach die ideale Balance zwischen fähigen Speakern, breiter Perspektive und familiärer Atmosphäre hat, bei der man einfach auch mal Klartext reden und hören kann, auch und grade, wenn mal nicht alles eitel Sonnenschein und der neueste geile Growth-Hack ist.

Cave: ich kenn einige Leute dort schon sehr lang, unter anderem deswegen gibts folgend ein, zwei sehr persönliche Exkurse. Weiterhin bin ich kein Netzwerker und tu mich schwer mit Menschen, insbesondere mehreren auf einmal. Auf der koks passts für mich, und ich kann bisher von meiner Erfahrung her sagen: Speaker, Orga, Publikum einfach locker ansprechbar. Das liegt zum Teil wahrscheinlich an der pott-typischen Aversion gegenüber Bullshitterei, ich denke aber auch, dass das ganze Setting ne Rolle spielt: alle hängen zwischenrein mal in der Liegewiese hinter der Rotunde ab, alle stehen zusammen am Currywurststand und alle die meisten warten nach dem letzten Talk, bis Rene (Biersponsor!) mit dem Kasten Fiege vorbeikommt. Ich flachse ein wenig rum, aber halte die These für nachdenkenswert, dass die Qualität von Events steigt, wenn sie ohne Vip-Areas und Speaker-Lounges auskommen.

koks 2026, Wahrheiten aus der Keynote

koks 2026, Wahrheiten aus der Keynote

Keynote von Mohammadi Akhabach. Name klingelte nur ganz leise bei mir, aber hey, Mitbegründer von Lieferheld, fettes Apo-Portal gelauncht, spannend! Die Keynote war – dem Format angemessen – auf eher oberer Flughöhe plus ein Schwung Eindrücke von Früher(tm). Als Dinosaurier hab ich dafür Verständnis, im konkreten Fall passte alles gut zusammen, Tenor war das durchaus bedenkenswerte „Das Wichtigste passiert offline“. Im Kontext von Lieferdienst-Plattformen ist das unmittelbar klar, in einem Agenturjob für einen beliebigen eCommerce-Kunden ists schon nicht mehr ganz offensichtlich und ich ahne mal blasphemisch vor mich hin, dass es umso schwerer wird, je weiter man ins Rabbithole agentischer Toolsets gefallen ist, die meinetwegen mehr oder weniger effizient die Arbeit erleichtern/beschleunigen/whatever, aber auf jeden Fall mal noch ein weiteres Abstraktionslayer schaffen zwischen dem eigenen Handeln und den Realen Menschen Da Draußen, deren Geld/Aufmerksamkeit/Klicks man will.

koks 2026, Bofluencer auf Linkedin

koks 2026, Bofluencer auf Linkedin

Anschließend Stage 2 war vor allem, weil die Kollegen bei 1 blieben und ich dachte, komm, verteilen. Thematisch (Social Media) und channeltechnisch (waah, Linkedin!) überhaupt nicht meine Welt, aber ein supersympathisches Projekt. Die Bochum Wirtschaftsentwicklung ist natürlich als Unternehmen bei Linkedin aktiv, nur ists dort wie überall anders auch: Menschen interagieren irgendwie doch lieber mit anderen Menschen. Brands/Firmen mögen da alles richtig machen und trotzdem ists halt was anderes. Jedenfalls, sie hatten dann die „Bofluencer“ als lose Gruppe von Leuten zusammengetrommelt, die sich jeweils einzeln dran machten, regelmäßig auf Linkedin aus und über ihren Job zu berichten. Als Kern des (folgenden) Erfolgs blieben bei mir zwei Punkte hängen:

· eine eher lockere „best practise“-Vorplanung/Absprache der Leute untereinander mit nicht allzu hohen Anforderungen (übliche „Der Algo will X“-Kriterien wurden sehr frei gehandhabt/im Zweifel ignoriert) und
· vor allem Vertrauen/Rückhalt von Oben.

Ergebnis: mit einer Handvoll Leute, die wenig Zeit und viel intrinsische Motivation auf Linkedin werfen, übertrifft man zügig und deutlich die Reichweite eines solide betriebenen Unternehmenschannels. Mit dem man im Übrigen gut zusammen funktioniert. Anschließend gewinnt man Preise und spielt reichweitentechnisch auf einmal in anderen Ligen.

Charmante Idee: Programmhinweise per Messenger-Abo

Charmante Idee: Programmhinweise per Messenger-Abo

Mir gab das ziemlich zu denken, weil wir bei Draco eine extrem hohe Dichte an Überzeugungstätern haben. Linkedin ist halt nicht wirklich meine Welt, und vor allem gehen bei uns meiner Ansicht nach die Plattformen auseinander, wenn es um Corporate (-> Linkedin) und um die eigentliche Zielgruppe (MFA, Arztpraxen) geht (eher überall anders). Dass ich eine tolle Jobgeschichte auch auf Linkedin erzählen *musste*, passierte mir bisher einmal (Sertralin und Blutspenden, letztens war übrigens wieder der Blutspendebus da, halber Liter in 3:59 min, ich bin derbe stolz auf mich, aber deswegen nochmal bloggen?). Ich ahne, wenn man wirklich bewusster drauf achten würde, gäbs mehr Anlässe, ich tu mich tatsächlich ein wenig schwer. Wenn man anfängt, zur Übertragbarkeit auf andere Settings nachzudenken, wird man beliebig viele ja, abers generieren können und guten Gewissen nichts machen, mir scheints sinnvoller, da eher ein offeneres Auge für Möglichkeiten zu kultivieren und sich darüber mehr auszutauschen, weil so kommt man ans machen.

Ich fands klasse, gings der referierenden Anika Schiller sagen, die sich wiederum an die Anmoderation zu Roman Broich auf der letzten koks erinnerte. Es wurde ein sehr lustiges Gespräch, ich weiß nun nur nicht recht, ob es ein explizites Statement der Art „Ich beschäftige mich wirklich selten intensiv mit Thema X, nur um es anschließend begründeter scheiße zu finden“ braucht. Dann fiel mir später ein, dass ich mit exakt dieser Motivation schon mehrfach sehr dicke Buchreihen zu Ende las und jetzt bin ich verunsichert.

Kritische Infrastruktur auf der koks 2026

Kritische Infrastruktur auf der koks 2026

Anschließend verpasste ich zwei Talks, weil ich draußen mit Rene ins Quatschen kam (Hintergrund ein GEO-Workshop, den wir vergangene Woche hatten) und ich einfach zu ein paar Punkten ne zweite Meinung bzw. meine Gedanken dazu abklopfen wollte. Wir landeten irgendwann (natürlich) bei Knowledge-Graphen und da dann glücklicherweise an einem „Das kommt nachher in meinem Talk“, denn dann reichte es noch rein, Cola holen und auf zum nächsten Slot. „Rein, Cola holen“ funktionierte, der Rest nicht, weil (für mich) überraschenderweise ein gewisser Randolf auch vor Ort war und wir feststellten, dass wir uns für circa fünfzehn Jahre nicht gesehen hatten. Klar, man kontaktete hier und da durchaus und ich verfolgte auch einiges interessiert aus der Distanz, aber irgendwie ists schon nochmal anders skurril, wenn man sich drüber unterhält, wie sich das persönliche Sicherheitslevel anfühlt, nachdem dieser eine Mafiaboss erschossen wurde, oder ob man darüber halt im Spiegel liest. Es war auch schon wieder eine Weile her, dass wir über seine gulli-Revivalpläne texteten, die AHDS/Unternehmerkiste konnte ich da nicht recht als wirkliches „Anknüpfen“ an die frühere Community sehen, aber da fiel nun vor Ort ein Statement, das mir erheblich zu denken gab: Randolfs Ansicht nach war das gulli:board sehr neurodivergent geprägt.

Und da hat er tatsächlich einen Treffer. Insbesondere bezüglich vieler Leute, die kontinuierlich dabei waren, die im Board und insbesondere im IRC eben prägten, Inventar waren, die einen Großteil ihres Soziallebens online und in der Community dort bestritten. Aus der heutigen Perspektive und ihren Social Media-Verbotsdebatten fällts nicht so ins Auge, aber wir reden von den Nullerjahren, die Smartphones waren noch nicht erfunden, DSL bedeutete 768kB/sec, Mark Zuckerberg belästigte in Harvard Frauen und Google versuchte, Werbung in einer Suchmaschine einzublenden. Andersrum gedreht: wer einen Großteil seiner Freundschaften und Sozialkontakte in einer doch eher speziellen Online-Community pflegte, hatte oftmals spezifische Gründe dafür. Eines frühen Morgens im März 2006 fiel der Satz „am schlimmsten sind die normahlen“ in , nachdem missi und ich von halb vier nachts bis sieben morgens Radiobattle machten, er ist seitdem eine mir sehr liebe und teure Erinnerung (an teils sehr schlimme Zeiten, muss ich dazusagen) und ich bin recht sicher, er traf da einen sehr zentralen Punkt. Einmal mehr, ich hatte was zum drüber nachdenken, wollte dann aber zum Talk von Sebastian Schnelting, denn für den musste man sich voranmelden wegen der kleinen Stage 2 und ab davon wollte ich da unbedingt hin.

Sebastian fischt im Teich, nicht im Meer.

Sebastian fischt im Teich, nicht im Meer.

Gutes Targeting, es ist keine direkte SEO-Disziplin, aber ich beobachte und lerne da gerne, schon allein, weil die Realität ja oft genug eher entsetzlich aussieht. Sebastian übersprang die grundsätzliche „Wer ist meine Zielgruppe?“ -Problemstellung und machte mit dem an sich trivialen, aber wahrscheinlich oft genug wenig bedachten Thema Timing auf: zu jedem beliebigen Zeitpunkt interessiert sich 95% der Zielgruppe gerade nicht für uns, weil Menschen nicht pausenlos online Geschäfts- bzw. Konsumentscheidungen treffen. Die, die sich interessieren, sind naturgemäß nicht alle in derselben Phase (von Interesse bis Kaufentscheidung), rein zufallsgesteuert liegt man mit spezifischen CTAs in drei Vierteln der Fälle falsch/suboptimal. Schlimm!, aber: was tun? Leute rennen ja nicht mit Lampen auf dem Kopf rum, die Bereitschaft und Fortschritt in Sachen Kaufentscheidungen anzeigen.

An dem Punkt saß ich mit einer ungenügend hell leuchtenden „Signale, Alter! Sag uns die Signale!“ Birne über dem Kopf da, weil ich seh in meinen Notizen ein paar Gedanken, was (eher mittelgute) Signale bei uns sein könnten, ich begann quasi aus Verzweiflung selber zu denken, wenn das der Plan war, well played, Sebastian!, er warf dann kurz drauf tatsächlich einige spannende Kisten, nur halt Agenturkontext. Einmal mehr, ich tu mich schwer mit dem Übertragen auf andere Usecases, aber das Prinzip des out of the box-Denkens kam rüber: Änderungen in Benutzeraccounts (Adressen?) -> worauf deuten sie hin? Bei Unternehmen: Stellenanzeigen, insbesondere in der Mehrzahl. Änderungen im Techstack (builtwith.com für potentielle Kundschaft im Auge behalten bzw, haha, einen Agenten drauf ansetzen). Was fragen Leute aus dem Zielmarkt auf reddit? auf Linkedin? in dieser einen spezifischen Facebook-Gruppe, von der man nur jeden fünften Post sieht, weil man zu wenig selber schreibt? Mir kommen ein, zwei halbe Ideen, aber ich ahne, es gibt bessere.

Das Verquatschen in der Mittagspause hatte ich dann aber tatsächlich im Griff und stiefelte zum Talk mit Rene. Immer ne sichere Bank für nachdenkenswerten und handlungsleitenden Input, für mich diesmal teils etwas über Bande, ich erklär gleich. Kurzes Einstiegskopfwaschen: Das war alles absehbar, und „alles“ meint die Klickocalypse nach Einführung der KI-Modes und -antworten. Es gibt ein recht altes Zitat aus der Google-Chefetage, wo die Ansage war, man wolle die konversationale, allwissende Antwortmaschine a la Star Trek bauen. Zugegeben, ich erinner mich auch nicht an einen Picard, der nach einer Auskunft ein „Quellenlinks auf den Schirm!“ promptete. Über Bande nahm ich mit, dass der KI-Klickeinbruch beim organischen Traffic breit und massiv ist, weil offensichtlich das New Normal nun definiert ist.

Always has been.

Always has been.

Wetter-Webseiten existieren nach wie vor, obgleich Google die Wochenvorhersage seit Jahren direkt in der SERP spielt. Weil sie Services anbieten, Special Interests bedienen, Databroker werden, und diese Schritte werden jetzt halt alle gehen müssen, die mit informationalen Inhalten online stattfinden. Reiner Know-Content ist SEO-technisch tot. Über Bande: es wurde nie laut im Talk angesprochen, aber nebenbei zeigte er einige seiner Online-Tools im Kontext der jeweiligen Tech-best practises und ich hatte so ein „i see what you did there“ -Gefühl, es braucht jetzt halt Services, Wissenscontent reicht nicht aus. Ich mein das vollkommen positiv, es gefällt mir sehr, wenn Leute genau das tun, zu was sie anderen raten. Es beruhigt mich sehr, wenn er mit dem Entity Explorer recht genau bei was gelandet ist, was wir uns auch zusammenbauten. Es beruhigt mich geradezu enorm, wenn er dabei auf dieselben Grenzen stößt wie wir (Es gibt Entities, zu denen findet man Google-KGs im Netz, aber nicht über die Google-API; uneindeutige Entity-Bezeichner sind für alle Akteure furchtbar zu handhaben usw.). Wenn ich bei Rene nach mir selber suche, finde ich das bekannte „Es gibt mehrere von mir“-Problem, immerhin, wer so heißt wie ich, hat demnach durchgehend meine Homepage als Homepage, irgendwie charmant, aber nun.

Vorstellung der verschiedenen relevanten KGs (drei, Wikidata und Google obviously, Microsoft mit Satori, waha, Blast from the past) und KI-fütternde Indexe (auch drei, Google, Bing und, wait for it, Brave, auf deren Index Perplexity zugreift). Den Brave-Index hatte ich auch nicht auf dem Schirm, zugegeben, ich hasse Brave wie jeder vernünftige Mensch auch, andererseits ist unser Standing bei Perplexity fein, hier alles in Ordnung. Whatever, wie immer bisher nahm ich von Rene ein paar sehr konkrete Erleuchtungen und demnächst anzugehende Detailverbesserungen mit.

Da kommen eure Likes her

Da kommen eure Likes her

Sascha Pallenberg wäscht der Branche den Kopf: Das Netz, der Planet und unsere Hirne werden zu Bullshit zusammengeschmolzen, weil die Techbros den Hals nicht vollkriegen, die Gesellschaft gamen, auf alle Folgen gepflegt scheißen und niemand was dagegen tut. Er hat in allen Aspekten recht, ich finde es großartig, dass es auf einer Marketingkonferenz dafür Platz (und Interesse) gibt, und wenns mir diesmal „klasse, aber nicht ganz so auf die Zwölf wie letztes Jahr“ vorkam, kanns damit zu tun haben, dass ich letztes Jahr halt auch da war und vielleicht auch der Kontrast zu den Talks vorher ein anderer. Whatever. Palle ist nicht nur ein Guter, er bringt dermaßen viel Hintergrund aus dermaßen viel Ecken mit (Netzkultur und -öffentlichkeit, Automotive, Industriepolitik in Deutschland, Taiwan, China, allgemein, IT-Produktionsketten, Großunternehmen, ihre PR-, Netz- und Lobbystrategien aus Perspektiven vom Vorstand bis zum Social Media-Fußvolk, etc. etc. pppp.), es ist fantastisch. Dazu immer stark be- und durchdachte eigene Positionierung, ok, genug Fanboygeoute. Letzter Talk Quaero und das hat ein bisschen unverdiente Fallhöhe nun.

Nicht nur messen, richtig messen!

Nicht nur messen, richtig messen!

Denn an sich wurde halt in einem Agenturslot ein Agenturtool vorgestellt, und das allgemeine „Wie sichtbar sein in der KI“ diskutieren wir nun auch schon seit einiger Zeit. Hinzu kommt, dass es halt einer der klassischen „Wenn ich hier nicht bei >80% des Inputs weiß, wie der Hase läuft, hab ich lm vergangenen Jahr was falsch gemacht“ -Talks war. Ihr KI-Sichtbarkeits-Messtool scheint indessen solide gemacht, Rene gab da im Vormittagsgespräch auch bereits einige Props, sinnvolle Funktionalitäten, ableitbare Doings aus vielerlei Perspektiven, und nur weil für mich kaum neues dabei war, sprichts überhaupt nicht gegen Tool und Insights, im Gegenteil.

Hier bringt der Chef die Eiswürfel noch selbst

Hier bringt der Chef die Eiswürfel noch selbst

Anschließend: Currywurst und kühle Getränke. Zweite-Hand-Berichte aus anderen Talks blieb bei mir nur Roman Broich hängen (obviously), demnach wars diesmal weniger „das kommt demnächst für Copilot“-Input, es war wohl fein, nichtsdestotrotz war im Nachhinein die FOMO erträglicher.

Tja, und sonst wie eingangs bemerkt: einfach eine ganz eigene und feine Atmosphäre. Das mag natürlich auch mit der anschließenden Dinosaurierdichte zu tun haben, aber hey, entspanntes „Wer Bock hat, setzt sich dazu“, und die extensiv diskutierten Themen (Internationale Lieferketten und KI; Neurodivergenz und diesbezügliche Diversity in Communities, Zielgruppen, Branchen, der Gesellschaft; Worstcases in Social Media; KI-Auffindbarkeit von Ablederungswundcontent; Mentalitätsunterschiede in Gesellschaften Taiwans, Deutschlands, Chinas, Europas, Südafrikas und ihr Impact auf Gesellschaft, Technik und technikvermittelter Kommunikation; Startupgeschichten und Innovation der Nullerjahre bis heute; Fahrzeugpräferenzen verschiedener Mafiaorganisationen; Industriepolitik, Überwachungsstaat und die Rolle unserer Branche/n etc.), es war schon gut, dass irgendwann irgendwo irgendso ein Fussballspiel war, denn dann brachen alle auf und ich durfte heim. Bis nächstes Jahr.

Gruppenbild mit Dinosauriern

Gruppenbild mit Dinosauriern

Wer sich vor allem für die koks interessierte, im Zweifel hier abbrechen, es kommt nichts mehr dafür relevantes. CW Tod, Suizid.

Es ist Sonntag nachmittag, und es geht mir weiterhin nach, welche Menschen damals und heute viel und aus Gründen online lebten und auch starben. Als ich mit Randolf sprach, dachte ich natürlich direkt an KLDKO, denn tatsächlich ist der Teil seiner Biografie, die ich online und später offline mitbekam, genau das, worüber wir sprachen. Als ich gestern die Passage oben tipperte, fiel mir noch NiGHtOwL ein und Artesias Kommentar. Das sind zwei Leute, ich frage mich, wieviele ich aus den Augen verloren habe? Kein gulli-Kontext, aber die Trauer und Ratlosigkeit in meiner persönlichen Online-Welt nach Johannes‘ Tod – auch da hatte ich das Gefühl, dass da vieles in den Online-Communities stattfand. Mein Texterhirn schlägt grade einen Bogen zum Anfang und will die Keynote-Message korrigieren: die wichtigen Dinge passieren nicht offline, sie passieren zwischen echten Menschen.

Ich glaube nicht, dass das nun genau der Gedanke ist, den man nach diesen Erinnerungen und Überlegungen mitnehmen sollte (wahrscheinlich gibts „den“ Gedanken dazu nicht). Welche (Online-) Communities fangen heute wen auf? Wie sieht es aus in den einschlägigen Themenfeldern, die anziehend für unterschiedlich andere Hirne sind? Haben wir die Kanäle noch, die halten, wenn sie offline nicht vorhanden sind? Sobald ich bewusst drüber nachdenke, scheint mir da auch und grade im Chaos-, Fediverse- und ähnlich nerdigen Umfeldern in den letzten Jahren erfreulich viel erfreulich weit gekommen zu sein, auf jeden Fall ist es anders, und weil ich meinem Bauchgefühl grade nicht so recht traue, denke ich, rational und pi mal daumen bedacht vielleicht sogar besser. Ich wär mir gern sicherer.

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One Response to koks.digital 2026, Recap der heißesten Onlinemarketingkonferenz im Pott

  1. Stefan sagt:

    Oh Mann – da habe ich ne Menge verpasst. Dank Dir für das Wrap up. Grüße vom exkollegen

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