Demogeld für Antifa e.V.: Was wusste Steinbach?

Zur angeblichen “Satire” um die Gelder, die an Gegendemonstranten der Pegida-Kundgebungen ausgezahlt werden sollen, meldete sich nun auch Erika Steinbach zu Wort: “Der Sache muss man nachgehen! Z.B ob aus dem Min.Schwesig Mittel geflossen sind. Stichwort “Kampf gegen Rechts” taz.de/!154642/, schrieb sie auf Twitter, um kurz darauf die wohlfeile Position einzunehmen, die taz nicht regelmäßig zu lesen.

Angesichts der nach wie vor unklaren Informationslage um die Anwerbung von Anti-Pegida-Protestlern mit “Demonstrationsgeld” ist Steinbachs Frage und schnelles Zurückrudern nicht nur mit einem reinen “war Satire” vom Tisch gewischt. Vielmehr muss sich Steinbach die Frage gefallen lassen müssen, wieviel sie im Vorfeld über die beschriebenen Vorgänge wusste, ja auch, inwieweit ihr Manöver aktuell eine simple Vorabvertuschung eigener Involviertheit darstellt.

Innenausschuss des Bundestags

Innenausschuss des Bundestags. E.Steinbach neben Abgeordneten der Linkspartei

Steinbach ist zusammen mit bekennenden Linksextremisten und Pegida-Gegnern wie Jan Korten und Ulla Jelpke von der Linkspartei und Konstantin von Notz (Grüne) im Innenausschuss des Bundestags aktiv. Der Innenausschus des Bundestags wiederum ist unter anderem zuständig für

  • ˙Ausländer- und Asylpolitik (Von Pegida bekämpft!)
  • ˙Versammlungsrecht (Demonstrationen!)
  • ˙Politische Bildung (nachweislich links unterwandert, gern angezapfter Geldtopf)

Als CDU-Beauftragte für Menschenrechte ist Steinbach in diesen Bereichen mit hoher Wahrscheinlichkeit involviert. Ihre engagierte Tätigkeit dort, insbesondere das Schwerpunktthema Asylpolitik, stellt Steinbach auf ihrer persönlichen Website selbst umfassend dar.
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SEOs über Google: Langweilig, aber bei #6 kotzt man im Strahl

Die Branche und ihre Inhalte hat sich schon weiterentwickelt. Ihr lest ein tolles Beispiel, zielgruppengerechte Ansprache und unter 65 Zeichen Title, ists nicht geil? Bestimmt stimmen die PIs und der Social Reach, ich bin jung, schön und dünn, das ist das einzige was zählt. Aber im Ernst, heute morgen klicke ich mich durch die Ticker, stoße auf eine kleine Meinungsumfrage von SEO United und zweifle an meiner Zunft.

Einige bekannte Namen äußern sich über die Suchmaschine der Zukunft. So weit, so gewohnt, die Antworten sind weitgehend unüberraschend zwischen “bleibt ähnlich, nur besser” und “mit weniger Datenschutz könnte man geilen Scheiss machen” verteilt, ich sag das ganz unwertend. Nun, Nummer 6, keine Ahnung, wie es dazu kommt, dass ein Maximilian D. Muhr von Bild.de dazu kommt, hier seinen Haufen danebenzusetzen, aber nun, soll er, seine Branche optimiert ja auch froh vor sich hin. Und da hat der Kerl die Chupze, den “amerikanischen Verhaltenspsychologen Robert Epstein” anzuführen mit der These, “…dass Google eine Gefahr für die Demokratie werden könnte. Seine Forschungen haben ergeben, dass unentschlossene Wähler sich durch die Platzierungen in den SERPs beeinflussen lassen, in einer Testgruppe waren es sogar 60% der Probanden. Er sieht die Gefahr in von Google individualisierten Suchergebnissen, die theoretisch das Potenzial haben bestimmte Nutzergruppen gezielt zu manipulieren. Ob Wahlen oder Kaufentscheidungen, Nutzer lassen sich unbewusst davon beeinflussen wer weiter oben rankt!”

Ich lass das mal sacken: Ein Angestellter von Axel Springer/BILD warnt vor den Gefahren, die der Demokratie drohen, weil ein Unternehmen die Möglichkeit haben könnte, die Wahlentscheidungen unentschlossener Bürger zu beeinflussen.

Nochmal:

Ein Angestellter von Axel Springer/BILD warnt vor den Gefahren, die der Demokratie drohen, weil ein Unternehmen die Möglichkeit haben könnte, die Wahlentscheidungen unentschlossener Bürger zu beeinflussen.

So zu lesen in einem SEO-Fachblog. Fällt das irgendjemand aus unserer qualitätscontent-orientierten Branche auf? Weiterlesen

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Pegida fickt schlecht: Radikale im Tale, Medienprojekt Wuppertal

Gegen Idioten.

Gegen Idioten.

Es ist gut, dass das Medienprojekt Wuppertal eine feine Doku über die multiple Deppenheimsuchung in Wuppertal gedreht hat. Pegida, Hogesa und Salafisten demonstrierten vor kurzem in Wuppertal ihre Erbärmlichkeit, und an sich neige ich ja dazu, rassistische Arschlöcher ernstzunehmen, aber schon an den Demos wars schwierig, und wenn man sich den Film noch ansieht – ich kann mir nicht helfen, aber mein Gesamteindruck läuft auf ein “Was müssen die für beschissenen Sex haben” raus.

Einmal mehr erinnerten mich die Pegidioten an diese “Christliche Mitte”-Demo in Tübingen: Hässliche Volltrottel, die nicht oder schlecht ficken. Allein, es fällt schwer, Mitleid zu empfinden. Knappe 40 Minuten, die sich lohnen. Gestern war Premiere imm Cinemaxx, schön wars.

Ausnahmsweise auch mal gegen Idioten

Ausnahmsweise auch mal gegen Idioten

Das Medienprojekt macht einigen feinen Kram, es lohnt, in ihrem Channel und auf der HP zu stöbern. Insbesondere stellen sie erfreulich unaufgeregt und einfach nur die Leute für sich sprechen lassend, die Gefährlichkeit der diversen Akteure faschistischer Couleur hier heraus.

Kundgebung an der Synagoge

Kundgebung an der Synagoge

Die Teuerste meinte nebenan, dass diese Kreuz-mit-Deutschlandfahnenfrau eben wirklich auf gefährliche Art irre ist, und hat durchaus recht, und wahrscheinlich ist es sinnvoller, auf diese Aspekte der Sache hinzudeuten, statt wie ich das erbärmliche Sexualleben von Pegidisten zu konstatieren.

Denn bei allem berechtigtem Spott und Schadenfreuen: in erster Linie beängstigt mich, wie fest die Trottel an ihre Lügen glauben. Möchtegernhitler Bachmann macht nicht “clevere Propaganda”, wenn er die tausende Salafisten herbeihalluziniert, wenn dort eben nur dreissig Verstrahlte stehen. Er *glaubt das wirklich*. Und die Deppen, die ihm nachlaufen, glauben auch den Scheiss, den sie skandieren. Und das macht mir dann doch ein wenig Sorgen, insbesondere, wenn statt dringend notwendiger politischer Signale gegen die Vollidioten aktuell stattdessen eine Verkehrstotalüberwachung durchgehauen wird, nur weil ein Seehofer seinen Bierzeltrassisten die fremdenfeindlichen Schwänze lutschen will. Aber wo ist HAARP, wenn man es braucht.

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Wie ich einer Domina in Amiland einen Zwanni spendete

Webmastertools, Mobilecheck, zu viele Fehler

Webmastertools, Mobilecheck, zu viele Fehler

Es ist so eine dieser Internetgeschichten, wo eins zum anderen führte. An sich ging es um Suchmaschinenoptimierung und den anstehenden Rollout von Googles Mobile-Update: ab 21.4. sollen bekanntlich Webseiten mobil schlechter ranken, wenn sie nicht für Mobilgeräte optimiert sind. Damit fings an, und wohin es führte, nun, siehe Titel.

Mobile SEO. An sich wollte ich die korrupt.biz einfach mal knallhart mit ihren ca. 300 beanstandeten Seiten (laut Google damals 100%) stehenlassen und gucken, ob/was passiert. Nachdem die Geschichte dann aber immer penetranter von Google propagiert wurde und im Vorfeld eine wachsende Zahl an Testtools teils widersprüchliche Beanstandungen auswerfen, hatte ich Anfang des Monats dann doch ein Mobiltheme draufgeworfen, um wenigstens zu sehen, wie schnell Google das so zur Kenntnis nimmt.

Mobile Test, Google die 2te

Mobile Test, Google die 2te

Im Search Engine Journal wurde das Thema dann irgendwann kritisch besprochen. Den Kritiken der unterschiedlichen Tools und unterschiedlichen Ergebnissen kommentierte ich dann noch meine Beobachtung hinterher, dass die Webmastertools da immer noch mit deutlichen Verzögerungen unterwegs sind. Sind sie immer noch, btw., und heute las ich dann, dass
1.) der Algo entweder-oder entscheidet: mobilefriendly oder nicht, nichts dazwischen; und
2.) der zuverlässige Indikator
2.1.) einmal das Mobile Testing Tool und mitnichten beispielsweise das Pagespeed Insights-Mobilresultat ist oder gar das vollkommen hinterherhinkende Mobilfreundlchkeits-Tool in den GWMT,
2.2.) Indikator 2 ist der graue Hinweis “Für Mobilgeräte” in einer mobilen SERP. Und dann wollte ich Gewissheit. Weiterlesen

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Samstag 14.3. Wuppertal – drei Deppendemos suchen Gegengewicht

Nazis raus, an sich überall

Nazis raus, an sich überall

Kommenden Samstag steht zu befürchten, dass der Durchschnitts-IQ in Wuppertal drastisch absinkt. Drei Gruppen haben bundesweit mobilisiert und deswegen werden am Samstag Nachmittag wohl einerseits ein Trupp IS-Anhänger um Pierre Vogel hier aufschlagen. Weiter wollen die Pegida-Nazideppen auflaufen, und zu guter Letzt haben die HoGeSa auch ihr Kommen angekündigt – Demo wohl nicht angemeldet, aber die einschlägigen Nazi-Hool-Foren lassen verlauten, dass man eben trotzdem anreist.

Das ist nun eine etwas dickere Geschichte. Mit um die 2000 Pegidas/Nazis soll gerechnet werden, dank HoGeSa wohl auch nicht nur die Dummgrummler, sondern eben auch gewaltbereite Faschos. Pegidioten wie auch Nazihools wollen bundesweit mobilisieren, für Erfurt wurde deswegen schon eine Demo abgesagt bzw. entsprechend umgeleitet, damits sich hier zusammenfindet. Entsprechend auch die Polizeiaufgebote. Von daher, das ist eine etwas größere und beunruhigendere Geschichte.

Nun gibts eine Gegendemo, und wenn noch jemand aus der Gegend Lust hat oder die Notwendigkeit sieht, am Samstag in Wuppertal den Deppen unterschiedlicher Couleur ein wenig oder auch ein bisschen mehr Hirn, Spass und Freude am Verschiedensein entgegenzustellen, herzlichste Einladung. Official Info: INitiative, Solikomitee. Treffpunkt: 12:30 Uhr auf dem Kirchplatz in Wuppertal-Elberfeld.

Anmerkungen: wenn wer ein Dach überm Kopf braucht vorher/nachher, hier ist Platz, einfach nachfragen. Und wenns auch so ab eins wohl erst losgeht: es ist grade wegen der Nazihools davon auszugehen, dass recht viel und drastisch gesperrt werden könnte. Von daher, von außerhalb vielleicht besser früher reinkommen, und auch hier: wir haben Kaffee.

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Günther Oettinger ist ein Vollidiot, den jede Firma längst hochkant rausgeschmissen hätte.

Verkehrssicherheit in Echtzeit, according to Mr Oettinger

Verkehrssicherheit in Echtzeit, according to Mr Oettinger

Wenn bei einem Kundengespräch ein Praktikant neben mir säße, der zwischenrein hanebüchenen Blödsinn erzählt, würde ich das nach Möglichkeit diplomatisch entschärfen und dem Betreffenden anschließend erklären, er solle sich in Zukunft unbedingt mit Statements zurückhalten, wenn es um Themen geht, die er absolut nicht verstanden hat. Und im Folgenden schauen, dass er entsprechend dazulernt, inhaltlich und in Sachen der (öffentlichen) Kommunikation. Wenn sowas dann wiederholt passiert, würde ich irgendwann von bösem Willen oder Unertraeglicher Bloedheit™ ausgehen und Maßnahmen ergreifen. Ich meine, beipflichtendes Nicken und wohlwollendes Verständnis der werten Leserschaft zu spüren.

Und nun bin ich beileibe kein Vertreter der “Weltfremde Politiker in Brüssel, alles Deppen ohne Ahnung”-Stammtischfraktion, aber wenn ich Oettingers neueste und wiederholte Ergüsse zur Netzneutralität lese, fällt mir neben Verschwörungstheorien in Richtung Agendasetting und Setzen bestimmter Diskurse/Lügen im Lobbyinteresse nur noch ein, dass er alternativ schlicht schreiend blöde und vollkommen merkbefreit ist. Wirklich, man soll nicht mit Böswilligkeit erklären, was mit Dummheit ebenfalls erklärt werden kann, aber ich kann es mir schlicht nicht vorstellen, dass er als EU-Kommissar für Netzpolitik immer noch nicht weiss, dass “Echtzeit-Verkehrssicherheit” nicht von funktionierenden schnellen Internetanbindungen der entsprechenden Verkehrsgeräte (vulgo: Autos) abhängen kann und abhängen darf. Ich kann mir nicht vorstellen, dass er glaubt, eine telemedizinische Operationsanwendung geht über dieselbe Leitung, über die ein Flügel weiter die Patienten Pornhub streamen. Und ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass ihm das seit seinen letzten diesbezüglichen Einlassungen noch niemand aus seinem Beraterstab gesagt hat.

Ein Auto, das ohne Netzanbindung Leute überfahren könnte, kommt nicht durch den TÜV. Es ist wirklich so einfach. Entweder hat ers nicht kapiert, dann ist er für seinen Job zu dumm und, wie eingangs erwähnt, wäre er in anderer Position schon mehrfach hochkant rausgeschmissen worden. Oder der Schwachsinn hat Methode, dann ist er ein wissentlich die Leute verblödender Lobbyisten-Irrläufer. Ein an sich überfälliges Fazit wäre in beiden Fällen dasselbe.

(…sorry für den Rant, ich wollte mich mit pauschalen “XY ist ein Vollidiot”-Statements an sich zurückhalten, da meist nur selten der Sache dienend. Es fällt mir aber schlicht nichts mehr sonst zum Thema ein, abgesehen von zwei weiteren Kamelbildern. exploitable source here)

Schlandnet For Teh Autobahn!

Schlandnet For Teh Autobahn!

Germanys Next Trafficjam

Germanys Next Trafficjam

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Mein Weg zur Spiritualität, Sinai-Kamelsafari

Berührt von Seinen nudligen Anhängseln

Berührt von Seinen nudligen Anhängseln

Ich hielt mich ja für unempfänglich, was den Glauben an göttliche Mächte, Kräfte der Natur und spirituelle Energien angeht. Auch, als man mir sagte, die Wüste verändere einen und man komme anders raus als rein, war ich tendenziell eher skeptisch. Ich wurde eines besseren belehrt.

Es muss die Einsamkeit der Wüste auf dem Sinai gewesen sein, die reine und unmittelbare Natur, geformt von Seinen Nudligen Anhängseln, welche mich Seine Kraft spüren ließ. Mag in der menschenarmen Umgebung die Kraft Seiner nudligen Anhängsel noch machtvoller sein, wie vor tausend Jahren, als noch mehr auf jedes einzelnen Menschen Haupt ruhten, bevölkerungsdichtenbedingt, und mich daher seine Kraft durchströmt haben. Ich musste Sein Zeichen einritzen, nicht einmal, sondern gleich mehrfach.

iPhone-Bild, dank Seiner Gnade und einem Prozent Akku

iPhone-Bild, dank Seiner Gnade und einem Prozent Akku

Das FSM gibt die Lappen zur rechten Zeit

Das FSM gibt die Lappen zur rechten Zeit

Und was soll ich sagen, es gefiel Ihm wohl. Denn nachdem ich mein Werk zu Ehren Seiner Fleischbällchen vollendet hatte, waren die Steingravuren notwendigerweise staubig, Stein und Ritzen schwer erkennbar, und ich glaubte schon, pustenderweise in der Wüste Sein Zeichen reinigen zu müssen, doch mein Werk gefiel Ihm wohl und es zeigte mir einen Lappen, den es wohl zu diesem Zweck an den Ort meiner Verehrung wehen hatte lassen. Sollte ich noch Zweifel an Seiner Macht und Seinen Zeichen gehabt haben, ich zog mein iPhone aus der Tasche, welches ich nach vier Tagen ohne Aufladung an sich aufgegeben hatte. Eingeschaltet, hatte ich eine Anzeige von bisher noch nie gesehenen 1% Batteriestand und Es erlaubte mir, noch Bilder zu machen, ehe sich das Gerät in den Ruhemodus verabschiedete.

Nach diesen überzeugenden Zeichen werde ich wohl Pastafari bleiben, auch wenn ich in Civ V immer gern den Diskordianismus als meine Leib- und Magenreligion verbreite, aber hey, das ist schließlich ein Spiel. Im Sinai wars der Ernst des Lebens, und so sehr mir alles gefallen hat und es eine großartige Erfahrung war, so skeptisch war ich zu Beginn, als sich unsere Gruppe konstituierte. Das einzige Bauchschmerzthema, das ich hatte: es waren doch alle sehr, sehr spirituell. Plus eine durchaus religiöse Beduinenschaft, man hatte einigen Input. Weiterlesen

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Ägypten: Sicherheit, Militär und Beduinen – Kameltoureindrücke

Vorab: folgend eine höchst subjektive Wahrnehmung, gespickt mit anekdotischen Informationen. Ägypten ist grade leer, kaum Touris da, und als ich einigen Leuten erzählte, wir ziehen ne Woche mit Beduinen durch die Wüste, ließen die ISIS-Witze nicht auf sich warten. Wie siehts dort grade aus bzw., was hab ich zu Gesicht bekommen?

1. Militär

Checkpoint am Sinai - Konvoi-Zusammenstellung

Checkpoint am Sinai – Konvoi-Zusammenstellung

Die Militärpräsenz ist hoch. Das heißt, sobald man mal über Land fährt, kommt man alle paar Dutzend Kilometern an Checkpoints mit Militärpräsenz vorbei. Das heisst, ein paar Leute mit Sturmgewehren und meist einem MG-Stand. Bevor ich wusste, das man dafür gegebenenfalls auch mal im Knast landen soll, knipste ich auf der Anreise auch ein wenig, zugegeben, zu sehen ist wenig.

Das, wie gesagt, entlang der Überlandstrecken. In der Wüste war davon nichts zu sehen auf unseren Routen, in Dahab selber ebensowenig. ZU heißeren Zeiten in Istanbul hab ich mehr auf der Istiklal gesehen als hier an den Checkpoints. Es scheint ihnen aber durchaus ernst damit: ab dem späten Abend kommt man nicht mehr nachts allein durch die Wüste über Land, da werden immer Konvois zusammengestellt, die dann zu fixen Terminen geschlossen von Checkpoint zu Checkpoint fahren. Weiter wird man schon zumindest “gezählt” – teils Visa und Pass durchgesehen, teils einfach nur abgezählt, damit die Übersicht da bleibt, wieviele von A nach B gingen und dann von B wieder nach A zurückkehrten.

Was hats damit auf sich? Die verbreitete Wahrnehmung soll eine andere sein (drin bevor Pauschalzuschreibung). Einmal, gerade auch nach der Revolution sollen die meisten Ägypter eine starke Militärpräsenz eher als Zeichen von Sicherheit wahrnehmen, während wir damit in der Regel ja Krieg und Schlacht assoziieren. Ein interessantes Gespräch mit einem der Ägypter in Dahab (in einer nebenbei sehr spannenden Küche, bei Knoblauch und Honigzitrone, andere Geschichte) deutete noch auf einen weiteren Aspekt hin: Israel möge seine Nachbarn gern untermilitarisiert, es sei ein Zeichen dafür, dass Ägypten stark und eigenständig sei, wenn man ein vernünftig großes, gut ausgestattetes und präsentes Militär aufweisen könne.
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Kamelsafari im Sinai, Wüsteneindrücke

Unsere Kamele. Asfur, 10, und ein fünfjähriges Biest (hinten)

Unsere Kamele. Asfur, 10, und ein fünfjähriges Biest (hinten)

Wir waren im Sinai. Ein paar Tage zum Ankommen, dann ab in die Wüste und eine Woche auf Kamelen durch. Sprich, so ca. 10 Leute, nochmal 9 Beduinen und für jeden ein Kamel. Das Ganze war organisiert von Cornelia. Tagsüber auf den Kamelen unterwegs, und Mittags eben Rast und abends Nachtlager, wo man eben war, bzw. wo es einen passenden Lagerplatz gab. Und was soll ich sagen, es war gigantisch. Asfur und das Biest, ersteres mein Kamel und das andere das der Teuersten, auf denen brachten wir in den letzten Tagen einige Zeit zu. Wie muss man sich das vorstellen? Folgend ein etwas längerer Bericht mit ner Latte Bilder, Impressionen vom Wüsten- und Kamelreiterdasein und einigen Rahmeninfos über die Situation dort generell (kommt noch) – der Sinai sei ein heißes Pflaster, heißt es, ich kanns nicht unterschrieben. Aber zuerst zur Kamelkiste.

Kamel, erste Aufsteigeversuche

Kamel, erste Aufsteigeversuche

Kamel, erfolgreicher Aufsteigeversuch

Kamel, erfolgreicher Aufsteigeversuch

Man muss aufsteigen. Das ist auch beim knienden Kamel nicht trivial. Irgendwann hat man den Trick raus, sich erst halb aufs Gepäck zu knien. Dann ist das nächste das gute, reibungsfreie Sitzen. Man kann sich wehtun dort, wos wehtut, glaubt mir.

Vier in der Wüste

Vier in der Wüste

Fünf in der Wüste

Fünf in der Wüste

Wir waren mit einigen Generationen Beduinen und ihren Kamelen zusammen unterwegs, die Beduinen von Anfang 20 bis hin zu Suleyman mit seinem Handtuch auf dem oberen Bild, der siebzig war, schräg lief und kaum noch hörte. Es gab einen sehr amüsanten Abend mit ein wenig Gesang, wo er nur hörte, dass die anderen sangen, aber nicht wie genau, und er trotzdem mitsang, es war großartig. Daneben wir mit Ibrahim, dem unsere Kamele gehörten, ein höchst feiner Kerl. Die ersten ein, zwei Tage blieb man noch ein bisschen unter sich, ab der zweiten Nacht nach einem sehr frostig-windigen Ritt legte sich das aber sehr schnell. Aber ich greife vor, der erste Tag war windig, aber sonnig, und wir machten den ersten Stopp an einer der wenigen Dünen, die wir in einer eher felsigen Tour im Sinai sahen.

Dünenaufstieg

Dünenaufstieg

Dünenaufstieg, Karawane kommt nach

Dünenaufstieg, Karawane kommt nach

Ausblick beim Dünenaufstieg

Ausblick beim Dünenaufstieg

Dünenkante. Muss man live mit Wind sehen.

Dünenkante. Muss man live mit Wind sehen.

Der Himmel, die Weite, und der Gegensatz einmal der total kargen Landschaft und den fantastischen Formen und Farben, das war so das erste, was mich ziemlich rumholte. Auf dem Kamel gehts nicht sonderlich schnell voran, aber es ist ein ganz anderes Sehen mit der Zeit. Und nach der Nachmittagsstrecke kamen wir bei unserem ersten Lagerplatz an.

Dämmerung auf dem Weg zum Nachtlager

Dämmerung auf dem Weg zum Nachtlager

Nachtlager, eine windgeschützte Höhle

Nachtlager, eine windgeschützte Höhle

Unser Bett

Unser Bett

Die Höhle war fein, aber hier wurde es zur ersten Nacht hin schon etwas kalt. An sich wollten wir noch Sterne gucken, aber dann ist man doch schon gegen acht bettschwer und in der Regel um 10 eingeschlafen. Zugegeben, es geht morgens auch um sechs raus, und wer denkt, das kann man sich doch nicht geben, denkt an sich wie ich, aber man ist extrem schnell in dem Rhythmus – man braucht schlicht das Tageslicht und abends ist man müde, glaubt mir.

Und am nächsten Tag wars kalt. Also drei Mäntel übereinander-kalt. Gegenwind und eine Landschaft, bei der man an Sam und Frodos Wanderung Richtung Mordor dachte. Weiterlesen

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Search Impact Alpha: Google Webmastertools, neues feature

Ich weiss nicht, wie ich zur Ehre eines GWMT-Betatesters komme, aber heute kriegte ich unerwartet die Nachricht, ich könne bitte gerne in meinen GWMT das Preview von “Search Impact”, deutsch bereits übersetzt als “Auswirkungen auf die Suche” ausprobieren.

GWMT Search Impact: Web- vs. Bildsuche, CTR nach Keyword

GWMT Search Impact: Web- vs. Bildsuche, CTR nach Keyword

Das ist jetzt wirklich kurz ein schnelles Quasi-Liveblogging mit vorangestelltem schnellen ersten Eindruck, der da wäre:

– Keywords/Suchen. Ich verstehs nicht ganz, aber nehms eher erfreut zur Kenntnis: nach der ganzen “Not provided”-Eskalation in Analytics scheint Google parallel in den GWMT die Keywords plus Rankings/Klicks mit wachsender Relevanz zu featuren. Hatte ich mich schon in der Vergangenheit dabei ertappt, statt in die üblichen Ranking-Tools in die WMT zu gucken, wenn möglich, wird das hier diesem Trend zumindest bei mir weiteren Vorschub geben.

– First it giveth, then it taketh away, wer will die Gnade des grossen Gs hinterfragen? Zwar gibts spannende KW-Daten, aber Keywords, Rankings oder Seite, zwei von dreien. Das gilt auch für die Darstellungsmetriken, Klicks, Impressions, CTR, Position. Zwei darf man nehmen, mehr ist nicht, teils auch mathematisch bedingt, aber nun.

Klicks und CTR, sitewide, letzter Monat

Klicks und CTR, sitewide, letzter Monat

Je nachdem, kriegt man einen Zeitverlauf oder eine Liste. Hier mal Klicks mit einem GWMT-typischen Zeitverlauf – es scheint wie bei den anderen Metriken auch immer nur maximal Daten der letzten zwei Monate herzugeben, dann ist Sense. Aktuell gehts für zwei Monate auch nur via “Vergleich”. Weiterlesen

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