koks.digital – Recap von der ersten Konferenz für Digitales Marketing im Pott

Ich war gestern auf der koks.digital, es hat mir gefallen und ich hab ne Portion Kram mitgenommen. Für einen „Konferenzmenschen“ halte ich mich irgendwie gar nicht und mit dem härtesten Networking, das manche Konferenz und manche Party ja bekanntlich sein soll, tu ich mich schwer, insofern scheint dort vieles gut und richtig gemacht worden zu sein. Außerdem kann ich hier zum ersten mal ein „Disclosure: mein Arbeitgeber war Hauptsponsor, quatscht mir nicht rein, was ich selber so verblogge und ich beabsichtige, hier genau das gut und weniger gut zu finden, was ich gut und weniger gut fand“ einem Blogeintrag voranstellen. Es fühlt sich beim Tippen schon fast ein bisschen loboesk an.

OM Businesspott im Bermuda3eck

OM Businesspott im Bermuda3eck

Vorweg: klar ist das überfällig gewesen. Es geht verdammt viel in der Digitalwirtschaft im Pott. Die einschlägigen Leuchttürme in der Wahrnehmung sind trotzdem eben Berlin, Hamburg, München und dann sieht man mal weiter, und ich glaube, meine Zweifel an der Realitätsübereinstimmung dieser Wahrnehmung sind begründbar. Das macht mich natürlich positiv parteiisch gegenüber den Leuten, die sowas dann endlich mal lostreten, das scheint mir aber vollkommen angemessen und richtig. Mit koks.digital als Namensformat sollte ich eigentlich glücklich sein, haha, Koks, hau rein, aber ich muss zugeben, mein Usabilitynerv zwickte des öfteren beim „Ja, das ist eine Domain“-sagen. Das und die Ompott-Preparty waren so aber die einzigen Sachen, mit denen ich mich ein wenig schwertat, und bei letzterem wahrscheinlich einfach deswegen, weil ich halt kein Partymensch bin, denn schon da war eine sehr angenehme Durchmischung des Publikums zu beobachten (Online, Schnittbereich offline, eher Marketing/eher Internetherkunft, whatever, vor allem nicht die gelegentlich beobachtete Performance/SEO/SEA/Trackingfilterblase). Und überhaupt, Bermuda3eck geht immer.

Tags drauf dann im Riff. Ich bin viel rumgestiefelt und wir hatten parallel auch eine kleine VoiceSearch-Stichprobenanalyse gemacht, insofern nicht alles komplett mitgenommen, aber vieles zum Verdauen. Keynote von Bernd Tönjes (RAG/Initiativkreis Ruhr), hier und später bei Helge Guba hatte ich diesen Horizonterweiterungseffekt, der mir bei manchen anderen Veranstaltungen nicht so passiert: jenseits der reinen Marketinggeschichten eine Perspektive zu kriegen, wie sich eben auch ganze Branchen digitalisieren, wie Kooperationen und meh, Buzzword, Synergien zwischen digitalen Startups und Schwergewichten wie eben zB. der RAG laufen, dass es einiges an Bewegung jenseits der Venturekapitalpumpen und US-Klone gibt. Weiterlesen…

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Facebook-Basher bashen: Yet another Datenschutz/Überwachungs-Reframe

Grade hat Netzpolitik einen Lauf gegen facebook und nun spült man mir noch Schweizer Aluhüte in die Timeline, und ich fühle mich genötigt zur ausführlicheren Gegenrede/einem Nachklapp zu meinem „Facebook-Profiling ist fürn Arsch“ vom letzten Jahr.

Starke Thesen, wie immer im Sinne von „Ich leg das mal weit und agressiv aus, daran kann man Dinge deutlicher machen und sich leichter abarbeiten“:

1. Gutes Profiling ist im Interesse aller FB-Nutzer, weil man dasselbe Geld mit weniger Werbung kriegt und
2. selbiges Geld die Existenz einer extrem leistungsfähigen, kostenfrei nutzbaren Plattform sichert.
3. Wenn FB Adblocker blockt, dann ist das gut und richtig wie nur was.
3a. Im Gegensatz z.B. zu Leistungsschutzrechtbestrebungen gewisser Verlage
3b. Ich bin extrem dafür, dass Facebook weiterhin durch Werbung finanziert wird und halte das gerade aus Privacygründen für alternativlos.
4. Übliche „Cookies löschen“, „History löschen“ und „lass dich nicht profilen“-Gehampel ist sinnfreie bis schädliche Noceboscheiße.
5. Ich versteh mich durchaus als Verfechter von Privatsphäre und Gegner von Überwachung, wenn ich sowas schreibe.

Targeting done right

Targeting done right

Punkt 1 ist einfach. FB will finanziert sein, und im Unterschied zu gewissen Medienunternehmen stehen sie nicht mit dem Betteltopf an der Staatskasse, sondern kümmern sich selber drum. Ich wünsche mir sehr, dass das so bleibt. Zum Eigeninteresse: ich hatte nebenan schon geschrieben, dass Facebook von absolut niemandem „Daten verkauft“. Facebook verkauft Werbeplätze. Je besser diese Angebot/Zielgruppe zusammenbringen, desto höhere Preise kann FB aufrufen und desto weniger Werbung ist notwendig. Ich bin beileibe nicht so naiv zu glauben, wenn das Profiling mal so gut ist, dass jeder dritte Adklick ne Conversion bringt, dass wir dann nur noch einen Werbeplatz alle drei Tage sehen, aber ich bin mir *sicher*, dass es mehr und nerviger wäre, wenn die Quote sinkt. Ich bin mir *absolut* sicher, dass die ABP-Schmarotzer dazu beitragen.

Selbstverständlichkeiten dazu, von denen ich indessen annehmen muss, dass manche davon nichts ahnen: Stellen wir uns vor, dass ein imaginärer User auf Facebook, nennen wir ihn mal „Richie“, auf FB ein Nine Inch Nails-Video liked. Stellen wir uns weiter vor, Trent Reznor macht ein neues Album und will bei FB dafür werben. Facebook wird *den Teufel tun* und Trent in welcher Form auch immer sagen, dass da unter anderem besagter „Richie“ ein NIN-Video geliked hat. Reznor wird, Zuckerberg seis geklagt, nie von Facebook erfahren, wie sehr ich ihn verehre. Reznor kann bei FB Werbeplätze kaufen und die Ausrichtung dahingehend vornehmen, dass nur Leute die zu sehen kriegen, die mal was von NIN geliked haben. Das wars. Weiterlesen…

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Bosch Ersatzteile, einige Onlinemarketingbetrachtungen

Einleitung

Das hier wird länger, ich oute mich von vornerein als Fanboi und hab ein wenig ein eigenartiges Gefühl, weil das vielleicht auch Züge eines jener Blogeinträge tragen könnte, deren URLs in der Vergangenheit massig in Disavow-Listen eingetragen wurden. Nichtsdestotrotz, frühkindlich-schwäbische Prägung („Halt dei Gosch, i schaff beim Bosch!“), längere positive Erfahrungen mit diversen Geräten, eine massive Traumatisierung durch das Im-Sande-Verlaufen meines Angebots, erotische Male-Model-Kalender mit Bosch-Heimwerkergeräten zu konzeptionieren und eine nun stattgefundene Begegnung mit dem Bosch-Ersatzteilservice machen mir diese Art Kribbeln in den Tippfingern, bei den ich weiß, es ist sinnnlos, sich zu wehren.

Folgendes ist eine Betrachtung zu Optimierungsmöglichkeiten in Sachen Bosch Ersatzteile bei Heimwerkertools. Ich kenne die Rahmenbedingungen nicht (Vertragshändler-Priorisierung, Imageüberlegungen, Kosten/Nutzen usw.) und insofern ist alles ein wenig ins Blaue geschossen. Andererseits passiert es mir selten, dass mich ein Thema anspringt und man dann einfach mal öffentlich hirnstürmen kann, und nachdem Bosch kein Kunde ist, mag ich das einfach mal genießen. Sie machen verdammt viel gut und richtig, btw., und ich muss zugeben, die Problematik ist… nun, interessant.

Vorgeschichte

Ich schrottete die Bodenplatte meines Bandschleifers – der hat einiges zu tun, insofern nehm ich nichts übel einerseits und schätze ich, kam irgendwas zwischen ein (leicht zu lockeres) Flohmarkt-Schleifband und die Unterlage. Das Ergebnis war eine glatt abgerissene Bodenplatte, die man an sich nachkaufen können müsste. Modell war ein PBS 75 A-Bandschleifer, Die Suchanfrage ließ mich ein wenig ratlos zurück, stöbern brachte nur ein paar Teile und Zubehör, nicht das, was ich brauchte.

Bandschleifer in need of Ersatzteile

Bandschleifer in need of Ersatzteile

Nun machen sie drunten im Schwäbischen wie gesagt ja viel richtig und haben auch eine Bosch Heimwerken-Facebookpräsenz, die einerseits nette Sachen postet und andererseits auf Nachfrage gern weiterhilft. Ich frag nach, ob/wo ich das Ersatzteil kriege, nachgehakt wurde erst mein genaues Modell und dann noch die Gerätetypnummer, bei letzterem pfuschte ich dann und gab erst eine innen im Gehäuse angebrachte Typennummer durch, aber dann fand ich das Gemeinte, gab Daten durch und kriegte die Info, mit der Grundplatte 1.619.X06.361 für EUR 4,58 plus MwSt. sei ich dabei. Jubel! Sehr feiner Kurs für nicht ganz gängige Ersatzteile. Ernüchterung! Google wirft zu der Typenbezeichnung nichts raus. Bevor ich mit weiteren Fragen nerven wollte, hatte ich den klugen Gedanken, dass das FB-Team von Bosch Heimwerken wohl davon ausgeht, dass man auf der Webseite von Bosch Heimwerken guckt. Dort werden Reiter für „Werkzeuge“ und „Zubehör“ angeteasert, da gibts aber tatsächlich nur „Werkzeuge“ und „Zubehör“. Die Suche auf der Seite wirft zu der Typbezeichnung auch nichts. Aber: unter „Service“ findet sich der Ersatzteilservice. Dort wiederum zwei Varianten von Suchmasken.

Wir kommen zum Ende: Mit der durchgegebenen Sachnummer 3 603 BA1 000 komm ich auf das korrekte Ergebnis, wo ich praktisch meinen kompletten Bandschleifer in Einzelteilen ordern und selber montieren kann. Direkt linken kann ich das leider nicht, weils irgend ein JSP-Kram mit Viewstates und sowas ist. Hier kriegte ich kurz Bauchschmerzen, aber dann bezwang ich mein SEO-Ich und ließ das Schrauber-Ich frohlocken ob der Möglichkeit, günstig eine Bodenplatte, gleich noch einen frischen Luftfilter und eine vom Abmontieren/Reinigen etwas ausgeleierte Abdeckhaube 837 zu ordern. Und, Premiere! zum ersten mal im Internetz mit der eigenen Kreditkarte zu bezahlen, weil Paypal geht nicht.

Der richtige Weg zu Ersatzteilen von Bosch

Wer direkt bei Bosch seinen Bohrhammer kauft, sagen wir mal, den hier, schaut gleich nach dem passenden SDS-Bohrfutter beim Zubehör, und dort findet sich dann auch gleich der Hinweis zu den lieferbaren Ersatzteilen. Und, oh Wunder: dort werden die Explosionszeichnungen sogar – via SKU – direkt angelinkt. Weiterlesen…

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Warum ich Esoteriker im Allgemeinen und Theodor im Besondere hasse

Theodor ist ein Arschloch. Theodor behauptet weiter, ein Magier und Hellseher zu sein und verspricht Leuten Glück, konkret eine Million. Über Theodors Abzocknummer hat dankenswerterweise schon an anderer Stelle jemand geschrieben, und seine Site ist aktuell komplett weg (Archive).

Man kann sagen, klar, ein Arschloch wie viele, der leichtgläubigen Menschen das Geld aus der Tasche zieht. Man kann auch sagen, an ihm siehts man exemplarisch und deutlich, was andere Abzocker hinter Quantengefasel, „Medizinkritik“ und dem zum Erbrechen rezitierten „…mehr Dinge zwischen Himmel und Erde…“ verschwurbeln.

Auf Theodor fiel ein gesetzlich betreuter, nicht geschäftsfähiger Mensch rein. Theodor versprach, einen Millionengewinn herbeizuführen, das koste die Kleinigkeit von 59 Euro. Zahlbar per Scheck oder Kreditkarte. Theodor kriegte von einer offenkundig diesbezüglich nicht geschäftsfähigen Person einen *wie einen Scheck ausgefüllten Dauerauftrag* per Post. Theodor, Hellseher! laut Briefkopf, sieht weder hell, was da läuft, sieht ebensowenig, dass er hier seine Nummer an jemandem abzieht, wo wirklich keine Entscheidungsfähigkeit attestiert werden kann. Theodor will Kohle, und schreibt folgendes zurück, mitsamt dem Dauerauftragsformular. Weiterlesen…

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Ein Dank an Johannes und was zu Vorbildern, Depression und Achtsamkeit

Seit ich von Johannes‘ Tod erfahren hab, treibt es mich um und nun denk ich, schreibs ins Netz. Meine Bekanntschaft mit ihm war eher lose, aber wie er dann doch sehr oft irgendwie da war, fiel mir jetzt erst richtig auf. Entschuldigt, wenn ich jetzt auch viel über mich schreibe, es gehört zur Sache, um die es mir geht, und ich glaube, es zeigt vielleicht auch ein kleines Beispiel dafür, wie gute Menschen wie Johannes im Netz vielleicht ganz unbemerkt zu guten Sachen beitragen.

Getroffen hab ich ihn als „ersten Kunden“, den ich im Netz je hatte: die GLS ließ 2009 bei Fliks SEO machen, ich saß irgendwann bei ihm und anderen in der GLS und erzählte, wie der 1Password-Artikel bei Macnotes auf Platz 4 kam und warum „Kartoffel macht der Motor“ durchaus eine optimale Überschrift sein kann. Seitdem war man in den diversen Channeln befreundet, lief sich gelegentlich auf den diversen Events über den Weg, in erster Linie verfolgte ich aber via Netz, was er so machte. Direkt kommuniziert hatten wir nicht viel – letzte Woche noch zu seinem Speaker-Interview auf koks.digital kommentierte ich endlich den „überfälligen Respekt“, den ich mal abladen müsse bei jemandem, der mit so unfassbar viel Herz im Netz unterwegs ist.
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Voice Search SEO: Sprachsuchen-Gedanken zu Siri, Cortana und Co.

Die Roboter werden uns nicht immer retten.

Die Roboter werden uns nicht immer retten.

Im Seo-Stammtisch Ruhrgebiet (Am Rande/vorweg: am 26.8. ist koks.digital!) schmiss ich die letzte Zeit immer mal wieder rein, was mir zum Thema Sprach-Suchanfragen/Suchen via Siri, Cortana, OK Google usw. über den Weg lief und es wird Zeit, dass ich mir mal meine eigenen Gedanken mache. Irgendwie ists so ein „schwebt über den Wassern“-Thema, viele halten es für wichtig (mich eingeschlossen), manche sehen das „nächste große SEO-Ding“ (ich weiss nicht recht) und keiner weiss so genau, wie und was da überhaupt funktioniert oder funktionieren soll (ich nicht so recht oder, um eine gewagte These vorwegzunehmen: wir werden diesbezüglich eh alles weiter so machen, wie wir es vernünftigerweise bereits tun).

Es begann Anfang des Jahres, als ich eine Sprach-Suchanfrage in eTracker oder Analytics wiederfinden wollte, um zu sehen, was für Begriffe da gesucht/übergeben wurden. Siri sucht über Bing, und die KW laufen unter „not provided“, man findet den Traffic/den Aufruf, aber nicht, was der Suchterm war. Das schien erst mal ärgerlich, ich vermute aber, es ist tatsächlich egal. Seitdem geht mir das Thema nach. Wie sieht die „allgemeine Durchdringung“ aus?

  • Mobilsuchen überholen Desktopsuchen: 2015 (Google).
  • Die nächste Generation schickt sich keine Whatsapp-Nachrichten mehr, sondern Sprachmemos (jaja, und Snaps, geschenkt): 2016 (anekdotischer Bericht von Axels Kids).
  • Siri, Cortana&Co. zeichnen für 10% aller Suchanfragen verantwortlich (2016, Mindmelt, laut lsainsider)
  • Die Menschheit geht unter, wenn es keine Local Search mehr gibt (2016, Searchengineland, 2505, Idiocracy)
  • Voice Search tötet das Keyboard: schon 2014 haben über 50% Teenies und über 40 der älteren VoiceSearch verwendet, 45% der Teenies wünschen sich, in der Zukunft sprachgesteuert Pizza zu bestellen. (2016, Searchenginewatch).
  • Q1-Zahlen 2016 mit weiter steigender Sprachassistentennutzung (2016, auch MindMelt).
  • Karl predigt schon seit 2013, dass das das nächste Ding ist.(2016, behauptet Christian)

Sprich, wir haben schon die ganze Zeit zweistellige Prozente an Voice Search in unseren Suchstatistiken und merken nichts bis wenig davon. Weiterlesen…

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Google Street View 360°-Bilder für Places selber machen, iPhone-App

Ich weiss nicht, seit wann es nicht mehr das Privileg der „google-akkreditierten Fotografen“ ist, 360°-Bilder zu Places/MyBusiness-Listings zu machen. Obs indoor auch in Eigenregie geht, hab ich noch nicht ausprobiert, aber dass man das einfach per iPhone-App (alternativ Android) selber machen kann, schien mir neu. Mir fiels konkret nach dem Urlaub nun auf. Und verdammt, grade google ich nach und stelle fest: jepp, Mai 2016 wurde die App aktualisiert und an sich gehts schon verdammte zwei Jahre.

Das macht mich grade etwas fertig, aber ich habe die Vermutung, dass ein Feature bis vor kurzem gefehlt hat, um das wirklich einigermassen leicht/spontan zu machen: Bereiche verpixeln. Seit der aktuellen 2.2.0 8 (iTunes) bzw. (PlayStore) geht das aus der App raus und scheint den „hey, macht man eben mal kurz“-Aspekt drastisch verbessert zu haben.

Man knallt das Ding aufs Smartphone und startet die App.

StreetView-App starten, gelbes Plus antippen

StreetView-App starten, gelbes Plus antippen

Kamera als Bildquelle auswählen

Kamera als Bildquelle auswählen

Nun muss man ruhig stehenbleiben und die Kamera nach Möglichkeit immer am selben Punkt halten, die nacheinander erscheinenden gelben Punkte ringsum, unten und oben fokussieren und die Kamera auslösen lassen. Je ruhiger, desto sauberer das Ergebnis.
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Kobo Glo HD Ebookreader, Linux und die Ebook-Synchronisation

Long story short: bedingt gescheitert. Einfachste Möglichkeit: die ePub-Sammlung auf einen Heim-Webserver und dann einfach über den Glo-Webbroswer importieren. Und die AfD ist ein Haufen Arschlöcher.

Long Story Long: der Glo HD von Kobo scheint (wie viele eBook-Reader) außerhalb der eigenen Shop-infrastruktur ein empfindliches Pflänzchen zu sein. Wir hatten ihn ausgeguckt, weil er doch ein breites Angebot an Formaten unterstützt, schöne Auflösung und Akkulaufzeit mitbringt und das ganze zu einem sehr vertretbaren Preis. Mitgespielt hat auch so ein vages „Kindle, nee“, und „Tolino, nee“. Und die AfD ist ein Haufen Arschlöcher, ich komm später dazu.

Der Kobo Glo HD. An sich nicht verkehrt. Aber.

Der Kobo Glo HD. An sich nicht verkehrt. Aber.

Der eine bekannte Haken am Kobo Glo HD: man muss ein Kobo-Account anlegen und das Teil mit dem Kobo Desktop aktivieren. Wenns sonst nichts ist. Nur: das geht nur unter Windows (oder Mac). OK, ein Einmalding kann man sich gefallen lassen. Es steht ja ne Windowskiste rum. Anschließend sollte man den Glo an eine beliebige Kiste rannhängen können, USB-Medium *sollte* gemounted werden, man wirft einfach das .epub der Wahl ins Stammverzeichnis, und das Ding frisst es. Das funktioniert hier auch tatsächlich – unter Windows.

Unter Linux häng ich das Teil an und zunächst passiert nichts. Ich schaute via lsusb, ob da was ist (nein), dann hing ich ihn wieder an Windows, warf ein paar ePubs in das Stammverzeichnis, ok, tat. Dann hing ich ihn wieder ans Linux, da mountete sich ein Wechseldatenträger. Yeah! Vor lauter Enthusiasmus Calibre gar nicht erst gestartet und ein paar Ebooks über den Dateimanager drauf, abgestöpselt, Reader ist leer. Keine Bücher in der Bibliothek. OK, Werksreset, von vorn. Weiterlesen…

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Die Roboter werden uns nicht retten

Ich hätte Franks Artikel in der FAZ nicht gelesen, aber Noxymo stupste mich drauf und in der Folge musste ich mir ein paar Gedanken machen.

Kürzestraffung Frank: die Maschinen/Roboter/Algorithmen werden unsere Arbeitswelt künftig schneller umkrempeln, als das Dampfmaschine, Agrarrevolution oder Elektrifizierung je gekonnt haben, alle Arbeits- und Gesellschaftsbereiche stehen vor einer drohenden? zu erhoffenden? Automatisierungswelle, die auch und gerade die „nur von Menschen zu machende Aufgaben“ durchfluten wird. Wir brauchen schnellstens Strategien, um die damit einhergehenden Umbrüche in der Organisation von Arbeit/Verteilung von Gütern noch rechtzeitig aufzufangen. Lösungen: Maschinensteuer und Grundeinkommen.

Kürzestraffung Noxymo: Frank pickt sich grade ein paar Hype-Rosinen aus dem allgemeinen Fluss der Weiterentwicklung, um eine allgemeine Bedrohungslage auszurufen, prognostiziert von mehreren möglichen Disruptionsfeldern auf eine sicher kommende, allgemeine solche und ignoriert einen festen, wenn nicht gar wachsenden Bedarf an menschlicher Arbeit. Eine „Maschinensteuer“ ist in dem Kontext eine technokratisch gedeutete Vermögenssteuer, die man idealerweise gar nicht erst abgeschafft hätte. Angesichts einer anzustrebenden Mehrbesteuerung von Vermögen und einer geringeren solchen von Arbeit und Konsum bewegen wir uns hier aber tatsächlich seit Jahrzehnten in die völlig falsche Richtung.

Kürzestfassung ich:
mir scheint, dass Noxymo seine Punkte durchaus richtig macht. Es fehlen aber ein paar, die man auch noch machen sollte.

Irgendwie symptomatisch scheint mir Franks Rede von der Automatisierung der Produktion. Er sollte es wissen, dass die, Zitat er, „Automatisierung und Flexibilisierung der Produktion“ in keiner Weise „zunehmend“ ist, sondern schlicht und ergreifend schon lange da. Ich frage mich überhaupt, warum er in der Metaphorik der Industriegesellschaft spricht, wobei es ihm aber bei der diagnostizierten Disruption auf den Punkt gebracht eben um den Umbruch der Dienstleistungsgesellschaft geht, denn er redet praktisch nur von Bedrohungen des Dienstleistungssektors. Ich erlaubte mir ein STRG-F über seinen Text (btw., mich würde interessieren, wieviele Dienstleistungsjobs allein STRG-F überflüssig gemacht hat), und stieß auf *einen* Treffer bei nicht ganz ausgeschriebenem Wort: „…Sportreportagen etwa lassen sich aus den von spezialisierten Dienstleistern bereitgestellten…“.
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Kubuntu 16.04 – nach Login-Loop und Install-Freeze nun alles gut

Hmm, hmmm. Vorab: ich bin definitiv kein System-Setup-Guru und bisher durchaus glücklich mit den Kubuntu-Variationen auf der dicken Kiste (L/Xubuntu ist mir auf den Kleinen lieber). Updates waren bisher nie nen Act (ich meine, ich komm von 14.04) und brauchten, haha, höchst selten reboots :) Ein frisches LTS mag ich dann auch doch schnell daheim haben, und wenn das folgende „Ich rannte in ein etwas spezifischeres Problem, ging dann aber alles gut“ wem hilft (oder den Tag mit einem „Haha, Korrupt, du Vollhonk, wär alles viel einfacher gegangen, wenn bla“ versüßt), dann ists ja auch gut.

Von der 15.10 aus den angebotenen Distro-Upgrade auf 16.04 LTS über Muon angestoßen. Es lief alles an sich okay durch, die Konsolenmeldungen beim Update auf der 15.10 ließen auf nichts schlimmes schließen (Dependencyprobleme wegen noch nicht neu installiertem systemd), bis dann beim angezeigten Setup von libaccounts-glib der Updateprozess hing. Und hing. Und hing. Kein Zombie oder gestoppt via top, er machte einfach *nichts*.

Irgendwann wollte ich ihn dann abschießen (alles andere lief). Schließen ging nicht, kill ging nicht, ok, Neustart. Stellt sich raus, dass tatsächlich praktisch alles schon auf 16.04 war. Kiste fährt hoch bis zum Plasma-Login, da konnte ich mein Pass eingeben, Screen wird kurz schwarz, dann kam der Login wieder. Google nach Kubuntu login loop empfahl das Umbenennen der (wahrscheinlich kaputten) .Xauthority – also Strg-Alt-F1 zur Konsole, anmelden, mv .Xauthority .Xauthority.old und Strg-Alt-F7 zurück zunm grafischen Desktop.

Ergebnis: wie gehabt. Es war witzig, ich konnte mich auf beiden Bildschirmen separat versuchen anzumelden, mit dem richtigen Pass kam der Loop und mit einem falschen ein Fehler.

Reboot mit erweiterten Optionen und altem Kernel/Recovery brachte nichts. Wenn ich in Recovery versuchte, die Installation via dpkg zu reparieren, hing das System bei der Einrichtung der Ausgabe für Braillezeilen. Strg-C brach das ab und ließ einiges weitere durchlaufen, aber im Ergebnis landete ich wieder im Loginloop.

Lösung war, von dort wieder Strg-Alt-F1 Konsole, sudo su, passwort und mit apt-get update/apt-get upgrade die Installation dann (erfolgreich) abzuschließen. Er installierte da noch eine Portion Sachen nach, einiges Plasmabezogene (da schöpfte ich Hoffnung) und nach Vollendung hieß es dann einfach rebooten.

16-04 LTS. Der Weg war leicht geröllhaltig.

16-04 LTS. Der Weg war leicht geröllhaltig.

Und nun ists da und sieht fein aus. Ein wenig am Kleinscheißmachen bin ich noch, mit kaccessibleapp installiert sich ein Screenreader fix im Tray, den kriegte ich nur mit apt-get remove kaccessibleapp weg, aber dann war er auch weg. Ansonsten alles wie gehabt, gefühlt sind die NAS-Freigaben derb schneller im Dolphin, aber das lässt sich nach der Neustarterei grade schwer sagen.

Wenns wem hilft, fein.

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