Alle reden davon, wie unsicher die ePA sei, dass man der Nutzung widersprechen sollte etc. etc., ich bin in der luxuriösen Situation, dass mir das alles weitgehend latte ist und ich den ganzen Kram ausprobieren will. Außerdem hört man so spannende Geschichten von Leuten, die via KK-Abrechnungsdaten erstmals sehen, was für umfassende Beratungen, Anamnesen und Diagnosen bei ihnen berechnet wurden, die sie in zwei Minuten Arztgespräch so erhielten. Ich hab
– einen Perso mit eID,
– ein NFC-Smartphone und
– passende KV-Karte,
ich kann mir den Kram freischalten, schaltete frei* und rannte ein halbes Jahr damit rum.
In dem halben Jahr war ich zweimal bei meiner Kopfdoktorin, um mir den Nachschub an Psychopharmaka abzuholen, weiter nutzte ich die lange Nacht des Impfens vor einigen Wochen für wichtige Security-Updates am Immunsystem. Und dachte mir, davon sollte man doch mittelfristig was sehen.
Und nun schauen wir mal, was in meiner ePA steht und wie sich das Nachschauen anfühlt. Spoiler: man sieht exakt zwei Psychopharmakaverordnungen plus Apo-Ausgabe. Und viele, viele Ladescreens, denn wie überschriftlich bemerkt: die „Mein Leben“-App der AOK ist nicht eine, sondern viele Apps, und das merkt man. Sehr.
Und an der Stelle ahne ich auch, warum das folgende Video derart ermüdend und an 33,6-Modemzeiten erinnernd ist: da wird je nach Funktion zwischen den Apps gewechselt, jeweils immer neu gegenidentifiziert, und das dauert. Hint: am Wlan liegts nicht, und iPhone SE 2022 ist jetzt nicht grade die lahmste Schnecke am Baum. That said. Im Folgenden
– startet die App (0-0.25)
– schau ich in meine (leere) ePA (0.26),
– in die Zugriffsverwaltung (ab 0.55), in der seltsamerweise auch
– Abrechnungsdaten (nee, keine) der KK liegen oder zumindest angefordert werden können, (1.05) weiter die
– Berechtigungen? zum Medikationszugriff (auch leer), ab (1.20), daher dann mal zurück zur
– Medikation (1.28), dort finden sich meine Glückspillen.
– E-Rezept (1.49) knöpft den Trenchcoat eins weiter auf, naturgemäß grade nichts reingebucht, wenns bis (2.17) so aussieht, ob da was schiefging: nein. Alles OK. Im Archiv ist was. Nach
– Impfungen guckte ich dann noch ab (2.33), aber weder Covid noch Grippe zu sehen. OK, lange Nacht s.o., aber ich hätte vermutet, dass sowas dann hier abgelegt wird. Wirds nicht.
– kurz geblurrt ab (2.45), weil alle Kennziffern müssen nun nicht ins Netz, aber ein Blick in die Profildaten. Ausklang mit einer FAQ.
Nicht im Film: ich stieß dann noch auf den TI-Messenger (sicherer Messenger für Institutionen aus dem Gesundheitssystem). Um Kontaktdaten zu einer Institution zu kriegen, kann man z.B. dort angebotene QR-Codes scannen und dann supersicher chatten, wenn wer mit einem reden will. Zuerst hielt ich den QR-Code unter „Kontaktinformationen“ für den der darüber „empfohlenen“ AOK, aber ich glaube, das ist meiner, den dann andere Leute scannen können. Weiterlesen
























