SEOpott hilft beim Denken

Seriöser Arbeitskater hilft beim SEOpott-bloggen

Seriöser Arbeitskater hilft beim SEOpott-bloggen

Gestern war SEOpott, ich hab dort leider nur zwei langweilige Bilder von interessanten Folien gemacht, deswegen hier ein Foto vom seriösen Arbeitskater. Im Hintergrund: seopott.de, dort kann man mehr nachgucken. Orga hat Sercan losgetreten und ich bin ein wenig neidisch auf ihn, weil er sowas kann und ich nicht. Ich ahne weiterhin, dass es nicht ganz zufällig ist, wenn mich Format/Anspruch ein wenig an den SEO-Stammtisch Ruhrgebiet erinnern, zwei Impulsvorträge und rundrum frisch aus dem Nähkästchen plaudern, man kennt sich zu einem guten Teil bereits, das ist alles ganz hervorragend und ich freu mich drüber.

Die Impulse waren gestern beide von Eyüp, was aber auch vollkommen in Ordnung ging – Teil eins über GSC-Analyse im Fall von vielen (für große Werte von „vielen“) URLs plus die geeigneten Mittel (janun, BigQuery) und Fragestellungen/Ziele (vorher überlegen). Teil zwei dann sehr Hands-on mit den Daten, mit denen er konkret arbeitet. Und nun kennt man es in der SEO-Ecke, dass grade auf kleineren Veranstaltungen erfreulich locker über konkrete Doings und auch diverse Patzer gesprochen wird, die passieren können. Aber hey, das war wirklich entspannt im oberen Drittel der Liga. Eine lustige Deindex-Geschichte, wenn man sie nicht grade selber verhauen hat, und dazu eine Latte kluger Gedanken, wie man verbreitetes, abseitigeres Nutzerverhalten als Muster in der Fläche erkennt. Cleveres, nutzerfreundliches Arbeiten, und das auf der Basis siebenstelliger URLS mit jeweils einer Handvoll Impressions und Klicks, ich war beeindruckt und hab was gelernt. Weiterlesen

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SEX NOW Ausstellung in Düsseldorf

Ausstellungseingang. ich mag das Graffiti.

Ausstellungseingang. ich mag das Graffiti.

SEX NOW ist eine Ausstellung im NRW Forum Düsseldorf und der Name ist Programm: eine sexpositive Ausstellung zu all things sex. Wir hörten im Radio davon, dazu der Hinweis, sie sei ab 18, und dann war schnell ein „müssen wir hin“ entschieden. Es hat mir gut gefallen, ich hab einiges erfahren und einiges zum drüber Nachdenken mitgenommen, hätte mir aber im Nachhinein irgendwie „mehr von allem“ gewünscht, in komplett unterschiedlichen Ausprägungen. Im Detail mehr dazu.

Grundsätzlich: eine sehr ansprechend und charmant eingerichtete Veranstaltung, trotz (wegen?) des Themas überhaupt nicht irgendwie halbseiden oder sensationsgeil, und sehr gut begleitet/kuratiert. Es gibt einen begleitenden Online-Digital Guide, der lobenswerterweise nicht in irgend eine Museumsapp reinkastriert wurde, sondern ganz frei im Internet anzuklicken ist (Klickempfehlung).

Onlineguide, auch anschließend nutzbar

Onlineguide, auch anschließend nutzbar

Guide, literarische Kuschelecken der Ausstellung

Guide zu literarischen Kuschelecken

Guide, Things good to know

Guide, Things to know

So war das damals. NIE WIEDER!

So war das damals. NIE WIEDER!

Was gibts zu sehen? Einmal natürlich historisches: einige Ausstellungsstücke aus sehr früher bis neuzeitlicher Geschichte der gesellschaftlichen Abbildung von Sexualitäten. Ein großes Pottpurri von Sexualorganen in unterschiedlichster Darstellungsform und Ausprägung. Einige Ausschnitte unterschiedlicher Szenen und Kinks, hervorzuheben eine charmante kleine BDSM-Ecke und eine Tom of Finland-Ausstellung. Einiges Anschauungsmaterial zu Cybersex und VR. Mehrere teils erheblichst explizite Videoinstallationen. Diverseste Sextoys und die Entwicklung derselben. Künstlerische Auseinandersetzungen mit dem Thema, von Performance-Art bis Fotografie und Skulptur. Außerdem ein Me Too-Teilbereich, der einerseits auch spannend war und unter anderem Foto- und Videokunst einer indischen Künstlerin zeigte, die nochmal eine ganz andere Perspektive schuf als die, die „wir“ so kennen.

Im Nachhinein: Viel Raum für ein einerseits hochproblematisches Thema in einer ansonsten explizit sexpositiven Ausstellung. Weiter auch einige weitere Exponate, die sich explizit mit den Abgründen insbesondere online auseinandersetzen. Erst wollte ich statt „Abgründen“ „Arschlöchern“ schreiben, aber die gabs auch, im Wortsinn und durchaus positiv konnotiert. Hier angemerkt ohne jegliche Wertung, es fiel mir im Nachhinein auf, am ehesten würde ich sagen, ich finds gut, richtig und traurig, dass es dafür Platz geben muss.

Peaches macht nicht nur Platten, sondern auch Skulpturen

Peaches macht nicht nur Platten, sondern auch Skulpturen

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Antrophic in die Pleite klagen – wer macht mit?

Die komplette KI-Industrie könnte finanziell ruiniert werden, wenn alle Betroffenen sich einer Sammelklage gegen Antrophic anschließen würden, heißt es nebenan, und mein Reflex ist ein „Don’t threaten me with a good time“. Ich hab grade meinen Input zu einer Klage gegen Antrophic gegeben, und es scheint, als können das alle, deren Werke zum Zeitpunkt X auf Libgen lagen. Drin bevor „Naja, US-Sammelklagen…“ es ist der Versuch, der zählt, und wer weiß, was kommt. Update: Ich bin leider nicht in der „Works List“ vertreten, die das Verfahren umfasst, Details am Ende, schade, aber machte Freude. /Update

Jedenfalls, Antrophic trainierte Claude mit einem Satz Publikationen, die sie von der lobenswerten Schattenbibliothek Libgen runtergeladen hatten. Nun mag ich eBookwarez und insbesondere Verbreiter kostenfreier wissenschaftlicher Fachliteratur a la Annas Archive wie jeder vernünftige Mensch auch, wer dort auftaucht, ist eine coole Socke, dessen Werke nach Ansicht mancher Leute von allen gelesen werden können sollten. Antrophic hingegen ist offenkundig eine kriminelle Bande hirnloser Irrer, die selbige Werke nehmen, damit eine planetenverbrennende Gelddruckmaschine befeuern und die geklauten Inhalte nach Möglichkeit soweit zum Schlechteren verwursten, bis sie keine Quellenangaben mehr dranschreiben müssen.

Man kopiert mich raub, yeah!

Man kopiert mich raub, yeah!

Was soll man tun, wenn sie warnen, in die Pleite geklagt zu werden? Logisch, sich der Klage anschließen. Das geht, wenn eigene Werke in den besagten Libgen-Trainingsdaten vorhanden sind, und prüfen kann man das beim Atlantic. Weiterlesen

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Arbeitsrechner fixen, Murphys Law-Edition

Ich kann nicht genau sagen, wie alt mein Rechner ist. Zu Unizeiten in den späten 90ern kaufte ich mir meinen ersten Bigtower und baute was rein, was Windows95 konnte, ich erinnere mich an Turtle-Beach-Soundkarten, überteuerte SCSI-Adapter von Adaptec und ISA-ISDN-Karten, die man erst installieren, dann jumpern und dann einbauen musste, aber ich schweife ab. Seitdem kam mal neues Mainboard/CPU, mal ne neue Platte, mal ein neues Netzteil, GraKa, Peripheriefluktuation, wie mans kennt, jedenfalls, die Kiste ist seitdem ein Paradebeispiel der Mach’schen Illusion der beständigen Substanz.

Verflucht sei NVidia! Mögen sie auf ewig in der Hölle brennen!

Verflucht sei NVidia! Mögen sie auf ewig in der Hölle brennen!

Linux und NVidia-Treiber, ich ahne Leute, die jetzt bereits schreiend wegrennen, ich hab mein Maß an Zickigkeit des widerständigen Geräts abbekommen, aber an sich hats nach gutem Zureden immer gut funktioniert. Jedenfalls wollte die Monitorerkennung und die Auflösung eines Abends nicht wie ich, und der erste Reflex ist halt „hm, neue Treiber?“ Ich hatte 570, die Teuerste zockt nebenan grade Baldurs Gate 3 auf Kubuntu und 575, ok, bügeln wir 575 drüber. Funktioniert nicht. 570 wieder? dito. Nouveau, nur zum checken? Nur ein Monitor läuft statt 2. Die Linux .run 580 beta von nvidia? Na, komm, der Versuch ists wert. Ich lernte, wie man rückstandsfrei NVidia-Treiber von System kriegt, das Problem bestand indessen weiter und wechselte nur die Ausprägungen (halb hochkommende Kiste, halber Monitor eingefroren etc.) Stellt euch zwei solche Abende vor, und wie währenddessen mein Hass auf NVidia wuchs und gedieh, zu jener unaussprechlichen, blasphemischen Monstrosität, die heute mein Herz und meine Gedanken mit gifttriefenden Tentakeln umschließt und beherrscht.

Jedoch, ein zartes grünes Pflänzlein der Hoffnung sprach, flüsternd anfangs „Radeon? Warum nicht einfach in Zukunft und für alle Zeiten Radeon?“, und bald wurde daraus der Kampfruf „Weg mit dem NVidia-Dreck! Weg mit der widerlichen Hardware dieser verkommenen Klitsche, die sich an den Geldbörsen der KI-Apologeten fett frisst! Verflucht und verdammt auf ewig ihre proprietäre Treiberscheiße und ihre CUDA-Technologie, möge sie nie wieder meine Infrastruktur mit ihrer verderbten Präsenz verunreinigen! In keinem PCIe-Slot sei sie je wieder willkommen, und verflucht soll sie sein und alle ihre Folgegenerationen!

So rief ich nicht, aber dachte sinngemäß. Der Paketdienst meines Vertrauens brachte etwas später als erwartet die erhoffte Erlösung, die war jedoch keine, sondern eine Wiederholung des bekannten Fehlerbilds. Bzw., leicht variierten Fehlerbildern, nur halt mit amdgpu. Und nun machte ich was, was ich eigentlich schon früher hätte machen sollen, aber der heilige Zorn auf NVidia wird meinen Geist ein wenig getrübt haben: ich erstellte mir einen Bootstick und fuhr die Kiste mal von selbigem hoch. Schrägerweise kriegte ich nur einen Recovery Mode zum laufen, den aber tatsächlich mit beiden Bildschirmen. Ansonsten kein Display, Freeze beim Booten, halbe Bildschirme (und Freeze), usw. Immerhin: man kann Laufwerke und RAM testen. Alles tadellos.

Irgendwas ist kaputt.

Irgendwas ist kaputt.

Hm, Mainboard? Ich machte extrem hoffnungsfroh ein BIOS-Update. Brachte gar nichts. Hm, womöglich trotzdem Mainboard? Ein weiterer Testlauf mit einer rumliegenden ausrangierten NVidia (argh!), die immer gelaufen war, änderte das Fehlerbild auch nicht. OK, Mainboard. Eines der älteren Komponenten, die Kiste ist ein Arbeitspferd und ich habe angesichts absolvierter Laufzeiten Verständnis für jeden vertrockneten Kondensator, wenn ich ehrlich bin.

Jedenfalls orderte ich ein Mainboard. B-Ware, weil günstiger (und weil nur das Slotblech fehlte), AM4 weil AM4-Prozessor vorhanden, der mir vollkommen reicht. Außerdem: solide Technik, von der ich weiß, sie rennt mit dem Rest des Krams, der rumsteht. Er kam Freitags an, und nach Feierabend machte ich mich ans Zusammenbauen. Weiterlesen

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Why2025, Tag 4 ff., CISOs, Pr0n, Mond und Selbsterkenntnis

Sowas muss man doch herzeigen!

Sowas muss man doch herzeigen!

Die letzten Tage sind angebrochen und nach dem Blog hier werden wir wohl abbauen, WHY2025 war mir bislang ein Fest, 10/10 gerne wieder. Der Tag begann mit einer Unterhaltung mit unseren angenehmen Nachbarn aus Manhattan, wie sich das Interesse an ihren LED-Kunstwerken entwickele. Ja nun, sie seien noch am Bugfixen. Ich halte mich für einen normal introvertierten Nerd, im Nachhinein komme ich mir ein wenig eskalierend vor, aber ich hielt einen Kurzvortrag zu SEO-Basics der Art „es gibt Seiten, die zu Begriffen deswegen nicht gefunden werden, weil die Begriffe schlicht nicht vorkommen“ und man vergesse solche Basics leicht, wenn man zwei Schritte weiter am Denken sei, aber sie müssten
a) ihr Zelt aufmachen und
b) ihren Kram irgendwo hinstellen, wo man ihn sieht.

Gesagt, getan, wir wurden aktiv, ein vorbeikommender Nachbar wurde direkt neugierig, wir erklärten ihm die stattfindende Zeltöffnung und er brachte spontan einen Labelprinter vorbei, weil natürlich hat irgendwer nebenan einen Labelprinter dabei. Als alles gut aussah, machte ich mich auf zum CISO-Trollen, denn auch ich kriege manchmal dienstlich Phishing-Testmails und wenn Bugblue himself da zum Trollen rät, muss ich mir das ansehen.

Troll your CISO for Fun and Profit

Troll your CISO for Fun and Profit

Warum soll man CISO-Phishingkram trollen? Und wie behält man seinen Job dabei? waren die Fragestellungen und die starke These dahinter, dass Phishing-Simulationen ethisch und lerntechnisch scheiße seien. Tenor des Vortrags: machts clever und humorvoll und fragt im Zweifel vorher. Aber dann könne man durchaus über Outlook-Regeln anhand vergangener Phishingmails mal schauen, was die Kennzeichen sind (Dienstleister, Routing, whatever) und darauf nen Autoreply mit revengephishing-Inhalt oder einfach einem „Nice try“-Gruß schicken. Mit gophish gebe es eh auch ein open source-phishing Framework, man solle nur dabei bedenken, dass es grundsätzlich extrem einfach ist, Kollegen zu phishen – schlicht, weil man interne Prozesse kennt und passend Anfragen, Infos, whatever versenden kann.

Ich verpasste den Flammenwerferbau-Wokshop.

Ich verpasste den Flammenwerferbau-Wokshop.

The Internet is for Corn

The Internet is for Corn

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Why2025, Tage 2-4, nochmal KI und viel Bastelei

WHY2025, Studio Ghibli Edition

WHY2025, Studio Ghibli Edition

Das Camp ist weiterhin wunderschön und der Trend zum „bring deine eigene Nebelmaschine mit“ scheint nicht nur bei mir angekommen zu sein. Nachts ist eh vieles Silent Hill, aber mir scheint, zusammen mit dem örtlichen Mikroklima und vielen dezentralen Cloud Providern scheint hier was ganztägig bezauberndes zu entstehen.

Nachtstimmung auf der WHY2025

Nachtstimmung auf der WHY2025

Außerdem: Bondage-Workshops.

Außerdem: Bondage-Workshops.

Whatever, ich war trotzdem in noch nem KI-Talk, und die sinngemäße Zusammenfassung hatte es in sich: es sei „wie damals bei der Dotcom-Bubble: alle hauen vor allem raus, hauptsache Produkt, und ob bzw. welche Sicherheitsimplikationen das hat, können sich dann irgendwann die anschauen, die übrigblieben“.

Wasserspritzpistolenroboter.

Wasserspritzpistolenroboter.

Ein Spiel in einem Spiel.

Ein Spiel in einem Spiel.

Datenklo von innen. ITS A SERIES OF TUBES!

Datenklo von innen. ITS A SERIES OF TUBES!

Sie zerlegten von Copilot bis Gemini an sich alles komplett, Eskalationsspirale „Wir hacken deine AI“ – „wir hacken deinen Rechner“ – „Wir hacken dich, genau dich als Mensch“.

Hintergründe: Alle Systeme haben sowas wie „Leitplanken“ (prinzipiell unsicher) und Barrieren (prinzipiell sicher). Letztere betreffen beispielsweise „vertrauenswürdigen Input“. Die KI misstraut natürlich allem, was der User ihr sagt. Sie misstraut auch allem, was sie generiert. Sie traut indessen dem Input eigener Tools. Talk war einigermaßen flott durchgehauen, daher tendenziell grob die Ideen: Tools und Module (bei Copilot z.B. Agenten) werden genutzt, um dem eigentlichen GPT Befehle unterzuschieben.

Lichtinstallation auf dern WHY2025

Lichtinstallation auf dern WHY2025

Die Methoden sind teils allerliebstes Blackhat-SEO der Nullerjahre: man schickt Leuten „weaponized Docs“, die eine Latte Anweisungen an die AI in 2pt weißer Schrift auf weißem Grund enthalten, die die KI natürlich liest. Bzw. im Fall von Gemini gibt man ein Googledoc einfach nur für einen Nutzer frei, der muss je nach Setup gar nichts machen, weil möglichereise eh alles im eigenen Zugriffsbereich von der KI analysiert wird, es könnte ja wer ne Zusammenfassung wollen oder ein „Finde alle Docs zum Thema Bla“ gefragt werden. Funktionen wie „Summarize Meeting“ etc. sind inzwischen Standard und die kann man ausnutzen. Weiterlesen

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Why2025, Tage 0-2: Hackthehealth, KI und Kleinkram

Home sweet home, WHY2025

Home sweet home, WHY2025

So, schon wieder ein paar Tage rum, wir sind gut auf der WHY2025 angekommen und es ist alles wieder sehr schön. Hauptsache ist, das Wachschwein dampft, und ich ahne, dass wir zur Not noch ein wenig Nebelmaschinenliquid geliehen bekommen, nachdem unseres nicht mehr rechtzeitig ankam.

Aber ich fang direkt mal mit HacktheHealth an, weil ich grade von dort komme und die Eindrücke frisch sind. Vor vier Jahren gabs das Village bereits, und dieses mal hab ich mich auch tatsächlich mal ein wenig länger mit zwei Leuten dort unterhalten. TL:DR: Es ist alles irgendwie schwierig und ich bin ratlos.

Hack the Health-Village, WHY2025

Hack the Health-Village, WHY2025

Die Leute dort sind wohl von einer niederländischen unabhängigen Einrichtung, die von allen herangezogen werden kann, um Security in Gesundheitseinrichtungen zu verbessern. Das war in der Vergangenheit viel Pentesting und Basis-Security insbesondere in Kliniken und Krankenhäusern, Airgapping kritischer Bereiche etc. Seit einigen Jahren ist ein ziemlich kräftiger „to teh cloud!“-Trend zu beobachten, wo sie auch beraten, und selbstredend seit neuerem der analoge „to teh AI!“, beides mit den naheliegenden Fragen Who owns the data? who controls the data?, und Leuten, die auf ehrliche Antworten diesbezüglich nicht immer scharf sind.

Das Problem ist hier dasselbe wie in DE: der „Double Age Gap“ des Gesundheitssystems. Das heißt, dass Leute älter und häufiger krank werden, auf der anderen Seite angesichts geburtenschwacher Jahrgänge der Nachwuchs in der Branche ausbleibt und der wachsenden Klientel weniger Beschäftigte entgegenstehen.

Eine PDP11. Wer die kennt, ist Teil des Double Age Gap.

Eine PDP11. Wer die kennt, ist Teil des Double Age Gap.

Die Serendiep: Hackerspace on a Ship.

Die Serendiep: Hackerspace on a Ship.

Dadurch gibts ein großes Interesse dran, alles, was automatisierend, effizienzsteigernd, was auch immer zu sein verspricht, nach Möglichkeit direct to production zu bringen. Darunter natürlich Cloudlösungen, klassische On Premise-KI (lokal trainierte Diagnosehilfen/ML-Systeme), aber auch externes, llm-basiertes usw. Und naturgemäß ist das zu einem relevanten Anteil einerseits securitytechnisch fragwürdig und andererseits problematisch zu pflegen.

Aber das Wachwildschwein wacht über alles. Wir sind sicher.

Aber das Wachwildschwein wacht über alles. Wir sind sicher.

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Meine 15 Minuten Ruhm, die Blogwochen und unvermeidliche Porngeschichten

Ruhm.

Ruhm.

Komisch, schon vor einiger Zeit die Blogfragen hatten mich irgendwie halb zum was dazu sagen hingeärgert, und nun gehts mir mit den aktuell via Blogwochen zelebrierten „15 Minuten Ruhm“ genauso. Kommts darauf an, ist das wichtig? Immerhin, während sich ein Großteil der Themenvorschläge am von mir dezent begähnten „übers bloggen bloggen“ orientiert, taugen die „15 Minuten“ tatsächlich dazu, dass die kleinen Schätzchen aus den Blogtiefen hochgeschubst werden, hochwuchten hieß das dereinst bei den HoePap, und es ist eine schöne und gute Tradition.

Nun macht mir das Thema ein paar Probleme. Ich fürchte, unter meinen meistgelesenen Texten stand mein Name nicht drunter und ihr rechtlicher sowie moralischer Status ist gelinde gesagt diskutabel. Blogtechnisch… tatsächlich einige Wellen in einem sehr speziellen Kreis schlug es, als ich feststellen musste, aus unerfindlichen Gründen Herr eines Botnetzes geworden zu sein. Bloggereitechnisch die größte Resonanz hatte möglicherweise mein extrem gepisstes Saalverlassen auf der Republica. Während es heute wahrscheinlich keinen mehr kratzt, wenn wer dort wo rein- oder rauskommt, damals (2007) gabs ein Interview, im Nachhinein amüsiert mich das sehr. Aber geschenkt, und wenn ich schon beim Tippen gähne, wirds beim Lesen nicht besser sein.

An dem Thema beschäftigt mich vor allem, dass es nah an was wichtigem dran zu sein scheint, aber halt nicht richtig trifft. Versteht mich nicht falsch, danebenstehen, blödfinden und besserwissen ist eine der zurecht umstritteneren Verhaltensweisen, hier ahne ich nur, dass möglicherweise eine schöne Chance verpasst wurde. Ich glaube, der Knackpunkt grade bei privaten Blogs ist weniger, dass es zu gelegentlichen 15 Minuten Ruhm kommt, sondern dass unbeabsichtigt Bedeutsames entsteht. Und ich glaube, das sind die eigentlich wichtigen Geschichten, die da passieren können, und selbige würde ich gerne auch von anderen hören.

Ich erzähl gern selber drüber, und machs einmal mehr am „Ich hab die Uni durchgespielt“ vor ein paar Jahren statt.

Man muss sich Korrupt als einen glücklichen Menschen vorstellen.

Man muss sich Korrupt als einen glücklichen Menschen vorstellen.

2009 bloggte ich von einem Hackercamp und erzählte eher nebenbei, dass ich mit nem Pornhub-Techie ins Quatschen kam über Hardware, Loadbalancer, Länderpräferenzen und natürlich Geld. Ich bloggte von besagtem Camp auch viel anderes und schrieb auch ansonsten das Netz voll, aber wegen exakt der einen Anekdote am Rande kam ich mit einem ehemaligen Kommilitonen in einen seitdem fortgeführten Austausch zum Thema ins Gespräch. 2016 ergab sich daraus ein Vortrag an der Uni, und das war nicht das Ende, sondern eher der Anfang von einer ganzen Reihe hochinteressanter Begegnungen, Learnings, Veranstaltungen und Aktivitäten. Weiterlesen

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Eigener Google Knowledge Graph-Eintrag: Unepischer Gewinn

Seit heute bin ich Google Knowledge Graph. Und hab das entsprechende Panel erfolgreich beansprucht (Nachtrag: eines der mehreren). Und dachte dabei eigentlich, damit komm ich bei den SEO-Kollegen angestiefelt und lass es mal so richtig lang hängen, weil ichs jetzt so richtig lang hab, aber ich bin aktuell ein wenig unterwältigt.

Vorab: was ist das?

Einfacher: was ist das nicht? Nehmen wir „Kino“. Das ist zunächst mal nur eine Folge der Buchstaben K, I, N und O. Ein dummes Google von früher würde stumpf gucken, wo diese Buchstabenfolge erscheint und entsprechend Ergebnisse auswerfen. Im Knowledge Graph ist „Kino“ aber ein Konzept, das mit weiteren Datenpunkten auf definierte Weise verbunden ist. Ein „Kino“ hat einen „Ort“, der hat eine „Adresse“. Es hat einen Zweck, man guckt dort einen „Film“. Usw., Google versteht, was „Kino“ bedeutet und welche Kontexte der Begriff hat, und deswegen sehen Google-Suchergebnisse zu „Kinoprogramm“ so aus, wie sie aussehen.

KG beanspruchen, weil hey, das bin ich!

KG beanspruchen, weil hey, das bin ich!

Analog ist „Richard Joos“ eine Entität im Knowledge Graph Googles. Genauer gesagt mehrere, es gibt ja mehrere von uns. Die sind jeweils eine „Person“, die sind wiederum „Autor“ von bestimmten „Dokumenten“ usw. usw. Nun will ich mehr Kontrolle über den Knowledge Graph-Datensatz, der mich und exakt mich bei Google beschreibt.

Aber zu den wichtigen Fragen:

– Wie kriegt man den?
– Will man den haben?
– Und was macht man dann damit?

Persönliche Antwort auf alle drei Fragen, kurz: Hmnajanun.

Aber ausführlicher. Folgend alles für meinen „Person“-KG, spannender für die SEO-Blase sind wahrscheinlich Brands/Products, und da funktioniert wahrscheinlich vieles anders.

Wie kriegt man einen eigenen Google Knowledge Graph-Eintrag?

Tja, da fängts bereits vage an. Ich bin einigermaßen sicher, einen Anteil hat bei mir Wikidata, wo ich eher aus Spieltrieb meinen Eintrag machte (siehe nebenan, wo ich auch kurz ein „Was ist der Google Knowledge-Graph überhaupt“ zwischenrein erklärbäre). Ich war in der glücklichen Situation, da ein paar über die Zeit angefallene, reputable Datenbankeinträge ablegen zu können (GND wegen gulli wars, IMDB wegen Soviet-Unterzögersdorf 2). Ich bin sicher, das hilft, aber ist nicht unbedingt notwendig und bin nicht mal sicher, obs den KG nicht schon früher gab. Ich kenn Knowledge-Graph-Resultate, bei denen ich weiß, die kommen maximal aus Autorenangaben in JSON-LD plus ggf. ein bisschen Linkedin. Wikidata ist ggf. ein bisschen Feintuning-Hebel – das „Autor“ bei mir dürfte an sich nur von dort kommen.

Ich bin drin!

Ich bin drin! (Wikidata. G-KG kommt weiter unten)

Allgemeiner Eindruck: die Menge machts, Maschinenlesbarkeit (Author-JSON) hilft, und dort Profile und Datenquellen verknüpfen, wies halt geht. Tatsächlich scheint es in den letzten Jahren wohl massiv einfacher geworden zu sein – beim grob Namen auf KG-Entries testen scheint mir, mit zwei, drei verknüpften Social-Profilen ist man vielleicht schon dabei, mit gefühltem Instagram- und Linkedin-Schwerpunkt. Testtools gibts einige, das von Audits.com mag ich gerne, weil man schon mal Typ und Sprache eingrenzen kann und ich nicht durch 20 Leute/Begriffe gleicher Benamsung klicken brauche. Dann gibts zB. noch Kalicube, und wenn man Geld ausgeben kann: bei Sistrix ist eine „Welche deiner Suchbegriffe sind KG-Entitys?“-Funktion mit drin. Cave: alle scheinen mehr oder weniger unzuverlässig.. Weiterlesen

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Koks.digital 2025, man zwingt mich zum recappen

Bringt uns PR die koks 2026?

Bringt uns PR die koks 2026?

Man muss mich eigentlich nicht zwingen, ich mach das eigentlich immer nach guten Veranstaltungen, schon allein, um für mich nochmal in Ruhe zu behirnen, was ich so neues erfahren und kollektiv mitgedacht habe. Die koks.digital ist die Online-Marketingkonferenz im Ruhrgebiet, und bisher hatte ich auf jeder viel zu denken. That said, erstaunt es mich eigentlich, dass die Konferenz-Recaps irgendwie ein wenig aus der Mode gekommen scheinen. Die Branche ist auf Social und Linkedin unterwegs, und da mag mans wohl knackig und nicht elaboriert, aber ich kanns weiterempfehlen, schon alleine für den eigenen Kopf. Wer weiß, vielleicht gibt’s in Zukunft mehr als die drei Recaps, die Stefan im letzten koks-digital-NL anteaserte. Ich dachte, verlegener als durch ein „erstgelistete Site!“ könnte ich nicht mehr werden auf der fünften koks.digital, der Onlinemarketingmesse im Pott, aber doch, das geht, ich komm dazu.

Ich bin Testimonial!

Ich bin Testimonial!

Ansonsten einmal mehr ein grundsätzliches „Zum Glück gibt’s die koks, man müsste sie sonst erfinden“. Sie ist enorm vielfältig, die Vorträge auf klasse Niveau, und die Veranstaltung bleibt trotzdem noch in einer Größenordnung und einer Gesamtstimmung, in der vieles einfach mal in Klartext und aus dem Nähkästchen diskutiert, fallbesprochen und ausgetauscht werden kann. Da reden Leute über ihre konkreten Doings und Learnings und eben nicht nur die Erfolgsgeschichten, sondern eben auch drüber, was falsch und schief und schlecht laufen kann, und man lernt ne Menge. Darauf ein herzhaftes „Stefan ist schuld“, das war das erste Statement zur Eröffnung auf der Bühne, und es bezog sich auf ein wenig Chaos beim Einlass und verspätetem Start. Ich erweitere hiermit auf die Gesamtveranstaltung und meine das als Kompliment.

Koks 2025, es geht los

Koks 2025, es geht los

(Wobei: kein Wlan! Ich weiß, 5G, und man soll zuhören, diskutieren und nicht rumsurfen, und überhaupt jammere ich auf hohem Niveau. Zur Sache.)

Patrick Pape, von Morefire eröffnete mit B2B Marketing. War bei mir eher ein „ach, guck mal an“, weil wir im Grunde ja auch B2B-Marketing machen. Einer dieser beruhigenden Einstiege bei einschlägigen Veranstaltungen: ich will eigentlich so zu 70, 80% der Statements/Ideen, die ich höre, einen „kenn ich/richtig/machen wir“-Haken setzen, weil sonst habe ich zu lang unter nem Stein geschlafen. Starke These: Bezahlte Lead-Generation ist fürn Arsch. Ich neige zum „Alles andere ist besser und erstrebenswerter, ja“. Patrick berichtete ganz direkt von ihrer Strategie, und so ein paar Aspekte schienen mir problembasiert gelernt: sie rechnen nicht mehr mit Cost per Leads, sondern Cost per Sales Accepted Lead. Günstige Leads konvertieren oft scheiße und sind im Endeffekt teurer. Leads, wo Sales sagt „Oh, hoppla“, da spielt die Musik. Überhaupt Sales; 75% der B2B-Kunden will keine Salesmenschen mehr (ich versteh das! sehr!). Ergo: viel Informationsangebote machen und Leute auf sich zukommen lassen. Bestandskunden ausbauen – einfach mal schauen, wenn SEO-Kunde X auf einmal drei Whitepaper zum Thema Social runterlädt.

Was tut man dann? Ich hätte aus dem Stand gesagt, man sollte seine Kunden so gut kennen, dass man in der Lage ist, sie zielführend und hilfreich drauf anzusprechen. Wenn nicht, hat man ein Problem. Wir haben aber 2025: selbstverständlich sagt man der KI, was der Kunde anschaute, wirft ein wenig Hintergrundinfo hinterher und lässt sich eine Mail schreiben. Beim zweiten Mal drüberdenken: es tut der eigenen Betriebsblindheit wahrscheinlich durchaus gut, wenn man da gelegentlich tatsächlich mal eine Persona, das recherchierte Thema und die aktuellen Leistungen reinwirft und fragt, was man hier raten bzw. anbieten könnte.

AI made by Microsoft. Mein Interesse macht mir Angst.

AI made by Microsoft. Mein Interesse macht mir Angst.

Tja, und dann kam Roman Broich, AI-Experte von Microsoft Deutschland, der letztes Jahr schon da war und mich schwer beeindruckte. Ich saß nichtsahnend da und die Anmoderation begann sinngemäß mit „Ich würde jetzt Roman Broich vorstellen, aber ich las was in einem Blog namens korrupt.biz was zu seinem letzten Vortrag und will lieber das vorlesen“, gefolgt von meinem Statement, ich sei nur in den Talk gegangen, um KI im Allgemeinen und Microsoft im Besonderen begründeter zum Kotzen finden zu können. Anschließend sei ich jedoch positiv überrascht worden usw. Ich sag mal so, mit der Ansage, MS zum Kotzen zu finden, zum Anmoderieren eines MS-KI-Experten zitiert zu werden: es fühlt sich schon ein wenig wie eines dieser unwahrscheinlicheren Achievements an, von denen man im Vorfeld sagen würde, sie seien ja wohl unfair und nicht realistisch zu schaffen. Weiterlesen

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