JMStV-Entwurf: Bürgerbeteiligung als Checkbox im Projektplan (Update)

Vor etwas über einer Woche schrieb ich über den “Versuch” des Jugendschutz Sachsen, dem nächsten Anlauf der JMStV-Reform ein wenig Bürgerbeteiligung und öffentliche Diskussion zu gönnen. Ich wollte es mir abgewöhnen, aber kam nicht umhin, nach einigen eigenen Kommentaren und Anmerkungen auf der “Diskussions- und Beteiligungsplattform” das Elend seitdem auch ein wenig interessiert weiterzuverfolgen.

Abendfüllend war das nicht. Erstaunt haben mich die vergleichsweise wenigen Beiträge nicht, denn die Seite ist ein Usabilityalbtraum. Erstaunen sollen hätte mich die komplette Funkstille aus der Gegenrichtung, (UPDATE: auf nachfrage wegen dem kaputten Mailformular erreichte mich Antwort! – siehe unten) allein, man erwartet es ja nicht anders. Aber weil man es anders erwarten sollte, ja muss, nochmal ein Rant. Denn der Start dieser “Beteiligungsplattform” scheint mir als Ziel keineswegs eine Beteiligung irgendeiner Form zu sein, sondern einzig und allein das Häkchen in der Checkbox, das irgendein genervter Projektmanager machen konnte, nachdem ihm von irgendeiner Stabsstelle ein “Wir machen was mit Medien und Internetz, wir müssen da auch so ne Internetz-Plattform haben und so dieses Social-Dingszeug, von dem man grade so viel liest.”aufs Auge gedrückt wurde. Irgend ein armes Schwein von Techie setzt eine Kommentarfunktion auf und packt ein paar Fragen rein, die ein Praktikant irgendwann mal statt Lorem Ipsum in den Projektplan hingetippert hat, damits bei der Präse besser aussieht. OK, läuft, Fire and Forget.

Wie komme ich drauf? Nun, wir haben dort eine Beteiligungsplattform, auf der nach kurzer Zeit Fragen kommentiert, beantwortet und kritisiert wurden. Letzeres durchaus fundiert, wenngleich das nicht immer möglich/nötig war, denn die Fragen sind zu weiten Teilen entweder schlecht, missverständlich oder absurd. Die Probleme der Adressaten mit den Fragen werden nach den ersten paar Kommentaren klar, Reaktion: keine.

Nach diesem ersten Feedback nach Launch schläft die Beteiligung recht vollständig ein. Man *muss* sich als Betreiber fragen, warum, denn einige Premiumchannels haben die Geschichte verbreitet. Heise schrob drüber, Alvar erklärte mit einer mir fehlenden Engelsgeduld die Denk- und Fragefehler, ein Kommentar bei Heise hatte symptomatischerweise mehr Kommentare als alle Fragen und Absätze der Jugendschutz-Plattform zusammen, bei Hyperland meldete sich sogar eine bessere Sockenpuppe fürs Zensurschönreden, und wie gingen die Initiatoren auf die dort stattfindende, auf der eigenen unzureichenden Plattform ausbleibende Debatte ein: Richtig, gar nicht. Warum auch.

Teamwork mit dem Jugendschutz Sachsen

Teamwork mit dem Jugendschutz Sachsen

Nun komme ich nicht aus meiner Haut und nachdem es mir in der Seele wehtut, wenn man ein Thema derart in den Ofen schießt, das an sich Breitenwirkung, Reichweite, gesellschaftliche Relevanz, schlicht alles hat, was man sich als Online-Verantwortlicher einer Plattform wünscht, die gerne mehr Beteiligung und Nutzerinteraktion hätte, da dachte ich, nun ja, frag mal nach.


Hallo,

seit dem Start der Befragungs/Beteiligungsaktion an den geplanten Neuregelungen des Jugendschutzes beobachte ich die Geschehnisse nach anfängiichem Einbringen meiner eigenen Ansichten zum Thema. Nun drängen sich mir einige Fragen auf.

  • Ist geplant, dass sich die Initiatoren der Beteiligungsplattform irgendwann auch an der öffentlichen Diskussion beteiligen? Wenn ja, wann, wenn nein, warum nicht?
  • Mehrere Fragen/Problemstellungen wurden mehrfach als schlecht/irreführend gestellt oder gar als mehr oder weniger sinnlos bezeichnet. Werden hier Erläuterungen/Stellungnahmen folgen, werden andere Rückschlüsse gezogen, z.B. für kommende Aktionen? Wie wird das Problem gehandhabt, dass man mit Fragestellungen arbeitete, die offenbar für einen nicht unbedeutenden Teil der Adressaten unverständlich war?
  • Etwas globaler: ich bin selber in der Onlinebranche tätig und habe viel mit Unternehmen/Institutionen zu tun, die mit teilweise erheblichem Aufwand versuchen, mit ihren Kunden/Interessenten in den Dialog zu kommen und auch weniger “diskussionsanregende” Themen einem breiteren Publikum nahezubringen. Hier wiederum haben wir ein Thema, welches einen Großteil der Bevölkerung betrifft, welches für erhebliche Kontroversen sorgt und an anderen Stellen permanent debattiert wird. Eine “Beteiligung” wird hier zwar angeboten, aber offenbar kaum angenommen und weiter auch in keiner Form von der Iniatorenseite als “Dialog” begriffen, bei dem eben nicht nur die Zuschauer zum Kommentieren eingeladen sind, sondern eben auch ein Rückkanal existieren muss. Haben Sie in irgendeiner Form geplant, ihrerseits über die Kurztexte auf dieser Seite hier mit den Seitenbesuchern und Kommentatoren zu kommunizieren, auf Fragen, Kritik etc. einzugehen?
  • Und zuletzt provokant: Oder handelt es sich bei dieser Plattform nicht etwa um ein Anhörungs- oder gar Beteiligungsangebot an die Bürger mit dem Ziel, tatsächlich zuzuhören, zu beteiligen oder gar mit den sich hier äußernden Bürgern *zu kommunizieren*, sondern um ein Kästchen in der Checkliste eines Projektplaners, in das ein “Bürgerbeteiligung”-Häkchen reingesetzt werden kann und nach Launch dieser Seite reingesetzt wurde und der Punkt damit abgehakt ist? Auf mich wirkt es wie letzteres, und ich weiss durchaus, wie eine Beteiligung von Menschen an einer Diskussion, einer Meinungs- und Entscheidungsfindung ablaufen kann.

Vielen Dank im Voraus für Ihre Antworten und beste Grüße,
Richard Joos
(Disclosure: kommentierend hier als “Korrupt”)

Ins Formular gepackt, Bestätigungsmail an mich-Häkchen gehakt, Captcha ausgefüllt, abgeschickt. Ergebnis: Nichts. Also nicht “Nichts” im Sinne von “keine Antwort”, sondern im Sinne von “Seite lädt neu, keine Versandbestätigung, keine Checkmail an meine eigene Mailadresse wie angegeben”.

OK, ich will ja nicht gleich böswillig vermuten, dass da absichtsvoll was nach dev/null geht. Vielleicht kam sie vielleicht doch an und nur die Bestätigungsmail tat nicht? Einen Tag später nach Check des Postfachs und der Spamordner dasselbe nochmal, nur mit einer Gmail-Adresse. Ergebnis: siehe oben. Weder Bestätigungsmail noch eine Antwort.

Also dann direkt. Betrieben wird das Ganze laut Impressum vom Land Sachsen und einer umsetzenden Agentur (Polidia). Kontaktmails genommen, beide angemailt:


Hallo,

nach Versenden einer Mail über das Kontaktformular https://www.jugendmedienschutz.sachsen.de/sachsen/de/home/contact
erhalte ich trotz gesetztem Haken keine Mailbestätigung. Getestet habe ich das mit einer eigenen Mailadresse (gehostet bei ***, ****@zuviel.org) sowie meiner Gmail-Adresse (r****@gmail.com). Nachdem die Kontrollmail bei mir nicht ankam, ist mir nun natürlich auch nicht bekannt, ob überhaupt meine Mailanfrage irgend jemanden erreicht hat.

Spamordner habe ich geprüft, Captcha wurde korrekt ausgefüllt, nach Klick auf “Senden” lud das Formularfeld ohne weitere Bestätigungen oder Fehlermeldungen erneut.

Inhalt der ersten Mail war


Ergebnis? Meine eingangs gemachte Vermutung, dass jemand das “Diskussionsplattform”-Kästchen im Pflichtenheft abhaken wollte und fürderhin nichts mehr mit diesem komischen digitalen Bürgerbeteiligungskram zu tun haben wollte, verdichtete sich erheblich. Man *will* offenbar auch gar nicht mit irgendjemand in die Diskussion kommen. Eine Kommentarhalde zum Beteiligungssimulation abkippen wird halt aufgemacht, wahrscheinlich freut man sich noch drüber, dass es kaum jemand bemerkt und wenn was passiert, wirds geflissentlich ignoriert, dann legt sich das wieder.
“Teamwork”, my ass.

Update, nachkorrigiert: Nein, es kam doch was zurück:

(grußfrequenzen, Bestätigung des Mailformularbugs)
…Die Plattform hat das Ziel, einen offenen und transparenten Dialog zum Thema Jugendmedienschutz zu ermöglichen. Dabei steht während der Onlinephase der Austausch zwischen den Nutzer(inn)en des Portals im Fokus. Eine Einbeziehung der 16 Länder ist aus zeitlichen Gründen erst wieder in der Auswertungsphase der Online-Konsultation vorgesehen. Die Verantwortlichen in den Ländern erhalten hierzu ein umfassendes Auswertungsdokument, in dem alle Beiträge der Nutzer/-innen miteinbezogen werden. Die im Rahmen des Gesamtprozesses gewonnen Ergebnisse werden in das Novellierungsverfahren des JMStV einfließen. Insofern handelt es sich hierbei nicht um einen „inhaltsleeren Dialog“, sondern um wertvolle Beiträge der Nutzer/-innen und die Ermöglichung eines transparenten Meinungsaustauschs. Der weitere Prozessverlauf wird auf der Website dokumentiert. Darüber hinaus bleiben die Beiträge nach Abschluss der Konsultation noch mindestens ein Jahr online einsehbar.
(/grußfrequenzen)

Ich kann mir nicht helfen, angesichts der erbärmlichen Fragestellung bleibe ich bei meinem Fazit, ergänzt vielleicht um die noch explizitere Verrmutung, dass wirklich nichts herauskommen *soll*. Ende Update.

Es ist zum Kotzen auf mehreren Ebenen. Nicht, das ich mit was anderem groß gerechnet hätte, aber dass es so schlimm aussieht und was da an Chancen und Möglichkeiten offenbar aus schlichter Ignoranz und Inkompetenz vertan werden, das ist nicht mal mehr 2004, das sind finsterste Neunziger. Aber dass der Jugendschutz mit jeglicher Art der Modernität ein Problem hat, nun ja, geschenkt.

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Sorgenfrei das Internet entdecken

Damit fängt eine neue alte Schwachsinnigkeit an, die einmal mehr vom Jugendmedienschutz ersonnen wurde. Man sollte meinen, sie hätten irgendwas gelernt, aber nein, es ist so schlimm wie anno 2011. Damals hatte ich noch versucht, ein wenig konstruktiv zu bleiben, aber wenn ich den koketten Fladen sehe, den der Jugenschutz Sachsen ins Internet geschissen und anschließend “Partizipation” benannt hat, fällt mir das Konstruktive schwer. “Der Jugendschutz ist ein hochkomplexes Thema, welches keine einfachen Antworten zulässt”, so weit, so platt, und dann folgt mit “Damit junge Menschen trotzdem sorgenfrei das Internet entdecken können, sind wir auf Ihre Beiträge gespannt.” schon alles, was man wissen muss, um die ganze Truppe als die Vollidioten zu erkennen, die sie offensichtlich sind. Danach wirds schlimmer.

Ich hab sehr großen Respekt vor Torsten, der es auf Hyperland schafft, da a) gelassen zu bleiben und b) sogar zu versuchen, den groben Schwachsinn in ansatzweise verständliche Gedanken zu formulieren.

“Wie sinnvoll ist eine Sendezeitbeschränkung im Internet? Müssen soziale Netzwerke ihre Dienste jugendfrei halten? Und: Sollen sich Jugendschützer auch um Extremismus im Netz kümmern? Mit diesen Fragen wendet sich die sächsische Staatskanzlei nun an die Bürger.”

übersetzt er, und ja, sowas könnte gemeint sein mit Fragen wie den folgenden: Weiterlesen

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Die Blume der Hausfrau oder: Von Schwaben und Wuppertal.

Als frischgebackener Wuppertaler wurde mir letztens in der Badewanne aus der Wuppertaler Neubürger-Image-Begrüßungsbroschüre vorgelesen und die Rede war unter anderem von Vorwerk. Dem Staubsaugerhersteller. Und nachdem die verbindenden Momente zwischen Schwaben und NRW gelegentlich doch von den jeweiligen Defiziten geprägt sind, kam mir hier eine schon länger zurückliegende Filmsache in den Kopf, in der sich schwäbisches und wuppertalerisches auf eine, nun, sagen wir doch eher sonderbare Art zu etwas verband, was ungefähr einer der seltsamsten und anrührendsten Dokumentarfilme ist, den ich kenne, der sowohl teils gruselig, teils schlicht absurd daherkommt. Es geht um Staubsaugervertreter für den Wuppertaler Hersteller Vorwerk in Ludwigsburg und Stuttgart sowie ihren Produkten sowie ihrer Klientel und der Film heisst “Die Blume der Hausfrau”. Und es gibt ihn auf Youtube.

Die Blume der Hausfrau.

Die Blume der Hausfrau.

Schwabens Abgründe: Kehrwoche, die provinziellen Vorstadtsiedlungen und die Seelensilos Stuttgarts. Eine Vertriebsmannschaft aus aller Herren Länder plus Verkaufspsychologietrainer, der auf Honoratiorenschwäbisch die Psychologie der Frau im allgemeinen und der sauberkeitsbewussten schwäbischen Hausfrau als Zielgruppe im besonderen erklärt. Auf eine Klientel, die unabhängig vom tatsächlichen Alter gefühlt in den frühen 80ern stehenblieb und ebenso wohnt (der Film ist von 1998, und man glaubts nicht, wenn man ihn sieht), werden ein paar arme Hunde von Verkäufern losgelassen, die provisionsbasiert Staubsauger und Zubehör an den Mann, überwiegend die Frau bringen müssen.

“Die Blume der Hausfrau” ist ein recht langsamer Film. Himmel, es geht um Staubsaugervertreter und ihre Arbeit. Die Dialoge sind… Weiterlesen

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30c3, erster Recap und ein paar Gedanken

30c3: Fairy Dust, Ankunft am CCH

30c3: Fairy Dust, Ankunft am CCH

So, Tag 3. Ein paar Rückblicke und ein paar Gedanken. An sich wollte ich den Rant letztens ein wenig hinterfüttern, aber gerade scheint mir das alles wieder etwas zu sehr ins “Teile und Herrsche” abzudriften: die x-te Auflage von Blogger vs. Journalisten vs. Hacker vs. Aktivisten ist schlicht dämlich. Insbesondere wegen dem ersten, was ich meine, diesmal mitnehmen zu können.

Der Congress ist nochmal deutlich (explizit) politischer

Einer der Aufhänger dafür: der gestrige Theater-Slot V wie Verfassungsschutz. Begann langsam, wurde grossartig und mit ziemlichen Nachwirkung. Ja, wir kennen die ganzen peinlich-verlogenen Verfassungsschutzgeschichten, es ist einfach so schon scheußlich gewesen, und das nochmal komprimiert, aus einigen Blickwinkeln und dermassen gut und eindringlich gebracht, ich kam raus und war einfach fertig. Und ich hätte einen Event dieser Art jetzt nicht auf einem Congress erwartet, und ich bin verdammt glücklich drüber, dass sowas hier stattfinden kann und dass es Standing Ovations von einem Publikum bekommt, das man aus dem Stand jetzt nicht sofort als theateraffin eingeschätzt hätte.

30c3. Die Möglichkeit dünkt mir attraktiv.

30c3. Die Möglichkeit dünkt mir attraktiv.

Das mal “im Guten”. Im Schlechten ist diesbezüglich einiges bedrückender als sonst, das zumindest mein Empfinden. Es macht keinen Spass, “es schon immer gesagt” zu haben, wenn das Beschriebene ein Haufen totalitärer Scheiße ist, wie wir sie gerade erleben. Dazu die selbstgerechte Riege der Akteure, die aussitzt, beschwichtigt, lügt und weiterlauscht, einen ehemaligen Hoffnungsträger im Weißen Haus, der das Konzept Friedensnobelpreis erfolgreich dekonstruiert und eine neue Regierung in Berlin, die mangels Opposition wahrscheinlich genau das tut, was man befürchtet. Es ist schwierig, nicht zynisch zu werden.

Schöne Dinge

30c3: Solitaire-Roboter erspart Selberspielenmüssen

30c3: Solitaire-Roboter erspart Selberspielenmüssen

Umso wichtiger scheint mir, dass auch schlicht die schönen Dinge stattfinden. Ob das nun das Seidenstrasse-Rohrpostsystem ist, der vollautomatische Cocktailmixer oder eben auch ein Vortrag über die SOPA-Proteste in den USA, die jetzt inhaltlich/aktivistisch nichts neues boten, aber die einfach nochmal zeigten: ja, es geht, man kann immer noch was machen und im Netz passiert viel großartige Scheiße.

30c3: htcpcp-enabled Coffee Pot

30c3: htcpcp-enabled Coffee Pot

Außerdem ist die FTP-Situation deutlich besser als letztes Jahr. Angesehen davon, dass die wieder zahlreicheren Kisten halt dennoch tendenziell überfüllt sind. Aber das ist OK, Hauptsache, sie stehen da und sie schaufeln Daten, und das tun sie.

Unbehagen um die Ecke herum

Ein Gedanke, der mir erst seit heute im Kopf rumgeht: ich bin ja nun überhaupt nicht jobbedingt hier (und durchaus froh dran). Das war auch schon mal anders, aber nun, Onlinemarketing und SEO ist auf dem Congress nun wirklich kein Thema (dem Himmel sei Dank). Anonymität, Usertracking, Überwachung etc. sinds aber durchaus, und irgendwann im Lauf des heutigen Tags fiel mir (ich glaube, wegen eines Facebook-Bashings irgendwo) auf, dass mich das bezogen auf übliche Jobthemen nicht im geringsten beunruhigt.

30c3: letzte Lötarbeiten vor dem Hackerjeopardy

30c3: letzte Lötarbeiten vor dem Hackerjeopardy

Konkreter: ich mach mir nicht die geringsten Sorgen, dass irgendwann in absehbarer Zeit auch nur ein merklicher Bruchteil von Facebooknutzern wegen Privatsphäre/Tracking-Bedenken wegbrechen, sich verstärkt anonymisieren, whatever tun könnten.
Ich glaube nicht, dass einer der Facebook-Alternativen mit besserer Privacy auch nur in der dritten Liga mitspielen wird, was zukünftige Social-Plattformen angeht.
In Sachen Webtracking gibt es so Sachen wie (not provided), 3rd party cookie-Ablehnung per Browserdefault, und die sorgen in der Branche für Kopfschmerzen, aber ich denke nicht, dass auch nur einer aus der Branche schlechter schläft, weil mehr Leute TOR nutzen könnten oder nur noch im Pornomode des Browsers surfen.
Ich glaube, wir könnten monatlich einen CCC-Congress abhalten und dennoch würde Qualität und Menge der Profiling-Daten via Web permanent und eher exponentiell weiter steigen.

Das alles muss nicht unbedingt ein Problem sein. Im Gegensatz zu NSA, BND und Konsorten handelt es sich hier um völlig andere Daten, Motive und Möglichkeiten, und ich will hier auch auf keinen Fall die Nebelwerferarschlöcher a la “jaja, Prism ist schon nicht ganz cool, aber hey, gegen Terroristen, und überhaupt, guckt mal hier, Facenbook!” in irgendeiner Weise unterstützen, aber es fiel mir auf, und ich denke, es ist ein Indikator dafür, wie (un)realistsch es ist, tatsächlich flächendeckend Krypto und überwachungsfeindliches Onlineverhalne zu etablieren.

Kurz noch: Communities und Vereinzelung/Filterbubbles

30c3: 3d-Drucker. Regeln.

30c3: 3d-Drucker. Regeln.

Ein schwer angenehmes Treffen mit DocAnonymous_ gestern machte mich auch noch ein wenig zu einem ganz anderen Thema grübeln: an sich redeten wir ein wneig übers gulli:board und die aktuellen und früheren Geschehnisse drumrum und kamen ein wenig zur allgemeinen “Forensituation”, und seitdem geht mir der Gedanke nach, dass trotz allem “Social” das Netz tendenziell eher “vereinzelnder” geworden ist ale es noch vor fünf Jahren war. vBulletin, phpBB und Konsorten waren jetzt vielleicht nicht der unglaubliche Fortschrit verglichen mit Usenetstrukturen, aber was seitdem kam und die “Zeit der Foren” inzwischen zu einem weiten Teil abgelöst hat, scheint mir fürs Handling größerer, heterogener Gruppen weniger geeignet und an sich auch gar nicht gedacht. Twitter vielleicht noch, was eben wirklich vergleichsweise flexivbel ist, aber obs nun Facebook ist oder tumblr oder was sonst noch rumspringt: alles scheint mir nicht mehr in dem Maß zu ermöglichen, viele Menschen verschiedenster Couleur in eine gemeinsame, persistente Diskussion zu bringen. Gruppen auf FB sind, sagen wirs direkt, wahlweise ein Witz und/oder scheiße. Sie sind definitiv nicht als “Gruppenkommunikarionsmedium” geeignet. Ich erwarte von einem Gelddruckmedium wie Facebook auch nichts dergleichen, aber es fiel mir eben auf, dass wir aktuell nichts mehr so richtig geeignetes mit Reichweite haben, und es scheint mir schade. Oder denk ich da grade völlig falsch oder unzulässig romantisierend?

Wie auch immer, das mal vom Tag drei, vor allem auch, dass ichs nicht vergesse, was mich seitdem ein wenig an Fragen umtreibt. Demnäxxt Assange, ich bin gespannt.

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30c3: Die gesellschaftliche Verantwortung Falk Steiners

Von der “intellektuell-technokratische Kapitulation vor den Folgen des eigenen Tuns” schreibt Herr Steiner im Deutschlandradio angesichts der gesellschaftlichen Verantwortung der Hacker angesichts der aktuellen Situation, und ich werde ein wenig wütend.

Das Deutschlandradio ist hier auf dem 30c3 vor Ort, und ich rechne ihm das hoch an. Insofern muss man wohl auch Steiners Geschreibsel tolerieren, aber zugegeben, nach dem Versagen der Presse, Politik und Dienste auf ihre Lügen festzunageln, fällt mir das schwer. Es kann auch nicht jeder ein Greenwald sein, der grade in der Keynote notwendige Kritik am eigenen Berufsstand geübt hat. Aber trotzdem nochmal zum Mitmeißeln: Seit Jahrzehnten beschäftigt sich CCC und Umfeld mit den gesellschaftlichen Folgen von Technik. Seit ungefähr genausolanger Zeit, (gefühlt subjektiv verstärkt seit den letzten sechs, acht Jahren) warnt er vor den Möglichkeiten eines ausufernden Überwachungsstaats. Und ich fürchte, bis vor Snowden war das eben allzuoft ein nettes Medienthema, ach guckt mal, die Nerds, warnen vor Orwell, sind sie nicht süß, wie sie sich versuchen in Sensibilisierung, Aufklärung, Engagement und Kommunikation mit den Normalsterblichen? Bisschen paranoid, aber unterhaltsam?

Wenn jetzt, jetzt! ein Kommentator vom Deutschlandradio kommt und meint, einen “Strengt euch mal ein wenig an” raushängen zu lassen, dann fühle ich mich zu schlimmen Repliken verleitet. Ich bin aber recht sicher, dass es ohne Journalismus nicht geht und das Ausführen meiner Meinung zu Steiner wahrscheinlich kontraproduktiv wäre.

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Sand im Getriebe, und eine generelle große Müdigkeit

Achtung, Befindlichkeitsposting und mehr Fragen als Antworten. Seit ein paar Tagen geht mir der Gedanke im Kopf rum, dass es nicht damit getan sein kann, zwei Terabyte Tor-Traffic im Monat rumzurouten und zu hoffen, dass es wenigstens ein wenig zum Genervtsein der Arschlöcher beiträgt. Weiter, dass Gewalt selbstredend eine Lösung ist und die Welt im Prinzip eine bessere wäre, wenn sich in manche Köpfe eine Kugel verirrte, aber wie wir wissen, sind das Maßnahmen, die sowohl kurz- wie auch mittelfristig eher kontraproduktiv wirken. Nun stehe ich vor dem Problem, dass mir wenig einfällt. Konkretes Ziel: Sand ins Getriebe. Die ganze Gülle, die eben beschlossen, vorbereitet, verabschiedet wird, sabotieren, idealerweise auf tendenziell trollige Weise. Sprich, die Legalität halte ich für eine zwar flexibel handhabbare Größe, aber der hohe Trollierungsfaktor soll die positive Bezugsgröße sein, das handhabbare Risiko die negative. Nun gibts vielleicht was irgendwo zwischen bewaffnetem Kampf und Zahnpasta in die Kanzleramts-Gegensprechanlage schmieren, idealerweise was netzbasiertes, das mit den Alltagsverpflichtungen eines normalen Wohnbevölkerungsmitglieds vereinbar ist, allein, mir fällt nichts vernünftiges ein.

Das ist die eine Überlegung, die andere folgt eigentlich draus, Ich musste feststellen, dass mich diese Überlegung gerade verfolgt. Dass es mir immer wieder im Kopf rumgeht, wie man dieser Drecksveranstaltung das Dasein schwer macht. Irgendwann kam mir dann der Gedanke, dass das grade ziemlich in die andere Richtung dessen geht, wie ich mir eine gesellschaftliche Weiterentwicklung eigentlich vorstelle, insbesondere eine, die auf dann doch die helleren Köpfe zurückgreifen kann. Und darauf dann der Gedanke, dass mich das gerade kaum noch beschäftigt. Weiterlesen

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Krankenversicherungskarte mit Bild: Es geht noch ohne….

….auch wenns langsam etwas mühselig wird. Es geht aktuell offenbar den Gang, wie es inzwischen auch beim FoeBuD beschrieben wird. Sie wollen

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ein Bild, die aktuelle Karte ist abgelaufen, sie stellen ohne Bild keine neue aus. Nachdem ich nun aber morgenm zum Doc muss, hab ich ein nettes Papier gekriegt, sogar zum Selberausdrucken:

So gehts jedenfalls auch.

So gehts jedenfalls auch.

Was mich aktuell derbst ärgert: beim Doc letzte Woche war ich mit der alten Karte. Die Sprechstundenhilfe rief kurz bei der KK an, ließ sich mein Versichertsein bestätigen (brauchte dazu nebenbei keinen Ausweis) und richtete mir anschließend aus, dass die Kasse eben ein Bild von mir brauche, weil ich sonst meinen Versicherungsschutz verlieren würde. Ich weiss, stille Post, aber das regt mich einfach auf.

Btw., mitgeschickt wurde mir auch eine Info zu den rechtlichen Grundlagen der ganzen Scheiße. Bemerkenswert scheint mir das da:

Inwieweit ist der Versicherte verpflichtet mitzuwirken?

§ 60 Abs. 1 SGB I: “Wer Sozialleistungen beantragt oder erhält, hat
1. alle Tatsachen anzugeben, die für die Leistung erheblich sind, und auf Verlangen des zuständigen Leistungsträgers der Erteilung der erforderlichen Auskünfte durch Dritte zuzustimmen,
2. Änderungen in den Verhältnissen, die für die Leistung erheblich sind oder über die im Zusammenhang mit der Leistung Erklärungen abgegeben worden sind, unverzüglich mitzuteilen,
3. Beweismittel zu bezeichnen und auf Verlangen des zuständigen Leistungsträgers Beweisurkunden vorzulegen oder ihrer Vorlage zuzustimmen. Satz 1 gilt entsprechend für denjenigen, der Leistungen zu erstatten hat.”

Komplett gePDFt hier mal reingestellt (PDF).

Vorgeschichte eins, zwei und drei, vier. Graubrot zu Ähnlichem. Infos vom FoeBuD.

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BSI zu Tor, Datenschutz, Drosselkom: Nichts zu sagen

Spät, aber immerhin, und es liegt mit an mir. Also. Ich schickte dereinst einige Anfragen zu TOR und Friedrichs Datenschutzforderung angesichts Prism etc. ab BSI und BMI, das Innenministerium antwortete so inkompetent, wie man es von einer Behörde erwarten kann, das von einer wandelnden Merkbefreiung geleitet wird, und als das BSI erstmals antwortete, war ich etwas erstaunt. Ich zitiere mal Antwort und meine direkte Gegenantwort:

$grußfrequenzen BSI
nach meinem Kenntnisstand müssten Sie bereits eine Rückmeldung durch das Bundesministerium des Innern erhalten haben. Wir haben Ihre Anfrage, die uns über mehrere Kanäle erreicht hat, dort zentral bearbeitet.

Wäre das so?
$/grußfrequenzen

Im Prinzip ja, aber.

$grußfrequenzen ich
Ich habe in der Tat eine Antwort vom BMI erhalten, aber auf den Gedanken, diese sei mit dem BSI abgestimmt, bin ich beim besten Willen nicht gekommen. Das BSI habe ich bisher als eine durchaus kompetente Anlaufstelle zu verschiedenen securitybezogenen Themen kennengelernt, während die Antwort vom BMI auf mich schlicht vollkommen inkompetent wirkt.

$kommentare wie hier, nur freundlicher

Wie gesagt – ich bin schlicht nicht auf die Idee gekommen, dass diese Antwort so vom BSI mitgetragen wird, denn aus dieser Richtung habe ich bislang schlicht deutlich kompetentere Stellungnahmen gelesen. Ich würde mich freuen, wenn die oben zitierten Aussagen präzisiert und mit zumindest ansatzweise konkretem Inhalt gefüllt werden könnten.
$/grußfrequenzen ich

Und nun also sowas wie eine Antwort, aus der ich allenfalls aber ein “Lassen Sie mal, Thema interessiert uns nicht wirklich grade” rauslese. Alternativ ein “Wir sagen da nichts zu, sonst heisst nachher noch, wir hätten was dazu gesagt”:

$grußfrequenzen BMI
Nach gründlicher Prüfung Ihrer Ausführungen in Ihrer E-Mail vom 3. September 2013 sind wir zu dem Ergebnis gekommen, dass das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hinsichtlich der möglichen Anwendung der §§ 7 ff. TMG aus rechtliche Gründen leider keine weiteren Ergänzungen liefern kann. Eine individuelle Rechtsberatung darf von unserer Seite aus nicht durchgeführt werden.

Bei De-Mail stehen Nachweisbarkeit, Vertraulichkeit und Vertrauenswürdigkeit der Kommunikation im Vordergrund. Die Verwendung einer zusätzlichen Ende-zu-Ende-Verschlüsselung des Nachrichteninhalts ist beim De-Mail-Versand nicht vorgeschrieben, wird aber durch die Verwendung eines zentralen Verzeichnisdienstes unterstützt, in dem öffentliche

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Schlüssel authentisch hinterlegt werden können.
$/grußfrequenzen BMI

Nun dann. Ich kanns dem BSI nicht mal so recht übelnehmen, es ist an sich anderer Leute Job, da ein wenig Klarheit und insbesondere Kompetenz zu schaffen und zu transportieren. Was grade passiert, ist ja trotz des aktuellen Schockiertgetue um Merkelhandy so unglaublich blöde und ermüdend, es fällt mir aktuell schlicht schwer, mich damit zu beschäftigen.

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Sven Regener ist ein Arschloch

Nicht wegen seinen vor einiger Zeit etwas umstrittenen Ansichten zum Internet und zum Urheberrecht. Sondern wegen seinem Statement, das ich gerade auf WDR5 im Radio zu hören gezwungen war. Angesprochen auf seine Urheberrechtsstatements und wie er die Situation nun nach den NSA- Überwachungsenthüllungen einschätzte, sagte er sinngemäß, er fände es ja insbesondere beängstigend, was die Unternehmen an Daten sammelten, beispielsweise große amerikanische Suchmaschinen. Und dass das mit den Geheimdiensten doch klar sei, im Netz sei eine Email halt eine Postkarte und es wäre ja auch bescheuert, wenn die Geheimdienste nicht mit der Zeit gehen würden und noch überm Wasserdampf die Briefumschläge öffnen würden.

Ja, das wars. Als ob es ums Coolsein ginge, wenn Geheimdienste eben mal weltweit Menschenrechte und

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ganz nebenbei sowas wie die demokratische Verfasstheit ihrer Staaten abschaffen. Und so jemand erdreistet sich, Urteile über das Netz und seine Nutzer zu fällen, sich über die Urheberrechtslage im Netz zu echauffieren und dabei offenkundig einen Horizont zu haben, der am Rand der eigenen Brieftasche aufhört. Sowas will ich nicht mehr mit “Er weiss es halt nicht besser und man muss die Leute dort abholen, wo sie sind” entschuldigen, denn so jemand will sich nicht abolen lassen, so jemand ist dumm, selbstgerecht und bösartig, so jemand nimmt es billigend in Kauf, dass andere mit noch weniger Ahnung als er durch sein wirres Gefasel weiterverblödet werden und so jemand ist ein Arschloch.

Nachgetragen: mp3-Link zur Sendung (Danke, Dirk!)

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Supagolf: Minigolfkunst in Wuppertal

Supagolf Wuppertal: Logo

Supagolf Wuppertal: Logo

Dieses und das kommende Wochenende – also am 31.8., 1.9., 7.9. und 8.9. – ist in der Hebebühne Wuppertal und der Utopiastadt an der Nordbahntrasse Supagolf. Und Supagolf ist eine seit nun drei Jahren permanent ausgebaute “Minigolfinstallation”, die auf mich den Eindruck eines Mitteldings zwischen Funsport, interaktiver Kunst und der angewandten Satire auf Sportveranstaltungshypes macht.

Supagolf: Preise fürs Turnier am Sonntag

Supagolf: Preise fürs Turnier am Sonntag

Supagolf: Kugelbahn, Ende

Supagolf: Kugelbahn, Ende

Gestern betrachtet haben wir nur die Minigolfbahnen in der Hebebühne – von dort werden heute noch ein paar umgesiedelt. Gestern war auch eine – leider verpasste – Pressekonferenz, auf der das Event gebührend vorgestellt wurde. Und die Bahnen, bei denen sich die Themen über Star Wars, Schwebe- und Kegelbahn bis hin zu einer erfreulich spieltriebanregenden Aufzugs- und Kugelbahnen erstrecken.

Supagolf, Schwebebahn bei Nacht

Supagolf, Schwebebahn bei Nacht

Supagolf, Star Wars-Minigolfbahn

Supagolf, Star Wars-Minigolfbahn

Die Macher stellen sich unter Supagolf.de vor, und gestern waren sie auch da und erweckten den Eindruck, a) viel Spass am gerät und b) durchaus auch Interesse an der technologischen Weiterentwicklung der Bahnen zu haben, konkret sprachen wir beim Mate in der Hebebühne über Möglichkeiten, die Wege der Bälle auf den Bahnen via RFID-Chips und NFC nachzuverfolgen. Problem sind die Scanner, die dürften ein nicht unerheblicher Kostenfaktor sein. Weiterlesen

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